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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reise in die Vergangenheit
Reife Frau am Wendepunkt ihres Lebens - der Gedanke schleicht sich ein, wenn man die Kurzbeschreibung zu Rita Hampps neuem Buch liest, mit dem die Autorin einen Genrewechsel vollzogen hat. Kein Krimi ist es diesmal, sondern eine Geschichte über schwierige Familienbeziehungen, über Geheimnisse und über die Liebe zwischen einem ungleichen Paar.
Reife...
Veröffentlicht am 6. April 2012 von Bouquineur

versus
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Absoluter Fehlkauf
Nach nur 15 Minuten lesen war mir klar ich hatte mir einen totalen Fehlkauf geleistet.
Die ersten paar Seiten konnte ich fast nur mit dem Kopf schüttele, so verhält sich eine 55 Jahre alte Frau? Aber bitte, das kann doch nicht wahr sein!
Vor 11 Monaten von leola68 veröffentlicht


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reise in die Vergangenheit, 6. April 2012
Von 
Bouquineur (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Das Rosenhaus am Merkur: Roman (Broschiert)
Reife Frau am Wendepunkt ihres Lebens - der Gedanke schleicht sich ein, wenn man die Kurzbeschreibung zu Rita Hampps neuem Buch liest, mit dem die Autorin einen Genrewechsel vollzogen hat. Kein Krimi ist es diesmal, sondern eine Geschichte über schwierige Familienbeziehungen, über Geheimnisse und über die Liebe zwischen einem ungleichen Paar.
Reife Frau am Wendepunkt ihres Lebens - schnell merkt man, dass dieser Gedanke zu banal ist für die warmherzige Geschichte, die Rita Hampp hier auf 373 Seiten vor dem Leser ausbreitet und mit der sie südländisches Temperament, Lebensfreude und die Lust am Leben ins beschauliche Baden-Baden zaubert. Im Mittelpunkt steht Clara, die mit ihrem stürmischen und aufbrausenden Wesen so gar nicht zu ihren Eltern zu passen scheint und die nach einer Lebenskrise nun auch noch für ihre alten und pflegebedürftigen Eltern sorgen muss. Zur Seite steht ihr dabei der Antiquar Gregor, der deutlich jünger ist als sie und gegen dessen Zuneigung sie sich zunächst sperrt. Sensibel und mit Tiefgang schildert Rita Hampp Claras aufkommende Gefühle, die Zweifel ob des großen Altersunterschiedes und das nicht glauben wollen, dass auch ein jüngerer Mann durchaus eine Frau über 50 begehren kann. Nie wirkt das, was sich zwischen den beiden entwickelt, unglaubwürdig, sondern auf ganz besondere Weise schön und sinnlich. So gelingt es der Autorin auch, den Leser Clara durch die Augen Gregors sehen zu lassen und man versteht, was den deutlich jüngeren Mann so an der impulsiven und kraftvollen Frau fasziniert.

Es wäre kein echter Rita-Hampp, wenn es nicht doch ein gewisses Maß an Spannung geben würde, selbst wenn es sich hier nicht um einen Krimi handelt. So stößt Clara im Keller ihres Elternhauses auf ein altes Familiengeheimnis, dessen Aufklärung ihr keine Ruhe lässt und das sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Ich hatte recht schnell eine Vermutung, die sich am Ende auch bestätigt hat. Das tat der Spannung aber insofern keinen Abbruch, als mich hier eher interessiert hat, wann sich Clara endlich die Zusammenhänge erschließen. Auf ihrem Weg zur Entschlüsselung des Gehemnisses, der Reise zu sich selbst, der Aufarbeitung der schwierigen Beziehung zu ihrer Mutter und der Erkenntnis, dass Liebe unabhängig vom Alter ist, habe ich Clara sehr, sehr gerne begleitet.

Rita Hampp zeigt mit diesem Buch, dass ihr schriftstellerisches Talent nicht nur auf dem Gebiet des Krimis liegt. Ich hoffe, dass dieser Ausflug in das Genre Familienroman keine einmalige Sache war.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beste Unterhaltung - anspruchsvoll und lesenswert, 15. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Rosenhaus am Merkur: Roman (Broschiert)
Da ist eine Autorin und da ist eine Idee. Eine Idee die außerhalb der Grenzen des Genres liegt, welches die Autorin sonst bedient. Und da kann man sich schon vorstellen, dass eventuell Selbstzweifel vorhanden waren: "Soll ich diese Idee umsetzen"? "Wird mich meine Lesergemeinde auf diesem Ausflug begleiten?"

