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4.0 von 5 Sternen Unterirdisches Österreich
Angebliche Unwissenheit des Staates und der Bevölkerung, die in der Öffentlichkeit nicht bekannt sind (Info über Nazivergangenheit (unterirdische Flugzeugfabriken, KZ Lager) wurden aufgezeigt,
AEmpfehlung an Menschen, die sich für die Vergangenheit interesieren.Sollte für höhere Schulstufen verpflichtende Lektüre sein.
Vor 17 Monaten von Martina Haider veröffentlicht

versus
51 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Fragwürdige Methodik und falsche Datierungen
Selbst mit leichter Skepsis gegenüber der vollmundigen Verlagsankündigung ist das Buch maßlos enttäuschend. Nach fehlender Grundlagendokumentation, unwissenschaftlicher Methodik und groben Fehldatierungen verirren sich die Autoren in Spekulationen und Esoterik. Da werden kilometerlange Gangsysteme und eine neolithische Tunnelbauerkultur entworfen und...
Veröffentlicht am 21. Juni 2011 von Ralf Keller


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterirdisches Österreich, 27. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tore zur Unterwelt: Das Geheimnis der unterirdischen Gänge aus uralter Zeit ... (Gebundene Ausgabe)
Angebliche Unwissenheit des Staates und der Bevölkerung, die in der Öffentlichkeit nicht bekannt sind (Info über Nazivergangenheit (unterirdische Flugzeugfabriken, KZ Lager) wurden aufgezeigt,
AEmpfehlung an Menschen, die sich für die Vergangenheit interesieren.Sollte für höhere Schulstufen verpflichtende Lektüre sein.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der aufsehenerregensten Projekte, 28. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Tore zur Unterwelt: Das Geheimnis der unterirdischen Gänge aus uralter Zeit ... (Gebundene Ausgabe)
Mit dem Buch "Tore zur Unterwelt" eröffnet das Ehepaar Kusch ein Thema, das wohl noch einiger Nachfolgebände bedürfen wird. Hat Heinz Kusch bisher die höhleninteressierten Leser mit Büchern zum Thema Kult, Mensch, Höhle, und den wohl schönsten Höhlenfotos begeistert, so geht das neu erschienene Buch einen bedeutenden Schritt weiter.

Es wird den Leser - so wie auch mich - fast an eine Abenteuergeschichte erinnern, wie es dazu kam, daß sich eher durch Zufall Hinweise auf unterirdische Gänge im Bereich des Stiftes Vorau ergaben. Waren künstliche Höhlen (Hohlräume) in der Oststeiermark bis dahin eher ein Randthema, so eröffnete der Fund einer alten Handskizze eine unerwartete Sensation. Seitens des Stiftes zeigte man sich dem Projekt, die vermuteten unterirdischen Gänge zu suchen und gegebenenfalls zu öffnen, sehr aufgeschlossen und es wird sehr anschaulich geschildert, in welches Abenteuer sich das Ehepaar Kusch und Freunde eingelassen haben.

So erwiesen sich die Hinweise offenbar als richtig und die befragte Bevölkerung half mit unzähligen Hinweisen mit, eine unterirdische Welt zu eröffnen, von deren Ausmaß man sich anfangs kaum eine Vorstellung machen konnte. Über viele Quadratkilometer erstreckt sich das Gebiet, in dem laufend neue Zugänge entdeckt werden. Zudem schildert das Buch neben den Gängen noch weitere rätselhafte Funde, die möglicherweise in einem gemeinsamen Zusammenhang stehen könnten. Darüber hinaus finden sich noch hochinteressante Naturerscheinungen, wie die "Blaslöcher" und aufgetretene Lichtphänomene, deren Deutung und Ursache wohl aus Zeitgründen nie stattfinden kann.

Auch wenn Kusch beschreibt, daß die meisten der Gänge nach einigen Metern verstürzt sind bzw. vorsätzlich verschüttet wurden und aus diesem Grund nur teilweise begehbar sein sollen, erscheint das Rätsel der Vorauer Unterwelt nicht weniger spektakulär, denn zu der bisher offenbar nach wie vor ungelösten Frage, wer diese Gänge wann und wozu mühsam errichtet hat, gesellt sich die weitere Frage, wer diese und warum und wann mühsamst verschüttet und verschlossen hat.

