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Kundenrezensionen

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am 8. Juli 2013
Das Buch ist wunderschön, mitreissend, in einem Rutsch gelesen und bleibt lange in Erinnerung. So lange, dass ich es jetzt auf meinem Kindle zum erneut lesen haben wollte. Und jetzt kommt es: Warum sollte die Kindle Ausgabe teuerer sein als das Taschenbuch???
Bitte um möglichst viele "hilfreich" Ja-Klicks, damit das schellstens die Neulinge im E-Book Bereich erreicht.
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am 27. Januar 2011
Thomas Sautner (1970 im Waldviertel (Gmünd) geboren) ist ein österreichischer Maler und Schriftsteller, der sich bisher hauptsächlich mit Kultur und dem Leben der Jenischen beschäftigt hat. Über dieses Wandervolk hat Sautner bereits zwei Romane geschrieben: "Milchblume" und "Fuchserde". Der neueste Roman von Sautner trägt den Titel "Fremdes Land", worin es über politische Wirrnisse in unserer Zeit geht.

Der Titel "Fuchserde" ist eine Anspielung auf die Erde, die, durch den Fuchs berührt, zur Medizin für Wunden wird.
In diesem Roman geht es um das Leben der wandernden Volksgruppe der Jenischen, die mit den Volksgruppen der Sinti und Roma verglichen werden kann. Die Jenischen sind wahrscheinlich europäischen beziehungsweise keltischen Ursprungs, wobei im Laufe der Jahrhunderte andere Menschen hinzukamen, die infolge von Arbeitslosigkeit, Armut und Krieg zur Wanderschaft gezwungen wurden. Von Beruf waren sie unter anderem Handwerker, Korbflechter, Hausierer, Zirkusartisten und Wahrsager. Heute gibt es zwischen 250.000 und 1,5 Millionen Jenischen in Europa verstreut. Die Sprache der Jenischen ist eine Mischung aus Keltisch, Jiddisch und eigenen Wortkreationen ohne Grammatik. Die Jenischen verständigen sich oft mit Symbolzeichen: Eine Katzenabbildung in der Nähe eines Hauses bedeutet zum Beispiel, dass dort eine weichherzige Frau wohnt.
Ein Urgroßvater erzählt seinem Urenkel, den er "kleiner Fuchs" nennt, seine Lebensgeschichte, wobei hauptsächlich die Zeit um den zweiten Weltkrieg Beachtung findet, als die Jenischen, genau wie die Juden, die Homosexuellen, die Behinderten und die Regimegegner festgenommen und in Arbeitslager deportiert wurden. Mitten in der Erzählung werden einige Seiten in Kursiv eingestreut, die über die reale Geschichte berichten wie zum Beispiel über die Herkunft der Jenischen, über die Machtergreifung durch Hitler, über Kriegsereignisse und so weiter. Die Lebensgeschichte einiger Familienmitglieder des "kleinen Fuchses" ist im Hinblick auf die grausame Zeit des Krieges eher traurig. Es finden sich sehr viele Passagen in diesem Buch, die auf den Glauben und auf die Riten und Gewohnheiten der Jenischen eingehen. Für meine Begriffe enthalten die Riten viel zu viel Aberglaube. Es wird zum Beispiel berichtet, dass ein Erdapfel mit guten Gedanken gefüttert und zwischen den Händen gerieben wird und dann weiter geschenkt wird, damit der Beschenkte unter dem Schutz des Erdapfels stehe. Magie und Vorliebe für Märchen sind laut Sautner charakteristische Züge der Fahrenden. Leider verleugneten nach dem zweiten Weltkrieg viele Jenischen ihre Herkunft, wurden sesshaft und stellten ihre ursprünglichen Tätigkeiten als Verkäufer von selbst gemachten Gegenständen ein. Sautner streut immer wieder jenische Wörter in seinen Roman ein, die er dann am Ende des Buches erklärt. Gut gefallen haben mir die geschichtlichen Texte im Roman.
Insgesamt hat mir das Buch insofern gut gefallen, als der Sprachstil sehr gut ist und trotz des vielen Aberglaubens doch einige Sätze enthalten sind, die sehr viel Menschen- und Weltkenntnis darin vermuten lassen wie die folgenden:

Denn merke dir, mein kleiner Fuchs. Alles, was du im Leben tust, hat Konsequenzen. Für dich und für diene Umwelt. Mag es dir noch so klein und nichtig erscheinen ' mit allem, was du tust, bist du Quell für Neues. Und das Schöne ist: Du bekommst jeden Tag, ja sogar jede Minute, das Geschenk, dich für Gut statt Böse, für Liebe statt Hass zu entscheiden.

Ich sage dir Luca, das Herz eines Menschen zeichnet sich auf seinem Gesicht ab.

Die Wirklichkeit, mein kleiner, schlauer Fuchs, die Wirklichkeit beginnt in deinem Kopf. Du schaffst sie jeden Tag aufs Neue. Wenn du ein Ziel mit jeder Faser deines Herzens anstrebst, hat das Schicksal gar keine andere Wahl, als es dich erreichen zu lassen. Denn du hast mehr Energie in dir als du dir in deinen kühnsten Träumen vorstellen kannst.

Weißt du, Giorgio, viele Menschen leben im Paradies und schätzen es gar nicht. Manche bemerken es nicht einmal. Sie rennen und rennen, um es zu suchen, und erkennen dabei gar nicht, dass sie in Wirklichkeit bloß im Kreis laufen. Oft tut es gut, stehen zu bleiben, die Ruhe und die Freude in sich zu beobachten, tief in sich zu sinken, zu fühlen und dann, aufgeblasen vor lauter Glück, Danke zu sagen. So erst merkst du, wie froh du bist und welches Paradies in dir wohnt.

Menschen können grausam und blind sein, mein kleiner schlauer Fuchs, sogar gegenüber ihren Liebsten. Sie schlagen zu, weil sie nicht den Mut haben zuzugeben, dass sie verzweifelt sind und schwach. Sie schlagen zu, weil sie nicht aussprechen können, dass sie sich nach Liebe sehnen, nach Sicherheit und Zärtlichkeit. Deshalb toben und prügeln sie.

Sie alle waren wahrhaftig, sie alle spürten sich. Und genau genommen war ihr phantastisches Treiben realer als das oft nur scheinbare, das oft bloß flach dahingelebte Leben der Fabrikanten, Beamten und höheren Büroangestellten, die in den Zirkus kamen, um sich, wie sie sagten, etwas Ablenkung und Unterhaltung zu gönnen.

Angst ist gefährlich. Weißt du warum, mein kleiner, schlauer Fuchs? Angst macht gefügig, feige und blind.

Mache mich stark, nicht um meinen Bruder zu beherrschen, sondern um meinen größten Feind zu bekämpfen, mich selbst.

Euer Kind wird die Last eures geheimsten Ich tragen und es wird nur erblühen können, wenn ihr selbst erblüht.

Die Menschen sind überall gleich und wenn du nicht mit ihnen leben kannst, sterben nicht sie, sondern stirbst du; du, an deinem eigenen Kummer.

Der Zweifel eint die Menschen, mein kleiner, schlauer Fuchs, und die Überzeugung trennt sie. Hüte dich vor jenen Menschen, die ihre Überzeugung vor sich hertragen wie ein Zepter. Denn sie werden nicht zögern, auf andere damit einzuschlagen. Hüte dich vor ihnen, die ihre Überzeugung tragen wie eine Krone, denn sie beengt ihren Geist, und das macht sie unberechenbar und gefährlich. Sie fühlen sich erhaben; erhaben über andere Meinungen, und also über andere Menschen.
Auf Erden wurden viel mehr Verbrechen im Namen des Guten begangen als im Namen des Bösen, mein kleiner, schlauer Fuchs, und oft mit Stolzgeschwellter Brust und einer Träne im Auge, vor lauter Rührung der eigenen, hehren Überzeugung wegen.
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am 12. April 2006
Manchmal ist das Buch bedrückend, doch viel öfter vermittelt es eine unglaubliche Heiterkeit und Komik, wie sie nur das Volk der Jenischen lebten. Mich hat das Erstlingswerk von Thomas Sautner beeindruckt, weil es unterhaltsam und doch tiefsinnig ist. Eine wirkliche Entdeckung!
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am 19. Dezember 2006
Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite mitreißend und interessant geschrieben. Man lebt mit und schämt sich, bis jetzt nichts von diesem wunderbaren Volk gewußt zuhaben, obwohl man in der Nähe wohnt. Danke für diese Lebenserfahrung.
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am 20. Mai 2008
Dieses Buch hat mich so fasziniert, wie es noch selten vorgekommen ist. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Da ist Lesen reine Entspannung. Ich kann es nur wärmstens weiter empfehlen.
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am 27. Februar 2006
wow! noch nie in meinem leben hat mich ein erstlingswerk so sehr gefesselt! der vorabdruck in der presse hat mich schon neugierig gemacht, aber jetzt endlich das gesamte buch: einfach unglaublich!
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am 6. September 2007
Habe selten ein so schönes Buch gelesen und hab mich manchmal ein bisschen geschämt, das Wort "Zigeuner" in negativem Zusammenhang in den Mund genommen zu haben. Ein positives, naturverbundenes, leider fast ausgelöschtes Völkchen von denen wir "Gadschen" sooooo viel lernen hätten können. Danke Herr Sauter für dieses wunderschöne Buch!
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am 4. März 2007
Ein wunderbares Buch, voller Lebensmut auch in den dunkelsten Momenten. Historisch wertvoll und ein unbedingtes Lese-Muss für alle Waldviertler, Österreicher, Europäer und Weltenbürger!
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am 19. April 2006
Wer hat es schon gern, wenn die bisher verschwiegene Vergangenheit ans Tageslicht kommt? Thomas Sautner verpackt die Geschichte der Jenischen in einen spannenden Roman und bietet dabei alles, was eine gute Story braucht: Tragik, Liebe, Hoffnung. Wirklich gut zu lesen - ausser man gehört zu jenen, die die eigene Vergangenheit gerne hätten ruhen lassen.
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am 7. September 2006
ich hab das buch an einem tag in einem zug durchgelesen, nur unterbrochen von kaffee-holen...

schön, wenn man eine geschichte trotz tragischer wendungen unterhaltsam, einfühlsam und so liebevoll erzählen kann. es bleibt ein intensiver, bunter, vielfältiger, leicht sentimentaler und vorallem aber wunderschöner eindruck zurück!

sehr empfehlenswert!
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