Fashion Sale Hier klicken Fußball Fan-Artikel indie-bücher Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More sommer2016 designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip NYNY

Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen367
4,3 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 500 REZENSENTam 6. Dezember 2010
Schon das Cover dieses Taschenbuches ist ein wahrer Blickfang. Düster blickt den Leser eine Figur entgegen. Ein magisches Symbol ist hervorgehoben. Dazu ein unheimlicher Titel und ein vielversprechender Klappentext. Kurz gesagt, ich freute mich riesig auf ein spannendes Buch.

Der Prolog verursachte mir ein riesiges Fragezeichen auf dem Kopf. Nicht ganz zwei Seiten, die Angst aufkommen ließen. Danach ging es mit der eigentlichen Geschichte weiter. 1703 flieht Johann schwerverletzt von einem Bauern und kommt in das unheimliche Dorf mitten in Tirol. Elisabeth und ihr Großvater pflegen ihn gesund. Als Dank und aus Zuneigung zu Elisabeth verdingt er sich als Knecht bei Jakob, dem tyrannischen Vater von Elisabeth. Schnell merkt er, dass es nicht nur der kälteste Winter seit Jahren ist, sondern das im Dorf etwas unheimliches vor sich geht. Als eine Kuh verschwindet, erfährt Johann zum ersten Mal von den Ausgestoßenen. Um die Situation gefährlich zu zuspitzen kommt noch ein Trupp bayrischer Soldaten ins Dorf.

Während des gesamten Lesen stellte ich mir die Frage, in welches Genre ich diese Lektüre einteilen sollte. Es ist kein typisch, historischer Roman, aber als Horror oder Thriller kann man das Werk definitiv auch nicht bezeichnen. Es ist aber ein gelungener Mix, der von der ersten Minute den Leser packt. Ich wurde in eine Welt entführt, die nicht nur 300 Jahre zurück liegt, sondern düster, mystisch und voller Glaube steckt. Die historischen Fakten rund um das Leben in dieser Zeit wurden mir perfekt vermittelt. Ich konnte den Glauben an Gott und die harten Lebensbedingungen für ein kleines Dorf ohne Schwierigkeiten nachvollziehen. Alleine durch den harten Winter wirkt das Buch noch realistischer und spannender.

Nicht nur die Situation, sondern auch die Charaktere wurden vom Autoren-Duo authentisch, lebendig und voller eigener Charakterzüge beschrieben, dass ich jeden direkt vor meinem inneren Auge sehen konnte. Viele wurden sympathisch gestaltet, andere wiederum sind tyrannisch und eher unsympathisch.

Die beiden Autoren verwenden in allen Bereichen einen bildhaften und detaillierten Sprachstil. Dabei achten sie darauf den Leser in keiner Weise zu langweilen. Trotz der vielen Details wirkt es nie in die Länge gezogen, sondern die Spannung baut sich immer mehr auf bis sie am Ende in einem überraschenden Schluss aufgeht. Der Schluss lässt mich auf eine Fortsetzung hoffen.

Einmal angefangen, konnte ich dieses Werk nicht mehr aus der Hand legen. Das Böse, die düstere Umgebung und der verwirrende Prolog sind auf Grund der realistischen und historischen Rahmenbedingungen fesselnd. Ich habe das Buch an zwei Tagen durchgelesen.

Wer also auf der Suche nach einem Buch voller düsterer Atmosphäre ist, das historische Genre bevorzugt und dabei noch etwas zum Nachdenken mag, sollte sich dieses Buch kaufen.

===Bewertung===
Viele Bücher sind gut, aber nur wenige Bücher sind so gut. Düster, spannend, authentisch und detailliert. Dem Autoren-Duo ist ein grandioser Genre-Mix gelungen, der jeden Leser überzeugt. Dafür gibt es fünf Sterne.
0Kommentar|45 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Oktober 2010
Tyrol, 1703: Der Deserteur Johann flieht durch die kalten Tyroler Berge. Schwerverletzt und mit letzter Kraft gelangt er zu einem verschneiten Dorf und sackt bewusstlos zusammen. Die Bauerstochter Elisabeth pflegt ihn gegen den Willen ihres herrischen Vaters gesund. Bald nach seiner Genesung muss Johann jedoch feststellen, dass ihm nicht alle Menschen des Dorfes so freundlich gesonnen sind. Sie begegnen ihm mit Misstrauen und Stillschweigen.
Die Quelle ihrer Angst scheint im Wald zu liegen, dem die Dorfbewohner fernbleiben. Doch wovor fürchten sich die Menschen so, dass sie ihre Häuser mit seltsamen Symbolen versehen haben und im Gebet Gott bitten, sie vor "ihnen" zu schützen? Welches düstere Geheimnis verbergen die Dorfbewohner? Johann versucht, gegen ihren Aberglauben anzukommen, muss aber bald feststellen, dass die Gefahr doch realer ist als gedacht, als die erste Kuh gerissen wird. Als er mit Elisabeth, in der er seine große Liebe gefunden hat, aus dem Dorf fliehen will, überschlagen sich die Ereignisse. "Sie" haben den Wald verlassen...

Schon nach den ersten Seiten war ich in der Geschichte gefangen. Anfangs erinnerte mich die Geschichte um das unheimliche Dorf, in welchem sich die Menschen vor dem Wald fürchten, etwas an den Film "The Village", doch Zach und Bauer haben mit diesem Buch etwas ganz Eigenständiges geschaffen. Beim Lesen baute sich kontinuierlich Spannung auf, die Bedrohung durch "sie" ist anfangs nicht richtig greifbar, die Szenerie wirkt düster und unheimlich. Die Charaktere waren durchweg interessant gezeichnet, jeder trägt sich mit einer gewissen Schuld, so wie Johann, der im Krieg mehr als einmal den Tod gebracht hat.

Leider verlor sich das unterschwellige Gefühl der Gefahr, als das Mysterium geklärt wird und Johann endlich erfährt, was da genau im Wald haust. Ab da wurde das Buch ziemlich brutal. Trotzdem war die Handlung durchweg spannend. Und ich finde, man merkt, dass beide Autoren bereits zusammen Filme produziert haben. Das ganze Buch besteht aus prägnanten Szenen, die man ohne zu kürzen verfilmen könnte. Die Beschreibungen von Szenerie und Personen fand ich sehr plastisch, ich konnte mir das unheimliche Dorf inmitten der Berge bildlich vorstellen.

Mein Fazit: das Buch bietet gruselig spannende Unterhaltung vom Feinsten. Ich werde Ausschau nach weiteren Werken des Autoren-Duos halten.
0Kommentar|10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. September 2010
Bastian Zach/Matthias Bauers Roman, Morbus Dei: Die Ankunft ist schwer einzuordnen. Es ist nicht historischer Roman, kein Roman aus dem Genre Horror und auch kein Thriller im herkömmlichen Sinne. Was er aber auf jeden Fall ist: er ist spannend. Aber der Reihe nach. 1703 kommt der Soldat Johann List, desertiert und schwerverletzt in ein namenloses Dorf in Tirol. Der kälteste und härteste Winter seit langem setzte den Bewohnern zu. Johann wird von barmherzigen Menschen aufgekommen und von einem alten Mann, Martin Karrer und seiner Enkeltochter Elisabeth gesund gepflegt. Beherrscht wird er Haushalt von dem despotischen Vater Elisabeths Jakob Karrer. Sie leidet unter ihm, der Mann führt ein strenges Regiment in seinem Haus. Dorthin gelangt Johann, vor der Tür zusammengebrochen in einem grausamen Winter. Der Großvater pflegt ihn und bald verdingt sich Johann als Knecht im Hause von Jakob Karrer. Doch auch schnell merkt, daß in diesem einsamen Tal etwas seltsames, unheimliches vor sich geht. Eine bedrückte Stimmung liegt über dem Tal. Tiere verschwinden und die Menschen tuscheln über die Ausgestoßenen und dem Flucht der das Dorf bedroht. Die Situation eskaliert, als ein versprengter Trupp bayerischer Soldaten in das Dorf kommt. Und bald beginnt eine verheerende Auseinandersetzung, die sich schon lange angedeutet hatte und von der der Leser schnell ahnt, daß es Gewinner nicht geben wird.
Zach/Bauers Buch ist nicht nur eine reißerische Geschichte über urmenschliche und uralte Ängste gegenüber den, so werden sie hier genannt, Ausgestoßenen. Dabei bleibt etwas im Dunkeln, was diese Ausgestoßenen denn nun sind, für die Geschichte ist dieses auch nicht so wichtig.
Zach/Bauers Buch ist auch eine Geschichte von Schuld und Sühne. Dergestalt, daß die Aktion von Menschen auch immer, irgendwo, eine Reaktion hervorruft. Eine Geschichte von Glaube und Unglaube in einer Zeit, auch das klingt an, die durch Kriege bestimmt war und durchaus auch als düster bezeichnet werden kann. Und auch eine Geschichte, die eingebettet ist in die Berglandschaft Tirols, dort führen die Menschen ein karges Leben. Ein Leben, das auch bestimmt ist durch die Natur und den Wechsel der Jahreszeiten. Der Winter als düstere Jahreszeit trägt dazu bei, daß die Geschichte auch bedrohlich und eindrucksvoll dem Leser gegenüber vorkommt. Sie erzeugt eine atemlose Spannung. Der Roman läßt den Leser nicht mehr los, er will irgendwann wissen, welches schreckliche Geheimnis dieses Tal und seine Bewohner birgt. Es gelingt dem Autorenduo diese Spannung aufzubauen und bis zum Ende durchzuhalten. Aber man täte dem Buch Unrecht, wenn es auf diese Spannung reduziert werden würde. Nein, es ist auch ein Buch über die Frage von Verantwortung für ein Handeln. Ein Buch über die Frage über Schuld und Sühne; gut eingebettet in eine historische Rahmenhandlung. Wer einen historischen Roman im klassischen Sinne sucht ist hier falsch. Der Leser, der eine rasante, mystische Geschichte lesen möchte, kommt völlig auf seine Kosten!
0Kommentar|37 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Dezember 2013
Ich falle direkt mit der Tür ins Haus:
Mich hat das Buch gelangweilt. Der Anfang beginnt ja noch recht spannend, aber dann passiert ewig lang nichts mehr.
Sage und schreibe die erste Hälfte des Buches besteht praktisch nur aus der Beschreibung des Bauernlebens zu dieser Zeit. Als "Höhepunkte" gibt es böse Blicke oder unfreundliche Worte zwischen den Anwohnern und dem Protagonisten, aber nie passiert wirklich was. Um das Geheimnis des Dorfes wird ein solcher Eiertanz veranstaltet, dass man nach der 100sten Erwähnung des Mysteriösen, die wieder nicht aufgelöst wird, am liebsten das Buch mit den Worten "Meine Güte, dann sags halt nicht" zuklappen würde.
Und als es dann schließlich aufgelöst wird... Na ja. Weder innovativ, noch wird es vernünftig erklärt (Wobei letzteres vielleicht in den Folgebänden noch stattfindet).
Irgendwann wird es (in der üblichen Gemächlichkeit) ein bisschen actionreicher, aber echte Spannung kommt nicht wirklich auf.
Für die Charaktere (teils sehr gut und tiefgründig, teils hoffnungslos eindimensional und überzogen) empfindet man nichts, außerdem geht einem die oft im Dialekt geschriebene Sprache auf die Nerven.
Eigentlich bin ich kein Spannungsjunkie und lese auch eher langweiliges gerne weiter, wenn alles gut be- und geschrieben ist (Das ist hier übrigens definitiv der Fall), aber ich hatte zu keinem Zeitpunkt wirklich Lust, dieses Buch weiterzulesen, sondern habe es eher aus Pflichtgefühl (was man anfängt, bringt man auch zu Ende)getan.
Deshalb auch an dieser Stelle nur 2 Sterne.
Der Autor schreibt gut, anderen scheint das Buch ja auch zu gefallen - mir aber nicht.
0Kommentar|14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 15. Dezember 2010
ZUM INHALT:
Tyrol vor 300 Jahren: Es ist ein strenger Winter, als sich der junge fahnenflüchtige Soldat Johann List in ein abgeschiedenes Bergdorf verirrt. Schwer verletzt wird er von der jungen Elisabeth und ihrem Großvater Martin Karrer aufgenommen und gesund gepflegt. Dafür revanchiert sich Johann, indem er bei Elisabeths tyrannischem Vater Jakob Karrer als Knecht arbeitet. Doch schon bald merkt er, dass etwas mit dem Dorf und seinen Bewohnern nicht stimmt. Wovor genau fürchten sich die abergläubischen Dörfler? Und was genau lauert in dem finsteren Wald?

MEINE MEINUNG:
Die Geschichte beginnt mitten im tiefsten Tyroler (= Tiroler) Winter, wo der verwundete Deserteur Johann List von der schönen Elisabeth Karrer aufopfernd gepflegt wird. Um seine Schuld abzuarbeiten, fängt der Soldat als Knecht bei den Karrers zu arbeiten an, wobei der Haushalt von Jakob Karrer beherrscht wird. Bald merkt Johann, dass in dieser abgelegenen Region etwas nicht zu stimmen scheint, denn Tiere verschwinden spurlos und die Bewohner haben vor etwas Angst...

