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40 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungener Abschluß der Saga
Nicht zu unrecht wird Cornelia Funke als die deutsche J. K. Rowling bezeichnet. Sie entwirft auch in diesem Band eine komplexe Fantasy-Welt, die sehr anschaulich beschrieben wird und in der die Handlungsfäden aus den ersten beiden Bänden konsequent zu Ende geführt werden. Um das volle Lesevergnügen zu haben, sollte man diese beiden Bände...
Veröffentlicht am 23. Januar 2008 von lady_stgermain

versus
24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, aber leider auch nicht mehr als das
Der dritte Band der Tintenweltgeschichten ist im Vergleich zu seinen Vorgängern eindeutig düsterer. In Ombra herrscht nun der Schwager des Natternfürsten, die Bevölkerung lebt in Angst und leidet unter Hunger.Während Fenoglio sich noch immer weigert, wieder zu schreiben, tut Orpheus dies umso mehr und lebt in Saus und Braus. Meggi muss unterdessen...
Veröffentlicht am 5. November 2007 von TT


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40 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungener Abschluß der Saga, 23. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Tintentod. Tintenwelt 03 (Gebundene Ausgabe)
Nicht zu unrecht wird Cornelia Funke als die deutsche J. K. Rowling bezeichnet. Sie entwirft auch in diesem Band eine komplexe Fantasy-Welt, die sehr anschaulich beschrieben wird und in der die Handlungsfäden aus den ersten beiden Bänden konsequent zu Ende geführt werden. Um das volle Lesevergnügen zu haben, sollte man diese beiden Bände allerdings auch gelesen haben, um alle Bezüge herstellen zu können.

"Tintentod" ist, ähnlich wie seine Vorgänger, wieder ein Band über das Bücherschreiben und die eigenen Realitäten der Geschichten geworden, in welcher aber die herbeigeschriebenen Erzählungen und Figuren beileibe nicht immer so agieren, wie man sich das vorstellt. Das muss auch Fenoglio feststellen, der eigentlich nicht mehr schreiben will, seitdem er den Reinfall mit Cosimo erlebt hat. An seiner Stelle schreibt Orpheus und übernimmt an weiten Strecken die Regie über die Handlung. Auch sonst sieht es in Ombra, der Stadt der Tintenwelt, düster aus: der Natternkopf herrscht und nur der schwarze Prinz, der Eichelhäher und seine Bande leisten auf eher verlorenem Posten Widerstand... Aber auch Meggie, Mo, Resa, Elinor und Darius und ihre Schicksale sind wieder in die Handlung mit einverwoben.

Die Sprache von Cornelia Funke ist bildhaft und anschaulich wie immer, vermag den Leser zu fesseln und entfaltet oft einen ganz eigenen Zauber. Die Geschichte steckt voll überraschender Wendungen und nimmt oft einen ganz anderen Weg als vermutet.

Zwei kleine Kritikpunkte habe ich dennoch: Einerseits werden mir manche Sachen einfach zu ausführlich erklärt... die Handlung setzt erst richtig nach etwa 300 Seiten ein, ist aber ab da dann spannend zu lesen. Andereseits erscheinen mir manche Szenen etwas zu blutrünstig für Kinder, an die sich die Lektüre ja auch richtet.

Nichtsdestotrotz bleibt die Tintenherz-, -blut und -tod Trilogie einfach das Beste, was aus deutschsprachiger Richtung an Fantasy in den letzten Jahren gekommen ist, darum auch souverän die Bestnote.
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, aber leider auch nicht mehr als das, 5. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Tintentod. Tintenwelt 03 (Gebundene Ausgabe)
Der dritte Band der Tintenweltgeschichten ist im Vergleich zu seinen Vorgängern eindeutig düsterer. In Ombra herrscht nun der Schwager des Natternfürsten, die Bevölkerung lebt in Angst und leidet unter Hunger.Während Fenoglio sich noch immer weigert, wieder zu schreiben, tut Orpheus dies umso mehr und lebt in Saus und Braus. Meggi muss unterdessen ständig um das Leben ihres Vaters bangen, der zusammen mit dem schwarzen Prinzen versucht, die Not der Bewohner zu lindern.
Der Roman ist meiner Meinung nach durchaus spannend zu lesen, allerdings kann Cornelia Funke keineswegs mit einem so komplexen und durchdachten Plot aufwarten wie beispielsweise eine J.K. Rowling. Was nicht da ist, wird hergelesen und irgendwie zurecht gebogen. Außerdem kommen mir manche Passagen einfach nur überflüssig vor(siehe Fenoglio und der Riese).Auch Meggies Gefühle bzw. die Änderung derselben zum Schluß (Farid/Doria)finde ich nicht überzeugend.
Mein Fazit: Durchaus spannend und unterhaltsam, aber es gibt eindeutig Besseres.
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sturm im Tintenfass, 29. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Tintentod. Tintenwelt 03 (Gebundene Ausgabe)
Es hat mich eigentlich gewundert, dass ich mit der Trilogie so wenig anfangen konnte, denn rein vom Thema und der Umsetzung her ist es genau die Art Bücher, die mich fesselt. Rein auf diesem guten Willen basierte dann auch das Durchhaltevermögen, mit dem ich mich durch die drei Bücher gebissen habe. War das erste noch sehr vielversprechend, wenn auch mit einigen Schwächen, flaut das ganze im zweiten Band ab und war im dritten dann endgültig nicht mehr zu retten.

Hier meine größten Probleme mit der Trilogie und "Tintentod" im Speziellen. Eventuelle Spoilergefahr.

- Funkes Schreibstil. Nichts geht ohne Metaphern, als hätte die Autorin sie irgendwo billig in der Großpackung erstanden. Niemand macht etwas einfach so, es ist immer "als ob es das letzte Mal wäre", "als ob sie bereits wüsste was er sagen würde" usw.

- Die Charaktere, vor allem Staubfinger, verhalten sich teilweise widersprüchlich zum ersten Band. Sehr oft hat man das Gefühl, dass viele Hintergründe und Details der Tintenwelt erst im Nachhinein konzipiert wurden, als das erste Buch erfolgreich war.

- Bei anderen Charakteren, vor allem den Bösewichtern, fehlt dahingegen jegliche Motivation, sie sind einfach nur böse, weil es jemand sein muss. Außerdem verhalten sie sich zu Gunsten der Guten wiederholtermaßen so dumm, dass es extrem unrealistisch wirkt, wenn zum X-ten Mal Gefangene nur deswegen entkommen können, weil jemand zu viel oder zu lange redet oder generell zu lange wartet ("er ist noch nicht kräftig genug für seine Exekution" fällt mir hier als Schlagwort ein, ohne Anspruch auf die hundertprozentige Korrektheit des Zitats).

- Selbiges gilt leider auch für die Helden, die sehr oft einfach des Plots halber vergessen, dass z. B. Botschaften zuvor bereits auch schon abgefangen und Boten gefoltert wurden

- Manche Sprachkreationen wie "Drachenfliegen" und auch das ein oder andere Vorwort lassen stark vermuten, dass hier vor allem schon beim Schreiben an eine lukrative Vermarktung als Film auf dem amerikanischen Markt gedacht wurde, anstatt eine Geschichte zu erzählen

- Fast jeder Protagonist muss mindestens fast einmal sterben und wieder gerettet werden, was irgendwann einfach nur noch langweilig wirkt, anstatt die Spannung zu heben.

- Charaktere, die in den ersten Bänden noch sehr wichtig waren, verkommen im dritten zu Randfiguren. Dafür sind Charaktere, die man eigentlich kaum kennt und die daher sehr blass und profillos erscheinen, in den Vordergrund gezerrt

- Wenn etwas vom Plot her nicht erklärt werden kann, wird meiner Meinung die Erklärung "so wurde es nun einmal geschrieben" viel zu oft bemüht

Generell hatte ich mir von so einer hochgelobten Autorin sehr viel mehr versprochen und würde zum Thema Bücher und Phantasie eher die zeitlose "Unendliche Geschichte" empfehlen. Dieses Buch ist auch, anders als die vor allem zum Schluss teilweise wirklich sehr brutale Tintentrilogie, eine wunderbare Lektüre für Kinder, Jugendlichen und Erwachsene gleichermaßen.
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110 von 131 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Tintenblei... Staubfinger, Funkenmagierin, Zauberzunge... BITTE versuchts nochmal... DAS KANN NICHT DAS TINTENENDE SEIN!!!!, 19. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Tintentod. Tintenwelt 03 (Gebundene Ausgabe)
Der Schluß ist ja schon fast wieder gut: Das ist in der Tintenwelt geborene und aufgewachsene Kind zergeht vor Neugier nach der anderen Welt", aus der seine Eltern und die große Schwester kamen. In der es lauter spannende Sachen wie lebendige Bilder und fliegende Maschinen und Kutschen ohne Pferde geben soll... und die bestimmt viel aufregender ist als die für das Kind normale Tintenwelt... Also: die es unbedingt mal sehen möchte!

Ich glaubs nicht: Auf den Seiten 737-739 blitzt plötzlich so was wie Augenzwinkern und Humor hervor! Leichtigkeit! Mein Gott, sie kann es! Was um aller Tintenwelten willen war denn auf den Seiten davor mit der Autorin los?

Nun gut, ich hätte ja gewarnt sein sollen, sein müssen: Immerhin habe ich ja auch Tintenblut" gelesen. Und das Interview im Zeit-Magazin, in dem Frau Funke die Verantwortung für das Geschehen einfach mal ihren Figuren zugeschoben hat: Sie habe im Teil III bis auf Seite 450 selbst keinen Ausgang, keinen Roten Faden im Kopf gehabt, sondern die Tintenbevölkerung selbst entscheiden lassen... Das hat schon im zweiten Teil für spürbaren Unwillen bei den Handelnden gesorgt. Zumindest war spürbar eine Zersetzung der Motivation und gereizte Stimmung spürbar. Staubfinger konnte das Elend dann nicht mehr mit ansehen und folgte den Weißen Frauen freiwillig. Vermutlich dachte er, der so wieder ins Tintenleben zurückgeschickte Farid ist noch jung und widerstandsfähig.

Das war ein Irrtum. Gegen Frau Funkes Regie-Verweigerung waren im Teil III durchweg alle Figuren machtlos. Selbst der Warnstreik von Teil II hatte nichts geholfen, Frau Funke verdonnerte alle gnadenlos zum Improvisationsdesaster. Selbst, als die Figuren zum Generalstreik übergingen.

Bleischwere zieht sich durch Hunderte von Seiten. Schlechte Laune macht sich breit. Bei allen. In Ombra regiert der Hänfling, den keiner achtet, auch seine Nächsten nicht. Trotzdem kann er total gemeine und brutale Sachen machen. Manchmal kommt dann der Pfeifer und macht noch gemeinere und brutalere Sachen. Und nebenan auf der Nachtburg fault Natternkopf vor sich hin, denn sein Unsterblichkeitsbuch schimmelt, und das hat echt unerfreuliche Auswirkungen auf seinen Körper. Aber das macht ihn nur noch total gemeiner und brutaler, als es der Hänfling und der Pfeifer zusammen hinkriegen könnten.

Der gemeinsame Feind der freundeslosen Berufsfiesen ist Mo, der immer mehr in der Rolle des Eichelhähers aufgeht. Also, das muß man Mo schon lassen: Er müht sich redlich, so was wie Schwung in die angeblich so Schönheitsdurchtränkte Tintenwelt zu bringen. Als tapferer Robbin Hood des Weglosen Waldes.
Aber was soll er machen, wenn er einerseits alles gibt, aber andererseits von Frau Funke immer wieder moralisch zum Abschuß frei gegeben wird: Obwohl seine Soldaten-Gegner morden, rauben, unterdrücken und brandschatzen, was das Zeug hält, finden die von Mo geretteten Armen und die Seinen es einfach erschreckend, wie leicht das Töten ihm von der Hand geht". Statt Dank und Anerkennung wird er ängstlich angeblickt", und Meggie und Resa registrieren jedes Mal, dass die bösen toten Soldaten jung sind, so jung... Ja, Mo ist irgendwie nicht mehr derselbe... Das gibt zu denken...

Man fragt sich, was um Himmelswillen das Volk", die Guten" und Meggie und Resa eigentlich so bewegt in all dem Elend. Ach ja, ich vergaß: Sie befinden sich ja im Generalstreik, weil ihre Erfinderin ihre Schreibblockade auf mehr als 700 Seiten auswalzen muß und die Figuren nun ziemlich orientierungslos sind.
Die Möglichkeiten, die Funke ihnen lässt, sind allzu überschaubar: Sie dürfen mutlos sein, Tränen vergießen, Angst haben, zweifeln, sich und alle anderen schon mal vorsorglich für tot erklären, der Geschichte ein schlechtes Ende voraussagen und keine Energie haben. Und sich anzicken, verachten, beschimpfen, niedermachen....

Ein kraftvoller Widerstand gegen alle Fiesheit und Brutalität findet also nicht statt. Mo bemüht sich zwar, wie gesagt, und der schwarze Prinz versucht, Frau Funke zu unterwandern und ihm beizustehen, denn das Gros der anderen Räuber ist eigentlich auch nur unzuverlässig, versoffen, gierig und irgendwie nicht wirklich hilfreich für eine Weiterentwicklung. Aber Frau Funke bemerkt diese unpassende Dynamik und lässt den Prinzen dann immer wieder massiv außer Gefecht setzen: Er wird fast tödlich vergiftet, überlebt - prompt wird er schwer verwundet und ist nun mehr bis zum Schluß gehandycapt. Roxane und die anderen anwesenden Frauen passen dann auf, dass er nicht weiter aktiv wird.

Auch sonst wird jedes unvorsichtige Aufkeimen von Lebensfreude schwer bestraft: Fenoglio hat einmal richtig gute Laune. Was schon selten genug vorkommt, denn ansonsten säuft er und hadert mit der Geschichte, die ihm entgleitet. Und streitet sich ennervierend mit seinem Glasmännchen Rosenquarz.
Aber irgendwann passt er eben mal nicht auf und es geht ihm gut... Kurz darauf bezahlt er dafür einen hohen Preis, weil er miterleben muß, wie sämtliche Kinder Ombras wie einst beim Rattenfänger eingesperrt und einem sicheren Tod als Sklavenarbeiter in den engen Silberminen preisgegeben werden... Und drei Kinder werden schon mal getötet, um die Moral niedrig zu halten: Sie liegen in ihrem Blute auf dem Marktplatz, akustisch untermalt von schluchzend-verzweifelten Müttern, und sind jung, so jung...

Liebe findet in diesem Buch nicht statt. Das Wort kommt zwar vor, recht oft sogar, aber was Frau Funke darunter versteht, ist eine Art Vorhof zur Hölle. Die behauptete Liebe der Guten" äußert sich dergestalt, dass man vor lauter Sorge umeinander nicht mehr schlafen kann und leidet. Und sich gegenseitig das Leben mit Vorwürfen erschwert. Außerdem traut bei Funke kein Liebender dem geliebten Menschen irgendetwas zu. Ständig ist eine Figur der Meinung, sie müsse ganz allein irgendetwas Gefährliches machen und mit den geliebten Menschen aus liebender Fürsorge heraus auch möglichst gar nichts absprechen. Und nicht um Hilfe bitten, geschweige denn, etwas vereint unternehmen. - Um dann bis ins Mark getroffen und beleidigt zu sein, wenn herauskommt, dass irgendeine andere geliebte Gestalt irgendetwas Gefährliches total allein gemacht hat, ohne Absprache...
Resa und Meggie zerfallen zur absoluten Bedeutungslosigkeit, sie dürfen in erster Linie weinen, anklagen und trotzig sein. Und bei jedem Unglück Schuld zuweisen: Sich gegenseitig, auch Farid hat immer mal wieder Schuld, Fenoglio sowieso... Selbst freie Entscheidungen mancher Figuren werden in die Verantwortung Anderer delegiert und in den Vorwurf genommen: Mo entscheidet sich, mit den weißen Frauen mitzugehen, um Staubfinger zu retten... Meggie reagiert mit vorwurfsvollem Haß auf Mutter und Farid, weil die es nicht verhindert haben. - Mo begiebt sich beim Hänfling in Gefahr - Resa beschimpft Meggie, weil sie das zugelassen habe"...

Nein, es hilft da auch nichts, das Resa sich letztlich zur Rettung MoŽs aufmacht (allein, versteht sich - die Begleitung des schwarzen Prinzen akzeptiert sie nur unter Protest und bockig), und dass Meggie heimlich die Siegeslieder des Eichelhähers liest, um den Vater zu unterstützen. Die Liebe und die im ersten Teil so spannenden Frauengestalten Resa und Meggie erleiden einen sehr banalen Tintentot - den der schmollenden Langeweile.

A propos Liebe: Auch die erste Liebe zwischen Meggie und Farid darf nicht einen bezaubernd-leichten Moment haben. Es muß zwar so was wie eine Annäherung mit erstem Kuss gegeben haben, aber echte Nähe findet bei Funke ja, wie gehabt, unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. Der Leser darf nur Meggies Seelenqualen miterleben, weil Farid wegen Sklavenjobs bei Orpheus allzu wenig Zeit für sie hat und sich wohl nur für Staubfinger interessiert... Die einzige dem Leser gegönnte Kussszene ist an Tristesse kaum zu überbieten: Das Traumpaar der Tintenwelt begleitet Mo zur Hänfling-Burg, Meggie besteht darauf, vor der Burg auf Mo zu warten, entgegen seinem Befehl. Farid, der bemerkt, dass er Meggie davon nicht abbringen kann, meint daraufhin: Er wolle dann Meggie wenigstens küssen, damit ihre Anwesenheit für die Burgwachen plausibel wäre... Hm. Klingt aber toll... Muß Liebe schön sein...
Überflüssigerweise kommt auch noch Elinor dazu, die in den ersten Kapiteln in der Realo-Welt für depressiv-zermürbende Stimmung sorgt: Der sie aus irgendwelchen Gründen liebende Darius liest sie und sich rüber"... und nun kann Elinor in der Tintenwelt weiter meckern, lärmen, poltern und Fenoglio maßregeln. Und alles besser wissen, ohne etwas beizusteuern. - Fenoglio im Übrigen hatte irgendwann in der Menschenwelt mal eine Familie und Enkel. Die nun aber so was von egal sind... Opa ist weg, und nun isses eben so... Resa erwähnt irgendwann mal aus egoistischen Motiven Freunde" Meggies in der Nicht-Tintenwelt. Und ein Café wird angesprochen, in dem Meggie angeblich mal gerne gesessen haben soll... Ansonsten zieht eigentlich keinen mehr etwas zurück nach Hause. Selbst die Freundinnen" Meggies scheinen nur eine Spontanidee gewesen zu sein, denn davor hatte das Mädel außer Mo, Elinor und Büchern keine Verbindung zum wahren Leben. Weshalb es irgendwie auch wurscht ist, wo sie gerade lebt....

Wesentlich mehr Sorgfalt legt Frau Funke in der Beschreibung niedriger Emotionen. Das verhindert zwar jeglichen Dialog, aber man ist ja im Generalstreik: Nach nahezu jedem gesprochenen Satz folgt ein ausgiebiger Gedankengang einer Figur, der besagt, wie erbärmlich er seinen Gegenüber gerade findet. Egal, ob Fenoglio mit Rosenquarz oder Orpheus redet oder Orpheus mit Natternkopf oder der Pfeifer mit Mo... Stets wird betont, wie widerlich/ lächerlich/ dumm/ hassenswert/ arrogant/ verräterisch etc.pp. der Andere empfunden wird. Und WIE GERNE man diesem nun das schmierige Lächeln oder was auch immer nun vom Gesicht schlagen/ wischen/ stechen würde. Oder wie gerne man ihm sonst wie zerstörerisch und vernichtend begegnen würde. Macht aber keiner wirklich in solchen Momenten, auch Meggie, Resa und Mo wollen immer so gerne Gewalt anwenden, aber... man ist ja im Generalstreik und reagiert dann lieber mutlos und nihilistisch.

Frau Funke macht es auch sehr viel Freude, mittelalterliche Foltermethoden auf unendlichen Seiten wärmstens auszumalen. Hautabziehen, Vierteilen, Fingernägelrausziehen, Zerstückeln, Verbrennen, von Monstern auffressen lassen... Das mag auch der kleine Jacopo, der Sohn der angeblich Hässlichen", der Prinzessin Violante. Der Kleine ist ein echtes Arschloch-Kind mit einer Vita, die jeden Psychotherapeuten alarmieren würde. Er wird dann zum Retter der Geschichte, aber das Volk liebt ihn dennoch nicht, obwohl er sich danach sehnt. Und Meggie schauderts, weil er seinen Natternkopf-Opa so ungerührt" dem Tod preisgegeben hat...

Soviel selbstgerecht-vernagelte Plumpheit ist kaum zu ertragen! Da ersinnt ein Kind einen klugen Plan und überwindet sich... und dafür kommt dann noch ein Vorwurf.

Wirklich ärgerlich sind die wenigen guten Seiten des Buches, die es erahnen lassen, wie eine Cornelia Funke mit Inspiration und Lebendigkeit hätte schreiben können: Mo bei den weißen Frauen, bei dem weiblichen Tod... Staubfingers Rückkehr ins Leben, seine erste Begegnung mit Farid... Die Magie der Feuer-Bilder...
Aber das sind nur wenige Seiten. Die man dann teuer mit mittelalterlicher Folterhölle ausbaden muß.

Meine finale Phantasie lautet wiefolgt: Die Funkenmagierin erwachte aus einem finsteren Traum. Ein Nachtmahr hatte sie entführt, gelähmt, mit Grauen erfüllt. Sie erhob sich, zitternd.... Gottlob, warmes Tageslicht umhüllte ihren noch nachtkalten Körper. Ein Glasmännchen wies schneeblaß auf zwei geknickte, geschundene Bücher auf dem Nachttisch der Funkenzauberin. Zärtlich, voller Angst, hob sie das tintenschwer gebundene Papier auf, und sie las... Nein, dachte sie, NEIN! Das kann nicht sein, dass all meine Feuerkraft in diese Tintenschwärze gestürzt sein soll... Staubfinger, Farid, Meggie, Mo, Resa - verzeiht... Nehmen wir uns bei der Hand, erschaffen und erleben wir eine neue, faszinierend-zauberhafte Tintenwelt, die den Leser einsaugt in eine Welt voller Schönheit und Tiefe..."

Ja! Frau Funke: Lassen sie die letzten zwei Bände vom Nachtmahr fressen! Und sich von Staubfingers Feuerzauber ermutigen zum TintenLeben...
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28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht ein Funke Fantasie in dem Buch!, 9. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Tintentod. Tintenwelt 03 (Gebundene Ausgabe)
"Denn sie muss aufregend sein, die andere Welt, so viel aufregender als die seine..."
Dieser letzte Satz aus Tintentod bringt es für die gesamte Tintenwelt-Sage auf den Punkt. Die realle Welt ist um Längen spannender als die Tintenwelt.

Diese, obwohl als Fantasywelt verschrien und von vielen bejubelt, handelt es sich bei der Tintenwelt nur um eine behauptete Fantasiewelt, trostlos, kalt, brutal und langweilig. Eine Fee macht noch kein fantastisches Universum!. Schon die Übersichtskarte in Band 2 sollte eigentlich als Warnung reichen - ein Stadtwald mit 2 Schlössern und ein paar Lokalitäten, die trister nicht seien könnten. Band 3 ergänzt das ganze nach oben um ein paar Berge und ein schwarzes Schloss. Die immer wiederholte und behauptete Faszination dieser Welt, füe die Meggie ihre Eltern verlies und auch Mo oder Fenoglio nicht mehr zurück kehren wollen, ist mir ein absolutes Rätsel - kein Strom, kein fließend Wasser, keine medizinische Versorgung, dafür willkürliche Gewalt und mittelalterliche Sozialstrukturen, wo Frauen nichts zu sagen haben - sagt ne Menge über Meggie, aber auch die Männer hier.

