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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das unperfekte Gehirn
Merschs Buch hat mich überrascht. Er schafft es, recht komplizierte Zusammenhänge in einer angenehm präzisen und verständlichen Sprache darzustellen. Dies gelingt ihm, so hab ich den Eindruck, dank seines guten Überblicks über dieses Themenfeld.
Seine Theorie: Übergewicht und etliche Erkrankungen sind im Grunde ein...
Vor 16 Monaten von Pullover veröffentlicht

versus
38 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen wenig hilfreich !
Diese Lektüre hat mir gar nichts gebracht. Es wird hier mit Fachbegriffen umhergeworfen, mit denen der Laie aber auch gar nichts anfangen kann. Ich hatte aufgrund der Rezensionen auf bahnbrechende neue Erkenntnisse gehofft, wurde aber enttäuscht. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich zwei drittel des Buches nicht verstanden habe. So viel Fachchinesisch habe...
Veröffentlicht am 24. Mai 2012 von miraculum


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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das unperfekte Gehirn, 16. August 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wie Übergewicht entsteht ... und wie man es wieder los wird (Taschenbuch)
Merschs Buch hat mich überrascht. Er schafft es, recht komplizierte Zusammenhänge in einer angenehm präzisen und verständlichen Sprache darzustellen. Dies gelingt ihm, so hab ich den Eindruck, dank seines guten Überblicks über dieses Themenfeld.
Seine Theorie: Übergewicht und etliche Erkrankungen sind im Grunde ein Stoffwechselproblem des Gehirns, und entstehen aufgrund unserer regelmäßigen, üppigen und kohlenhydratreichen Ernährung.
Dieses überdurchschnittlich energiehungrige und gleichzeitig befehlsmächtige Organ verlernt den nach unserer Geburt noch vorhandenen Weg der Verstoffwechselung von Ketonkörpern, die aus freien Fettsäuren entstehen wenn die Energiequelle Kohlenhydrate bzw. Glukose nicht zur Verfügung steht.
Da überschüssige KH zwar als Fett abgespeichert werden aber dem Fettspeicher nur zum Teil wieder als KH entnommen werden können vergrößert sich der Speicher, also das menschliche Fettgewebe, unter KH-reicher Ernährung ohne Hungertage oder KH-freie Zwischenphasen kontinuierlich.
Wenn das Hirn den Fettverbrauch über Ketonkörper zur Energiegewinnung nicht mehr benötigt und alsbald verlernt, entstehen kurzzeitige Energiemangelsituationen bei schwankendem Blutzuckerspiegel (mgl. Ergebnis: Migräne, Demenz etc.).
Mersch schreibt schlüssig und wäre ich übergewichtig oder hätte Migräne hätte ich es ausprobiert (ich esse ohnehin sehr moderat KH). Es gelingt ihm vor allem, durch den Versuch einer Hintergrundtheorie für „kohlenhydratkontrollierte“ Ernährungsformen, die Dogmatik aus Diäten herauszunehmen. Das wird vermutlich den Einstieg für viele erleichtern.
Etwas schade ist es, dass er Ernährung ausschließlich vom energetischen Standpunkt aus beschreibt.
Das ist sicher gewollt, aber der Leser wird schließlich doch etwas alleingelassen wenn er seine zukünftige Ernährung planen will.
Dass sein Konzept mit verschiedensten Ernährungsformen kompatibel ist mag ein Vorteil sein. Dennoch bleiben Fragen offen, vor allem für die, die bereit sind mehr zu tun.
Ist Obst beispielsweise aufgrund seiner teils hohen Antioxidantien- und Mineralstoffgehalte nicht durchaus langfristig in größeren Mengen empfehlenswert? Sind Ballaststoffe wirklich grundsätzlich und aus allen Quellen eher überflüssiger „Ballast“? Warum sind die Menschen erst in den letzten 100 Jahren fett geworden? Hungersnöte gab es auch um 1850 nicht mehr überall aber durchaus KH-basierte Ernährung.
Ist Getreide nun eher problematisch oder nicht, abgesehen vom hohen KH-Gehalt? Immerhin hat er die entsprechenden Bücher in der Literaturliste und es ist schade, dass er vor zuviel Rohkost warnt, gleichzeitig aber die Mechanismen der Zerstörung der Darmwand durch Getreide und deren Einfluss auf Unverträglichkeitsreaktionen auch gegenüber anderen Nahrungsmitteln nicht erwähnt. Fleischqualität, Vitamine, insbesondere Vitamin D, Mineralstoffhaushalt?
Mersch streift diese Themen durchaus, aber seine Hinweise sind eher vorsichtig verpackt. Da er nicht von der Zufuhr der Nahrungsmittel her denkt, sondern die Zufuhrpausen in den Mittelpunkt seiner Überlegungen stellt, umgeht er konkretere Empfehlungen.
Ich denke aber, dass die vorliegenden Untersuchungen Mersch genügen sollten sich hier klarer zu äußern.
Zudem fehlt ein, meiner Meinung nach grundlegender Bereich des menschlichen Energiestoffwechsels fast vollständig: Bewegung oder sportliche Betätigung.
Die Erfahrung, dass Ernährungsfehler durch sinnvolles Training/viel Bewegung stark an Bedeutung verlieren können wurde vom Autor wohl nicht gemacht.
Warum nimmt der Körperfettgehalt sportlicher, muskulöser Menschen derart ab, dass ein Sixpack zum Vorschein kommt? Wäre es nicht sinnvoller von der wichtigsten Energiequelle weiterhin noch ein paar Pfund dabei zu haben? Könnte es sein, dass ein muskulöser Körper Energiekrisen entspannter entgegensehen kann, da ja eine zweite umfangreiche Energiequelle (Muskeln) zur Verfügung steht? Bei 8-10% Körperfettanteil (für normale Schnellkraft- oder Kraftsportler „nebenbei“ zu erreichen) schmelzen die verfügbaren Fettreserven auf z.T. weniger als die Hälfte der im Buch angegebenen Werte. Dafür erhöht sich der Energiegehalt der Muskulatur soweit, dass durchaus Speichergleichstand herrschen könnte. Und im Gegensatz zu Merschs Meinung (die er in einem Interview verlauten ließ) bringen für den Fettabbau gerade die Sportarten viel, die kurz und intensiv insbesondere die Glukosespeicher der Muskeln leeren (Stichworte: Nachbrenneffekt, Energieverbrauch nach dem Training, Erhöhung des Grundumsatzes durch Regeneration und v.a. die höhere Muskelmasse)
Hier würde ich mir von Mersch weitere Überlegungen wünschen. Bei seiner offensichtlichen Freude sich in neue Fachgebiete einzuarbeiten hoffe ich auf die nächste Ausgabe.

