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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer meiner Favoriten des Genres, 18. Mai 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Moths - Nachtschwärmer (Taschenbuch)
Den Inhalt bitte ich der Beschreibung bei Amazon zu entnehmen.

THEMEN

Auch, wenn Jonathan erst im Laufe des Buches auf die Antwort kommt, so dürfte es kein Spoiler sein, wenn ich sage, dass es in diesem Buch auch um Vampire geht. Schnell ist dem Leser klar, warum Maurice auf der Kamera nicht zu sehen ist, woher der unangenehm süßliche Geruch kommt und was es mit dem seltsamen Falter auf sich hat.

Die beiden Themen "Vampire" und "Schmetterlinge" wurde hier wunderschön verwoben. Assoziiert man die Nachtwesen doch eher mit Fledermäusen und anderen dunklen Tieren, so hat Justin sich hier einmal auf ungewohntes Gebiet gewagt. Eine Idee, die durch die Figur Renfields in Bram Stokers DRACULA zwar sehr schön als Vorlage dargeboten aber bisher wenn überhaupt dann nur sehr selten umgesetzt wurde (mir ist keine entsprechende Literatur bekannt).

Für das Thema Vampire selbst hat der Autor einen eigenen Kosmos erschaffen, sich teils auf den klassischen Mythos bezogen, etwa das fehlende Spiegelbild, das Schlafen am Tage, die Ermattung Claudias (die Parallelen zur Figur der Lucy Westenraa bei Bram Stoker aufweist), andererseits aber die bekannten Pfade verlassen. So sind die Vampire hier auf keine Einladung angewiesen und sind auch nicht zwingend auf menschliches Blut angewiesen. Auch ein ungewöhnlicher Trank, der Maurice für kurze Zeit besondere Fähigkeiten verleiht, wurde in die Geschichte eingewoben. Kurz, das Thema wurde geschickt aufgegriffen und dabei doch innovativ umgesetzt, sodass es etwas ganz Eigenes darstellt. Kein Schmachtschinken a la Meyer, keine künstliche Reihe wie Lara Adrian oder J R Ward, sondern einfach ein spannender Einzelband, der sich geschickt den Vergleichen zu anderer Vampirromantik entzieht.

Auch die nebenbei eingestreuten Informationen über Falter bzw Schmetterlinge wurden gekonnt in die Geschichte eingebaut. Man erkennt die sorgfältige Recherche des Autors, zugegeben animiert sie sogar stellenweise dazu, selbst nachzuschlagen, sich die entsprechenden Bilder der zugehörigen Arten anzusehen und mehr über den Mythos dieser als Unheilsboten gefürchteten Wesen zu erfahren.

CHARAKTERE

Die Charaktere des Buches haben es mir besonders angetan, denn der Autor hat nicht wie oft üblich in diesem Genre (sowohl Vampire als auch Erotik) übertrieben. Er hat realistische Charaktere erschaffen, ganz ohne Superlative. Maurice ist nicht Jahrhunderte alt, "nur" etwa 100 Jahre. Er ist in dieser Zeit reifer geworden, ihn umgibt ein Hauch von Mysterium, seine Ausstrahlung zieht Jonathan in den Bann, jedoch alles in einem angenehm dezenten Rahmen.

Jonathan ist ein rationaler Mensch, und auch ihn finde ich sehr realistisch dargestellt. Er ist verliebt in einen Mann, der mit einer Frau verheiratet ist. Ich bin dem Autor dankbar, dass er mit diesem Hintergrund keinen Schmachtfetzen aus unglücklicher verbotener Liebe gemacht hat, sondern dieses Element nüchtern in das Buch einfließen lässt. Eliot ist verheiratet, Jonathen ist Realist und weiß sich zurückzuhalten, bis tatsächlich ein Zufall zu mehr führt.

Auch die Bindung zwischen Maurice und Jonathan ist sehr gut dargestellt. Zu Beginn fühlt sich Jonathan abgestoßen, der Vampir ist ihm unangenehm in seinem Auftreten, seinem Verhalten, seinem Geruch. Doch die Art, wie die beiden sich näherkommen, ist nachvollziehbar. Ohne Bauchkribbeln, ohne aufgesetzten Zuckerguss, dafür aber glaubhaft und realistisch (soweit ein Buch über Vampire realistisch sein kann, versteht sich).

SPRACHE

Die Sprache passt zu Jonathan: nüchtern, sachlich, beschreibend. Der Protagonist ist Wissenschaftler, er ist äußerlich kühl und weiß seine inneren Bedürfnisse zurückzuhalten. So ist auch das Buch: die Geschichte ist schnörkellos erzählt, zielstrebig und ohne Umschweife schildert der Autor das Aufeinandertreffen der drei unterschiedlichen Figuren. Dabei wirken Wortwahl und Satzbau oft ein wenig altmodisch und distanziert, was sich sehr angenehm liest und dem Buch sogar einen zusätzlichen Hauch von Mystik verleiht. Man meint die verstaubten Archive des Museums zu riechen, den süßlichen Geruch von Maurice, fühlt sich inmitten des Spanischen Bürgerkrieges versetzt.

HANDLUNG / EROTIK

MOTHS ist ein homoerotischer Roman, den ich in diesem Fall aber nicht neben die typischen Gay und Paranormal Romances stellen möchte. Justin hat, wie oben bereits erwähnt, etwas Eigenes geschrieben, das zu vergleichen mir schwer fällt. Ungewöhnlich die altertümlich anmutende Sprache, die der Geschichte allein schon aufgrund des Schreibstiles einen ganz eigenen Reiz verleiht, sehr gut zu der zwar innigen aber doch unglücklichen Affaire Jonathans passt.

Zudem gibt es zwar erotische Momente, doch diese halten sich sehr im Hintergrund, die Geschichte selbst hat absoluten Vorrang und ist sehr gut durchdacht und aufgebaut. Es ist erkennbar, dass der Autor Wert auf eine spannende Geschichte legte, die zwar angenehm einfach zu lesen aber doch geschickt aufgebaut ist. Kleine zwischendurch gestreute Hinweise verdichten sich, der Leser erfährt nach und nach immer mehr, bis hin zum Showdown, der ebenfalls Überraschungen bereithält, die sich zu Beginn bereits zwischen den Zeilen ankündigten. Ich liebe es, wenn Bücher so geschickt aufgebaut werden.

Die Handlung, wie gesagt im Vordergrund. Die Erotik dennoch ein wichtiger Aspekt. Justin beschreibt keine Details des Aktes, er geht sogar noch weiter: wie soll ein Vampir ohne Stoffwechsel überhaupt zum Akt fähig sein? Und der Mann aus Fleisch und Blut, den Jonathan begehrt, ist bereits vergeben. Hier und da gibt der Autor seinen Figuren die Möglichkeit, sich näherzukommen, doch diese Szenen werden bis auf eine Ausnahme unterbrochen. Aber: Guter Sex beginnt im Kopf. Und so darf Jonathan Lust auf eine Weise erleben, die nur sehr wenigen Protagonisten vergönnt ist, nämlich so intim und innig, wie körperliche Vereinigung der Geschlechter es kaum zu bieten vermag.

Ich fand diesen Ansatz wunderbar. Und ich glaube noch keinen erotischen Roman gelesen zu haben, der so sexy war und dabei nicht einmal wirklich Sexszenen enthielt. Als es einmal wirklich "zur Sache geht", wahrt der Autor respektvoll den Abstand, regt das Kopfkino des Lesers umso mehr an.

Ebenfalls ungewöhnlich ist, dass das Buch kein Happy End bietet. Trotzdem war ich völlig zufriedengestellt, denn alle Beteiligten haben an der Situation gewonnen. Das Leben ist nicht immer romantisch und gut, aber auch ein trauriges Ende kan ein gutes Ende sein. Das Buch ist abgeschlossen, bietet dennoch Stoff für eine Fortsetzung, lässt auch dem Leser Raum für eigene Ideen. Selten war ich nach einem erotischen / romantischen Buch innerlich so zufrieden wie nach diesem.

FAZIT:
Was das Buch nicht bietet: heiße Liebesschwüre, wilden Sex, animalische Vampirerotik, Erotik der Superlative. Was der Leser statt dessen geboten bekommt: eine intelligente und gut recherchierte Geschichte mit glaubwürdigen Charakteren, gewürzt mit ungewöhnlicher Erotik. MOTHS ist ein Titel, der für mich zu den Favoriten des Genres zählt und dessen Figuren mich noch einige Zeit durch den Alltag begleiten werden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine ganz neue Sicht auf Vampire., 27. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Moths - Nachtschwärmer (Kindle Edition)
Eine ganz neue Ansicht von Vampiren wurde hier von Justin erschaffen. Das bisher gängige „Model“ von Vampiren hat er so auf den Kopf gestellt, dass es einem doch durch den Kopf geht, „war meine Ansicht von Vampiren und die der Filmindustrie und anderen Autoren“ richtig?

Eine auf absolut glaubhafte und nachvollziehbare Tatsache hat Justin C. Skylark hier geschaffen.

Zuerst war ich etwas irritiert, da ich die „gängigen“ Vampirgeschichten kannte, aber diese Geschichte hat mich doch so überzeugend gefesselt, dass ich darüber nachdenken musste, ob es doch anders sein könnte.

Auf jeden Fall freue ich mich auf die Fortsetzung. Ich kann es mir zwar nicht vorstellen, dass es ein Happy End für Jonathan und Maurice geben wird, aber ich lasse mich gerne von Justin des Besseren belehren.

Absolut lesenswert, wie alle Bücher von Justin C. Skylark. Bei seinen Büchern bekommt man nicht einfach mal so eine Story aufgetischt, nein, es geht einem unter die Haut und man ist mitten drin im Geschehen und in der Story.

Freue mich schon auf die Fortsetzung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vampire nach meinem Geschmack, 18. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Moths - Nachtschwärmer (Taschenbuch)
Endlich wieder ein Vampirroman, der gleichzeitig Neues bietet und zurück zu den Wurzeln des Genres findet. Ein gruseliger Fremder, geheimnisumwittert und exotisch, verwirrt den Protagonisten, der dem Leser seinerseits von der ersten Seite an ans Herz wächst. Als Museumsdirektor und Experte für Nachtfalter, geplagt von unerwiderter Liebe, wirkt er gleichzeitig skurril und sympathisch. Wunderbar die Exkursionen in naturwissenschaftliche Bereiche, das Rätsel um Herkunft und Wesen der Kreaturen, die dem Buch ihren Namen geben.
Nebenbei erfreut der Autor wie auch in 'Bis dass der Tod uns scheidet' und dem Nachfolger 'Thors Walhall' durch Exkursionen in eine Fremdsprache, in diesem Fall ins Spanische, betont damit die Distanz zwischen dem Übernatürlichen und dem Menschen, der diesem zwar begegnen kann, doch es nie wirklich begreifen wird.
Gay Romance vom Feinsten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blickwinkel, die sich verschieben, 18. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Moths - Nachtschwärmer (Kindle Edition)
Jonathan hat es nicht leicht. Jahrelang lebt er als zufriedener Single und nun steckt er plötzlich in einer Dreierkonstellation zwischen zwei Männern. Männer, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Auf der einen Seite ist sein langjähriger Freund Eliot, den er schon lange heimlich verehrt, der aber mit einer Frau verheiratet ist. Ihm gegenüber steht der mysteriöse Maurice, dessen wahre Identität sich erst nach und nach enthüllt.

Erzählt wird in der Ich-Perspektive aus Sicht Jonathans. Der Autor passt den Erzählstil der Figur an, d. h. die Sprache wirkt gehobener (antiquiert). Ohne plumpe Beschreibungen wird dadurch die intellektuelle Verschrobenheit des Protagonisten vermittelt. Die Figuren sind alle liebevoll gezeichnet, wirken im Falle von Jonathan und Eliot sehr sympathisch und streichen die schaurig-sinnliche Seite Maurice‘ hervor.

Dem Autor ist es gelungen, dem Altbekannten des Vampirgenres neue Facetten hinzuzufügen, die ich allesamt originell und stimmig empfand (die ich aber hier natürlich nicht verraten werde! *g*).

Es ist ein Buch, das sich auf leisen Sohlen anschleicht, Spannung behutsam aufbaut und mich an Schauerromane des 19. Jahrhunderts denken lässt.

Der Autor beweist seine Vielseitigkeit, lässt sich dieses Buch doch in keiner Weise mit z. B. den Büchern um Dylan und Thor vergleichen. Nicht nur dem Vampirgenre, auch seinem eigenen Schreiben (die Thematik betreffend) hat er damit neue Facetten hinzugefügt.

Ganz unabhängig davon möchte ich noch erwähnen, dass die Musik zum Buchtrailer von „Moths“ absolut genial ausgewählt wurde. („Killing Moon“ von Echo and the Bunnymen) Buch und Lied sind eine Symbiose eingegangen, die sich für mich nun nicht mehr trennen lässt. Schön!
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4.0 von 5 Sternen Altes Genre im neuen Gewand, 23. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Moths - Nachtschwärmer (Kindle Edition)
Der Autor hat es verstanden, ein altes Genre geschickt in ein neues Gewand zu stecken. Und dieses Gewand umspielt zartfließend die gut durchdachten Protagonisten.
Ob die Anspielungen auf schon bekannte Charaktere wie Lucy Westerna gewollt sind oder nicht - sie bieten eine angenehme Atmosphäre. Als Leser ist man dadurch noch näher im Geschehen drin.
Die Balance zwischen interessanten Charakteren und Erotik ist die Schleife an diesem Gewand. Die Symbiose Nachtfalter und Vampir liegt im endeffekt so nahe, schließlich sind beide Geschöpfe der Nacht.
Einiges erscheint beim Lesen offensichtlich, gerade wenn es um diese geschickte Verknüpfung aus schon bekannter Mythik geht, aber der Autor hat gekonnt eine eigene neue Welt erschaffen, die glaubhaft rüberkommt und den Leser kunstvoll überrascht.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein etwas anderer Vampirroman, 10. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Moths - Nachtschwärmer (Taschenbuch)
Endlich mal ein Vampirroman, der so ganz vom vorhandenen Genre abweicht. Einen Blutsauger in das Gewand eines Nachtfalters zu stecken, eine einmalig gute Idee.
Knisternde Erotik, Spannung, Charaktere, die sehr gut ausgereift sind und glaubwürdig herüber kommen, lassen einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Die Handlung eines jeden einzelnen ist sehr gut nachvollziehbar.
Zwar gab es kein Happy End, aber das hat den Lesegenuss nicht geschmälert. Am Ende des Buches hatte ich das Gefühl, gute Freunde verloren zu haben.
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Moths - Nachtschwärmer
Moths - Nachtschwärmer von Justin C. Skylark (Taschenbuch - 14. März 2012)
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