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Kundenrezensionen

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am 1. Februar 2012
Ich glaube, ich habe selten ein Buch mit so vielen unterschiedlichen Bewertungen und Meinungen gelesen, wie dieses hier. Verstehen kann ich beide Seiten, trotzdem muss ich sagen, dass ich zu der Seite gehöre, die das Buch mag.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig zu lesen, weswegen ich für dieses Buch auch nur einen Tag benötigt habe (was allerdings auch an der recht geringen Seitenzahl von nur knapp 270 liegen kann). Stilistisch ist das Buch an die Zeit um 1800 recht gut angepasst.
Das Buch ist anfangs nur aus der Ich-Perspektive von Jessamine geschrieben, später jedoch kommt noch die von Weed hinzu, was mir recht gut gefallen hat, da man so Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt beider Charaktere bekommt. Leider muss ich dazu sagen, dass die Gefühle nicht so wirklich bei mir angekommen sind. Ich fand die Handlung zwar wirklich interessant, spannend und neu, doch die Erzählung dieser Dinge hat für mich irgendwie ein wenig emotionslos gewirkt, was ich wirklich schade finde.
Die Grundidee des Buchs finde ich wirklich sehr interessant und bisher habe ich über Pflanzen eigentlich noch gar nichts gelesen. Die Wirkung einiger Pflanzen wird erklärt, aber nie so, dass einem das zuviel wird.
Der für mich interessanteste Charakter sind jedoch weder Weed noch Jessamine, sondern Jessamine's Vater, der nur für seine Arbeit lebt und alles tut, um neue Rezepte zum Heilen zu finden. Jessamine bleibt ein wenig blass, wie ich finde, aber vielleicht ändert sich das noch in den nächsten beiden Teilen. Weed ist ein durchaus interessanter Protagonist, der anfangs sehr geheimnisvoll wirkt und ziemlich seltsam. Die Gründe dafür erfährt man im Laufe der Geschichte und die Auflösung dazu hat mir gut gefallen.
Das Ende ist relativ offen, was Lust auf Teil 2 macht, der im März erscheinen wird.
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am 15. Juni 2011
Kurzbeschreibung:
Um 1800: Jessamine lebt mit ihrem Vater in einer verlassenen Kapelle im Norden Englands. Sie führen ein stilles, von Jahreszeiten geprägtes Leben. Jessamines Vater ist Botaniker, seine Leidenschaft sind Heil- und Giftpflanzen. In einem verborgenen Giftgarten züchtet er mächtige tödliche Gewächse, sorgsam darauf bedacht, seine Tochter von der Gefahr fernzuhalten. Als eines Tages Weed auftaucht, ein rätselhafter Fremder mit absinthgrünen Augen, verfällt Jessamine ihm sofort. Doch kaum haben die beiden zueinander gefunden, wird das Mädchen sterbenskrank. Was ist Weeds dunkles Geheimnis? Ist er ihre Rettung oder bringt er den Tod?

Zur Autorin:
Maryrose Wood wuchs auf Long Island auf. Sie arbeitete viele Jahre am Theater, ehe sie ihren ersten Roman schrieb. "Die Poison Diaries" ist das erste Werk, das auf Deutsch erscheint. Die Trilogie entstand nach einer Idee der Herzogin von Northumberland. Maryrose Wood lebt mit ihren zwei Kindern, zwei Katzen und einem kleinen Hund in New York.
Jane Northumberland ist die Ehefrau des zwölften Herzogs von Northumberland und lebt auf Alnwick Castle, auch bekannt als das "Windsor des Nordens". Auf dem Gelände von Alnwick Castle hat die Herzogin wunderschöne öffentliche Gärten angelegt, wie zum Beispiel den berühmten Gift- und Apothekergarten.

Rezension:
Die 16-jährige Jessamine Luxton lebt Anfang des 19. Jahrhunderts zusammen mit ihrem Vater Thomas in Nordengland. Thomas interessiert sich sehr für Heil- und insbesondere Giftpflanzen, die er auch bei seinen Patienten zur Heilung von Krankheiten einsetzt. Hierfür hat er mit großer Liebe einen eigenen Giftgarten angelegt, zu dem Jessamine keinen Zugang hat, denn er hält sie für noch nicht alt genug um mit diesen Pflanzen umzugehen. Da Thomas sehr oft tagelang unterwegs ist, ist Jessamines Leben recht eintönig und einsam.

Bis eines Tages der junge Weed bei den beiden einzieht. Von Anfang an fühlt sich Jessamine zu diesem verschlossenen, mysteriösen Jungen hingezogen. Sie verlieben sich ineinander und wollen sogar heiraten, doch dann wird Jessamine sterbenskrank. Wird Weed sie vor dem Tod retten können?

Jessamine wird am Anfang des Buches wie ein kleines Kind von ihrem Vater behandelt, doch ist sie von ihren Gedanken und auch ihrer liebevollen Umgangsweise mit den Pflanzen, die ihr Vater ihrer Obhut überlässt, schon sehr reif und pflichtbewusst. Einzig ihre Hals-über-Kopf-Verliebtheit in Weed konnte ich nicht ganz so gut nachvollziehen, aber ist sie durchaus verständlich, wenn man bedenkt, dass sie die meiste Zeit allein auf sich gestellt verbringen muss und somit glücklich ist, jemanden zu finden, der sie versteht und sie als gleichgestellte Person behandelt.

Ihr Vater Thomas ist ein Heilkundiger, der sehr viel über die heilenden Kräfte von Pflanzen weiß. Doch wird er während der Handlung nach und nach unsympathischer und egoistisch Jessamine gegenüber, obwohl er sich auf der anderen Seite sehr für seine Mitmenschen einsetzt, indem er ihnen mit seinen gezüchteten Heil- und Giftpflanzen hilft, wo die Ärzte dieser Zeit eher versagen.

Weed ist der interessanteste Charakter des Buches. Mysteriös und geheimnisvoll kommt er anfangs daher. Seine besondere Verbindung zu den Pflanzen tritt schnell hervor, denn er sträubt sich, jegliches Gemüse oder Obst zu essen. Später stellt sich heraus, dass er eine ganz besondere Gabe hat, die Thomas gerne für seine eigenen Zwecke ausnutzen möchte.

Es dauert recht lange, bis "Die Poison Diaries" an Fahrt aufnehmen. Zum Anfang wird viel über den Tagesablauf der beiden Luxtons berichtet, man erfährt einiges über die Pflanzen, die sie züchten und den Umgang damit. Erst als Weed bei ihnen einzieht, ändert sich die bis dahin eher gemächliche Geschichte. Richtig spannend wird es als Jessamine sterbenskrank wird, dann kommen auch fantastische Elemente in der Handlung zum Tragen und mich erinnerte das Buch an eine Märchengeschichte. Der Schreibstil ist ein wenig umständlich, doch angepasst an die Zeit, in der das Buch spielt.

Erzählt wird gut die Hälfte des Buches aus der Ich-Perspektive von Jessamine, die durch ihre Tagebucheinträge am Kapitelanfang ergänzt wird, was sich später ändert, denn dann wird aus Weeds Sicht berichtet, was mir sehr gut gefallen hat, denn auf diese Art kommt man beiden Charakteren und ihren Gedanken noch näher und lernt auch seine Sicht der Dinge detaillierter kennen. Mir hat "Die Poison Diaries" gut gefallen und ich fand es interessant, Pflanzen in den Mittelpunkt der Geschichte zu rücken. Das Ende des Buches ist nicht unbedingt als befriedigend anzusehen und da es sich um den Auftaktband einer Trilogie handelt, wird es spannend sein zu erfahren, wie es mit Jessamine und Weed weitergehen wird. Der zweite Band "Nightshade" wird im Oktober 2011 in englischer Sprache veröffentlicht, ein deutscher Termin ist noch nicht bekannt.

Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover ist vorwiegend in einem grün-türkisen Farbton gehalten, auf dem ein Mädchenkopf zu sehen ist, der nahtlos im oberen Teil in angedeutete Bäume übergeht. Verziert wird es durch goldfarbene Ornamente, im gleichen Ton ist der Buchtitel gestaltet. Am unteren Buchschnitt verläuft eine dunkle Blumenranke, was ich für eine besonders schöne Idee halte. Auch die einzelnen Kapitel beginnen mit einem Rankenornament und einzelne Abschnitte werden mit einer kleinen Blume unterteilt.

Fazit: Trotz eines behäbigen Starts bietet "Die Poison Diaries" eine spannende und eigenwillige Geschichte, die dem Leser die doch etwas ungewöhnliche Thematik von Heil- und Giftpflanzen näherbringt und zu unterhalten weiß. Dank des gewöhnungsbedürftigen Endes macht es neugierig auf den nächsten Teil der Trilogie.
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am 6. März 2012
Ende des 18. Jahrhunderts: Die 16-jährige Jessamine lebt seit dem Tod ihrer Mutter allein mit ihrem Vater in der alten Ruine eines ehemaligen Klosters. Ihr Vater, Thomas Luxton, ist ein vieler Orts bekannter Apotheker, wobei er sich selbst lieber als einfacher Pflanzer bezeichnet. Sein Leben hat der dem Studium der Pflanzen verschrieben, aus denen er seine Medizin herstellt. Doch das medizinische Wissen, das von Generation zu Generation weitergegeben wird, ist sehr begrenzt und neues Wissen kann nur durch schlichtes, aber dafür zeitaufwendiges Probieren gewonnen werden.

Besondere Aufmerksamkeit schenkt Luxton vor allem den giftigen Pflanzen, die in geringen Dosen zwar heilen können, aber häufig auch tödlich sind. Er hat sie von allen möglichen Orten zusammen getragen und versammelt sie in seinem verschlossenen Apothekergarten, den Jessamine aber nicht betreten darf. Wenn er nicht gerade zu irgendeinem Kranken gerufen wird, verbringt er den ganzen Tag in seinem Arbeitszimmer um mehr über die gefährlichen Pflanzen und die verschiedenen Rezepturen herauszufinden.