Schließlich sind zwar die Aufmachung und die graphischen Darstellungen etwas einfach, andererseits ist mir kein Schreibfehler aufgefallen und die umfangreichen Quellenangaben und Fußnoten sind eine Wohltat..
Ein sehr empfehlenswertes Buch.

p.s. ein schlecht gewähltes Cover
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64 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Top-Empfehlung (auch für schlanke) Migräneopfer!, 13. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wie Übergewicht entsteht ... und wie man es wieder los wird (Taschenbuch)
Bei dem Buch "wie Übergewicht entsteht..." handelt es sich um kein klassisches Diätbuch. Wer also ein Buch mit strengen diätvorschriften, erlaubten und verbotenen Lebensmitteln und Rezepten sucht, wird hier enttäuscht sein.

Es handelt sich eher um eine recht wissenschaftliche Herleitung der physiologischen Grundlagen von Übergewicht, Migräne und anderen lästigen folgen aus der mangelnden ketolysefähigkeit des Gehirns, die es wieder herzustellen gilt.

Nicht ganz einfach zu lesen, wenn man nicht mindestens die Grundlagen der Biochemie drauf hat! Da ich wie der Autor selbst seit Jahrzehnten aufs Übelste von Migräne geplagt bin, habe ich mir die wissenschaftlichen Inhalte dieses Buches in leidvoller Erfahrung autodidaktisch erarbeitet und in meine, durch dieses Buch bestätigte individuelle Ernährungsweise konzeptionell umgesetzt. Hätte es dieses Buch schon früher gegeben, wären mir viele Stunden im abgedunkelten Zimmer und ganze Nächte über der kloschüssel erspart geblieben. Insofern also vor allem eine Top-Empfehlung für Migräniker, auch wenn diese schlank sein sollten!

Kernaussage des Buches in kurzform ist: der Körper ist wie ein Hybridmotor, der in zweierlei Betriebszuständen betrieben werden kann. der Modus "Kohlenhydrate" ist für den Körper der leichtere, weil überall schnell & easy verfügbar durch die heute übliche Ernährung, macht aber permanenten Nachschub erforderlich. Abhängigkeit vom Kohlenhydrat-Tropf und Übergewicht sind die Folge.

Alternative ist der Betriebszustand per ketonkörper, erfordert zunächst totalen Entzug, ermöglich dem körper dann aber Zugriff auf fettdepots als treibstoff. Macht schlank und kopfschmerzfrei, bedingt aber zunächst den kohlenhydrat -Entzug und regelmäßiges "Training" dieses Zustandes z.b. durch Fastentage oder zumindest immer wieder tagelang No-carb.

Das Buch überprüft die gängigen Diäten (LOGI, Montinac, Atkins & Co.) auf diese Ursächlichkeit hin, stellt also die Frage nach der Wiedererlangung der ketolysefähigkeit durch die jeweilige Diät, gibt aber in Summe wenig klare Handlungsanweisungen, die man in einem Ernährungsbuch vermutlich erwarten würde. Da ich es jedoch nicht als Diätbuch gekauft habe, für mich vollkommen ok.

Fazit: Aus Sicht eines schmerzgeplagten, aber schlanken Migräneopfers fasst der Autor hier meine eigenen Erfahrungen gut und sehr richtig zusammen und bestätigt mich nochmals in meinem teilweise abenteuerlich anmutenden, aber intuitiv richtigen Tun (nudeln nur mit 200 Gramm Butter,fette Schlagsahne in den Kaffee, aber bloss keinen Zucker, dann mal ein paar Tage null Komma nix etc.) und untermauert das bestens informiert und recherchiert mit den biochemischen Grundlagen. Insofern also. Ein sehr wissenschaftlich fundiertes Ernährungsbuch, welches viele übliche Empfehlungen ad absurdum führt.

Ein netter kleiner Diätratgeber mit dem klassischen Rezeptteil und minutiösen Futtervorschriften für jeden einzelnen Diättag ist es jedoch definitv nicht! Insofern ist der Titel vielleicht etwas irreführend, aber mit "Acetyl-CoA und Ketonkörper als Basis von Ketolyse und Lipolyse zur Vermeidung von Adipositas, Migräne und Epilepsie" wäre ein etwas sperriger Titel gewesen...;-)

(sorry, iPad....groß-/kleinschreibung...!)

.
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57 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr einleuchtend, 15. Mai 2012
Von 
Petra (Mannheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Wie Übergewicht entsteht ... und wie man es wieder los wird (Taschenbuch)
Peter Mersch hat hier die Antwort auf die Arbeit von Achim Peters "Das egoistische Gehirn" gegeben. Peters hat dargelegt, das jegliches Essverhalten und auch suchtartiger Konsum von Zucker und Weißmehl vom Gehirn veranlasst wird und zwar gegen jede Möglichkeit des "freien Willens" zu intervenieren. Peters begründet dies mit der Vormachtstellung des Gehirns. Mersch hat sich nun mit der Frage auseinandergesetzt, warum das Gehirn derzeit weltweit und massenweise so zuckersüchtig reagiert. Der Grund ist, dass das Gehirn durch die derzeitige Ernährung an den veralteten Kohlehydratstoffwechsel gewöhnt wird, anstatt an den Fettstoffwechsel angeschlossen zu werden und zwar durch eine Ernährung die relativ kohlehydratarm ist.
Was die Umsetzung angeht, ist Mersch seit Jahren klar positioniert, er gehört zu den Anhängern einer tendenziell Low-Carb-Diät, allerdings ohne die Extreme eines Atkins zu fordern. Damit liegt er derzeit im "Trend" und die Ernährungsratschläge sind nur bedingt neu.
Seine eigentliche Leistung in diesem Buch ist aber die klare Auseinandersetzung mit den Ideen von Achim Peters, den er an einer entscheidenden Stelle erweitert. Ja, das Gehirn ist egoistisch, aber nur, wenn es dank Fehlernährung permanent auf Glucosebasis operieren muss.
Das Buch ist ausgezeichnet recherchiert, aber für Nicht-Fachleute sehr schwer zu lesen. Aber für den interssierten Laien, der bereits einige Fachbegriffe kennt, ist die Argumentation leicht nachvollziehbar und mit Sicherheit ein wertvoller Beitrag.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Buch für den interessierten Fachleser, 25. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich beschäftige mich seit längerem mit dem menschlichen Stoffwechsel. Eine so gute Zusammenfassung habe ich bislang nicht gelesen. Wen hingegen nur interessiert, wie er seine Pfunde wieder los wird, kann das Buch auch auf einen Satz reduzieren.

