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Kundenrezensionen

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am 5. September 2013
Ich besitze ungefähr 10 indische Kochbücher, u.a. "Die indische Küche" von GU, "Vedische Kochkunst", "Fresh Indian", "Indische Küche" von Worldfood, etc. Kürzlich habe ich mir dieses Buch besorgt. Wegen des Preises habe ich lange gezögert - was soll da noch kommen, wenn man schon so viele Kochbücher hat? Aber ich muss sagen, es lohnt sich total. Hier gibt es Rezepte von denen ich noch nie etwas gelesen habe und die echt ungewöhnlich sind. Gekocht habe ich "Curry aus grünen Paprikaschoten" (ungewöhnliches eher trockenes Gericht mit viel Kichererbsenmehl), gefüllte Auberginen aus Maharastra, geröstete, zerstampfte Auberginen, Pilze mit Cashewnüssen, Königliches Hähnchencurry (eine Köstlichkeit!) und ein paar andere Gerichte. In anderen Rezensionen kamen Beschwerden, dass die Einweichzeiten von Hülsenfrüchten nicht genannt wären und die Übersetzung lieblos sei. Das kann ich nicht nachvollziehen. Auf jeder Packung von Hülsenfrüchten steht doch die Einweichzeit, da muss man halt ein bisschen selbstständig denken. Eine andere Beschwere war, dass die Zutaten schwer zu bekommen sind - das stimmt! Es sind wirklich sehr ungewöhnliche Zutaten in diesem Kochbuch, die echt schwer zu kriegen sind. Aber das macht es doch gerade interessant. Wenn ich es einfach will, dann koche ich einen deutschen Eintopf. Mich hat hier eher der Ehrgeiz gepackt. Ich hatte noch nie etwas von Charolisamen oder Ajowansamen gehört, hab sie dann aber aufgetrieben. Ein paar Sachen gibt's einfach nicht, nichtmal im Internet, mei, es geht auch ohne Melonenkerne. Dann kam noch die Kritik es fehle in den Rezepten die Angabe, dass Reis zum Gericht extra gekocht werden soll... Also wirklich! Fazit: Es handelt sich um ein Profikochbuch. Für Anfänger völlig ungeeignet. Ich jedenfalls bin hellauf begeistert!
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am 13. September 2013
Erst einmal möchte ich bemerken, dass ich leidenschaftlich gerne koche und meine Curry's schon lange selber zubereite.
Daher war ich sehr gespannt auf das Buch, habe aber wegen des Preises gezögert.
Aber: es ist phantastisch!

Die Aufmachung des Buches, der einleitende Teil, in dem die Regionen mit Ihren Unterschieden beschrieben werden, einfach toll.
Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, der gut kochen kann. Für Anfänger finde ich das Buch nicht so geeignet, da die Rezepte viel Planung beinhalten. Z.B. das man vorher daran denkt, das man das Curry oder die Paste noch herstellen muss oder das man die Zutaten Griffbereit hat.
Das Problem mit den Curryblättern oder anderen Gewürzen kann ich nicht nachvollziehen, da dieses Buch ja auch im Internet gekauft wurde. Schaut mal im Bremer Gewürzhandel.
Auch ich kenne nicht alle Gewürze oder Zutaten, aber ich mach mich dann auf die Suche in verschiedenen Läden und im Internet und bisher habe ich alles gefunden. Ich habe wohl den Vorteil, dass ich im Pott wohne, aber ich denke, man muss auch darauf achten, ob es die Zutaten Jahreszeitlich überhaupt geben kann, da auch Exoten nicht immer verfügbar sind.

Toll ist, dass hier nicht die typischen Standard Rezepte abgebildet sind, sondern viele, hier in Westeuropa unbekannte Gerichte.
Bezugnehmen möchte ich auch auf das in anderen Rezensionen bemängelte fehlen der Einweichzeiten: Diese werden auch in deutschen Kochbüchern nicht angegeben! Teilweise stehen sie hier in den Rezepten mit drin, aber sie stehen immer auf der Packung. Selbst bei roten Linsen gibt es je nach Sorte unterschiedliche weichzeiten, so dass man diese gar nicht angeben kann. Hier sollte man auf eigene Erfahrung zurückgreifen oder halt testen. Auch die Menge variiert, da die Hülsenfrüchte nicht immer die gleiche Menge an Feuchtigkeit aufnehmen. Aber wie gesagt, kein Kochbuch für Anfänger.
Auf die Beilagen würde ich gerne noch eingehen: Es wird am Anfang des Buches extra darauf hingewiesen, das in Indien alles zusammen (Vorspeisen, Hauptgerichte, Nachspeisen, Beilagen)serviert wird und Reis und Brot immer dazu gehören! Allein schon, weil man dort nicht mit Besteck isst. Wie bitteschön, soll die Soße in den Mund kommen?

Ich kann dieses Buch jedem, der gerne kocht und mit neuen Zutaten experimentiert nur empfehlen. Ich finde, dieses Buch ist ein Muss, wenn man indisches Essen mag.

Nachtrag 02.10.2013:
Mittlerweile konnte ich schon 1% der Rezepte nachkochen und habe auch schon Pasten und Gewürzmischungen erstellt.
Daher würde ich gerne noch einmal auf das Aufwändige kochen eingehen.

Hier kann man mit einigen Tricks die Zubereitungszeiten verkürzen:
Pasten vorab in größeren Mengen herstellen und Esslöffelweise einfrieren. Dies habe ich schon mit Knofi- und Ingwerpaste gemacht. Dafür nehme ich dann Frühstücksbeutel und klemme die Mengen einfach ab.
Ebenfalls habe ich frische Chilischoten kleingeschnitten und Stückweise eingefroren.
Damit hat man einmal Arbeit und kann dann locker 10x damit kochen.
Paneer nach der Herstellung einfrieren. Der Ertrag ist höher, wenn man die Milch noch einmal aufkocht, nachdem man die Zitrone zugegeben hat.
Curryblätter gibt es bei Asia Markt Wing.
Bei Bedarf kann ich gerne noch mehr Tipps geben.
Beim würzen würde jemanden, der das Scharfe nicht gewohnt ist, empfehlen von Chili, Ingwer und Pfeffer erst einmal nur 1/4 der Rezeptangabe zu nehmen.
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am 23. September 2012
Ich habe mir vor einiger Zeit die englische Version des Buches zugelegt und bin immer noch absolut begeistert.

Das Buch "Indien - Das Kochbuch" von Pushpesh Pant ist eine umfangreiche Kollektion von indischen Gerichten. In der Einleitung werden die einzelnen Küchen nach Regionen vorgestellt und es gibt einen Artikel zum Thema "Wie esse ist ein indisches Essen" (und ja, auch das kann wichtig sein). Der Rezeptteil mit über 1.000 Rezepten gliedert sich in folgende Bereiche:

- Gewürzmischungen (z.B. das berühmte "Garam Masala", "Knoblauchpaste", "Ingwerpaste etc)
- Pickles, Chutneys und Raitas (z. B. Mangochutney, Zwiebelchutney, Apfelchutney, grüne Mango Pickles etc)
- Snacks und Vorspeisen
* a) vegetarisch (z.B. Paneerspieße, frittierte Zwiebelringe, Samosas, würzige Linsenpfannkuchen etc)
* b) mit Fisch (z. B. süßsaurer Fisch, Fischfrikadellen, Schrimps in grünem Chutney etc)
* c) mit Fleisch (z. B. Lammhackspieße, Lammfrikadellen, Lammsamosas etc)
- Hauptspeisen
* a) mit Gemüse (Kartoffelcurry, Kartoffeln mit Auberginen, südindischer Spinat & Kartoffeln etc)
* b) Fisch und Meeresfrüchte (z. B. Fisch mit Mohnsaat, Grillfisch im Bananenblatt, kaschmirisches Fischcurry etc)
* c) Fleisch (z. B. Lamm in Kokossauce, Schweinecurry aus Goa, saures Hähnchen, Tandoori Hähnchen etc)
- Hülsenfrüchte (z.B. gelbes "Toor Dal", Kaschmirische rote Kidney Bohnen, rohe Mango Curry,
- Brote (z. B. verschiedene Sorten "Naan", verschiedene Varianten "Paratha", punjabisches Linsenbrot etc)
- Reisgerichte (z. B. Butterreis, Kokosreis, scharfer Reis mit Mango, Lamm Biryani, Hähnchenpilaw, Reis m. Linsen etc)
- Desserts (z. B. Kulfi Eiscreme, Mandelmilchpudding, Karotten Halwa, Datteldessert etc)
- Getränke (z. B. Joghurtlassi, verschiedene Chai-Tee-Varianten,
- "Gastköche" (renommierte indische Köche stellen selbst kreierte Varianten von indischen Gerichten vor)

