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151 von 164 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leise Töne können so-so schön sein!
Ich habe immer noch feuchte Augen. Ich habe das Buch gerade geschlossen und frage mich wie ich es bis 2012 aushalten soll - bis ich endlich erfahre wie es weitergeht.

Die 17jährige Cassia lebt in einer Welt in der es keine Zufälle gibt. In ihrer Welt gibt es strikte Gesetze an die sich jeder Mensch hält und alles ist vorbestimmt - sogar wann und...
Veröffentlicht am 27. Januar 2011 von Buchtastisch

versus
39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwunglose Liebesgeschichte
"Die Auswahl" von Ally Condie ist mir durch das außergewöhnlich schön gestaltete Cover direkt ins Auge gefallen und auch der Klappentext sowie im Allgemeinen ziemlich gute Bewertungen, haben mich auf ein wirklich überdurchschnittlich gutes Jugendbuch hoffen lassen. Leider wurde die Hoffnung nicht vollständig erfüllt...

Zum Inhalt:...
Veröffentlicht am 18. November 2011 von Sarah O.


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39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwunglose Liebesgeschichte, 18. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Cassia & Ky - Die Auswahl: Band 1: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Die Auswahl" von Ally Condie ist mir durch das außergewöhnlich schön gestaltete Cover direkt ins Auge gefallen und auch der Klappentext sowie im Allgemeinen ziemlich gute Bewertungen, haben mich auf ein wirklich überdurchschnittlich gutes Jugendbuch hoffen lassen. Leider wurde die Hoffnung nicht vollständig erfüllt...

Zum Inhalt: Die 17-jährige Cassia lebt in einer Gesellschaft aus völliger Gleichheit und Fremdbestimmung. Alles, von der Art und der Menge der Nahrung, über die Freizeitaktivitäten und Berufswahl bis hin zur Partnerwahl wird von der "Gesellschaft", repräsentiert durch die Funktionäre, vorgeschrieben. Auch für Cassia ist es Zeit, ihren idealen Partner zugeteilt zu bekommen. Es ist ihr langjähriger bester Freund und Nachbar Xander und zuerst ist Cassia sehr glücklich mit dieser Wahl. Doch dann erfährt sie durch einen Zufall von einem anderen, der ebenfalls ihr idealer Partner hätte sein können, und auch diesen kennt sie flüchtig. Doch Ky gilt durch seine geheime Vergangenheit als so genannte "Aberration", eine Abweichung in der perfekt organisierten Welt der "Gesellschaft", und darf daher keinen Partner haben - doch Cassias Interesse ist geweckt und so entdecken sie heimlich ihre Gemeinsamkeiten und Gefühle für einander.

Das Positive an diesem Buch ist zum einen die erdachte Welt, in der es spielt. Es ist die gekonnte Vorspiegelung einer Utopie, die sich für den Leser sofort und für die Ich-Erzählerin Cassia nach und nach in eine Dystopie wandelt. Alles an der "Gesellschaft" ist gut und vollständig durchdacht und beim Lesen wirklich interessant und in vielen Teilen, wie zum Beispiel bei der Idee des kontrollierten, terminierten Todes, auch erschreckend.

Auch die Idee der Kontrolle des Wissens ist gut. So wurden alles Kunstformen, wie Musik, Lyrik oder Malerei, auf nur 100 Werke beschränkt, neue kommen nicht hinzu und jeder lernt nur das, was er für seine Zukunft wirklich benötigt. Cassia entdeckt durch ihren Großvater ihr Interesse an Worten, Gedichten - erst recht den verbotenen, die nicht zu den 100 gehören - und fängt an sich zu fragen, warum sie zum Beispiel nicht einmal selbst schreiben kann.

Die Liebesgeschichte zwischen Cassia und Ky kann mit der interessanten Welt im Hintergrund aber nur bedingt mithalten. Sie ist zwar in manchen Punkten durchaus packend, prickelnd und emotional, aber leider verliert es sich häufig in Wiederholungen oder Nebenhandlungen um die Familie oder Cassias Freundin, deren Relevanz sich für mich als Leser nur bedingt zeigte.
Auch fehlt der Liebesgeschichte irgendwie der Schwung, was für mich nicht zuletzt daher rührte, dass die Idee der "verbotenen Frucht" durch Weichei-Xander nicht wirklich umgesetzt werden konnte. Die Liebe zu Ky soll etwas Verbotenes, etwas Unereichbares an sich haben, um das Cassia kämpfen müsste, aber Xander verfällt trotz kleiner Versuche von Eifersucht immer wieder in die Rolle des verständnisvollen Unterstützers. Das hat mich gelangweilt.

Auch die Sprache des Romans ist leider nicht das Wahre. Sehr emotionslos und glatt, ohne Spannung, Höhen oder Tiefen. Erstaunlich finde ich das gerade deshalb, weil die Ich-Perspektive und das Präsens sich meiner Erfahrung nach zum Übermitteln von Emotionen bestens eignen, aber die Autorin schafft das hier nicht. Cassia wirkt irgendwie, selbst wenn sie nervös ist oder Schmetterlinge im Bauch hat, immer ein wenig teilnahmslos.

Insgesamt war der Roman für mich trotz schönem Cover und guter Grundidee daher nur durchschnittlich. Der Geschichte fehlt einfach der Schwung. Vielleicht kann sich das in den beiden Nachfolgebänden noch ändern, aber der Auftakt der Trilogie ist für mich leider nicht überzeugend und es gibt nur drei Sterne für einen mittelmäßigen Roman.
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151 von 164 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leise Töne können so-so schön sein!, 27. Januar 2011
Von 
Buchtastisch - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Cassia & Ky - Die Auswahl: Band 1: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe immer noch feuchte Augen. Ich habe das Buch gerade geschlossen und frage mich wie ich es bis 2012 aushalten soll - bis ich endlich erfahre wie es weitergeht.

Die 17jährige Cassia lebt in einer Welt in der es keine Zufälle gibt. In ihrer Welt gibt es strikte Gesetze an die sich jeder Mensch hält und alles ist vorbestimmt - sogar wann und wen man zu lieben hat. Cassia ist überglücklich als sie erfährt, daß Xander - ihr bester Freund - ihr vorbestimmter Partner ist. Doch als sie zu Hause in Ruhe noch mal den Mikrochip mit Xanders Daten und den Verlobungsregeln ansehen will, erscheint plötzlich das Bild eines anderen Jungen - und bringt Cassias Welt gehörig zum Wanken.

Ich gebe zu, daß ich mich anfangs etwas mit dem sterilen Schreibstil schwer tat. Ally Condie berichtet von einer sehr bedrückenden Welt in der keiner wagt selbstständig zu denken. Alle sind nur auf ihren ausgebildeten Bereich spezialisiert und sind somit alleine nicht überlebensfähig. Es ist wirklich alles geregelt: Angefangen bei der Kleidung, über die Arbeit, bis hin zu Freizeitaktivitäten und Ernährung. In Cassias Welt ist die Menschheit "von der Gesellschaft / dem System" abhängig sind. Und so berichtet Ally Condie in leisen Tönen von einer erschreckend leisen Welt. Wie gesagt, der Einstieg fiel mir nicht ganz so leicht und ich hatte schon die Befürchtung, daß das Buch vielleicht doch nicht das hält was ich von ihm erwartet habe.

Und das Buch hielt meine Erwartungen nicht. Es war anders. Und es war so-so-so schön. Ich bin vielleicht mit anderen Vorstellungen an das Buch rangegangen, aber ich wurde wirklich nicht enttäuscht.

Es ist bezaubernd zu lesen wie Cassias Leben sich langsam und leise durch Ky - den Jungen auf dem Mikrochip - verändert. Ich habe mich selbst ertappt wie ich immer öfter lächelnd da saß während ich das Buch gelesen habe, wie ich mich in die Charaktere verliebt habe von denen ich anfangs dachte ich könnte nicht wirklich mit ihnen warm werden. Und während ich erst stückchenweise gelesen habe, war dann schließlich irgendwann der Punkt erreicht an dem ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte und wollte! Ich habe vor mich hingelächelt als wäre ich selbst verliebt - und ich habe mich verliebt. In das Buch und die Charaktere von "Die Auswahl - Cassia & Ky".

Letzten Endes war es genau der sterile Schreibstil, dem ich anfangs kritisch gegenüber stand und der es mir etwas schwer machte in das Buch einzutauchen, der mich so bewegte. Die leisen verliebten Töne zwischen Cassia und Ky waren einfach ein absolutes Highlight in dieser Welt und so unglaublich berührend.

Ich kann nur jedem raten dieses wunderschöne Buch zu lesen. Ich bin so traurig darüber, daß es nun zu Ende ist und ich ein Jahr (!!!) warten muß bis ich weiß wie es weitergeht. (Denn natürlich gibt es einen schönen Cliffhanger am Ende!).

Dieses Buch ist so anders - das muß man lesen. Ich würde gerne mehr als 5 Sterne vergeben, wenn ich könnte. Ich kann es nicht wirklich in Worte fassen wie sehr mir dieses Buch gefallen hat, deshalb sage ich nur noch: LESEN!
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59 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Geh nicht gelassen in die gute Nacht,, 27. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Cassia & Ky - Die Auswahl: Band 1: Roman (Gebundene Ausgabe)
brenn, Alter, rase, wenn die Dämmerung lauert.Im Sterbelicht sei doppelt zornentfacht..." Dieses Gedicht von Dylan Thomas spielt in "Die Auswahl" eine große Rolle und trifft wunderbar den Geist der Geschichte. Sich nicht einfach mit den Gegebenheiten und seinem vermeintlichen Schicksal abzufinden, darum geht es in erster Linie in diesem wirklich schönem Buch, mit einem wie ich finde sehr plumpen und unglücklich gewählten Titel.

Natürlich fällt auf dem Umschlag wieder der Name Stephenie Meyer (zumindest auf meiner Vorab- Buchhändlerausgabe )- für mich eigentlich immer ein Grund das betreffende Werk nicht zu lesen. Nicht weil ich die Bücher von Stephenie Meyer nicht mag, im Gegenteil, sondern weil doch das neue Buch so direkt in eine Schublade gedrängt wird, der es nur in den seltensten Fällen gerecht werden kann.
Da ich aber gerne Zukunftsutopien lese, habe ich dem Auftakt zur 'Ky und Cassia'-Trilogie trotzdem eine Chance gegeben. Und ich muss gestehen: tatsächlich liegt der Vergleich mit der Biss-Reihe diesmal nah. Und das obwohl der Inhalt doch so ganz anders ist...

Irgendwann in einer weit (?) entfernten Zukunft gibt es das Zusammenleben, wie wir es heute kennen schon lange nicht mehr. Die Menschen leben in verschiedenen Provinzen einer gut strukturierten und perfekt organisierten Gesellschaft.
Darunter gehört zum Beispiel, das jeder Mensch mit 80 Jahren kontrolliert stirbt, weil dies statistisch gesehen nun mal das beste Alter zum sterben ist: man hatte genug Zeit, ein erfülltes Leben zu führen, aber der Verfall des Körpers und des Geistes ist noch nicht zu stark vorangeschritten.
Für die 17jährige Cassia steht der Höhepunkt ihres gesellschaftlichen Lebens an- ihr Paarungsbanket, jene Feierlichkeit auf der ihr ihr zukünftiger Ehemann zugeteilt wird; der Junge mit dem sie perfekt zusammen passt. Und Anfangs kann sie ihr Glück kaum fassen: der Auserwählte ist Xander, ihr bester Freund seit Kindheitstagen. Doch dann geschieht das unfassbare, der ach so perfekten Gesellschaft unterläuft ein Fehler und auf Cassias Mikrochip erscheint nicht Xanders, sondern Kys Gesicht, ein Junge der am Rande der Gesellschaft lebt und deswegen niemals heiraten darf...Und plötzlich regen sich in Cassia Zweifel. Sind Gefühle kontrollierbar? Kann die Gesellschaft bestimmen, wen man liebt?

Tatsächlich wirkt der erste Band der Trilogie ein bißchen wie ein Prolog, weil eigentlich recht wenig geschieht. Wer also auf Action und große Kämpfe steht, für den ist dieses Buch sicher nicht das richtige. Gegen Ende hin nimmt die Geschichte aber deutlich an Fahrt auf, sodass ich es wirklich gemein finde, dass ich nun über 10 Monate auf den zweiten Teil warten muss.
Die Beschreibung der Gesellschaft finde ich persönlich jetzt gar nicht mal so originell, solche Zukunftsvisionen hat man so oder so ähnlich schon öfter gelesen (Ich denke da an 'Die Tribute von Panem'oder 'Güter der Erinnerung'...ja ich weiß ich bin scheinheilig weil ich jetzt selber Vergleiche ziehe).

Was hat mir dann an 'Die Auswahl' so gut gefallen?
Zum einen ist Ally Condie die Charakterzeichnung sehr schön gelungen. Cassia ist ein Mädchen, was man sehr schnell in sein Herz schließt, weil sie zwar nicht alles bedingungslos schluckt, was die Gesellschaft ihr diktiert, sie aber trotzdem am Anfang noch keine kämpferische Rebellin ist. Dadurch kann man sich gut mit ihr identifizieren. Auch Cassias Familie, ihre beste Freundin Em und der nette Xander sind alles sehr sympathische Figuren, die durchaus ein paar Ecken und Kanten haben. Und grade die Geschichte von Cassias Eltern wirft einige Fragen auf und ich bin sehr gespannt, wie es weitergehen wird.
Die mit Abstand interessanteste Figur ist aber der mysteriöse Ky. Man kann verstehen, warum Cassia so in seinen Bann gerät und genau wie sie fühlt man sich immer mehr zu ihm hingezogen, je mehr man von seiner persönlichen Geschichte erfährt.

Und jetzt kommt der Vergleich zu Stephenie Meyer noch mal ins Spiel:
Was mich an 'Bis(s)' erinnert hat, war die Art und Weise wie Condie die Liebesgeschichte zwischen Cassia und Ky aufgebaut und deren Gefühle beschrieben hat. Dieses vorsichtige Aneinander rantasten, sich langsam öffnen und einander vertrauen hat mich stark an die Entwicklung von Bella und Edward erinnert. Und das meine ich jetzt ganz positiv, da die Geschichte wie schon gesagt an sich ganz anders ist und es nur um das Kribbeln geht, dass ich beim Lesen bei allen Szenen mit Cassia und Ky hatte. Einfach wunderschön geschrieben, es erinnert einen an die eigene erste Liebe.

Und deswegen sage ich allen Romantasy-Fans, für die es nicht immer die ganz große Action sein muss: gebt diesem tollen Buch eine Chance!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mittelmaß, 8. Mai 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cassia & Ky - Die Auswahl: Band 1: Roman (Gebundene Ausgabe)
Kurz: De inhalt ist allen bekannt aus vorherigenen Rezesionen. Von der Idee her ein guter Anfang, die ersten Seiten sind auch spannend. Nun, der Anfang deeeeeehnt sich dann aber auch unendlich....ohne die Spannung. Auf jeder Seite erwartete ich, jetzt gehts los....nun kommt der Funktionär und ......dann geht er wieder.
Bin noch nicht am Schluss, habe aber auch eigentlich kein Lust weiterzulesen oder das nächste Buch zu kaufen. Die Titelempfehlung bekam ich auf den Kauf der Tribute von Panem.....kein Vergleich.
Zum Glück sind ja die Geschmäcker verschieden.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen So anders und doch so schön, 7. Februar 2011
Von 
Fabella "BuchZeiten" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Cassia & Ky - Die Auswahl: Band 1: Roman (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Die Geschichte erzählt von Cassia, einem 17-jährigem Mädchen, das in einer Welt, einer Zeit lebt, in der alles und jeder von "der Gesellschaft" kontrolliert und gesteuert wird. Dort wird festgelegt, was und wieviel man ißt, was und wieviel man arbeitet, wann und wen man liebt. Dort wird festgelegt wann und wie man stirbt.

Und es ist die Geschichte einer Rebellion, von der man nicht weiß, ob sie Sinn macht oder nicht, die uns aber zeigt, daß es immer wieder Menschen gibt, die sich nicht einfach den Regeln unterwerfen, die versuchen etwas zu verändern.

Und es ist die Geschichte von Liebenden, die manipuliert und gesteuert werden sollen und die uns zeigt, daß am Ende nicht immer alles so sein muß, wie es vorherbestimmt ist.

Meine Meinung:
Ich finde es ganz furchtbar schwierig, hier wirklich auf einen Nenner zu kommen. Gekauft habe ich mir das Buch, weil so viele von der Geschichte von Cassia und Ky gefangen waren, begeistert waren.

Ich bin eher erschrocken von dem Buch, von den Mustern dieser geschilderten Gesellschaft. Die Vorstellung, so etwas könnte so wirklich geschehen - und ich möchte das mal gar nicht für so abwegig halten, daß so etwas wirklich eintreten könnte - vielleicht nicht weltweit, aber wenn ich da so an Zeiten der DDR zurückdenke - gar nicht so weit hergeholt, wenn auch viel extremer.

Ich finde das ganze Buch auf der einen Seite beängstigend und deprimierend. Nicht selten hätte ich gerne an Stelle von Cassia einfach nur geschrieen, hätte sie schütteln wollen, warum sie nicht ausbricht, warum sie dieses Spiel mitspielt. Und auf der anderen Seite konnte ich sie so gut verstehen. Wer hat schon den Mut und die Kraft aus einem System auszubrechen, in dem es keine Schwachstellen gibt. Scheinbar keine gibt.

Mir gefallen die Charaktäre sehr gut. Ich mag Cassia (auch wenn ich sie schütteln möchte) und Ky, aber auch Xander ist für mich ein sehr wichtiger Teil der Geschichte. In den geschilderten "freien" Momenten von Cassia und Ky fühlte auch ich mich ein bißchen befreit - von der Umklammerung der Schrecken dieser Geschichte. Schöpfte Hoffnung und fühlte doch, wie sinnlos sie war.

Anders als bei anderen Büchern gelang es mir bei diesem Buch sehr gut, es zwischendurch zur Seite zu legen, allein, um nicht zu tief in die Geschichte zu fallen, um nicht zu sehr die Gefangenheit zu spüren. Und trotzdem hätte ich zu keinem Zeitpunkt das Buch für immer weglegen wollen. So traurig die Geschichte ist, so schön ist sie auf der anderen Seite doch wieder.

Es war von Anfang an klar, daß dies der erste Teil ist. Und ich kann wie die meisten anderen nicht erwarten, daß sie fortgesetzt wird. Denn ich hoffe immer noch auf eine Wendung, eine Änderung, eine Erfüllung - und das macht mich wahnsinnig neugierig darauf, wie es weiter gehen wird.

Ich kann das Buch wirklich empfehlen - auch wenn es für mich so anders war. Ich kann nicht sagen es war das beste Buch, was ich gelesen habe, aber ich kann auch nicht sagen es war schlecht oder nur mittelmäßig - es war einfach anders. Und dadurch doch irgendwie etwas besonderes. Es war Fantasie und doch irgendwie erschreckend real.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen was für eine Welt...., 20. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Cassia & Ky - Die Auswahl: Band 1: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eine Welt, in der alles fremdbestimmt ist - egal ob die Partnerwahl, das Essen, die Freizeit, ja selbst der Sterbezeitpunkt ist festgelegt - wäre das nichts? Reizvoll auf den ersten Blick, dass es keinerlei Arbeitslose, keine schweren Krankheiten oder sonstigen Missstände gibt, man hätte sogar theoretisch auch die Chance auf die Unsterblichkeit - - und trotzdem, wer würde so leben wollen? Ich mal ganz sicher nicht'.*g*
Denn die vielen Beschränkungen und Verbote andererseits, die eben durch die Gesellschaft erlassen werden, sind auch nicht ohne'.und wer mag schon von anderen bestimmen lassen, was er isst und wen er mal heiraten mag? Und bei der Vorstellung nicht selber schreiben zu können gruselt es mich'

Genau die Beschreibung dieser Welt aber hat für mich den Reiz des Buches ausgemacht. Die Liebesgeschichte zwischen Cassia und Ky - sicher das, was Teenagern hier am besten gefallen wird - war für mich eher 'Beiwerk' , auch die beginnende Rebellion von Cassia gegen das System hat mich nicht unbedingt überzeugt.

Ansonsten merkt man - so empfand ich das - dass vieles direkt auf eine Fortsetzung/en angelegt ist....denn was nun mit Ky damals war und jetzt wird, das wird man dann wohl erst im zweiten Band erfahren. Und wie es mit ihm und Cassia weitergeht, sowieso - auch, was aus der Gesellschaft werden wird. Denn so wie es am Schluss aussieht, lehnen sich ja doch mehr Leute auf als ursprünglich gedacht und ersichtlich.

Die perfekte Welt, die bei näherem Nachsehen gar nicht so perfekt ist - mir hat gefehlt, wie die überhaupt entstanden ist. Wie sie "gehalten" wird, das zumindest wurde klar.... und dass das alles gar nicht sooo abwegig ist...nun, schauen wir in die Vergangenheit, schauen wir aber auch, wie unsere Welt heute schon ist...

Vielleicht liegt es auch am Alter; ich kann mir gut vorstellen, dass viele Heranwachsende das Buch mit Begeisterung verschlingen werden. Ich dagegen habe schon viele dieser 'dann in Schrift und Wort umgesetzten Ideen - gelesen und ich muss sagen, dass hier nicht viel Neues dazu kam; es ist eher anders aufgearbeitet, vieles nicht unbedingt schlüssig und trotz des lockeren Sprachstils teilweise auch langweilig. Und darum gehört das Buch nicht unbedingt zu meinen Favoriten.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich hab mich hinterher geärgert, 17. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Cassia & Ky - Die Auswahl: Band 1: Roman (Gebundene Ausgabe)
Obwohl ich eigentlich keine rechte Erwartungshaltung gegenüber dem Buch hatte und obwohl ich die Geschichte interessant und unterhaltend fand, war ich doch am Ende etwas enttäuscht. Das lag nun nicht am Ende selbst, das offen bleibt, was man ja erwartet, bei dem ersten Band einer Reihe. Nein, es lag an der - wie sich nun letztendlich herausgestellt hat - schlechten Titelwahl des Verlags. "Cassia und Ky", ja nun, was wird da wohl geschehen? Ein Liebespaar? Welche Überraschung!

Fand ich die Welt, die die Autorin hier erschafft, zwar nicht neu und originell, aber doch interessant und spannend, vor allem als Hintergrund für einen Jugendroman ungewöhnlich! So war für mich die Liebesgeschichte, leider der Hauptplot, eher anstrengend. Da der Leser nun bereits vor dem Lesen selbst weiß, dass die beiden genannten Hauptpersonen zusammen kommen werden, fragt man sich ständig nur, ja, wann ist es denn nun endlich soweit. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Lovestory, wenn nicht erzwungen, so doch ein wenig uninspiriert wirkt, fast ein Bisschen aufgesetzt. Dass die Autorin diese dann auch noch mit einer Art Dreiecksbeziehung auszuschmücken versucht, trägt nicht dazu bei, die Geschichte spannender zu machen. Es wirkt eher fehl am Platz, sind die Anstrengungen des Dritten doch zwangsweise vergebens. Oder doch nicht? Gähn!

Außerdem war für mich die Motiviation, dieser durchorganisierten, künstlichen und vorbestimmenden Welt zu entfliehen, eben die Liebe, die nicht sein darf, zu schwach und zu unglaubwürdig. Es werden fast beiläufig zig andere Gründe aufgeführt, die es glaubwürdiger gemacht hätten, gegen das Regime anzukämpfen. Dass es sich hierbei um ein Jugenbuch handelt, lässt einen über den einen oder anderen Logikfehler in der Zukunftsvision hinwegsehen.

Die Sprache der Autorin passt sehr gut zur Geschichte. Sie ist beinahe emotionslos, eher ruhig und erzählt langsam, spannungsarm, ebenso wie auch diese streng organisierte Zukunftswelt selbst gestaltet ist. Das Hörbuch ist gut gelesen.

Fazit: Interessante Grundidee, schwache Lovestory. Den Folgeband werde ich auf jeden Fall lesen, in der Hoffnung, dass dann weniger Gewicht auf die Liebesgeschichte gelegt wird. Die Welt, die der Geschichte zugrunde liegt, ist es wert genauer betrachtet zu werden.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein recht gelungener, aber nicht perfekter Auftakt, 11. Februar 2011
Von 
SandiReni (Norderstedt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Cassia & Ky - Die Auswahl: Band 1: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zum Inhalt: In einer weit entfernten Zukunft hat die siebzehnjährige Cassia Reyes gleich zwei Gründe zur Freude: Ihr Geburtstag und der Abend, an dem sie ihren perfekten Partner kennenlernen wird, fallen auf einen Tag. Vom System bestimmt, wird sie diesen Mann eines Tages heiraten und mit ihm Kinder zeugen. Umso überraschter ist Cassia, als ihr bester Freund Xander sich auf dem "Paarungsbankett" als ihr Idealpartner herausstellt und somit die Wahl auf ihn gefallen ist. Eine Situation, die nur äußert selten vorkommt, denn die meisten Partner leben in unterschiedlichen Bezirken. Während Cassia und Xander sich bereits ohne Vorbehalte in eine gemeinsame Zukunft denken, passiert etwas Ungewöhnliches. Als Cassia ihren Mikrochip ansehen will, auf dem Xanders Daten gespeichert sind, flackert für wenige Augenblicke das Gesicht eines anderen Jungen auf dem Bildschirm auf. Cassia ist verwirrt, denn auch ihn kennt sie nur zu gut - Ky. Ein unscheinbarer Junge, mit dem sie ebenfalls über drei Ecken befreundet ist, der ihr aber nie außergewöhnlich aufgefallen ist. Und plötzlich beginnt Cassia an dem System und deren Idealen zu zweifeln. Denn sie ist kurz davor sich in Ky zu verlieben und muss sich nun der Frage stellen, ob sie ihren Partner nicht selbst wählen kann.

Kritik:

Es ist immer so eine Sache, wenn ein Buch bereits vor Erscheinen dermaßen gehypt wird und zudem noch die Bezeichnung "Die besten Serie(n) der Welt" aufgedrückt bekommt. Ginge es nach dem wunderschön gestalteten Cover - ein richtiger Eyecatcher, der mich quasi zum Kauf anbettelte -, und nach der Idee, die hinter dieser dystopisch angelegten Trilogie steckt, würde ich dem sofort zustimmen. Doch leider ist dies nicht der Fall. Ein gelungener Auftakt einer Jugendbuch-Serie: JA. Eine der vielleicht besten Serien der Welt: NEIN. Denn für meinen Geschmack fehlt es hier einfach an emotionaler Tiefe. Der Rest wird sich in den Fortsetzungen zeigen...

Sofort, als ich die ersten Seiten gelesen hatte, musste ich an den erfolgreichen Science-Fiction-Blockbuster Die Insel (basierend auf der Buchvorlage "Geklont" von Michael Marshall Smith) denken, indem die Hauptprotagonisten Lincoln Six Echo und Jordan Two Delta in einer angeblich verseuchten Welt, unter der ständigen Kontrolle des Systems, ihr Dasein fristen müssen. Begleitet von der Sehnsucht irgendwann auf die kontaminationsfreie Insel zu kommen, deren Bewohner mit Hilfe einer Lotterie ermittelt werden. Somit hatte ich in etwa ein Bild im Kopf, wie die Welt um Xander, Cassia und Ky in etwa aussehen könnte. Schließlich ist das anfängliche Grundgerüst des Films vergleichbar mit Ally Condies Bestseller. In beiden Welten leben die Menschen in einer Gesellschaft die strengstens kontrolliert und von festen Regeln bestimmt wird. Nahrung, Kleidung, selbst die Arbeit wird den Bewohnern zugeteilt und leichte Freizeitaktivitäten wie Spiele, Sport oder der Kontakt zu den Artgenossen (natürlich überwacht) sollen sie bei Laune halten ... stellt jemand unangenehme Fragen und versucht aus diesem Glasgebäude (der "gläserne Mensch" wird hier sehr gut hervorgehoben) auszubrechen, bringt er sich in große Gefahr. Denn die scheinbar perfekte Welt ist nicht das, für was sie stets gehalten wurde. Und dementsprechend muss Cassia sich bald fragen, was SIE eigentlich will. Schweigen und so tun, als hätte sie Kys' Bild niemals gesehen oder der ganzen Sache auf den Grund gehen und somit das Risiko wählen? Wahrheit oder Pflicht?

Das Grundkonzept dieses Romans hat mich wirklich überzeugt und neben dem Buchcover entsprechend zum Kauf animiert. Bereut habe ich es nicht, aber meine (zugegeben) hohen Erwartungen haben sich leider nicht erfüllt. Der sprachliche Stil des Buches ist sehr einfach gehalten, abgesehen von einigen wunderschönen Gedichten, und liest sich sehr flüssig und leicht weg. Nicht gerade die hohe Kunst des Schreibens, aber für ein Jugendbuch recht gut formuliert. Nur, was mir wirklich gefehlt hat, waren wahre Romantik und tiefe Gefühle. Gut, die Liebesgeschichte zwischen Cassia und Ky wird in leiseren Tönen erzählt und baut sich gerade deshalb authentisch auf. Erzählt wird die Geschichte von zwei Menschen, die aufgrund eines Missverständnisses langsam verbotene Gefühle füreinander entwickeln und erfolglos versuchen dagegen anzukämpfen, denn sie sind sich der Tatsache bewusst, dass ihre Liebe keine Zukunft haben wird/darf. Beide wissen (Cassia erst nach und nach) um die Ungerechtigkeit in ihrer Gesellschaft, sehen aber keine Möglichkeit aus ihr auszubrechen, um zusammensein zu können. Das klingt im Prinzip nicht schlecht, reicht bei weitem aber nicht aus. Denn die Gefühle, die die beiden Schlüsselfiguren füreinander empfinden, sprangen auf mich nicht über. Stets fühlte ich mich, als sehe ich die beiden durch eine Nebelwolke und bekomme sie nicht zu fassen. Denn es fehlte mir an dem gewissen Etwas und der Funke wollte einfach nicht überspringen. Bekomme ich bei anderen Liebesgeschichten manchmal selbst ein Kribbeln im Bauch, wenn die Figuren zueinander finden, sich küssen und berühren, habe ich hier rein gar nichts gespürt. Denn entweder wird kurz vor dem heißersehnten Kuss abgebrochen - in diesem Fall verständlich - oder der Kuss an sich, ob zwischen Cassia und Xander oder Cassia und Ky, wird ernüchternd und oberflächlich beschrieben. Ein Kuss ist hier eben nur ein Kuss. Ohne Kribbeln, ohne Gefühl, ohne Wärme. Schade!

Ansonsten funktioniert die Story um Cassia & Ky eigentlich ganz gut und entführt den Leser für einige Stunden in eine fremde und erschreckende Welt, wie man sie sich nicht vorstellen möchte. Sind es doch gerade der freie Wille und der Drang nach Selbsverwirklichung, die uns Menschen ausmachen - Eigenschaften, die in dieser Gesellschaft undenkbar erscheinen. Leider ist der Plot einigermaßen durchschaubar, was der Geschichte an sich keinen Abbruch tut. Immer wenn Cassia eine Entscheidung treffen muss, kann man sich eigentlich denken, wie es ausgehen wird. Auch die Sache mit den gemeinsamen Freizeitaktivitäten kam mir ein bisschen zu gewollt rüber - ein Zufall zu viel (oder auch nicht?). Dennoch gibt es durchaus spannende und erschreckende Momente, wie die Tatsache, dass die Menschen in einem bestimmten Alter einfach getötet werden. Was in der heutigen Zeit im Gefängnis enden würde, gehört in "Die Auswahl" zur alltäglichen Normalität. Unfassbar! Genauso wie das Ende, das natürlich mit einem Cliffhanger endet und Hunger auf mehr machen soll. Trotz leichter Bedenken möchte ich wissen wie es weitergehen wird ... irgendwann in ferner Zukunft, zumindest in der deutschen Übersetzung. Vermutlich wenn "Die Auswahl" den Weg auf die große Kinoleinwand gefunden hat. Disney hat sich nämlich die Rechte an dem Buch gesichert und somit lässt die Verfilmung möglicherweise nicht lange auf sich warten.

Fazit:

Die Liebesgeschichte um "Cassia & Ky" ist nicht gerade meine erste Wahl, wenn es um die "besten" Serien der Welt geht, obgleich die Buchidee mir sehr gut gefällt und ich mich für einige Stunden recht gut unterhalten fühlte. Doch im Vergleich zu anderen Büchern dieses Genres (Dystopie) - wenn auch vom Grundkonzept weit voneinander entfernt - fehlte es mir hier an dem gewissen Etwas und vor allem an Tiefgang. Ein recht gelungener, aber nicht perfekter Serienauftakt. Aufgrund dessen gibt es von mir 4 von 5 Sternen.

Für Fans von Serien wie Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele oder der Skinned-Trilogie kann ich "Die Auswahl" trotz dessen empfehlen. Denn alles ist eine Sache des persönlichen Geschmacks/der eigenen Empfindung. Und letztendlich muss jeder seine eigene Wahl treffen. ;)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wenn das System über dein Leben entscheidet..., 31. Januar 2011
Von 
Julia "von the dreamerLand" (Hörsching, Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Cassia & Ky - Die Auswahl: Band 1: Roman (Gebundene Ausgabe)
...was würdest du tun?
Die Kleidung, das Essen und sogar die Person die du lieben sollst. Alles bloß um die Menschheit zu perfektionieren. Eine Gesellschaft die nur nach dem besten und nicht nach dem Glück strebt. Hier lebt Cassia und als ihr an ihrem 17. Geburtsag ihr Partner fürs Leben zugeteilt wird passiert etwas Unerwartetes. Auf dem Mikrochip mit den Daten ihres Partners taucht ein zweites Gesicht auf. Ky, einer der stillen Außenseiter, der bisher nur am Rande ihres Lebens existierte, doch mit diesem einen Bild ändert sich für sie so einiges. Zweifel entstehen wo keine sein sollten, sie hinterfragt das System, das vorgibt perfekt zu sein und irgendwie denkt sie nur noch an Ky, der doch gar nicht für sie bestimmt ist......oder?

"Ich schließe die Augen, als seine warmen Lippen meine Wange berühren. Ich denke an die Pappelsamen, dich mich damals gestreift haben. Weich, hell, verheißungsvoll." - Cassia

---Meine Meinung---
Endlich, am 28. Januar war es soweit "Die Auswahl Cassia & Ky 01" (engl. "Matched" schon im DEZ erschienen) von Ally Condie war endlich erhältlich. Gleich mal vorweg für die Jugendbuchjunkies - es wird euch gefallen.

Was das auffälligste an dem Buch, gleich beim ersten Blick ist, ist das wunder-wunder-wunderschöne Cover. Der FJB Verlag hat sich hier selbst übertroffen, indem sie einfach das englische übernommen und noch etwas verbessert haben. Selbst unter dem Einband ist es vorzeigbar und schön anzusehen.
Der Titel passt, wenn man den Inhalt schon mal weiß, sehr gut - Die Auswahl, das System bestimmt alles was einem in einer Welt wie der unseren beinahe unvorstellbar erschein, aber dazu später mehr.

Ally Condie hat mit Cassia mal wieder einen absoluten Leserliebling geschaffen. Sie ist nicht auf den Kopf gefallen und lässt sich im Laufe ihrer Geschichte nicht mehr so herumschubsen wie zu Anfang. Doch auch sie braucht sehr lange um die Vorgehensweise der Gesellschaft zu hinterfragen, erst durch Ky und ihren Großvater beginnt die Entwicklung ihrer inneren Rebellin.
Dieses Buch strotzt nur so vor geheimen Helden, unauffälligen Rebellen und Geheimnissen die vertuscht werden, durch die Unterwürfigkeit der meisten Bürger.

Was die Idee zu dieser Geschichte angeht, hat sie mich sofort an den Film "Die Insel" erinnert. Eine Gesellschaft die alles kontrolliert, keine Ausbrüche duldet und mit Hilfe ihrer Autorität alles kontrolliert. Dann passiert jedoch etwas das keiner erwartet und man beginnt zu Zweifeln. Der Leser wird in eine Welt voller Lügen gezogen, die es gilt im Laufe der Serie zu lüften. Ja ihr habt richtig gelesen, mit Band01 ist noch lange nicht alles gesagt. Es soll ja eine Trilogie werden aber in wie weit das stimmt finden wir wohl erst herraus ;D

Gesamt muss ich sagen, das ich wohl etwas zu viel von dem Buch erwartet habe. Cassia bringt zwar viele Gefühle an den Mann, doch es fehlte mir hier definitiv an Tiefgang. Das ist natürlich alles eher subjektiv, andere mögen dieses Buch wohl als absolut Highlight des Jahres sehen, ich dagegen ziehe an dieser Stelle einen Stern ab.

---Fazit---
Ein gutes Jugendbuch, mit netten Charakteren und ausbaufähiger Suchtqualtät. Hier gebe ich aus den oben genannten Gründen 4 von 5 Sterne, aber trotzdem ein must-have für Leser die sich gerne in eine andere Realität entführen lassen.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschreckende Zukunftsaussichten!, 28. Januar 2011
Von 
MacBaylie (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Cassia & Ky - Die Auswahl: Band 1: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich ist Cassia ein ganz normales 17 jähriges Mädchen in einer für sie ganz normalen Welt. Für sie ist es selbstverständlich, dass alles von der Regierung vorgegeben und entschieden wird. Sie kennt es nicht anders und es funktioniert allem Anschein nach ja auch. Tödliche Krankheiten wurden ausgerottet, jeder bekommt die, auf seine Bedürfnisse abgestimmte Nahrung praktischer Weise direkt ins Haus, zur Arbeitsstelle oder in die Schule geliefert. Jeder wird seinen Fähigkeiten entsprechend schulisch gefördert und erhält im Anschluss daran eine passende Arbeitsstelle. Man muss sich also um nichts kümmern, nicht einmal um seinen Lebenspartner, denn selbst der wird nach genetischen Gesichtspunkten absolut passend und fehlerfrei ausgewählt. Deshalb verwundert es nicht, dass Cassia sich auf ihren Geburtstag freut, an dem sie ihr 'Paarungsbankett', bei dem bekannt gegeben wird, wen sie mit 21 Heiraten wird, feiern darf.
Alles läuft bestens und zur Überraschung aller wird für Cassia auch noch Xander, ihr bester Freund ausgewählt. Das ist zwar ungewöhnlich, kommt aber in seltenen Fällen vor, denn normalerweise sehen sich die Paare auf einem Bildschirm in der Festhalle zum ersten Mal, da die Jungen und Mädchen aller Distrikte verpaart werden. Dann erhält jeder ein silbernes Kästchen mit einem Chip, auf dem persönliche Informationen über seinen Partner gespeichert sind, um diesen besser kennen zu lernen.
Cassia erscheint dieser Chip eher sinnlos, da sie und Xander sich besser kennen als es ein Stück Plastik vermag. Dennoch wirft sie einen Blick auf die Informationen und muss mit erstaunen feststellen, dass zwar Anfangs Xanders Foto auf ihrem Monitor erschein, dieses jedoch sofort durch ein Foto von Ky, ebenfalls ein Junge aus ihrer Nachbarschaft, ersetzt wird.
Das System macht keine Fehler, oder etwa doch? Eine Funktionärin kann Cassia zunächst beruhigen und bestätigt, dass Xander die richtige Wahl für sie ist, aber nach und nach beginnt sie zu zweifeln.

Auch, wenn es nichts Neues ist, eine Geschichte in einem totalen Überwachungsregime anzusiedeln, hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Vergleiche wie, das erinnert mich an dieses oder jenes möchte ich mir sparen, denn sowas mag ich nicht, und ich finde, diese ganze Vergleicherei nimmt gerade im Jugendbuchbereich in letzter Zeit überhand.
Ich habe das Buch, zum Leidwesen meiner Familie, an einem Tag durchgelesen, weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Obwohl, oder gerade weil die Geschichte um Cassia, Xander und Ky absolut ruhig erzählt wird, flirrt sie vor Spannung und man muss einfach immer noch ein Kapitel weiterlesen. Und noch eins und noch eins, bis man am Ende angekommen ist.
Ally Condy benötigt keine blutrünstigen Szenen oder andere reißerische Schockmomente, um den Leser zu fesseln. Hier im ersten Teil der Trilogie ist es eher so, dass man sich in den Gedanken verbeißt, wie es wäre, wenn es so etwas wirklich gäbe. (Manche Regierungsformen sind ja dicht dran.) Man verspürt sogar den Drang sich mit Cassia zu verbünden, um dieser Bevormundung ein Ende zu setzen.
Es macht Spaß, Cassia und Ky dabei zuzusehen und mitzufühlen wie sie langsam aber sicher ihre gänzlich eigenen Gedanken entwickeln, sich über Verbote hinwegsetzen, oder erst einmal begreifen, was es bedeutet eigene Entscheidungen treffen zu können/müssen. Und wie sie immer ein bisschen mehr darum kämpfen.
Natürlich könnte man an einigen Stellen denken: Meine Güte, warum stellen die sich jetzt so an oder warum agieren sie so, wie sie es tun, ist dies oder jenes authentisch oder überhaupt machbar? Muss man aber nicht.
Die Story ist so schön und liebevoll geschrieben, dass man über diese wenigen Momente gerne hinwegsieht und lieber mit Cassie Pläne schmiedet, es zu ermöglichen, dass sie ihr Leben in eigener Regie führen kann.
Ich bin total gespannt auf den nächsten Teil, in dem es wohl nicht mehr ganz so ruhig zugehen wird, denn in den äußeren Bezirken um Oria herum scheint sich auch was zu bewegen.

Eine absolut fesselnde Geschichte, die einen nicht mehr loslässt, wenn man sich erstmal darauf eingelassen hat.
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Cassia & Ky - Die Auswahl: Band 1: Roman
Cassia & Ky - Die Auswahl: Band 1: Roman von Ally Condie (Gebundene Ausgabe - 26. Januar 2011)
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