Die Hauptfiguren:
Meggie - die altkluge, nervige, zickige, von Hormonen gesteuerte Hauptdarstellerin verkommt (zum Glück) etwas nur Nebenfigur im 3. Teil, abgesehen davon das von ihr früher so exzessiv betribene lesen entfällt, außer ab und an ein paar Texte zum verändern der Welt.
Mo - der ehemals stille, zurückhaltende Buchbinder findet den blutrünstiger Schlächter in sich und erschlägt die Feinde im Dutzden billiger - ist klar das er nicht mehr zurück will, kann er ind er realen Welt seine neu entdeckte Tötungsader ja nicht ungestraft ausleben. Abgesehen davon hat es sich mit Zauberzunge hier, da er kein einziges Wort mehr liest - töten ist einfacher.
Resa - naja, sie bekommt etwas mehr Platz, aber außer Angst haben und sich unnötig in Gefahr begeben hat sie keinerlei Funktion für den Fortgang der Geschichte.
Elinor - die ehamls resolute, in Band 2 immer nur deprimierte Figur wird, sobald hier endlich in der Tintenwelt angekommen zum sich aufdrängenden Anhängsel ohne Funktion aber mit großem Nervpotential
Darius - wozu der überhaupt gut ist, kein Plan
Fenoglio - hatte er in Teil 2 noch die Möglichkeit die Welt aktiv, wenn auch vergebens zu beeinflussen, so muss er nun in Selbstmitleid, Alkohol und Schreibblockade vor sich hinvegetieren und wird von allen noch schief angeschaut. Und das er in seiner alten Welt Tochter und Enkel zurück lässt scheint ihn auch nicht zu stören.
Orpheus - der einzige Charakter mit Potential und einem Funken Verstand wird zum bösen stilisiert um dann in Tristes zu enden.
Staubfinger - er kommt von den Toten wieder um mit neuen Fähigkeiten zu langweilen. Die Faszination aus Teil 2 ist auf jeden Fall weg, die Narben im Gesicht auch.
Mortola - nachdem Frau Funke Basta, den besten Charakter aus Band 1, in der 2 zuerst so sträflich vernachlässigt und dann gewangweilt im Vorbeigehen hat sterben lassen, läßt sie hier Capsricorns Mutter nochmal kurz auf Rache sinnen. Jedoch scheitert auch dieser Versuch am Desinteresse der Autorin und Mortola wird schon nach ein paar Seiten sang und klanglos erledigt.
Violante - in Teil 2 angedeutet als Hoffnungsträgerin, erweißt sich ihre Rolle in Band 3 als sinnlos weil nicht entscheident für den Ausgang.
Jacopo - das Arschlochkind wird durchgehend unsympatisch dargstellt, sodass ihm auch noch die Verachtung aller, eingeschlossen Frau Funkes, zuteil wird, selbst als er es ist, der letztendlich bewusst den Tod des Natternkopfes einleitet.
Farid - der love-Interest von Meggie aus der 2 wird durch einen langhaarigen Dorfbewohner abgelöst und darf nur noch etwas mit dem Feuer spielen, hat aber keinerlei Relevanz mehr.
der restliche Cast - ist halt da, um die Lücken zu füllen.

Fantasiegeschöpfe - Frau Funke hat aus der 2 gelernt, das man eine Fantasywelt erzählen muss damit sie wirkt und nicht nur erwähnen. Aus diesem Grund wurde das Repertoir diesmal um Riesen, Nachtmahr, Einhorn und ein paar bunte Feen erweitert und manchen Charakteren wurden sogra ein paar Sätze mehr gewidmet, das es über eine reine Namensgebung hinaus geht. Jedoch ist alles nach wie vor so öde, und die beschriebene Welt so langweilig-trist, das sich dem Leser keine Fantasiewelt eröffnet.

Lesen/Bücher - Angeblich sind die 3 Bände ja eine Liebeserklärung an das Lesen und an Bücher. War das ganze in der 1 noch mehr oder weniger zumindest ansatzweise spürbar, auch wenn es doch mehr eine Beschreibung von Exzentrikern war, die neben ihren Büchern kein reales Leben führten, so verkam es in der 2 zu einem reinen Alibi und wird deswegen in konsequenter Weiterführung in dem vorliegenden Band so marginal erwähnt, das das Buchbinden und Vorlesen nur mehr ein Gimmick ist.

Insgesamt ein langweiliges Buch über eine farblose Fantasiewelt ohne Fantasie, dafür mit durchgehend unsymmpatischen Charakteren und unerwartet und vor allem unnötig viel Gewalt. Nichts daran ist magisch, überwältigend oder gar alles in den Schatten stellend, wie der Einband so wortgewaltig behauptet. Ein Buch, welches genau wie die beiden vorangegangenen Bücher weit überschätzt wird. Bei mir wollte der Funke nicht überspringen.

Wer wirklich mal eine richtige Fantasiewelt erleben will, dem lege ich die Bücher von Walter Moers nahe. Sein Zamonien mit einen Charakteren und Geschichten ist dermaßen vielfältig und abstrus und dennoch so witzig und fesselnd, das er aud 2 Seiten fantastischere Bilder enstehen lässt als es Cornelia Funke auf 2000 Seiten schafft. Und "die Stad der träumenden Bücher" ist sie dann wirklich, die in Papier gefasste Liebeserklärung an Literatur und Bücher. Spart euch die 66 Euro für die Tintenwelt und kauft dafür alle 5 Zamonienbände. Da bleibt am Ende noch Geld übrig und man so unglaublich viel mehr davon. Definitiv!
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28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Warum?, 6. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Tintentod. Tintenwelt 03 (Gebundene Ausgabe)
Warum muss etwas, das so super gut angefangen hat, so mies enden?
Und damit meine ich nicht die Handlung und ein eventuell vorenthaltenes Happy-End.
Titntentod ist das Buch, das es nicht hätte geben sollen, denn es ist ein sehr lauer Abgang der Tintenwelt-Saga.
Schon der Einstieg macht es einem verhältnismäßig schwer, wieder in die Geschichte hineinzufinden. Die rechte Stimmung will einfach nicht aufkommen. Meggie und Resa haben sich charakterlich verändert und sind irgendwie nur mehr Schatten ihrer selbst. Der eigentliche Hauptdarsteller dieses Bandes ist Mo. Oder Zauberzunge. Oder der Eichelhäher. Der weiß plötzlich selbst nicht mehr so genau, wer er eigentlich ist. Da wird aus dem stillen, treusorgenden Buchbinder-Papa auf einmal ein blutrünstiger Rachegott und Freiheitskämpfer, der seine wichtigste Fähigkeit, nämlich das Lesen vollkommen verlernt zu haben scheint. Ihm zur Seite steht ein reinkarnierter Staubfinger. Und nicht nur das. Frau Funke hatte offensichtlich wenig neue Ideen einen weiteren Band Tintenwelt zu füllen und quält ihre Leser mit weiteren Wiederauferstehungen. Stöhnt der Leser schon leicht gequält auf, als plötzlich die "gute alte" Mortola wieder auftaucht, so kann er am Ende nur noch müde abwinken, als auch Basta noch einmal in einer Nebenrolle auftaucht.
Man hat beim Lesen ständig das Gefühl, dass es in der Geschichte überhaupt nicht voran geht, und sich alles nur im Kreis dreht.
Außerdem werden etliche Nebenstränge angerissen, dann aber nicht weiter verfolgt. Was ist denn nun mit Meggies Verhältnis zu Resa? Oder mit ihrer Verliebtheit ind Doria/ Farid? Wie geht es ihr denn so insgesamt? Und auch die resolute Tante, die selbtstverständlich auch noch mit in die Geschichte rutschen muss, wird bis auf ein Restklischee sträfflich vernachlässigt. Und überhaupt - das Ende.
Nachdem man sich tapfer durch viele Seiten unbefriedigender Handlung und irgendwie unvollständiger Charaktere gewürgt hat, kommt das Ende. Und von dem hat man sich schon ein bisschen was erwartet - nicht zuletzt wegen der Mühen, sich bis dahin durchzukämpfen. Und was ist? Nichts. Ein doch recht flaches und vages "viele Jahre später" Ende, dass dem Leser im Grunde wirklich null Gewinn bringt.
Schade.
Das erste Buch habe ich mit Begeisterung verschlungen. Sogar mehrfach. Und auch das zweite war ok. Aber diesen Abschluss - also - neeeee.
Tut mir leid. Das wirkt einfach nur lustlos und ist mies.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuscht, 15. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Tintentod. Tintenwelt 03 (Gebundene Ausgabe)
Der erste Teil der Tintenwelt-Trilogie "Tintenhez", hat mir gut gefallen, wobei ich sagen muss, dass "Tintenherz" noch ein richtiges Kinder- und Jugendbuch ist, da die Handlung teilweise doch recht einfach gestrickt ist.

"Tintenblut" war da schon um einiges anders - der zweite Teil hat mir viel besser gefallen; die Handlung war komplexer und einfallsreicher.
Und genau deswegen musste ich dann ja auch wissen, wie die Geschichte im dritten und letzten Teil weiter geht.

Und ich muss sagen: Ich bin enttäuscht.
Der Handlung fehlt der rote Faden, ständig gibt es irgendwelche unlogischen Wendungen. Besonders gestört hat mich, dass die "Guten" in dieser Geschichte praktisch unsterblich sind - auf irgendeine Weise entkommen sie immer wieder dem Tod. Dahingegen sind am Ende alle "Bösen" tatsächlich aus dem Weg geräumt.
Die Handlung ist nicht meisterlich komponiert sondern immer so zurecht gebogen, dass das gewünschte Ergebnis eintritt. Schade, denn Frau Funke hat in den vorherigen Bänden gezeigt, dass sie es besser kann.

Was man der Autorin jedoch lassen muss: Sie kann wunderschön bildreich erzählen! Die Beschreibungen der Tintenwelt sind sehr schön, jedoch sind diese Passagen auch sehr schwerfällig geschrieben.

Alles in allem: Der dritte Teil ist leider kein würdiger Abschluss der Tintenwelt-Trilogie, ich vergebe trotzdem zwei Punkte, denn völlig daneben ist das Buch nicht, aber verglichen mit den anderen ist es eine schwache Leistung!
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37 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiespältig, 29. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Tintentod. Tintenwelt 03 (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist ca. 300 Seiten zu lang! Wirklich spannend sind die die ersten 100 und die letzten 200 Seiten. Dazwischen wird viel gejammert,geweint und in der Gegend herumgestarrt.Besonders die weiblichen Charaktere Resa und Meggie empfand ich als sehr anstrengend.
Unnötig auch, dass Frau Funke viele alte Charaktere noch einmal auferstehen lässt, um sie nur wenige Seiten später wieder verschwinden zu lassen, ohne dass es die Handlung weiterbringt.
Ein Lichtblick ist wie immer die Rolle des Staubfinger, auch wenn dessen
Verhalten und seine Fähigkeiten undurchsichtig bleiben und viele Fragen aufwerfen.
Das Ende ist abrupt und wirkt gezwungen, Erklärungen bleiben aus. Der Abschluss der Geschichte ist so offen gehalten, dass ein vierter Teil durchaus befürchtet werden kann.
Dennoch gibt es drei Sterne, da der Erzählstil von Cornelia Funke sehr ansprechend ist und die Zitate am Anfang der Kapitel eine schöne Sache sind.
Mehrteiler sind eben kein Garant für viele Bücher voller Spannung.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erholung nach "Tintenblut", 2. August 2009
Hallo!
Ich war von Cornelia Funkes Tintenherz-Reihe schon nach der ersten Seite begeistert, doch Tintenblut hat meine Begeisterung etwas gedämpft. Tintentod jedoch macht das alles unvergessen, deises Buch ist spannend und anschaulich geschrieben. Sowohl junge als auch ältere Leser/innen werden Freude daran haben.
An dem Hörbuch gibt es allerdings einen kleinen Haken:
Die Audio-CDs sind nummeriert und farblich in drei Bereiche eingeteilt: Blau, Rot, Gold. Der letzte und der Mittlere Farbbereich sind vertauscht worden. Hat man die blauen CDs hinter sich und legt die erste rote ein, so ist man plötzlich fast am Ende des Buches angelangt, man muss also die goldenen zuerst abspielen, obwohl die Nummerierung der CDs da andere Anweisungen gibt.
Im grunde kein allzu großes Problem, ist man ersteinmal dahinter gekommen ;-)
Lg
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2.0 von 5 Sternen Cornelia Funke - Tintentod, 16. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Tintentod. Tintenwelt 03 (Gebundene Ausgabe)
Der letzte Teil der Triologie spielt zum größten Teil wieder in der Tintenwelt, die nun unter der ebenso düsteren wie auch grausamen Herrschaft des Natternkopfes steht. Währrend Meggie und Resa sich wünschen in ihre alte Heimat zurückzukehren, verwandelt Mo sich langsam, aber stetig in den blutrünstigen Räuber Eichelhäher, dessen Rolle Fenoglio ihm eher versehentlich geschrieben hatte. Auch das ungeborene Kind, das Resa erwartet, kann ihn nicht wieder zur Vernunft bringen. Mo verfällt dem Glauben, er sei der Tintenwelt ein würdiges Ende schuldig und will weder das Leben des Räubers noch die Tintenwelt hinter sich lassen.

Fenoglio weigert sich nach wie vor wieder zu schreiben und versinkt mit seinem Kummer im Alkohol - dafür übernimmt Orpheus nun seine Rolle; doch natürlich stehen dabei nur seine habgierigen Wünsche im Vordergrund. Wie es ihm es ihm gerade gefällt, liest er sich Schätze, Einhörner und sonstige Dinge von materiellem Wert herbei. Farid spielt indes seinen treuen Diener in der Hoffnung, dass Oprheus Staubfinger doch noch von den Toten zurückholt.

Der Zauber der Tintenwelt verflüchtigte sich für mich schon im zweiten Teil "Tintenblut". In meiner Naivität nahm ich an, dass Cornelia Funke zwar einen schwachen Mittelteil, aber sicherlich ein grandioses Ende für Mo, Meggie und Co geschrieben hat. Schließlich heißt es immer wieder, sie sei die "deutsche Joanne K. Rowling". Falsch gedacht. Der fade und langatmige Beigeschmack aus "Tintenblut" zieht sich auch durch den letzten Band der Reihe. Meiner Meinung nach hätte das Buch gerne auch nur die halbe Seitenzahl haben können, denn Funke verstrickt sich in endlosen Wiederholungen und gibt Nebenrollen plötzlich eine unerklärliche Präsenz, nur um sie ein paar Seiten später gar nicht mehr zu erwähnen oder langweilig sterben zu lassen.

Ingesamt gibt es in Relation zur Seitenzahl sehr wenig Inhalt. Die Handlung ist sehr leicht abgestrickt und - man mag es kaum glauben - wiederholt sich dreimal in nur einem Buch. Kann das möglich sein? Mo wird gefangen genommen und kommt wieder frei. Mo wird gefangen genommen und kommt wieder frei. Mo wird - na? Richtig! Im Übrigen ist auch das Ende eine Katastrophe. Funke hat es sich nicht nehmen lassen, es so zu schreiben, das man noch einen vierten Teil erwarten könnte. Ich hoffe inständig, dass das nicht passiert.

Auch wenn es ein paar gute Ideen in "Tintentod" gab und mir einige Kapitel auch sehr zugesprochen haben - ich möchte nicht alles verteufeln - habe ich für das Lesen der knapp 750 Seiten fast zwei Wochen gebraucht. Ich habe sogar zwischen zeitlich noch ein anderes Buch gelesen, obwohl ich sowas unter normalen Umständen niemals machen würde. Und auch die kurzen Zitate am Anfang von jedem Kapitel, die ich im ersten Band noch so geliebt habe, habe ich überlesen (!). Ich mag die Grundidee der Triologie total gerne und bin schlichtweg enttäuscht von der Autorin, dass sie diese dermaßen mit Füßen tritt und nicht weiß, diese umzusetzen. "Tintenherz" hätte niemals fortgesetzt werden dürfen.

Nicht so.
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Tintentod
Tintentod von Cornelia Funke (Taschenbuch - 1. November 2012)
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