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am 12. Juni 2013
Wer würde nicht gern mal auf einer Cocktailparty erzählen: Wie ich John Lennon die Haare schnitt, vor Romy Schneider davonlief und Catherine Deneuve zum Lachen brachte. Der heute 73-jährige Fotograf Jürgen Vollmer kann dies ohne Pinocchio-Nase behaupten. Nur, dass man Vollmer nie auf einer Party antreffen wird – schon komisch, dass ein Mann, der unter einer sozialen Phobie leidet, seine berufliche Bestimmung ausgerechnet an wuseligen Filmsets zwischen prätentiösen Schauspielstars und cholerischen Regisseuren findet. Vielleicht aber auch eines der Erfolgsgeheimnisse des Fotografen Vollmer, der bei Dreharbeiten häufig hinter Stuhllehnen und Couchecken kauerte, um auf den richtigen Moment zu lauern, den Auslöser zu drücken.

Berühmt ist Vollmer allerdings nicht nur für seine Starportraits und Filmplakate, sondern auch für seine Erfindung der Pilzkopffrisur. Es ist die bekannteste Anekdote seines Lebens, die auch den Auftakt zu den zwanzig Erzählungen bildet, die in diesem Text- und SW-Fotoband vereint sind. Als junger Rebell befreundet sich der Hamburger 1960 mit der damals noch unbekannten Kellerband The Beatles auf St. Pauli. Der Style der Kapelle besteht aus der typischen Halbstarkenkluft mit schwarzer Lederjacke und mächtig pomadisierter Rockertolle. Vollmer dagegen trug eine selbst geschnippelte Kreation mit glatt heruntergekämmten Fransen über der Stirn, die damals eine absolute Provokation gegen das Spießbürgertum war. Das gefiel auch John Lennon und Paul McCartney, die sich als erste vertrauensvoll in Vollmers Scherenhände begaben.

Vollmer ist ein erstaunlich uneitler und bescheidener, fast scheuer Erzähler, der mehr Vergnügen daran zu haben scheint, seine Pleiten, Pech und Pannen zum Besten zu geben, als von seinem Ruhm zu prahlen. Köstlich, wie sich auf einer Modenschau von Yves St. Laurent auf einmal alle Blicke des Publikums auf ihn richten, als er in einem zerbeulten Anzug vom Pariser Flohmarkt aus dem Vorhang heraustritt, weil er seine Kameratasche hinter dem Laufsteg vergessen hat. Oder wie er sich am Filmset von “Herr der Gezeiten” nicht wie die distanzlosen Amerikaner traut, die göttliche Barbra Streisand mit Vornamen anzusprechen und deshalb lieber einen Hustenanfall vortäuscht, um ihre Aufmerksamkeit zu wecken. Selbst die Geschichte, als Vollmer einst Selbstmord begehen wollte, gerät hier zum absurd-komischen Bonmot. Denn um an eine Waffe zu kommen, tritt Vollmer, der feingeistige Künstler, einem piefigen Schützenverein bei, wo er sich als schlechtester Schütze der Vereinsgeschichte herausstellt. Ein Anruf aus Paris beschert dem alternden Fotografen neue Aufträge und rettet sein Leben, ein Leben hinter der Kamera – show must go on.

Nicht alle Texte in diesem autobiographischen Werk sind neu, dennoch handelt es sich um ein lohnenswertes Panorama zu Person und Arbeiten von Jürgen Vollmer. Der aufwendige Bildband “From Hamburg to Hollywood”, mit dem er 1997 durch Talkshows und Radiointerviews von Tokyo bis Neuseeland tingelte, kostet um die 500 Tacken. “Wie ich John Lennon die Haare schnitt…” bietet da mit 29,95 Euro eine kostengünstige Alternative, die von der Aufmachung ebenfalls extrem hochwertig und edel daher kommt. Etwas schade nur, dass hinter all den Menschen von Madonna bis Roman Polanski, die in diesem Buch Erwähnung finden, die Kunst ein wenig zu kurz kommt. Nur wenige Passagen handeln von Vollmers Fotostil, der voller Bewegung und Emotion steckt, oder wie William S. Burroughs es ausdrückte: “Vollmers Fotos sind realer als Fleisch und Blut, realer als der Tod.”
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am 9. Mai 2013
Hier kommt noch eine wirklich persönliche Empfehlung, da ich indirekt an diesem Buch etwas mithelfen konnte: Jürgen Vollmer „Wie ich John Lennon die Haare schnitt, vor Romy Schneider davonlief und Catherine Deneuve zum Lachen brachte: Erinnerungen eines Fotografen“ Die Autobiographie von Jürgen Vollmer, dem Fotografen der frühen Beatles im Top Ten Fotos und Schöpfer der Beatles-Frisur – zugegeben mit einem "komischen" Buchtitel. Vollmer erzählt in Form von kurzen und längeren Geschichten aus seinem beruflichen Leben. Das Kennenlernen der Beatles war nur der Startpunkt – richtig los ging es ab Mitte der Sechziger Jahre in Paris. Es folgten Arbeiten an Filmsets, Reisereportagen und sogar ein kurze Episode als Model. Vollmer erzählt sehr gut! Die Beatles Geschichten kennt man größtenteils aus seinen früheren Veröffentlichungen und sie stellen auch bewusst nur 3 von 21 Kapiteln dar. Vollmer ist sehr offen und berichtet sogar von Krankheiten und der Idee eines Selbstmordes. Dem Buch hätte es nicht geschadet, wenn man den anderen Kapiteln etwas mehr Fotos gegönnt hätte - nicht nur die bekannten Beatles Bilder sind sehenswert. Beatles-Fans können sich aber über die komplette 12er Serie des „Rock `n Roll“-Covers als Kontaktabzug freuen. Aufmachung und Druckqualität sind dem Werk würdig.
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am 20. Oktober 2013
Das Buch liesst sich flüssig und sehr unterhaltsam. Bei vielen Passagen musste ich schmunzeln, da die Erzählungen gut geschrieben sind und ich mich in die Rolle von Jürgen Vollmer gut reinversetzen konnte.
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am 28. Juni 2013
ACHTUNG, diese Rezension bezieht sich auf die KINDLE-Version des Buchtitels.
Ich kann mich den begeisterten Rezensionen meiner Vorgänger nicht anschließen. Das wird wahrscheinlich vorallem daran liegen, dass mir der Eindruck gut reproduzierter Fotos fehlt. Zwar sind auch in der Kindle-Version Bilder dargestellt, das ist aber kein Vergleich zu einem gedruckten Foto.
Die biographischen Anekdoten aus Vollmers Leben fand ich jetzt auch nicht sehr aussagekräftig, meistens beschäftigen sie sich mit den organisatorischen Herausforderungen während seiner Fotoaufträge (Kameramann im Weg, kein Posieren der Filmstars möglich, Ast im Weg, schlechter Winkel zur Motivszene etc.). Die Beschreibungen der Stars bleiben meist sehr oberflächlich auf dem Niveau von "XY war nachher doch nett/ ist göttlich". Das Ganze häufig in einer Sprache, die mich an Schulaufsätze á la "Mein schönstes Ferienerlebnis" erinnerte.
Einige Kapitel sind gut z.B. am Anfang die Kapitel über die Beatles oder die schon von anderen erwähnte Schützenverein-Episode. Hier schildert Vollmer Personen oder Ereignisse, die er über einen längeren Zeitraum begleitet hat und man merkt, dass er hier deutlich mehr Eindrücke gewonnen hat und etwas über sie zu erzählen hat.
Für Fans von Herrn Vollmer oder passionierte Hobbyfotografen mögen die Texte toll sein, mir haben nur einige Kapitel Spass gemacht. Daher, wie gesagt für die Kindle-Version ohne Berücksichtigung der Fotos, 3 Sterne.
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am 6. März 2015
Egal was manche schreiben: gut, dass Leute wie Klaus Voormann und Jürgen Vollmer ihre Erlebnisse mit den Großen zu Papier bringen. Sonst würden diese Erfahrungen eines Tages für immer verloren gehen. Nähe kann man an Leute wie Lennon etc. nicht mehr herankommen. Daher meine Empfehlung: KAUFEN!!!

Und auch: Strawberry Songs
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