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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesebefehl!
Ein neuer Fall für den schnoddrigen, gleichermaßen sarkasmusbegabten wie hämhorrhoidengeplagten Privatschnüffler Karl Kane. Die knapp siebzehnjährige Geraldine Ferris heuert ihn an, um herauszufinden, wohin ihre um ein Jahr jüngere Schwester Martina verschwunden ist. Erst will Karl den Auftrag nicht annehmen, doch dann taucht die erste...
Vor 13 Monaten von Susanne K. (Literaturschock.de... veröffentlicht

versus
1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mehr Schein als Sein
In Belfast treibt ein Serienmörder sein Unwesen, der seine Opfer (junge, obdachlose Mädchen) vorher mästet wie Gänse, um hinterher die Leber zu verspeisen. Privatermittler Karl Kane gerät in diesen Fall, als ihn eine junge Frau bittet, nach ihrer verschwundenen Schwester zu suchen, die später ebenfalls ermordet aufgefunden wird. Eine Bekannte...
Vor 14 Monaten von Gulan veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesebefehl!, 28. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Die satten Toten: Ein Fall für Karl Kane (Band 2) (Broschiert)
Ein neuer Fall für den schnoddrigen, gleichermaßen sarkasmusbegabten wie hämhorrhoidengeplagten Privatschnüffler Karl Kane. Die knapp siebzehnjährige Geraldine Ferris heuert ihn an, um herauszufinden, wohin ihre um ein Jahr jüngere Schwester Martina verschwunden ist. Erst will Karl den Auftrag nicht annehmen, doch dann taucht die erste Leiche auf. Eine junge Ausreißerin, die große Ähnlichkeiten mit Martina hat. Sie wird nicht das erste, grausam zu Tode gequälte Opfer in Belfast sein und immer mehr taucht Karl in Abgründe, die ein einzelner Mensch kaum ertragen kann.

Sam Millar schreibt wovon er etwas versteht. Er selbst kennt viele menschliche Abgründe, war Teil der IRA, saß lange Jahre im Gefängnis, verübte einen der schwersten Raubüberfälle der US-Geschichte und saß erneut lange im Gefängnis. Es ist ein wahrer Glücksfall, dass dieser Mann seine Verbrechen nun nur noch auf dem Papier verübt (hoffe ich jedenfalls). Mit Karl Kane hat er einen authentischen Privatermittler erschaffen, der allzu oft vom Pech verfolgt ist. Immerzu wird er zusammengeschlagen, entgeht nur knapp dem Tod, verliert öfter bei Glücksspiel, als er gewinnt und die Erwähnung seiner Hämhorrhoiden lassen mich regelmäßig fast zusammenzucken. Ob nun vor mitfühlendem Schmerz oder Ekel - vermutlich eine Mischung aus beidem. Doch Karl ist integer. Er beweist immer wieder Mut und Rückgrat und deshalb wird er wohl von der rund zehn Jahre jüngeren Naomi so sehr geliebt. Seinem sarkastischem Humor kann man sich nur schwer entziehen.

"Die satten Toten" ist ein unfassbar bösartiges Buch. Es ist brutal, widerwärtig und so spannend, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte, bis nicht die letzte Seite gelesen war. Diesen zweiten Teil der Karl-Kane-Reihe kann man sehr gut ohne Vorwissen des ersten Bandes, "Die Toten von Belfast", verstehen. Was aber trotzdem ein fataler Fehler wäre, denn auch der erste Teil ist ohne Einschränkung empfehlenswert und hin und wieder streut Millar Kommentare ein, die sich auf vergangenes Geschehen beziehen.

Wie schon sein Vorgänger wurde auch diesem Buch eine hervorragende Gestaltung zuteil. Der Buchschnitt ist schwarz gefärbt und die vordere Umschlagseite im gleichen Stil gehalten. Dieses Mal kommt es grün anstatt rot daher. Dass die Abbildung sogar zum Inhalt passt, wird erst spät klar.

