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am 17. April 2011
Über die Jahre ist so einiges an Fachliteratur über Perry Rhodan erschienen, ein wirklich grundlegendes, die komplette Serie umfassendes Standardwerk fehlte erstaunlicherweise bis heute.
PR-Lexikon, Werkstattband und ähnliches deckten immer nur einen Teilbereich ab, Michael Nagula dürfte mit seiner PR-Chronik nun der große Wurf gelungen sein. Eine PR-Chronik (bis 1980) von Nagula erschien bereits vor ca. 10 Jahren in Fortsetzungen innerhalb der 3. und 5. Auflage der Hefte, diese Buchfassung stellt natürlich eine stark erweiterte und aktualisierte Version dar. Der Mix aus Information (Seriengeschichte im historischen Kontext, Zyklus-Inhaltsangaben, Autorenbiographien und -interviews usw. ) und Unterhaltung (Anekdoten, Autorenessays)ist in sich stimmig und stets fesselnd zu lesen. Schade ist freilich der Verzicht auf Farbseiten, die s/w-Illustrationen sind leider nur von durchschnittlicher Druckqualität. Trotz dieser kleinen Kritikpunkte überwiegt der positive Eindruck bei weitem.

Der inhaltliche Umfang der Bücher orientiert sich an den Exposé- Autoren, Band 1 ist demzufolge der goldenen Ära von Karl-Herbert Scheer (1961 - 1974) gewidmet. Die geplanten Folgebände widmen sich den "Amtszeiten" von Willi Voltz (Band 2, 1974-1984), Ernst Vlcek (Band 3, 1984-1999) und Robert Feldhoff (Band 4, 1999-2010). Band 2 soll demnächst erscheinen, auf Band 3 und 4 müssen wir wohl noch deutlich länger warten. Gerüchteweise ist von 2012 und 2013 die Rede (Angabe ohne Gewähr, da Hörensagen.)

Die Perry Rhodan-Serie feiert im Herbst 2011 ihr 50-Jahres-Jubiläum, mit dieser umfangreichen Chronik wird der Kultreihe ein würdiges Denkmal gesetzt. Obwohl die komplette Chronik nicht eben billig ist, stimmt meiner Meinung nach das Preis/Leistungsverhältnis. Ein wichtiger Beitrag zur deutschen SF-Literaturgeschichte.
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am 13. Februar 2012
Selten fand ich es schwieriger, den passenden Anfang zu einer Rezension zu finden. Aus zwei Gründen: Erstens ist es m.E. unsinnig, Band 1 oder Band 2 der vorliegenden Chronik getrennt zu rezensieren, weil beide sowohl formal wie auch inhaltlich dem selben Arbeitsprinzip folgen. Zweitens möchte ich nicht den Eindruck erwecken, als wüsste ich dieses Werk nicht zu würdigen, auch wenn ich einzelne Aspekte durchaus kritisch sehe.

Also am besten der Reihe nach: Michael Nagula legt hier eine im besten Wortsinne einmalige Fleißarbeit vor, die mit unglaublich vielen Detailinformationen, persönlichen Erinnerungen und (positiv gemeint) Insider-Informationen brilliert. Jedem/r Leser/in, der/die nicht im inneren Zirkel der schriftstellerischen Zunft oder des Verlagswesens verkehrt, öffnen sich mit diesen beiden Büchern Tore in eine eigene Welt mit besonderen Gesetzen, schillernden "Figuren" und teilweise dramatischen Abläufen.

Während Band 1 auf gut 500 Seiten noch die lange Zeit von 1961 bis 1974 abdeckt, passen in den selben Umfang von Band 2 "nur noch" die Jahre 1975 bis 1980. Diese auf den ersten Blick ungleiche Aufteilung erschließt sich beim Lesen recht schnell, denn Nagula hat hier in einer umtriebigen Branche recherchiert, deren Produkte in erster Linie schnell (und vergleichsweise billig) produziert werden mussten, für baldigen und massenhaften Konsum gemacht waren und deshalb keinem der Beteiligten Zeit für akribische Geschichtsschreibung gelassen haben.

