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5.0 von 5 Sternen Subtiler, schwarzer Humor
Da ich ein großer Fan von Kurkows Büchern bin, war dieses Buch für mich ein Pflichtkauf. Und meine Erwartung wurde nicht enttäuscht. Das Buch hebt sich von Kurkows anderen Romanen ab, es hat einen ernsteren Hintergrund, ist kritischer angelegt. Kenntnis der sowjetischen Geschichte erhöht den Lesereiz sicherlich, ist aber keine Voraussetzung, da...
Veröffentlicht am 15. März 2012 von Eizra

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Andrej Kurkow begleitet in seinem Roman "Der wahrhaftige Volkskontrolleur" insbesondere vier Hauptfiguren für einen kurzen Teil ihres Lebens und lässt den Leser spüren, wie diese Menschen leben, denken und fühlen. Erstens Pawel Dobrynin, der nach der Ernennung zum Volkskontolleur der Sowjetunion auf Lebenszeit Heimat und Familie zurücklässt...
Veröffentlicht am 9. November 2011 von Leseprinzessin


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, 9. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Der wahrhaftige Volkskontrolleur. Roman (Gebundene Ausgabe)
Andrej Kurkow begleitet in seinem Roman "Der wahrhaftige Volkskontrolleur" insbesondere vier Hauptfiguren für einen kurzen Teil ihres Lebens und lässt den Leser spüren, wie diese Menschen leben, denken und fühlen. Erstens Pawel Dobrynin, der nach der Ernennung zum Volkskontolleur der Sowjetunion auf Lebenszeit Heimat und Familie zurücklässt und zu einer Reise ins Ungewisse aufbricht. Zweitens ein aus dem Paradies entflohener Engel, der zusammen mit weltlich Desertierten das Gelobte Land auf Erden sucht und mit dem überraschenden und ungekannten Gefühl der partnerschaftlichen Liebe dem Paradies ein kleines Stückchen näher rückt. Drittens der pflichtbewusste und vereinsamte Schuldirektor Banow, der die "Mutter" eines Schülers und sich selbst wieder zum Träumen bringt. Und schließlich der Künstler Mark, der mit seinem sprechenden Papagei Kusma die Führungselite der Sowjetunion zum Weinen bringt.

Vier Geschichten, getrennt voneinander abschnittsweise abwechselnd erzählt und doch miteinander eng verwoben. Sie erzählen dem Leser von Treue und Verrat, Kontrolle und Vertrauen, Leben und Tod, Annehmen und Hinterfragen, Vernunft und Gefühl. Doch Andrej Kurkow spricht die Problematik der einzelnen Geschichten nicht offen an, sondern überlässt das Deuten dem Leser, der zwischen den Zeilen den Hauptfiguren etwas näher kommt. Es ist ein außergewöhnliches Buch, das die ganze Aufmerksamkeit des Lesers fordert, aber dem es gelingt, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Entscheidend ist dabei nicht, was und wie der Autor erzählt, denn dies geschieht in einer fast nüchtern deskriptiven Weise, sondern was diese Geschichten im Leser auslösen und wie dies geschieht. Insgesamt ein Buch, das mich noch eine Weile beschäftigen wird und noch einige Fragen offen lässt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Stellenweise lesenswert, stellenweise unverständlich, 19. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Der wahrhaftige Volkskontrolleur. Roman (Gebundene Ausgabe)
Wir haben es in diesem Roman eigentlich mit vier Geschichten zu tun. Ein Schuldirektor verliebt sich romatisch-unbürokratisch in die Stiefmutter eines Schülers. Ein Varietee-Künstler reist mit einem Papagei, der patriotische Gedichte aufsagt, im Land umher. Ein Engel, der aus den Himmelsscharen desertiert ist, schließt sich einer Gruppe von Armeedeserteuren an. Und schließlich die Geschichte von Pawel, einem einfachen Bauern, der zum Volkskontrolleur ernannt und in den äußersten polarnächtlichen Norden des Landes geschickt wird. Hintergrund des Geschehens ist die frühe Sowjetzeit, als die Menschen noch gutgläubig und zukunftsfroh waren.

Die Geschichten sind ineinander geblendet. Das geht auch gut, da sie sich deutlich voneinander abgrenzen. Jede der Geschichten hätte auch für sich stehen. Sie alle hätten ebenso hintereinander erzählt werden können. Der Leser wartet eigentlich vergeblich darauf, dass sich die Erzählstränge irgendwann treffen. Verbindendes Element ist der Patriotismus der Menschen. Kurkow erzählt im Stile eines Volksmärchens. Seine Leser wissen in der Rückschau wesentlich mehr als die handelnden Personen, denen die herannahenden Schrecken der Zwangskollektivierung verborgen bleiben. Sie fühlen sich und benehmen sich wie in einem Märchen, dass unbedingt ein gutes Ende finden wird.

Das ist eigentlich Kurkows Trick: Er belebt ein Propagandagemälde, lässt die ideal dargestellten Menschen herabsteigen und schickt sie auf die Reise durch die sowjetische Wirklichkeit. Daraus ergibt sich Situationskomik der absurden Art. Voller Ernst und erhobenen Hauptes träumend stoßen sie wie in einem Slapstickfilm mit den allergewöhnlichsten Dingen des Lebens zusammen.

Mir persönlich hat sich das Buch nicht so recht erschlossen. Der Grundgedanke, dass sich die Realität alle Mühe gibt, die Träumenden auf die Probe zu stellen, hat sich bald erschöpft. Da der Roman aus Sicht dieser idealen Sowjetmenschen geschrieben ist, geht der Autor nie über deren Verstehen hinaus. Das erschwert dem mit der Sowjetrealität unvertrauten Leser das Verstehen, da vieles nur angedeutet bleibt. So erging es auch mir. Manches ist komisch oder grotesk, anderes aber erschloss sich mir nicht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Subtiler, schwarzer Humor, 15. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Der wahrhaftige Volkskontrolleur. Roman (Gebundene Ausgabe)
Da ich ein großer Fan von Kurkows Büchern bin, war dieses Buch für mich ein Pflichtkauf. Und meine Erwartung wurde nicht enttäuscht. Das Buch hebt sich von Kurkows anderen Romanen ab, es hat einen ernsteren Hintergrund, ist kritischer angelegt. Kenntnis der sowjetischen Geschichte erhöht den Lesereiz sicherlich, ist aber keine Voraussetzung, da die liebenswerten, etwas tollpatschigen Helden des Romans (typisch für Kurkow) Abenteuer durchleben, die auf jeden Fall spannend, skurril und mit einem Augenzwinkern zu genießen sind.

Fazit: Der wahrhaftige Volkskontrolleur ist ein sehr ansprechender, langsamer Roman mit subtilem, schwarzem Humor - genau, wie ich es mag.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sternschnuppen fallen vom Himmel, 3. Oktober 2011
Von 
Belle's Leseinsel (Mainz, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Der wahrhaftige Volkskontrolleur. Roman (Gebundene Ausgabe)
Andrej Kurkow erzählt die Geschichte des Kolchosbauern Pawel Dobrynin, der von den Bewohnern seines Dorfs zum Volkskontrolleur ernannt wird und fortan durch das riesige Land reist und hierdurch die unterschiedlichsten Menschen kennenlernt. Und man lernt einen Schuldirektor kennen, welcher der Mutter einer seiner Schüler das Träumen wieder beibringen möchte. Dann gibt es einen Engel, der auf die Erde reist und sich unter den Menschen umschaut, verwundert darüber, dass bisher kein Sowjetbürger ins Paradies gekommen ist. Und der Künstler Marc, der mit seinem Gedichte vortragenden Papagei Kusma durch das Land reist.

Diese unterschiedlichen Erzählstränge verknüpfen sich wider Erwarten nicht im Verlauf des Romans, sondern stehen für sich allein, wobei das Hauptaugenmerk jedoch beim Volkskontrolleur Pawel liegt. Sein Leben ist mit Beginn der Ernennung bestens durch den Kreml durchorganisiert, er braucht sich um nichts Gedanken zu machen und kann sich voll und ganz auf seine Arbeit konzentrieren. Hierbei reist er in den russischen Norden und lernt dort die unterschiedlichsten Menschen und deren Sitten kennen. Und er kommt sogar einem Mord auf die Spur.

Andrej Kurkow erzählt die verschiedenen Geschichten, die sehr gut das Leben der Sowjetbürger nach der Oktoberrevolution bis kurz vor den 2. Weltkrieg beschreiben, auf ruhige, unterhaltsame und stellenweise poetische Weise, denen ein feinsinniger Humor nicht fehlt und stellenweise etwas naiv wirken. Auch die für Russland so typische Melancholie darf nicht fehlen und mit seinen Figuren gibt er einem so einen guten Einblick in die russische Mentalität und zeigt so die damalige Überzeugung der Bürger auf, dass man allein nichts ist, das Volk aber alles.

Seine Charaktere beschreibt der Autor feinfühlig, detailliert, stellenweise ziemlich skurril und originell. Pawel Dobrynin ist ein gutmütiger, verantwortungsbewusster, eher zurückhaltender und bescheidener Charakter, der nichts hinterfragt. Auch nicht, als ihm in Moskau eine dienstliche Ehefrau vorgesetzt wird, obwohl er in seinem Dorf Frau und Kinder zurückgelassen hat. Schließlich sind dies die Vorschriften, diese werden nicht hinterfragt, sondern einfach akzeptiert. Und auch der Schuldirektor Banow ist eher ein zurückhaltender, leiser Mensch mit einem schlichten Gemüt, der ebenfalls alle an ihn gestellten Anforderungen von höherer Stelle ohne zu hinterfragen, augenblicklich umsetzt.

Auch wenn der Autor das Leben der einfachen Menschen der damaligen Sowjetunion beschreibt, ist das Buch nicht unbedingt leicht zu lesen, sondern erfordert schon die volle Aufmerksamkeit. Doch man wird belohnt mit schönen Geschichten, die manchmal etwas kurios sind, mal zum Träumen einladen, mal märchenhafte Züge annehmen und einem sehr gut die russische Mentalität vermitteln.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Russisches Märchen ohne Ende, 13. September 2011
Von 
Beate Senft (Ludwigshafen am Rhein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Der wahrhaftige Volkskontrolleur. Roman (Gebundene Ausgabe)
Der hochanständige Pawel Dobrynin, der überall für seine Ehrlichkeit bekannt, aber nicht beliebt ist, wurde zum Volkskontrolleur für die ganze Sowjetunion gewählt. Bedrückt geht er nach Hause, weiß er doch, dass er seine Frau Manjascha und seinen 3 Monate alten Sohn Petka für lange Zeit verlassen muss. Als der Wagen mit Kutscher kommt um Pawel mitzunehmen, drückt ihm seine Frau zum Abschied noch eine Axt in die Hand, damit sich der arme Mann gegen Banditen wehren kann. Nachdem er seine Urkunde und ein Buch mit Anweisungen bekommen hat, fliegt er ins Polargebiet, wo seine Arbeit beginnt.

Zur gleichen Zeit desertiert ein Engel vom Himmel, weil er nicht verstehen kann, warum noch nie ein Russe vor der Himmelstür gestanden hat. Er möchte einen Gerechten finden, den er bis ins Paradies begleiten kann um seinen Brüdern zu beweisen, dass es auch in der Sowjetunion ehrliche und gerechte Menschen gibt. Kaum auf der Erde angekommen, tauscht der Engel die Kleider mit einem Deserteur. Darum nehmen seine Brüder den Falschen mit in den Himmel und der Engel kann auf der Erde bleiben. Im Laufe der Geschichte wandelt er durch Russland und immer mehr Menschen schließen sich ihm an, so dass die Gruppe irgendwann in ihr neues gelobtes Land kommt.

Und auch den Küstler Mark treibt es durchs Land. Er hat seinem Papagei Kusma Gedichte beigebracht, die dieser den Menschen vorträgt und so schlagen sich die Zwei durchs Leben.