Kuschs können zum gegenwärtigen Zeitpunkt sicher keine dieser Fragen beantworten, auch wenn Heinz Kusch offenbar im Bereich der Ur- und Frühgeschichte eine Kapazität seines Faches sein dürfte (sh. Web). Und es wird das Buch falsch verstanden, wenn man sich Antworten auf diese zweifellos sich aufdrängenden Fragen erwarten wird. Zu früh ist der Zeitpunkt, das Ausmaß der Vorauer Unterwelt abzugrenzen und zu sehr dürfte das Projekt noch im Stadium der quantitativen Erfassung der Objekte stehen.

Auch wenn natürlich vieles auch noch Spekulation und Hypothese ist, so kann Kusch bereits auf überwältigende Beweise der Existenz der geheimnisvollen Gänge in und um Vorau verweisen. Und er tut dies mit unvergleichlich schönen Fotos, die einen das Vorauer Rätsel bequem daheim erleben lassen, ohne sich durch enge Röhren und schlammige Gänge zwängen zu müssen.

Ich warte mit Spannung auf einen weiteren Band zu diesem Thema, denn es hat sich seit Erscheinen des Buches sicher vieles weiter bewegt.

Ohne Zweifel zeichnet sich in der kleinen Welt von Vorau in der Oststeiermark eine Sensation ab. Das Ehepaar Kusch läßt uns mit diesem traumhaft gestalteten und hoch spannenden Buch erleben, daß die wirklichen Rätsel und Abenteuer auch in der Oststeiermark gefunden werden können.

Der Preis des Buches ist in Anbetracht des spannenden Inhaltes sowie der außerordentlich schönen Gestaltung und den Höhlenfotos, wie sie wohl nur wenige Fotografen zustande bringen, mehr als gerechtfertigt.

