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49 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Mitternachtspalast
KLAPPENTEXT:
Kalkutta 1932: Ben und seine Freunde von der geheimen Chowbar Society sind gerade sechzehn geworden. Es ist Zeit, das Waisenhaus zu verlassen, in dem sie aufgewachsen sind. Bei der Abschlussfeier taucht plötzlich eine alte Frau mit einem jungen Mädchen auf, das Ben sofort fasziniert. Wer ist sie? Als die beiden dahinterkommen, was sie...
Veröffentlicht am 3. November 2010 von Nanni "fantasie-und-traeum...

versus
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gruslig & anspruchsvoll!
Der neueste Jugend-Roman von C. Ruiz Zafon spielt diesmal in Kalkutta, Indien und erzählt die gruslige Geschichte um einen Geisterzug und einen dämonischen Mörder. Wieder einmal ein sehr typischer Zafon. Allerdings eignet er sich meiner Meinung nach eher für erwachsene Liebhaber seines Stils, als für Jugendliche. Empfehlen würde ich das Buch...
Veröffentlicht am 16. Dezember 2010 von Amazon Customer


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49 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Mitternachtspalast, 3. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Mitternachtspalast: Roman (Gebundene Ausgabe)
KLAPPENTEXT:
Kalkutta 1932: Ben und seine Freunde von der geheimen Chowbar Society sind gerade sechzehn geworden. Es ist Zeit, das Waisenhaus zu verlassen, in dem sie aufgewachsen sind. Bei der Abschlussfeier taucht plötzlich eine alte Frau mit einem jungen Mädchen auf, das Ben sofort fasziniert. Wer ist sie? Als die beiden dahinterkommen, was sie tatsächlich miteinander verbindet, befinden sie sich schon in einem Strudel, der sie tief in die Unterwelt Kalkuttas zieht. Ein Schatten aus der Vergangenheit trachtet ihnen nach dem Leben. Und er ist ihnen näher, als sie ahnen...

ZUM AUTOR:
In Deutschland erlangte Carlos Ruiz Zafón seine Bekanntheit durch seine großen Barcelona Romane "Der Schatten des Windes" und "Das Spiel der Engel". In seinem Heimatland Spanien wurde er durch seine Jugendromane berühmt. Für sein Erstlingswerk "Der Fürst des Nebels" (zu dem es hier auch eine Rezi gibt) erhielt er sogar den Spanischen Jugendliteraturpreis.