Diese beiden Fragen lassen sich nach der Lektüre des Buches sehr leicht beantworten. Ja, es war eine gute Sache, diese Idee so umzusetzen wie sie dann umgesetzt wurde. Ja, und die Lesergemeinde täte gut daran, die Autorin auf diesem Ausflug zu begleiten - würde sie (die Lesergemeinde) es nämlich nicht machen, gingen ihr schon einige Stunde beste Unterhaltung verloren.

Rita Hampp, bekannt von ihren "Baden Baden Krimis" versucht sich in einem anderen Genre. Dieses Genre könnte man mit dem Begriff "Belletristrik - anspruchsvoll, unterhaltend" umschreiben. Erzählt wird die Geschichte der Kinderbuchautorin Carla Funke, eine attraktive Mittfünzigerin die in München lebt, die sich in sicheren Lebensverhältnissen wähnt, dann aber von einer auf die andere Minute aus ihren Träumen gerissen wird. Ihr Lebensgefährte hat sie wegen einer anderen, jüngeren Frau verlassen. Mehr oder weniger mittelos steht Carla vor den Trümmern ihrer Beziehung. Da erreicht sie ein Anruf, dass ihre Mutter im Krankenhaus liegt und ihr über neunzigjähriger Vater sie braucht.
Carla fährt nach Baden Baden. Zehn Jahre war sie nicht mehr in ihrem Geburtsort gewesen; das Verhältnis zu ihrer Mutter ist und war denkbar schlecht und Carla schien froh darüber zu sein, ihre Mutter nicht mehr zu sehen. Es schien Carla immer wichig zu wissen, dass viele Kilometer zwischen ihr und ihrer Mutter lagen.

Als Carla dann zuhause angekommen ist, muss sie feststellen, dass die Villa ihrer Eltern hoffnungslos überschuldet ist und das die Zwangsräumung droht. Auch ihr ehemaliger Schulkollege Joe kann ihr keine Hoffnung, entscheidet er doch in der Bank über die Vergabe der Kredite und scheint darüberhinaus auch ganz eigene Interessen an dem Haus von Carlas Eltern zu haben. Carla erreicht unter großen Mühen einen weiteren Zahlungsaufschub - aber die Lage wird dadurch nicht hoffnungsvoller.

Und dann ist da auch noch Gregor, Antiquar und der Sohn ihres einstigen Lebensgefährten Helmut. Gregor kümmert sich rührend um Carlas Vater und bekommt von Carla anfangs aber nichts anderes gezeigt als deren kalte Schulter. Denn Gregor scheint auch Interesse an Carla zu haben, aber diese Meisterin des "Selbstzweifels und der falschen Situationseinschätzungen" traut Gregor - wie könnte es auch anders sein - nicht über den Weg. Doch dann merkt auch Carla, dass Gregor ihr nicht gleichgültig ist; ganz im Gegenteil.

Doch auch Gregor benötigt Geld, hat er doch eine erhebliche Summe für Carlas Vater ausgelegt. Da Carla aber nicht bezahlen kann, arbeitet sie stundenweise im Antiquariat Gregors.
Als Carla das Haus ihrer Eltern durchstöbert, auf der Suche nach eventuellen Wertsachen, die man zu Geld machen könnte, stösst sie auf ein Manuskript in italienischer Sprache. Ihre Mutter kann sie nicht nach dessen Herkunft fragen, liegt diese doch im Koma und ist nicht ansprechbar. Was hat es mit diesem Manuskript auf sich? Und hat die Leidenschaft für Rosen, die Carlas Mutter fest im Griff hat, etwas mit diesem Manuskript zu tun?

Carla zweifelt an sich, an ihren Eltern und auch an Gregor, sein Verhalten interpretiert sie dabei stets so, als würde alles was er tut nur zu ihren Ungunsten sein und sich gegen sie richten.

Zum Ende des Buches spitzen sich die Ereignisse dann dramatisch zu und der Schluss dieser Geschichte ist dann schon überraschend und fügt sich sehr gelungen in das bisher Gelesene ein. Ein Geschichte - stimmig bis zum Schluss.

Dieses Buch bietet beste Unterhaltung. Und es eben auch eine schwierige Sache Leser gut zu unterhalten, sie nicht zu langweilen und sie bei der "Stange zu halten". Das alles ist der Autorin mit diesem Buch gelungen. Schnell findet man als Leser Zugang zu den handelnen Personen dieser Geschichte und zu dieser Geschichte selbst.

Diese Geschichte beschäftigt sich auch mit der Gedankenwelt, den Gefühlen und den Selbstzweifeln einer Frau, die in der Mitte des sechsten Lebensjahrzehnts angekommen ist, und die Schwierigkeiten damit hat, manche Konventionen über Bord zu werfen. Die Schwierigkeiten damit hat, das eigene Leben zu akzeptieren und auf den Menschen zuschauen, nicht auf dessen Alter. Es ist auch die Geschichte genaugenommen vieler Frauen, die von ihren Lebenspartnern wegen einer jüngeren Frau verlassen werden und die sich dieses nie haben vorstellen können, obwohl es ganz sicher auch in ihrem Umfeld schon passiert ist.

All das schildert Rita Hampp mit sehr viel Einfühlungsvermögen. Als Leser hat man sehr schnell den Eindruck: "Diese Autorin mag ihre Figuren." Gerade auch bei der Beschreibung ihrer handelnden Personen verzichtet Rita Hampp auf eine klischeebeladene Bemalung. Die Personen in ihrer Geschichte wirken authentisch und lebensecht - erzählt wird eine Geschichte die sich so oder etwas anders durchaus auch im realen Leben hätte zutragen können.

Sehr schön auch, dass der Leser "so wie nebenbei" immer wieder durch Baden Baden selbst und die Geschichte dieser Stadt geführt wird. Unaufdringlich wird hier Sightseeing der besonderen Art betrieben.

Das Buch bietet beste Unterhaltung, der Spannungsbogen (ja - spannend ist dieser Roman durchaus auch) wird konsequent gehalten, er sackt nicht ab und das alles wird in einem sehr schön zu lesenden Schreibstil präsentiert.

Unbedingt lesenswert.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesetipp. Basta!, 26. April 2012
Von 
Skatersally "skatersally" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Das Rosenhaus am Merkur: Roman (Broschiert)
Carlas Tag kann nicht unglücklicher verlaufen. Zuerst findet sie heraus, dass sie ihr Freund Jan mit der Tochter ihrer besten Freundin betrügt. Mit der Post erhält die Kinderbuchautorin den Bescheid, dass ihr Verlag ihre Bücher einstellen wird und am Ende ruft auch noch das Krankenhaus an, dass ihre Mutter dort seit Wochen liegt. Ein Ereignis hätte schon gereicht, um eine heile Welt ins Wanken geraten zu lassen. Carla zögert nicht lange, packt ihre Sachen und fährt nach Baden-Baden zu ihren Eltern.

Rita Hampp wechselt erstmalig ins Belletristikgenre. Trotz des emotionalen Themas ist sie ihrem klar strukturierten Schreibstil treu geblieben. Sie zeichnet ihre Charaktere detailliert mit vielen Facetten, sodass sie auch im letzten Viertel des Buches noch überraschen. Gleichfalls strukturiert folgt der Leser der Handlung. Kaum hat man sich in das überwältigende Chaos eingefunden, weist die Autorin auch schon auf Wege hin, die eine verfahrene Situation auflösen. In diesem Fall wäre das Carlas Aufbruch zu ihren Eltern. Dort hat sie zwar auch mit einem emotional sehr belastenden Zustand zu tun, kann aber durch die Veränderung auch wieder interessante Verzweigungen bieten. Der Leser erfährt mehr über den familiären Hintergrund und erschrickt gleichzeitig über das durchaus nicht übliche Miteinander. Ausgleichend wirken dagegen die Verhältnisse zwischen Carla, ihrem Vater und dem netten Antiquariar Gregor. Nach und nach wird das gesamte Ausmaß deutlich und so manches Verhalten bekommt nun auch seine Berechtigung.

Der Autorin ist wie schon in der Krimiserie um Frau Campenhausen anzumerken, dass in ihren Romanen viel Liebe zum Detail steckt. Die Umgebung wird farbig geschildert, sodass Wege am Handlungsort gedanklich gut zu folgen sind, ohne zu viel Raum einzunehmen. Selbstverständlich erhalten auch die kulinarischen Genüsse so viel Beachtung, dass die Gerüche förmlich aus den Seiten aufsteigen. Der Roman spricht auch in dieser Hinsicht die Sinne an. Die zum Teil sehr zusetzenden Themen wie Existenzangst, Vertrauensbruch, Sorge um die eigenen Eltern oder das Entschlüsseln eines gutgehüteten Familiengeheimnisses gehen unter die Haut, als wäre man selbst betroffen. Gemeinsam mit den hervorgerufenen Emotionen nach dem Lesen, kann ich dieses Buch uneingeschränkt empfehlen. Krimi trifft auf Belletristik ist in diesem Fall ein ganz besonderer Lesegenuss.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Familienroman mit Spannung und Gefühl, 14. April 2012
Von 
Bücherwürmchen (http://laberladen.wordpress.com/) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Das Rosenhaus am Merkur: Roman (Broschiert)
Es ist schon schlimm genug, dass ihr Freund sie wegen einer Jüngeren Knall auf Fall verlässt und dass ihr Verlag die Kindebruchreihe einstellen will, von deren Verkauf sie lebt. Nun bekommt die Mittfünfzigerin Clara noch die Nachricht, dass ihre alte Mutter sterbenskrank in der Klinik liegt und ihr pflegebedürftiger Vater alleine ist. Sie macht sich auf den Weg in ihre Heimatstadt Baden-Baden und beginnt, sich mit der desolaten Finanzlage der Eltern und der Vergengenheit ihrer kaltherzigen Mutter auseinander zu setzen, als sie im Keller ein geheimnisvolles Manuskript entdeckt. Hilfe und Unterstützung bekommt sie vom viel jüngeren Antiquar Gregor, in den sie sich gegen ihren Willen verliebt.

Von Rita Hampp kenne ich bisher die Baden-Baden-Krimis, die mir alle sehr gut gefallen haben. Deshalb habe bin ich ihr zum Genre "Familienroman" gefolgt, obwohl das nicht unbedingt die Bücher sind, bei denen ich mich am liebsten aufhalte. Rita hat eine warmherzige, aber doch direkte und ungekünstelte Art, die Dinge zu erzählen, die mir gefällt und die habe ich trotz des Genrewechsels wieder gefunden. Natürlich gibt es auch eine gewisse Spannung und detektivische Ermittlungen, die Clara durch die Jugend ihrer Mutter führen. Aber auch die zwiespältigen Gefühle, die die temperamentvolle Clara für ihre immer kontrollierte und kritische Mutter und neuerdings auch für Gregor, der ihr Sohn sein könnte, hegt, sind so beschrieben, dass ich jederzeit mit dabei war und ihre Suche nach Liebe aber auch ihre Zweifel und Ängste verstehen konnte.
Hinzu kommt eine Riege von sympathischen Nebenfiguren, die das Antiquariat bevölkern und für so manchen Schmunzler sorgen.
Ein Familienroman, der mich gut unterhalten hat und von dessen Sorte ich mir mehr aus Ritas Feder wünsche.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine tolle Familiengeschichte mit großer Sogwirkung, 9. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Rosenhaus am Merkur: Roman (Broschiert)
Die Kinderbuchautorin Clara überlegt nach einer tiefen Enttäuschung, wie sie ihr Leben umkrempeln kann, als sie ein merkwürdiger Anruf erreicht. Ihre Mutter liegt anscheinend schon länger schwerkrank im Krankenhaus und ihr herzkranker, alter Vater ist allein in der Familienvilla. Kurz entschlossen fährt Clara direkt nach Baden-Baden ins Krankenhaus um nach ihrer Mutter zu sehen, zu der sie immer ein sehr gestörtes Verhältnis hatte. Ihrer Mutter geht es jedoch so schlecht, dass keine Kommunikation möglich ist. Daraufhin beschließt Clara, zu ihrem Vater weiterzufahren, um dort nach dem Rechten zu sehen. Im Haus angekommen trifft sie auf einen fremden Mann, der sich gerade um ihren Vater kümmert. Ihre schwerkranke Mutter im Krankenhaus und ihr pflegebedürftiger Vater in der Villa sind nur zwei der vielen Probleme, um die Clara sich in den nächsten Wochen kümmern muss....