Unbedingte Empfehlung für alle an Grenzbereichen und ungelösten Rätseln Interessierte.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für jeden Archäologie-Interessierten ein absolutes MUSS, 26. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Tore zur Unterwelt: Das Geheimnis der unterirdischen Gänge aus uralter Zeit ... (Gebundene Ausgabe)
Ein außergewöhnlich gutes und spannendes Buch, welches die noch ungelösten, prähistorischen, steinerne Objekte in meiner Heimat der Oststeiermark beschreibt.Ich kann bestätigen, dass dieses Buch von Dr.Heinrich und Ingrid Kusch-mit sehr viel Sorgfalt und Genauigkeit ausgearbeitet wurde, weil in meinem Bekanntenkreis es einige Menschen gibt, die im Besitz solcher Anlagen sind.Es eröffnet eine neue interessante Sichtweise auf unsere Jahrtausende alte Vergangenheit. Viele dieser Objekte und Orte können durch Führungen ([...])sogar besichtigt werden.Dieser Text-Bildband trägt wesentlich dazu bei,dass diese vergessene Welt unter unseren Füßen und vor unserer Haustür erhalten bleibt.Hoffentlich gibt es bald ein weiteres Buch zu diesem faszinierenden Thema.Für jeden ARCHÄOLOGIE-INTERESSIERTEN wirklich ein absolutes MUSS.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Außergewöhnlich und interessant..., 8. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Tore zur Unterwelt: Das Geheimnis der unterirdischen Gänge aus uralter Zeit ... (Gebundene Ausgabe)
Selten, dass mich ein Buch so in den Bann zieht. Es gehört zu jenen, die man nicht nur einmal liest.Der außergewöhnlich, interessante Inhalt, mit den noch dazu tollen Bildern, entwickelt sich immer häufiger als Diskussionsstoff in meinem Freundeskreis.
Die Autoren Dr.Heinrich und Ingrid Kusch habe ich bei einem Vortrag schon gehört.Ich war begeistert über die seriöse und authentisch, freundlichen Art und dem weitgefächerten Wissen der beiden. Fragen wurden ausführlich, kompetent und logisch erklärt. Die Fakten, die uns das Forscherehepaar aufzeigten,veranlasste einem schon zu ausschweifenden Gedankengängen.
Am meisten hat mich erstaunt zu erfahren , was wir hier in Österreich- speziell in der Oststeiermark- für eine geheimnisvolle, unterirdische Vergangenheit haben. "Erdställe" wozu und für was, wie und mit welcher Technik erschaffen? Künstliche Gangnetze und Lochsteine-alles Sensationsfunde die laut neuesten Datierungen uralt sind.
Obwohl diese Objekte zur Zeit noch mehr Fragen als Antworten liefern, sagt mir etwas, dass diese in naher Zukunft die gleiche Berühmtheit erlangen werden wie z.B. die Pyramiden in Ägypten.
Skeptiker, wie auch in meinem Freundeskreis stellen immer wieder Thesen auf, dass diese Gänge dem Mittelalter zuzuschreiben sind.Meine persönliche Meinung ist, dass Menschen aus diesem Zeitalter weder die Möglichkeit, Motivation noch die nötige Technik besaßen, solche Gänge die teils in hartem Felsen gehauen wurden, generationsübergreifend zu errichten.Noch dazu händisch und mit primitiven Mitteln?!Erich von Däniken sagte einmal,"Wir haben verlernt zu sehen, was zu sehen ist".Es liegt in der Natur des Menschen, sich keinen Milimeter raus aus festgefahrenen und eingetrichterten Denkweisen zu bewegen.Deshalb ist es auch verständlich, dass nur tote Fische mit dem Strom schwimmen.
Viele renomierte Wissenschafter, dazu erlaube ich mir auch die Buchautoren von "Tore zur Unterwelt" zu zählen,haben sich zum Ziel gesetzt- anerkannte Beweise für die Existenz von viel höher entwickelter Techniken- die es lange vor unserer Zeit vielleicht gegeben haben könnte, zu beweisen.Vielleicht sind diese jahrtausendalte Objekte einer der Schlüssel dazu.
Hoffe, dass das nächste Buch von Dr, Heinrich und Ingrid Kusch bald erscheint und einiger dieser Fragen beantwortet.
Sehr empfehlenswert, auch als Geschenk der besonderen Art- für Leser, denen das Gewöhnliche zu wenig ist.
11i van Kels.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach unglaublich, 27. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tore zur Unterwelt: Das Geheimnis der unterirdischen Gänge aus uralter Zeit ... (Gebundene Ausgabe)
Was hier Dr Heinrich Kusch gemeinsam mit seiner Gattin in jahrelangen Recherchen übder die unerklärlichen Tunnelanlagen der Steiermark zusammengetragen und beschrieben hat, lässt neue Fragen nach dem Alter der menschlichen Zivilisation und verloren gegangenem Wissen um höchst technisierte und wissende Vorgängerkulturen stellen, die mit schönene Bildern und spannend beschrieben neugierig machen
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Geheimnis der unterirdischen Gänge aus uralter Zeit, 5. Oktober 2009
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Tore zur Unterwelt: Das Geheimnis der unterirdischen Gänge aus uralter Zeit ... (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, denn es behandelt ein äußerst ungewöhnliches Thema und dazu noch so nah - in Österreich, in der Steiermark gibt es unter der Erde eine Vielzahl von Gängen, Kavernen und Stollen, deren Nutzung, Alter und Bauweise zum Teil völlig im Dunkeln liegen. Zudem zeigt uns TORE ZUR UNTERWELT von Ingrid & Heinrich Kusch auf, das unter unseren Füßen Geheimnisse liegen können, welche das Vorstellungsvermögen sprengen können. Ein Buch über ein unglaubliches Thema, unvorstellbar und noch weitgehend unerforscht!

Warum wurden kilometerlange Gänge angelegt? Warum wurde sich tief in die Erde und in massives Felsgestein gearbeitet? Wann wurden alle diese Gänge und Höhlen angelegt? Zu welchem Zwecke waren sie gedacht und wer weis heute noch von ihnen?

