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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Stück Frauengeschichte
Rezension:

'Das Leben adeliger Frauen' ist ein sehr umfassendes Werk über den Alltag der adeligen Frau in der königlichen und kaiserlichen Monarchie.

Martina Winkelhofers Schreibstil ist zwar sachlich aber trotzdem angenehm zu lesen und so vermittelt sie dem Leser interessant einen Teil der Geschichte der Donaumonarchie. Aufgeteilt ist das...
Veröffentlicht am 24. November 2011 von Tialda

versus
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen all zu unkritisch
Das Buch erhebt den Anspruch, das Leben der adeligen Damen (derer des allerhöchsten Adels wohlgemerkt) in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende der k.u.k. Monarchie 1018 zu beschreiben. Das geschieht nicht anhand von Einzelschicksalen, sondern (und dafür immerhin gebührt der Autorin großes Lob) im Wege des Querschnitts: Geburt,...
Veröffentlicht am 18. November 2012 von Beatrice Berger


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Stück Frauengeschichte, 24. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Leben adeliger Frauen. Alltag in der k.u.k. Monarchie (Taschenbuch)
Rezension:

'Das Leben adeliger Frauen' ist ein sehr umfassendes Werk über den Alltag der adeligen Frau in der königlichen und kaiserlichen Monarchie.

Martina Winkelhofers Schreibstil ist zwar sachlich aber trotzdem angenehm zu lesen und so vermittelt sie dem Leser interessant einen Teil der Geschichte der Donaumonarchie. Aufgeteilt ist das Buch in 12 grobe Kapitel und am Anfang jeden Kapitels stehen in Stichpunkten welche Themen das Kapitel genau behandelt.

Es wird nicht unnötig kompliziert herumformuliert ' die Autorin erzählt frei heraus, als würde sie einem gegenübersitzen und deckt dabei eigentlich jedes interessante Thema ab. So geht es um die Kindheit und die Jugend, Verlobung und Heirat, Ehe und Familienleben, wie es unverheirateten Frauen erging und welche Traditionen und Werte allgemein galten. Auch wird ein genaueres Augenmerk auf die Charity-Events der Kaiserzeit, das Vermögen der Aristokratie, Krankheiten und vor allem Depressionen und das Alter bis hin zum Tod gelegt. Abgeschlossen wird das Buch mit einem Kapitel, das sich mit dem Ende des Adels in Österreich beschäftigt.

Am interessantesten fand ich vor allem die Kapitel der Aristokratischen Salonkultur und dem Jahresablauf der Aristokratie. So steckte hinter der Salonkultur ein richtiges System, wann man wen zu besuchen hatte und was dies für Konsequenzen hatte, wenn man dabei etwas wichtiges vergaß. Beim Jahresablauf wird auf die verschiedenen Wohnsitze zu den verschiedenen Jahreszeiten und auf die unterschiedlichen 'großen' Feste des Adels eingegangen.

Abgerundet wird das Werk mit Zitaten aus Briefen und Tagebucheinträgen (sowohl von Männern als auch von Frauen) und vielen schwarz/weiß Fotos um noch tiefer in die Welt der Aristokratie im späten 19. Jahrhundert eintauchen zu können. Zudem findet man am Ende des Buches ein Glossar, in dem die wichtigsten Worte erklärt werden, ein Quellen- und Literaturverzeichnis, was die verschiedenen Fußnoten bedeuten und ein Register mit allen Namen der Aristokraten, die im Buch Erwähnung finden.

Fazit:

Ausgezeichnet recherchiert wird einem ein Stück Frauengeschichte näher gebracht.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen all zu unkritisch, 18. November 2012
Von 
Beatrice Berger (Oberfranken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Leben adeliger Frauen. Alltag in der k.u.k. Monarchie (Taschenbuch)
Das Buch erhebt den Anspruch, das Leben der adeligen Damen (derer des allerhöchsten Adels wohlgemerkt) in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende der k.u.k. Monarchie 1018 zu beschreiben. Das geschieht nicht anhand von Einzelschicksalen, sondern (und dafür immerhin gebührt der Autorin großes Lob) im Wege des Querschnitts: Geburt, Jugend, Verheiratung oder deren Fehlen, Kinder, Witwentum, Vermögen, Jahreslauf, Alter, Krankheit und Tod sind die Themen, zu denen die Autorin aus verschiedenen Quellen Details zusammenträgt, um sie dann zu einem stimmigen Gesamtmosaik zusammenzustellen.

Nur – leider – hat dieses Mosaik Lücken, und davon nicht wenige:

1. Nach den ersten paar Seiten habe ich befürchtet, ein zur Gänze oberflächliches Produkt in den Händen zu halten, nach der Hälfte stellte ich fest, daß der Eindruck sich nicht ganz bestätigte, am Ende bin ich mir sicher, daß die Schilderung des Buches auf jeden Fall zu oberflächlich ist. Denn die Autorin geht schon im Grundsatz nicht allzusehr in die Tiefe, die – immer lesbare und an keiner Stelle langweilige – Darstellung bleibt an der Oberfläche.

- Wenn es zum Beispiel recht lapidar heißt, eine adelige Ehefrau fand sich mit den sonstigen Aktivitäten ihres Ehemannes notgedrungen ab, dann ist mir das einfach zu wenig. Ich kann mir nicht vorstellen, daß sich eine Ehefrau damit "abfand“, wenn ihr Ehemann ihre Mitgift verspielt oder sie (siehe Kronprinz Rudolfs Gemahlin Stephanie) mit irgend etwas Widerlichem ansteckt, von dem sie unfruchtbar wurde. Aber: sich anschließende Fragen: was geschah denn dann, wenn eine Frau sich nicht abfinden wollte, bleiben komplett unbeantwortet.

- Wenn die Autorin ebenso lapidar schilderte, natürlich sei der Bankrott Familienoberhaupts eine Katastrophe gewesen (das ist eine Binsenweisheit, für die man kein Buch schreiben braucht), dann würde ich doch gerne wissen: und wie sah diese Katastrophe aus für: die Haftung der Ehefrau, die Heiratsaussichten der Töchter und die Versorgung der Mutter/Witwe des früheren Familienoberhaupts. Stattdessen: nichts. Themawechsel.

2. Einen kritischen Standpunkt gegenüber ihrem Thema nimmt die Autorin an keiner Stelle ein. Fast möchte ich sagen, sie neigt zur Glorifizierung der franzisko-josephinischen Zeit. Wenigstens die Erwähnung denkbarer kritischer Ansätze (und meinetwegen die Diskussion, warum die Kritik nicht berechtigt ist) hätte ich nicht nur für wünschenswert, sondern für unverzichtbar. Nur ein Beispiel unter vielen:

Die all zu häufige Betonung, der Adel habe im großen und ganzen – vereinzelte Ausnahmen mal abgesehen, aber die gibt es ja immer – brav, treu und streng katholisch seine Pflicht erfüllt (weswegen man die Ausrufung der Republik im Jahre 1918 wirklich nicht verstehen kann…), passt nicht wirklich zu dem Ergebnis, das sich 1918 als Bilanz des k.u.k. Reiches präsentierte. Der Aussage, auf den Adelsgütern sei für die Bewohner aufgrund der großen sozialen Verantwortung der Eigentümer immer gesorgt gewesen, und was sich unter den Fabrikarbeitern abspielte, sei über die Vorstellung des Adels hinausgegangen (da sie ja für ihre Leute so gut sorgten), wirft doch die Frage auf, was denn dann die Menschen dazu veranlasste, die Adelsgüter zu verlassen und als Fabrikarbeiter in die Städte zu gehen, wenn es ihnen doch auf dem Land so gut ging?

Ich bitte, mich nicht mißverstehen zu wollen: es geht mir nicht darum, auf diese Fragen die Antwort zu erhalten, die in mein Weltbild passt. Es geht mir darum, daß diese Fragen gestellt werden, statt unter einer dicken Schicht Fassadentünche und Mitleid für die bedauernswerten Protagonisten versteckt zu werden, denen die erste österreichische Republik ihre so mühevoll erworbenen Titel und Privilegien einfach wegnahm. Ich meine, auch und gerade ein populärwissenschaftliches Buch sollte den Mut zur kritischen Distanz in etwas größerem Maße aufbringen als die Zeitschriften, die üblicherweise in Arztpraxen aufliegen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Sachbuch im herkömlichen Sinn, 15. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Leben adeliger Frauen. Alltag in der k.u.k. Monarchie (Taschenbuch)
Das Leben adeliger Frauen unter Kaiser Franz Joseph wird hier beleuchtet. Stellt man sich ein reines Sachbuch vor, wird man während des Lesens eines besseren belehrt. Das Buch liest sich fast wie ein Roman, der fesselt, und Einblick in das Leben der Aristokratinnen gewährt.