EIGENE MEINUNG:
Schon seit "Der Schatten des Windes" bin ich ein großer Fan von Zafóns düster, geheimnisvoller Erzählweise, die er in "Der Mitternachtspalast" mal wieder hervorragend umgesetzt hat.
Zafón kreiiert eine geheimnisvolle Kulisse, die ein bischen etwas von 1001 Nacht, aber auch von Indiana Jones und Oliver Twist hat, und die mich sehr verzaubert hat. Ich dachte immer, dass ich Bücher, deren Schauplatz Indien ist, nicht unbedingt mögen würde, aber Carlos Ruiz Zafón lehrt mich eines besseren und ich bin immer noch ganz berauscht vom geheimnsivollen Indien, muss allerdings dazu sagen, dass ich die Zeitepoche, in der die Geschichte spielt, auch sehr mag. Eine "Basaratmosphäre" entsteht vor allem durchs Erzählen. Im Roman werden so viele Geschichten in der Geschichte erzählt, dass man jederzeit gespannt folgen will und darauf wartet, wie sich dieses oder jenes Ereignis wohl vor langer Zeit zugetragen hat und zu erklären ist.
Im Mittelpunkt des Romans steht die "Chowbar Society". Ein Geheimbund mehrerer Waisenkinder, die allerbeste Freunde sind und doch unterschiedlicher kaum sein könnten. Eine Gemeinschsft, die sich auf ewig Treue geschworen hat. Der Traum eines jeden abenteuerlustigen Jugendlichen. Gemeinsam müssen die Freunde das größte Abenteuer ihres Lebens bestehen, welches über Leben oder Sterben entscheidet und ihren Zusammenhalt auf eine harte Probe stellt.
Mit "Jawahal" erfindet der Autor nicht einfach eine gruselige Hauptfigur, nein, er ist ein regelrechter Albtraum. Ich habe das Buch ziemlich zügig durchgelesen, bin nachts aufgewacht und hab mich kaum aus meinem Zimmer getraut. Herrlich nervenzerreibend verfolgte mich der "Feuergeist" bis in jeden Winkel meines Zimmers und doch konnte ich das Buch kaum aus den Händen legen.
Aber nicht nur die gruseligen Stellen der Geschichte haben bei mir Gänsehaut erzeugt, sondern auch das Drama um Ben und Sheere, die zwei Protagonisten sind, die dem Leser sofort ans Herz wachsen, so dass er ihnen nur wünscht, dass die Geschichte für beide ein glückliches Ende nimmt.
Ein traurig schönes Ende lässt mich wehmütig auf meine Zeit mit der "Chowbar Society" zurückblicken und ich bin sehr traurig, dass es wohl kein weiteres Buch mit Ben, dem schlauen Ian, der vorwitzigen Isobel, dem stillen Künstler Michael und den anderen des Geheimbundes geben wird.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterwegs im dunklen Kalkutta... ein weiteres Meisterwerk von Zafón!, 3. Dezember 2010
Von 
Karo adores... "Karo adores..." (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Der Mitternachtspalast: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ben ist als Waisenjunge im Kalkutta des frühen 20. Jahrhunderts aufgewachsen. Im Waisenhaus hat er mit fünf Freunden eine Geheimgesellschaft namens Chowbar Society gegründet, die sich immer zu Mitternacht in einem alten leerstehenden Haus treffen, dass sie den "Mitternachtspalast" nennen. Kurz bevor die Mitglieder das Waisenhaus verlassen müssen, zu ihrem 16. Geburtstag, treffen sie auf eine alte Dame und ihre Enkeltochter Sheere. Sheere wird sofort in die Geheimgesellschaft aufgenommen, und Ben fühlt eine seltsame Verbundenheit zu ihr. In der selben Nacht noch wird der Leiter des Waisenhauses von einem Mann angegriffen und verletzt und er rät Ben, die Großmutter von Sheere aufzusuchen, da der Mann eigentlich hinter Ben her ist. Ben erfährt, dass Sheere seine Zwillingsschwester ist und dass die beiden Zwillinge kurz nach der Geburt getrennt wurden. Derselbe Mann, der den Leiter des Waisenhauses angegriffen hat, verfolgt jetzt auch sie. Eine atemberaubende Jagd durch Kalkutta beginnt, und die Mitglieder der Chowbar Society müssen zusammenhalten und durch Leben und Tod füreinander einstehen, so wie sie es sich immer geschworen haben...