Tja, was soll ich zu diesem Buch sagen? Es ist auf jeden Fall ganz anders, als ich gedacht habe. Die 3 Handlungstränge ziehen sich durchs Buch, ohne miteinander in Berührung zu kommen. Nicht einmal ganz am Ende treffen die Protagonisten aufeinander. Die Erzählungen verpuffen einfach mehr oder weniger. Trotz allem hat mich das Buch recht gut unterhalten. Andrew Kurkow kritisiert auf hohem Niveau und unglaublich ironisch die grotesken Vorschriften und Gesetze der Sowjetunion und der Planwirtschaft. Der Schreibstil ist flüssig, aber nicht immer leicht zu lesen. Der wahrhaftige Volkskontrolleur ist mit Sicherheit kein Buch, das man mal so schnell nebenher lesen kann denn man muss sich voll und ganz darauf einlassen. Insgesamt ist es aber empfehlenswert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwarzer Humor trifft es ganz gut, 31. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Der wahrhaftige Volkskontrolleur. Roman (Gebundene Ausgabe)
Pawel Dobrynin ist ein einfaches Kolchosemitglied und von Grund auf ehrlich. Diese Eigenschaft macht ihn auch zu einem unbequemen Kolchosemitglied, so dass er völlig unerwartet zum Volkskontrolleur für die gesamte Sowjetunion gewählt wird.
Von einer Sekunde zur anderen muss Pawel seine Familie - Frau, Kinder und Hund - verlassen. Er liebt seine Familie mehr als sein Vaterland, aber als guter Kommunist weiß er natürlich, dass er sein Vaterland mehr liebt als seine Familie.
Ohne zu wissen, was ihn erwartet und was man von ihm erwartet, macht Pawel sich auf die Reise, die gut durchgeplant ist. Ihm wird sogar eine Dienstfrau gestellt. Schließlich landet er in Jakutien - einer weißen kalten Schneewüste. Pawel wird überall freundlich und respektvoll aufgenommen, doch hier droht ihm seine Tätigkeit als Kontrolleur fast zum Verhängsnis zu werden.
Was man als auf Pawels Reise lernt, ist dass es erstens in Russland viele Vorschriften gibt, die vielleicht mit einem Stirnrunzeln, aber auf jeden Fall befolgt werden. Und dass zweitens immer und überall Tee getrunken wird, aber lieber Wodka.
Um die Geschichte des Pawel Dobrynin ranken sich verschiedene andere Geschichten. Ein Engel, der herausfinden möchte, warum kein Russe im Himmel landet. Ein Künstler, der seinen Papagei Gedichte vortragen lässt und einiges mehr.
Das Buch ist wirklich sehr schön geschrieben und lässt sich gut lesen. Inhaltlich hat es mich leider nicht so gefesselt. Obwohl nicht direkt Kritik am Vaterland und dessen Regime geäußert wird, hat das Buch einen subtilen sozialkritischen Charakter. Es ist teilweise witzig, aber ist doch hintergründig tragisch. Das Überschneiden von Realität und skurriler Fiktion sagt mir nicht so zu und dass die vielen Handlungsstränge einfach nur nebenher laufen und nicht irgendwann in Beziehung treten gefällt mir gar nicht.
Meiner Meinung nach kann man für dieses Buch keine Empfehlung geben. Man mag es oder mag es nicht...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsame Lektüre, 28. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Der wahrhaftige Volkskontrolleur. Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch führt den Leser nach Russland und dessen endlosen Weiten ein. Es werden unterschiedliche Geschichten erzählt, die alle ganz unterhaltsam sind.

Ein Beamter der zum Volkskontrolleur ernannt wird - ein Engel, der immer mehr vermenschlicht und sich in Katja verliebt - Iwanow, der mit seinem sprechenden Papagei sogar dem alten Lenin seine Gedichte vortragen darf und ein Schuldirektor, der sich mit der Mutter eines Schülers anfreundet und mit ihr einiges unternimmt.

Dieses Buch ist eine leichte Lektüre, trotzdem ganz unterhaltsam und leicht zu lesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kreml, Kringel, Komsomolze, 27. August 2011
Von 
sabatayn76 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der wahrhaftige Volkskontrolleur. Roman (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Der in seinem Dorf eher unbeliebte Pawel Aleksandrowitsch Dobrynin wurde zum Volkskontrolleur des gesamten Landes gewählt. Der neue Posten erfordert es, das ihm bekannte Dorf für einige Zeit zu verlassen, seine Familie zurück zu lassen und sich auf eine Reise durch die Sowjetunion zu begeben.

Neben der Geschichte um Pawel erfährt der Leser von einem Engel, der den Himmel verlassen hat, um zu untersuchen, ob es in Russland tatsächlich keine rechtschaffenen Menschen mehr gibt, von dem Schuldirektor Wasilij Wasiljewitsch Banow, der abends mit großer Begeisterung auf dem Schuldach sitzt und in die Ferne schaut, sowie von dem Künstler Mark Iwanow und seinem Gedichte rezitierenden Papagei Kusma.

Mein Eindruck:
Andrej Kurkow macht die Lektüre seines Buches nicht besonders einfach: seine Sätze sind lang, die Erzählweise ist ausschweifend, metaphorisch und phantasievoll. Dadurch wirkt das Buch allerdings sehr authentisch und unverwechselbar russisch. Die vier verschiedenen Handlungsstränge sorgen dabei für viel Abwechslung, so dass beim Lesen nie Langeweile aufkommt.

