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Kundenrezensionen

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am 15. August 2010
Mit der vorliegenden Einführung bin ich während eines Pragmatikseminars und im Zuge meiner Examensvorbereitungen in Berührung gekommen. Dieses Buch wird allerorts als Standardeinführung in die Pragmatik angegeben und auch in sprachwissenschaftlichen Seminaren als begleitende Lektüre verwendet. Dies, wie auch die durchweg positive Kritik kann ich leider nicht nachvollziehen.
Obgleich mithilfe des Buches durchaus ein vollständiger Überblick über das Gebiet der Pragmatik gegeben wird, weist es meiner Ansicht nach einige strukturelle Schwächen auf, die gerade für Neulinge und Studienanfänger problematisch sein sollten - während meiner eigenen Lektüre wurden dahingehend immer wieder einige ärgerliche und unnötig zeitintensive Recherchen notwendig, die mir durch eine nachvollziehbare und transparente Darstellungsweise erspart geblieben wären.

Zunächst sind die Kapitel einleuchtend nach den einzelnen Teilgebieten der Pragmatik gegliedert (Einleitung, Deixis/ Referenz, Implikatur, Präsupposition, Sprechakte, Konversationsanalyse, etc.), bei den Unterkapiteln ist dies hingegen nicht immer der Fall.
Ein Beispiel: Das Kapitel zur Implikatur beginnt nicht mit einer allgemeinen Begriffsdefinition, sondern zunächst mit den Grice'schen Bedingungen rationaler Kommunikation. Weiter geht es wiederum nicht mit einer allgemeinen Erklärung sondern mit der Definition der spezifischen konversationellen Implikatur, die erst einige Unterkapitel später der konventionellen Implikatur gegenübergestellt wird. Irgendwo mittendrin findet sich dann noch eine begriffliche Abgenzung zur semantischen Implikation. All diese für ein grobes Vorverständnis wichtigen Informationen hätten meiner Meinung nach gleich zu Anfang des Kapitels der Übersichtlichkeit und Nachvollziehbarkeit wegen vorangestellt werden sollen.

Darüber hinaus vermisse ich häufig präzise Begriffsdefinitionen. So erfolgt in Kapitel 1 an keiner Stelle eine komprimierte Definition der Pragmatik, sondern eine eher weitschweifige und etwas undurchsichtige Darstellung der wissenschaftlichen Kontroverse zum Status der Pragmatik in den Sprachwissenschaften, dann eine Abgrenzung von Pragmatik und Semantik und einige grundlegenden Begrifflichkeiten. Obgleich eine umfassende Definition der Pragmatik problematisch zu sein scheint, so sollten dem Leser, um Verwirrung zu vermeiden, zu Beginn der Lektüre doch zumindest einige klärende Erläuterungen an die Hand gegeben werden, bevor begriffliche Relativierungen und Kontroversen behandelt werden.
An anderer Stelle wird ein Unterkapitel (3.3) mit dem nicht völlig selbsterklärenden Begriff 'Asymmetrische Koordination' überschrieben, der an keiner Stelle im Text nochmals aufgegriffen wird.
Kleinere Fehler habe ich auch in den Übungsaufgaben entdeckt (Lösungsvorschläge fehlen übrigens, auch das ist für mich ein Kritikpunkt): Eine Übung fragt nach dem Begriff der 'Nicht-Abtrennbarkeit', der nicht im entsprechenden Kapitel (und auch in keinem späteren) behandelt wird.
Dies nur drei Beispiele der recht häufigen lediglichen Erwähnung grundlegender Begrifflichkeiten der Pragmatik, die nicht ausreichend, erst Stück für Stück oder nur anhand von Beispielen definiert werden.

Fazit: Die nicht transparente Struktur der Kapitel, sowie fehlende Hinweise zur Herangehensweise erschweren dem Leser die Verortung von gegebenen Informationen im Gesamtzusammenhang der einzelnen Themenfelder.
Da eine transparente und nachvollziehbare Struktur, sowie die präzise Widergabe von Begrifflichkeiten für mich einen wichtigen Aspekt bei der Arbeit mit Einführungswerken darstellen, bin ich mit dieser Einführung Meibauers nicht besonders zufrieden.
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am 23. Dezember 2006
Jörg Meibauers "Pragmatik. Eine Einführung" ist ein hervorragender Überblick über ebendieses linguistische Teilgebiet und sowohl für Studienanfänger als auch für interessierte Laien bestens geeignet.

Zwischen einer Einleitung, welche den Gegenstandsbereich der Pragmatik erläutert, die Pragmatik zur Semantik und zur Grammatik i.A. abgrenzt und einen Überblick über den Aufbau des Buches verschafft, und einem knappen, aber mit Hinweisen auf weitere Einführungen gespickten Schlussteil stecken neun Kapitel zu den wichtigsten Teildisziplinen der Pragmatik: Deixis und Referenz, Implikatur, Präsupposition, Satztyp und Satzmodus, Sprechakt, Indirektheit, Konversationsstruktur und Informationsstruktur. Außerdem fügt Meibauer zwei "Intermezzi" zu "Grammatik und Pragmatik" sowie "Pragmatik und Kognition" ein.

Die Einführung zeichnet sich nicht nur dadurch aus, dass sie ausgesprochen gut lesbar und verständlich ist, sondern auch durch die der Selbstüberprüfung sehr dienlichen Übungen sowie die Literaturhinweise am Ende eines jeden Kapitels: Diese reihen nicht nur stupide von ihm zitierte Werke auf, sondern liefern dem Leser und der Leserin vielmehr Ansatzpunkte zur Vertiefung des Stoffes, indem Meibauer Hinweise auf Lesbarkeit oder "Wichtigkeit" der Literaturtipps gibt. Daher greift man im Verlaufe des weiteren Studiums immer wieder gern auf das Buch zurück und gewinnt darüber hinaus Anknüpfungspunkte, um sich mit dem eigenen oder anderen Gebiet näher zu beschäftigen und relevante Forschungsergbnisse zu rezipieren.

Mein Fazit: Wer sich im Rahmen seines Linguistik-/Germanistik-Grundstudiums mit Pragmatik beschäftigen muss oder möchte, dem sei die Einführung Jörg Meibauers wärmstens ans Herz gelegt. Sie ist eine gute Anschaffung, die man im Verlaufe des Studiums immer wieder gern in die Hand nimmt. Aufgrund der verständlichen Schreibweise und der vielen Beispiele ist sie auch für den interessierten Nicht-Linguisten durchaus geeignet.
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am 7. November 2005
Jörg Meierbauer:
Pragmatik. Eine Einführung.
2., verb. Aufl., Tübingen: Stauffenburg-Verl. 2001. 208 S.
ISBN 3-86057-284-9. EUR 15,50.
Jörg Meibauer wird 1953 in Köln geboren. Nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaft promoviert er in germanistischer Linguistik und nimmt im Jahre 1998 den Ruf auf die Professur für Sprachwissenschaft des Deutschen an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz an. Sein Fachgebiet erstreckt sich von Grammatik und Pragmatik, über Wortbildung, bis zu Spracherwerb und Sprachwandel.
In den 13 Kapiteln dieses Bandes behandelt Meibauer einerseits die klassischen Kerngebiete der Pragmatik dargestellt und diskutiert, nämlich Deixis und Referenz, Implikatur, Präsupposition, Sprechakt und Konversationsstruktur, andererseits Gebiete wie Satztyp und Satzmodus, Indirektheit, Informationsstruktur sowie Spracherwerb und Pragmatik, welche der Erweiterung des pragmatischen Spektrums Rechnung tragen. Zwei weitere Kapitel, und zwar zum Verhältnis von Grammatik und Pragmatik und zum Verhältnis von Grammatik und Kognition, reflektieren den Standort der Pragmatik innerhalb der Linguistik.
In dieser Einführung erläutert Verf. systematisch einschlägige Grundbegriffe und theoretische Fragestellungen anschaulich, analysiert sprachliche Daten exemplarisch und skizziert mögliche Weiterentwicklungen der Pragmatik.
Am Anfang jedes Kapitels macht Verf. durch eine evidente Definition bedeutende Fachtermini klar. So widmet er sich in Kapitel 2 dem Thema Deixis und Referenz, indem er die Begriffe genau erläutert und zeigt, dass diese pragmatischen Prinzipien unterliegen. Neu eingeführte Termini wiederholt er in Folgesätzen kontinuierlich, wodurch er einen effektiveren Lernprozess ermöglicht.
In den Unterkapiteln, geht Verf. vertiefend auf die Materie ein, wie in Kapitel 8, Indirektheit, in dem er zunächst in 8.1 die Theorie der indirekten Sprechakte bespricht und sich in 8.5 dem Gebiet der Höflichkeit widmet.
Im Anschluss an jedes Kapitel dienen gezielte Übungen und Literaturhinweise dem Selbststudium. Die Länge der einzelnen Kapitel hält Verf. im Rahmen von 12-14 Seiten, die er in 5-7 Unterkapitel teilt.
Ein Sachregister sowie das Glossar verdeutlichen den Inhalt von zentralen Begriffen.
„Ich habe mich bemüht“, sagt Verf., „das Buch so verständlich zu schreiben, dass es für Studierende etwa im 3. Semester geeignet ist.“ Die Rezensentin, die sich gerade im dritten Semester befindet, hält diese Bemühung für gelungen, denn das Werk ist für den Anfänger hinreichend elementar und für den Fortgeschrittenen hinreichend interessant. Anhand gut gewählter und einleuchtend erklärter Beispiele sowie in verständlicher und präziser Diktion führt Verf. gründlich in zentrale sprachpragmatische Gegenstandsbereiche und Fragestellungen ein und vertieft pragmatische Grundkenntnisse.
Insgesamt vermittelt Verf. einen guten Überblick über die Grundprinzipien der Pragmatik und fasst die derzeitigen Forschungskenntnisse geschickt zusammen. Er stellt die elementaren Bereiche und Probleme der Pragmatik gekonnt und einleuchtend in einem gut lesbaren Stil dar. Die Rezensentin hat durch die Lektüre dieses klar strukturierten Werkes eine essentielle Prüfung bestanden und kann dieses Werk als Arbeitsmaterial für das Selbststudium und als Begeleitwerk für die Lehre empfehlen.
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am 15. Mai 2009
Das Buch ist wirklich empfehlenswert für Einsteiger. Ich war bis vor kurzem selbst völlig ahnungslos, was es mit der Pragmatik und ihren Teilgebieten auf sich hat. Die kompakten Kapitel zu den einzelnen Themen haben mir jedoch sehr weitergeholfen. Besonders gut sind auch die Hinweise für weiterführende Literatur am Ende jedes Kapitels. Für alle, die sich einen Überblick in Sachen Pragmatik verschaffen wollen genau das richtige.
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am 16. Juni 2013
Ich empfele jedem Einsteiger der noch nicht "die" Ahnung von Pragmatik hat, dieses Buch sehr gerne, es hat eine klare und strukturierte Schreibweise und hilft einem gut in den Einstieg!
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