Jedes Rezept ist versehen mit einem Schärfegrad (von 0 für 'mild' bis 3 für 'sehr scharf), der Herkunft des Gerichts, Zubereitungszeiten und Personenzahlangaben, da diese von Gericht zu Gericht variieren. Außerdem gibt es durchweg Farbfotos mit einzelnen Gerichten aus dem Buch (allerdings sind nicht alle Gerichte mit einem Farbfoto versehen). Die Gerichte, die allerdings bildlich vertreten sind, sind ästhetisch schön fotografiert, rustikal und immer mit der Seitenzahl vertreten, unter der man das Rezept finden kann.

Mittlerweile habe ich auch schon ein paar Gerichte des Buches ausprobiert, die ich auch prompt mehrfach gekocht habe, weil ich sie sehr lecker fand (unter anderem das "Tomatencurry mit Spinat und Kokos" und das "Blumenkohl Orangen Curry"). Auch das Rezept für "Garam Masala" kann ich empfehlen, ich mache inzwischen mein Garam Masala nur noch selbst.

Sehr positiv an der Gestaltung: Die Bindung ist solide gestaltet und mit Lesezeichenbändchen versehen, die einzelnen Oberkategorien im Buch sind farblich abgegrenzt, womit ein Rezept relativ schnell zu finden ist. Hinzu kommt ein ausführliches Glossar im hinteren Teil des Buches und eine Seite mit Bezugsquellen, wo man indische Lebensmittel über das Internet in großer Auswahl beziehen kann.

Außerdem werden in diesem Buch wirklich sämtliche regionale Küchen Indiens berücksichtigt - vom Punjab bis Tamil Nadu. Es gibt Bekanntes, aber auch recht authentische exotische Gerichte, die die "wahre" indische Küche näherbringen. Die Zutaten der Gerichte sind nur selten schwer beschaffbar, in den meisten Fällen kann man ganz unbekannte Zutaten durch einfach zu beschaffene Alternativen ersetzen.

Nachteile: Es gibt (für Figurbewusste) keine Nährwert- oder Kalorienangaben in dem Buch. Außerdem kann ich nachvollziehen, dass die Übersetzung teilweise unglücklich gestaltet ist und die deutschen Übersetzungen mit denen aus dem englischen Original nicht immer ganz hinhauen. Sowieso (das kann ich auch zur englischen Version sagen) ist dieses Buch kein wirkliches "Einsteigerbuch" in die indische Küche, dazu ist es zu umfangreich und zu "indisch", will heißen, die Gerichte sind für den ungewohnten europäischen Gaumen sehr stark gewürzt. Wer sich noch nie an authentischer indischer Küche versucht hat und nur indische Küche aus dem Restaurant in Deutschland kennt, könnte schnell von der Dosierung der Gewürze sein "blaues Wunder" erleben.

Für mich ist das Buch (zumindest im englischen Original!) Gold wert. Ich kann nur jedem empfehlen, der der englischen Sprache einigermaßen mächtig ist und eventuelle Übersetzungsfehler vermeiden will, sich das englische Original zuzulegen. Selbst das sonst oft lästige Umrechnen entfällt beim englischen Original, da die Mengenangaben allesamt auch im metrischen System mit ml und gr versehen sind. :-) Abgesehen davon finde ich auch die deutsche Version empfehlenswert für alle, die gerne einen näheren Blick in die indische Küche werfen möchten und neue Inspirationen wollen. Besonders erfreulich ist der sehr hohe Anteil an vegetarischen und veganen Gerichten in dem Buch. Unbedingte Kaufempfehlung!
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am 18. Juli 2013
...bhārata bhāgya bidhātā!!!

Unglaublich gutes Buch! Meine indischen Wurzeln haben vor Freude getanzt! Und mein Vater hat schöne Rezepte entdeckt, wo er sich die Zutaten nicht mehr ganz zusammenreimen konnte. Er hat meiner Oma leider früher zu wenig über die Schulter geguckt. Er wusste zwar wie es schmecken soll, aber die Kleinigkeiten der indischen Küche machen das Essen aus!