Carlos Ruiz Zafón ist ja schon lang kein Unbekannter mehr bei Bücherfreunden. Seine Romane "Der Schatten des Windes" und "Das Spiel des Engels" waren lange Bestandteil der Bestsellerlisten. Auch mit diesem Roman ist ihm wieder ein Kunststück gelungen. Er verbindet den Zauber einer exotischen Stadt wie Kalkutta mit dem Zauber einer unendlichen Freundschaft wie die zwischen den Mitgliedern der Chowbar Society und dem Horror des Unbegreiflichen. Die Geschichte hält wirklich alles bereit. Besonders gefiel mir wieder Zafóns Sprache: Er spielt mit Witzen, philosophischen Anmerkungen und federleichten Beschreibungen einer Stadt, die zwar von Armut, aber auch von einer exotischen Schönheit geprägt ist. Man kann förmlich die Hitze der Stadt spüren und die Gerüche der Märkte riechen. Zudem ist man von der Geschichte um den geheimnisvollen Mann, der die Zwillinge verfolgt, total gefesselt; man möchte wissen, welche Motive ihn leiten. Dass zum Schluss noch ein Hauch Fantasy dazu kommt, macht das Buch für mich nur noch besser. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich jedoch gefunden: Für mich ist die Geschichte zum Schluss wirklich zu kurz gewesen, die Auflösung kam mir zu schnell und plötzlich, gerne hätte ich noch 100 Seiten mehr gelesen. Aber ansonsten ist dieses Buch wieder ein Meisterwerk, ein Lesegenuss und verpasst einem an manchen Stellen eine Gänsehaut, die sich sehen lassen kann. Dass dieses Buch allerdings für Jugendliche ist, kann ich nicht unterschreiben, für mich ist es erwachsen genug und ich würde es frühestens ab 15-16 Jahren empfehlen. Trotzdem wieder eine große Leseempfehlung meinerseits!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brillantes, sehr spannendes Frühwerk von Zafón!, 16. Dezember 2010
Von 
Stefan Erlemann (Witten) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Mitternachtspalast (Audio CD)
Thomas Carter zögert. Was ihm die Witwe seines besten Freundes da erzählt, ist schwer zu glauben. Er soll das Baby in seinem Heim unterbringen ohne die Behörden Kalkuttas zu informieren. Und niemand darf jemals erfahren, wer das Kind zu ihm brachte. Die Geschichte des Säuglings hört sich an, wie aus einem Schauerroman. Ein gewisser Jawahal, entflohener Sträfling und wahnsinnig gewordener Meuchelmörder, hätte Vater und Mutter getötet und trachte nun auch den Babys - die Zwillingsschwester des kleinen Jungen will die alte Frau selbst großziehen - nach dem Leben. Doch als wenig später eben dieser Mann vor Carter steht und nach dem Baby fragt, weiß der Leiter des Waisenhauses St. Patrick's, dass die Witwe nicht übertrieben hat. Der Mann macht Carter Angst und so streitet er ab, jemals ein Kind aufgenommen zu haben und es nicht den Behörden gemeldet zu haben. Jawahal verabschiedet sich, kündigt aber seinen erneuten Besuch an dem Tag an, an dem der verschwundene Junge sechzehn Jahre alt wird - dem Alter, in dem die Waisen das Heim verlassen müssen.
Thomas Carter vergisst über die Jahre den Fremden und zieht den kleinen Ben groß, als wäre es sein eigener Sohn. Doch in der Woche, in der die Verabschiedung Bens stattfinden wird, steht die Witwe vor seinem Büro und warnt ihn erneut eindringlich vor Jawahal. In ihrer Begleitung befindet sich ihre fast sechzehnjährige Enkelin Sheere, die Zwillingsschwester Bens. Und der versucht sofort die vor dem Büro Carters wartende junge Frau dazu zu überreden, an einer der letzten Sitzungen der Chowbar-Society teilzunehmen. Wenig später schlägt er seinen sechs Freunden zu deren Überraschung sogar vor, Sheere aufzunehmen in die Gruppe, die sich der Hilfe untereinander und jedem Menschen in Not verschrieben hat. Irgendetwas scheint ihn zu dem Mädchen hinzuziehen. Kaum aber haben die Freunde dem überraschenden Ansinnen Bens zugestimmt, zerstört eine gewaltige Explosion das Büro Carters. Der Leiter überlebt schwer verletzt die Feuersbrunst und fleht den völlig konsternierten Ben an, mit Sheere zu deren Großmutter zu gehen und sie um ihre Hilfe zu bitten. Sheere und Ben seien in tödlicher Gefahr und nur die Großmutter des Mädchens könne ihnen helfen. Die acht Jugendlichen brechen sofort auf. Doch sie können nicht ahnen, dass nicht ein Mensch sondern ein Feuerdämon ihnen schon bald nach dem Leben trachtet.

Carlos Ruiz Zafón hat Jahre vor seinen Welterfolgen "Der Schatten des Windes" und "Das Spiel des Engels" mit der "Nebel-Trilogie" drei kleine, feine Romane veröffentlicht, die erst jetzt den Weg in die deutschen Buchläden gefunden haben. War der 1993 erstmals erschienene "Der Fürst des Nebels" eine bereits sehr gelungene Fingerübung für Jugendliche ist der 2004 in Spanien und im Oktober 2010 in Deutschland erschienene Roman "Der Mitternachtspalast" bereits von ganz anderem Kaliber und zeugt in der vorliegenden, ungekürzten Hörbuchversion von der frühen Meisterschaft des Spaniers Carlos Ruiz Zafón.

Wer anfangs irritiert ist ob der verschachtelten Geschichte, die von einem imaginären heute ins Jahr 1932, dann nach 1916 und wieder ins Jahr 1932 springt, wird schon nach wenigen Minuten von der Geschichte gefesselt.
Der Stil des Spaniers in diesem Jugendroman - empfohlen wird die Lektüre ab zwölf Jahren - ist zwar noch lange nicht so komplex und ausgereift wie in seinen späteren Romanen, doch die Spannung, die er erzeugt, ist ungeheuer. Fast ohne Pausen oder Erholunsperioden wird man mehrere Stunden in atemloser Erwartung des schrecklichen Endes - etwas anderes kann man sich als Hörer kaum vorstellen - nahe an den Lautsprechern verbringen. Man will keine Sekunde, kein Wort von dem durch Rufus Beck grandios vorgetragenen Zeilen verpassen.
Und wer Beck nur als mal genialen, mal albernen Stimmenimitator kennt, der gerne in verschiedensten Mundarten und Ausdrucksstilen seine unzähligen Hörbuchproduktionen bis fast zur Karikatur übersteigert, wird angenehm überrascht sein. Beck nimmt sich sehr stark zurück, lässt den Text wirken und enthält sich komplett jeglicher Sperenzien. Nur wenn er Jawahal zum besten gibt, wird seine Stimme wie mit Reibeisen gequält. Mit einem Wort, seine Leistung ist grandios.

"Der Mitternachtspalast" ist ungeheuer spannend, traurig und doch hoffnungsvoll. Auch wenn dem Hörer - zumal dem jungen - gelegentlich der Magen verdorben wird ob der obsessiv von Zafón dargestellten Gewalt, ist es doch ein Stück Literatur, das man uneingeschränkt empfehlen kann. Und wer bereits "Der Fürst des Nebels" mochte wird "Der Mitternachtspalast" lieben.

Stefan Erlemann
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gruslig & anspruchsvoll!, 16. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Mitternachtspalast: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der neueste Jugend-Roman von C. Ruiz Zafon spielt diesmal in Kalkutta, Indien und erzählt die gruslige Geschichte um einen Geisterzug und einen dämonischen Mörder. Wieder einmal ein sehr typischer Zafon. Allerdings eignet er sich meiner Meinung nach eher für erwachsene Liebhaber seines Stils, als für Jugendliche. Empfehlen würde ich das Buch höchstens wenn der junge Leser mindestens 14 Jahre alt ist und gern und viel liest.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein tolles Jugendbuch!, 21. Dezember 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Mitternachtspalast: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Mitternachtspalast" ist der mittlere Roman der Nebel-Trilogie des spanischen Autors Carlos Ruiz Zafón und, wie die anderen beiden Bände auch, ein Jugendbuch.
Es erzählt die Geschichte der Zwillinge Ben und Sheere, die erst voneinander erfahren, als sie sechzehn Jahre alt sind. Ben wuchs in einem Waisenhaus in Kalkutta auf und Sheere bei ihrer Großmutter, die die Kinder damals aus gutem Grund trennte. Die beiden sind in großer Gefahr, entscheiden aber über den Kopf ihrer Großmutter hinweg, dass sie sich ihrem mächtigen Gegner, einem Feuerdämon, der auf grausame Weise mit ihrer Vergangenheit, ihrer Gegenwart und ihrer Zukunft verbunden ist, stellen wollen. Gemeinsam mit Bens besten Freunden machen sie sich auf den Weg, dem Geheimnis, das ihr Leben steuert, auf die Schliche zu kommen. Dabei können sie jedoch nicht nur ihr Leben verlieren, sondern auch ihre Seelen...