Aus genau diesem Grund ist Jessamines Leben auch sehr einsam. Sie bekommt ihren Vater nur selten zu Gesicht, ob er nun zu Hause ist oder nicht und verbringt ihren Alltag mit Haus- und Gartenarbeit, denn neben dem verbotenen Giftgarten ist die Ruine nach von zahlreichen anderen Gärten umgeben, in denen Blumen, Obst, Gemüse und Kräuter wachsen.
Das alles ändert sich jedoch als Weed in ihr Leben tritt, der dünne mysteriöse Junge, der so viel mehr über die verschiedenen Pflanzen zu wissen scheint als ihr Vater '

Auch Die Poison Diaries ist, mal wieder, der Auftakt zu einer Trilogie, die gerade im Jugendbuch-Bereich ja derzeit sehr angesagt sind. Dieser erste Band ist aber einer, der von sich überzeugen kann und Lust auf die folgenden Bände macht.

Vor allem durch den sehr schönen Schreibstil der Autorin Maryrose Wood lässt sich das Buch besonders schnell lesen, wobei es mit etwas weniger als 300 Seiten auch nicht allzu lang ist. Es gelingt ihr sehr gut die einzelnen Pflanzen und deren Wirkungen bildhaft und interessant zu beschreiben.
Die einzelnen Kapitel, die häufig mit einem kurzen Tagebucheintrag der Protagonistin Jessamine beginnen, sind aus der Ich-Perspektive geschildert, wodurch man Jessamine sehr gut verstehen und mit ihr mitfühlen kann. Das gleiche gilt auch für Weed, aus dessen Sicht am Ende des Buches einige Abschnitte erzählt werden.

Man kann als Leser sehr gut nachvollziehen, wie Jessamine sich zu Beginn der Handlung fühlt. Wegen des abweisenden Verhaltens ihres Vaters ist sie sehr einsam und dass er sie, obwohl sie schon sechzehn ist, immer noch wie ein Kind behandelt, sorgt auch nicht gerade für eine entspannte Atmosphäre. Sie würde ihrem Vater gern bei seiner Arbeit helfen, auch im Apothekergarten, darf es aber nicht und auch ihre Bildung ist Luxton nicht nur egal, sondern eher sogar noch unerwünscht.

Umso verständlicher ist es, dass sie sofort mit Weed Freundschaft schließen will und in ihm das Ende ihrer Einsamkeit sieht. Endlich kann sie mit jemandem reden, der ihr zuhört, auch wenn er, zumindest zu Beginn ihrer Beziehung, selbst noch nicht sehr gesprächig ist. Erst nach und nach entwickelt sich dann langsam aus dieser Freundschaft eine kleine, zarte Liebesgeschichte.

Weed ist der wohl interessanteste Charakter in diesem Buch. Anfangs weiß man als Leser nur sehr wenig über ihn und seine Vergangenheit, die jedoch in jedem Fall alles andere als schön gewesen ist, sodass man viel Mitgefühl für ihn aufbringen kann. Während Mr. Luxtons Interesse an Weed eher wissenschaftlicher Natur und seinem Drang nach mehr und mehr Informationen über die Pflanzen geschuldet ist, freut man sich, dass Jessamine Interesse an Weed als Person zeigt. Sie hilft ihm dabei dankbar pflanzliche Nahrung zu sich zu nehmen, welche er bislang verweigert hatte, und wieder zu Kräften zu kommen. Sie akzeptiert, dass er einige Geheimnisse vor ihr verbirgt und freundet sich dennoch mit ihm an. Durch Jessamine lernt er auch, dass nicht alle Menschen schlecht sind oder ihn gleich verurteilen und was Liebe ist.
Was es mit Weeds Geheimnis und seiner Beziehung zu Pflanzen tatsächlich auf sich hat ist überaus überraschend und wird erst nach etwa der Hälfte des Buches aufgedeckt.

Im letzten Drittel des Buches baut Maryrose Wood noch einmal richtig Spannung auf und hält diese bis zum Schluss konstant. Die Beziehung von Jessamine und Weed wird durch einen unerwarteten Schicksalsschlag auf eine harte Probe gestellt und Weed muss seine Gefühle unter Beweis stellen. Die Auflösung ist dabei sowohl unvorhergesehen als auch äußerst schockierend, denn mit so etwas hätte man nie gerechnet.
Die Einführung einer weiteren Figur, die etwas mit den Geschehnissen zu tun hat, ist zwar interessant gestaltet und weckt noch einmal die Neugier des Lesers, ist aber leider auch ein wenig verwirrend.

Das eigentliche Ende ist dabei nicht nur offen, sondern auch sehr traurig und emotional. Man merkt deutlich, dass die Geschichte so einfach nicht enden kann und ist daher sehr gespannt darauf, wie es in der Fortsetzung weiter geht und welche Konsequenzen die Handlungen der Figuren nach sich ziehen werden.

Der erste Teil von Die Poison Diaries ist ein gelungener Auftakt zu einer geheimnisvollen Trilogie und bietet noch viel Potenzial für die folgenden Bände.
Die Fähigkeit von Weed ist etwas Besonderes und bietet somit eine willkommene Abwechslung.