Im gesamten Buch finden sich zudem Anspielungen auf das zaristische Russland und die Sowjetunion, auf Planwirtschaft und kommunistische Realität. Wer eine besondere Affinität zu Russland/der Sowjetunion hat, kommt hier meiner Meinung nach ganz auf seine Kosten, wird viel von der 'russischen Seele' erfahren, einiges über das Land und seine Menschen lernen.

Mein Resümee:
Eine nicht ganz einfache Lektüre, doch wenn man sich auf Andrej Kurkow einlässt, wird man mit skurrilen Charakteren, unterhaltsamen, satirischen, phantasie- und humorvollen Geschichten, Einblicken in die russische/sowjetische Kultur und Mentalität sowie zahlreichen Anspielungen auf das Leben in der UdSSR belohnt.

Sehr empfehlenswert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einblick in die russische Volksseele, 25. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Der wahrhaftige Volkskontrolleur. Roman (Gebundene Ausgabe)
Andrej Kurkow beschert uns einen Einblick in die russische Volksseele zu Zeiten des Kommunismus'. Ein unbescholtener Kolchosbauer wird auserwählt zum 'Volkskontrolleur' der gesamten Sowetunion. Von da an verändert sich sein Leben auf wundersame und gleichzeitig tragisch traurige Weise. Von den Mühlen der Bürokratie wird er weitergereicht von einem Büro zum nächsten, Zeuge von kriminellen und zerstörerischen Machenschaften ' vorbei am allwissenden Auge der Genossen und muss bald auch um sein eigenes Leben fürchten.

Auch erfahren wir die Geschichte eines 'gefallenen' Engels, wobei dieser Engel sich freiwillig aus dem Paradies nach Russland aufmacht, um zu sehen warum keine Menschen von diesem kühlen Flecken in den Himmel aufsteigen. Auch seine Reise nimmt verschlungene Wendungen und bald findet er sich wieder auf der Suche nach dem 'Neuen Gelobten Land' auf Erden.

Und als dritten dürfen wir dem Schuldirektor Banow über die Schulter schauen und erleben wie er seine Schule auf feinfühlige, sorgsame Art und Weise führt und vielleicht auch sein privates Glück findet.

Zugegeben ein spannendes Buch ist es nicht. Aber dafür ein berührendes. Ein Buch das mich ganz sanft berührt hat und gerade deswegen tief bewegt. Allerdings glaube ich, dass viele Zwischentöne, die der Autor uns spüren lassen wollte, in der Übersetzung verloren gingen.

Insgesamt fand ich das Lesen streckenweise anspruchsvoll, vor allem die russische Namenskultur fand ich ausreichend verwirrend. Trotzdem ein tolles Buch, dass ich sehr gerne gelesen habe.
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3.0 von 5 Sternen Irgendwie unvollständig - fast abgebrochen, 28. Februar 2013
Von 
K. Beck-Ewerhardy "kgbeast" (Moers) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein abgesprungener Engel begleitet eine Reige von Russen in eine neue Art von Gelobten Land. Ein sehr ehrlicher Mann wird mit dem machtvollen Amt des Volkskontrolleurs versehen und wird nach und nach unmerklich von den Menschen, denen er begegnet korrumpiert, ohne, dass er es wirklich selbst merkt und steigt so immer weiter auf. Ein Schulleiter muss überaus seltsame Direktiven erfüllen und sucht gleichzeitig einen Ausgleich zu seiner kriegerischen Vergangenheit und die Liebe. Und ein Mann zieht mit einem Gedichte aufsagenden Papagei durch die Gegend bis er einem überaus unerwartetem MEnschen zum Geburtstag aufspielt.

Das ist in vielerlei Hinsicht zunächst amüsant und rührend, aber je länger die Geschichten fortschreiten, umso mehr dümpeln sie vor sich hin und am Ende werden sie auch alle nicht wirklich beendet - als ob der Autor der Leserschaft diese Arbeit überlassen wollte - oder als ob er irgendwie auch nicht wirklich weiter wusste. Irgendwie enttäuschend, wenn es am Anfang auch sehr interessant gewesen ist.
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Der wahrhaftige Volkskontrolleur. Roman
Der wahrhaftige Volkskontrolleur. Roman von Andrej Kurkow (Gebundene Ausgabe - 8. August 2011)
EUR 22,90
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