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Der Tote im Stall: Kriminalroman
Format: TaschenbuchÄndern
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Mai 2003
Die Wienerinnen Anna und Mona ermitteln wieder - zum zweiten Mal und auch diesmal haben mich Lisa Lerchers glaubhafte Milieuschilderungen beeindruckt. Ihre beiden Heldinnen recherchieren in der steirischen Thermenregion, nachdem Anna gleich am ersten Morgen ihres gemeinsamen Urlaubs mit Mona eine Leiche im Stall des Biobauernhofes, wo die beiden untergebracht sind, entdeckt haben. Es ist ein deutscher Urlaubsgast, dem eine Mistgabel im Hals steckt.
Treffend und mit einem Schuss Ironie beschreibt Lercher das Leben im ländlichen Raum - den wortkargen, auf Druck aber cholerischen Bauern, dessen zwar profitversprechende, aber wenig artgerechte Tierhaltung im Schweinemastbetrieb ein Mordmotiv sein könnte. Dann gibt es da noch die ehemalige Schönheitskönigin des Dorfes, mit der das Mordopfer möglicherweise ein Verhältnis gehabt hat und den dazugehörigen eifersüchtigen Ehemann, der wegen seiner Gewalttätigkeit schon vorbestraft ist. Nicht zu kurz kommt die Beschreibung des sozialen Umfeldes der Thermenregion als Fremdenverkehrsgebiet, in dem Frau Marianne im Trachtenlook und mit Kürbiskernölaufstrich ihre Gäste verwöhnt.
Neben den Recherchen nach dem Mörder gibt es auch in diesem Krimi zwischendurch immer wieder einen Schuß Romantik. Anna trifft Heinz, einen ehemaligen Studienkollegen, in den sie sich prompt und heftig verknallt. Eine vielversprechende Romanze entspinnt sich, aber wer Lercher kennt, weiß, dass sie es ihrer Heldin nicht so leicht macht - so wie es eben auch im richtigen Leben ist. Die Auseinandersetzung der beiden Frauen (Anna und Mona) über Sinn- und Unsinn von Beziehungen mit Männern, den Stress, weil die „biologische Uhr" immer lauter tickt, die Ambivalenz zwischen der Sehnsucht nach Nähe und Geborgenheit und dem Drang nach Freiheit und Unabhängigkeit, trifft den Kern - zumindest so, wie ich's in meinem Freundes- und Bekanntenkreis häufig beobachte.
Lisa Lerchers Krimi ist keiner im herkömmlichen Sinn. Nicht der Mord und die Suche nach dem Mörder stehen im Vordergrund, sondern das „Drumherum". Lercher scheint es um die Beschreibung einer Atmosphäre zu gehen, in dem neben dem ganz normalen Alltag unter bestimmten Umständen auch ein Mord „passieren" kann. Sie schreibt ihre genauen Beobachtungen in Bildern, sodass die Handlung gewissermaßen wie ein Film vor dem inneren Auge ablaufen kann. Die Charaktere sind stimmig und mitunter überlegt man, ob man nicht den einen oder die andere der beschriebenen Akteure selber kennt.
Erfrischend fand ich ihre Lakonie - selbst im Augenblick höchster Spannung irritiert sie ihre Leser mit einem kleinen Nebensatz, der zum Lachen anregt. Das gilt auch für ihre Selbstironie, die mir persönlich ihre Protagonistinnen besonders sympathisch macht.
Zu hoffen bleibt, dass Anna und Mona in Serie gehen und gemeinsam noch vieles aus ihrem Leben und ihren gemeinsamen Unternehmungen preisgeben - es müssen ja nicht immer Mordfälle sein.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Juli 2015
Nichts wird's aus der Erholung von Anna und Mona!
Mordermittlung statt Wellness!
Auch Tierschutz und eine alte Liebe können den Urlaub nicht retten.

Ein humorvoller Krimi mit spritzigen Dialogen und guten Charakterstudien im ländlichen Milieu.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Juli 2015
und in einem Rutsch durchgelesen.

Der Autorin ist bei mir gelungen, was nur wenigen Krimi-Autoren bisher gelang: Mir überraschend und glaubhaft einen Täter zu präsentierten, mit dem ich nie gerechnet hätte. Meisten weiß ich bereits spätestens ab der Mitte, wer der Täter ist *Daumenhoch*.
Die Charaktere sind für mich gut getroffen und die Handlung logisch.

Absolute Kaufempfehlung.
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