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TOP 500 REZENSENTam 2. Januar 2014
Die vorliegende DVD enthält eine sechsteilige TV-Reihe, die im Jahre 1997 auf ARTE ausgestrahlt wurde. Jede der sechs Folgen präsentiert zwei oder drei deutsche Filme aus den Jahren 1908 bis 1919. Es handelt sich durchweg um Komödien. Der Filmhistoriker Hans-Michael Bock hat diese Filme in verschiedenen europäischen Filmmuseen ausfindig gemacht und für ihre Konservierung gesorgt.

Die Filme sind unterschiedlich gut erhalten, in einem Fall handelt es sich um ein bloßes Filmfragment. In etlichen Fällen weist das Material deutliche Gebrauchsspuren auf (Verschmutzungen, Kratzer usw.). Die Länge der Filme variiert, – der kürzeste Film dauert 4 Minuten, der längste immerhin 18 Minuten. Alle Filme werden durch einen kurzen kontextualisierenden Kommentar eingeleitet (Sprecher: Ulrich Tukur). Die wundervolle musikalische Begleitung stammt von der Pianistin Marie-Luise Bolte sowie vom Opium-Salonorchester.
Die DVD bietet als Extra die PDF-Datei einer 46-seitigen CineGraph-Broschüre mit dem Titel »Der komische Kintopp«. Die Broschüre enthält zahlreiche kurze Dokumente aus den Jahren 1912 bis 1929 (Kritiken, Selbstzeugnisse usw.). Dazu kommen jüngere Texte über Curt Bois (von Thomas Brandlmeier) und Karl Valentin (von Jan-Christopher Horak). Abgerundet wird das ganze durch einen langen Essay von Brandlmeier über die »Frühe deutsche Filmkomödie 1895-1917«. Obgleich dieser Text sehr kenntnisreich ist, stört doch der brachiale ideologiekritische Zugriff, der sich maßgeblich auf die heute obsoleten Kategorien und Theoriestücke der freudschen Psychoanalyse stützt.

Unter den auf dieser DVD präsentierten Filmen wird man keine bislang unentdeckten Meisterwerke finden. Die Filmgeschichte muss nicht umgeschrieben werden. Das älteste Filmstück (»Die Macht des Walzers« von 1908) ist noch schlicht abgefilmte Varieté-Aufführung. Doch bereits in Heinrich Bolten-Baeckers »Der Herzenknicker/ Don Juan heiratet« (1909) entfaltet sich in Ansätzen eine richtige Filmhandlung. Das Spektrum der Komödien reicht von der moralisierenden Humoreske über die Groteske bis hin zum enthemmten Slapstick. Man bekommt Beispiele für Serienfiguren zu sehen, so etwa den seinerzeit berühmten Gerhard Dammann als Luny, Rudi Bach als Purzel sowie einen namentlich nicht identifizierten Darsteller als Monsieur Pyp.

Rudi Bach bietet als Purzel in zwei Filmen aus dem Jahr 1912 (»Purzel als Tennisspieler« und »Purzel als Schornsteinfeger«) Slapstick, der mit der Herausforderung von Autoritäten spielt und in die Zerstörung von Ordnung mündet. Gerhard Dammanns Komik ist zurückhaltender und moralisierender. Letzteres ist vor allem an »Luny als Chinese« (1913) ablesbar. In den beiden späteren Filmen (»Der Hausstreik« und »Der Perser«, jeweils von 1919) tritt Dammann als Gerhard auf, die Sujets sind im häuslichen Bereich angesiedelt und frei von subversiven Tendenzen. An den späteren Filme Dammanns weiß aber die große handwerkliche Versiertheit der Inszenierung zu gefallen.

Schließlich Karl Valentin: Die beiden auf der DVD enthaltenen Filme, »Die Hochzeit« (1912 oder 1913) und »Der neue Schreibtisch« (1914) sind in eher schlechtem Zustand überliefert. Valentins Komik – vor allem seine Körperkomik in »Der neue Schreibtisch« – ist großartig. Doch in filmischer Hinsicht sind die beiden Werke bestenfalls Mittelmaß (man vergleiche sie mit den Arbeiten von Bach und Dammann). An der »Hochzeit« wirkt manches sogar stümperhaft. Aus Valentin hätte mit Sicherheit ein grandioser Filmkomiker werden können. Wenn er doch nur irgendwann seinen Mack Sennett oder Hal Roach gefunden hätte!
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am 20. Januar 2015
Für Stummfilmfans durchaus empfehlenswert, um zu erfahren, worüber man damals gelacht hat. Für uns heute wohl eher von mäßigem Humor.
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am 19. November 2013
wird eh schon mal Zeit dass sich ein paar Leute Gedanken machen wie man einige Stumme lustige Dinge zusammenstellen kann.
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