Wir kennen die Aristokratie aus Filmen, die diesen Stand als prunkvoll und pompös darstellen. In diesem Buch erfährt man, wie selbstverständlich die Aristokratinnen mit Moralvorstellungen und Verhaltensregeln, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden, umgingen. Die einzelnen Kapitel befassen sich mit der Kindheit, Jugend, Verlobung, Heirat, Ehe und dem Familienleben.
Welche Rolle spielte die Aristokratin in der Gesellschaft? Was hatte sie zu erwarten, wenn sie unverheiratet war? Wie erging es ihr nach dem Tod des Ehepartners? Diese und noch viele andere Fragen werden in diesem Buch ausführlich behandelt.

Ein äußerst aufschlussreiches Buch, das nicht nur informiert, sondern anhand der zahlreichen Bilder auch visuellen Einblick bietet.
Martina Winkelhofer hat hier ein tolles Werk geschrieben, das wirklich keinen Bereich der adeligen Frauen in der k. und k. Monarchie auslässt.

Für mich war es eine reine Freude dieses Buch zu lesen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnd und Faszinierend, 30. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Leben adeliger Frauen. Alltag in der k.u.k. Monarchie (Taschenbuch)
Man kennt das Leben der Aristokratinnen nur aus Filmen und denkt bei der Donaumonarchie in erster Linie an Kaiserin "Sissi". Doch inwieweit stimmt das Bild, das wir von den Damen in der k. u. k. (kaiserlich und königlich) -Zeit haben, mit den realen Verhältnissen überein? Wozu Adel wirklich verpflichtete, das erfährt man in diesem Buch.

Martina Winkelhofer entführt einen in eine längst vergangene Zeit. Man erfährt viel über die Erwartungen, die an die Aristokratinnen gestellt wurden und über ihre beengten Lebensverhältnisse. In ganz eigenen Kapiteln erfährt man mehr über die Kindheit, Jugend, Verlobung, Heirat, Ehe, Familienleben, welches Schicksal unverheiratete Frauen hatten, Standesbewusstsein, Traditionen, Werte, Wohltätigkeiten, die aristokratische Salonkultur, den Jahresablauf und das Vermögen der Aristokratie, Krankheiten, Schicksalsschläge, Depressionen, Witwenschaft, Alter und Tod bis hin zum Ende des Adels in Österreich, nach dem großen Krieg.

Die Autorin lässt die glanzvolle Zeit der Monarchie, in ihrem schon fast belletristisch anmutenden Werk wieder auferstehen. Sie hat eine wunderbare Art die Dinge zu beschreiben und hat mich mit jedem einzelnem Kapitel in ihren Bann gezogen. Großartig, wie Frau Winkelhofer einem zum Beispiel näher bringt, wie die Aristokratinnen bei aller Weitläufigkeit der adeligen Güter einer engen gesellschaftlichen und familiären Rolle in einer Männerwelt gegenüber standen. Voller Pflichtbewusstsein lebten diese Damen in einer streng geregelten Welt, mit vordiktierten Verhaltensregeln und Moralvorstellungen. Einfach faszinierend zu lesen, wie selbstverständlich sie damit umgegangen sind!

Während des Lesens sieht man die damalige Gesellschaft aber nicht nur vor dem inneren Auge entstehen, nein, sie zerfällt auch wieder. Nämlich dann, wenn man von den Veränderungen der Gesellschaft liest und dem Untergang der Aristokratie. Denn bei all ihrer Treue zur Dienerschaft war auch der Adel, nach dem großen Krieg, nicht vor einem Untergang gefeit.

Die vielen Abbildungen der Originalfotos adeliger Frauen lockern das Buch auf und geben einen schönen visuellen Einblick auf die damaligen Schönheitsideale und Kleiderordnungen. Für Wissensdurstige gibt es im Anhang dann auch noch ein Glossar, Fußnoten und ein Adelsregister.

Das gezeichnete Cover zeigt, im unteren Drittel, ein Zusammentreffen der adeligen Gesellschaft.
Auf dem gesamten Oberteil prangt, in goldener Schrift mit Spotlack, der Titel. Obwohl "nur" ein Taschenbuch, sieht die Aufmachung dadurch standesgemäß aus!