Fangen wir mit dem DESIGN an.

Ich bin Kommunikationsdesignerin und deshalb achte ich sehr auf das Layout und die Verarbeitung aller Printprodukte. Hierzu muss ich sagen: 1A mit *
Das Cover ist angelehnt an die Indische Flagge, hier wurde eine schlichte Typografie gewählt um es nicht zu indisch wirken zu lassen.

Zur Info!!!! Das Papier ist Naturpapier!!! Etwas schöneres kann es doch nicht geben oder steht ihr etwa auf diesen hochglanz Mist?! So ist Indien aber nicht, also ist die Papierwahl mehr als passend! Der Jute-Beutel mit Coverdruck der enthalten ist, ist auch nich aus Plastik...

Bilder können auf Naturpapier meist farblos, ohne Brillianz wirken (ähnlich wie Zeitungsdruck). Deshalb zwischendrin Bilderdruckpapier um die Rezeptabbildungen perfekt in Szene zu setzen.

Die Rezepte sind durch farbiges Papier unterteilt. Also haben wir hier keine nervigen Reiter die aus dem Buch rausschauen.
Der Text ist in 2 Spalten angelegt, sehr lesefreundlich. Zudem gibt es Lesezeichen.

Zudem ist immer die Herkunft, Zubereitungszeit, Garzeit und Stückzahl oder Personenzahl angegeben. Ja es fehlen die Kalorien, aber bei so manchen indischem Essen ist es auch gut so.

Zu den REZEPTEN an sich.

Ja, die indische Küche ist extrem aufwändig. Aber woran kann das wohl liegen? Meine weiblichen Familienmitglieder in Indien sind ganz vernarrt in das kochen. Sie arbeiten nicht und haben dementsprechend viel Zeit. Das ist nunmal so. Punkt.

Bei den Zutaten habe ich kein Problem, haben ja alles Zuhause. Wir kaufen jedoch die meisten Produkte hier ein. Und das NICHT IM ASIA-LADEN (das sind doch meistens Chinesen, Koreaner, Japaner etc.). Wir kaufen entweder direkt beim kleinen indischen Laden (in Bremen in der Falkenstraße) oder in afghanischen, iranischen, pakistanischen, türkischen...Läden ein.

Das Essen der Perser ähnelt sich, also bekommen Sie auch dort gute Zutaten. Nur blöd wenn Sie auf dem Land wohnen. Dann muss es eben per Amazon :-D oder so bestellt werden.

Viele grundlegende Gewürzmischungen und Pasten sind ebenfalls als Rezept drin. So spart man.

Ich könnte noch so viel schreiben, aber lassen wir es gut sein. Ich grille heute und möchte das Gefühl haben in meiner Heimat zu sein :-D. Nun muss ich alles vorbereiten, wie gesagt, die indische ist die beste ;-) aber leider sehr aufwändig.

Meine Lieblingsrezepte stimmen mit unseren aus Indien überein. Das war letzten Endes der Punkt, wo ich gesagt habe:

DIESES BUCH IST ECHT!!! und Peel it, Boil it, Cook it - or forget it kann ich hier getrost vergessen...

