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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen53
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Also Bücher gibts, ich hätte nie gedacht, dass es die wirklich gibt. Ich halte das vorliegende Buch aufgeschlagen in der Hand und schon auf Seite 85 werde ich aufgefordert: "Reißen Sie diese Seite aus dem Buch heraus." Ich will das aber nicht und blättere einfach um. Auch die nächste Seite soll ich herausreißen.

Wie gut, dass ein Kabarettist zu den Autoren gehört, da ist man ja sowieso auf so manches gefasst. Dieses Buch ist angetreten um über bestimmte Sachverhalte, sei es nun unser Hirn oder die Naturwissenschaft an sich aufzuklären, Wissen zu vermitteln, damit man eben nicht alles glauben muss was man so hört.

Was ist tatsächlich bei homosexuellen Männern anders im Hirn, als bei andern Männern? Warum laufen immer mehr Menschen der Esoterik hinterher? Muss außerirdisches Leben dem unseren ähnlich sein, oder gibt es noch völlig andere denkbare Formen von Leben?

Dies ist nur ein Bruchteil der Themen die in diesem wissenschaftlich - humorvollen Buch an die Leser weitergegeben werden. Für jeden Laien werden Inhalte gut erklärt, selbst wiederholbare Versuche werden beschrieben.

Für neugierige Zeitgenossen ist dies das Buch das gelesen werden muss. Es wird viele Leser finden, denn so präsentiert macht Wissenschaft Spass.
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Das sind ziemlich düstere Zeiten, die uns die Astronomie da eingebrockt hat: Dunkle Materie und Dunkle Energie machen 95% unseres Universums aus und wir können sie weder sehen noch nachweisen. Genauso unsichtbar sind Schwarze Löcher und Schwarze Zwerge, und ein unheimlicher Dunkler Fluss zieht Millionen Galaxien zu einem rätselhaften Ort in einer Parallelgalaxie. Ziemlich gruselig, diese Vorstellung. Was für Kinkerlitzchen sind dagegen Klimaerwärmung oder Strafzettel wegen falschen Parkens.
Aber die österreichischen Science Busters (Gruber, Oberhummer, Puntigam) wagen sich auf noch viel glatteres Eis: Sie entzaubern die Liebe und die Religion (das haben sie auch in der Vergangenheit immer mit viel Schmäh zelebriert), sie schauen dem Gehirn hinter das Schädeldach und finden dort alles, nur keinen freien Willen, und behaupten doch ganz frech, außerirdisches Leben entdeckt zu haben. Wohlmöglich noch im heimischen Gemüsefach.
Bei aller Ernsthaftigkeit, die hinter diesen wissenschaftlichen Kuriositäten steckt, verlieren die Drei niemals die Freude am stilvollen Tabubruch. Sie entzaubern mit spitzer Zunge religiöse Mythen (in feiger Voraussicht allerdings nur christliche), die Homöopathie (bis auch die letzten Zweifel an der Erstattungsfähigkeit von Globuli beseitigt sind) und schrecken auch vor der letzten Grenze, dem Tod nicht zurück (was Nahtodfetischisten eine herbe Enttäuschung bereiten wird). Nicht alle Scherze zünden gleich gut, aber unterhaltsam und vor allem lehrreich sind die Beiträge allesamt. Sie vermitteln neueste und allerneueste Erkenntnisse der Wissenschaft, die zum Teil geeignet sind, unser gesamtes Weltbild ins Wanken zu bringen. Kopernikus und Galileo hätten ihre wahre Freude! Eigentlich kann man uns heutige Menschen nur beneiden, denn in solcher Fülle sind niemals zuvor bahnbrechende Entdeckungen gelungen und wir alle sind Zeuge dieser Umwälzungen. Der einzige Nachteil ist, und darum piesacken die Science Buster so gerne die Religion, dass die menschliche Existenz plötzlich zur Marginalie in der Geschichte des Universums wird. Ein unbedeutendes, temporäres Phänomen, noch belangloser als der sprichwörtliche Sack Reis, der in China so gerne umfällt. Und Gott ist ein viel zu umständliches Konstrukt, als dass man ihn in diesem unseren Universum noch braucht. Gott schuf den Menschen nach seinem Bild und jetzt hat der Mensch Gott in die Besenkammer gestellt.

Wohl niemand könnte den feinen Spott und die Ironie in diesen Texten besser zu Gehör bringen, als Harry Rowohlt. Sein grummelnder Bass zelebriert jede Pointe mit Genuss, er zerkaut die Worte im Mund, bis sie für jeden leicht verdaulich werden. Da hat einer beim Vorlesen hörbaren Spaß gehabt! Und dieser Spaß überträgt sich nahtlos auf das Publikum. Die in Dialogform eingeschobenen Spezialthemen werden von Puntigam, Gruber und Oberhummer selber gesprochen, auch diesen merkt man das Vergnügen an, aber das unnachahmliche Gefühl für Timing, das Rowohlts Vortrag auszeichnet, fehlt ihnen ein wenig. Manchmal wirken die Dialoge etwas gehetzt.

Ein wissenschaftlicher Spaß, aus dem immer Ernst wird. Denn es gibt noch viel mehr zwischen Himmel und Erde, als es sich unsere Schulweisheit sich träumen lässt. Unendlich viel mehr.
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TOP 500 REZENSENTam 9. September 2010
Das meist von dem, was wir zu wissen glauben, wissen wir nur über Dritte. Nur wenige Prozente unseres Wissensbestandes sind durch eigene Erfahrungen abgedeckt, der Rest ist angelesen, angeeignet, geglaubt, gehofft, gewünscht. Unsere Klugheit hat also nur eine minimale "Golddeckung", unsere Erfahrung - der Rest ist inflationäres Papiergeld. Dieser für den modernen Menschen unaufhebbare Sachverhalt ist das Einfalltor für die Dummheit - für Rassismus und Kommunismus, für Gendertheorie, Astrologie, Psychoanalyse und Okkultismus.
So weit so traurig. Aber das vorliegende Buch verspricht Abhilfe, und zwar Abhilfe aus naturwissenschaftlicher Warte. Grundlegende Fragen wie Urzeugung und Urknall aber auch "Kann Beten tödlich sein?" oder "Was haben Orgasmus und Wachkoma gemeinsam?" werden auf einer Stippvisite durch die Welt naturwissenschaftlicher Fragestellungen gleich reihenweise gestellt, erörtert und erle(di)gt. Initiatoren dieses überstaatlichen Bildungsprogramms sind Werner Gruber, Heinz Oberhummer und Martin Puntigam, die sogenannten "Science Busters", die die verständliche und humorvolle Vermittlung von naturwissenschaftlichem Orientierungswissen zu ihrem Programm erhoben haben. In acht Kapiteln, die von "Universum" über "Leben" bis zu "Liebe" und "Tod" führen, werden Paralleluniversien, Anti-Materie, Oxytocin, Homöopathie, Depression und all die zahlreichen Enigmata erklärt, von denen der Normalmensch wohl schon des öfteren gehört, sie aber noch nie richtig verstanden hat.
Ich habe dieses Buch mit Freude und Gewinn in mehreren Anläufen gelesen und dabei festgestellt, dass es wie das Einsteinsche Universum gewissermaßen unendlich ist, denn man kann überall anfangen und überall aufhören, immer wird man mit dem schwarzen Loch der eigenen Unkenntnis konfrontiert, das die das die Autoren durch einen evidenten Urknall der Erkenntnis zum Verschwinden bringen. Das ist mitunter kurios, wenn auf S. 111 die "Gebrauchsanweisung für ein Blutwunder" angeboten wird, hoch interessant, wenn auf S. 145 die genetischen Grundlagen der Homosexualität erklärt werden ( Gottseidank arbeiten die drei nicht bei der Bundesbank), und wunderbar einleuchtend, wenn der wissenschaftliche Unsinn jedweder Homöopathie dargelegt wird ( S. 168f.) Dass Klimawandel und Intelligenzforschung so gar nicht auf der Agenda stehen, betrübt allerdings ein wenig - oder sind die Themen noch "zu heiß"?
Das Humorniveau des Buches fällt gegenüber den brillanten Erklärungen etwas ab - obwohl die Autoren sich redlich bemühen, ihre Dozentur durch flotte Sprüche anzureichern. So raten sie dringend davon ab, nach dem ersten Atomblitz einer Wasserstoffbombe hinter der Deckung aufzustehen und dem Pilz den Mittelfinger zu zeigen, weil dann ja erst noch die Druckwelle komme. Ein anderes Beispiel: da die DNS des Alpakakots einige Millionen Gigabyte Speicherplatz besitzt, brauche man nicht mehr in die Stadt zu fahren, um eine externe Festplatte zu laufen sondern man müsse einfach nur unter dem Hintern eines Alpakas die Hand aufhalten (S.67). Da krümmt sich das Raum-Zeit-Kontinuum vor Lachen!
Aber im Ernst: wem kann man ein solches Buch empfehlen? Ich meine: all jenen Leuten, den das Herumzappen vor dem Fernseher wegen des schlechten Programms auf die Dauer zu langweilig wird. Sie können sich mit dem vorliegenden Buch durch einen beträchtlichen Teil des anspruchsvollen Allgemeinwissens zappen und dabei auch noch etwas lernen. Das ist doch nicht wenig.
11 Kommentar28 von 32 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Richtig so: WER NICHTS WEISS, MUSS ALLES (sic!) GLAUBEN! So der Titel des Buches und so meinen es die Autoren Werner Gruber, Heinz Oberhummer & Martin Puntigam auch wirklich. Man staunt ob all der interessanten Studien und Untersuchungen und oft fasst man sich an den Kopf und denkt bei sich: das kann nicht wahr sein. Spannend ist noch untertrieben und bildend ebenso, das Buch stellt einen Wissensschatz dar, eine Quelle an notwendigen Informationen die man wirklich alle behalten sollte und die einen vor dummen Äußerungen und blöden Kommentaren schützen können. Beherzigen sollte man das, was das Buch hier auf 234 Seiten bringt, dieses Buch ist Wissenschaft für Alle, insbesondere für Laien.

