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VINE-PRODUKTTESTERam 10. April 2010
Als Sibylle Aurich aus dem Koma erwacht, in das sie nach einem nächtlichen Überfall gefallen ist, scheint nichts mehr, wie es war. Ihr Mann erkennt sie nicht, ihre Freundin wendet sich von ihr ab und von einem Sohn will niemand etwas wissen. Sibylle, deren bis dato heiles Weltbild nun in Trümmern liegt, macht sich auf die Suche nach sich selbst. Doch welchem ihrer Helfer, die ihr auf ihrem Weg so scheinbar zufällig begegnen, kann sie trauen?

Arno Strobel, der sich für seine beiden ersten Romane das Feld der Kirchenthriller ausgesucht hatte, wagt sich in seinem neusten Buch auf ein völlig anderes Parkett: Psychothriller. Bis vor wenigen Jahren hätte man wohl nicht geglaubt, dass deutsche Autoren auf diesem Markt erfolgreich sein können. Spätestens seit Sebastian Fitzek weiß man - manchen gelingt es doch. Knapp ein Jahr nach dessen Roman Splitter kommt nun Arno Strobel mit einer zunächst ähnlich scheinenden Thematik. Beim Lesen des Romans passiert es denn auch, dass man Parallelen sucht. Allen, die sich nun die brennende Frage stellen: "Gibt es welche?" kann ich zur Beruhigung mit auf den Weg geben: Es gibt keine. Arno Strobel entwickelt seine Geschichte in eine andere Richtung. Kurze Kapitel mit raschen Szenewechseln und ein angenehmer Schreibstil sorgen für einen zügigen Lesefluss und halten die Spannung permanent aufrecht.

Sibylle Aurich stolpert quasi aus dem Koma zurück ins Leben und somit auch ins Leben des Lesers, der nun, ebenso wie Sibylle auf über 300 Seiten versucht herauszufinden, wer sie wirklich ist. Von Beginn an kristallisieren sich zwei Möglichkeiten heraus, von denen eine im Lauf der Geschichte immer wahrscheinlicher wird. Vielleicht ein bisschen voraussehbar, nimmt der Spannung aber keinen Abbruch, weil bis zum Ende immer noch die Frage nach dem Warum bleibt. Obendrein weiß man eigentlich genau wie die Protagonistin nie, wer nun zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Es ist ein Katz- und Mausspiel, das sich bis auf die letzten Seiten des Buches hält. Ich kann jedem Leser nur raten, viel Zeit einzuplanen, um das Buch möglichst in einem Zug durchlesen zu können. Garantiert, lieber Leser, Sie werden sich schwarz ärgern, wenn Sie aufgrund so banaler Verpflichtungen wie Hausarbeit oder Sport diese Lektüre unterbrechen müssen! Sollten Sie es gar auf dem Weg zur Arbeit lesen, machen Sie an diesem Tag nur Dinge, bei denen sie sich nicht konzentrieren müssen, sie bleiben mit den Gedanken garantiert an diesem Buch hängen.

Für mich hat sich Arno Strobel mit diesem Buch nun endgültig in die Liga der richtig guten deutschen Thriller-Autoren katapultiert und braucht sich meiner Meinung nach nicht hinter den anderen großen Namen verstecken. Umso erfreuter habe ich die Leseprobe des nächsten Romanes zur Kenntnis genommen. Bedauerlich allerdings, darauf nun wieder lange warten zu müssen.
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am 1. Juli 2013
Klappentext

»Und wer bist du wirklich?«
Der Weg durch den nächtlichen Park, der Überfall – all das weiß sie noch, als sie aus dem Koma erwacht. Ihre Erinnerung ist völlig klar: Sie heißt Sibylle Aurich, ist 34 Jahre alt, lebt mit Mann und Kind in Regensburg. Sie scheint fast unversehrt. Und doch beginnt mit ihrem Erwachen eine alptraumhafte Suche nach sich selbst. Zwar hat Sibylle ihr Gedächtnis behalten, die Welt aber hat offenbar die Erinnerung an Sibylle verloren: Ihr Mann kennt sie nicht, von ihrem eigenen Hochzeitsfoto starrt ihr das Gesicht einer Fremden entgegen, und niemand hat je von ihrem Sohn Lukas gehört! Wurde er entführt? Hat er nie existiert? Und wem kann sie überhaupt noch trauen?