Völlig überraschend habe ich das Buch "Das Rosenhaus am Merkur" geschenkt bekommen und wollte eigentlich nur mal eben kurz die ersten paar Seiten anlesen, um mir einen ersten Eindruck über das Buch zu verschaffen. Allerdings hatte mich die Autorin bereits auf der ersten Seite am Haken hängen und so habe ich das Buch an einem Nachmittag regelrecht verschlungen, denn die Geschichte von Clara mit ihren Problemen und Widrigkeiten hat für mich eine regelrechte Sogwirkung entfaltet. Clara muss sich zig Herausforderungen stellen und dabei ihr Leben komplett neu ordnen, wobei ich sie als Leserin sehr gerne begleitet habe.
Mein Lieblingszitat aus dem Buch steht auf Seite 145: "Wenn wir vergeben, dann entscheiden wir lediglich, nicht länger zuzulassen, dass unsere Vergangenheit auch unsere Zukunft negativ beeinflusst". Dieses Zitat ist nicht nur wunderschön geschrieben, sondern bedeutet auch einen Umbruch in Claras Denken und Leben. Der hartherzigen Mutter zu vergeben macht ihren Kopf freier und so kann sie sich um viel zu lange vernachlässigte Dinge kümmern, egal ob es dabei um finanzielle Dinge oder um eine gerade aufkeimende neue Liebe geht. Dabei muss Clara auf ihrem neuen Weg auch schmerzhaftes aus ihrer Vergangenheit erfahren und endlich lernen, was Vertrauen bedeutet.

Die Autorin Rita Hampp hat mit "Das Rosenhaus am Merkur" ihren ersten Familienroman geschrieben, der mir außerordentlich gut gefallen hat und den ich sehr gerne weiterempfehlen möchte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 5 Sterne reichen nicht aus......, 6. Mai 2012
Von 
JoKo - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Rosenhaus am Merkur: Roman (Broschiert)
.....um das neue Buch von Rita Hampp zu bewerten.Schrieb die Schriftstellerin bisher nur Krimis, so hat sie sich diesmal mit einem Familienroman versucht und man muss sagen, dass ihr der Ausflug in dieses Genre bravourös gelungen ist.

Clara, die Protagonistin dieses Romans,erfährt zu Anfang dieses Romans einige Schicksalsschläge. Ihr Freund Jan betrügt sie mit einer Jüngeren, der Verlag,bei dem Clara ihre Kinderbücher herausbringt, hat wegen zu geringer Verkaufszahlen kein weiteres Interesses an einem neuen Buch Claras und last but not least erfährt Clara als sie ihr Elternhaus besucht, dass ihre Mutter schon längere Zeit schwer erkrankt im Krankenhaus liegt.Schlechte Voraussetzungen für die schon angeschlagene Clara.

Im Laufe der Geschichte erfährt der Leser vom schlechten Verhältnis zwischen Clara und ihrer Mutter,für die ihre Rosen immer wichtiger waren als ihre Tochter, die ihr eigentlich nie etwas recht machen konnte.Was hat sie falsch gemacht, woher kommt die Abneigung ihrer Mutter? Gedanken ,die es Clara schwer machen, sich mit ihrer todkranken Mutter zu versöhnen.Aber nicht nur die Annäherung in der Beziehung zu ihrer Mutter macht Clara zu schaffen, sondern auch eine zarte Liebesgeschichte, die sich zwischen dem jungen Antiquar Gregor und ihr entspinnt.

Wunderbar beschrieben,dass es einem nicht schwer fällt in diese Geschichte einzutauchen,erzählt die Autorin von den Zweifeln und Gefühlen, die Clara beschleichen, als sie merkt, dass sie einen jüngeren Mann liebt und sich nicht vorstellen kann, dass diese Gefühle erwidert werden und auch die langsame Annäherung an ihre Mutter, das Verzeihen all ihrer Demütigungen, die sie frei machen für ein neues Leben, werden einfühlsam und nachvollziehbar beschrieben.

Doch es wäre kein Buch von Rita Hampp, hätte es nicht doch ein paar kriminalistische Sequenzen im Geschehen, die uns die Autorin in Form eines alten Manuskriptes präsentiert, das Clara im Keller des Elternhauses findet und das für sie von besonderer Bedeutung ist.

