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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kann Heimat etwas negatives sein?, 21. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Apollonia (Audio CD)
Nöö. Schließlich hat jeder irgendwo eine. Jemand der heimatlos ist, der verspürt doch ein Manko. Ich sehe es mal positiv. Annegret Held schreibt in diesem Buch etwas über Ihre Heimat, einem kleinen Dorf im Westerwald. Es könnte aber auch sonstwo sein.

Beschrieben wird ein Zeitraum von etwa 70 Jahren, so von 1907 bis 1978. In verschiedenen Zeitebenen wird das Leben von Apollonia erzählt, einer stolzen aber vom Leben enttäuschten Frau, für die kein Mann gut genug war, bis nur noch einer übrig blieb. Übrig schon, aber eine schlechte Wahl für Apollonia. Ihr „Auserwählter“ ist dem Leben zugetan, sehr zugetan. Allerdings auf eine Weise, die so gar nichts Elegantes hat. So kämpft sie sich mit ihm durchs Leben und verbittert dabei. Die Dinge die dabei passieren sind zum Teil urkomisch, es amüsiert einen herrlich, es menschelt sehr. Gerne würde Apollonia alles nochmal auf null drehen, alles wieder aufziehen wie einen Pullover, der beim stricken nichts geworden ist. Wie sehr wünscht sie sich doch ein Leben, das „Bedeutung“ hat. Dabei widerspricht Apollonia sich ihrem Wunsch nach einem eleganten Leben selbst mit einer manchmal überraschend rauen Sprache, die unfreiwillig komisch ist.

In der Hörbuchfassung schon recht eindeutig, in der längeren Buchfassung noch besser verdichten sich die Geschichten aus den Zeitebenen zu einem Kontinuum, der eine ganze Sicht auf eine Welt beschreibt. Besonders gelungen finde ich die Nazi-Zeit. Selten habe ich zuvor solch ein Gefühl von solch perfekter Authenzität verspürt. Ja, so könnte alles gewesen sein.

Die Personen im Buch haben zum Teil reale Vorbilder, wie sie in einer Fernsehsendung verraten hat. Das merkt man absolut. In dem Buch lebt eine ganze Welt, in Vergangenheit und Gegenwart, Sehnsucht und Realismus, in Traurigkeit und Lachen. Die Sache passt, hier ist es rund.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pressestimmen, 17. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Apollonia: Roman (Gebundene Ausgabe)
Deutschlandfunk: "Knorrig,eigensinnig,wunderbar"
Faust-Kultur/Perlentaucher: "Annegret Helds grandioser Heimatroman - eine Entdeckung...großartig gemacht. Sie schafft es eine eigene Poesie zu erzeugen." (Literaturprofessor Martin Lüdke)
Kölnische Rundschau: "...in ihrer Großmutter, ihrer Familie, ihres Heimatdorfes, des Westerwaldes, erzählt sie in gewissem Sinn die Geschichte des ländlichen Deutschlands im Spiegel des 20ten Jahrhunderts. ...mit großartigem Gespür für die Sprache... liefert Annegret Held wieder ein bewundernswertes Stück Literatur. Authentisch und belebend wirkt diese Heimatliteratur von der man nie genug bekommen kann.
Frankfurter Rundschau: Annegret Held ist eine große Erzählerin....Apollonia liest sich wie Vanilleeis in der Sommersonne.
Frankfurter Neue Presse: Die Poesie der Dörfer...Apollonia enthält herrliche Episoden, scharfe Figuren und eine Sprache, die man liebgewinnt ("abgelecktes Butterstück")
WDR WestArt: ...Held schöpft aus ihrem reichhaltigen Fundus..athmospärisch dicht.
BR Lesezeichen: ..Eine vergangene, sprödere und doch anrührende Welt, mit Protagonisten wie aus dem fotografischen Werk von August Sander.
Belletristik-Couch: Temporeich, tiefsinnig und etwas verschroben.
Wiesbadener Kurier: Lesetipp "Apollonia": voller stillem Humor, daß es eine Freude ist, in die Interna der Großmutter wie auch des GI Jim geführt zu werden.
Siegener Zeitung: ..Held hat einen großen, großartigen Roman geschrieben, auch weil die Figuren Kontur und Tiefe haben, auch weil sie das Spiel mit der Sprache weitab von Selbstverliebtheiten genießt (das Buch ist lesbar!), auch weil sich das Weltgeschehen so sinnhaft im Sein der kleinen Leute wiederspiegelt. Sie hat etwas Bleibendes hinterlassen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen heimatverbundene reale Geschichte......, 25. Februar 2013
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Rezension bezieht sich auf: Apollonia: Roman (Gebundene Ausgabe)
sehr schön geschrieben, etwas zwar zum Schmunzeln, wenn immer wieder die gleiche Auflistung der umliegenden Dörfer erscheint.
Aber in sich wirklich eine wunderschöne Geschichte, die aufzeigt, wie es zu der damaligen Zeit im Westerwald so zu ging.
Schön finde ich auch, wie die verschiedenen Charaktere beschrieben werden, und auch wie man zur damaligen Zeit mit Krankheiten und der Scham umging. (Darüber wurden nicht geredet.....)

Natürlich auch, diese Vorurteile Fremden gegenüber, wo man sofort abgestempelt wurde, wenn man einen Amerikaner als Freund hatte.... find ich so typisch in diese Zeit passend.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für alle, die sich gern entführen lassen, 21. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Apollonia: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich mag Annegret Helds Schreibstil sehr. Schon ab der ersten Seite tauche ich in eine Welt ein, die mir durch meine eigene Vergangenheit nur zum Teil bekannt und vertraut ist. Die Erinnerungen, die ich teile, werden durch die detailreichen, authentischen Darstellungen wieder lebendig und bunt: Der Anblick von saftigen Wiesen, der Duft von vertanzten Sommerabenden und die verschrobene Schönheit der alten Frauen vom Dorf. Eindrücke, die ich nicht selbst gesammelt habe, zeichnen sich genau so deutlich und spürbar in meinem Kopf ab, wie meine eigenen. Ich lasse mich gern von Annegret Held entführen - immer wieder.

Nur zu empfehlen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wirklich gutes Buch, 16. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Apollonia: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Spagat zwischen sachlicher Dokumentation und unterhaltsamer Darstellung der Geschehnisse ist der Schriftstellerin auf beeindruckende Weise vollkommen gelungen. Unbedingt empfehlenswert!
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5.0 von 5 Sternen Sehr erheiternde Geschichte über Männer und Frauen, 7. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Apollonia (Audio CD)
Offenbar gekürzte Lesung, leider! Aber für den Kaufpreis (9 Euro) richtig gut! Annegret Held hat einen eingängigen Geschichts- und Heimatroman (Westerwald) im besten Sinne abgeliefert, der auch jede Menge Anekdoten über Männer und Frauen zu erzählen weiß. -- Da bekommen alle 'was hinter die Löffel, Frauen und Männer gleichermaßen. Aber immer sehr liebevoll mit einem Augenzwinkern.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Apollonia, 19. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Apollonia: Roman (Gebundene Ausgabe)
Vermutlich gibt es nur noch wenige Landschaften in Deutschland, in bzw. aus denen es keine „Lokalliteratur“ gibt- ob nun Eifel- oder Taunuskrimis, Stadtgeschichten aus Bremen oder Berlin oder anderes. Annegret Held vertritt dabei die Literaten des Westerwaldes, eine deutsche Mittelgebirgslandschaft, deren Image bislang mehr mit kaltem Wind als denn mit Literatur verbunden wird. Doch auch im bzw. aus dem Westerwald gibt es Literatur, eine der vielen Literaten ist Annegret Held, die bereits in mehreren Büchern den Westerwald „behandelt“. „Apollonia“ ist darunter ohne jeden Zweifel ein nahezu absolutes Meisterwerk, sicherlich das Beste, was es an „Westerwälder Literatur“ gibt. „Apollonia“ ist die Geschichte von Marie im Jahr 1977, die in einem Westerwalddorf lebt. Die Ortsnamen sind allesamt erfunden, haben jedoch alle ihr „reelles“ Pendant- als Westerwälder durchaus lustig zu lesen, wenn aus dem (tatsächlichen) „Katzenstein“ bei Westerburg ein „Mäusestein“ bei „Wällersbach“ und aus einer Apotheke „Marx“ eine Apotheke „Marksens“, dem „Wiesensee“ ein „Silbersee“ wird, usw.- lediglich das „Hachenburger Bier“ bleibt das, was es auch tatsächlich ist. Marie verliebt sich in einen amerikanischen GI, durchlebt einen stürmischen „Liebessommer“, der so auch in tausend anderen Dörfern in Deutschland sich hätte abspielen können. Ihre- eigentlich- engste Vertrauensperson während dieses stürmischen Sommers ist ihre Großmutter Apollonia, die bettlägerig, nahezu senil und schwer krank ist. Sie ist die Einzige und Erste, der sie ihre Beziehung zu Jimmy, dem US-Soldaten, schildert, auch wenn diese in ihrem Zustand nicht mehr alles wirklich begreift. Gleichzeitig ist Marie dabei, die Geschichte ihrer Großmutter aufzuschreiben, stellt ihr ständig Fragen, die diese mehr oder weniger klar beantworten