"Das Leben adeliger Frauen" kann man problemlos auch ohne großes Vorwissen lesen. Zudem hat mich das Buch sprachlich und inhaltlich auf jeden Fall überzeugt. Ich bin regelrecht überrascht, wie fesselnd die Zeilen waren. Von mir gibt es daher die volle Punktzahl und eine unbedingte Leseempfehlung!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut fesselnd, 6. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Leben adeliger Frauen. Alltag in der k.u.k. Monarchie (Taschenbuch)
In 'Das Leben adeliger Frauen' beschreibt Martina Winkelhofer den Alltag der Aristokratinnen in der k. u. k. Monarchie. Unter anderem gewährt sie dabei Einblicke in die Kindheit und Jugend, die Verlobung und Heirat und die Ehe bzw. das Familienleben junger adeliger Frauen. Doch auch das Schicksal unverheirateter Frauen, die Wohltätigkeitsarbeit der Aristokratie, Krankheiten, Schicksalsschläge und Depressionen sowie Witwenschaft und Tod kommen nicht zu kurz.

Zu guter Letzt schildert Martina Winkelhofer außerdem noch den langsamen Untergang des Adels nach dem 1. Weltkrieg.

Zwar hat es einige Zeit in Anspruch genommen dieses Sachbuch über das Leben der Aristokratinnen unter Kaiser Franz Joseph zu lesen, aber nach Beendigung der Lektüre war ich einfach hellauf begeistert.

Von Beginn an war ich einfach absolut gefesselt' dies liegt sicherlich einerseits daran, dass mich das Leben der Menschen Ende des 19.Jh./Anfang des 20. Jh. schon immer irgendwie faszinierte. Andererseits hat es Martina Winkelhofer aber auch geschafft ein Buch über das Leben adeliger Frauen in der damaligen Zeit zu schreiben, das von der ersten bis zur letzten Seite einfach wahnsinnig spannend und interessant ist.

Normalerweise kommt bei mir während des Lesens eines Sachbuches früher oder später immer irgendwann Langeweile auf, dieses Mal war das jedoch nicht ein Mal der Fall. Ich stand einfach im Bann dieser absolut einzigartigen Zeit am Ende der Monarchie und es war wirklich ein Vergnügen mehr über den Alltag damals zu erfahren' vor allem weil sich dieses Buch vorrangig mit den adeligen Frauen beschäftigt, über die zumindest ich bisher noch nicht so wahnsinnig viel wusste. Während des Lesens erhält man dabei einen wunderbaren Einblick in das damalige Leben der Aristokratinnen' und man lernt dabei auch beide Seiten der Medaille kennen.

Denn nach außen hin lebten diese Damen in der Monarchie augenscheinlich ein Leben, das keine Wünsche offen ließ, doch andererseits mussten sie den strengen gesellschaftlichen Konventionen zu 100 Prozent entsprechen' ein Ausbruch aus den rigiden Traditionen war praktisch unmöglich.

Alles in allem hat mich 'Das Leben adeliger Frauen' absolut überzeugt und da mich niemals zuvor ein Sachbuch so unglaublich gefesselt hat, erhält Martina Winkelhofers Werk von mir die volle Sternenanzahl.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Informativ und kurzweilig zugleich, 3. November 2011
Von 
Susanne L. "Klusi" (Oberfranken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Leben adeliger Frauen. Alltag in der k.u.k. Monarchie (Taschenbuch)
In ihrem neuen Buch lässt die Historikerin Martina Winkelhofer ihre Leser hinter die Kulissen der k.u.k Monarchie schauen. Sie zeichnet ein klares Bild, wie wir uns das reale Leben des Adels, Ende des 19. Jahrhunderts in Österreich, vorstellen können.
Gerade dieser Zeitabschnitt, mit all seiner Pracht, wie man sie aus Filmen und Romanen kennt, wird häufig verklärt betrachtet und ist für viele mit besonders romantischen Vorstellungen verbunden.
Hier gewährt uns die Autorin Einblicke in die verschiedenen Lebensbereiche aristokratischer Familien und beleuchtet dabei ganz besonders die Rolle der Frauen. Aus alten Archiven, aus Tagebüchern und Korrespondenzen hat sie ihre Informationen gezogen und für ihre Leser schön übersichtlich aufbereitet.

Von der Kindheit und Jugend bis zum Alter beschreibt sie die Gepflogenheiten, die bestehenden Rangordnungen und Traditionen. Sie berichtet über Standesbewusstsein, die Bräuche und Vergnügungen im Jahreslauf. Ansichten über Kindererziehung, Umgangsformen, Salonkultur und Lebensart werden ausführlich erörtert, und auch heikle Themen, wie Vermögensverhältnisse oder der Umgang mit Krankheit und Tod, kommen zur Sprache. Der zeitliche Bogen spannt sich bis zum Niedergang der Donaumonarchie und der Aufhebung des Adels, durch die deutsch-österreichische Republik, zum Ende des 1. Weltkriegs.

