Fashion Sale Hier klicken Strandspielzeug 30 Tage lang gratis testen Cloud Drive Photos Learn More MEX Shower HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen9
4,8 von 5 Sternen
5 Sterne
7
4 Sterne
2
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:12,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 28. Mai 2011
"Bam Oida!" Warum sollte man mit der Verwendung des Wortes "pudern" in Österreich lieber vorsichtig sein, wenn man nicht lüstern angelächelt werden will? Was bekommt man im Restaurant, wenn man einen "Bröselfetzen" bestellt? Und wie sollte man am besten reagieren, wenn man als "Alleebrunzer" bezeichnet wird?

Dieses Wörterbuch soll Sprachinteressierte nicht nur zum Nachschlagen, sondern auch zum Schmökern einladen und liefert Begriffe aus der österreichischen Standardsprache, Umgangssprache und Mundart. Wird ein Wort dagegen gesamtdeutsch verwendet, hat es hier drin nichts zu suchen. Diese klare Trennung fällt natürlich nicht immer leicht, aber ich als Deutsche konnte nur sehr wenige Worte entdecken, die auch ich benutze. Die Wortauswahl ist dabei subjektiv vom Autorenteam gefällt worden und liefert daher keine vollständige Erfassung des österreichischen Wortschatzes.
Auch vor der Aufnahme von anstößigen, unanständigen Wörtern wurde kein Halt gemacht, denn wie der Autor, Journalist und Publizist mit eigener Sprachkolumne, selbst begründet, waren auch diese Begriffe früher einmal ganz normale unbelastete Ausdrücke. Sedlaczek zeigt für jedes Wort die ursprüngliche Bedeutung auf und verwendet auch Zitate aus Film, Literatur und Musik, um die Wortverwendung zu verdeutlichen.

Das Buch ist nicht wie ein normales Wörterbuch streng nach dem Anfangsbuchstaben unterteilt, sondern orientiert sich am Wortstamm. So findet man beim "Busserl" (Kuss) nicht nur die reine Worterklärung, sondern auch Begriffe wie "Eskimobusserl" oder das "Kokosbusserl" (in Häufchen gebackene Kokosflocken). Doch während der "Bussibär" für mich eine Zeichentrickfigur aus meiner Kindheit ist, verwendet die Österreicherin das Wort umgangssprachlich als Kosewort für ihren Mann.

Ein kleiner Negativpunkt ist mir aufgefallen. Die verwendeten Abkürzungen werden zwar hinten im Buch erläutert, aber andere Zeichenverwendungen werden dort leider nicht aufgeführt. Wird eine Silbe beispielsweise langgezogen ausgesprochen, ist sie unterstrichen, wird sie kurz ausgesprochen, ist sie mit einem Punkt unter der Silbe versehen. Eine für mich sehr nützliche Info, allerdings findet man die quasi nur beim aufmerksamen Lesen des Vorwortes, woanders ist dies nicht aufgeführt. Das Vorwort selbst liefert aber einige wirklich spannende Infos über die österreichischen Eigenheiten wie das Anhängen der Silben -li oder -erl und ist in Interviewform gehalten, so dass ich es tatsächlich interessiert gelesen habe.

Mein Fazit: Das Wörterbuch liefert einiges, was ich aus anderen so nicht kenne, wie beispielsweise die Film- und Musikzitate und hat mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht. Für Sprachinteressierte ist es sicherlich ein kleines feines Fundstück, aber auch der Normalnutzer, der nur mal schnell die Schreibweise eines Wortes nachschlagen will, wird hier finden, was er sucht.
0Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Mai 2011
Wörterbücher gibt es zuhauf. Weshalb sich also ausgerechnet dieses hier zulegen?
Nun, auf diese Frage und weitere wird gleich auf den ersten Seiten des Buches in Form eines Interviews Bezug genommen. Es handelt sich vielmehr um ein Nachschlagewerk für Wörter und Redewendungen, die nur im österreichischen Sprachgebrauch vorkommen sowie dafür typisch sind. Der Autor hat sich explizit für die ausgefallenen Wörter entschieden und auch versucht, auf die Herkunft der Wörter einzugehen.