Meine Rezi

Allein die Rückseite des Buches ist mal wieder der Hammer!

" Man hat ihr alles genommen, nur nicht die Angst.
Stell dir vor,
dein Mann sagt, er hat dich noch nie gesehen, und die Leute sagen, du hast nie ein Kind gehabt.
Wem kannst du trauen, wenn niemand dir glaubt?
Und wer bist du wirklich? "

Ich muss direkt mit der Danksagung anfangen...

" Ich danke allen, die direkt oder indirekt zur Entstehung dieses Romans beigetragen haben. "

Roman ist ein wenig untertrieben, denn dieses Buch ist mal wieder Psychothriller vom feinsten! Am Anfang hatte ich etwas Angst das mich dieses Buch vielleicht nicht so mitnehmen/ mitreißen könnte wie " Der Sarg" ( den ich durch die Bücherfee vorher gelesen hatte), aber meine Angst war total unbegründet. Ich find es auch bei diesem Buch sehr schwierig eine Rezension zu schreiben, ohne zuviel zu verraten. Ich war erstaunt, wieviel Spannung man erzeugen kann, trotz, das die Handlung meistens in Sybille's Anwesenheit geschah. Wenn ich mir vorstelle, meine Familie würde mich nicht mehr erkennen, oder mir erzählen, ich sei nicht ich, ich würde sie für verrückt erklären und nicht mich selber. So ungefähr sieht das auch Sybille, eine mir sehr sympatische, aber in diesem Buch bemittleidenswerte junge Frau. Auch in diesem Buch hatte ich sehr viele Theorien, wer, was, weshalb. Und vorallem hab ich mir über jeden Menschen in diesem Buch mein eigenes Bild gemacht und doch lag ich manchmal ziemlich falsch. Wer dieses Buch lesen wird ( was ich nur empfehlen kann) dem wird es sicherlich genauso ergehen. Vielleicht auf andere Weise und doch ist nichts so, wie es scheint!

Mein Fazit

Ein gelungener Psychothriller für starke nerven, oder für schwache, wenn man es sich zutraut ;)
Bücherfee's Mone P.
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am 2. April 2013
Zum Inhalt des Buches:
Sybille Aurich wacht alleine in einem Zimmer auf, weiß nicht wo sich sich befindet und was geschehen ist.
Was ist passiert während sie im Koma lag und wer ist der komische Arzt der anwesend ist als sie erwacht?
Sie möchte schnellstmöglich zu Ihrem Sohn Lukas, aber laut dem Arzt hat sie gar kein Kind und Sybille versteht die Welt nicht mehr.
Es gelingt ihr die Flucht aus der Klinik und sie begibt sich auf die Suche nach Ihrem Kind.
Doch sie muss mit Erschrecken feststellen, dass niemand sie erkennt. Ihr Mann weiß nicht wer sie ist, auf den Hochzeitsbildern lächelt ihr eine fremde Frau entgegen. Sybille ist total durcheinander.
Eine Frau, Rosie, die sie bei der Flucht kennengelernt hat bietet Ihre Hilfe an. Doch was weiß die Dame und kann sie Ihr helfen?
Bei den Recherchen muss sie auch feststellen, das Ihre beste Freundin Elke anscheinend nicht mehr weiß, wer sie ist. Es reißt ihr den Boden unter den Füssen weg, sie hat keine Vertrauensperson mehr und weiß nicht mehr, was sie tun soll.
Was ist mit ihr passiert als sie im Koma lag? Wer war der komische Arzt der anwesend war als sie daraus erwachte? Wer steht auf Ihrer Seite und wer nicht?
Fragen die auftauchen und geklärt werden müssen.

Meine Meinung:
Das war der erste Strobel den ich gelesen habe und ich wurde nicht enttäuscht.
Er schafft es, von der ersten Seite an eine Spannung aufzubauen und man einfach nicht aufhören kann.
Die Charaktere sind sehr übersichtlich, werden gut erklärt und man kommt nicht durcheinander.
Der Schreibstil ist sehr flüssig, es lässt sich angenehm lesen. Kapitel sind nicht zu lange gehalten, man kann es also, wenn es sein muss, auch gut mal aus der hand legen und findet trotzdem schnell wieder hinein.
Die Geschichte ist sehr bizarr, oft weiss man nicht was man denken soll. Gefühle und Emotionen von Sybille werden schön dargestellt und oft tut sie einem einfach nur leid, man kann sehr mit ihr mitfühlen. Wem kann sie trauen? Wer spielt ein falsches Spiel? Die Spannung bleibt bis zum letzten Kapiteln gleich hoch.
Das Ende ist gut gehalten, wurde nicht zu lange ausgedehnt. Es waren keine langwierigen Abschnitte in dem Buch vorhanden so dass man nicht das gefühl hatte, es zieht sich hin.
Von diesem Auto werde ich definitiv noch weitere Bücher lesen.

Mein Fazit:
uneingeschränkt zu empfehlen!
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am 31. Januar 2012
Es gibt einige Passagen bei denen ich dachte, wow, was hat er hier für einen kapitalen Bock geschossen - das ist ja schon mehr als nur unlogisch und auch körperlich, oder technisch gar nicht umsetzbar - um dann aber viele Seiten später, die Auflösung brühwarm präsentiert zu bekommen. Diese Passagen haben einen sehr großen Anteil daran, dass man den Roman nicht aus der Hand legen kann, denn wenn die Alarmglocken erst einmal angesprungen sind und die Neugier geweckt ist, dann will man natürlich auch herausfinden ob sich wirklich ein solcher Fehler eingeschlichen hat, oder ob früher oder später die Erklärung folgt.

Diese oben genannten Abschnitte, gepaart mit einer überaus fesselnden Geschichte, in der die Suche nach der Wahrheit und der Identität mit Hindernissen und falschen Fährten nur so gepflastert ist, bilden das Dach und das Fundament des Buches. Eine Story die fast ganz ohne Blut auskommt, aber trotzdem keine Defizite in Sachen Nervenkitzel und Intensität aufweist. Das beweist einmal mehr, "thrill" wird nicht durch Blut und brutalste Gewalt erzeugt. Arno Strobel erzeugt mit "Der Trakt" den "thrill" auf eine ganz andere Art und Weise. Man nehme eine Figur (sie muss es verstehen gemocht zu werden, und ein leichtes für den Leser sein, sich mit ihr zu identifizieren), verpasst ihr eine neue Identität, lässt sie damit auf die Menschheit-, sprich Freunde und Verwandte los und spürt kurzerhand ein unglaublich beklemmendes Gefühl, wie es sein muss, sich für jemanden zu halten, der man in Wirklichkeit gar nicht ist. Erschreckend und grausam zugleich, die Reaktionen die einem entgegen purzeln.

Den fehlenden Rest - die Einrichtung sozusagen - füllen die Figuren aus, die aufgrund ihrer Emotionalität, der Führsorge, aber auch wegen ihrer Falschheit - einige sind so glitschig, dass sogar der Aal im Vergleich zu ihnen ein Pelztier ist - dem Roman das gewisse etwas verleihen, und ihn somit außerordentlich bereichern. Sie sind es auch, die aufgrund ihrer unvorhersehbaren Handlungen, einem immer wieder einen Ausruf des Erstaunens über die Lippen kommt lassen.

Alles in allem hat Arno Strobel mit "Der Trakt" einen Roman aus dem Ärmel gezaubert, der alle Facetten an den Tag legt, die ich als Fan der Thriller-, speziell der Psychothriller Literatur erwarte. Er liest sich wie ein Matchboxauto, einmal ganz aufgezogen und dann losgelassen, hält es erst wieder an wenn sämtliche Energie abgegeben, sprich verbraucht ist. Kurz um, dieser Roman ist ein Pageturner in Reinkultur. Ein Psychothriller, dem man ohne wenn und aber das Prädikat "wertvoll" verleihen kann, und somit eine ganz klare Leseempfehlung für alle Fans und Freunde dieses Genres ist.

In Sachen Inhalt halte ich mich an dieser Stelle dezent zurück, denn der Klappentext verrät mehr als genug.
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am 11. April 2010
Wem kannst du noch trauen, wenn sich dein ganzes Leben als eine Lüge heraus stellt?
Sibylle ist 34, verheiratet und Mutter. Sie führt ein ganz normales Leben, bis sie eines Tages mit ansehen muss, wie ihr kleiner Sohn Lukas entführt wird. Sie versucht ihm zu helfen und wird dabei nieder geschlagen. Sie erwacht in einem merkwürdigen Kellerraum, dem 'Trakt', wo ihr ein Arzt erzählt, dass sie überfallen worden wäre und im Koma gelegen hätte, aber einen Sohn habe sie nicht. Durch einen glücklichen Zufall kann Sibylle fliehen und findet unerwartet Hilfe bei Rosie, einer ungewöhnlichen Frau, die Sibylle aber sofort alles glaubt, was sie ihr erzählt. Zusammen wollen sie heraus finden, was Sibylle zugestoßen ist und was noch viel wichtiger ist: Wo Lukas ist.
Doch wem kannst du noch trauen, wenn dein eigener Ehemann dich nicht erkennt? Wenn dich Männer verfolgen und sich scheinbar jeder als Verräter entpuppt, der Teil dieser großangelegten Verschwörung ist? Und vor allem: Was hast du getan, um so einen Aufwand zu rechtfertigen? Warum du?
Das Buch hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Ich fand die Story sehr interessant, aber leider ein wenig sehr konfus. Dass die eine Figur in der einen Minute noch gut, in der nächsten böse und dann doch wieder gut war, das ist meiner Meinung nach ein bisschen zu viel des Guten. Wäre der wissenschaftliche Aspekt außen vor geblieben, hätte mir die Geschichte besser gefallen, diese krampfhaft logische Erklärung so ganz in allerletzter Minute nimmt dem Roman viel seiner Spannung und Originalität, meiner Meinung nach. Die Story an sich ist gut, die Umsetzung auch, nur das Ende ist dann ein bisschen zu gestelzt, mit der Liebesgeschichte die auch noch hinzugedichtet wird auf der allerletzten Seite. Ich würde nicht sagen, dass das Buch eine Zeitverschwendung war, ich habe es immerhin innerhalb weniger Stunden gelesen, aber ich würde es kein zweites mal lesen.
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am 4. Mai 2016
Für mich der mittlerweile zweite Thriller des Autors. Auch wenn die Handlung sich nicht weiter ähnlich ist, ist auch dieses Buch wieder genauso gut wie "Das Wesen".

Sibylle wacht orientierungslos in einem Krankenhaus auf. Nach der ersten Verwirrung weiß sie schnell wieder wer sie ist und was für ein Leben sie führt. Als erstes sucht sie ihren Mann auf, um nach ihrem Sohn zu fragen. Johannes erkennt seine Frau nicht wieder. Sibylle kann nicht verstehen weswegen ihr Mann sie nicht zu kennen scheint. Noch verwirrter ist es für sie, als Johannes meint sie hätten nie ein Kind gehabt. Nach diesem Schock versucht Sibylee ihr Glück bei ihrer besten Freundin Elke. Doch vergebens. Auch ihre Freundin, die sie seit der Grundschule kennt, verhält sich nicht anders als ihr Mann. Nach dieser Einführung ins Geschehen geht die Handlung weiter und immer mehr Informationen kommen zusammen.

Im Grunde ist der Inhalt gar nicht mal so interessant erzählt. Nur schafft Arno Strobel es den Leser zu binden. Aktion und große Spannung sind nicht unbedingt vertreten. Doch der Drang zum Lesen ist vorhanden. So einfach ist es nicht sich der Geschichte zu entziehen.

Bei Thrillern ist es üblich, das die Gedanken hin und her gehen. Mal zur einen, mal zur anderen Seite. Vertrauen kann man den Charakteren nicht bis zum Ende. Genau an dem Punkt, an dem Vertrauen gefasst wird, kommen neue Details ans Tageslicht, sodass man wieder verwirrt eine andere Ansicht vertritt. Doch das ist es auch, was den Reiz ausmacht. Zudem ist es auch ein Unterschied zu Krimis. Bei Thrillern ist das Ganze viel verwirrter und dadurch reizvoller.

Zur Thematik gehört unter anderem auch die Gehirnforschung. Ich bin ja von Büchern über Forschung und Wissenschaft immer besonders angetan. Sie gehören zu meinen Interessen. Ich finde es faszinierend wie weit man in der Wissenschaft gehen könnte. Zu was die Menschen eigentlich fähig sind. Experimente mit Menschen sind nach wie vor verboten. Jedoch gibt es immer wieder Wissenschaftler, die diese Grenze überschreiten, was ich durchaus verstehen kann. Der Reiz ist einfach zu groß. Bei diesen Wissenschaftlern gibt es meistens eine Gemeinsamkeit. Es Grenz an Wahnsinn. Trotz allem machen Wissenschaft und Forschung Bücher um einiges interessanter.

Ich muss sagen auch Sibylles Geschichte hat mir gefallen. Ich kann ohne Bedenken mich weiteren Büchern des Autors zuwenden. Mal sehen welches mich so sehr begeistern wird und ich fünf Sterne vergeben werde. Aber auch vier Sterne reichen, damit ich dranbleibe.

Fazit: Rundum ein gelungener Thriller, kann ich abschließend sagen. Was Krimis und Thriller betrifft bin ich wählerisch und gar nicht mal so schnell zu überzeugen. Doch der Schreibstil des Autors ist dafür einfach zu lesenswert. Weiterempfehlen kann ich dieses Buch Lesern des Genres. Sie werden bestimmt gefallen an der Handlung finden.
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am 23. April 2016
Sibylle wacht aus dem Koma auf. Das Essen beim Griechen, der Park, der Überfall - daran erinnert sie sich noch. Klar ist für sie auch, wer sie ist: Sibylle Aurich, sie ist 34 Jahre alt, Ehefrau und vor allem Mutter. Oder etwa nicht?

Sibylles Welt nach dem Koma läuft irgendwie verkehrt herum. Sie scheint sich zwar an ihr Leben erinnern zu können, aber ihr Leben nicht an sie. Ihr Mann meint, dass sie eine völlig fremde Frau für ihn ist, ihre beste Freundin erkennt sie nicht und von ihrem Sohn Lukas hat noch nie jemand etwas gehört. Hundert Fragen brennen Sibylle auf der Seele, aber die wichtigste davon ist: Wo ist Lukas?

Ich habe mich bisher noch nicht mit dem Autor beschäftigt, obwohl mich seine Thriller schon länger locken. Die kurzen prägnanten Titel, die dunklen Cover und die brisanten Klappentexte deuten auf außerordentliche Spannungsliteratur hin. Leider konnten meine Erwartungen nicht ganz erfüllt werden, vielleicht waren sie auch zu hoch gesteckt.

Zuerst muss ich sagen, dass „Der Trakt“ ein passabler Thriller ist. Von Anfang bis Ende wird Sibylles Erwachen packend erzählt und bereits die erste Passage läutet ein Verwirrspiel ein, das bis zu guter Letzt aufrecht erhalten wird, aber leider nur mäßig spannend ist.

Schon während der ersten Szenen ahnt man als erfahrener Thrillerleser, in welche Richtung die Geschichte geht. Zwar liegen die Hintergründe im Dunkeln, was doch noch einen gewissen Reiz verströmt, aber man weiß irgendwie sofort, was hier wohl passiert sein könnte.

Mit der Protagonistin Sibylle konnte ich mich nicht wirklich anfreunden, weil ich sie von Beginn an als anstrengend und hysterisch empfand. Es ist zwar durchaus nachvollziehbar, dass man in einer solchen Situation die Nerven verliert, aber einige Stunden nach dem Erwachen müsste auch ihr bewusst sein, dass sie mit der ständigen Frage „Wo ist Lukas?“ einfach nicht weiterkommt.

Vielleicht lag es an der Hörbuchversion, doch nach einiger Zeit bin ich schon richtig zusammengezuckt, wenn Sibylle fahrig „Wo ist Lukas?“ oder einfach nur „Lukas“ geraunt hat, obwohl sie diese Frage zum gefühlt hundertsten Mal den beteiligten Nebenfiguren stellt.

Der Handlungsablauf hat mich stark an einen Blockbuster im Fernsehen erinnert und besonders gut hat mir das Rätselraten um die Nebenfiguren gefallen. Wer ist Freund? Wer der Feind? Und die Frage nach dem Motiv blieb lange Zeit ungeklärt, wodurch ich mir laufend meine eigenen Theorien zurechtgelegt habe.