"Kohlenhydrate stoppen die Lipolyse (Fettverbrennung)und damit die Gewichtsabnahme"

Für Einsteiger in das Thema reicht der Satz sicherlich nicht, weil alle Ernährungsempfehlungen der DGE über den Haufen geworfen werden. Die Unsicherheit, etwas falsch zu machen, ist zu groß. Dennoch bleibt der obige Satz gültig. Die Umstellung auf ein Leben ohne KH und Zucker ist sehr schwer. Die erste Woche kommt es zu Migräne, Mundgeruch, Schwitzen, Müdigkeit, Depression. Wer den Entzug (ja KH machen süchtig) allerdings überstanden hat, wird ein neues Körpergefühl erleben. Keine Hunger- und Essattacken mehr. Stabile Energiezufuhr des Körpers, auch bei Mangel. Der Körper speichert Fett für die Zeit ohne Nahrungsaufnahme. Warum wohl? Die Antwort gibt es für alle im Buch, die sich mit Citratzyklus, Lipolyse und Glucogenese beschäftigen wollen. Für alle anderen bleibt der eine Satz gültig, der in vielen guten Büchern unter dem Thema "Low Carb" zu finden ist.
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49 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum wir immer fetter werden. Hintergründe und Abhilfe., 23. Juli 2012
Von 
Sylvia Grotsch (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein ausgezeichnetes Buch, das die Hintergründe des immer stärker werdenden Übergewichts erklärt: Es liegt an der Kohlehydratmast, aus der unser Gehirn bequem seine Energie beziehen kann. Dadurch aber hat es die Fähigkeit, seine Energie aus Fett zu beziehen, verloren. Und das liegt dann weitgehend unbenutzt in unserem Körper rum.

Diejenigen, die schon immer gute Erfahrungen mit einer kh-armen Ernährungsweise gemacht haben, brauchen dieses Buch nicht unbedingt. Mir hat es dennoch geholfen, dass es im Kopf "klick" gemacht hat. Denn wenn man erstmal die körperlichen Ursachen für Verfettung halbwegs verstanden hat (und sie nicht immer unsinnigerweise in psychischen Problemen sucht), tut man/frau sich nochmal leichter, mit Kohlehydraten sparsam und vorallen Dingen bewusst umzugehen.

Der Autor erklärt die Ursache der weit verbreiteten Kohlehydratsucht (mit dem damit verbundenen Übergewicht) sehr ausführlich mit den im Körper ablaufenen physiologischen Prozessen beim Essen. Dabei - das ist deutlich zu spüren - bemüht er sich redlich, einfach und verständlichzu schreiben. Dennoch kann es diejenigen, die an solchen wissenschaftlichen Zusammenhängen weniger interessiert sind, ermüden, sich durch die entsprechenden Kapitel durchzuarbeiten.