Sam Millar schreibt unglaublich gut. Er versteht es, eine große Portion an Brutalität mit jeder Menge Humor zu würzen und so lockert Karl Kane zwischendurch immer wieder die angestaute Spannung, die Lesernerven ansonsten zerspringen ließe. Viele Dialoge sorgen für Tempo und kurze Kapitel tun ihr übrigens für den rasend schnellen Lesefluss, gegen den ich mich auch schon beim ersten Band nicht wehren konnte.

Lesen. Das ist ein Befehl!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kommt nicht ganz an Band 1 ran, 3. Oktober 2013
Von 
progue - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die satten Toten: Ein Fall für Karl Kane (Band 2) (Broschiert)
Mit "Die satten Toten" legt Millar den 2. Band seiner Reihe um den ewig abgebrannten Privatdetektiv Karl Kane vor. Dieses Mal ermittelt der Schnüffler im Falle junger Männer und Frauen, die tot aufgefunden werden, und deren besonderes Merkmal ist, dass sie vor ihrer Ermordung gemästet werden wie Mastgänse. Ziemlich schnell - auch dank einer alten Freundin -, kommt Karl auf die Schliche eines sehr, sehr reichen Mannes, der durchaus für diese Morde verantwortlich sein kann. Dass er mit seinen Ermittlungen in ein Wespennest sticht, macht sich für Karl fix bemerkbar: jemand schlägt ihn brutal zusammen, die Freundin, welche ihm den Tipp gab, wird sogar ermordet. Doch Karl wäre nicht er selbst, wenn er so schnell aufgeben würde, er schlägt mit genauso brutalen Mitteln zurück. Er scheint erst besiegt zu sein, als auch seine eigene Tochter entführt wird und sich der Täter somit an ihm rächen möchte ...

Wie auch im 1. Band lässt es sich Millar nicht nehmen, grausame Taten und Lynchjustiz zu beschreiben und ebenso bleibt er seiner Tradition treu, das nicht zu emotional zu tun, den Leser gewissermaßen auf Distanz zu halten. Das ist auch notwendig, um diesen Thriller nicht zu einem Splatter werden zu lassen und in meinen Augen ein gelungener Kunstkniff. Seinen Schreibstil hat Millar verfeinert, dabei jedoch vergessen, Handlungsstränge endgültig zusammenzufügen - oder hebt er sich einige für weitere Bücher auf? Das ist durchaus möglich, allerdings auch ein wenig unbefriedigend. Meiner Meinung nach hat er auch zu viele Sachen zu hastig aufgedeckt und das Ende war zu klischeehaft mit dem Finden eines Kriminellen, der ihm helfen könnte und es auch tut: bis zum bitteren Ende sogar, indem er sich opfert.

Alles in allem zwar ein solider Hardboiled-Thriller, allerdings kam er nicht an den ersten Karl Kane heran. Trotzdem bin ich auf die weiteren Bücher von Millar gespannt.

3,5/5 Punkten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die satten Toten, 4. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Die satten Toten: Ein Fall für Karl Kane (Band 2) (Broschiert)
In Belfast wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, die vor ihrem Tod große Mengen gegessen hat. In kurzer Zeit hat sie sehr viel Gewicht zugelegt.
Privatdetektiv Karl Kane, ein von schmerzhaften Hämorriden geplagter Mann, ist ständig knapp bei Kasse. Seine Ehe ist gescheitert und er lebt mit seiner jungen und hübschen Geliebten Naomi zusammen.
Karl erhält den Auftrag ein junges Mädchen zu suchen, das verschwunden ist. Ihre Schwester macht sich große Sorgen um sie.
Karl Kane bekommt nähere Informationen von seinem Freund dem Pathologen Tom Hicks.
In Belfast ist ein Serienmörder unterwegs. Es werden obdachlose junge Frauen getötet. Er mästet seine Opfer, bevor er sie tötet.
Plötzlich taucht eine weitere Leiche auf. Ist es das junge Mädchen?
Als auch noch Karl Kanes Tochter von dem Mörder entführt wird, unternimmt Karl alles um sie zu befreien und sucht dabei Unterstützung in der kriminellen Unterwelt.

„Die satten Toten“ ist der zweite Fall von Karl Kane, Privatdetektiv in Belfast.
Das Cover ist sehr auffällig gestaltet. Es lenkt die Aufmerksamkeit sofort auf das Buch. Es wirkt wie ein Filmplakat und erinnert an den ersten Band, Ähnlichkeiten sind vorhanden.
Dieses Giftgrün ist sehr auffällig und der Titel fällt auch sofort auf.
Besonders unheimlich und gruselig wirkt jedoch dieser Clown im Vordergrund.

Die Handlung des Romans hat mich sofort gefesselt. Man ist gleich im Geschehen drin.
Sam Millars Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen.
Seine Ausdrucksweise und die derbe Sprache der Protagonisten gefallen mir sehr gut. Die Morde sind ziemlich brutal und grausam.
Am Anfang der Kapitel steht immer ein Zitat, das sehr passend gewählt ist.
Bis auf ein etwas langatmiges Kapitel ist der Roman von Anfang bis Ende spannend geschrieben. Die Spannung steigert sich dann noch mal zum Schluss.
Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben.
Die Figur Karl Kane gefällt mit richtig gut als Ermittler. Seine derbe Art und sein Auftreten macht ihn irgendwie sympathisch.
Über den Mörder jedoch hätte man noch etwas mehr erfahren können.
Ein wenig mehr Information wäre besser gewesen.
Wer der Täter ist, erfährt man in diesem Roman schon ziemlich früh.
Karl Kane hat jedoch keine Beweise und er sucht Hilfe im kriminellen Milleu.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Am Ende bleiben jedoch noch einige Fragen offen.
Nachdem ich nun „Die satten Toten“ gelesen habe, bin ich neugierig geworden auf den ersten Band der Reihe „Die Bestien von Belfast“.
Von mir bekommt der Roman eine klare Leseempfehlung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Du riechst so gut..., 3. Oktober 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die satten Toten: Ein Fall für Karl Kane (Band 2) (Broschiert)
Karl Kane, Privatdetektiv, wird von einem jungen Mädchen beauftragt ihre Schwester zu suchen, die schon seit einem Monat verschwunden ist. Bald darauf, wird die Leiche einer jungen Frau gefunden...

"Die satten Toten" ist der zweite Roman um den Ermittler Karl Kane.

Was mir erst bei einem Blick in den Klappentext aufgefallen ist: Sam Millar, ist kein unbeschriebenes Blatt, saß er doch schon mehrere Jahre im Gefängnis und war IRA Mitglied. Vielleicht ist dies ein Grund dafür, dass das Buch teilweise sehr derb und intensiv ist.

Ich muss gestehen, dass ich das erste Buch um Karl Kane "Die Bestien von Belfast" nicht kenne. Aber trotzdem bin ich in dieses Buch gut reingekommen.

Das Buch liest sich sehr schnell und flüssig. Ein etwas härterer Krimi mit einer direkten und derben Sprache. Kurze Kapitel, Spannung, ein abgedrehter Killer, der typische gebrochene Ermittler - was will man mehr? Es hat mir Spaß gemacht, dass Buch zu lesen, allerdings hat das Buch einen großen Nachteil: den Schluss. Er kommt viel zu schnell und lässt zu viele Fragen offen. Ich hätte mir da ein wenig mehr Auflösung gewünscht.

Lob an den Verlag für das Layout (schwarzer Schnitt, auffälliges Cover) und sehr gut finde ich, dass der Übersetzer bereits auf dem Cover erwähnt wird und nicht nur innen im Buch versteckt im Impressum.

Ein flüssig zu lesender, spannender und nicht kuscheliger Krimi. Einziger Nachteil der Schluss. Trotzdem kann ich das Buch empfehlen und werde auch weitere Bücher des Autors lesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die satten Toten, 2. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Die satten Toten: Ein Fall für Karl Kane (Band 2) (Broschiert)
Sein 2. Fall führt den Belfaster Privatdetektiv, Karl Kane, auf die Spur eines Serienmörders, der seine Opfer unter den obdachlosen Mädchen auf den Straßen Belfast aussucht, entführt, foltert und tötet.
Im Zuge seiner Ermittlungen benötigt Kane Hilfe aus dem kriminellen Milieu Belfasts.
Richtet man als Leser seinen Blick, nur auf die Handlung des Krimis, erscheint das Buch ziemlich banal und vorhersehbar, Millar bedient sich aller Klischees die es rund um Privatdetektive gibt, abgebrannt, ein bisschen kaputt, gescheiterte Ehe, Ärger mit der Polizei, die sich im Verlauf der Ermittlungen auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert,also nicht sonderlich spannend. Allerdings ist Millars Schreibstil, seine Ausdrucksweise und seine Fantasie alles andere als Banal, wer auf political correctness Wert legt, auf saubere Tatorte und ansehnliche Leichen, sollte das Buch nicht beginnen, denn gerade die Tatsache das Millar sich einen Dreck darum zu scheren scheint, wie seine derbe Sprache beim Leser ankommt, lässt sein Buch zu einem Pageturner werden, kein Satz scheint geschönt, kein Ausdruck wurde geschliffen um den Leser nicht zu schocken.
Hier gebührt sicherlich dem Übersetzer ein großes Lob.
Einzig die, doch recht vielen, offenen Fragen am Ende des Buches lassen mich einen Stern behalten, ich hätte gern näheres über den Täter erfahren, wie wurde er zu dem was er war.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Knallhart und schockierend, 16. November 2013
Von 
Felix-ine - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die satten Toten: Ein Fall für Karl Kane (Band 2) (Broschiert)
Im Laufe seiner Berufsjahre hat der Pathologe Tom Hicks ja schon einiges gesehen, das hier auf seinem Seziertisch versetzt ihn mehr als in Erstaunen.

Eine deformierte junge Frauenleiche die nach der pathologischen Magen- Darmsezierung vor ihrem Tod unheimlich viel gegessen haben muss. Das hat Kicks noch nie gesehen. Er setzt sich mit seinem Freund und Privatdetectiv Karl Kane in Verbindung, der aufgrund dieser merkwürdigen Todesursache daraufhin die Ermittlungen aufnimmt. Brisant wird es, als eine zweite weibliche Leiche aufgefunden wird und die gleichen Merkmale einer Übersättigung in Form von Nahrungsmitteln und Körperdeformierung aufweist.

Zeitgleich verschwindet die drogensüchtige und mit Problemen behaftete junge Martina. Ihre
Schwester misstraut aus persönlichen Gründen der Polizei und wendet sich hilfesuchend stattdessen an Karl Kane, um ihm eine detaillierte Personenbeschreibung Martinas zu geben und um seine Personensuche zu bitten.

Fakt ist: In Belfast geht ein Killer mit recht ungewöhnlichen Tötungsmethoden um.
Kane nimmt bei seinen Ermittlungen zu den Todesfällen der Frauen eine erste Spur auf und gerät unversehens in eine unerwartete Situation, die ihn und seine Tochter Katie in höchste Lebensgefahr bringt.

Das Buch des Schriftstellers Sam Millar hat es in sich, nichts wird geschönt und Grausamkeiten werden geschildert, die unter die Haut gehen.

Der 58jährige Autor war einst selbst ein großer Krimineller gewesen. Als IRA-Aktivist hatte er in den siebziger Jahren lange im Gefängnis verbracht. 1984 ging er in die USA, um dort 1993 gleich in die Schlagzeilen zu geraten. Er überfiel ein New Yorker Depot der Sicherheitsfirma Brink's. Seine Beute: Sieben Millionen Dollar, die ihm allerdings kein Glück brachten. Er wird Monate später nach diesem spektakulären Raub geschnappt und wandert wieder in den Knast. Später wird er nach Belfast überstellt und 1997 aus dem Gefängnis entlassen.

Sein Leben und seine Vergangenheit finden sich verschmolzen in seinen Thrillern wieder und lassen den knallharten und hartgesottenen irischen Ermittler Karl Kane erstehen. Das Debüt von Sam Millar: Die Bestien von Belfast: Ein Fall für Karl Kane 1
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Karl Kane ermittelt wieder, 28. Oktober 2013
Von 
Kleeblatt Monika "Monika" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die satten Toten: Ein Fall für Karl Kane (Band 2) (Broschiert)
Karl Kane erhält von einem jungen Mädchen den Auftrag, nach ihrer verschwundenen Schwester Martina zu suchen, die vor 14 Tagen spurlos verschwand. Bei seinen Recherchen stößt er auf andere verschwundene Mädchen, die inzwischen tot aufgefunden wurden. Ihre Todesursache war immer die gleiche, alle wurden vor ihrem Tod wie Gänse gemästet bzw. im wahrsten Sinne des Wortes gestopft, und allen wurden Leber und Nieren entnommen. Recht bald kristallisiert sich ein Verdächtiger heraus, dem schwer beizukommen ist.
Alles eskaliert, als die Tochter von Karl Kane in die Fänge des Mörders gerät ...

Dies ist nun der 2. Band um den Privatdetektiv Karl Kane. Man muss den 1. Teil nicht gelesen haben, um diesen hier zu verstehen. Man kommt sehr gut in die Geschichte hinein, einige Ereignisse aus der Vergangenheit werden der Verständlichkeit halber kurz angerissen.

Wieder spielt die Geschichte in Belfast. Einst als eine der vier Städten mit B genannt, die man möglichst meiden sollte. Aber inzwischen gehört Belfast nicht mehr in die Kategorie von Beirut, Bagdad und Bosnien.
Und doch ist es ebenfalls eine Stadt unter vielen, in denen das Verbrechen nicht schläft.
Momentan treibt ein Serienmörder in Belfast sein Unwesen. Er entführt junge Mädchen und mästet sie, bevor er ihnen nach ihrem Tod Leber und Nieren entnimmt. Ob er sie anschließend isst, bleibt eine Vermutung.

Karl Kane sucht diesen Mörder, zumal ebenfalls das Mädchen Martina, das er im Auftrag ihrer Schwester suchen sollte, zu den Opfern des Mörders gehört.
Sehr bald scheint er den Mörder gefunden zu haben, nur ist es eine Person, die Macht hat und diese ausspielt. Spenden für die Polizei behindern die Polizeiarbeit und blockieren diese. Kane ist mehr oder weniger auf sich allein gestellt. Zumal er auch noch immer mit seinem Ex-Schwager Wilson, dem jetzigen Polizei-Inspector im Clinch liegt.
Hilfe sucht und findet er bei seinem Freund Tom Hicks, dem Pathologen, der ihn mit Informationen auf dem Laufenden hält. Aber auch seine Lebensgefährtin und Sekretärin Naomi hält zu ihm, trotz seiner Eskapaden, die er sich ab und zu leistet.
Er geht bei seiner Suche nach dem Mörder ungewöhnliche Wege, sucht Verbündete oder Informationsgeber in Milieus, die nicht gut für ihn sind. Mehr als einmal wird er zusammengeschlagen, aber er gibt nicht auf, um die Wahrheit zu finden und letztendlich die Beweise gegen den Mörder.
Er ist geradlinig und ehrlich, auch wenn er sich ab und an gezwungen sieht, nicht alles zu sagen.
Ich mag diesen Typen, der einen skurrilen Humor hat, immer blank ist, aber die Wahrheit sucht.

Dem Autor ist es wieder gelungen, mich mit seinem Buch in seinen Bann zu ziehen. Er schreibt flüssig und die Handlung ist logisch und nachvollziehbar aufgebaut. Was fehlt, sind leider ein paar Hintergrundinformationen, die den Roman ein wenig abgerundet hätten. So bleiben die Motive des Mörders leider unbenannt, als Leser bleiben einem da nur Vermutungen.
Sehr gut jedoch zeigt er die korrupte Verbindung zwischen Macht / Geld und Polizei, die mehr als beängstigend ist.

Ich würde es begrüßen, wenn die Serie weitergeführt würde, denn ein Wiedersehen mit Karl Kane ist es immer wert, gelesen zu werden.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Krimi mit Stil, 2. Oktober 2013
Von 
Kalamaria - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die satten Toten: Ein Fall für Karl Kane (Band 2) (Broschiert)
...wenn auch mit einigen Unwägbarkeiten und zahllosen offen gelassenen Fragen! Nun, niemand ist perfekt - auch nicht Karl Kane, der glücklose Privatdetektiv mit seinen Dauerproblemen - schmerzenden Hämorrhoiden, einer gescheiterten Ehe, schwierigen Beziehungen zu Tochter und Lebensgefährtin - und sein Autor Sam Millar. So weist das vorliegende Werk, der 2. Band um Kane, einige Schwachstellen auf, besticht jedoch durch Stil, Charme und Gefühl... eine Seltenheit bei einem richtig harten Krimi bzw. Thriller!

Der Autor hat erneut ein spannendes Werk, das in der wohl zerrissensten Stadt Westeuropas, in Belfast spielt, vorgelegt: Wieder pflastern Leichen den Weg von Karl Kane, einem ehemaligen Polizisten und Detektiv, der in echter Noir-Manier daherkommt und dem auch diesmal neben einem Hauch von Coolness die Rolle des Losers zunächst scheinbar unabdingbar anhaftet.

Diesmal gerät Kane in die Ermittlungen um entführte, gefolterte und qualvoll ermordete Mädchen - die zudem vor ihrem Tod noch zwangsgemästet wurden. Kane ist eine Art Unglücksrabe unter den Detektiven: es mangelt ihm an Geld, er ist getrennt von Frau und Tochterund nicht gerade erfolgreich als Detektiv - und vor allem: er wird von der Welt nicht so recht verstanden. Auch Naomi, seine junge und hübsche Geliebte, die ihn zudem bei der Arbeit unterstützt, reagiert zunehmend verständnisloser. In einigen Facetten erschien mir die Figur des Karl Kane als eine Art männliche Claire DeWitt, Heldin der außergewöhnlichen Krimis von Sara Gran.

Die brutale und spannende Geschichte wird stilvoll, eloquent und mit Gefühl und Charme erzählt, wodurch auch ein wenig zartbesaitetere Leser wie ich bei der Stange bleiben, obwohl es gnadenlos zur Sache geht. Karl Kanes Feldzug gegen den brutalen Killer ist in bester Noir-Manier, stilvoll, teilweise kühl und meist wie aus der Ferne geschildert - für Freunde knallharter, moderner Thriller, die mittendrin sein möchten, vielleicht ein wenig zu manieriert, für Liebhaber des gehobenen Erzählstils, feiner literarischer Anspielungen und gekonnt gewählter, immer passender und spitzfindiger Zitate - die am Anfang jedes Kapitels stehen und für mich einen besonderen Leckerbissen darstellen - jedoch genau das Richtige. Allerdings bleibt leider doch einiges offen, anderes wiederum ist nicht ganz nachvollziehbar von der Logik her.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, spannend, brutal, 8. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Die satten Toten: Ein Fall für Karl Kane (Band 2) (Broschiert)
Karl Kane bekommt den Auftrag eines jungen Mädchens, ihre Schwester, die aus dem Jugendheim geflohen ist, zu suchen. Sie befürchtet, dass ihr etwas zugestoßen sein könnte. Gleichzeitig werden in der Stadt Mädchenleichen gefunden. Ein guter Freund und Pathologe klärt Kane darüber auf, dass die Mädchen vor ihrem Tod gemästet wurden: ein irrer Psychopath scheint da am Werk zu sein. Kane ermittelt...

Gut geschrieben und spannend zu Lesen. Die Story ist interessant, teilweise aber auch sehr brutal und ekelig, vor allem die Beschreibungen der Verletzungen von Kane und die Mastmethoden.

Was zu dem Sternabzug geführt hat, ist die fehlende Motivation des Psychopathen, sie wird nur leicht angerissen, aber nicht wirklich überzeugend erklärt. Das finde ich sehr schade.

Alles in allem aber ein solider Krimi, gut zu lesen und spannend für unterhaltsame Lesestunden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser kann eine Fortsetzung kaum sein, 2. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Die satten Toten: Ein Fall für Karl Kane (Band 2) (Broschiert)
Meine Meinung:

Auch im zweiten Teil um den herrischen, schroffen und streitsüchtigen Privatermittler Karl Kane, den ich bereits nach dem ersten Teil mit seiner ungehobelten Art ins Herz geschlossen hatte, geht es wieder actionreich und brutal zu. Nach Drängen seiner Freundin Naomi nimmt er sich der Suche nach einem vermissten Mädchen an, das kurze Zeit später tot aufgefunden wird. Doch sie ist nicht die einzige Tote, in den letzten Wochen wurden weitere junge Mädchenleichen gefunden. Und allesamt wurden sie vor ihrem Tod gemästet wie eine Weihnachtsgans. Kane macht sich auf die Suche nach dem Mörder, wobei er ziemlich viel einstecken muss und nicht nur sein eigenes Leben aufs Spiel setzt.

Das Buch ist nichts für schwache Nerven, brutal und schonungslos schildert Sam Miller die Geschehnisse und zieht den Leser mit, immer tiefer in Belfasts Abgründe hinein. An manchen Szenen hat es mir regelrecht die Sprache verschlagen, dennoch konnte ich es ab der ersten Sekunde einfach nicht mehr zur Seite legen.
Auch dieses Mal legt Kane sich wieder mit den Behörden an, ist er doch aber, als seine Tochter verschwunden ist, gezwungen, mit ihnen und vor allem seinem verhassten Ex-Schwager zusammenzuarbeiten. Es kommt zu mehreren Schlagabtauschen zwischen den beiden, die vor Kraftausdrücken nur so strotzen, mich dennoch regelrecht schmunzeln ließen. Mit seinen unlauteren Methoden macht Kane sich zwar keine Freunde, schafft es allerdings im Gegensatz zur Polizei, der Wahrheit immer
näher zu kommen.

Leider sind auch im zweiten Teil einige Opfer zu beklagen, sodass mich das Buch – besonders zum Schluss – traurig und wehmütig gestimmt hat. Und nachdenklich. Denn es zeigt mal wieder, dass man sich für Geld leider einfach (fast) alles erkaufen kann… Über den Täter selbst erfährt man zwar wirklich Schockierendes, sein Motiv bleibt jedoch relativ unklar. Da bleibt am Ende doch einiges zum Grübeln…

Fazit:
Einfach grandios und fesselnd, die Reihe um Karl Kane ist zu einer meiner absoluten Lieblingsreihen geworden. Kein Mainstream, aber genau das macht es für mich aus, 0-8-15 Bücher gibt es schon genügend. Für mich überragende 5 Sterne!
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Die satten Toten: Ein Fall für Karl Kane (Band 2)
Die satten Toten: Ein Fall für Karl Kane (Band 2) von Sam Millar (Broschiert - 1. Oktober 2013)
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