Ich bin total begeistert von diesem Buch, weil es für mich eine rundherum gelungene Geschichte war, die sprachlich und inhaltlich mehr als gut war.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Liebesroman - Familienhistorie - Detektivgeschichte, 16. April 2012
Von 
Jürgen Zeller (Kanton Bern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Rosenhaus am Merkur: Roman (Broschiert)
Das Schicksal ist der Kinderbuchautorin Clara gar nicht gut gewogen, nachdem bereits ihre Ehe in die Brüche ging findet auch ihre nächste Beziehung ein unversöhnliches Ende, die Mittfünfzigerin wird von ihrem Freund wegen einer deutlich jüngeren Frau verlassen. Ihre Bücher verkaufen sich leider nicht so gut und ihr Verlag lehnt ihr Manuskript für das nächste Buch ab. Als ob das nicht genug Pech wäre kommt bereits die nächste Hiobsbotschaft. Ein Anruf von einem Unbekannten zwingt sie zurück in den Ort ihrer Kindheit nach Baden-Baden zu ihren Eltern. Ihre Mutter liegt schwer krank auf der Intensivstation und sie muss sich um ihren betagten Vater kümmern. Dabei findet sie heraus, dass es mit den Finanzen ihrer Eltern alles andere als rosig aussieht... zum Glück ist ihr der adrette Antiquar Gregor behilflich und eine wertvolle Stütze.

Wie steht es so schön auf der Rückseite des Buches: Liebesroman - Familienhistorie - Detektivgeschichte. Diese Worte treffen den Kern der Handlung sehr genau. Liebesroman deshalb weil es mit der Liebe eine verflixt schwere Sache ist und nach dem Volksmund wird es mit zunehmendem Alter nicht einfacher - Familienhistorie weil es in Claras Familiengeschichte einiges zu ergründen gilt womit auch die Detektivgeschichte erklärt wäre.

Dieser Familienroman lebt unter anderem vom Erzähltalent der Autorin Rita Hampp. Sie widmet sich liebevoll den kleinen Dingen die aus dem Handlungsgerüst eine lesenswerte Geschichte mit viel Flair machen. Es ist die Leidenschaft Figuren zu gestalten die wir Leser entweder mögen oder aber ablehnen und wir gerne bereit sind mit ihnen das ganze Spektrum der Gefühlswelt zu durchleben. Es ist die Hingabe zur klassischen Musik, zum genussvollen Essen und Trinken und zur idyllischen Region Baden-Baden mit einem fingerbreit italienischen Ambiente die das Gemüt nach Claras Schicksalsschlägen besänftigt. Es ist die charmante Art der Autorin eine Geschichte zu erzählen und das sichere Gefühl die richtigen Worte zum richtigen Zeitpunkt zu finden und nicht zuletzt erfreut mich als Buchliebhaber das spürbare Faible von Rita Hampp zum Kulturgut Buch.

Das Buch richtet sich vom Aussehen her und dem Klappentext eindeutig an die weibliche Leserschaft aber Männer dürfen gerne zu diesem Buch greifen, welcher Mann lässt sich nicht gerne von Rita eine Geschichte erzählen? In der Art und Weise ein Liebesroman mit Drama, ganz klar, aber einer mit Schmiss und einer guten Portion Rasse und Klasse. Wie ein geschätzter Mitrezensent geschrieben hat, ist das Finale ähnlich einem süssen Dessertwein, ich hätte aber lieber einen schweren Whisky genossen. Dennoch Rita, Bella, du bist die beste Schriftstellerin unter der Sonne Baden-Badens!
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5.0 von 5 Sternen buon giorno, 11. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Rosenhaus am Merkur: Roman (Broschiert)
Den positiven Vor-Rezensionen kann ich mich nur anschließen. Ergänzen möchte ich (mit einem Augenzwinkern): Man soll nicht hungrig einkaufen gehen, und man sollte vor allem auch kein Buch - nicht nur Das Rosenhaus am Merkur" - einer so begeisterten und guten Köchin wie Rita Hampp eine ist, hungrig lesen. Man läuft Gefahr, dass einem das Wasser im Munde zusammenläuft, und man möchte auf der Stelle die vorhandenen Vorräte auf ihre entsprechende Verwertbarkeit überprüfen. Wie ihre anderen Bücher auch, ist Das Rosenhaus am Merkur" ein gut ausgeklügeltes Menü, hier komponiert" aus italienischen (Clara) und regionalen (die weiteren Protagonisten/ Örtlichkeiten) Spezialitäten, zubereitet mit Sprache und Stilistik als erstklassigen, frischen Zutaten. Dass Claras Geschichte wahrhaftig kein Zuckerlecken" ist und sie öfters in den sauren Apfel beißen" muss, tut dem keinen Abbruch. Auf das Dessert darf man gespannt sein. Mir hat das ganze Menü jedenfalls vorzüglich geschmeckt!!!
Übrigens ist auch mein Lieblingssatz: "Wenn wir vergeben, dann entscheiden wir lediglich, nicht länger zuzulassen, dass unsere Vergangenheit auch unsere Zukunft negativ beeinflusst".
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Familienroman ohne Familie, 11. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Rosenhaus am Merkur: Roman (Broschiert)
Rita Hampp kann schreiben, das hat sie mit ihren wunderbaren, spannenden und humorvollen Krimis Baden-Badener Roulette bewiesen.