Protagonist Johann List ist ein fahnenflüchtiger Soldat, der im Dorf allerdings seinen wahren Beruf verschweigt und sich als Schmied ausgibt. Als Knecht des Bauern Karrer hat er auch oft Kontakt zur hübschen Tochter Elisabeth, die sich ebenfalls zu ihm hingezogen fühlt und so beginnt eine zarte Liebesgeschichte, die im Verborgenen blüht.

Alle Charaktere, auch die Nebenpersonen, sind sehr facettenreich und lebendig gestaltet, so dass man die Figuren fast vor sich sehen kann. Das macht es einem leichter, sich mit ihnen zu identifizieren und das Geschehen mitzuleben, welches größtenteils aus der Perspektive von Johann erzählt wird.

Die gut durchdachte Handlung wird zu keiner Zeit unglaubwürdig oder gar langweilig. Im Gegenteil: Das Autoren-Zweiergespann schafft es, die Leser an das Buch zu fesseln und die Geschichte über Sühne & Schuld in sich aufzusaugen.

Der Schauplatz wird so realistisch dargestellt, dass man sich die raue Landschaft bzw. das Leben zur damaligen Zeit und die dadurch geprägte Dorfgemeinschaft bildhaft vorstellen kann. Ebenso gut fügt sich die Sprache (mit altertümlichen Wörtern und Begriffen gespickt) in das Gesamtbild ein.

Es fällt mir etwas schwer, das Genre dieses Romans festzulegen: Für mich ist es eine Mischung aus historischem Thriller sowie Mystery- und gruselig-schaurigen Elementen. Die Handlung spielt ja vor 300 Jahren und obwohl ich sonst kein Fan von historischen Romanen bin, ist es mir hier leicht gefallen, mich in die Geschichte einzufinden - wahrscheinlich liegt es an dem gekonnten und ungewöhnlichem Genre-Mix.

Der Schreibstil von Bastian Zach und Matthias Bauer lässt sich als packend, atmosphärisch dicht und düster beschreiben. Atemlos am Ende angelangt, hätte ich am liebsten gleich den nächsten Teil gelesen, der aber leider erst im Frühjahr 2012 erscheinen wird.

FAZIT:
Ein faszinierender Trilogie-Auftakt, der einem beim Lesen Gänsehaut beschert und sich rasant lesen lässt. Volle 5 STERNE!
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. November 2010
Tirol, im Winter vor 300 Jahren: Johann List hat genug vom Krieg, von Mord und sinnloser Gewalt. Auf seiner Flucht durch tief verschneites Gebirge verirrt er sich in ein abgelegenes Bergdorf. Schwer verletzt und dem Tode näher als dem Leben wird er von der schönen Elisabeth und deren Großvater aufgenommen und gesund gepflegt. Zum Dank dafür leistet er Elisabeths tyrannischem Vater Jakob Karrer Dienste als Knecht auf dessen Gehöft. Die Tatsache, dass er sich in Elisabeth verliebt hat, versüßt ihm die harte Arbeit und die Entscheidung, im Dorf zu verweilen. Denn er merkt bald, dass dieses von einem mysteriösen Geheimnis umgeben ist, welches die Dorfbewohner nicht preisgeben wollen. In den Wäldern soll "das Böse" lauern...., soviel bekommt Johann mit. Wovor fürchten sich die Menschen in diesem Dorf ? Lassen sie sich nur von ihrem Aberglauben leiten oder gibt es "die Anderen" wirklich? Johann geht der Sache auf den Grund...

Dieses Buch, geschrieben vom Autorenteam Bastian Zach und Matthias Bauer, ist einmal etwas ganz anderes....und es lohnt absolut, sich darauf einzulassen!

Bereits nach wenigen Seiten befand ich mich im frühen 18. Jahrhundert und mittendrin in der Geschichte. Dies ist sicherlich zurückzuführen auf die einfache, aber sehr bildhafte Sprache und die Verwendung spezifischer Ausdrücke(auch wenn diese mir teilweise fremd waren).
Ich lief neben Johann her, sah die Schauplätze mit seinen Augen wie auch die Charaktere, mit denen er zu tun hat. Ich fühlte das Primitive der Zeit, zum einen durch die sehr gute Beschreibung der Lebensumstände, zum anderen aber auch aufgrund der Darstellung diverser, doch äusserst brutaler Gewaltszenen.