Fragen über Fragen und die Autoren Ingrid & Heinrich Kusch stehen erst am Anfang der Erforschung all dieser Rätsel. Sind es Höhlen und Gänge aus der Jung-/ oder Altsteinzeit? Was wurde im Mittelalter hinzugefügt und was ist in der Bronzezeit und der Megalithzeit erarbeitet worden? Zu welchem Zweck wurden Gänge in massivem Fels in einzigartiger Technik geschlagen? Und die Frage aller Fragen: Warum wurde alles zugeschüttet und teils mit tonnenschweren Felsen vor der Öffentlichkeit verborgen? Warum wurden Kavernen und Hohlräume verschwemmt und Zugänge zugemauert? Was wurde hier verborgen und warum? H. P. Lovecraft hätte meinem Erachten nach bei all diesen unterirdischen Gängen und Räumen seine helle Freude gehabt und eine grandiose Geschichte dazu erfunden.

Doch zurück in die Wirklichkeit, die beiden Autoren haben sch buchstäblich in die steirische Erde gegraben und eine Menge freigelegt. Leider sind zwei der Karten im Buch nicht vollständig, die Zentren künstlicher, unterirdischer Anlagen fehlen leider!

Insgesamt gesehen behandelt das Buch ein wirklich interessantes und spannendes Thema, wer weiß schon, dass in der Steiermark solche Dinge unter der Erde liegen und das man sie noch erforschen kann. In TORE ZUR UNTERWELT werden uns anhand von sehr gutem Bildmaterial und anhand eingehender Begehungen der offenen Teile des Systems Dinge gezeigt, welche unglaublich erscheinen und die der Klärung bedürfen.

Wichtig wäre ebenso zu klären, wann die Systeme entstanden sind und warum man sie so endgültig versuchte zuzuschütten. Eine vergessene Welt harrt ihrer Wiederentdeckung!

Sehr empfehlenswert!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochinteressant, macht nachdenklich, 23. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tore zur Unterwelt: Das Geheimnis der unterirdischen Gänge aus uralter Zeit ... (Gebundene Ausgabe)
Da tun sich Abgründe auf, die sich nur erahnen lassen. Sehr sachlich und unspekulativ gehalten. Jedem zu empfehlen, der an mehr interessiert ist als an dem, was in den Geschichtsbüchern steht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtwerk für Archäologen und Hobbysucher!, 18. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Tore zur Unterwelt: Das Geheimnis der unterirdischen Gänge aus uralter Zeit ... (Gebundene Ausgabe)
Gibt es in der heutigen Zeit überhaupt noch ungeklärte Rätsel der Menschheitsgeschichte, Fragen, die sich die moderne Wissenschaft im 21. Jahrhundert nicht erklären kann? Die Entdeckungen in der österreichischen Steiermark seit dem Jahre 2006 präsentieren eine Reihe von miteinander verbunden scheinende Mysterien, die es nach herkömmlicher Meinung eigentlich gar nicht geben dürfte. Im Text-Bildband „TORE ZUR UNTERWELT - Das Geheimnis der unterirdischen Gänge aus uralter Zeit …“ präsentieren die Autoren Heinrich und Ingrid Kusch ihre erstaunlichen Forschungsergebnisse.

Die jahrelange wissenschaftliche Spurensuche des Autorenteams wird in diesem Buch detailliert beschrieben und mit über 200 Abbildungen dokumentiert. Man taucht dadurch mit diesem Werk regelrecht in eine andere Zeit ein. In eine alte Epoche, die man rein optisch zwar sehen und wahrnehmen, aber nicht verstehen kann. Alle herkömmlichen Erklärmodelle für den Zweck der Anlagen und die Frage nach der Herstellungsmethode dieser fremden Bauwerke und Strukturen ergeben irgendwie keinen Sinn. Die Autoren gaben sich viel Mühe, in alle erdenkliche Richtungen nach möglichen Antworten zu suchen, aber geben selbst zu, dass wir es „heute verlernt haben, die wahre Bedeutung jener Zeugnisse unserer Vergangenheit zu begreifen“.