Ganz liebe Grüße und viel Spaß

Sunita
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am 30. Dezember 2012
Vor dem Kauf habe ich mir die Rezensionen bei Amazon zu Gemüte geführt. Die schlechteren kann ich nach dem Kauf des Buches und nach den ersten Kochtests nicht nachvollziehen. Die Rezpete seien zu komplex. Ja und? Die Inder kochen halt offenbar mal nun so. Laut Beschreibung handelt es sich um Familienrezepte der traditionellen indischen Küche. Wer dafür keine Zeit findet, sollte bei den entsprechenden "Schnellkochbüchern" suchen und nicht hier (oder sich beim Inder Fertiggerichte bestellen). Auch die Kritik, das Buch sei auf "dünnem, farbigen Zeitungspapier" gedruckt (es handelt sich nicht um Zeitungspapier, sondern offenbar um eine etwas gröbere, eingefärbte Papiersorte, die dem Buch meiner Meinung nach einen weiteren sympatischen indischen "Originaltouch" verleiht) ist für mich nicht nachvollziehbar. Das Papier ist dick genug, und auch auf Hochglanzpapier werden Fettfinger ihre Spuren hinterlassen. So what. Nun aber zum Kern des Ganzen: Ich persönlich finde Buch richtig klasse, zwar muss man erst mal etwas Zeit und Geld investieren, um die Gewürze zu besorgen, jedoch sind diese keineswegs sooo exotisch, wie hier teilweise behauptet wird. Und wenn mal was nicht griffbereit ist, wie Curryblätter, dann lässt man es halt weg (und pflanzt dann auf dem Balkon seine eigenen Gewächse). Dafür bekommt man einen sehr reichhaltigen Einblick in die indische Küche, und auch ohne Indien-Vorkenntnisse sind die Gerichte leicht nachzukochen und sehr lecker. Und wer nicht weiß, was "gepalte" Erbsen sind, soll halt mal im Duden nachsehen.......
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am 1. Dezember 2012
Seit ich vor zwei Jahren fast drei Monate in Indien verbracht habe, bin ich großer Fan der indischen Küche. Nicht nur weil das Essen sehr gut schmeckt, sondern auch weil es wegen des hohen vegetarischen Anteils sehr gesund ist. Obwohl ich bereits einige indische Kochbücher besitze, habe ich mir jetzt das neue große Indien-Kochbuch gekauft. Ich muss sagen, dass ich sowohl von der Ausstattung wie auch dem Inhalt begeistert bin.

Das Buch kommt schon von der Aufmachung typisch indisch daher. Verpackt in einen extra Leinenbeutel hat man das Gefühl, das Kochbuch wäre gerade mit dem Schiff angekommen und ausgeladen worden. Das farbenfrohe Cover und das verschiedenfarbige Papier vermitteln authentisch indisches Lebensgefühl. Und die Foodfotos sind nicht fotostudiomäßig gelackt und geschönt und überdekoriert sondern wirken real und echt. I love it! Mein Exemplar steht gerade in seinem Leinenbeutel in meinem Wohnzimmer, wo ich zuletzt drin geblättert habe, und es wirkt fast wie eine tolle nostalgische Wohndeko (so à la Teekiste). Ich will es gar nicht mehr dort wegnehmen, weil es so schick ausssieht.

Nach einer Einführung, die einen Überblick über die verschiedenen Kochgewohnheiten der indischen Regionen folgen die verschiedenen Kapitel. Die ersten beiden Kapitel sind den unverzichtbaren Gewürzmischungen, Pasten, Pickles und Chutneys gewidmet. Wer hier einsteigt, kann bereits mit ganz einfachen Mitteln in die Geschmackswelten Indiens eintauchen. Das Buch bietet ein Fülle von einfachen Gerichten und kleinen Snacks, mit denen auch Anfänger gut zurecht kommen. Es werden verschiedene Grundtechniken der indischen Küche vermittelt. Beispielsweise wie man Paneer (einen einfachen Frischkäse) selbst herstellen kann.

Ich habe aus dem Buch bisher Lamm-Samosas (Seite 209), gebackene Auberginen (S. 103) und Fisch in Chili-Chutney (S. 376) gekocht und bin mit den Rezepten und der Anleitung ohne Probleme zurecht gekommen
Wer schon mal in Indien war, der weiß, wie schwierig es ist genaue (Rezept)-beschreibung zu bekommen. Das war sicher richtig viel Arbeit, die gesammelten Rezepte kochbuchtauglich zu bekommen.

