Kundenrezensionen


253 Rezensionen
5 Sterne:
 (121)
4 Sterne:
 (71)
3 Sterne:
 (30)
2 Sterne:
 (14)
1 Sterne:
 (17)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


212 von 227 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Genau hinschauen!
"Marina" ist ein guter Roman: spannend, mitreißend und geheimnisvoll erzählt er mehr als nur eine Liebesgeschichte. Doch "Marina" ist nicht das, was ich erwartet habe.
Im Vorwort zu diesem Roman spricht Zafón davon, dass dieses Buch sein liebstes sei, dessen Veröffentlichung ihm aber den meisten Verdruss beschert habe, da aus ihm etwas gemacht...
Veröffentlicht am 10. April 2011 von Ailis

versus
110 von 122 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen schade
Ich würde niemals behaupten, dass Zafon in der Lage ist, ein schlechtes Buch zu schreiben. Aber wenn sein nächstes und übernächstes Buch genauso gestrickt ist wie "Spiel des Engels" und "Marina", dann möchte ich behaupten, dass er entweder immer wieder die alten Strickmuster anwendet, oder dass ihm nichts mehr einfällt. "Schatten des Windes"...
Veröffentlicht am 28. Mai 2011 von Hermine, "mina2010"


‹ Zurück | 1 226 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

212 von 227 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Genau hinschauen!, 10. April 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Marina: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Marina" ist ein guter Roman: spannend, mitreißend und geheimnisvoll erzählt er mehr als nur eine Liebesgeschichte. Doch "Marina" ist nicht das, was ich erwartet habe.
Im Vorwort zu diesem Roman spricht Zafón davon, dass dieses Buch sein liebstes sei, dessen Veröffentlichung ihm aber den meisten Verdruss beschert habe, da aus ihm etwas gemacht werden sollte, was es nicht war. Gerade im Hinblick darauf sollte man doch meinen, dass es wichtig ist, einen aussagekräftigen Klappentext zu entwerfen, der keine falschen Erwartungen beim Leser schürt. Zwar kann man dem Klappentext der aktuellen Ausgabe nicht nachsagen, er sei falsch, doch lässt er eben eine wichtige Komponente weg, die den Roman für mich in ein ganz anderes Licht rückt. "Marina" ist eben mehr als die Geschichte einer besonderen Freundschaft und Liebe, denn die Komponente, von der ich schrieb, ist Grusel und Horror, was ich schlichtweg nicht erwartet hatte. Liest man den Klappentext erneut, nachdem man den Roman beendet hat, spürt man Andeutungen dieses Spuks zwischen den Zeilen, aber ohne dieses Wissen habe ich vor der Lektüre nichts davon wahrgenommen. Insgesamt hatte ich ein erwachseneres Buch erwartet und keins, was auf der Schwelle zwischen Jugendbuch und erwachsenem Roman liegt, ohne sich recht entscheiden zu können, wo es hingehört.

Jedoch, losgelöst von meinen persönlichen Erwartungen, hat dieser Roman mir gefallen. Er erzählt die Geschichte des 15-jährigen Óscars, Schüler eines Internats in Barcelona, der auf seinen Streifzügen durch alle Ecken der Stadt auf die gleichaltrige Marina trifft. Sie und ihr Vater Germán leben allein und zurückgezogen in einer großen Villa, an der der Zahn der Zeit schon lange nagt. Sie nehmen ihn auf in ihre kleine Familie und er wird Zeuge von Germáns Anfällen von Müdigkeit, die mit einer nicht näher benannten Krankheit einhergehen. Óscar wird Marinas bester und einziger Freund und gemeinsam werden sie in ein Abenteuer hineingerissen, das Ausmaße annimmt, die mit menschlichen Maßstäben nicht mehr zu ermessen sind. Sie stochern in der Vergangenheit eines der ehemals reichsten Männer der Stadt, der schon seit vielen Jahren tot ist. Viele Menschen erzählen ihnen die Geschichte dieses Michail Kolweniks, doch jeder erzählt sie anders. Als die beiden dann der Wahrheit auf die Spur kommen, ist sie ganz anders, als sie sich je hätten träumen lassen...

Man muss sich unbedingt bewusst machen, dass "Marina" kein realistischer Roman ist und auch mehr als nur eine kleine geheimnisumwobene Nuance besitzt. Dieser Roman konfrontiert einen mit zu neuem Leben erweckten Toten und ist daher ganz anders anzugehen als die beiden Romane "Der Schatten des Windes" oder "Das Spiel des Engels". Ich verorte ihn eher bei seinen Jugendbüchern, wenn auch etwas blutiger und mit mehr Tiefgang ausgerüstet. Ein Lesevergnügen, wenn man weiß, worauf man sich einlässt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


54 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geheimnisvolles Barcelona, 19. April 2011
Von 
Belle's Leseinsel (Mainz, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Marina: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eines vorweg: "Marina" ist nicht nur ein Liebesroman, sondern Carlos Ruiz Zafón vermischt hier die Genre und so ist er auch ein Gruselroman wie auch ein Märchen und geht auch ein wenig ins Fantastische. Selbst der Autor schreibt, dass sein Buch schwer in ein Genre einzuordnen sei. Wenn man sich aber auf diesen Genremix einlässt, hält man einen wunderbar gefühlvollen und auch sehr spannenden Roman in Händen, bei dem man lange nicht weiß, wie die Geschichte enden wird.

Óscar Drai ist ein 15-jähriger Junge, der in einem Internat in Barcelona lebt. Eines Tages entdeckt er ein ziemlich verwildertes, geheimnisvolles Haus, das sein Interesse weckt. Als er dort auf den Bewohner Germán Blau trifft, flüchtet er, ohne sich darüber bewusst zu sein, dass er noch die Taschenuhr in Händen hält, die er sich gerade angeschaut hat. Vom schlechten Gewissen geplagt, begibt er sich einige Tage später wieder zu dem Haus, um die Uhr zurück zu bringen. Dort trifft er auf die gleichaltrige Marina und ist sofort verzaubert von dem Mädchen. Sie freunden sich an und Marina führt Óscar schon bald zu einem verwunschenen, längst vergessenen Friedhof. Dort entdecken sie eine schwarz verschleierte Frau. Aus lauter Neugier folgen sie der alten Dame und geraten dabei in eine Geschichte, die sich so niemals hätten träumen lassen.

Óscar ist fasziniert von der frechen, wortgewandten, resoluten und doch so geheimnisvollen Marina, gegen deren Offenheit Óscar anfangs nichts entgegenzusetzen hat und sich oft wie ein Trottel fühlt. Und auch von ihrem Vater, dem sanft- und so schwermütigen Germán ist Óscar stark beeindruckt. Immer öfter zieht es ihn zu dem verwunschenen Haus der Beiden und findet bei ihnen bald das Zuhause, welches er so lange vermisst hat.

Anfangs entwickelt sich die Geschichte klar zu einem Liebesroman, den der Autor aus Sicht von Óscar erzählt. So taucht man schnell in seine zwiespältige Gefühlswelt ein, lernt einen sehr nachdenklichen, einsamen Jugendlichen kennen, der mit offenen, neugierigen Augen durch die Welt geht und der sich hoffnungslos in Marina verliebt hat. Doch schon bald nimmt der Roman Gruseleffekte an und man bekommt eine Geschichte erzählt, die von Größenwahn handelt und dadurch auch märchenhafte Züge annimmt. Und sie erzählt von einer grenzenlosen Liebe, die über den Tod hinaus geht.

Carlos Ruiz Zafón verzaubert einen ab der ersten Zeile. Er lässt durch seinen bildhaften und so farbenfrohen, sprachgewaltigen Schreibstil fast augenblicklich sein Barcelona vor dem inneren Auge entstehen und so spaziert man zusammen mit Marina und Óscar durch das Barcelona des Autors. Was mich schon bei "Der Schatten des Windes" absolut fasziniert hat, ist die Art von Zafón mit wenigen Worten seine Charaktere so präzise zu beschreiben, dass sie augenblicklich Gestalt annehmen. Und auch baut er wieder die Geschichten seiner verschiedenen Charaktere mit in seinem Roman ein und lässt sie diese selbst erzählen.

Fazit: Wenn man sich auf den Genremix einlässt und nicht nur einen Liebesroman erwartet, wird man von Carlos Ruiz Zafón persönlichstem Roman verzaubert sein.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


110 von 122 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen schade, 28. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Marina: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich würde niemals behaupten, dass Zafon in der Lage ist, ein schlechtes Buch zu schreiben. Aber wenn sein nächstes und übernächstes Buch genauso gestrickt ist wie "Spiel des Engels" und "Marina", dann möchte ich behaupten, dass er entweder immer wieder die alten Strickmuster anwendet, oder dass ihm nichts mehr einfällt. "Schatten des Windes" nehme ich bewusst aus diesem Kontext, denn dieses Buch steht für sich alleine als eines der größten literarischen Meisterwerke.
Doch nun zu "Marina": Das Buch ist spannend und gut geschrieben.
ABER: Es erzeugt eine Stimmung absolut unnötigen Grusels. Ich selbst genieße es sehr, wenn eine Handlung immer wieder an ungewöhnliche, unheimliche, düstere Orte kommt. Ich liebe es, wenn mal ein alter Friedhof oder ein verlassenes Anwesen vorkommt. Wenn diese Düsternis als Gewürz oder Höhepunkt eingesetzt wird. Aber bei "Marina" erreicht dieses wahllose Erzeugen gruseliger Stimmungen einen traurigen Höhepunkt. Die Handlung entspinnt sich zwischen gewollt schaurigen Orten. Da wechseln sich versteckte Friedhöfe mit glasblinden Gewächsgäusern, alten Jugendstilvillen, Cherubin-gekrönten, vermoosten Brunnen, abbruchreifen Prunktheatern und - wer hätte das für möglich gehalten - der Kanalisation Barcelonas ab. Die Stimmung des Wetters ist immer extrem opulent und düster gehalten, als würden sich alle Elemente eifrig zusammen rotten, um mit aller Gewalt diese spezielle Atmosphäre zu schaffen. Und da kann ich trotz aller Lust an diesem Schauder sagen: Jetzt ist es aber mal gut. GENUG DAVON!
Das Ganze wirkt einfach zu gewollt. Wenn dann schreckliche Halb-Leiche-Halb-Puppe-Geschöpfe auftauchen, muss ich mich zwingen, das Buch nicht anzuschreien, dass es jetzt echt etwas zu sehr abdriftet. Das, was Zafon am besten kann - die Erzeugung dieser vergangenen, verfallenen Stimmung - gerät hier zu einer gnadenlosen, vollkommen übertriebenen Materialschlacht. Weniger wäre einfach mehr gewesen. Ich weiß nicht, ob ich noch mal eines seiner Bücher lesen möchte. Es kommt einfach nichts Neues, Überraschendes mehr von ihm. Und das ist jammerschade, denn er IST zweifelsohne einer der größten Literaten unserer Zeit.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wolfgang Hohlbein und Zombies in einem, 3. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Marina. Roman (Taschenbuch)
Sehr gut geschrieben aber die Geschichte selbst ist furchtbar.
Hinter Marina vermutet man keine abartige Geschichte von Zombies im Abwasserkanal.
Wem's gefällt, aber nicht mein Geschmack.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Sprache, wie immer, aber das reicht dieses Mal nicht aus!, 23. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Marina: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zafons Sprache ist wie immer: dicht und verführerisch. Wir schlendern mit ihm durch das alte Barcelona, nehmen teil an seiner abenteuerlichen Geschichte - und das ist dieses Mal auch der Kritikpunkt. Diese Geschichte ist zu abenteuerlich, zu abstrus, zu unlogisch. Ich war enttäuscht, Herr Zafon. Zu enttäuscht, um mehr Sterne zu verteilen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Spannungs-Marinade ist nicht alles, 6. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Marina: Roman (Gebundene Ausgabe)
Im Vorwort seines Romans 'Marina' erklärt Carlos Ruiz Zafón, dass es sich dabei um sein erstes Buch nach drei Romanen für Jugendliche handelt. Dieser Umstand mag erklären, dass sich sein vierter Roman mitunter wie eine Abenteuergeschichte für Jugendliche liest, die mit einer derart rasanten, überladenen und teils gänzlich unglaubwürdigen Handlung aufwartet, dass man sich fragen mag, ob Zafón nur seines Namens wegen in einem der größten deutschsprachigen Verlage publiziert wurde.

Was man ihm auf alle Fälle zugute halten muss, ist die Dichte und das Detailreichtum, mit dem er in 'Marina' Barcelona vor den Augen des Lesenden zum Leben erweckt, und hier liegt für mich auch der große Pluspunkt des Romans: Die schwarze, dekadente, mitunter sehr beklemmende Stadt bildet das ideale Grundgerüst für die Handlung und fügt sich damit zu einem erzählerischen Gesamtkunstwerk. Was den Gesamteindruck aber deutlich mindert und dem Roman einen Dämpfer versetzt, sind die vielen Unregelmäßigkeiten im Buch und Szenen, die an den Haaren herbeigezogen wirken. Alles ist ein bisschen gar geheimnisvoll, gar mit viel Geschichte beladen, gar zu konstruiert.
Dass etwa just in jenem Moment, als die mysteriöse Dame in Schwarz das endgültige Geheimnis des Romans gelüftet hat, die gesammelte Armada des Bösen auftaucht und es zum finalen Showdown kommt, wirkt ganz einfach wie in einem schlechten Film, in dem der Drehbuchschreiber noch schnell eins Draufsetzten wollte. Auch scheint die Tatsache, dass, wie gegen Ende des Romans beschrieben, eine Frau mit einem Mann, dessen Körper sich in einem Auflösungsprozess befindet und den sie ohnehin kaum zu Gesicht bekommt, so ohne Weiteres und auf die Schnelle ein Kind bekommt, sehr unglaubwürdig. Derlei Szenen finden sich an vielen anderen Stellen, es wird immer ein bisschen dick aufgetragen, sodass man kaum zum Verschnaufen kommt, obwohl manche Pausen ganz angesagt wären.

Und genau das ist es, was beim Lesen von Zafóns 'Marina' schwerfällt: Dass man als Erwachsener oft das Gefühl hat, ein Jugendbuch in Händen zu halten, in dem es vor allem darum geht, möglichst viele aufregende, obskure, abenteuerliche Handlung aneinanderzureihen, um den Lesenden mit Spannung bei Laune zu halten. Das Abenteuer, - Horror und Actiongenre wird in 'Marina' sehr und für mich zu ausgiebig bedient, und man kann dem Autor oder dem Lektorat nur nahelegen: Weniger ist oft mehr.

Marina
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


25 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ganz schwach, Finger weg!, 20. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Marina: Roman (Gebundene Ausgabe)
Hatte mich sehr auf "Marina" gefreut, die Kritiken und Rezensionen sind positiv, desweiteren mag ich Zafons "Spiel des Engels" sowie "Schatten des Windes". Ich nahm das Buch mit in den Urlaub, dies war letztendlich auch der einzige Grund es fertig zu lesen, ich komme im fernen Ausland an kein anderes deutschsprachiges Buch heran.
Schon nach wenigen Seiten wird klar, dass "Marina" in keinster Weise an Zafons Bestseller heranreichen kann.
Der 15 Jahre alte Oscar benimmt sich selten wie ein Teenager,besteht extreme Situationen im Stile eines Top Agenten, die Story soll schaurig sein,vermischt mit mystery Elementen, die an Groschenromane erinneren. Die Handlung wurde von meinen Vor- Kritikern mehrmals beschrieben,kein Grund sie zu wiederholen. Wobei ich mich frage, ob dies nicht alles Angestellte des Fischer Verlages sind!? Um das geht es wohl hier doch: einen alten Ladenhueter neu zu vermarkten!
Gut, ich bin selbst schuld, auf solch einen Klappentext hereinzufallen, aber ob sich der Herr Zafon damit einen Gefallen tut, "Schreibversuche seinenes Karrierestartes" aufzuwaermen, sei dahingestellt.
Schade, hinausgeworfenes Geld, verschwendete Zeit. Der Show Down im Abwasserkanal Barcelonas ist schlicht lachhaft, wie der Hauptprotagonist mit seinen 15 Jahren zum Revolver mit Silberkugeln greift und abstruse Kreaturen bezwingt, ist bezeichnend peinlich wie der ganze Roman
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


30 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderschöner fantastischer Roman!, 12. April 2011
Von 
goldmarie (lestumzuleben.blogspot.com/) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Marina: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Duft der Freiheit lockt den 15-jährigen Internatsschüler Óscar Drai im Barcelona der 70er Jahre auf die Straßen. Auf einem seiner Streifzüge lernt er Marina kennen, ein junges Mädchen, ebenso hübsch wie geheimnisvoll.
Schon bald verbindet die beiden nicht nur eine tiefe Freundschaft, sondern auch ein dunkles Geheimnis. Auf den Spuren Michail Kolweniks erkunden Marina und Óscar die Stadt und eine düstere Vergangenheit. Die Geschichte des ehemals einflussreichsten Manns Barcelonas ist rätselhaft, jede Spur wirft neue Fragen auf. Als die beiden die wahren Ausmaße der grausamen Geschichte erkennen, ist ihr eigenes Schicksal bereits so eng daran geknüpft, dass ein Ausweg unmöglich erscheint... Und welches Geheimnis umgibt die eigenwillige Marina? Das zarte, verletzliche Mädchen, das Óscars Leben für immer verändern wird?

Marina hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Wie immer schafft es Zafón, in nur wenigen Worten oder Sätzen ganze Städte, Persönlichkeiten, Szenarien zu skizzieren. Die Geschichte hat mich aufgesogen und erst nach Stunden wieder losgelassen, als ich schließlich die letzte Seite umgeblättert und das Buch, den Tränen nahe, weggelegt habe.
Den Tränen nahe? Ja. Denn abseits der erschreckenden und grausamen Geheimnisse Barcelonas, erzählt Marina auch eine wunderbare, tiefe Liebesgeschichte, die mich sehr berührt hat.
Zafóns Sprache zaubert Bilder, erschafft Welten, erzählt die Geschichte nicht nur, sondern erweckt sie zum Leben.
Seine Charaktere sind facettenreich, menschlich, eigenwillig. Sein Barcelona ist ein düsterer Schauplatz, geheimnisumwoben auf eine gleichsam furchteinflößende und faszierende Weise.
Die Geschichte Michail Kolweniks mag in der Tat grausam und realitätsfern sein, aber gerade dieses Fantastische liebe ich an Zafóns Romanen. Es bleibt immer geheimnisvoll und spannend, ein unerklärliches Phänomen, ein schreckliches Schicksal und von den Toten wiedererweckte verzweifelte Seelen.
Wer eine sanfte Liebesgeschichte erwartet, ist mit Marina nicht gut bedient.
Wer in eine fantasievolle Welt mit einer ordentlichen Portion Horror, viel Gänsehaut und einer wunderbaren Geschichte von Freundschaft und Liebe versinken will, dem sei dieses Buch sehr ans Herz gelegt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schade...., 31. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Marina. Roman (Taschenbuch)
...um das Geld und schade um die Zeit. Man nehme etwas "Golem", etwas "Nosferatu", einen Friedhof und die Kanalisation. Würze es mit einem verkommenen Inspektor, einem schwarzem Schmetterling, gebe etwas Prag hinzu und lasse es in dem ach so vergangenen Barcelona spielen. Die Protagonisten, von Krankheit gezeichnet oder zumindest in einem Internat darbend, sind keine wahren Charaktere. "Der Kampf umd das Glück und die große Liebe" (Emotion) ist seelen- und farblos. Oscar Drai ist eher ein tapsiger, ungewollter kleiner Dieb. "Ein Roman wie ein Labyrinth..." (Alex Dengler). Wahrlich. Sprachlich schlicht (Übersetzung ?). Ab in die Mülltonne. Warum ein Stern ? Hommage an Carlos Ruiz Zafon und seinem "Der Schatten des Windes". Enid Blyton und die Drehbuchschreiber von ARD und ZDF gefallen mir da besser. Und wer Moral und Charakter sucht, sollte lieber von Erich Kästner "Das fliegende Klassenzimmer" lesen. Und für Spannung sorgt eher "Das Phantom" von Susan Kay. Beide habe ich über die Feiertage gelesen. Nachhaltige Bücher. "Marina" erzeugte in mir nur eine schales Gefühl.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das Gerüst zum Buch "Der Schatten des Windes", 16. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Marina: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich bin ein sehr großer Fan von dem im Jahr 2001 erschienen Weltbestseller "Der Schatten des Windes".
Unglaublich und wundervoll dieser Roman, also dachte ich, dann wird wohl "MARINA" ungefähr gleich sein.
- Aber dem war leider nicht so. -

"MARINA" ist im Jahr 1999 erschienen und man erkennt deutlich die parallelen zwischen den beiden Romanen.
Wer "Der Schatten des Windes" zuerst gelesen hat, wird von dem "aussagelosen" Werk "Marina" enttäuscht sein.
Marina liest sich wie ein Buch ohne festen Charakter, ohne Sog und Spannung.
Hier und da sind einige gute Passagen mit tieferen Aussagen zu finden; im Vergleich zu seinem Weltbesteller doch eher sehr selten.

Man hat das Gefühl, Carlos übt mit diesem Buch den großen Wurf. Er versucht sich auszuprobieren und spinnt eine kleine Liebesgeschichte um auferstandene Kreaturen... Eine Story die jeder Abiturient im Deutsch-Leistungskurs sich auch ausdenken könnte.

Es war taktisch klug, Marina erst nach "Der Schatten des Windes" zu veröffentlichen, da sonst Marina wohl wirklich in den Hafen der Bedeutungslosigkeit versunken wäre.

Für Jungendliche sicher eine Empfehlung wert, für Erwachsene die "Der Schatten des Windes" liebten - nicht zu empfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 226 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Marina (Hörbestseller)
Marina (Hörbestseller) von Carlos Ruiz Zafón (Audio CD - 17. August 2012)
EUR 9,95
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen