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Kundenrezensionen

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am 15. Februar 2005
Das kleine Büchlein (der eigentliche Text umfasst ca. 40 Seiten, die man locker in einer halben Stunde lesen kann) ist der Nachdruck einer öffentlichen Vorlesung über das Unendliche in der Mathematik und dessen Rezeption in Literatur und Philosophie. Der Autor schlägt einen Bogen von den klassischen Antinomien der Mengenlehre bis zum Versuch ihrer Auflösung durch Cantor und Gödel im 20. Jh. (soweit dies auf den besagten 40 Seiten möglich ist). Es gelingt ihm, die Probleme klar heraus zu arbeiten, ohne dass dem Leser zu deren grundsätzlichem Verständnis mathematische Vorkenntnisse abverlangt würden. Als "Appetithappen" durchaus lesenswert und dies ganz besonders im Hinblick darauf, dass einige hübsche Anekdoten über Gödel und Wittgenstein wiedergegeben werden, die ich sonst bisher nirgends gefunden habe.
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am 28. Januar 2009
Das Buch ist kurz. Sehr unterhaltsam, für Nichtmathematiker verständlich, der Autor verfügt über eine erfreulich gute Allgemeinbildung. Eine Stunde großes Lesevergnügen. Man sollte allerdings sowohl etwas von Musil als auch von Wittgenstein vorher gelesen haben.Musil, Gödel, Wittgenstein und das Unendliche
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am 16. Dezember 2006
"Wären die Tore der Wahrnehmung freigelegt,
erschiene dem Menschen alles, wie es ist: unendlich."
(William Blake)

Das Anliegen der Wiener Vorlesungen ist eine Schärfung des Blicks auf die Differenziertheit und die Widersprüchlichkeit der Wirklichkeit.
Allein dieser Satz des Vorwortes macht neugierig auf eine Vorlesung Taschners, der es auf 40 Seiten schafft, einen Bogen zu spannen, der die Fragen der frühen Griechen nach Logik am Beispiel eines Musiltextes aufgreift, mit Worten Paulus' und Ciceros anreichert und mit einer literarischen Vorstellung über Unendlichkeit am Beispiel Musils Törleß beantwortet. Dieser Bogen ist wie ein Kreis mit Durchmesser eins, der abgerollt auf einem Lineal zu einem Punkt kommt, der in der Annäherung der Arithmetik nicht zu fassen ist, weil er eben im Nachkommastellenbereich unendlich ist; Arithmetik trifft Geometrie. Diese Unendlichkeit der Möglichkeiten wie in der Behauptung eines Kreters, >Alle Kreter lügen<, und dessen Wahrheitsfindung ist die Suche nach wahrer Logik, nach einer wahren Aussage, die in der Verbindung von Geometrie und Arithmetik nicht zu finden war, die Cantor im Rahmen der Mengenlehre suchte, Hilbert ebenso im Hypothesenkontinuum nicht finden konnte und bei Gödel letzte Ruhe fand, in dem er den Unvollständigkeitssatz bewies. Wittgenstein dagegen sieht dieses Problem allein auf den Versuch, durch Sprache (Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.) alles bildhaft zu machen und verzichtet nahezu darauf getreu seiner Logik im Tractatus: Was gesagt werden kann, sollte gesagt werden, was nicht gesagt werden kann, darüber müsse man schweigen. Letztendlich finden wir mit Musil die Sichtweise auf die Unendlichkeit, die dem jungen Törleß widerfährt. Sie zu sehen macht sie bedrohlich, er schließt die Augen, damit sie ihn nicht quält.

Eine bravouröse Vorlesung Taschners, ein äußerst interessantes Thema, beleuchtet aus der der Sicht der Philosophie, der Mathematik und der Literatur. Ein wahrer Beitrag zur Schärfung des Blicks auf die Wirklichkeit. Eine demnach logische Empfehlung.
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am 30. September 2008
Ein paar sehr nette Gedankenspiele konnte ich für mich aus diesem knapp 50 Seiten umfassendes Büchlein herausholen. Das meiste kannte ich aber schon. Wenn man sich viel mit philosophischen Themen befasst und die drei im Titel genannten Persönlichkeiten schon einigermaßen kennt, dann bietet das Buch nicht viel Neues. Nichtsdestotrotz entschädigen die paar neuen Gedanken vollkommen wie z.B. der Gedanken über die Unendlichkeit und die Überlegung wie es wäre eine Bibliographie über alle bis jetzt existierenden Bibliographien zu schreiben. Oder die Überlegungen hinsichtlich der Mengenlehre, welche Aristoteles Aussage, das Ganze sei mehr als die Summe seiner Teile, ablöst. Oder die Feststellung, dass viele Punkte nebeneinander ein Kontinuum bilden, das nur intuitiv erfasst werden kann, obwohl dies von Cantor, Gödel und Wittgenstein widerlegt wird. Am Ende zitiert er eine Passage aus Musils "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß", die wirklich lesenswert ist. Also 5 Sterne auch für dieses Buch.

Rudolf Taschner (geb. 1953) ist ein österreichischer Mathematiker. 2004 wurde er von den österreichischen Wissenschaftsjournalisten zum Wissenschaftler des Jahres gewählt.
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am 4. Juli 2010
Das kleine Büchlein von Rudolf Taschner, seines Zeichens Mathematiker, gibt einen allgemeinen Einblick in das eigentlich sehr komplexe Thema der Unendlichkeit, indem er sie aus der Sicht eines Philosophen (Wittgenstein), eines Literaten (Musil) und eines Mathematikers (Gödel) beschreibt. Taschner greift dabei auf Anekdoten zurück wie den Kreter, der behauptet, dass alle Kreter lügen und ähnliche, zumindest mit weniger bekannte, aber vergleichbare Geschichten.
Ich selbst habe weder etwas von Musil, noch von Gödel, noch von Wittgenstein gelesen, aber der Inhalt ist trotzdem gut nachvollziehbar. Dazu kommt noch, dass man das Buch in ca. einer Stunde durchlesen kann und man so, was man nicht gleich im ersten Anlauf versteht, falls das der Fall sein sollte, das Buch schnell ein zweites oder drittes mal gelesen hat und spätestens dann alles erzählte nachvollziehen kann.
Man sollte dazu erwähnen, dass das Buch eine Art Mitschrift einer öffentlichen Vorlesung ist und somit eher Populärwissenschaftlich gehalten. Wer also lieber mathematische Beweise sehen will, wird hier keine finden.

Alles in allem 5 Sterne, da es echt nichts zu bemängeln gibt... das einzige könnte die Enttäuschung sein, die sich einstellt, sobald man bemerkt, dass man schon auf der letzten Seite angekommen ist...
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am 5. Januar 2011
Die im Titel und in der Ankündigung genannten Themen kommen in dem Buch zwar vor - aber alles ist nur sehr knapp und oberflächlich angerissen.

Leider ist dieses kleine Büchlein nicht mehr als ein gedrucktes Vortragsmanuskript. Das ist schade, weil die für Vortrage typischen Oberflächlichkeiten dann im Text doch fallweise unangenehm wirken.

Wer sich eine kleine Zwischendurchlektüre geben oder jemandem ein ganz kleines Geschenk machen möchte, ist mit diesem Büchlein gut bedient.
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