Die Ergebnisse hängen natürlich stark davon ab, die richtigen Zutaten zu bekommen. Ich wohne in Berlin, wo es dafür verschiedene Läden gibt. Wer diese Möglichkeit nicht hat, der kann auf die Bezugsquellen zurückgreifen, die im hinteren Teil des Buches aufgeführt sind. Es gibt viele gute Onlineshops mit indischen Lebensmitteln.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass das Buch seinen Preis absolut wert ist. Mehr Indien in einem Kochbuch geht wirklich nicht und der Untertitel „Das einzige Kochbuch über die indische Küche, das sie unbedingt besitzen sollten“, trifft zu. Wer dieses Buch hat, der kann sich eigentlich andere Kochbücher über die Indische Küche sparen. Dazu ist es auch noch ein echtes Schmuckstück und ein Hingucker im Regal.
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am 10. Januar 2014
Ich brauche nun tatsächlich kein weiteres Kochbuch mit indischen Rezepten. Logisch aufgebautes gut durchdachtes Kochbuch. Die meißten Gerichte sind recht scharf (was authentisch wirkt und mir schmeckt). Einziger "negativer" Punkt...man benötigt viele außergewöhnlichere Zutaten wovon aber von einigen die Herstellung auch in diesem Buch beschrieben wird. Die "" um negative soll heißen, dass ich es toll finde, dass dieses Buch keine Rücksicht auf die Verfügbarkeit nimmt sondern die Gerichte so beschrieben sind wie sie gut schmecken. Nach etwa 10 nachgekochten Rezepten hab ich schon viel gelernt und kann sagen 90% der Gerichte waren sehr gut!
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am 22. Oktober 2013
Also ich habe dieses Buch seit einiger Zeit und inzwischen schon manche Gerichte nachgekocht. Daher möchte ich jetzt auch mal kurz auf die negativen Kritiken hier eingehen:

1) Ja, teilweise fehlen Informationen. Man darf allerdings nicht vergessen, dass dieses Buch in erster Linie nur eine Übersetzung einer indischen Hausfrauenlektüre ist. Würde man unser gutes altes "Ich helfe dir kochen" nach Indien verschippern, würden die da unten wohl genauso unbeholfen drein blicken.

Das ist also durchaus ein ernstzunehmender Kritikpunkt, der nicht von der Hand zu weisen ist. Dagegen helfen nur eigene Erfahrungswerte.

2) Die Gewürze: Gott sei dank ist das ein Buch, bei dem nicht jedes Gericht einfach mit Currypulver von der Stange totgeschlagen wird. Die vielen unterschiedlichen Gewürze, die feinen Nuancen die diese in das Essen zaubern, der tolle Duft - das alles sind die Gründe, warum die indische Küche so vielfältig und wunderbar ist. Außerdem umfasst das Land mit seinen über 4000km von Nord nach Süd einfach viele Klimazonen. Deutschland ist kaum 1000km hoch, und schon bei uns weiß der Süden nicht, was der Norden kocht. Wie kann man sich darüber beschweren, dass "zu viele nicht erhältliche Gewürze" verwendet werden?

Entweder ich habe die Zutaten, oder ich habe sie nicht. Aber dann kann ich mich doch nicht darüber aufregen, dass das Buch schlecht sei. Oder ist das Buch jetzt schlecht, nur weil kaum ein Deutscher einen Tandur zu Hause hat?

3) Nicht jedes Rezept ist gut. Das mag wohl stimmen, aber so ist es doch auch bei einem deutschen Kochbuch, oder? Wieso sollten hier andere Maßstäbe gelten?

Unterm Strich ist dies das mit großem Abstand beste Kochbuch, dass ich je über die indische Küche hatte. Zugegeben, es ist nicht anfängergeeignet, aber jemand, der schon ein wenig Erfahrung sammeln konnte, der wird hier goldrichtig sein.
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am 21. Juli 2015
Ich koche nun schon seit einigen Jahren sehr viel indisch und besitze auch bereits einige Kochbücher, dennoch war dieses Kochbuch eine Superergänzung!Gerade im vegetarischen Bereich findet man hier viele neue Gerichte, die ich so noch nicht in anderen Kochbüchern gefunden habe. Sehr gut finde ich, dass auch die verschiedenen Regionen vorgestellt werden und wie die jeweilige Küche ist, so dass man oft auch schon an der Herkunft des Gerichtes erahnen kann ob es eher scharf oder mild ist. Schwierigkeiten die Zutaten zu finden hatte ich nicht. Ich habe einen netten Laden um die Ecke, aber das Buch bietet auch auf Seite 797 eine Reihe von Internethändlern an, bei denen man nahezu alle Zutaten bestellen kann. Und im Zweifelsfalls kann man auch Gewürze/Zutaten weglassen oder durch andere ähnliche ersetzen. Sehr HIlfreich finde ich dafür das Glossar, das viele eventuell unbekannte Zutaten beschreibt. Also ich habe schon viele Gerichte daraus gekocht und war von fast allen begeistert. Manchmal sind die Beschreibungen etwas kurz oder ungenau geraten, aber wenn es nicht das erste Curry ist, dass man kocht, kann man die Lücken und/oder Unklarheiten intuitiv beheben. Zusammenfassend muss man sagen, dass dieses Kochbuch für alle geeignet ist, die schon häufiger mal indisch gekocht haben und ihre Pallette vertiefen bzw. erweitern wollen. Ich bin begeistert!
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am 11. Februar 2013
Seit nunmehr über 15 Jahren habe ich mich der asiatischen und traditionellen indischen Küche verschrieben. Mit diesem Kochbuch können Liebhaber der traditionellen indischen Küche meiner Meinung nach nichts falsch machen, die Sammlung ist die bei weitem umfangreichste die ich bisher zu Gesicht bekommen habe.