Die Geschichte ist spannend, vom Anfang bis zum Ende. Die Bedrohung des "Bösen" schwebt über dem Leser, der unbedingt wissen möchte, was dahintersteckt!
Die Auflösung ist in meinen Augen schlüssig und hat mich durchaus zufriedengestellt.

Dennoch ist dies kein Buch, das man ausliest und gleich ins Regal stellt....
Die Autoren haben es geschafft, einen Roman mit enormer Atmosphäre zu schreiben, welche den Leser noch eine ganze Weile gefangen hält...

Herr Zach und Herr Bauer, mehr davon bitteschön!!!
0Kommentar|18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. November 2010
Selten bekommt man Romane in die Finger, die von der ersten bis zur letzten Seite wahnsinnig spannend sind. "Morbus Dei" gehört zu dieser Kategorie dazu und das beste daran war eigentlich, dass ich damit überhaupt nicht gerechnet hätte. Ein abgelegenes Bergdorf war für mich nämlich bisher nicht der für allzu spannende Handlungen prädestinierte Ort. Aber ich wurde schnell eines besseren belehrt!

Nachdem er überfallen wurde kommt der Protagonist Johann schwerverletzt in besagtes Dorf. Nur aufgrund Elisabeths Nächstenliebe und der ihres Großvaters wird er gesund gepflegt. Es dauert nicht lange bis Johann realisiert, dass dieses Dorf alles andere als ein idyllisches Bergdörfchen ist. Die Bewohner sind extrem ablehnend und misstrauisch gegenüber Fremden, es finden sich überall äußerst merkwürdige "religiöse" Zeichen und zu guter Letzt sprechen die Dorfbewohner immer von "den anderen". Es vergeht einige Zeit, bis es Johann gelingt, die Geschichte "der anderen" von den übrigen Knechten erzählt zu bekommen. So bleibt natürlich auch der Leser im Unklaren und rätselt die ganze Zeit mit, was es denn damit auf sich haben könnte...

Und selbst nachdem klar geworden ist, wer diese anderen sind, so vergeht die Spannung keineswegs. Eigentlich wird diese dadurch eher noch gesteigert, da man nun eine reale Bedrohung vor Augen hat und man sich fragt, wie diese Bedrohung abgewehrt werden kann. Der Showdown kommt dann auch erst auf den letzten Seiten des Buches, so das es während der ganzen Lektüre nicht eine einzige Seite gab, die weniger spannend oder gar langweilig gewesen wäre. Die einzelnen Kapitel sind zusätzlich in kleinere Abschnitte eingeteilt und geschickte Sprünge in der Handlung erzeugen ein unglaublich hohes Tempo. Besonders gut hat mir zusätzlich die Verwendung der lateinischen Sprache gefallen. Zwar waren dies über den gesamten Roman hinweg nur wirklich sehr wenige Wörter, aber gerade für all jene, die Latein nie gelernt haben hat die Sprache doch etwas sehr mysteriöses an sich, was einfach perfekt zu diesem Roman im Allgemeinen passt.