Man dürfte doch glauben das wenn für einen vor einer OP gebetet wird und man das mitgeteilt bekommt, das man dann schneller genesen wird und es weniger Probleme gibt - oder - doch das Gegenteil scheint der Fall. Unglaublich aber wahr!

Manches mutet schräg an, manches wie ein Zauber und anderes ist gar unglaublich. Doch Hände weg von Spekulationen und Vermutungen, hier geht es um beweisbare Vorgänge und Fakten - schließlich sind wir bei den Science Busters.

Blutwunder selbst gemacht - schräg aber nachweisbar - mittels des Beharrungsvermögens von zähen Flüssigkeiten und die Erklärungen anhand des Ketchups habe sogar ich verstanden.

Wegen des Schwarzen Lochs mache ich mir keine Gedanken und dem Ereignishorizont sehe ich gelassen entgegen, zumindest habe ich endlich verstanden was das ist.

Ob ich die Seiten aus dem Buch heraus gerissen habe, Nein, warum sollte ich - aber es wirft in der Tat die Frage nach dem freien Willen auf. Haben wir einen freien Willen oder sind die Entscheidungen schon von vorn herein klar? Ein tolles Kapitel und sehr lehrreich.

Ein gutes Buch, es hat mir viel Freude beim lesen bereitet und ich werde es gerne und auch hier weiterempfehlen.

Empfehlenswert!
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Als Science Busters haben sich Heinz Oberhummer, Werner Gruber und Martin Puntigam durch ihre Show im Wiener Rabenhof Theater, die Radiokolumne auf dem Jugendsender FM4 und nicht zuletzt ihre Gastauftritte in diversen Kabarettsendungen einen soliden Ruf erworben. Doch literarisch sind die Science Busters noch nie gemeinsam aufgetreten, auch wenn Werner Gruber ("Unglaublich einfach. Einfach unglaublich", "Hollywood und die Physik", "Die Genussformel") und Heinz Oberhummer ("Kann das alles Zufall sein") in den letzten Jahren einige populärwissenschaftliche Bestseller aufgelegt haben. Ihr gemeinsames Sachbuchdebüt feiern die Science Busters jedoch auch mit ihrem "Moderator" Martin Puntigam, dessen humoristischer Einfluss auf das Werk sich für Kenner durchaus bemerkbar macht.

WER NICHTS WEISS, MUSS ALLES GLAUBEN unterscheidet sich von den Werken Oberhummers und Grubers vor allem dadurch dass der Erzählstil der Martin Puntigams ist oder zumindest derart von Einschüben Puntigams durchwoben ist, dass man vordergründig seine Handschrift zu erkennen glaubt. Das heißt im Klartext das Werk ist aggressiv polemischer als man es von Gruber und Oberhummers gewohnt ist. Daran mag sich so mancher Gegner des Edutainment stören, doch das sind eben die Science Busters. Dafür streifen die Autoren immer wieder auch die Geschichte des Ensembles.

An der Zusammenstellung der Themen erkennt man schließlich doch dass sich das Buch aus einem Best of der Science Busters Programme zusammensetzt und hinter den Kulissen wird dabei auch die Arbeitsteilung zwischen Oberhummer und Gruber erkennbar. Gerade der astrophysikalische Anteil dürfte Heinz Oberhummer zuzuschreiben sein, dessen Ausführungen über die Mysterien des Universums noch weit detailreicher in seinem Buch KANN DAS ALLES ZUFALL SEIN abgehandelt werden, während Werner Grubers Einfluss in den neurophysischen Ausführungen zum Leben und dem ganzen Rest, sprich das Kapitel über das Gehirn, Liebe, Tod und Gedächtnis, spürbar wird. Mancher Absatz mag einem daher auch aus den Auftritten der Science Busters und ihren Büchern bekannt vorkommen, wobei deren Neigung zu On Stage-Improvisationen eine Textgleichheit allerdings schon von vornherein ausgeschlossen hat.

Nun erinnert das erste Gemeinschaftswerk der Science Busters jedoch vom Erzähltempo stark an ihre Gastauftritte, denn die Ausführungen wirken zeitweise etwas verkürzt und nicht so ergiebig wie in den Büchern die sie jeder für sich schon geschrieben haben, fast als stünden sie dabei auch unter Zeitdruck. Am Ende ergibt sich so ein buntes Themen-Allerlei mit hohem Tempo, manchmal aber auch irgendwie fehlenden roten Faden. Dabei verstünden es Werner Gruber und Heinz Oberhummer in ihren eigenen Worten doch durchaus Themen prägnant abzuhandeln.

In WER NICHTS WEISS, MUSS ALLES GLAUBEN zeigen die Science Busters jedenfalls keine Scheu sich gegen moderne Mythen zu stellen und Esoterikern (Nahtoderfahrungen) wie Verschwörungstheoretikern (Mondlandung) und Gläubigen (Urknall, freier Wille) heftig auf die Füße zu steigen. Das mag Ensemble wie Buch manche Gegnerschaft einbringen, zumal auf Martin Puntigams Polemik in den jeweiligen Fällen Verlass ist. Doch darum geht es den Science Busters eben, Aufklärung, auch wenn die Erkenntnisse der Wissenschaft nicht immer jedem gefallen und manch über lange Zeit kultivierte Mystik zerstören. Schlussendlich steht es einem freilich weiterhin frei zu glauben was man will, aber man weiß nun mehr, um nicht mehr alles glauben zu müssen.

Fazit:
Ein Gemeinschaftswerk dem man den Einfluss des Kabarettisten und Showmoderators Martin Puntigam deutlich anmerkt, das jedoch auch eine überwältigende Themenvielfalt vorzuweisen hat und sich "wie ein Auftritt der Science Busters liest".
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am 11. Juli 2012
Von der Fernseh-Show Science Busters begeistert, habe ich mir dieses Buch gekauft. Physik hat mich immer sehr interessiert, das diesbezügliche Wissen schwindet aber wie so vieles dahin. Da würde so eine lockere Auffrischung a la Science Busters ganz gut tun. Soviel zu meiner Erwartung. Es muss jedem klar sein, dass hier keine Formel-Schlacht und Theorien-Diskussion zu erwarten ist. Vielmehr ist es ein Auffrischen bzw. Wiedererleben von physikalischen Inhalten aus der Schule. Natürlich wird alles nur angeschnitten, sonst würde es den Rahmen eines Buches sprengen.

Der Inhalt entsprach anfangs genau meinen Erwartungen. Physikalische Inhalte gepaart mit Humor. Der Inhalt war schön zu lesen und verständlich und der Witz kam regelmäßig und gefühlt immer zur richtigen Stelle. Im hinteren Teil des Buches begannen die Themen aber immer mehr von der Physik abzuschweifen. Themen aus dem Alltag wurden angesprochen und versucht, diese mittels Physik zu widerlegen. Begonnen vom energetischen Wasser bis hin zur Homöopathie und Globuli wurden diese förmlich in der Luft zerrissen. Dazu ist meine Meinung, dass Physik bestimmt nicht alles ist und man die gesunde Objektivität nicht aus den Augen verlieren darf. Vor allem kann man eine Theorie auch widerlegen versuchen, ohne diese gleich ins Lächerliche zu ziehen.