Erschwerend kam für die Recherche natürlich noch dazu, dass sogar in der Zeit ab 2002, in der Nagula die Chronik-Häppchen für die Heftserie schrieb, die in diese Bücher eingeflossen sind, zahlreiche Akteure der Gründerjahre nicht mehr für Interviews zur Verfügung standen bzw. durch Verlagsübernahmen oder -pleiten und diverse andere Umwälzungen im Unterhaltungsliteratur-Markt Quellen längst versiegt waren.

Band 2 hingegen macht deutlich spürbar, dass hier die meisten Autoren, Verlagsoberen und Zuarbeiter von "außen" lange und intensiv Rede und Antwort gestanden haben. Auch viele Dokumente, wie Briefe, Verträge, Exposés und andere analoge Datenspeicher wurden im Dunstkreis der Mitte der Siebziger schon "größten Weltraumserie der Welt" penibel gesammelt und der Nachwelt erhalten.

Alle sich bietenden Gelegenheiten hat Michael Nagula engagiert und begeistert genutzt, um die Entstehungs- und Wachstumsgeschichte des Phänomens PERRY RHODAN zwischen Buchdeckel zu bringen. Und weil diese Serie mit ihren Spin-offs, Nebenserien, Merchandising-Produkten und Versuchsballons nicht im luftleeren Raum standen, lesen wir auch, wann und warum die Autoren wegen der Konzeption anderer Serien im Pabel-Moewig-Verlag (oder anderen) an die Grenzen ihrer Leistungskraft stießen, welche Querelen hinter den Kulissen das gemeinsame "Baby" bedrohten und welche Konkurrenzprodukte (Star Wars, TERRANAUTEN, u.v.m.) sich wie auf PERRY RHODAN ausgewirkt haben.

An diesen Stellen machten sich bei mir ebenso viele "Aha"-Erlebnisse wie "Muss das sein?"-Seufzer breit.

So gern ich mich durch die großen Zusammenhänge in der bundesdeutschen Unterhaltungsliteratur leiten ließ, so oft fragte ich mich, vor allem in Band 2, ob diese Exkurse zu DÄMONENKILLER, MYTHOR, DIE SEEWÖLFE und anderen Serien wirklich in dieser epischen Breite nötig waren. Manche Erläuterung zu "warum Band X bis Band Y von PERRY RHODAN von nur vier Autoren geschrieben wurden" geriet so nämlich zu einer Kurz-Chronik dieser anderen Serien - und so was gehört für meinen Geschmack eben nicht in ein Werk mit der Überschrift "PERRY RHODAN-CHRONIK". Da hätte ich mir einen etwas tougheren Lektor gewünscht, der einige (Dutzend) Seiten aus dem Manuskript streicht.

Das Zweite, was mich gelegentlich genervt hat, war die (zugegeben: lese- und verständnisfreundliche) Technik Nagulas, bestimmte Themen, die sich über mehrere Jahre entwickelten, in jedem Jahr, das seine Chronik gerade behandelt, erneut aufzugreifen. Diese Technik erspart dem Autor zwar Hundertschaften von Fußnoten mit Verweisen auf frühere Kapitel und mir ein ständiges Hin- und Herblättern in einem oder gar beiden Bänden der Chronik. Ab der zweiten Wiederholung einzelner Informationen (z.B.: Welche konzeptionellen Probleme zogen sich durch den kompletten Zyklus "ATLAN - König von Atlantis" und wer war mit der Rahmenhandlung warum unglücklich oder auch nicht) hat mich allerdings genau diese Schreibtechnik genervt.