Das Buch lädt zum Schmökern ein - nicht nur für Sprachbegeisterte oder Österreicher. Es ist sowohl sachlich wie auch unterhaltsam. Der Leser wird das eine oder andere Wort bald mit anderen Augen betrachten und so einiges dazu lernen.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Juni 2011
Woher kommen die Wörter, die man so landläufig aus dem österreichischen Wortschatz kennt? Keine Ahnung? Dieses Buch bildet weiter! Aber es ist kein gewöhnliches Wörterbuch, denn der Autor hat sich bewusst die Sahnestückchen herausgepickt, die besonders ausgefallenen Wörter. Von "aba" bis "Zwutschkerl", kann man unendlich schmökern und nach Herzenslust lachen. Und auch mir - als nicht-Österreicher - kommen dabei doch das eine oder andere Wort bekannt vor, schließlich liegt Deutschland in unmittelbarer Nachbarschaft. Dieses Buch ist nicht nur für Sprachbegeisterte und Einheimische interessant, sondern auch gerade für alle Österreich-Besucher und solche die es werden wollen. Ein unglaublich amüsantes Nachschlagewerk, das in keinem Regal fehlen sollte.

P.S. an alle, die noch zweifeln: Sei kein Weh und les das Buch, dann kannst wörteln ohne a Watschen zu kassiern.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Dezember 2012
Ein vermeintliches Interview als Einleitung ist eine gute Idee, wenn es auch eher ein gestelltes ist - ein konstruiertes Frage- und Antwortspiel, welches Robert Sedlaczek und seine Frau Melita gemeinsam gestalten und beantworten. Ein unkonventionelles Wörterbuch braucht einen ebensolchen Einstieg und keinesfalls ein Vorwort im klassischen Sinne. Allein dieses Interview würde eine genauere Betrachtung verdienen, doch bereits der Informationsgehalt dieser elf Seiten würde den Rahmen dieser Rezension sprengen. Als Beispiel seien die Herren Thomas Gottschalk und Günther Jauch genannt, die an einer Stelle eine besondere Breitseite einstecken müssen. Da der Autor weiß, dass die beiden eine solche locker wegstecken, macht es umsomehr Spaß. Thema ist das "Ringerl über dem a-Laut".

Ein jeder kennt ja das helle a, wie beispielsweise in Halawachel (Schludrian, oberflächlicher Mensch), Pallawatsch (Dummheit, Durcheinander), Safaladi (Zervelatwurst, Lüge, Unfug) oder bagschierlich (herzig, possierlich, streitsüchtig). Ebenso bekannt sind im Gegensatz dazu die "verdunkelten" a-Laute, die für die meisten der österreichischen Mundartgebiete so überaus typisch sind, wie zum Beispiel åbschasseln (brüsk abweisen, fortjagen), måchen (eine verbrecherische Tat verüben), Schåchtelwirt (jugendsprl., scherzh.: McDonald's-Restaurant) oder Dåmpfplauderer (Schwätzer).

Wirklich jeder kennt den Unterschied, nur die genannten Herren nicht. Man sagt nicht Schnaps, sondern Schnåps. Soweit so klar. Sobald man aber schnapselt, also Schnåps trinkt, wird aus dem verdunkelten a wieder ein helles a (es sei denn, man hat zu viel Schnåps geschnapselt). Knackpunkt und Faustregel sind die -l-Einschübe, sowie die Endungen mit -(e)l, -erl, -le, -li, die eine Verdunkelung ausschließen. Dies sollte man also bedenken, wenn man gerne den österreichischen Sprachgebrauch verballhornt.

Man lernt also nicht nur viele, vielleicht unbekannte "Wortschätze" der Alltagssprache Österreichs, sondern auch die Anwendungsgebiete bzw. den richtigen Gebrauch der Wörter sowie die richtige Aussprache und Betonung. Sehr erfreulich ist, dass auch auf die sog. unanständigen Wörter nicht verzichtet wird. So heißt zum Beispiel "brunzen" ursprünglich hervorquellen und das Verb ist mit dem Substantiv Brunnen verwandt. Es gibt sogar Wörter, die sich nur (für uns "Piefkes") unanständig anhören. "Jemanden abfotzen" bedeutet lediglich, jemanden links und rechts zu ohrfeigen, und ein "Fotzhobel" [aus Fotz(e) und Hobel, weil das Instrument am Mund hin und her geschoben wird] ist schlicht eine Mundharmonika.