Mich hat das nicht gestört .... ich habe einfach darüber hinweggelesen und weitergeblättert zu den Kapiteln, in denen er ein Fazit aus seinen Ausführungen zieht, Maßnahmen empfiehlt und einige gängige kh-arme Ernährungsstrategien wie z. B. LOGI, Atkins, South Beach, 17-Tages-Diät etc. genauer unter die Lupe nimmt.

Der Autor hat nicht den Anspruch, eine neue Diät vorzustellen (die hier genannten Ernährungsweisen können nach seiner Sichtweise durchaus noch optimiert werden), aber wer selber ein wenig mitdenkt, weiss, wie er seine Ernährung noch verbessern kann - selbst dann, wenn er bereits auf einem kohlehydratarmen Weg ist.

Volle Punktzahl, auch wenn mich die wissenschaftlichen Erklärungen manchmal gelangweilt haben. Das ist aber nicht dem Autor anzulasten, sondern meinem eher geisteswissenschaftlich orientierten Gehirn:-).
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Peter Mersch kennt sich sehr gut mit der Thematik aus - nicht für Laien, 21. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mir dieses Ebook bestellt nachdem ich bereits "Gesund abnehmen ohne Jojo-Effekt" gelesen hatte. Als diplomierter Biochemiker bin ich mit der Thematik des Stoffwechsels außerordentlich gut vertraut und habe die klassischen Stoffwechsel/Biochemie Lehrbuchwälzer (Stryer, Voet und Löffler) gelesen und für Prüfungen vorbereitet.
Der Autor präsentiert hier einen relativ erschöpfenden Überblick über verschiedenen Diätkonzepte und diskutiert deren Brauchbarkeit auf Basis seiner eigenen Überlegungen, die aber auf fundiertem Wissen über Stoffwechselvorgänge beruhen.
Daher enthält das Buch auch einige Kapitel, die sehr detailiert auf die Stoffwechselvorgänge eingehen. Man kann hier sehr viel lernen, aber einem Laien werden die vielen Infos vermutlich nur sehr wenig helfen, es sei den er hat selbst bereits Kenntnisse aus der Biologie/Biochemie/Medizin. Grund dafür ist, dass Mersch versucht auf einigen wenigen Seiten Wissen zu vermitteln, für das Lehrbücher ca. 500 Seiten benötigen. Aber dafür ist es ihm gut gelungen, denn er erhebt ja nicht den Anspruch ein Lehrbuch zu schreiben. Insofern hat er wesentliche Aspekte sehr gut zusammen gefasst und man merkt, dass er sich viele eigene sinnvolle Gedanken zur Thematik gemacht hat.
Sehr lobenswert ist, dass der Autor immer wissenschaftlich korrekt bleibt.
Was belegt und bewiesen ist, das kennzeichnet er mit Literaturstellen. Was er sich "nur" überlegt hat, auf der Basis belegten Wissens, bezeichnet er Korrekt als "These" und führt auch begründungen für diese Thesen an.
Konkret bedeutet dies, dass er auch klar sagt, dass es bisher keine Untersuchungen gibt die belegen dass z. B. das Gehirn seinen Stoffwechsel umstellt wenn man sich (fast) ausschließlich von Fetten und Proteinen ernährt. Dies stimmt meines Wissens auch, denn ich habe die neueste Literatur etwas durchforstet und tatsächlich nur Studien gefunden, die die von Mersch propagierte (teil-)ketogene Diät hinsichtlich ihrer Abnehmerfolge oder Effekte auf verschiedene Erkrankungen wie z. B. Epilepsie untersuchen.
Erwähnenswert wäre hier auch, dass bei ketogenen Diäten keine kognitiven Störungen nachgewiesen werden konnten, in Gegenteil sie haben sich sogar verbessert (A. L. Hartman and E. P. G. Vining, “Clinical aspects of the
ketogenic diet,” Epilepsia, vol. 48, no. 1, pp. 31–42, 2007.). Was dafür spricht, dass das Gehirn sich tatsächlich auf Kohlehydratarme Ernährung einstellen kann.

Mir persönlich hat dieses Buch sehr weitergeholfen und ich kann es Leuten, die sich mit dem Stoffwechsel schon etwas auskennen nur nahelegen. Laien würde ich eher das Buch "Gesund abnehmen ohne Jojo-Effekt" empfehlen. Es ist (was ich dem Autor nicht unbedingt positiv anrechne) eine (copy-paste?) Kurzversion dieses hier rezensierten Titels, die die anspruchsvolleren Stoffwechsel Kapitel weitestgehend ausspart.

Ein Tipp an alle, die sich der Dukan-Diät nach dem Lesen dieses Buches unterziehen wollen: bitte beachten Sie, dass bei Dukan eine starke Reduktion von Fetten vorgesehen ist und er in seiner Liste der erlaubten Lebensmittel viele Kohlerhydratarme Lebensmittel vergessen hat wie z. B. das Sauerkraut. Ich denke man muss sich nicht an all seine Regeln halten, wenn man weiß was wo drin steckt. Dann können durchaus mehr lebensmittel verzehrt werden, als nur die propagierten 72. Warum Mersch so stark auf die Dukan Diät eingeht und weniger auf Atkins, der ja mehr Fette erlaubt, ist mir daher nicht verständlich. Dukan hat Atkins gegenüber noch den Vorteil, dass Goji-Beeren und Hafer-Kleie zur Unterstützung und Ergänzung mitempfohlen werden, aber das lässt sich auch bei Atkins einbauen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Warum eine "ausgewogene" Ernährung nach allgemeinen Ernährungsempfehlungen dick und krank macht-, 13. Mai 2014
Von 
butterfly (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wie Übergewicht entsteht ... und wie man es wieder los wird (Taschenbuch)
und wie man das verhindert- ggf, dieser bereits schon entstandenen eigenen körperlichen Entwicklung entgegenwirken kann, beschreibt Mersch in seinem Buch "Wie Übergewicht entsteht...und wie man es wieder los wird". Mersch hat in diesem Buch keine neue Wunderdiät anzupreisen, sondern er beschreibt, aus körperlicher, stoffwechsel-, evolutionstechnischer Sicht, wie es kommt, dass immer mehr Leute zunehmend übergewichtig sind bzw. werden- trotz( bzw. gerade wegen der) von der DGE empfohlenen "ausgewogener" fettarmer, kohlenhydratlastiger Ernährung.

Zum Inhalt:
Kohlenhydrate sind für den Menschen nicht essentiell. Mit der sog. Glukoneogenese- eine innere Stochwechselfunktion zur Herstellung von Glukose (Traubenzucker) aus Aminosäuren (Eiweissen) kann der Körper normalerweise immer soviel Glukose herstellen, wie er zur seiner eigenen Energieversorgung benötigt. (S.7, Abnehmen ohne Jojo-Effekt; Mersch) Man kann sich, wenn man will, lebenslänglich nur von Fetten und Proteinen und ganz ohne Kohlenhydrate ernähren. Gleiches gilt nicht für Kohlenhydrate oder Ballaststoffe.
Säuglingsgehirne beziehen einen erheblichen Anteil ihrer Energie aus Ketonkörpern. Man nennt diese Fähigkeit „Ketolysefähigkeit“. Dies ist allein schon erforderlich, um die sehr fettreiche Muttermilch verstoffwechseln zu können. Ganz auf Glukose verzichten können Säuglingsgehirne- -wie die von Erwachsenen- jedoch nicht.
Stellt man das Kind nach dem Abstillen auf eine kohlenhydratreiche Ernährung um, verliert sein Gehirn mit der Zeit an Ketolysefähigkeit. Ernährt man sich im heutigen Sinne normal, bzw. „ausgewogen“ (mit reichlich viel Kohlenhydraten in den Mahlzeiten)dann stellt das Gehirn auf eine ausschließliche Glukoseversorgung um.
Eine verloren gegangene Ketolysefähigkeit kann später wieder neu erworben werden, laut Mersch jedoch nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen.