Müßig, darüber zu spekulieren, welcher Prozentsatz dieser Doppelungen von den recycelten ursprünglichen Kurz-Kapiteln aus den Heftromanen stammt, ob Michael Nagula sich jedes Mal bewusst dafür entschieden hat, dies oder jenes nochmal zu schreiben, oder was in den Büchern geblieben ist, um Volumen zu machen oder weil zu wenig Zeit für das Lektorat blieb (wir erinnern uns: Band 1 war zunächst für September 2010 angekündigt, erschien dann im April 2011, Band 2 statt im Mai 2011 erst im Dezember).

Beide Kritikpunkte, die epischen Exkurse in andere Serien und Genres wie auch die Wiederholungen von Inhalten, schmälern Nagulas Verdienst um das Werk kaum, sondern sind für sich nur einen dezenten Hinweis wert: Insgesamt stellen die beiden Chronik-Bücher für mich etwas nie Dagewesenes dar, was Umfang, Vollständigkeit, Lesbarkeit und, ja sogar Neutralität der Darstellung angeht.

Bleibt nur noch die Frage, wie die Worte des Autors in seiner Danksagung am Ende von Band 2 zu verstehen sind. Dort wendet er sich unter anderem an Eckart Schwettmann, Verlagsleiter von hannibal, der die Veröffentlichung dieser "zweibändigen" Chronik ermöglicht habe. Diese Formulierung lässt keinen Raum dafür, dass die, z.B. bei Transgalaxis, angekündigten Bände 3 und 4 noch kommen - beide ursprünglich vorgesehen für 2012.

Sollten diese Folgebände (Band 3 - Die Ära Vlcek 1985 - 2000; Band 4 - Die Ära Feldhoff ca. 1996 - 2010), die die Zeit nach dem legendären Band 1000 zum Thema haben, auf Eis gelegt worden sein, kann ich nur sagen: Schade! Und diese Bewertung wiegt für mich viel schwerer als jede Kritik an Details...

Update am 04. Juni 2012:

Das Rätsel der Danksagung ist gelüftet: Die Perry Rhodan-Chronik wird von Hermann Urbanek fortgeführt! Für November 2012 ist Die Perry Rhodan Chronik: Biografie der größten Science Fiction-Serie der Welt Band 3: 1981-1995 angekündigt. Es geht also weiter. Ob im selben Stil oder auch ganz anders - wir dürfen gespannt sein. Ich jedenfalls bin's und werde auch den 3. Band kaufen, lesen - und darüber berichten...

Update am 09. September 2013:

Inzwischen wissen wir sogar, wie es nach Band 3 weiter geht - mit einem neuen Autor nämlich und dem "Abschluss" der Chronik... zumindest für die kommenden acht bis zehn Jährchen haben wir dann erstmal nichts Neues "Chronisches" mehr zu erhoffen. Jetzt gibt's erstmal Die Perry Rhodan Chronik - Die Biografie der größten Science Fiction-Serie der Welt Band 4: 1996 - 2009 von "Ecki" Schwettmann, der ja als Perry Rhodan-Insider schon -ähem- einschlägig vorbestraft ist...
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Ein gutes Buch, ein wichtiges Buch: Mit mehrmonatiger Verspätung ist im Februar der erste Band der seit langem angekündigten Perry-Rhodan-Chronik erschienen. Wichtig ist die Veröffentlichung, weil sie der weltgrößten Science-Fiction-Heftserie im 50. Jahr ihres Bestehens endlich ihre Geschichte gibt und dabei Maßstäbe setzt. Die aktuelle Leserschaft der Rhodan-Hefte dürfte gerade einmal halb so alt und in der Mehrheit wahrscheinlich auch noch viel jünger sein. Das Jubiläum, das im Herbst mit dem Weltcon in Mannheim groß gefeiert wird, gibt also Gelegenheit, diesen Lesern einmal vor Augen zu führen, wie die Rhodan-Serie entstanden ist, wer die Macher dieses ewigen Fortsetzungsromans waren und sind und was die Faszination Perry Rhodan auch nach 50 Jahren und 2600 Heften ausmacht.
Gut ist das Buch, weil Verfasser Michael Nagula journalistisch professionell an seine Aufgabe herangegangen ist und dabei einen flotten, höchst lesbaren Schreibstil pflegt. Kombiniert hat Nagula seinen chronologisch erzählten Text mit einer Zeitleiste, die auf weltpolitische Ereignisse des jeweiligen Jahres eingeht und so die Rhodan-Serie in den historischen Zusammenhang stellt, in dem sie entstanden ist. Dazu gestellt hat Nagula zudem eine Fülle von Autoren-Aussagen, Zeitzeugen-Kommentaren und Info-Boxen über einzelne Roman-Figuren, Völker und Feinde und ihre Entstehung. Sehr positiv fällt auf, das der Aufstieg der Rhodan-Serie nicht isoliert dargestellt, sondern stets in Verbindung mit dem bunten Kosmos der SF-Heftliteratur in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gesehen wird. Keine Frage, dass auch die Atlan-Reihe als erfolgreiches Spin-off der Rhodan-Serie, die Comic-Hefte als weniger erfolgreicher Ableger und sogar der Rhodan-Film als künstlerische Katastrophe ihren angemessenen Platz in Nagulas Darstellung finden.
Nagula erzählt eine lebendige Geschichte der Serie. Das ist angesichts der Quellenlage gar nicht so einfach: Die meisten der wichtigsten Akteure aus den Reihen der ersten Autoren-Generatgion (K. H. Scheer, Walter Ernsting, William Voltz, Kurt Brand, Kurt Mahr) und der Moewig-Verlagsleute (Kurt Bernhardt und Günter M. Schelwokat) sind tot.
Nagula macht gleichwohl das Beste aus der Situation und arbeitet dabei so wie mancher moderner Historiker: Bei der Schilderung des einen oder anderen Vorgangs gibt er nicht vor, dass es sich tatsächlich so zugetragen hat, sondern macht auf der Grundlage der interpretierbaren Quellen deutlich, dass es so gewesen sein könnte. Dort, wo die Quellen tatsächlich nichts hergeben, verzichtet Nagula auch auf jede Spekulation.
Auf diese Art und Weise räumt er auch mit lieb gewonnenen Mythen auf ' etwa mit der Vorstellung, die PR-Autoren seien eine verschworene Gemeinschaft gewesen, einem Orden der Auserwählten gleich. Dieser Mythos ist sowohl vom Verlag als auch von den Autoren selbst gern gepflegt worden ' mit vielen 'Konferenz'-Geschichten und Anekdoten unter der Überschrift 'Perry Rhodan privat'. Schließlich war Rhodan die 'Cash Cow' nicht nur für den Moewig/Heyne-Verlag, sondern auch für die damaligen deutschen SF-Schriftsteller. Ihnen ging es verständlicherweise zuvorderst erst einmal um ihre guten Honorare ' die Lebensgrundlage für einen freien Autor.
Michael Nagulas erster Band der Rhodan-Chronik, der die Aufbau-Jahre der Serie von 1961 bis 1974 zum Thema hat, macht deutlich, dass der Welt-Erfolg des 'Erben des Universums' seinerzeit weder geplant war noch auf diese Art und Weise jemals wiederholt werden könnte. Rhodan war möglich, weil in den 60er Jahren verschiedenste wirtschaftliche, politische, kulturelle Situationen sich so darstellten, wie wir sie in Nagulas Darstellung kennen lernen.
Der zweite Band der Rhodan-Chronik von Michael Nagula, der die Jahre ab 1974 und die Ära des Willi Voltz zum Schwerpunkt hat, soll bereits Ende Mai vorliegen. Wir freuen uns auf eine weitere Qualitäts- und Fleißarbeit. In Verbindung mit dem ersten Band und möglichen weiteren Bänden hat Michael Nagulas Rhodan-Chronik dann das Zeug zu einem Standardwerk.
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Wer kennt ihn nicht, den "Erben des Universums": Perry Rhodan? Seit dem Start 1961 hat der Protagonist der gleichnamigen Heftromanserie eine interessante Geschichte hinter sich. Hardcover, Taschenbücher, Hörspiele und sogar ein Film, wurden der Ikone gewidmet. Michael Nagula präsentiert dem Leser ein Werk, das die wechselhafte Geschichte der Serie und ihrer Autoren in den Mittelpunkt steht. Angefangen mit dem Jahr 1961, wird jedes Jahr, bis 1974, einer genauen Betrachtung unterzogen. Was geschah hinter den Kulissen? Welche Story prägte die Reihe? Gab es Wechsel im Autorenstab? Der Leser erfährt so auch Details über die verschiedensten Merchandising-Artikel und Spin-off-Reihen. Ergänzt werden die Kapitel durch Info-Kästen, mit Informationen zur Serie oder Kurzbiografien zu wichtigen, an der Serie Beteiligten, Personen.
Der Autor schreibt flüssig und prägnant. Es entsteht eine Mischung aus aufbereiteten Fakten, untermalt mit Bildern und angereichert mit Anekdoten aus dem Privatleben der beteiligten "Perry Rhodan"-Autoren.

Immer wieder werden dem Leser Schwarz-Weiß-Bilder präsentiert, die in die Vergangenheit der Serie entführen: Bilder von Autoren, Titelcover der Serie oder andere Werke, die ebenfalls von Perry-Autoren geschrieben wurden.
So stellt das Lexikon auch nicht nur die "Perry Rhodan"-Werke der beteiligten Autoren vor, sondern verweist zudem auf andere Serien, die von diesen betreut oder ins Leben gerufen wurden. Als einige Beispiele seien hier die berühmten Serien "Rhen Dark", "Dragon" oder "Zeit-Kugel" genannt.
Der Autor beleuchtet die für Leser so wichtigen Punkte innerhalb der Serie, die richtungsentscheidend für die gesamte Reihe waren. Die Erfindung der SOL, das Kreieren von wichtigen Hauptfiguren, die Entscheidung über den Inhalt neuer Zyklen. Garniert wird das Ganze mit Beschreibungen über das Privatleben der Autoren.

Fazit:
Michael Nagula liefert mit dem ersten Teil der "Perry Rhodan"-Chronik (1961-1974) ein solides Nachschlagewerk, das allen Fans der Heftromanserie gefallen wird. Allerlei Informationen zur Reihe selbst, über die Autoren und die Entstehung der verschiedenen Zyklen sind enthalten. Die Biografie der größten Sciencefiction-Serie der Welt lädt zum Schmökern ein und macht Lust auf den nächsten Teil des Werkes, der im Mai 2011 erscheinen soll.
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am 8. Oktober 2011
Ein Lexikon über ein Phänomen, das mittlerweile fast 50 Jahre besteht, soll in 4 Bänden beschrieben werden und möglichst viele Informationen an Fans und nicht Fans vermitteln. Der Autor dieses Mammut-Werkes ist Michael Nagula.
Wer ist Michael Nagula? Zur Beruhigung der Perry Rhodan Fans, er kommt aus der Szene und auch zur Genugtuung von Nicht-Fans, er hat auch andere Dinge gemacht.

Der am 2.November 1959 geborene Autor ist als freiberuflicher Autor, Übersetzer, Herausgeber und Verleger tätig. Er war selbst Mitglied des Perry-Rhodan-Autoren-Stamms und schrieb 13 Romanhefte. Er war tätig für das Perry Rhodan Magazin. Weiterhin schrieb er verschiedene Beiträge für das SOL-Magazin der Perry Rhodan-FanZentrale e.V.
Eine PR-Chronik (bis 1980) erschien bereits vor ca. 10 Jahren in Fortsetzungen innerhalb der 3. und 5. Auflage der Rhodan-Hefte. Diese wurde von Michael Nagula schon verfasst.
Ein Mann vom Fach, der sich in der Thematik auskennt und genug Erfahrung mitbringt.