Alles in allem ist das "Wörterbuch der Alltagssprache Österreichs" ein äußerst unterhaltsames Nachschlagewerk und das exakte Gegenstück zu einem ebenso trockenen wie humorlosen Wörterbuch. Es ist damit eines jener Bücher, die im Regal keineswegs verstauben werden.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Mai 2011
Der Haymon Verlag Innsbruck brachte ein ungewöhnliches Wörterbuch des Philologen Dr. Sedlaczek heraus. Ungewöhnlich deshalb, da es eine Art Mundart-Lexikon, verbunden mit einem Wörterbuch, darstellt. Diese Zusammenstellung mag dem Autor nicht leicht gefallen sein, denn sie erfordert viele Recherchen und ein gutes Ordnungssystem. Das Buch wurde nach alphabetischen Gesichtspunkten geordnet, und systematisiert bestimmte Umgangsworte nach ihrer volkstümlichen Bedeutung, sucht nach deren Herkunft und den verborgenen Wortwurzeln in der österreichischen Alltagssprache.

Diese Alltagsprache, oder Umgangssprache existiert, als zeitabhängiges Kommunikationselement in nahezu allen Ländern. Die Sprachelemente verändern sich in Laufe der Zeit zu neuen Sinngebungen, es schieben sich neue Kombinationen aus alten Begriffen und neuen Wortprägungen in unsere Sprache ein. Die technische Arbeitswelt, die militärische Entwicklung, die Kultur, die Musik und unser ethisch-moralischer Umgang, kurz unsere 'Werte' verändern die Kommunikation, als eine geistige Lautäußerung entweder zu einer kulturellen Hochsprache, oder zu einer rudimentären Gefühlsäußerung.

Dem Autor ist mit diesem Wörterbuch eine Art Konservierung des Sprachgutes der österreichischen Sprache gelungen, eine Einfrierung auf den Stand des Jahres 2011, denn die Sprachgewohnheiten werden sich weiter verändern, und zwar sehr drastisch. In dem gleichen Tempo, wie sich unsere Gesellschaften verändern werden.

Das publizierte Wörterbuch ist daher eine aufschlussreiche 'Geistesreise' in die Welt der, in Worte und Bedeutungen gefassten Begrifflichkeiten des österreichischen Denkens, Fühlens und Handelns und damit ein wichtiger historischer Bestandteil des kulturellen Erbes der Österreicher geworden. Für diejenigen, die das Land und die Menschen aus Wien, Tirol, Graz oder anderswo, in ihren Dialektäußerungen mögen, ist das Buch ein guter Reisebegleiter in Österreich.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. April 2011
Kaum durfte ich das Wörterbuch in Händen halten musste ich sofort mit dem Schmökern beginnen- im Gehen auf der Straße, zwischen den Regalen im Supermarkt, schlussendlich dann auch zu Hause.

Worin sich das Buch zu anderen Wörterbüchern unterscheidet, ist dass auch versucht wird der Herkunft der Begriffe auf die Spur zu kommen. Habe gleich 2 weitere für Freunde bestellt...

Ein Buch, das man immer wieder gern zur Hand nimmt, zum schmunzeln und laut vorlesen anregt und Lust drauf macht, wieder vermehrt "österreichisch" zu sprechen und das hochdeutsch mal ein wenig beiseite zu lassen.

Sehr empfehlenswert- für Österreicher und andere!
0Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Mai 2011
die lektüre dieses wörterbuches, denn man kann und sollte es regelrecht lesen und bei weitem nicht nur zum nachschlagen verwenden, ist ebenso erheiternd wie aufschlussreich und interessant
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Mai 2014
Ein nicht alltägliches Wörterbuch, davon sollte es mehr geben, nicht nur das österreichische. Es ist sehr gründlich gearbeitet worden, Robert Sedlaczek ist ja bekannt dafür, dass er sich mit dem Österreichischen Deutsch intensiv auseinandergesetzt hat.
Zu empfehlen!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Dezember 2013
Sehr interessant und sehr hilfreich für diejenigen, die sich für die Unterschiede zwischen diesen beiden Sprachen interessieren. Alles ist hier aufschlussreich, detailliert und wirklich in sympathischer Weise erläutert.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden