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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein kreativer, unabhängiger, unerschütterlicher Mensch packt an und aus.
Ein wunderbares Buch in einer gelungenen Mischung aus Biographie (Gott sei Dank ohne zu viel emotionalem Medientränendrüsendruck), Aphorismen, Zitaten, Erklärungen, Essays, Gedichten, Stellungnahmen. Ich habe die 12 Leben von Werner Schneyer in jeder Zeile genossen und denke, dass seine Erfahrungen als Journalist, Aphoristiker, Kabarettist, Sänger,...
Veröffentlicht am 5. April 2007 von Happyx

versus
2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschung auf der ganzen Linie - allerhöchstens 1 Stern!
Als Werner Schneyer Fan, der ihn auch einmal live und hautnah erleben durfte, bin ich von seiner Autobiografie doch sehr enttäuscht! Wie kann ein Mensch auf mehr als 400 Buchseiten soviel erzählen und doch im Grunde nichts über sich persönlich sagen... Hat dieser Mann keine Familie, keine Freude und Trauer erlebt, kein Liebesleben? So 70 Jahre alt zu...
Veröffentlicht am 16. Februar 2007 von Dieter Schmitz


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein kreativer, unabhängiger, unerschütterlicher Mensch packt an und aus., 5. April 2007
Von 
Happyx - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ich, Werner Schneyder: Meine 12 Leben (Gebundene Ausgabe)
Ein wunderbares Buch in einer gelungenen Mischung aus Biographie (Gott sei Dank ohne zu viel emotionalem Medientränendrüsendruck), Aphorismen, Zitaten, Erklärungen, Essays, Gedichten, Stellungnahmen. Ich habe die 12 Leben von Werner Schneyer in jeder Zeile genossen und denke, dass seine Erfahrungen als Journalist, Aphoristiker, Kabarettist, Sänger, Texter, Übersetzer, Regisseur, Dramatiker, Schauspieler, Drehbuchautor, Box-Kommentator, Essayist und Erzähler ihn zu einer unabhängigen, unbestechlichen Größe werden ließen. Man fühlt mit Werner Schneyder die ehrliche Suche nach Wahrheit und seine Erkenntnisse bestätigen einen, aber ebenso oft überraschen sie (in positiver) Weise und führen zu neuen Sichtweisen. Mit einem seiner Aphorismen beschreibt er sich wohl selbst: "Einer kam weit herum. Vom Hundertstsen ins Tausendste." Auch im tausendsten Detail seiner Ansichten wurde mir keine langweilig! Man fragt sich, warum und weshalb einer in so vielen Bereichen erfolgreich sein kann. Warum war er kein Dilettant in allen diesen Feldern, sondern so erfolgreich, so berührend. Dieses Buch gibt die Antwort: er ist begeistert und hat eine kulturpolitisch unbestechliche Haltung, ein Moralist im beispielhaften Sinne.

Werner Schneyer ist ja gelernter Journalist. Aus diesem Grunde ist seine Einsicht in den medialen Arbeitsprozess besonders kompetent und aufschlussreich zu lesen. Er sieht vor allem die negativen Begleiterscheinungen dieses Medienbetriebes und stellvertretend möchte ich hier seine Position zur Kulturkritik kurz skizzieren. Er meint, dass die pausenlos agierende, atemlose, schmarotzende Kulturkritik sich im Grunde eine kulturpolitische Haltung erspart. "Wesensmerkmal der Kulturkritik ist das Bestreben, sich mit Terminen zu betäuben". Und dann kommt er zum Punkt: "Das Ergebnis derartiger Haltung ist masturbierendes Fachidiotentum". Eine Kurzformulierung dieses in-züchtigen, sich selbst in Betrieb haltenden Medienlaufrades bringt er so zum Ausdruck: "Ich nannte einen Schreiber Köter, und der Mann bellte eine Entgegnung".

Selten habe ich in einem Buch so viele Sätze unterstrichen, selten durfte ich so viele gedankliche Sätze machen, selten hat mich ein Buch derart überrascht und gefesselt. Es ist für alle, die heute hinter die Kulissen des Medienbetriebes blicken wollen, eine unverzichtbare, schonungslose (aber doch hilfreiche) Abrechnung bzw. Analyse. Die Annäherung zu und perfekte Ergänzung mit Dieter Hildebrandt hat mich wirklich berührt genauso wie die kulturpolitische Haltung eines Mannes, der Dinge ausspricht, die so viele von uns denken, aber in den plappernden, sich überschlagenden Medien nicht mehr auf-lesen können.

Werner Schneyer als Journalist schreibt z.B. folgendes:

"Der Journalismus erfand das Füllen mit Leere."
"Ein neuer Zeitungstyp: die Karzinompresse."
"Klatschkolumne: der Pranger als Statussymbol"
"Liberal nennt man eine Zeitung, die auf der ersten Seite die Entwicklung bedauert, die ihr Wirtschaftsteil mit Erfolg feiert."
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ich meine, also bin ich, 12. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Ich, Werner Schneyder: Meine 12 Leben (Gebundene Ausgabe)
Seine wunderbar arrogant gespielte Pose hat sich mir als Jugendlicher eingeprägt: Standfest wie ein Opernsänger, die Fingerspitzen beider Hände managergleich aneinandergelegt, Verachtung in den Mundwinkeln, durch die hochgehaltene Rechthaber-Nase Luft einziehend. Diese pharisäerhafte Anmutung suggeriert: Ich bin anständig und intelligent, der Rest der Welt na ja.
Nicht minder amüsant, seine zu lesenden Betrachtungen, schon allein wegen des lapidaren Stils und die Aphorismen, diese verbalen Box-Sätze aus der Defensive.
Nun ist dieser Werner Schneyder eine breitspektrale Person, die man in verschiedenen Rollen über die Jahre vernahm. Da kann man sich nur eine vorläufige Einschätzung zurecht schneydern und auf Gegenargumente in ein paar Punkten hoffen:

W.S lässt sich vom Verlag einen verkaufsträchtigen Buchtitel aufdrücken, gegen den er sich im Nachwort wehren muss. Warum eigentlich dieses egozentrische ICH und dieses besitzergreifende MEINE ? "Ich meine" hätte schon näher diese biografische Werkschau charakterisiert oder besser: Ich meine, also bin ich, bzw. ich bin das, was ich meine.
Diese Lust an der eigenen Meinung scheint so typisch österreichisch wie die Titelsucht: Wont a Sieger sään wüüst, broochst an Didl (oder mehrere). Hofrat wirst du ! Hofrat !! fordern schon die Eltern. Natürlich muss man der W.S-Generation ein gerüttelt Maß an Trotz und Spottlust zugestehen. Im Härtefall wird man Satiriker, der alles und somit auch sich übertreibt mit allerlei Titel-Dekorationen in diesem Buch. Bescheidenheit oder Einstecken-Können liegt ihm nicht. Und da das Leben bekanntlich auch ungemütliche Gegenschläge parat hat, werden seine verbalen Boxschläge immer nüchterner, bitterer, wutschnaubender und geraten zuweilen zu einer nicht unpeinlichen schwitzenden Abrechnung.

Wer nun wie ich eine Schwäche für originelle Menschen hat, kann gewisse Charakterzüge in Kauf nehmen. Zudem kann er ja bekanntermaßen nicht nur reinhauen, sondern auch wertschätzen. Und natürlich ist dieser Zwei-Meter-Turm auch ein liebenswürdiger Mensch, der auch von unten nach oben schauen kann, statt umgekehrt (siehe Umschlag).
Mein bevorzugter Schneyder ist der ermüdete Box-Spötter, der sich in die Poesie rettet. Die übersetzten Chanson-Interpretationen oder Musicals halte ich für vorbildlich, weil sie der deutschen Sprachmelodie entsprechen. Und singen kann er. Auch wunderbar Opernlieder parodieren. Mein Fall ist der Swing in manchen Cabaret-Nummern. Das hat (gelernte) Dramaturgie wie ein Programm als Ganzes. Und Qualität. Man denke an die unvergesslichen und köstlichen Dialoge mit Dieter Hildebrandt. Das Vorstellungsgespräch aus "Ende der Spielzeit" sollte eigentlich den Kultstatus haben von Loriots Nudel.
Er will die Polit- Sport- und Kultur-Szene wirklich begreifen, hat Spass am Denken und daher wirklich Ernstzunehmendes auszusagen. Mit seinem unverwechselbaren Stil bringt er, einen pfiffigen Moderator vorausgesetzt, Elan in jede Talkrunde und hört nicht auf, Position zu beziehen. Ehrensache. Er bleibt wütend. Wut und Liebe (Buchtitel) widersprechen sich nicht. Denn Satire, so Schneyder, ist nicht der Feind der heilen Welt, sondern die Forderung danach.
So wünsche ich dem 70-jährigen eine eigene Talk-Sendung und dass er auch sonst noch lange in der Umlaufbahn bleibt.
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2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschung auf der ganzen Linie - allerhöchstens 1 Stern!, 16. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Ich, Werner Schneyder: Meine 12 Leben (Gebundene Ausgabe)
Als Werner Schneyer Fan, der ihn auch einmal live und hautnah erleben durfte, bin ich von seiner Autobiografie doch sehr enttäuscht! Wie kann ein Mensch auf mehr als 400 Buchseiten soviel erzählen und doch im Grunde nichts über sich persönlich sagen... Hat dieser Mann keine Familie, keine Freude und Trauer erlebt, kein Liebesleben? So 70 Jahre alt zu werden, mein Beileid! Da werden seine 12 Leben im Buch aneinandergereiht, schlicht nach dem Motto, das habe ich dann selbstverständlich auch noch gemacht, und, wie konnte man zweifeln, natürlich konnte ich das, und zwar ganz ausgezeichnet, ja, einmalig! Leider ist für mich, der ich sehr viele Lebensgeschichten gelesen habe, auch diese Art von Selbstbeweihräucherung einmalig!
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Ich, Werner Schneyder: Meine 12 Leben
Ich, Werner Schneyder: Meine 12 Leben von Werner Schneyder (Gebundene Ausgabe - 1. Oktober 2006)
EUR 9,95
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