Des Weiteren schrieb er für Rhen Dark. Er war Übersetzer von Star Wars Comics. Dort war er auch als Leserbriefredakteur tätig. Für den Egmont Ehapa Verlag übersetzte er weitere Comics (Micky Maus, Lustiges Taschenbuch und Donald Duck Sonderheft).
Ein Autor, der also vieles gemacht hat. Er hat das Wissen über Perry Rhodan und auch den Abstand, um nicht nur im Fachchinesich des Rhodan-Universums zu sprechen. Jemand, der Altfans und Neuinteressierte gleichzeitig ansprechen kann.

In Band 1 wird die Gründungszeit des Rhodanuniversums beschrieben. Es beschreibt die Ära von Karl-Herbert Scheer von 1961 -1974.

Als die Serie Perry Rhodan im September 1961 startete, war ich noch nicht einmal geboren. Ich, Jahrgang September 1974, wurde erst zum Ende dieser ersten Ära geboren. Meine erste Begegnung mit dem Rhodan-Universum begann erst Jahrzehnte später.
Und doch ist gerade diese Anfangszeit das Faszinierendste an Perry Rhodan. Hier wurde ein Mythos geboren. Ein Spiegel seiner Zeit, der die Hoffnung und Ängste dieser Zeit darstellt und in eine Science Fiction Story packt.

Michael Nagula schafft es, diese Atmosphäre der ersten Zeit sehr gut zu vermitteln. Er zeigt die frühen Gehversuche einer Science Fiction Story, an der sich mittlerweile ein halbes Menschenleben Fans erfreuen und die von ihrer Faszination nichts verloren hat.
Durch persönliche Erinnerungen des Autors oder Erinnerungen von anderen Autoren oder deren Nachkommen, gewährt er überraschende Einblicke in diese Zeit und zeigt uns einen Blick hinter die Kulissen. Nicht nur reine Fakten werden geliefert, sondern kleine Geschichten am Rande über die Autoren und auch die Figuren der Geschichten.

Besonders spannend sind die Bilder im Buch. Leider sind sie nur schwarz/weiss und leider schlecht verteilt (an 2 Stellen im Buch), aber sie bieten einen besonderen Reiz, das Buch auch ein zweites Mal zu nehmen und nur in Erinnerungen zu schwelgen über die alten Hefte und ihre Cover. Was ich mir gewünscht hätte ist eine Liste aller Hefte mit Bildern. Aber vielleicht in den anderen Bänden.

Mein Fazit:
Als Fazit ist nur eins zu sagen: EIN MUSS !!!!

Es ist ein Buch für Alt-Fans, die seit Anbeginn der Serie dabei sind, es ist aber auch ein Buch für Neu-Fans, die erst später eingestiegen sind. Selbst Rhodan Nichtkenner sollten einen Blick wagen. Dieses Buch ist ein guter Einstieg, um in das Rhodanuniversum einzutauchen und vielleicht Fan zu werden. Freue mich schon auf die nächsten Bände.

© 2011 by Oliver Brüske für BookOla.de
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am 18. September 2011
Bei der Lektüre habe ich direkt Lust bekommen, einmal einen der alten Zyklen zu lesen. Vielleicht den "Meister der Insel", die 200er Bände, die mit als die besten gelten. Es ist schon erstaunlich, was diese Handvoll Autoren Woche für Woche an bester Science Fiction zustandegebracht hat. Die Heftroman-Reihe ist so umfangreich, dass sich wohl noch viele Chroniken erstellen lassen (als preiswerteres Taschenbuch wäre wünschenswert). Auch eine wissenschaftliche Annäherung an Perry Rhodan wäre durchaus an der Zeit.
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am 8. Juni 2011
Auch ich kann mich den Vorrezensionen nur anschließen.
Seit ca. 30 Jahren verfolge ich nun Perry Rhodan. Was ist da nicht schon alles geschrieben worden, was ist da nicht alles an Gerüchten aufgetaucht.
Nun jetzt wissen wir es (zumindest das, was es noch zu erfahren gab, bzw was die Erinnerung nicht verklären konnte).
Ein wichtiges Werk, auf dem noch viele (hoffentlich) aufbauen können und sollen.
Vergleichbar noch mit der 5-bändigen Karl May Chronik oder ähnlichen Werken.

Ein großer Dank an Michael Nagula, der es geschafft hat, das in gut lesbare, spannende Form zu bringen!

Endlich wird ein Buch dem Phänomen Perry Rhodan gerecht!

Ein Buch für Perry Fans, Perry Liebhaber, Perry Kritiker und (auch) Perry Hasser!
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TOP 500 REZENSENTam 21. Dezember 2014
Als langjähriger Perry Rhodan Fan habe ich mir dieses Buch gegönnt und wurde nicht enttäuscht: Was Michael Nagula hier in penibler Kleinarbeit zusammengetragen hat, ist lesenswert nicht nur für Fans - es ist ein Stück deutsche Nachkriegsgeschichte.

In diesem 1. Band der Chronik erfährt man auch die Vorgeschichte und wie es überhaupt dazu kam, dass Perry Rhodan aufgelegt wurde: Was waren die Überlegungen des Verlags? Wer waren die Autoren? Wie und wo fiel der Startschuss?

Die eigentliche Chronik umfasst in diesem Band - auf über 500 Seiten - die "klassischen Jahre" der Serie von 1961 bis 1974, also in etwa die Bände 1 bis 700. Es gibt viele spannende Einblicke in das Leben der Autoren, wie es im Verlag so zuging, das ganz Drumherum, aber auch in die Handlung der Serie in jener Zeit. Abgerundet wird das Ganze durch jede Menge Fotos sowie Kurzbiographien der Autoren sowie ein Namensregister zum Nachschlagen.

Das Buch liest sich interessant bis spannend und auf alle Fälle flüssig. Für Fans ein Leckerbissen!
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am 9. Februar 2013
Gut zu lesen und man hat Spaß dabei die alten Hefte wieder zu entdecken. Kann man sich auf jedenfall zulegen!
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am 26. August 2014
Was hatte ich mich auf diese Darstellung der Entwicklung der Serie gefreut und DANN SOWAS.
Das ist keine sachlich exakte Präsentation sondern eine im Verlagsinteresse angelegte Geschichtsverfälschung. Wer sich mit der Entstehung der Serie von diversen Veröffentlichungen der Autoren selbst und Journalisten, die respektvoll mit der Serie umgegangen sind, ich meine jetzt nicht die Brandreden des Spiegels und PANORAMAS, der weiß mehr als genug um zu merken, dass einige Streitthemen geschönt oder übersprungen worden sind. Wie man durch den WERKSTATTBAND weiß, waren es Ernsting und Scheer die sich die Serie zusammen ausgedacht hatten, da sie sich über die redaktionelle Arbeit näher gekommen waren und das Konzept einer SPACE CHRONIC ,wie sie auch amerikanische Autoren anstrebten, als etwa 50 Folgen-Serie verwirklichen wollten. Der Heyne Verlag hat sie unterstützt, aber das ganze ging von den Beiden aus.DANN KOMMMT so eine angebliche Präsentation,nachdem der Verlag die Rechte an PERRY RHODAN verkauft hatte und durch den Autoren und Verantwortlichen der SF Rubrik Herrn Jeschke verunglimpft hat; " Perry Rhodan gehört zur Niederung der Literatur "; LEXIKON DER SCIENCE FICTION LITERATUR; HEYNE VERLAG, München, 1987.
Mit der Chronik versucht der Heyne und auch der Bauer Verlag dann trotzdem ein IPSE FACTO auf die Serie zu drücken, so wie es die Barockfürsten früher mit ihren Gebäuden gemacht haben. Das ist ein Skandal und deshalb habe ich mir NUR diesen einen Band gekauft, leider !
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