Fast alle überschüssigen Kalorien, die ein ausschließlich von Glukose lebendes Gehirn während des Verdauungsprozesses einer Mahlzeit nicht gebrauchen kann, werden im menschlichen Körper in den Fettdepots(Trygliceride) als Fett gespeichert. Diese Kalorien stehen dem Gehirn und dem Hauptvervebraucher des menschlichen Organismus in den Nahrungspausen nicht mehr zur Verfügung, da der menschliche Körper zwar Glukose in Fett, nicht aber Fett in Glukose (bzw. nur zum minimalen Teil von 6%) umwandeln kann.

Peter Mersch vertritt deshalb die These, dass der Hauptgrund, warum Menschen weltweit mit steigender Tendenz übergewichtig werden, der fehlende Anschluss des Gehirns an den Fettstoffwechsel ist. Ziel einer sinnvollen Vorbeugemaßnahme ist die Aufhebung der Glukoseabhängigkeit des Gehirns bzw. dessen Ketolysefähigkeit wiederherzustellen.

Im letzten Teil des Buches erklärt und beschreibt Herr Mersch kurz die gängigsten Diätformen- vom Fasten, über Trennkost, kohlenhydratreduzierte Ernährungsformen, der Dukan-Diät, ketogene Diäten, FDH, Steinzeit-Diät uvw.- und analysiert diese im Hinblick auf die zuvor besprochene Eignung, die Ketolyse-fähigkeit des Gehirns wiederherzustellen.

Fazit:
Herr Mersch gibt dem Leser das nötige Wissen, um selbst zu entscheiden, welche Diät oder Ernährungsform einem am meisten zusagt. Das gefällt mir an Mersch. Er verkauft einem mit diesem Buch keine neue unötige Wundderdiät, mit Zeit- Essplänen. Vielmehr geht es bei Merschs empfohlenen Maßnahmen um das Nicht-Essen- d.h. Die Essenspausen zwischen den Nahrungsaufnahmen. Die meisten Diäten fokussieren sich jedoch vor allem auf die Nahrungsaufnahme, während die Essenspausen (also die Zeit, in der sich der Körper ohne zusätzliche Energie von außen in Betrieb halten muss) zur Herstellung der Ketolyefähigkeit viel wichtiger sind.

Interessant- im Gesamten kurz gefasst, mit trotzdem mit vielen, unnötigen Wiederholungen. Wenn man nur alle 2 Wochen eine Seite liest, fällt sowas nicht unbedingt auf- wenn man ein Buch aber zügig durchliest, sind überflüssige Wiederholungen des zuvor schon Erwähnten etwas nervig.

Leute, die eine „Diät“ mit Essensplänen erwarten und haben wollen, werden weder mit dieser, noch mit der Light-Version zufrieden sein.

Mein Favorit der beiden Bücher: Das umfassendere „Wie Übergewicht entsteht- und wie man es wieder los wird“.
Aufgrund mancher Rezensionen habe ich mir erst die „Light-Version“ gekauft- und dann erst das Richtige. Ich interessiere mich für Studien und Wirkmechanismen im Körper und genau das liefern beide Bücher: Informationen, die dem Leser -im Gegensatz zu den meisten Diäten mit festen tageszeitlichen Essensplänen, nicht um das eigene Denken entmündigen wollen, im Gegenteil- zum eigenständigem Denken herrausfordern. Das tut Mersch in beiden Büchern.
Allerdings nicht so (im Sinne der Unverständlichkeit) „wissenschaftlich“, wie es hier teilweise beschrieben wird. Auch ein "nur" durchschnittlich gebildeter und durchschnitsintelligenter Mensch wird Merschs Ausführungen folgen können, evtl auch noch mal zurückblättern und nachlesen müssen- Es ist eben(v.a. im Erklärungsteil) kein Buch, dass man wie einen einfachen Zeitungsartikel oder Unterhaltungsroman nebenbei (im Sinne von Multitasking) lesen sollte- oder kann.

(Zum Stichwort "Essenspausen" empfehlenswert: Gesund und schlank durch Kurzzeitfasten: Wie Sie Ihre Ernährung selbst bestimmen und ganz ohne Diät abnehmen, von Daniel Roth)
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mir ging ein Kronleuchter auf..., 12. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Für einen Laien nicht ganz einfach zu lesen. Aber weil ich den - für mich sehr interessanten - Ansatz von Herrn Mersch wenigstens dem Grunde nach verstehen wollte um für mich meine Ernährung zu optimieren, habe ich tapfer gekämpft. Und zur Belohnung viele wichtige Infos erhalten, die mich auf meinem Weg einen riesengroßen Schritt weiter gebracht haben.

Mit den Maßnahmen und dem Fazit war ich allerdings nur zu 85% glücklich. Vielleicht bin ich einfach doch zu sehr Laie - ich fühlte mich nämlich trotz aller Infos zu wenig "an der Hand genommen".

Die letzten 15% zum Glücklichsein habe ich aus Herrn Merschs Werk "Klüger werden und Demenz vermeiden..." bekommen. Wenn die dortigen Mersch'schen 3 Phasen zur Verbesserung und Harmonisierung des Gehirnstoffwechsels auch schon in diesem Buch (und auch in dem "Gesund abnehmen ohne Jojo-Effekt...") drin gestanden hätten, dann wären hier dafür 5 Sterne vergeben worden.

Manche Laienleser brauchen einfach trotz aller Info noch eine führende Hand. Und den Wert eines Buches bestimmt dann doch der Leser ;-)

Ich muss allerdings anmerken, dass ich "mein" E-Book vor Erscheinen der 3. Auflage gekauft habe. Vielleicht ist die neueste Ausgabe ja schon diesbezüglich angepasst.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Diätvergleich mit Menschenverstand, 16. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In diesem Sachbuch werden verschiedene Diäten miteinander verglichen und ihre Wirkweise kritisch hinterfragt. Dies gelingt meines Erachtens sehr gut. Sein Vorschlag, abzunehmen scheint mir umsetzbar zu sein. Sympathisch ist, dass er nicht vorgibt, das Rad neu zu erfinden, sondern sich verschiedener Diäten als Steinbruch bedient, um Empfehlungen auszusprechen.
Warum ein Punkt Abzug? Wiederholungen des Wichtigen sind an sich nicht schlecht. Aber in dem vorliegenden Buch häufen sie sich dermaß, dass ich mich mitunter gefragt habe, ob der Autor seine Leser nicht hoffnungslos unterschätzt. Weniger wäre mehr.

Für mich als humanbiologischem Laien war der Theorieteil nur bruchstückweise verständlich. Die Empfehlung des Autors, als Unkundiger diesen Teil zu überspringen, kann man getrost folgen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragende Informationen., 21. Mai 2013
Von 
Happyx - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch sollte jeder, der sich um seine Ernährung bzw. Gesundheit wirklich kümmert, kennen!

Alle aktuellen Diäten werden übersichtlich und vergleichend präsentiert - mit klaren, verständlichen Worten.

Insgesamt geht es jedoch nicht um eine Diät, sondern um eine dauerhafte Lebensweise, die Beweglichkeit, Fitness, geistige Frische und Vitalität sicherstellen soll.

Peter Mersch erklärt meines Erachtens einleuchtend, dass unsere früher vorhandene Fähigkeit - aus körpereigenem Fett Energie für das Gehirn gewinnen zu können - ein zentrales Element gesunder Lebensweise ist, die uns abkoppelt vom Kohlenhydratzwang, also dem dauernden Nachschub von außen (Ess-Tankstellen).

Es gilt diese innere Körper-Batterie wieder zu laden, sie wieder anzulernen, um unabhängig zu werden vom Essenszwang, der einen heute überall verfolgt: an Tankstellen, Coffeeshops, Einkaufszentren, Pizza- und Hot-Dog-Ständen.

Peter Mersch skizziert individuelle Bausteine, die jeder für sich anwenden und so umsetzen kann, dass neue Lebensqualität entsteht. Ich habe mit dem Weglassen von Getreide, Brot etc. und diesem Buch die besten Erfahrungen gemacht. Siehe meine Rezension zu: Weizenwampe: Warum Weizen dick und krank macht
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Wie Übergewicht entsteht ... und wie man es wieder los wird
Wie Übergewicht entsteht ... und wie man es wieder los wird von Peter Mersch (Taschenbuch - 7. November 2012)
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