Zafóns Romane sind mitreißend, auch wenn man als Erwachsener einen seiner Jugendromane liest. Kleine Schwächen sind schnell verziehen, ist doch die Sprache dieses Buches einfach traumhaft und die Geschichte spannend und mysteriös, gewürzt mit einem ordentlichen Gruselfaktor. Zwei kleine Logikfehler ließen mich erst aufhorchen, doch in der Summe können sie der Geschichte um Ben und Sheere nichts anhaben.
Nur für Freunde eines reinen Happy-Ends eignet sich dieser Roman nicht, denn Zafón hat klar erkannt, dass seine Geschichte nicht makellos enden kann, sondern eine Traurigkeit transportiert, über die auch der Autor sich nicht hinwegsetzen darf.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Über Kali und Kalkutta, 6. September 2011
Von 
sabatayn76 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Mitternachtspalast: Roman (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Im Jahre 1916 ist Leutnant Peake auf der Flucht vor Jawahal, einem alten Freund von Peake, der nun sein Feind ist. Peake eilt durch Kalkutta und sucht das Haus von Aryami Bosé auf, um zwei Kinder in Sicherheit zu bringen, denen Jawahal nach dem Leben trachtet. Aryami Bosé entscheidet sich, die Zwillinge zu trennen, um sie besser schützen zu können, und gibt den Jungen (Ben) in ein Waisenhaus. Sechzehn Jahre später wird es für Ben und seine Freunde von der geheimen Chowbar Society Zeit, das Waisenhaus für immer zu verlassen. Dann taucht plötzlich eine alte Frau mit einem jungen Mädchen auf, es geschehen mysteriöse und sonderbare Dinge, und bald müssen die Freunde gemeinsam einen gefährlichen Feind bekämpfen.

Mein Eindruck:
Von der ersten Seite an fällt auf: im Jugendwerk des Autors zählt vor allem Quantität. Carlos Ruiz Zafón benutzt durchgehend und viel zu häufig mehr oder weniger sinnvolle Metaphern und beschreibt billige Gruseleffekte en masse. Dadurch wirkt 'Der Mitternachtspalast' meiner Meinung nach völlig überfrachtet und nie unheimlich. Richtig spannend wird es auch nicht, obwohl sich der Roman durchaus flüssig liest. Zudem versetzt einen das Buch zu keinem Zeitpunkt nach Kalkutta - was dem Autor bei seinen Beschreibungen Barcelonas stets überzeugend und atmosphärisch gelingt, ist ihm bei Kalkutta nicht geglückt.

Mein Resümee:
Unausgereift, übertrieben metaphorische Sprache, zu gewollt gruselig. Von mir gibt es keine Leseempfehlung.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nichts für mich..., 19. Februar 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Mitternachtspalast: Roman (Gebundene Ausgabe)
ZUM INHALT:
Der Geheimbund Chowbar Society besteht aus 7 Waisenkindern, die bald 16 werden und danach das Waisenhaus St. Patricks in Kalkutta verlassen müssen. Die Geheimbundmitglieder treffen sich immer nachts im Hof eines verlassenen Hauses, das sie "Mitternachtspalast" nennen. Da sich die Wege der 7 Jugendlichen bald trennen, feiern sie im Waisenhaus ein Fest, wo sie Sheere kennen lernen, deren Großmutter den Direktor des Heimes besucht. Ben versteht sich gleich blendend mit dem Mädchen und so wird sie in den -eigentlich auflösenden- Geheimbund aufgenommen.

Sheere erzählt über ihr Leben: Dass mit ihrer Großmutter dauernd auf Reisen ist und dass sie viel lieber das Haus ihres verstorbenen Vaters (eines begnadeten Ingenieurs) suchen möchte. Dabei helfen ihr die Mitglieder von Chowbar Society und begegeben sich in große Gefahr...

MEINE MEINUNG:
"Der Mitternachtspalast" gehört zur Nebel-Trilogie von Carlos Ruiz Zafón, die dieser bereits in den 90-er Jahren geschrieben hat. Eigentlich haben die drei Bücher außer dem mystischen Touch und die Zeit, da die Handlung in 30-er und 40-er Jahren stattfindet, nicht viel gemeinsam.

"Der Mitternachtspalast" lässt die Leser lange im Unklaren, denn der Prolog beginnt im Mai 1932, wo sich der Geheimbund trifft, führt uns zurück ins Jahr 1916, wo ein Mann namens Peake mit 2 Babys vor seinen Verfolgern flüchtet und kurz darauf ein Baby vor dem Waisenhaus abgelegt wird. Der männliche Säugling wird vom Waisenhausleiter Ben genannt. 16 Jahre später lernen wir die minderjährigen Mitglieder des Chowbar Society kennen:

Da wären Ben, der mit einem bissigen Humor und Intelligenz ausgestattet ist. Sein bester Freund Ian, der Arzt werden möchte und deshalb ein Stipendium in England bekommen hat. Siraj, der unter Asthma leidet und der Spezialist für Gruselgeschichten ist. Roshan, der ein begnadeter Schlossknacker und Läufer ist. Isobel, das einzige Mädchen, die unbedingt Schauspielerin werden will und einen scharfen Verstand hat. Michael, ein schwermütiger, großer Junge und sein bester Freund Seth, der sehr wissbegierig ist.
Der Geheimbund wurde gegründet, um jedem Mitglied die Hilfe und die Überstützung der Anderen zu sichern. Und so auch Sheere, die spontan aufgenommen wird. Gemeinsam nutzen sie ihre Talente, um dem neuen Mitglied zu helfen...

Die jugendlichen Protagonisten kann ich mir gut im Jahre 1932 vorstellen und ganz besonders hat mir der Zusammenhalt bzw. die bedingungslose Freundschaft dieser Gruppe gefallen - unter dem Motto "Einer für Alle, Alle für Einen". Hauptsächlich dreht sich die Geschichte ja um Ben & Sheere, doch die Nebenfiguren kommen auch gut zur Geltung.

So, nun kommen wir zu den Schwächen des Romans: Der Plot wirkt sehr konstruiert und die Handlung ist mir zu vorhersehbar. Wie ich schon bei den anderen Nebel-Büchern bemängelt habe, fehlt mir auch hier das "gewisse Etwas", dass mich zu Begeisterungsstürmen hinreißen lässt. Leider spart der Roman nicht mit ausführlichen Schilderungen und birgt so viele unnötige Längen, dass ich mir manchmal das Gähnen verkneifen musste. :(

Als Schauplatz wurde diesmal Kalkutta gewählt und die Landschaftsbeschreibungen der schwarzen Stadt sind Carlos Ruiz Zafón gelungen und so bildhaft beschrieben, dass man sich alles vortrefflich vorstellen kann.
Der verwendete Schreibstil sowie die leichte Sprache sind auf die jugendliche Zielgruppe zugeschnitten und mit seinem legendären Werk "Der Schatten des Windes" gar nicht vergleichbar.

FAZIT:
Der Name Carlos Ruiz Zafón bürgt normalerweise für schriftstellerische Meisterleistung, nur seine Jugendbücher reißen mich nicht vom Hocker. Die Ansätze sind war gut gemeint, doch die Umsetzung ist für meine Begriffe nicht sehr gelungen. Mit zunehmender Seitenanzahl wird "Der Mitternachtspalast" immer langweiliger.
Schade um die Zeit - deshalb bekommt dieses Buch von mir leider nur 2 STERNE!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In der Unterwelt Kalkuttas, 17. November 2010
Von 
HEIDIZ "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Der Mitternachtspalast: Roman (Gebundene Ausgabe)
.... ist Ben mit seinen Freunden, der auf einer Abschiedsfeier im Waisenhaus, wo er Jahreslang bis zu seinem 16. Geburtstag lebte, ein junges Mädchen kennenlernte. Die beiden haben eine Verbindung zueinander, die sie nach einer Weile erst spüren und erkennen, was das ist, möchte ich nicht verraten, um nicht die Spannung vorweg zu nehmen. Jedenfalls wird es sehr spannend, wenn sie in Kalkutta diesem Geheimnis versuchen auf die Spur zu kommen und in die Vergangenheit eintauchen.

SCHAURIG SCHÖN und ABSOLUT SPANNEND !!!

Wir befinden uns im Jahr 1932 in Kalkutta. Das letzte Schuljahr geht für die Hauptperson zu Ende. Ben und seine Freunde lebten in einem Waisenhaus Kalkuttas. Sie haben alle ihre eigenen Träume, die sie für sich verwirklichen möchten. Ben lernt Sheere kennen und er und seine Freunde nehmen sie in ihren Gehimklub auf. Sheere ist mit ihrer Oma unterwegs - sozusagen auf der Flucht - vor einer Bedrohung.
Es passiert dann ein Unglück - der Direktor des Waisenhauses wird schwer verletzt. Hier kommt nun die Vergangenheit ans Licht. Vor einigen Jahren hat es im Bahnhof gebrannt und da war auch dieser geheimnissvolle Jawahal involviert. Es starben damals viele viele Kinder, weil sie nicht aus dem Zug kamen. Was hat dies alles zu bedeuten?

ACHTUNG ACHTUNG !!!

Dieses Buch ist das zweite Buch des Autors und eigentlich vor den beiden bekannten "Der Schatten des Windes" und "Spiel des Engels" geschrieben worden. Es war in einen Rechtsstreit hinein gezogen worden. Der Autor schreibt, dass er dieses Jugendbuch geschrieben hat, in der Hoffnung, auch Erwachsene damit zu erreichen. Er hat es geschafft !!!

Es gibt ein weiteres, welches mich sehr interessiert, es war sein erstes Werk, und sicher werde ich es auch noch lesen.
"Der Fürst des Nebels"

der Autor:
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Carlos Ruiz Zafón wurde 1964 in Barcelona geboren und lebt heute in Los Angeles. Mit den großen Barcelona-Romanen »Der Schatten des Windes« und »Das Spiel des Engels« begeisterte er ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt; seine Bücher wurden in über 30 Sprachen übersetzt. »Das Spiel des Engels« stand wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Seinen Durchbruch als Autor feierte Carlos Ruiz Zafón mit phantastischen Schauerromanen für Jugendliche; bei FJB liegen »Der dunkle Wächter« und »Der Fürst des Nebels« vor.
Quelle: amazon

Das Buch gliedert sich in fünf Kapitel.

Die Rückkehr der Finsternis
Die letzte Nacht der Chowbar Society
Die Stadt der Paläste
Der Feuervogel
Der Name der Mitternacht

meine Meinung zum Buch, der Idee und deren Umsetzung:
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Das Buch beginnt im Mai 1916 in Kalkutta, ein kleines Boot taucht aus dem nächtlichen Nebel auf, der von der Oberläche des Hooghly River aufstieg. Es war wohl wie ein Fluch. Man erkennt die Gestalt eines Mannes, der in einen Umhang gehüllt ist. Dieser Mann betrachtete die Umrisse des Bahnhofs Jheeter`s Gate...

So beginnt die Geschichte um Ben und Sheere, die in einen geheimnisvollen und gefählichen Strudel in das Innere Kalkuttas und die Vergangenheit gezogen werden.

Man spürt gleich von Beginn an die Spannung und das Mystische. Zafon steigt sehr schön in die Geschehnisse ein und als Leser kann man gleich von Anfang an nicht vom Buch lassen. Er nutzt sehr viele bildhafte erklärende Adjektive und schreibt, wie man das gewohnt ist, in einer recht poetischen und eingängigen Schreibweise, die bestens für das Genre geeignet ist. Es ist alles sehr dunkel und finster, aber kommt trotzdessen real rüber. Die Spannung steigt von Seite zu Seite und der Schreibstil, der zum einen locker ist, aber zum anderen auch zwischen den Zeilen zu lesen Freiraum lässt, passt einfach perfekt.

Zafon hat einen roten Faden, der sich von der Vergangenheit in die Gegenwart zieht, er hat die Handlung schlüssig durchdacht und seine besondere Sichtweise auf die Geschehnisse passen sich prima in die erdachte Handlung ein. Diese ist sehr dicht und von absoluter Spannung durchdrungen, da wirklich immer wieder etwas passiert. Es kommen keine langweiligen Stellen oder Passagen im Buch vor, weil Zafon immer wieder neue Szenen und Details einbaut, die uns als Leser an die Handlung fesseln.

Die Charaktere sind sehr bildhaft und herzlich dargestellt. Er zeigt sowohl die positiv Handelnden, als auch die "Bösewichte" sehr detailiert auf.

Auch verwendet Zafon oft die wörtliche Rede, sodass man sich prima in die Handlung hinein versetzen kann. Ich finde, hier hat man es mit einem hochwertigen Buch, mit qualitativ bestem Inhalt zu tun, der von einem wirklich als Bestseller zu bezeichnenden Autor geschrieben ist. Es ist unverkennbar ein Zafon mit seinem Schreibstil, der für ihn charakteristisch ist.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fantasie mit Spannung, 25. Februar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Mitternachtspalast (Audio CD)
Auch wenn die Geschichte, zypisch für Zafon, sehr phantasievoll ist, ist man bis zum Ende gefesselt. Spannung für alle, die auch im Alter noch Phantasien lieben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Traurig, aber voller Hoffnung, 30. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Mitternachtspalast: Roman (Gebundene Ausgabe)
Liebe vermag Berge zu versetzen, aber kann sie Tod und Verderben stoppen??

Ben und Sheere wurden nach ihrer Geburt getrennt, um beide vor einem mächtigen Feind abzulenken. Dieser will beide vernichten...

Ben ist in einem Waisenhaus groß geworden, er weiß nichts von seiner Schwester...noch nicht! Als Ben 16 Jahre alt ist, begegnet er dem Mädchen Sheere, er fühlt sich sofort von ihr eingenommen. Nach einem Überfall auf den Leiter des Waisenhauses, beschwört dieser Ben zu fliehen, um die Großmutter von Sheere zu suchen. Diese werde ihm Ben's Herkunft enthüllen.

Ben und seine Freunde, zu denen auch jetzt Sheere gehört, beschließen den geheimnisvollen Verfolger selbst zu suchen .

Dies ist mein erstes Buch von Carlos Ruiz Zafon, das ist immer eine kleine Entdeckungsreise für mich: gefällt mir die Erzählweise...ist mir die Sprache zu langweilig...usw.....

Die Geschichte ist spannend und blumig erzählt, mir gefiel sie recht gut, obwohl es mir an manchen Stellen zu grausam und düster ist. Zafon versteht es wirklich die Spannung bis zum Höhepunkt des Buches zu steigern, bekam die Hände nicht mehr vom Buch .

Man erfährt auch viel über Kalkuttas Geschichte, diese Fakten werden harmonisch in diese Erzählung eingebaut, mir wurde es zu keiner Zeit langweilig.

Die einzelnen Charakter haben tiefe Facetten, speziell der " Böse " entwickelte eine Tragik, die mich berührt hat. Man erfährt, welche Dämonen ihn dazu getrieben haben.

Das Ende ließ mich traurig und auch ziemlich ratlos zurück, hätte liebend gern von Bens weiterem Schicksal erfahren.

Fazit: Eine spannende und traurige Geschichte, die einem auch die Hoffnung schenkt.
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Der Mitternachtspalast: Roman
Der Mitternachtspalast: Roman von Carlos Ruiz Zafón (Gebundene Ausgabe - 5. November 2010)
EUR 18,95
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