Heinrich und Ingrid Kusch nehmen den Leser mit auf eine regelrechte Schatzsuche, die schwer im heimischen Wohnzimmer auszuhalten ist. Animiert durch die vielen Fotografien und genauen Beschreibungen der Örtlichkeiten will man entweder direkt in der Steiermark mithelfen, die verbleibenden Geheimnisse zu lüften oder aber in seiner eigenen Heimat auf Spurensuche nach alten noch verborgenen historischen Schätzen gehen. Es ist zu vermuten, dass ähnliche Tunnelsysteme in anderen Bereichen Europas - vielleicht auch Deutschlands - zu finden sein können, da die Entdeckungen in Österreich auf Zufälle zurückgehen und viele Monolithe, die es auch außerhalb Österreichs gibt und gab, als Wegweiser für Eingänge in unterirdische Tunnelsysteme fungieren.

Hoch anzurechnen ist dem Wissenschaftsduo (Dr. Heinrich Kusch ist Prähistoriker und Lehrbeauftragter an der Karl-Franzens-Universität in Graz, Ingrid Kusch studierte Geologie und Paläontologie und begleitete ihren Mann bei vielen Forschungsreisen und über 30 Expeditionen), dass ihr Buch von der ersten bis zur letzten Seite auch oder gerade von Lesern ohne wissenschaftlichem Hintergrund vollständig verstanden werden kann. Es gibt keine den Lesefluss störenden verwirrenden Fachbegriffe.

Zudem gibt es meist im Bereich der sogenannten „Wissenschaft“ tabuisierte Themen, die nicht – zumindest nicht offiziell - in die Forschung mit einfließen dürfen. Deshalb werden oft unmögliche Erklärmodelle für nach heutiger wissenschaftlicher Meinung eigentlich unerklärbare Zusammenhänge präsentiert, einfach nur um nicht sagen zu müssen, dass man keine Erklärungen hat. Kuschs machen dies nicht. Sie lassen offen, wer, wann, wie und warum die bereits entdeckten Bauwerke errichtet hat, da sie zugeben, dass es hierfür noch keine passenden Antworten gibt.

Auch durchforsten die beiden Autoren bei ihrer Recherche alle möglichen mündlichen und schriftlichen Überlieferungen und Sagen aus der Region und verwerfen diese nicht sofort, wenn sie sich im ersten Augenblick zu sonderbar oder abstrus anhören, um dem echten Wahrheitsgehalt auf den Grund gehen zu können. Dieses Vorgehen hat sich bereits mehrfach ausgezahlt, wie man im Buch lesen kann und spricht dafür, dass die Wissenschaft vermehrt ihr Gedankengefängnis verlassen sollte. Denn anfangs hat niemand ein so großes und langes Tunnelsystem in der Oststeiermark trotz vieler mündlicher Berichte über kilometerlange Gänge für möglich gehalten und nun sind durch die neuen Forschungen bereits über 280 Erdställe (Forschungsstand April 2009) gefunden worden, deren Großteil mit großer Wahrscheinlichkeit noch wesentlich weiter als das Neolithikum in die Vergangenheit reichen soll. Daher sollte das Buch Pflichtlektüre für jeden akribischen Geschichtsforscher sein, denn die darin präsentierten Forschungsergebnisse wirken definitiv horizonterweiternd.
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51 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Fragwürdige Methodik und falsche Datierungen, 21. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Tore zur Unterwelt: Das Geheimnis der unterirdischen Gänge aus uralter Zeit ... (Gebundene Ausgabe)
Selbst mit leichter Skepsis gegenüber der vollmundigen Verlagsankündigung ist das Buch maßlos enttäuschend. Nach fehlender Grundlagendokumentation, unwissenschaftlicher Methodik und groben Fehldatierungen verirren sich die Autoren in Spekulationen und Esoterik. Da werden kilometerlange Gangsysteme und eine neolithische Tunnelbauerkultur entworfen und bisherige fundierte Erkenntnisse zum Phänomen der Erdställe (alten unterirdischen Gängen bislang unbekannter Funktion) verworfen oder gleich ganz ignoriert - zugunsten von wilden Theorien auf Basis falsch datierter Funde. Am Ende bleibt ein mystisch wabernder Nebel, der weit hinter das zurückfällt, was man tatsächlich über diese Gänge weiß. Das ist dann nicht nur enttäuschend, sondern ärgerlich und für die weitere Erforschung der Erdstallrätsel kontraproduktiv.