Besonders interessant ist auch die Ausgestaltung des Buches mit vielen alten Fotografien. Sie runden das Bild ab und geben einen lebhaften Eindruck von den Menschen, der damaligen Mode und vom Einrichtungsstil.
Sieht man sich das umfangreichen Quellen- und Literaturverzeichnis im Anhang an, bekommt man nur eine kleine Ahnung davon, wie aufwändig sich die Recherche für dieses Buch sicher gestaltet hat. Es ist lehrreich und informativ, es rückt verklärte Vorstellungen ins rechte Licht, räumt Vorurteile aus, und es ist dabei auch noch wunderbar unterhaltsam. Ein Glossar, Register und eine vollständige, übersichtliche Aufstellung aller Fußnoten ergänzen dieses schön gestaltete Büchlein. Für ein Sachbuch liest es sich angenehm kurzweilig, und man ist im Nu gefesselt, denn letztendlich ist doch kein Roman so spannend, wie das wahre Leben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mittel, Muße, Möglichkeiten oder 'Man benimmt sich einfach ordentlich.', 8. Oktober 2011
Von 
sabatayn76 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Leben adeliger Frauen. Alltag in der k.u.k. Monarchie (Taschenbuch)
Inhalt:
Martina Winkelhofer hat Wissenswertes aus dem Alltag in der k.u.k. Monarchie zusammengetragen und geht in 'Das Leben adeliger Frauen' auf Kindheit und Jugend, Verlobung und Heirat, Ehe und Familienleben, das Schicksal unverheirateter Frauen, Standesbewusstsein und Traditionen, Wohltätigkeit, Salonkultur, Jahresablauf, Vermögen, Krankheiten und Schicksalsschläge, Witwenschaft, Alter und Tod sowie auf das Ende des Adels in Österreich ein.

Mein Eindruck:
'Das Leben adeliger Frauen' liest sich unterhaltsam wie ein Roman und ist dennoch so lehrreich wie ein Sachbuch. Mir haben der klare Schreibstil und die verständliche Sprache der Autorin sehr gefallen, die es ermöglichen, das Buch schnell zu lesen, welches dennoch nicht ohne Anspruch ist. Die Autorin beantwortet Fragen, die ich mir schon oft gestellt habe, räumt mit Vorurteilen und Halbwissen auf und vermittelt ein detailliertes und umfassendes Bild der k.u.k. Monarchie. Die zahlreichen Abbildungen veranschaulichen das Geschriebene und sorgen dafür, dass man sich richtig in die damalige Zeit eindenken und einfühlen kann.

Mein Resümee:
Großartig! Ein Buch, das Spaß macht und bei dem ich sehr viel gelernt habe. 'Der Alltag des Kaisers' von derselben Autorin wandert direkt auf meinen Wunschzettel.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Schmankerl, 8. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Leben adeliger Frauen. Alltag in der k.u.k. Monarchie (Taschenbuch)
Ein wunderschönes Buch über das Leben adliger Frauen, dass sich von deren Kindheit, über die Heirat, das Kinderkriegen, Schicksalsschläge, bis hin zum Alter und Tod erstreckt. Ich bin ein großer Fan von Biographien, die um die Wende 20. Jhrd. spielen. Dennoch gab es für mich in diesem Buch viel Neues, Wissenwertes, Hintergründiges zu erfahren, Sitten und Gebräuche, die ich nicht kannte wurden erklärt und hinter die Fassade der "hohen Gesellschaft" geblickt. Unterhaltsam und gut recherchiertŽ, mit abwechslungsreiche Einblicke in Zeitdokumente wie Tagebücher und durchweg angenehm zu lesen, ist es wahres Schmankerl für Interessierte der K.u.K. Monarchie.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr interesant, leider schlecht redigiert, 24. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Leben adeliger Frauen. Alltag in der k.u.k. Monarchie (Taschenbuch)
Das Buch ist eine absolute Empfehlung, da das Thema sehr spannend ist. Ich habe es in kürzester Zeit, quasi in einem Zug gelsesn. Leider wurde der Text aber sehr schluddrig redigiert, deshalb wimmelt es nur so von unnötigen Wiederholungen - teilweise bereits 2-3 Absätze weiter dasselbe. Sehr gut sind auch die vielen Fotos, auch wenn die im Taschenbuchformat nicht ganz so gut zur Geltung kommen und man schon etwas genauer hinschauen muss.
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Das Leben adeliger Frauen. Alltag in der k.u.k. Monarchie
Das Leben adeliger Frauen. Alltag in der k.u.k. Monarchie von Martina Winkelhofer (Taschenbuch - 25. August 2011)
EUR 12,95
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