Nun hat sie - dafür ein Lob vorweg - ohne sich ihres Namens zu schämen und ein Pseudonym zu wählen- einen Genrewechsel vorgenommen. Wenn man wie ich gerne weitere Krimis von ihr lesen will schleicht sich in die Bewertung, dass sie das mit Bravour hingelegt hat leises Bedauern, den eigentlich würde ich von ihr auch gerne aus diesem Genre des Familienromans weiteres lesen.

Die Autorin hat einen Familienroman über eine Frau geschrieben, die keine Famile hat, zunächst wird sie uns vorgestellt als Tochter, die von der Lieblosigkeit der eigenen Mutter entflohen ist in die Unselbständigkeit von Beziehungen zu Männern, die ihr keinen Freiraum für die eigene Entwicklung ließen, die aber auch keine richtige Familie mit ihr gründeten. Ihre Erfahrung ist betrogen zu werden und wegen jüngeren Frauen verlassen zu werden.

In diesem Zustand kommt sie zurück in ihre alte Heimat Baden- Baden in die badische Provinz aus der Großstadt München. Innerlich fühlt sie sich dabei erheblich zerrissen, einerseits fühlt sie sich von der Stadt aufgrund der Vergangenheit abgestoßen, anderseits kennt sie jeden Stein und empfindet die Stadt als Heimat. Die Tatsache, dass sie mit ihrer Mutter nicht kommunizieren kann, also weder der altbewährte Streit ausbricht, noch Versöhnung stattfinden kann hilft dabei wenig weiter. Auch dass sie sich in der Mutter getäuscht hat, die Mutter keinesfalls alles in ihrem Leben im Griff hatte, im Gegenteil, die Zwangsräumung des Hauses droht, wegen katastrophaler Überschuldung hilft Clare nicht gerade weiter. Außerdem muß sie sich um ihren 91jährigen Vater kümmern, der geistig zwar noch auf der Höhe ist, aber körperlich schwach. Mit ihrem sehr explosiven Temperament und ihrem naiven Glauben an Horoskope versucht Clare das Chaos zu beherrschen, dabei kommt ihr dann noch ganz blöde eine neue Liebe dazwischen. Auch dort Zerissenheit - ausgerechnet der Sohn ihrer Jugendliebe, viele Jahre jünger als sie selbst, da verbieten sich doch Gefühle einfach logischerweise. Aber hat Liebe was mit Logik zu tun? Und was will die Mutter mit ihrem gestammelten Hinweis auf ein altes Manuskript, welche Geheimnisse sind in der Vergangenheit ihrer Nichtfamilie vergraben?

Die Autorin versteht es die Geschichte einer Persönlichkeitsentwicklung, einer Emanzipation als die Suche nach sich selbst mit der Suche nach der Vergangenheit und der auf den Ergebnissen dieser Suchen fußenden Zukunft mit viel Emotion und Spannung zu schildern. Schade vielleicht das am Ende das Ergebnis so gar keinen Bruch aufweist, aber die geneigte Leserin erwartet wohl bei so einem Buch ein Happy end, der geneigte Leser hatte zum Abschluß lieber einen Cognac als einen Süßwein.

Trotzdem, volle 5 Sterne für ein empfehlenswertes Lesevergnügen.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Absoluter Fehlkauf, 23. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach nur 15 Minuten lesen war mir klar ich hatte mir einen totalen Fehlkauf geleistet.
Die ersten paar Seiten konnte ich fast nur mit dem Kopf schüttele, so verhält sich eine 55 Jahre alte Frau? Aber bitte, das kann doch nicht wahr sein!
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Das Rosenhaus am Merkur: Roman
Das Rosenhaus am Merkur: Roman von Rita Hampp (Broschiert - März 2012)
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