Dabei verspricht ein Buch, das sich solchen unterirdischen Anlagen widmet, schon vom Thema her spannend zu sein. Der angekündigte Plan eines Ganglabyrinths, der "in einer jahrhundertealten Kanonenkugel" gefunden wurde, klingt geradezu nach einem Geschichtskrimi. Und schließlich deutete der Verlag sogar an, dass nach diesem Buch die europäische Vorgeschichte neu geschrieben werden müsse! Kein Wunder also, dass ich es mit Spannung und ein wenig Skepsis erwartet habe.

Die Hauptquelle der Autoren sind örtliche Sagen über unterirdische Gänge. Nun kennt jeder, der sich etwas eingehender mit Sagen beschäftigt hat, die unzähligen Erzählungen von kilometerlangen Gängen zwischen Burgen und Klöstern, die auch tiefe Täler und Flüsse unterqueren können, aber noch nie jemals nachgewiesen wurden. Oder Sagen von riesigen unterirdischen Hallen, die sich vor Ort als kurzer Kriechgang entpuppen. Kusch und Kusch nehmen all solche Sagen völlig unhinterfragt ernst, ja sie gehen noch darüber hinaus und verbinden weit voneinander entfernte zugemauerte Türen, verstürzte Eingänge, Sagen und Erdställe ohne jeden Nachweis zu phantastischen Gangsystemen. Dabei sind bereits Hunderte von Erdställen in Bayern und Österreich bekannt, viele in Form von genauen Vermessungsplänen veröffentlicht - niemals wurden derartige Gangsysteme entdeckt.

Nachprüfbar sind die Schlussfolgerungen des Ehepaars Kusch für den Leser nicht, denn gerade die Grundlage, die Übersicht über das Vorhandene, geht völlig unter. Tatsächlich enthält das Buch keinen einzigen brauchbaren Plan von einem der behandelten Erdställe, so dass man sich trotz der hervorragenden Fotos - dem Pluspunkt des Buches - kein Bild von Umfang und Form der Ganganlagen machen kann. Der einzige Plan einer unterirdischen Anlage ist eine 3D-Computergrafik des Stifts Vorau mit einem Gewirr von Gängen und Kammern unter dem Kloster, teilweise isoliert und völlig ohne Zugang! Die Bildüberschrift "teilbelegtes Gangnetz ..." lässt den Leser aber auch hier ratlos zurück, welche Teile dieses Gangnetzes denn nun auf welche Weise überhaupt nachgewiesen sein sollen.

Weiter geht das Buch auf die Lochsteine ein, aufrecht gestellte Steine mit künstlichem Loch. Für die Autoren handelt es sich dabei nicht einfach um Grenzsteine (mhd. lâche "Grenze"), wie sie in alten Gemarkungsbeschreibungen und noch im neuzeitlichen Bergbau belegt sind, sondern um "Menhire". Sie werden damit ohne Begründung der nur in West(!)europa und dem Mittelmeerraum verbreiteten Megalithkultur der Jungsteinzeit zugewiesen, sollen sich auf die Erdställe beziehen, schließlich gar geomantische Linien markieren und nachts leuchtende "Energieformen" hervorrufen.

Dass bei verschiedenen Erdställen in Bayern und Österreich inzwischen durch Scherbenfunde und C14-Datierungen eine Entstehungszeit im Hochmittelalter nachgewiesen werden konnte, spielt bei Kusch und Kusch keine Rolle. Sie präsentieren dagegen den Fund einer "Feuersteinklinge" aus dem Erdstall "Kandelhofer" in Puchegg, durch den sie gleich das ganze Phänomen unterirdischer Gänge in die Jungsteinzeit datieren. Abgesehen davon, dass bei einer Anlage mit 900 Keramikscherben ab dem 12./13. Jahrhundert eine Datierung ins Neolithikum anhand eines einzelnen Feuersteingeräts schon methodisch fragwürdig ist, hätten die Autoren für ihren Kronzeugen besser noch eine fachkundige Bestimmung eingeholt: Das Stück ist offensichtlich ein Flintenstein, also der Feuerstein eines neuzeitlichen Steinschlossgewehrs!

Besonders spannend ist natürlich die Geschichte mit der Kanonenkugel. Der Plan aus der "jahrhundertealten" Kugel zeigt Orte, die mit Linien verbunden sind. Natürlich können auch diese Linien nur unterirdische Gänge darstellen. Der Plan wird von den Kuschs auf das 16./17. Jahrhundert datiert, soll aber (warum?) eine Kopie einer mittelalterlichen Vorlage sein. Die offensichtlich moderne Beschriftung wird von den Autoren als späterer Zusatz gedeutet. Nach einer Rezension des Archäologen Th. Kühtreiber lässt sich aber die "Kanonenkugel" von Experten als Geschossteil aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts bestimmen, und diese Datierung dürfte ebenfalls auf den "mittelalterlichen" Plan zutreffen, der wohl auch keine unterirdischen Gänge darstellt.

Zusammenfassend muss man sagen, dass das Buch "Tore zur Unterwelt" das "Geheimnis der unterirdischen Gänge aus alter Zeit" nach Kräften versucht zu vergrößern. Vielleicht sollte damit (völlig unnötigerweise) die geheimnisvolle Spannung des Themas künstlich erhöht werden. Eine dermaßen unkritische Herangehensweise an ein historisch-archäologisches Thema ist jedenfalls völlig ungeeignet, der Aufklärung der tatsächlich noch ungelösten Rätsel näherzukommen. In etlichen Rezensionen hier bei Amazon wurde ja auch angemerkt, dass das Buch wenig Antworten liefert. Noch schlimmer ist jedoch, dass selbst Fragen, auf die es schon fundierte Antworten gibt, so verunklart werden, dass der mit dem Thema nicht schon gut vertraute Leser nach dem Zuklappen des Buches ratlos zurückbleibt.

Rezensionen:
Thomas Rathgeber, in: Beiträge zur Höhlen- und Karstkunde in Südwestdeutschland 47, 2010, S. 2. ([...])
Thomas Kühtreiber, in: Die Höhle. Zeitschr. für Karst- und Höhlenkunde 61, 2010, S. 137-140.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tore zur Unterwelt - Tore zu einem neuen Bild der Prähistorik!, 31. Januar 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Tore zur Unterwelt: Das Geheimnis der unterirdischen Gänge aus uralter Zeit ... (Gebundene Ausgabe)
Wer hätte gedacht, dass unter dem Boden in der Steiermark eine Welt existiert, die alles andere als in unser klassisches Geschichtsbild passt! Das Autorenpaar, ausgewiesene, international tätige Wissenschaftler, öffnen ihrer Lesergemeinde die Tore zur Existenz von rätselhaften "Erdställen" und vergessenen Gangsystemen unter dem Boden der Steiermark. Weder über ihre Bauherren noch über den Zweck dieser Bauten und Anlagen besteht Kenntnis! Die Bautechnik wie die Abmessungen der Gänge wecken weit mehr als kritische Fragen, sie wecken gar Erinnerungen an eine "mythische Zeit", die von "Zwergvölkern" belebt sein musste. Die in jeder Hinsicht gelungene Bilddokumentation unterstreicht die Note "rätselhaft" und lädt zu einer spannenden Lektüre ein, so über den Untergrund des rätselhaften Stifts Vorau, die Entdeckung eines österreichischen Stonehenge oder den prähistorischen Steinbruch in der Lurgrotte Semirach.
Von Übertreibung kann nicht die Rede sein, wenn die Leser bzw. die Leserinnen auf den letzten Seiten dieses Buches zur Feststellung verlockt werden, dass es unter dem Boden Österreichs mehr Dinge zu entdecken gibt als zwischen Himmel und Erde.
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Tore zur Unterwelt: Das Geheimnis der unterirdischen Gänge aus uralter Zeit ...
Tore zur Unterwelt: Das Geheimnis der unterirdischen Gänge aus uralter Zeit ... von Ingrid Kusch (Gebundene Ausgabe - September 2009)
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