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Die Erfahrung der Welt (LP)
Format: TaschenbuchÄndern
Preis:14,50 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Juni 2002
Nach manchen Buechern kann man so schnell kein Neues beginnen. "Die Erfahrung der Welt" von Nicolas Bouvier ist solch eins. Die Reise war damals so aussergewoehnlich wie heute: Zwei junge Kuenstler, ein Schriftsteller und ein Maler, fahren Anfang der 50er-Jahre in einem alten Fiat von der Schweiz nach Afghanistan. Fast zwei Jahre sind sie unterwegs. "Ich mag Sachen, die Zeit brauchen", schreibt der Schriftsteller. Geld ham sie nur fuer vier Monate. Reisen heisst daher auch arbeiten. Nicolas schreibt Artikel, haelt Vortraege oder unterrichtet, Thierry malt Bilder. Irgendwie klappt es immer.
Langsam geht es schon allein wegen ihres Gefaehrtes voran, das sie - exotisch fuer uns - Bergpaesse hochschieben muessen (und zuvor voellig entladen). Bei Wuestendurchquerungen lassen sie die Luft aus den Reifen (faehrt sich so besser im Sand). Immer wieder nehmen das Auto auseinander oder warten wochenlang auf Ersatzteile aus der naechst groesseren Stadt. Doch Zeit lassen sie sich vor allem, weil sie es fuer sie als natuerlich erscheint.

Auf diese Weise lernt man ein Land ganz anders kennen und von der Langsamkeit profitiert das Buch. Sicher, man lernt viel als Leser darueber, wie es in Laendern wie Iran und Afghanistan, die jetzt in den Schlagzeilen sind, vor 50 Jahren zuging. Sehr wohltuend: Bouvier ueberhaeuft einen nicht mit Fakten wie es einige Reiseautoren tun. Der Text ist in tagebuchaehnlich aufgebaut. Beobachtungen und Gedanken, Gespraeche mit den Einheimischen und eigene Erfahrungen nehmen mehr Platz ein als Nachgelesenes. Wenn es nun zu einem meiner Lieblingsbuecher geworden ist, dann wegen des reflektierenden und vor allem so poetischen Schreibstils. Immer wieder dachte ich: So will ich auch schreiben koennen. Hier war ein Kuenstler am Werk!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Juli 2012
"Die Erfahrung der Welt" ist das schönste Reisebuch, das je geschrieben wurde. Bouvier und sein Freund lassen sich mit der Erfahrung des Ostens viel Zeit. Sie verbringen den Winter in Täbris. Es gibt dort nicht viel zu tun und die Zeit übernimmt den Atem dieses Buches - als würde man langsam auf den Grund eines Ozeans sinken. Asien - riesig, rau, unbekannt. Asien die Quelle der Religionen, der Träume, der vielen Menschen. In dieses Meer sendet Bouvier sein Echolot. Es sind die Worte, die er aussendet um die Fremdheit erfahrbar zu machen, die Vertrautheit fremd zu machen, das Eigene zu hinterfragen und das Fremde so nah als möglich an sich heranzulassen.
Dabei tasten seine Worte an die Landschaft heran, die die Menschen in diesen Weiten prägen. Bouvier ist nie überheblich und nie versucht sich den asiatischen Göttern vollkommen hinzugeben, da er weiß, dass diese Götter nicht für uns gemacht sind. Sie ruhen in einer anderen Sphäre.
Bouvier Reiseerzählung endet am Khyberpass - ein neues Tor tut sich dahinter auf. Für uns schließt sich die letzte Seite. Aber man war dort - an den gewaltigen Gebirgssperren des Hindukusch, den anatolischen Steppen, der iranischen Wüste, man war bei der Hirten, Städtern, Nomaden.

Mehr kann eine Reiseerzählung nicht leisten.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. April 2003
Welch ein Projekt! Mit einem Fiat 500, dem liebevoll Topolino genannten Kleinstauto, zu zweit nach Indien fahren. Nicht nur heute, das war schon 1953/54 ein verrücktes Unternehmen.
Gemeinsam mit seinem Freund, dem Maler Thierry Vernet, wollte der Genfer Lebenskünstler Nicolas Bouvier in den Orient reisen.
Reisen war für die beiden etwas ganz anderes, als wir uns das gewöhnt sind.
Langsam sollte es sein. Nur so lernt man Land und Leute kennen.
Wenig Geld will man verbrauchen. Immer wieder machten die zwei an einem Ort Station, weil sie kein Geld mehr hatten. Also malten sie, schrieben Artikel und gaben Fremdsprachenkurse.
Dazu machte sich Nicolas Bouvier Notizen für ein späteres Buch. Nur, diese Notizen landeten versehentlich im pakistanischen Quetta im Abfall. So musste der Reisende nach der Reise alle seine Erinnerungen aus der Erinnerung neu hervorholen, neu büscheln und richtig zu Papier bringen.
Entstanden ist ein bezauberndes Buch.
Ein langsames Buch. (Man kann es nicht schnell lesen, das geht nicht)
Langsam taucht man in diese ferne Welt ein.
Immer wieder machen die beiden längere Stationen, in Belgrad, in Täbris, in Teheran, in Kabul.
Beim Lesen lernt man viel über diese exotisch-orientalischen Orte. Wer längere Zeit an fremden Orten bleibt, dem werden diese Orte vertrauter. So kann man Gebräuche, Rituale und andere Gewohnheiten besser einordnen. Und, da in diesem Buch alles aus der Erinnerung geschildert wird, sind „Fremdheiten" oft normal geworden. Nicht mehr fremd. (wenigstens für den excellenten Schreiber)
Beim Lesen stellt man automatisch Betrachtungen an über unser Jet-Reisen. Beinhaltet unsere schnelle Reiseart eine Auseinandersetzung mit einer anderen Kultur?
Wenn man diese Buch gelesen hat, muss man diese Frage eindeutig verneinen.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Juli 2002
eines der schönsten reisebücher, das ich je gelesen habe. auch wenn die schreibe bereits 50 jahre alt ist. ein ganz wunderbares buch, das einen gefangen nimmt, das einen abtauchen lässt in eine welt, die es heute so nicht mehr gibt und auch nicht mehr geben wird.
bloss nicht nachts anfangen zu lesen, sonst ist der nächste tag mit augenringen vorprogrammiert.
und die sprache... soooo schön! diese sätze, diese liebe zum detail - einfach wunderbar!
für mich eines der schönsten bücher, das ich in der letzten zeit gelesen habe.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Juni 2012
Hat der Autor in persisch auf die linke Tür seines Fiat Topolino schreiben lassen, eine Strophe Hafis' - genau so ergeht es denn auch den beiden Reisenden zuweilen. Sesam öffne Dich und Schutz war sie in den Winkeln von Iran, wo man keinen Grund hatte die Fremden zu mögen. Zusammen mit seinem Freund, dem Maler, Thierry Vernet, reist der Autor durch Jugoslawien, die Türkei, den Iran, Pakistan, Afghanistan bis zum Chaiber-Pass. Eine Reise, während der das Innere nach aussen wirkt und das Äussere das Innere beleuchtet. Man reise, damit einen die Strasse rupft, auspült, auswindet - eben läutert, damit der "Blick" fürs Wesentliche sich schärfe. Man setze sein Selbstverständnis aufs Spiel, erfahre sich in der Fremde als Fremder, man erlebe zunächst Selbstaufgabe und Verlust. Verlust von all dem was man glaubt mit sich herumtragen zu müssen, im Kopf, im Herzen, in Taschen und Rucksäcken.
Momente der Enttäuschung, der Angst, der Erschöpfung, des Überdruss und Krankheit erlebt man beim Lesen genauso mit wie all die Hoch's, Momente unbeschreiblichen "Glücks". Insofern trifft manchmal ein, was man nicht erwartet, vielleicht weil man es nicht erwartet. Man kann dem Autor nur zustimmen wenn er vermerkt, Reisen gebe einem Gelegenheit sich wachzurütteln aber nicht die grosse Freiheit.

Durch den Reichtum des Autors poetischer Sprache entstehen atmosphärisch eindringliche Beschreibungen vom langsamen Reisen. Sie lässt einen eintauchen in ferne faszinierende Welten. Länder, Kulturen, Kontakte zu Menschen, Orten und Dingen, in die pralle, fassbare, zuweilen auch unfassbare, Welt. M.E. unbedingt zum Lesen zu empfehlen, auch als vorbereitende Reiselektüre. Weil die Gegenwart aus den Ereignissen der Vergangenheit erwachsen ist die in den Menschen, Orten und Dingen fortlebt.
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am 20. Dezember 2011
Nicolas Bouvier wählt in seinem Buch"Die Erfahrung der Welt" eine Reiseroute, die man heute fast 60 Jahre später, nicht mehr so einfach mit PKW befahren würde.Wer denkt heute an Persien,Pakistan und Afghanistan,ohne an Gewalt und Terror denken zu müssen.Kein Tag, ohne das aus dieser Region irgendwelche Schreckensbilder mit Selbstmordattentaten,brutalen Niederschlagungen von Regimekritischen Demonstranten,Unterdrückung hier ,Gemetzel dort.
Eine Wohltat dagegen,die friedlichen,illustren Reiseerlebnisse eines Nicolas Bouviers zu lesen,der die Welt noch ganz anders erfahren durfte.
Natürlich gab es auch damals hier und da Auseinandersetzungen, unter den einzelnen Völkerstämmen und religiösen Gruppen,aber der Zustand der Welt,wie er heute ist, ist dagegen ein brutales,menschenverachtenes Gräuel.
Wer hätte gedacht,das Afghanistan so schön ist,mit seinen Tälern,Hochebenen und Bergen.Die Begegnungen unterwegs mit den Menschen,die Afghanen die ihm mit ihrer unaufdringlichen,in sich ruhenden Art gleich symphatisch sind.Die Belutschen ein Völkerstamm von unglaublicher Würde und großem Sinn für Humor,die niemals eine ungünstige Auskunft geben,wenn man sie nach der Beschaffenheit eines Weges fragt,denn es liegt nicht in iher Natur Menschen zu verstimmen.Ist das nicht großartig!Man erfährt soviel in diesem Buch,die Begegnungen mit den Menschen und die Naturerlebnisse sind so unmittelbar ,das man diese Länder atmen,schmecken kann.
Wer eine Reise,die man wirklich noch Reise nennen kann,miterleben möchte sollte unbedingt dieses Buch lesen.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Januar 2002
Der Titel des Buches ist nicht sehr glücklich gewählt, der Inhalt jedoch übertraf meine Erwartungen. Die Beschreibung von Menschen wird über Eindrücke von Landschaften gestellt. Sehr fein werden unterschiedliche Charakteren von Volksstämmen in verschiedenen Ländern gezeichnet. Für die Bewältigung der aktuellen Probleme der Region rund um Afganistan vermittelt Bouvier wertvolle Einblicke ins Denken dieser Völker. Aktuelle Medienberichte zeigen, dass sich in dieser Region nicht so viel verändert hat und die Politik andere Lösungen suchen sollte.
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am 29. Juli 2009
Für mich das schönste Buch, das ich bisher in meinem Leben gelesen habe und das dürften Hunderte sein:-))
Ich war drin in seiner beschriebenen Welt, mit allen meinen Sinnen, was will man mehr ?
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am 9. August 2014
schön Edition, Papier...
das Buch selbst ist ein Meisterwerk, habe in 2 Sprache gelest und liebe desto mehr.
zu kaufen
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Juni 2004
Nicolas Bouvier (1929 - 1998) reist mit seinem Freund dem Maler Thierry Vernet 1953 in einem "rachitischen" Fiat Topolino via Balkan, Türkei, Iran nach Afghanistan, weiter nach Indien (DER SKORPIONSFISCH) und Japan (JAPANISCHE CHRONIK): "Wir hatten zwei freie Jahre vor uns und Geld für vier Monate. Unser Programm war vage, aber bei solchen Unternehmungen kommt es darauf an, erst einmal loszufahren." Start ins Wanderleben und der Leser darf mit! Sie nehmen sich Zeit - oder vielmehr geben sich - "zu schlendern, abzuschweifen, sich zu verirren, herumzuschnüffeln und an dunklen Ecken der Welt zu langweilen" (KLEINE TRAGBARE MORAL in UNSTERBLICHES BLAU). "Eine Reise braucht keine Beweggründe. Sie beweist sich sehr rasch, dass sie sich selbst genug ist. Man glaubt, dass man eine Reise machen wird, doch bald stellt sich heraus, dass die Reise einem macht." Das Buch über die Reise bis Afghanistan erscheint 1963 unter dem Titel L'usage du monde - 1980 erstmals auf deutsch (DIE ERFAHRUNG DER WELT); sowohl in dieser wie auch in der vorliegenden neu edierten Ausgabe fehlen die Tuschzeichnungen von Vernet? Darüber trösten selbst die beigefügten Fotografien wenig! Was bleibt zu tun? Die französische Ausgaben (auch) kaufen... "An jenem Tag glaubte ich wirklich, ich hätte etwas festgehalten, das mein Leben verwandeln würde. Aber nichts von dieser Art ist jemals endgültig errungen. [...] und man steht wieder vor der Leere, die jeder in sich trägt, vor dem zentralen Ungenügen der Seele, das man umgehen, bekämpfen lernen muss und das paradoxerweise vielleicht noch unser sicherster Motor ist." "Verdammt, genau das ist es!" hörte ich mich ausrufen - immer wieder - Seite für Seite.
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