Auch die Liebesgeschichte zwischen Johann und Elisabeth beeinträchtigt die düstere Grundstimmung des Romans nicht. Schließlich ist diese wirklich auch gefühlt nur eine Nebenhandlung, die zu keiner Zeit kitschig daher kommt. Sie sorgt letztendlich allein dafür, dass einem der ehemalige Soldat Johann noch sympathischer erscheint und bietet einen weiteren Anreiz, das Ende der Geschichte noch schneller erfahren zu wollen. Alles in allem ein überaus gelungenes Erstlingswerk der beiden Autoren, welches man als Liebhaber von spannenden und mysteriösen Geschichten einfach gelesen haben muss!
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Mai 2011
Es fällt mir schwer, das Buch einem bestimmten Genre zuzuordnen. Historische Gruselfantasy? Ein untypischer Vampirroman? Die Geschichte spielt in Tirol Anfang des 18. Jahrhunderts. Der Deserteur Johann List gelangt schwer verletzt mit letzter Kraft in ein weitab gelegenes Bergdorf, wo er von einer Bauernfamilie aufgenommen und gepflegt wird. Johann wird gesund und arbeitet fortan als Knecht bei dem Bauern, der ihm misstraut und droht.
Schon bald hört Johann, dass eine unsichtbare Bedrohung über dem Dorf schwebt. Sobald Johann aber nachfragt, herrscht Schweigen. Eines Tages wird eine Kuh vermisst, die man zerfleischt in der Nähe des Waldes oberhalb des Dorfes auffindet. Johann schleicht dem Pfarrer nach, der offensichtlich mehr weiß, und entdeckt im Wald eine zerstörte Burg mit unheimlichen Bewohnern.
Die Autoren schaffen eine düstere, beklemmende Atmosphäre und erzeugen mit wenigen Handgriffen eine stabile Grundspannung. Das Ende ist ganz nach meinem Geschmack, da tröpfelt etwas nach, das die Geschichte unvollkommen lässt. Allerdings frage ich mich: Warum haben sich die Ausgestoßenen nicht viel früher gewehrt? Warum herrscht im Dorf namenloses Entsetzen, das das ganze Leben beherrscht, wenn doch eigentlich kaum etwas passiert? Ein weiteres kleineres Manko ist die überwiegende Schwarzweißmalerei bei den Charakteren; die düstere Vergangenheit Johanns wird auch nicht vollständig aufgeklärt. Fazit: Spannend und mal was anderes, aber nicht der Oberhammer.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. August 2010
Ein von Anfang an fesselnder Roman über einen Landsknecht / Söldner / Deserteur der so seine Probleme hat mit dem Bauernvolk. Das Ganze spielt im finsteren, winterlichen Tyrol vor ein paar Jahrhunderten. Eindrucksvoll ist die Schilderung von Winter, Schnee, Kälte und den Bedingungen unter denen damals gelebt wurde.
Gut dargestellt sind die Charaktere, entsprechend der Bandbreite der damaligen bäuerlichen Bevölkerung mit Dorfvorsteher, Pfarrer, Bauern und Gesinde. Der von draußen kommende schwer verwundete Deserteur Johann wird mit großem Argwohn aufgenommen, einzig eine Bauerntochter die ihn pflegt und ein paar der Unterprivilegierten (Gesinde) sind ihm wohl gesinnt.
Recht bald wird Johann klar, dass hier im Dorf und im angrenzenden Wald absonderliches passiert: Die Menschen sind verängstigt, ihre Gebete nicht so wie sie sein sollten, eine Bedrohung und ein dunkler Schatten (nicht Sauron, keine Bange) liegt über dem Dorf und plötzlich findet sich der erfahrene Krieger wieder da wovor er eigentlich flüchtete: in einem Kampf auf Leben und Tot

Als bekennender Vielleser bin ich ständig auf der Suche nach qualitativ höherwertigem Lesegenuss. Dieses Werk konnte ich kaum aus der Hand legen: gute Erzählkunst, glaubwürdige Charaktere und eine packende Geschichte machen so richtig Laune. Wer auf eine intelligente Mischung aus Fantasie, Historienroman und ein bisschen Gruseln steht ist hier gut bedient. Ich persönlich freue mich schon auf Teil 2.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. September 2010
Im winterlichen Tyrol vor rund dreihundert Jahren verschlägt es den Deserteur Johann List in ein kleines Bergdorf. Misstrauen und ein Mantel des Schweigens schlägt ihm entgegen und ihm wird nur allzu bald klar, dass mit dem Dorf und seinen Bewohnern etwas nicht stimmt. Es ist als würde etwas oder jemand wie ein düsterer Schatten über seinen Bewohnern hängen. Die Bedrohung ist zum Greifen nahe...

Den Autoren Bastian Zach und Matthias Bauer ist mit "Morbus Dei" ein historischer Roman gelungen, der nicht nur Lesern aus diesem Genre vorbehalten sein sollte. Denn die Geschichte lebt hauptsächlich von ihren Charakteren und deren Erlebnissen. Die Autoren haben überaus glaubwürdige und authentisch wirkende Charaktere erschaffen und geben dem Leser das Gefühl, sich mitten unter den Dorfbewohnern zu befinden. Sogar die düstere und mysteriöse Atmosphäre ist für den Leser zum Greifen nahe. Rätselt der Leser noch am Anfang mit, was es mit den ganzen Geheimnistuerei auf sich hat, so entwirrt er gemeinsam mit dem Hauptcharakter Johann List die versponnen Fäden. Dabei steigert sich die Spannung unweigerlich bis zum Höhepunkt und lässt einen nicht mehr los, bis man das Buch zu ende gelesen hat.

Ein fesselnder Roman mit leichtem Gruselfaktor und vielseitigen Charakteren, die dem Buch Leben einhauchen und dem Leser ein paar unterhaltsame Stunden bescheren.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden