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5.0 von 5 Sternen Leckerbissen de luxe
Eine Unverschämtheit! Wie kann man den Namen Alexandre Dumas', des Schöpfers der unsterblichen drei Musketiere und des Grafen von Monte Christo, einfach für ein neues Kochbuch missbrauchen! Eine ältere Dame kochte vor Wut, als sie bei der Frankfurter Buchmesse 2002 am Stand des Wiener Mandelbaum Verlags den vermeintlichen Frevel entdeckte. Verlagschef...
Veröffentlicht am 17. Mai 2007 von Floetelei

versus
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kochen wie zu Dumas' Zeiten?
Gekauft hatte ich mir dieses Kochbuch im Oktober 2010, weil ich neugierig auf die französische Küche des 19. Jahrhunderts war. Es handelt sich - wie in der Einleitung beschrieben - um die deutschsprachige Erstübersetzung, allerdings in gekürzter Form. Der Briefwechsel zwischen Dumas und seinem Freund und Ratgeber Vuillemot fehlt. Des Weiteren sind...
Veröffentlicht am 25. Januar 2012 von ½


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kochen wie zu Dumas' Zeiten?, 25. Januar 2012
Von 
½ - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das große Wörterbuch der Kochkunst (Gebundene Ausgabe)
Gekauft hatte ich mir dieses Kochbuch im Oktober 2010, weil ich neugierig auf die französische Küche des 19. Jahrhunderts war. Es handelt sich - wie in der Einleitung beschrieben - um die deutschsprachige Erstübersetzung, allerdings in gekürzter Form. Der Briefwechsel zwischen Dumas und seinem Freund und Ratgeber Vuillemot fehlt. Des Weiteren sind Beispiele für Menüs großer Empfänge nicht enthalten.

Der Aufbau ist alphabetisch. Es beginnt mit A wie Aal und endet mit Z wie Zwiebelsuppe. Es werden aber nicht nur Rezepte, sondern auch Küchenutensilien oder Zutaten erläutert. Abgeschlossen wird das Buch mit einem Glossar zu den wichtigsten Begriffen sowie einem Inhaltsverzeichnis. Aber Achtung: die Rezepte sind nicht immer sehr ausführlich. Wer exakte Angaben zu Backzeiten, Backtemperatur, etc. benötigt, wird nicht glücklich werden. Vielmehr kann man den Inhalt als Inspiration verstehen.

Erst vor kurzem hatte ich mir spezielle Backformen für Baguette gegönnt (Birkmann 210141 Baguette-Blech, 38.5 x 28 cm). Das dort mitgelieferte Rezept war etwas sehr kompliziert in seinen Vorteig/Hauptteig und Knet-Anweisungen. Natürlich habe ich daraufhin auch einen Blick hier hinein geworfen. Unter B wie Baguette war nichts zu finden. Ein paar Seiten weiter fand ich dann aber die Französischen Brotstangen. Nur welch eine Überraschung! Gesiebtes Mehl so viel man mag ... das mit Milch (!) verrührt wird, warmer Butter (!), etwa einem halben (!) Pfund Hefe und Salz. Mir scheint, die französische Küche hat sich seit dem 19. Jahrhundert erheblich weiter entwickelt. Das war dann doch eine etwas ungewöhnliche Zusammensetzung. Ausprobiert habe ich diese französischen Brotstangen jedenfalls nicht, sondern mein Brot für Genießer: 53 Variationen-Buch zur Hand genommen.

Man sollte also nicht mit allzu hohen Erwartungen an dieses Buch gehen. Manches sind ausgezeichnete Inspirationen. Manches bringt einen nur zum Stirnrunzeln. Auf jeden Fall ist es aber interessant zum Schmökern, was die Franzosen anno dazumal unter anderem so auftischten: Bluthuf! Gratinierte Rindszunge! Oder doch gespickte und gebratene Rindszunge? Wie wäre es mit Ket-chop, einer Sauce, die aus Champignons besteht und zu Fisch gereicht wird? Pelikan oder doch lieber Pfau? Zum Beispiel gebratener Pfau in saurer Sauce. Alexandre Dumas gesteht an dieser Stelle übrigens, dass er nur einmal in seinem Leben Pfau genossen hat. Zwischendurch fliessen nämlich auch immer wieder seine Erinnerungen und Erlebnisse ein.

Was kann man also anwenden? Es gibt gerade bei den verschiedensten Fischen und Fleischgerichten, auch bei diversen Gemüsesorten sehr vielfältige und auch praktikable Vorschläge. Überraschend praktikabel sogar, wenn man mit Angaben wie "auf kleiner Flamme köcheln" oder "sind die Rouladen gar" etwas anfangen kann. Es ist also nicht unbedingt ein Buch für Kochanfänger.

Noch ein paar Worte zum Buch selber: die Bindung ist hervorragend. Positiv ist, dass es aufgeschlagen liegen bleibt. Ein Lesebändchen ist vorhanden und ein Schuber zur Aufbewahrung. Es sind nur sehr wenige Zeichnungen vorhanden, die NICHTS mit den Gerichten zu tun haben.

Viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leckerbissen de luxe, 17. Mai 2007
Von 
Floetelei (Bodensee) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das große Wörterbuch der Kochkunst (Gebundene Ausgabe)
Eine Unverschämtheit! Wie kann man den Namen Alexandre Dumas', des Schöpfers der unsterblichen drei Musketiere und des Grafen von Monte Christo, einfach für ein neues Kochbuch missbrauchen! Eine ältere Dame kochte vor Wut, als sie bei der Frankfurter Buchmesse 2002 am Stand des Wiener Mandelbaum Verlags den vermeintlichen Frevel entdeckte. Verlagschef Michael Baiculescu versuchte, die Frau zu beruhigen: "Aber Dumas hat das Buch geschrieben", erklärte er. "Das kann nicht sein, er ist tot", zürnte die Besucherin und stapfte wütend davon.
Tatsächlich brachte den großen Romancier in Deutschland, anders als in Frankreich, bis vor wenigen Jahren kaum jemand mit Kochkunst in Verbindung. Dass sich das mittlerweile geändert hat, ist dem Verleger-Ehepaar Veronika und Michael Baiculescu zu verdanken. Vor vier Jahren brachten sie Dumas' kulinarisches Vermächtnis in einer dreibändigen Ausgabe erstmals in deutscher Sprache heraus. Sein großes "Wörterbuch der Kochkunst" erschien 2002 zum 200. Geburtstag Dumas. Er war einer der schillerndsten und phantasievollsten Fabulierer, die die Welt je gekannt hat. Der Autor Michael Kleeberg nennt ihn gar einen der größten Glücksbringer in der Geschichte der Literatur."
Und, in der Tat, haben nicht fast jedem von uns die edlen Streiter d'Artagnan, Athos, Porthos und Aramis zumindest für ein paar Stunden zur Flucht aus dem grauen Alltag verholfen?
Aber die berühmen Musketiere sind nur vier von rund 37 000 Romanfiguren, die Dumas im Laufe seines Lebens erschuf, die Zahl seiner Werke ist Legion. Im Vorwort seines Wörterbuchs schreibt er sich selbst vierhundert bis fünfhundert Bände zu. Michael Baiculescu hat sogar eine Liste von 646 Büchern zusammen getragen.
Der "Grand dictionnaire de cuisine" sollte Dumas' letztes Werk sein, bevor er 1870 starb.
Als nach seinem Tod die Habseligkeiten des Dichters zum Verkauf standen, lästerte ein Spötter angesichts der großen Anzahl an Kochbüchern: Es müsse sich wohl um die Bibliothek von Dumas` Köchin und nicht um seine eigene handeln.
Weit gefehlt, denn der Dichter aß nicht nur gerne, was man ihm im Laufe seines Leben immer mehr ansah, er kochte auch mit Leidenschaft. Und am Ende seines Lebens beschloss er, von A bis Z, eine Geschichte der Weltküche zu verfassen.
Dichter und Intellektuelle, die Kochbücher schreiben?
Anders als in Deutschland, verwundert das in Frankreich niemanden. Dort sind die meisten Kochbuch-Klassiker nicht etwa von Köchen geschrieben worden. Brillat-Savarin, bis heute Gott aller Gourmets, war von Beruf Jurist. In Frankreich gehören Essen und Trinken einfach zur Kultur. Wohl jeder kennt das Bonmot: In Deutschland isst man, um zu leben. In Frankreich lebt man, um zu essen. Ganz egal, womit Monsieur und Madame ihre Brötchen verdienen.
Die deutsche Küche erntet denn auch in Dumas' Kompendium nicht allzu viele Lorbeeren. Um ehrlich zu sein: Sie kommt gar nicht groß vor. Zwar findet man Kalbshirn à l'allemande, maskiert mit einer Sauce à l'allemande. Deren Hauptbestandteile sind Butter und, man staune, Champignons, die doch so französisch klingen. Und natürlich tischt Dumas unter dem Stichwort Sauerkraut" auch die bis heute weltweit verbreitete Ansicht auf, dies sei das Gericht schlechthin für die Deutschen, die davon nicht genug haben können."
Doch nicht nur die deutsche, auch die Küchen anderer Länder bekommen von Dumas ihr Fett ab: So beklagt er unter dem Stichwort Kasserol(l)e", dass nur die Franzosen dieses wunderbare Kochutensil richtig zu würdigen wüssten. Denn, so Dumas: "Man weiß ja, dass sich die Spanier nur von Schokolade, Garbansos und ranzigem Speck ernähren, die Italiener von Makkaroni, die Engländer von Roastbeef und Pudding, die Holländer von im Ofen gebratenem Fleisch, Kartoffeln und Käse, die Deutschen von Sauerkraut und geräuchertem Speck." - Und von Kalbshirn, muss man hinzufügen.
Man sieht: Obwohl Dumas weit gereist war und als Reiseschriftsteller ebenfalls große Erfolge feierte: In Sachen Küche blieb er Chauvinist, trotz seines Anspruchs, ein universales Küchenlexikon zu verfassen.
Diesem Ziel wurde er vielleicht nicht ganz gerecht, aber wer könnte das denn? Dennoch ist Dumas Wörterbuch, das im Original 1200 Seiten umfasst, ein Füllhorn an Kulturgeschichte, an Anekdoten und natürlich an Rezepten. Und wo unsereins zu Nahrungsmitteln, die mit K anfangen, vielleicht gerade mal Kartoffeln, Kohl oder Kotelett einfallen, da schwärmt der wortmächtige Dichter von Kaninchenrouladen mit Pistazien, da schwelgt er in Kapaun mit Trüffeln, da schwadroniert er von seinen heiß geliebten Kasserolle-Gerichten. Und selbst Kängurus, Kiebitze und Kletten verwertet er kulinarisch.
Rund 1300 seiner Rezepte sind in dem Wörterbuch" abgedruckt, das der Mandelbaum Verlag seit 2006 in neuer Ausstattung heraus gibt und zwar als einbändigen Prachtband mit wunderschönen Illustrationen.
Rund 80 Prozent der Rezepte kann man laut Michael Baiculescu sehr wohl nachkochen." Das gilt allerdings nicht unbedingt für sein opulentes Lieblingsrezept "Hecht à la Chambord". Dafür benötigen Sie unter anderem elsässische Krebse, Karpfenzungen und Hahnenkämme.
Und oft stellte das Französisch des 19. Jahrhunderts Übersetzerin Veronika Baiculescu, die Ehefrau des Verlegers, auf harte Proben. Denn Dumas' Sprache ist teilweise ebenso veraltet wie diverse Küchenutensilien und -techniken. Und manche Wörter sind fast genauso ausgestorben wie die Zutaten, die sie bezeichnen.
Der von Dumas beschriebene Wiener Gugelhupf hat allerdings den Praxistest in der heimischen Küche der Baiculescus bravourös bestanden. Er gelang köstlich, obwohl Michael Baiculescu vorab wegen der vielen von Dumas geforderten Eier um die Konsistenz des Backwerks gefürchtet hatte. Doch schon Dumas lobte bei der Beschreibung des Rezepts die Geschicklichkeit der Wiener Bäckerinnen und die Wiener Küche, die er ansonsten für minderwertig hielt.
Trotz dieser Vorurteile und der teils schwer nachvollziehbaren Rezepte - die sich in beiden Fällen aber durchweg amüsant lesen: Dieser Prachtband sorgt für Gaumen- und Geisteskitzel. Bon appétit!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein wörterbuch? ein lexikon? ein kochbuch?, 15. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Das große Wörterbuch der Kochkunst (Gebundene Ausgabe)
oder doch eine Sammlung von Anekdoten? eine wunderbare Abhandlung über die schönsten Seiten der wohl schönsten lebensnotwendigen Tätigkeit des Menschen - das Essen und eine seiner vielfältigsten kulturellen Errungenschaft - dem Kochen? Dieses Buch ist all das in einem. Bettlektüre und Schmökerbuch. Es gibt Einblicke in den Alltag einer verschwundenen Gesellschaftsschicht vergangener Zeiten wie auch in die Küche und die Zubereitung von Zutaten die es teilweise gar nicht mehr gibt. Das Buch ermöglicht das eintauchen in eine Zeit in einer Art wie es kein Roman schafft und der Schreibkraft von Dumas verdanken wir es, dass wir mitunger riechen und schmecken können, was damals gegessen wurde. Jeder, der sich ein bisschen intensiver mit Kochen und Essen auseinandersetzt sollte dieses Buch zu Hause haben und ich glaube nur die wenigsten werden es jemals wieder hergeben. man kann einfach immer und immer wieder darin blättern und seine Freude daran finden. auch wenn es nicht ganz billig ist, es ist jeden cent wert, wems zu teuer ist, der kaufe sich halt die etwas abgespeckte Taschenbuchversion
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Das große Wörterbuch der Kochkunst
Das große Wörterbuch der Kochkunst von Alexandre Dumas (Gebundene Ausgabe - September 2006)
EUR 78,00
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