Nach dem aufregenden wie emotionalen Ende möchte man unbedingt wissen, wie es mit Jessamine und Weed weiter geht und wartet daher gespannt auf den zweiten Band.
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am 31. August 2011
Beschreibung

England um 1800: Die junge Jessamine lebt mit ihrem Vater in einer verlassenden Kapelle wo er seiner Arbeit als Botaniker und der Leidenschaft zu Heil- und Giftpflanzen nachgeht. Schon lange darf Jessamine bei der Arbeit im Garten mithelfen doch zu dem Garten mit den Giftpflanzen bekommt sie keinen Zugang, was ihre Neugier immer größer werden lässt.

Als der geheimnisvolle Weed in Jessamines Leben auftaucht ist sie wie bezaubert von seinen grünen Augen und seiner Andersartigkeit, so dass sie nicht umherkommt sich in ihn zu verlieben. Weeds Verhalten ist rätselhaft, er scheint ein Geheimnis zu verbergen und Jessamine setzt alles daran dieses zu lüften. Als die beiden dann doch noch zueinander finden droht eine schwere Krankheit Jessamine aus dem Leben zu reisen. Weed ist gezwungen sich auf eine gefährliche Reise ins Land der Giftpflanzen zu begeben.
englisches Cover "The Poison Diaries"
englisches Cover "The Poison Diaries"
Meine Meinung

Maryrose Woods Jugendroman >>Die Poison Diaries<< spielt um das Jahr 1800 herum und erzählt die mysteriöse Liebesgeschichte von Jessamine und Weed.

Die Erzählung ist in der Form eines Tagebuchs gehalten, dass von Jessamine geführt wird. So erlebt man alle Erlebnisse, Gefühle, Wünsche und Hoffnungen von Jessamine hautnah mit. Diese Herangehensweise hat mir wirklich sehr gut gefallen und ich finde die Geschichte wird durch diese Erzählform sehr emotional und fesseln.

In den letzten Kapitel wechselt die Autorin jedoch in die Sicht von Weed und lässt einem seine Eindrücke und Empfindungen nachfühlen. Ich fand diese Wendung passte perfekt hinein macht das Buch komplett. Es machte einfach Spaß nach den Erzählungen von Jessamine nun auch noch einen anderen Blickwinkel der Dinge gezeigt zu bekommen.

Die Sprache und der Schreibstil von Maryrose Wood passen sich perfekt in die damalige Zeit ein und verleihen dem Ganzen einen authentischen Anstrich.

Schon nach kurzer Zeit wurde mir der aufgeschlossene Charakter von Jessamine symphatisch. Mit ihrer hilfsbereiten Art und ihrer Neugier wickelt sie nicht nur mich um den Finger sondern auch den mysteriösen Weed. Das Geheimnis das sich um Weed schlängelt hat mir besonders gut gefallen, auch wenn man es leicht durchschaut und scheinbar nur die handelnden Figuren nicht wahrhaben wollen.

In >>Die Poison Diaries<< geht es im Vordergrund nicht nur um die Liebesgeschichte zwischen Jessamine und Weed sondern auch um die verschiedensten Heilkräuter und Giftpflanzen und die Forschungsarbeit von Jessamines Vater, der im Laufe der Zeit zu einer tragenden Rolle wird.

Maryrose Wood zog mich mit ihrer Geschichte über die verschiedenen Pflanzen so sehr in den Bann, dass ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Die wundersame Geschichte die sich um Jessamine und Weeds Liebe rankt ist einfach faszinieren und schön dramatisch. Besonders das Ende hat es in sich! Am liebsten würde ich gleich erfahren wie es mit Jessamine und Weed weitergeht.

Mein Fazit

Eine dramtische Liebesgeschichte der anderen Art.

Information zur Reihe

2011 Die Poison Diaries 1
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Dies ist der erste Band der "Poison Diaries", eines Tagebuchs, das jede Menge Geheimnisse verspricht. Hauptsächlich haben die Autorinnen Maryrose Wood und Jane Nothumberland es aus der Sicht von Jessamine verfasst. Es kommt aber auch Weed zu Wort. Sie lassen die Protagonisten ihre Gefühle schildern und beschreiben, was sie denken, dadurch fühlt man sich ihnen nahe.

Weeds Geheimnis wird erst zum Ende hin gelüftet, auch wenn man bereits ahnt, was seine Begabung ist. Der Spannung der Geschichte tut das aber keinen Abbruch, denn tatsächlich kommt es darauf gar nicht so sehr an. Viel wichtiger ist die Beziehung zwischen Jessamine, ihrem Vater und Weed, die anfangs noch verworren und unklar scheint. Gerade der Vater ist eine interessante Person, die sich im Laufe der Zeit immer mehr offenbart. Sehr bewegend wird geschildert, wie sich die Gefühle von Jessamine zu Weed immer mehr von anfänglichem Misstrauen über Neugier bis hin zu Freundschaft und Liebe weiterentwickeln.

Es kommt auf die ruhigen Töne an, auf die tiefen Gefühle, die geschildert werden. Obwohl eigentlich nicht viel passiert, fühlt man sich doch von der Geschichte berührt. Es ist ergreifend, wie sich Jessamine nach und nach eine ganz neue Gefühlswelt erschließt und immer mehr über ihren Vater und Weed erfährt. Der Roman ist ganz klar auf diese Romanze ausgelegt, und das funktioniert erstaunlich gut. Tatsächlich ist es sogar so, dass der Roman zum Ende hin, wenn Geheimnisse gelüftet werden und Überraschendes geschieht, etwas unbeholfener geschrieben ist als zu Anfang. Traum-Dialoge und Personenwechsel sind im ersten Moment nicht leicht zu erfassen, und man muss sich erst in die andere Art zu schreiben einfinden. Und (leider) wirkt das gelüftete Mysterium von Weed letztendlich nicht mehr ganz so geheimnisvoll, wie es zu Beginn erscheinen mag.

Den Rahmen für dieses Buch bietet die Leidenschaft für Pflanzen. Man merkt deutlich, dass hier die Autorinnen etwas aus ihrem Privatleben eingebracht haben, was ihnen viel bedeutet. Dazu passt die edel aussehende Ranke, die sich als Druck über den unterem Buchrand spinnt. Einzig für einen Knoten im Denken sorgt die unglückliche "Übersetzung" des Titels, wenn man sie denn überhaupt so nennen kann. Anstatt des englischen Titels "The" wurde den "Poison Diaries" lediglich ein "Die" vorangestellt, was einfach nur, Entschuldigung, dämlich klingt. Im ersten Augenblick schleicht sich sogar der Gedanke ein, es könnte "Sterbt Gifttagebücher" heißen...

Insgesamt ist "Die Poison Diaries" ein ruhiges, aber liebevoll geschriebenes Buch, das man gerne liest. Es ist relativ kurz, und man hat es schnell beendet, was auf eine zügige Veröffentlichung der Fortsetzung hoffen lässt, denn die Handlung ist deutlich noch nicht abgeschlossen.
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am 13. August 2011
Vor einigen Wochen lag "Poison Diaries" einfach so in meinem Briefkasten. Ich mag zwar Überraschungen, aber aus irgendeinem Grund fürchte ich mich immer vor unaufgeforderten Leseexemplaren, da ich nicht immer alles lesen möchte was mir zugeschickt wird. Und so war ich bei "Poison Diaries" auch erstmal skeptisch. Das grün-schwarze Cover mit goldenen Lettern sieht schon imposant aber auch ein wenig kitschig aus.

Mein erster Gedanke war "Bitte nicht schon wieder ein Vampirroman" Ich mag Vampire, nein ich habe sie mal gemocht und zwar zu der Zeit als sie sich nicht von egomanen Gören beeindrucken ließen (Ihr wisst sicherlich welche Bücher ich meine;). Ich mochte sie als blutsaugende und gemeine Bestien. Oder aber ein bisschen gefühlvoller wie in "Interview mit einem Vampir" aber trotzdem furchteinflößend.

Nun denn, da die Rückseite nicht viel hergibt habe ich dann den Klapptext gelesen und war doch erstaunt. Ein Buch über Pflanzen? Geht das?

Inhalt:

Der Roman spielt um das Jahr 1800 in England wo Jessamine zusammen mit ihrem Vater in einer verfallenen Kapelle abseits allen Trubels lebt. Ihr Vater ist Botaniker und kennt sich in der Welt der Plfanzen bestens aus. Er weiß welche Wirkung sie auf Menschen haben und übernimmt somit oft die Aufgabe des Arztes. Die meisten Menschen vertrauen ihm weil er weiß wie man Schmerzen lindert und wie man heilt. Er selbst jedoch zweifelt an seinem Können, denn er würde gerne viel mehr wissen, zu mehr in der Lage sein doch seine Forschungen haben nur mäßigen Erfolg.
Und plötzlich kommt Weed in das beschauliche Leben der beiden, er ist schüchtern und redet kaum aber er scheint sich in der Plfanzenwelt um Längen besser auszukennen als jeder andere, doch er möchte sein Geheimnis auf keinen Fall preisgeben...und dann wird auch noch Jessamine totkrank. Ist Weed für ihr Leid verantwortlich?

Mein Meinung:

Nun, so viel zum Inhalt. Der Plot klingt nicht sehr spektakulär aber es ist doch eine Erfrischung nach all den Vampiren und Werwölfen. "Botanik" möchte man meinen, das langweiligste Thema auf Erden! Und dann kommen diese vielen Giftpflanzen und man staunt nicht schlecht wenn man erfährt wie nur wenige Beeren von Belladonna einen Menschen töten können. Interesse an Rauschmitteln? Gibts auch in dem Buch ;) zwar nur indirekt aber ja, man könnte was draus lernen. Und das ist auch meine Sorge. Nicht dass nach der Lektüre die Jugendlichen plötzlich auf die Wiesen rennen (wobei da teilweise auch der heimische Garten genügt) um sich zu berauschen.

Die Geschichte ist leider doch recht flach. Jessamine lebt abgeschieden ohne den Kontakt zu Menschen und da wirft sie sich gleich auf den ersten, den sie zu Gesicht bekommt. Dieser ist auch noch ein echter Superheld oder etwa doch nicht?

Gestört haben mich sowohl der doch recht gewöhnungsbedürftige Schreibstil als auch die übertriebene Nutzung von blumigen adjektiven und neuerfundenen Verlgeichen wie z.B. "Seine Augen waren so ausdruckslos wie Gras" S. 59 oder "er wirkt zerbrechlich wie ein Weidenschössling". Auch die Wiederholung über Weeds grüne Augen, jeweils mit einem anderen Adjektiv gepaart hing mir bald zum Hals raus.

An das erstere, die Sprache, kann man sich jedoch gewöhnen, denn sie erinnert stark an eine altertümliche Art zu sprechen und zu schreiben, an die Häufung von schwachsinniger Adjektiven eher nicht.

Ich persönlich hatte das Gefühl, dass das Buch sehr gut gedacht war aber zu kurz gekommen ist. Hätte die Autorin die Geschichte stärker ausgebaut, hätte sie den Charakteren mehr Raum zur Entfaltung gegeben und sich auch allgemein mehr auf den Ausbau konzentriert, wäre es ein einzigartiger Roman geworden. Schade, denn mir hat die Idee, die hinter dem Roman steckt, wirklich gut gefallen und ich möchte das Buch trotz der Mängel nicht so schlecht bewerten, denn es beinhaltet doch auch viele sehr gute Ansätze und unvorhersehbare Wendungen.

Der Roman endet übrigens mit einem Cliffhanger.

Fazit:

Super Idee, die leider nur dürftig umgesetzt wurde. Man hätte mit dem Thema Botanik und Giftpflanzen sehr viel machen können (schließlich schafft man es ja auch immer wieder mit den gleichen Blutsaugern und Werwölfen ;) Hier scheitert die Autorin ganz klar an dem zu oberflächlichen Inhalt und dem gewöhnungsbedürftigen Schreibstil.
Wer sich jedoch ein wenig über Giftplfanzen informieren möchte nur zu! Die Aussagen im Buch stimmen nämlich, leider fehlt hier aber so eine Art Verzeichnis --> wäre doch nicht schlecht alle Pflanzen auf einen Blick parat zu haben, am besten mit ihrer Wirkung für den Menschen
Allgemein würde ich niemanden von dem Roman abhalten, denn ich fand die Stroy trotz ihrer Knappheit sehr ansprechend und alleine aufgrund der einmaligen Idee über Giftpflanzen zu schreiben, lesenswert.
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am 9. August 2011
Poison Diaries- Maryrose Wood

Jessamine lebt mit ihrem Vater in einer Ruine. Sie besitzen große, schöne Gärten. Der ganze Stolz des Vaters ist ein Apothekergarten, wo Gift- und Heilpflanzen wachsen. Doch Jessamine darf diesen geheimen Garten nicht betreten, denn einige der Pflanzen dort drinnen sind äußerst gefährlich. Eines Tages erscheint Weed, ein Junge, bei Jessamine und ihrem Vater. Er lebt von nun an bei ihnen und seine erstaunlich großen Kentnisse über Pflanzen beeindruckt den Vater sehr. Doch eines Tages wird Jessamine schwer krank. Weed tut alles, um hir zu helfen, denn inzwischen weiß er, dass seine Gefüle für sie sehr stark sind. Doch er ahnt ja nicht, welche Folgen sein Eingreifen haben wird...

Ich finde dieses Buch toll. Wenn man es liest, kann man sich richtig schöne, geheime, verwunschene Gärten vorstellen. Die Stimmung in dem Buch ist durchgehend geheimnisvoll und düster. Ich finde es toll, dass man beim Lesen so viele tolle Bilder im Kopf hat. Maryrose Wood schreibt durchgehend flüssig. Ich konnte der Geschichte wunderbar folgen. Das Einzige, was ich zu bemängeln habe, ist, dass die Beziehung zwischen Weed und Jessamine etwas...unrealistisch auf mich wirkt. Die beiden sind sich total fremd und wechseln kaum ein Wort miteinander, und kurze Zeit später lieben sie sich. Auch finde ich, dass Weed etwas kitschig beschrieben wird. Er ist so der typische perfekte Junge, mit supertollen Augen. Sein Körper wird in dem buch sehr genau beschrieben. Ich finde das übertrieben.

Die Idee von der Geschichte finde ich super. Im Laufe der Geschichte gibt es spannende und weniger spannende Stellen. Aber am Ende kommt dann nochmal der Knaller. Die letzten 70 Seiten habe ich etwa an dem Buch geklebt. Da war es einfach total spannend.

Alles in allem ist das Buch eine schöne Leselektüre für Jugendliche ab 13.
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am 14. Juli 2013
Inhalt
Die junge Jessamine lebt zusammen mit ihrem Vater in einer verlassene Kapelle. Das Mädchen wächst einsam auf, denn ihr Vater lebt für seine Heil- und Giftpflanzen. Es ist nicht nur seine Leidenschaft, sondern auch sein Beruf. Er züchtet nicht nur heilende, sondern auch tötende Pflanzen in seinem Garten. Jessamine soll von diesen Pflanzen Abstand halten.
Eines Tages taucht der geheimnisvolle Weed auf. Jessamine verfällt sofort dem Jungen mit den grünen Augen. Das Glück scheint perfekt, aber kurze Zeit später wird Jessamine totkrank. Ist Weed daran schuld oder wird er ihre Rettung sein? Welche dunklen Geheimnisse birgt der rätselhafte Junge in sich?

Wie hat's mir gefallen
Das Buch handelt um 1800 - da muss man sich ersteinmal reinfuchsen. Ein Mädchen wechselt das Einweichwasser von Belladonna und spinnt am Rad. Davon abgesehen ist es nicht schwierig einzusteigen, denn die Sprache ist keineswegs altertümlicher oder sonderlich abgehoben, das man dem Inhalt nicht mehr folgen kann. Alte Heiltränke und giftige Pflanzen passen sehr gut in diese Zeit und ich konnte mir schnell ausmalen, wie der Garten und die Kapelle wohl aussehen mögen.
Die Kapitel beginnen immer mit einem Tagebucheintrag von Jessamine. In diesen kommt immer das Thema Pflanzen und Botanik. Sei es die Pflege der Pflanzen oder die Artenvielfalt, Jessamine erzählt durch sie ihre Geschichte. Man merkt durch die Tagebucheinträge, wie die Zeit vergeht. Das ist meines Erachtens nach eine gute Methode um dem Leser zu verdeutlichen, wie viel Tage seit dem letzten Kapitel vergangen sind und es ist auch wesentlich geschickter, als einfach plump das Datum hinzuschreiben.

Die Personen des Buches sind sehr unterschiedlich. Natürlich hegt man große Sympathie zu Jessamine, schließlich wird aus ihrer Sicht die Geschichte erzählt. Sie wirkt verschlossen und neugierig, wie eine Blume die langsam ihre Knospen in die Sonne rankt, aber noch nicht ihre Blüte offenbart. Ihr Vater hingegen wirkt manchmal etwas schroff und sieht in seiner Tochter immernoch das kleine Mädchen von damals. Weed hingegen wirkt düster und unnahbar, anfangs konnte ich ihn nicht einschätzen. Umso besser fand ich es, das er später als Erzähler hinzukommt. Nach und nach lernt man Weed und seine spezielle Gabe kennen.

Wer hier nach ewiger Romantik sucht, sollte sich lieber ein anderes Buch vornehmen. Natürlich entwickelt sich eine Liebesgeschichte, aber diese wächst eher zart im Hintergrund wie Dachwurz und sticht nicht plump wie eine rote Rose heraus. Ja, auch zu mir sind die Gefühle nicht vollends übergeschwappt und es ging mir vielleicht etwas zu schnell, dennoch fand ich es gut, dass es kein gefühlsduseliger Roman war. Die Symbolik der Pflanzen war mal etwas Neues und bot Abwechslung.

So schön das Buch von außen ist, so wunderbar ist es auch von Innen. Die Überschriften sind verschnörkelt und mit einem schönen Emblem abgebildet. Auch die Schriftart von Jessamines Tagebucheinträgen ist deutlich und wundervoll durch die kursive Schriftart abgekapselt. Gut finde ich auch die breiteren Seitenrände, denn das istfpr Brillenträger eine wirkliche Wohltat!
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und macht auch neugierig auf den zweiten Band, denn das Ende ist relativ offen gehalten.

Cover
Die Buchgestaltung ist in vielerlei Hinsicht sehr gelungen. Einerseits gibt es diese goldenen Schnörkelreien, die sehr fein sind, andererseits gibt es diese düstere Bild des Mädchens im Hintergrund. Aber das Beste ist nicht der Buchrücken, sondern der äußere Aufdruck auf den Seiten (bei geschlossenem Buch): denn dort sind dunkle Ranken aufgedruckt. So etwas gibt es nur sehr selten und sieht unglaublich hübsch und magisch aus.

Fazit
Dieses Buch bietet eine ganz andere Art von Thematik: Heilpflanzen meets Lovestory. Auch wenn das Buch nicht so gefühlvoll scheint, wird die Bindung zwischen Weed und Jessamine sehr liebevoll beschrieben. Wer einen Faible für giftige Gewächse und düstere Geheimnisse hat, kommt hier vollends auf seine Kosten.
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VINE-PRODUKTTESTERam 11. März 2013
In einer verlassenen Kapelle in England um 1800 , lebt Jessamine allein mit ihrem Vater. Ihr Vater ist ein schweigsamer Mensch, der sich der Erforschung der Heilpflanzen verschrieben hat. Sein guter Ruf als Apotheker und Heiler führt ihn häufig für mehrere Tage von Zuhause fort. Jessamine kümmert sich um das Zuhause, die Pflege des Gartens und die Aufgaben, die ihr der Vater anvertraut. Einzig zu dem Teil des Gartens, in dem die Giftpflanzen wachsen, hat sie keinen Zugang. Jessamine ist überglücklich, als das Schicksal den jungen Weed zu ihnen bringt, aber er hütet ein gefährliches Geheimnis.

Dieses Jugendbuch entführt den Leser in ein düsteres Zeitalter, in dem Paracetamol und Aspirin noch nicht erfunden waren. Die Menschen mussten auf die Heilwirkung der Pflanzen setzen und das Wissen darum war wertvoll, aber auch gefährlich, denn es bestand noch immer die Gefahr, auf dem Scheiterhaufen zu gelangen. So lebt Jessamine einsam und zurückgezogen in dem alten Gemäuer und spricht manchmal mehrere Tage nicht. Als ihrem Vater ein junger Mann namens Weed zum Geschenk gemacht wird, freut sie sich endlich mit jemand die Einsamkeit teilen zu können, doch Weed ist kein gewöhnlicher Mensch. Jessamine gerät in einen Strudel voller Gefahren, Liebe und Giften.

Die Charaktere sind erfrischend anders. Der Leser bekommt sehr gute Einblicke in die Gefühlswelt von Jessamine und Weed, so dass ihre Handlungen immer gut nachvollziehbar sind. Obwohl es in diesem Buch auch um Liebe geht, empfand ich die Geschichte nie als kitschig oder romantisch verklärt. Der Leser wird auch mit der unbequemen Idee konfrontiert, wie die Wissenschaft an ihr Wissen gelangt und wie weit manche Menschen gehen, um sich dieses Wissen zu eigen zu machen.

Das Buch ist ziemlich düster und man sollte sich ein wenig für Pflanzen und die damalige Zeit interessieren, um Freude an der Geschichte empfinden zu können. Die meisten Leser werden wahrscheinlich etwas anderes erwartet haben - Eine romantische Liebesgeschichte oder die Jagd nach einem bestimmten Elixier und finden sich dann etwas enttäuscht im Alltag eines Apothekers und seiner einsamen Tochter wieder. Nichtsdestotrotz kann ich das Buch empfehlen und ich werde wohl auch zu dem zweiten Teil greifen.
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am 18. Dezember 2012
Inhalt:

Jessamine lebt mit ihrem Vater sehr zurückgezogen. Ihr Leben wird von dem Land, vor allem von den Pflanzen, bestimmt. Als Botanikerstochter teilt sie die Liebe zu diesen „Wesen“ und genießt sogar das eigenbrötlerische Leben. Doch die Ruhe währt nicht mehr lange, denn ein Junge namens Weed wird in die Obhut ihres Vaters gegeben. Beide sind sogleich begeistert – ihr Vater erkennt das untrügliche Gespür für Pflanzen in Weed und Jessamine die mögliche Liebe ihres Lebens. Das Glück wehrt jedoch nicht lang – Jessamine liegt im Sterben. Wird Weed ihr Retter oder Mörder sein?

Charaktere:

Jessamine ist ein wohlerzogenes, tugendhaftes Mädchen. Wissbegierde und Ehrgeiz motivieren sie. Sie hat einen Vaterkomplex und tut alles dafür, ihm zu gefallen, leider wird sie ihm als Tochter nie genügen. Als Weed in ihr Leben tritt, verliebt sie sich beinahe sofort. Sie pflegt und päppelt ihn wieder auf, wirkt dabei sehr reif und verständnisvoll. Dann wiederum tritt ihre naive Seite hervor und sie ist ganz das junge Mädchen, das zum ersten Mal verliebt ist.

Weed ist durch und durch ein komischer Kauz. Er sieht sich mehr als Pflanze und empfindet nichts für Mensch und Tier. Dies ändert sich je mehr Zeit er mit Jessamine verbringt. Im Nachhinein liebt er sie sogar so sehr, dass er gewillt ist, für sie zu sterben.

Eigene Meinung:

Poison Diaries 01 – Liebe ist unheilbar von Maryrose Wood ist ein unfassbar seltsames Buch. Für mich das Kurioseste des Jahres. Immerhin auch eine Möglichkeit, unvergesslich zu werden.

Der Schreibstil ist sehr schön. Flüssig, bildgewaltig und überquellend vor Metaphern. Dabei handeln all diese Metaphern, wirklich alle!, von der Flora. Auch wenn ich es bewundernswert finde, wie viel man aus diesem Thema rausholen kann.

Die Charaktere sind nicht so ganz greifbar. Man erfährt nicht sonderlich viel von ihnen, was daran liegen könnte, dass die Pflanzen im Mittelpunkt stehen. Von denen erfährt man dafür nämlich umso mehr! Jedenfalls lernt man zwar den Grundcharakter kennen, aber die Tiefen fehlen.

Die Geschichte an sich ist schlichtweg seltsam. Letztlich war ich froh, dass es so kurz war, denn als 500 Seiten Schinken hätte ich es vermutlich nicht durchgehalten. Ich persönlich hab es ja eh nicht so mit Blumen, dementsprechend interessiert war ich an all diesen Beschreibungen. Circa 2/3 des Buches sind angenehm zu lesen und man hat die verschiedensten Spekulationen, wie es weitergehen könnte - die Idee an sich ist ja auch nicht schlecht. Leider wurde das letzte Drittel einfach völlig surreal. So ganz verstehe ich die Motive hinter dem ganzen Theater noch immer nicht und wünsche mir von Herzen, dass es anders verlaufen wäre. Da ich ungerne spoilern möchte, kann ich leider auch nicht viel mehr dazu sagen, aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich die weiteren Bände lesen, geschweige denn kaufen möchte.

Fazit:

Maryrose Woods „Poison Diaries 01 – Liebe ist unheilbar“ ist ein außergewöhnliches und seltsames Buch, das nicht Jedermanns Geschmack treffen wird. Die Sprache ist buchstäblich blumig und allgemein leicht poetisch. Blumenliebhaber, die mit flachen Charakteren und wahrhaft unvorstellbaren Szenen klarkommen, werden sich vielleicht für die Geschichte begeistern können, aber eine klare Leseempfehlung kann ich leider nicht geben.
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