kann und daraus entstehen zwei rote Fäden der Geschichte: einerseits die stürmische Liebesgeschichte einer verliebten 17jährigen in einem Dorf in einer mitteldeutschen Gebirgslandschaft und andererseits die Lebensgeschichte ihrer Großmutter, die ihren Anfang nimmt mit deren Geburt und endet bei ihrem Tod. So wechselt der Roman ständig zwischen zwei Zeitfenstern: dem Sommer 1977 und dem Leben der Großmutter und umfasst somit nicht nur die Geschichte eines Westerwälder Dorfes vom ersten Weltkrieg bis in die 70er Jahre, sondern auch die Geschichte Deutschlands- ein Kaleidoskop. Die Kernpersonen sind Marie und Appolonia, zwei Frauen, die zu verschiedenen Zeiten lebten und doch letztlich viel gemein haben. Annegret Held schafft es in wunderbarer Art und Weise, Sichtweisen auf ein Dorf, eine Landschaft und ein Land zu schildern, die völlig andere historische Hintergründe haben und doch gleich mehrere Generationen umfassen und doch im Kern sehr ähnlich sind. Ausgangspunkt ist ein Besuch auf dem Friedhof, wo Marie das eingefallene Grab ihrer Großmutter besucht und über deren Leben sinniert und darauf kommt, dass sie damals- im Sommer 1977- angefangen hatte, Notizen über deren Leben zu machen. So taucht sie retrospektiv in das Leben der Großmutter ein und lässt damit auch ihre eigene Jugend, v.a. den Sommer, in dem sie Jimmy begegnete, wiederauferstehen. Das Ergebnis ist wahrlich grandios, es spricht gleich mehrere Generationen an, denn welches Alter der Leser oder die Leserin hat, so taucht jeder in seine eigene Welt ein, da es Annegret Held schafft, ein Dorfleben wiederzubeleben, sei es nun aus Perspektive der „alten“ oder auch der jüngeren Generation. Man taucht ein in ein Dorf in Deutschland während des zweiten Weltkrieges oder man erinnert sich nahezu wehmütig an seine eigene Jugend zurück, in der die Dorfdisko ein Höhepunkt des sozialen Lebens darstellte. Helds poetische Sprache weckt Erinnerungen und lässt längst vergangene Zeiten wieder aufleben: sei es Musik oder sei es einfach auch das Leben auf dem Dorf in den 70er Jahren. Wer auch immer zu dieser Zeit lebte, wird sich „zurückgebeamt“ fühlen und singt im Geiste die Lieder mit, die Marie auf der Dorfdisko hört und zu der sie tanzt- dieses Buch ist eine wahre Zeitmaschine, die wehmütig stimmt, an alte Tage erinnert und typisch ist für das Leben in Deutschland zwischen 1914 und 1977. Sie spricht daher ganze Generationen an und ist somit ein großartiger Heimatroman, der im positiven Sinne melancholisch stimmt und völlig in andere Welten ent- und verführt. Ein ausgesprochen gelungenes Buch, das vor allem das widerspiegelt, was der „kleine Mann“ in Deutschland (und die meisten Menschen leben in Deutschland auf „dem Land“!) im letzten Jahrhundert erlebt hat. Man kann kaum genug bekommen von diesem wunderbaren Buch und ist echt traurig, wenn man es zu Ende gelesen hat- in jedem Falle das beste Buch „Westerwälder Literatur“, das ich jemals gelesen habe!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen westerwälder "individualisten", 28. Dezember 2012
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Rezension bezieht sich auf: Apollonia: Roman (Gebundene Ausgabe)
habe das buch mit schmunzeln gelesen. die markanten, individuellen persönlichkeiten aus dem westerwälder dorf scholmerbach und wichtige lebensausschnitte dieser menschen wurden von annegret held interessant verwoben mit erinnerungen aus ihrer jugend, erste liebe...eine vergangene welt aber auch eine welt, die sich heute von vielen noch erinnern läßt. habe ähnliches auch von meinen großeltern gehört, kann mir die dorfgemeinschaft, das soziale gefüge auch in der zeit des nationalsozialismus gut vorstellen anhand der erzählung. es hat mir freude gemacht, dieses buch zu lesen.
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Apollonia: Roman
Apollonia: Roman von Annegret Held (Gebundene Ausgabe - 21. September 2012)
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