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Kundenrezensionen

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am 8. Oktober 2015
Einerseits bietet das Buch einen ersten Einblick darüber, wie die kapitalistische Produktion auf Kredit angewiesen ist. Sie erweitert durch ihr Wachstum den Kredit, da die Investitionen des einen Wirtschaftssubjekts zu Guthaben des anderen führen und damit die Basis der Kreditschöpfung erhöhen. Aus demselben Grund geht es schnell in die andere Richtung, ausbleibende Investitionen führen dazu, dass Kredite nicht bedient werden, Kreditausfälle bewirken die Kontraktion des Kreditvolumens, der Boom schlägt in die Krise um. Das alles hat ja die Weltfinanzkrise um 2007/8 demonstriert.
Solche Zusammenhänge und Abläufe stellt Misik zwar schlüssig dar, aber wenn es um deren Erklärung geht, gleitet er ins Ideologische ab. So macht er für die maßgebliche Rolle des Finanzkapitals die Ideologie des Neoliberalismus verantwortlich, die Deregulierungen, die dieser empfohlen habe, als sich in den 1970er-Jahren herausstellte, dass auch der Keynesianismus nicht die Ansprüche einer kapitalistischen Nation auf Wirtschaftswachstum befriedigen konnte. Deswegen lautet Misiks Empfehlung auch, diesen Sündenfall rückgängig zu machen. Er empfiehlt einen kleineren Kapitalismus mit weniger Gewinnen und höheren Löhnen, ein geringeres Wachstum als Preis für dessen Stabilisierung. Offensichtlich ist ihm entgangen, dass es im Kapitalismus nicht einfach um Wachstum geht, sondern um Wachstum des nationalen Reichtums. Deswegen denkt auch trotz Krise keine maßgebliche Nation ernsthaft über eine Rückkehr zu den alten, ohnehin nur in Misiks verklärtem Rückblick paradiesischen Verhältnissen nach. Schließlich hätte sie bei deren Praktizierung in den Jahren des Booms einen gehörigen Rückfall in der Hierarchie der Nationen verbuchen müssen.
Besonders ärgerlich ist die Behauptung, dass die mit hohen Löhnen gegebene Massenkaufkraft notwendig für den Profit sei. Wie eine im Lohn weggezahlte und deswegen als Investitionskosten verbuchte Geldsumme mehr leisten können soll, als diese Kosten zu ersetzen, indem sie im Verkauf wieder zurückfließt; wie diese Geldsumme also den Profit der Unternehmer bilden sollte, bleibt sein Geheimnis. Dazu hat alles Nötige bereits Marx in seiner Schrift „Lohn, Preis, Profit“ geschrieben, und es ist ein schlechter Witz, dass diese Erkenntnisse jemand ignoriert, der sich als Marx-Kenner stilisiert, indem er Bücher über Marx verfasst. Für Misik darf es keinen unversöhnlichen Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit geben, nur die vermeintliche Dummheit der Reichen mit ihren neoliberalen Ideologien würde zu deren eigenem Schaden einen solchen Gegensatz hervorbringen. Das ist das Ideologische an diesem Buch, deswegen gebe ich ihm auch nur zwei Sterne.
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am 10. Mai 2013
Misik macht mit verständlichen Worten klar, warum unser (Wirtschafts-)System in die Krise geraten musste, welche Lügen uns sowohl von links als auch rechts über die Ökonomie aufgetischt werden und warum diese Krise ausgerechnet in Europa so viel Nahrung gefunden hat! Wer dieses Buch gelesen hat, versteht, warum die Krise einfach kommen musste und warum das System der "freien Marktwirtschaft" kaputt ist und ausgedient hat!
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am 30. Juli 2013
eine kurze und prägnante Gegenüberstellung der zwei Philosophien "möglichst freier Markt" versus "Führung durch die öffentliche Hand" und wie sich diese Ansichten in realen Maßnahmen wieder finden.
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