Die Rezepte sind klar geschrieben und, mit etwas Erfahrung in der indischen Küche, relativ einfach nachzukochen. Es gibt ein ausführliches Glossar in welchem alle Zutaten und Gewürze genau beschrieben werden. Ob Fingerfood, Chutneys, Suppen, Teigwaren, Süßspeisen, Fleisch- & Fischgerichte, oder die vielfältigen Zubereitungsarten von Reis, alles werden Sie in diesem Buch finden.

Grundsätzlich sind die Gerichte nicht unbedingt 'anfängerkompatibel', eine Rücksichtnahme auf eurpäische Essgepflogenheiten ist hier nicht zu erwarten. So müssen Sie davon ausgehen, daß der Großteil der Gerichte nach unserem Maßstab als extrem gewürzt einzustufen ist. Auch der Schärfegrad ist für deutsche Zeitgenossen(mit Ausnahme der Capsaicinsüchtigen Currywurschtfanatiker), gelinde gesagt, gewöhnungsbedürftig. Falls Sie also erwarten mittels dieses Buches das Lieblingsgericht Ihres indischen Restaurants um die Ecke möglichst exakt nachkochen zu können werden Sie vermutlich enttäuscht sein, da diese bei uns üblicherweise 'eingedeutscht' wurden um sich besser zu verkaufen.

Für alle die diese Erwartungshaltung nicht haben, sondern sich vielmehr erhoffen das nachkochen zu können, was sie im letzten Indenurlaub dort gegessen und genossen haben, ist 'Idien - Das Kochbuch' getrost als Standardwerk zu empfehlen und sollte in der Küche nicht fehlen.

Einzig die Schlampereien bei der Übersetzung ins Deutsche trüben leicht den durchweg positiven Gesamteindruck. Mit etwas Phantasie und soliden Grundkenntnissen des Englischen lässt sich jedoch meist zielsicher erraten was ürsprünglich gemeint war. Über eine Ableitung des Wortes 'gepalt' zum gemeinten 'geschält' mittels des urprünglichen 'peeled' gehen die Herausforderungen diesbezüglich nicht hinaus. Anbetrachts des äusserst umfangreichen Werkes halten sich diese Fehler aber auch wirklich in Grenzen, deshalb habe ich hierfür keinen Wertungsabschlag vorgenommen.

Vom Gesamteindruck her kommt das Buch sehr wertig an. Ein gutes Hardcover, regelmässige Hochglanzphotos, eine anständige Leinenbindung und zwei Lesezeichen, damit ist das Buch für seine Preiskategorie angemessen ausgestattet. Man mag sich mehr erwarten bei der Papierqualität der Rezeptseiten, ich finde jedoch die 'Recyclingpapieraufmachung' für die Rezeptseiten ausgesprochen authentisch und für ein Kochbuch durchaus praktisch(auch der mitgelieferte Leinenbeutel gefällt). Kochen ist Arbeit(und Freude, ist klar:), da finde ich es ganz angenehm, wenn das Werkzeug funktional ist und nicht durch unnötige Veredelung ein schlechtes Gewissen bei der sachgerechten Benutzung erzeugt. Kurzum, in der Hitze des Gefechtes blättert man mal mit 'Kochfingern' im Buch herum, da muß man sich keinen Kopf machen irgendwelche Hochglanzsseiten zu verschmutzen ;)

Ich würde das Buch jederzeit wiederkaufen und wünsche Ihnen viel Spaß mit diesem großen Standardwerk der indischen Küche.
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