Pro:
+ Leicht zu lesen und verständlicher Inhalt (auch ohne Wiederholung von Stellen)
+ Witzige Zwischenbemerkungen bzw. humorvoller Schreibstil
+ Alles in allem nette eine Auffrischung so mancher physikalischer Inhalte

Contra:
- Inhalt deckt sich tlw. mit dem Inhalt der Show im TV. Wer also die meisten Shows gesehen hat, könnte etwas enttäuscht sein.
- Manche Themen werden ins Lächerliche gezogen. Die Art wie, hat mir nicht gefallen.
- Gesamtinhalt könnte mehr in Zusammenhang mit Physik stehen. Im zweiten Teil des Buches dient die Physik bestenfalls als Mittel zur Widerlegung von Theorien.

Wer also an Physik interessiert ist und an einer witzigen Auffrischung der Materie interessiert ist, sollte das Buch lesen. Der Unterhaltungswert ist auf jeden Fall gegeben. Neu kaufen würde ich es mir allerdings nicht mehr. Dazu hat es mir in Summe zu wenig geboten. Von mir gibt es 3,5 Sterne, aufgerundet 4.
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Die Schweiz komme auch noch dran, droht mir das österreichische Trio in der Einleitung. Nach der Lektüre des Buches weiß ich allerdings noch nicht, ob ich dessen Inhalt auch auf der Bühne sehen will. Aber wahrscheinlich müsste ich hin, da einige Witze auf dem Papier doch stumpf wirken und auf die richtige Szenerie warten. Mit den fiktiven Kochrezepten werden sie mich aber auch im Saal nicht begeistern können. Da hätte ich lieber ein Labor à la Frankenstein oder Edi Zimmermann.

Als in Physik wenig Bewanderter, aber mich in neuronalen Netzwerken Auskennender vergrub ich mich zuerst ins vierte Kapitel. Denn überschrieben ist es mit "Gehirn". Und erzählt wird von Déja-vu-Erlebnissen, dem freien Willen, Demenz, den verschiedenen Arealen, unbewussten Entscheidungen, Dämonen und anderen Ergebnissen dieses Wunderdings. Wem die witzigen und wissenschaftlich erstaunlich präzisen Erklärungen nicht einleuchten, dem wird mit eher grässlich anzuschauenden Grafiken auf die Sprünge geholfen. Als Illustrator wildert Werner Gruber in einem Gebiet, auf dem er offenbar keine allzu großen Ansprüche an sich stellt. Schwierig zu entziffern sind auch Scans vom Gehirn, vor allem wenn sie Laien noch in Schwarz-Weiß präsentiert werden.

Die sieben anderen Kapitel tragen folgende Überschriften: Universum, Materie, Leben, Glaube, Liebe, Hoffnung und Tod. Das Publikum wird also mit Themen konfrontiert, die auch existentiellen Charakter haben und ziemlich heikel sind. Und ob tatsächlich alle so viel Humor haben, dass sie auch über ihre eigenen Glaubensfundamente lachen können, bezweifle ich. Vielleicht hätten die Science Busters noch einen Exkurs einfügen sollen, wie Glaubensvorstellungen im Gehirn zustande kommen, bevor sie gleich Rezepte für Blutwunder und die Überquerung eines Sees per Fuß liefern. Und auch die Fact-Box zur Berechnung der Anzahl Jesus-Atome ist für manchen Leser eventuell zu harte Kost. Aber letztlich gehört es zum Konzept der Science-Busters, kein esoterisches Blatt vor den Mund zu nehmen und ihr Publikum mit anerkannten wissenschaftlichen Facts zu konfrontieren. Fact ist allerdings auch, dass nicht jede der zitierten Studien strengen empirischen Maßstäben genügt. So einfach ist das mit dem Beten jedenfalls nicht, wie uns die Autoren weismachen wollen. Wer dem Beten eine ungesunde Wirkung zuschreibt, sollte doch noch einige Worte darüber verlieren, was er unter Beten versteht und wie solche Studien zustandekommen.

Mein Fazit: Mit sind die qualitativen Schwankungen zu groß, um das Buch mit fünf Sternen bewerten zu können. Die Mär, amerikanische Astronauten seien nie auf dem Mond gelandet, lässt sich auf ein paar Seiten sehr viel einfacher entkräften als Glaubensvorstellungen, mit denen ein Leser groß geworden ist und die seinem Leben ein Fundament geben. Möglich, dass auf der Bühne viele Witze ganz anders wirken und ankommen als auf Papier.
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am 6. April 2014
das zeigen die Autoren dieses Buchs. Wobei Humor und korrekte wissenschaftliche Fakten einander nicht ausschließen. Humor ist natürlich auch Geschmacksache und es wird wohl nicht jeder alle Gags in diesem Buch goutieren. Beispielsweise ist humorlosen Anhängern einer Religion von diesem Buch dringend abzuraten !
Aus meiner Sicht sind die witzigen Formulierungen tatsächlich witzig, netter Weise werden Austriazismen ins Deutsche übersetzt, somit das Buch auch für deutsche Leser aufbereitet.
Vorübergehend hat es mich ein wenig gestört, dass unterschiedliche Themen im Plauderton aneinander gereiht werden, doch warum eigentlich nicht ? Bisweilen, doch wirklich selten, kommen Meinungen, also wissenschaftlich nicht Belegtes, der Autoren zum Vorschein. Dafür würde ich, wenn es möglich wäre, einen halben Stern abziehen.
Ich bin der Meinung, dass auch wissenschaftlich vorgebildete Menschen einiges Neues und sehr Interessantes aus diesem Buch lernen können.
Aus dem Titel folgt zwingend, dass auch religiöser Aberglaube erwähnt werden muss. Das stört manche Leser, wie aus den Rezensionen hervorgeht. Doch habe ich beispielsweise vor der Lektüre nicht gewusst, dass die katholische Kirche (ob auch die evangelische, weiß ich nicht) immer noch Teufelsaustreiber, also Exorzisten, beschäftigt ! Das kann man lustig oder schrecklich finden. Eine dritte Möglichkeit sehe ich nicht.
Also: kaufen, lesen, schmunzeln und sich zugleich weiterbilden !
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am 28. November 2012
Das Buch hält sich von den Inhalten sehr an das Programm im Rabenhof und hat auch eine Einleitung, wo den Mitarbeitern dort gedankt wird. Die Themen selbst sind somit nicht zwingend neu, wenn man das Kabarett schon gesehen hat. Somit ist der Aufbau selbst auch entsprechend organisiert. Es wird Theorie mit Witz vermischt und mit kurzen Beispielen, Geschichten oder Experiementbeschreibungen angereichert.

Der Schreibstil ist sehr lustig, ich musste stellenweise stoppen und herzlichst lachen. Manchen mag der Witz wohl zu stark hervortretend vorkommen. Es handeld sich hier NICHT um ein Physiklehrbuch! Hier geht es um Unterhaltung und wer auch noch etwas lernt, der tut das womöglich zufällig. Die Inhalte sind somit vom wissenschaftlichen Standpunkt nicht weltbewegend, sondern eben eher grundlegender Natur. Wer etwas lernen will, der sollte zum Buch von Hrn. Oberhummer greifen.

Es wird in kurzem und flüssigem Stil grundlegende Physik erklärt, was aber eben nur der Aufmacher ist. In einem Satz handelt es sich hier um das Kabarett in Buchform!

Leider stinkt mein Exemplar nach Papierkleber oder was auch immer. Das stört schon.
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am 4. Juni 2015
Ich wollte mir ein Buch über Physik zulegen, welches kein Grundwissen vorraussetzt und da ich die Sendung der Science Busters im Fernsehen liebe, kaufte ich dieses Buch in der Hoffnung, dass es ebenfalls sehr lustig und leicht zu verstehen ist.
Nachdem ich mit dem Lesen begann, war ich nach einigen Seiten davon überzeugt, dass richtige Buch für meine Interessen gekauft zu haben.
Alle Themen sind leicht verständlich erklärt und wirklich sehr lustig geschrieben. Es ist fast, als sitzt man direkt im Kabarett und trotzdem wird Mann bei jedem Thema davon überrascht wie dieses und jenes erklärt und auch aufgeklärt wird. Einige Mythen, welche man Zeit seines Lebens eingebläut und vorgetragen bekommt, erweisen sich plötzlich als falsch und werden gnadenlos aufgedeckt.
Schlußendlich ist dieses Buch jedem zu empfehlen, der die Sendung mag oder einfach nur ein Buch kaufen will, welches bis zum Ende nicht weggelegt werden kann, da man sich ständig fragt, was bloß als nächstes lustig erklärt und vorallem aufgeklärt wird.
Klare Kaufempfehlung!
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