Die Auflösung ist meiner Meinung nach mittelmäßig und erinnert ebenso stark an einen etwas überzogenen Fernsehfilm, der nach dem üblichen Schema aufgeklärt wird.

Meiner Ansicht nach unterscheidet sich „Der Trakt“ kaum vom üblichen Einheitsbrei und ist mit den typischen Thrillerzutaten gewürzt. Es ist für mich ein Thriller, der Zwischendurch für Zerstreuung, aber nicht unbedingt für Begeisterungsstürme sorgt.

© NiWa
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Die Sonne scheint, der Himmel ist blau ' das Wetter ist denkbar unpassend für einen Thriller. Dachte ich. Nach einigen Seiten waren mir das Wetter und der Rest meiner Umgebung jedoch völlig egal, so spannend ist das Buch geschrieben.
Arno Strobel beschreibt einen reinen Alptraum: Seine Protagonistin Sybille wacht irgendwo in einer obskuren Klinik auf, keiner erkennt sie, nicht einmal der eigene Mann, und vor allem: Niemand kennt ihren Sohn, angeblich soll sie gar kein Kind haben! Wem kann man in einer solchen Situation noch trauen? Der besten Freundin? Einer unbekannten Frau, die bei der Flucht hilft? Einem geheimnisvollen Mann, der immer in der Nähe ist? Der Polizei? Ist Sybille Opfer eines Komplotts oder, wie ihre Umgebung behauptet, wahnsinnig?
Strobel spielt meisterhaft mit grundlegenden Fragen: Wie zuverlässig sind unsere Erinnerungen? Was macht die Persönlichkeit aus?
Auch wenn mir die zweite Hälfte des Buches ein wenig zu durchschaubar und das Ende einen Tick zu unwahrscheinlich war, ist dieses spannende Buch erneut ein Beweis dafür, dass deutsche Psychothriller sich durchaus international messen können.
'Der Trakt' dürfte jedenfalls auch meinen beiden Fitzek-Fans gefallen.
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am 11. März 2015
Die 34-jährige Sibylle Aurich erwacht in einem düsteren Kellerraum. Sie ist an Apparate angeschlossen und ihre letzte Erinnerung besteht darin, dass sie nach einem Restaurant-Besuch mit ihrer Freundin Elke auf dem Nachhauseweg in einem Park überfallen wurde.
Ein Mann in weißem Kittel – allem Anschein nach ein Arzt – erklärt Sibylle, dass sie nach dem Angriff 2 Monate lang im Koma gelegen habe. Aber eigenartigerweise scheint sie keine Verletzungen zu haben, und es gelingt ihr auch mühelos aufzustehen.
Sibylle schafft es, sich von den Apparaturen zu befreien, den Arzt auszutricksen und im Krankenhauskittel zu flüchten. Sie will so schnell wie möglich nach Hause zu ihrem Mann Johannes und dem gemeinsamen Sohn Lukas.

Unterwegs wird sie von der hilfsbereiten Autofahrerin Rosie aufgegabelt, die sie zur genannten Adresse bringt. Doch Johannes erkennt Sibylle nicht, vom Hochzeitsfoto blickt ihr eine andere Frau entgegen und die Kleidung, die sie aus dem Schrank nimmt, passt ihr nicht. In Bezug auf Lukas windet sich der Mann heraus, gibt aber zu, mit einer Sibylle Aurich verheiratet zu sein, die seit 2 Monaten vermisst wird.

Auch Freundin Elke sieht in ihr eine Fremde, wenngleich sie mit einer – allerdings kinderlosen - Frau dieses Namens tatsächlich befreundet und
vor 2 Monaten in einem Restaurant gewesen sei. Obwohl Sibylle sich ganz genau an private und berufliche Einzelheiten ihres Lebens vor dem Überfall erinnert, scheint sie für ihre Mitmenschen eine völlig Unbekannte zu sein.

Als sie Christian Rössler begegnet, erzählt dieser ihr, dass seiner Schwester genau das Gleiche widerfahren sei. Er bietet ihr an, gemeinsam herauszufinden, was mit ihnen beiden geschehen ist.

Wer ist Sibylle wirklich? Welche ihrer Erinnerungen sind real, welche falsch? Wie konnte es überhaupt zu dieser Diskrepanz kommen? Die Frau gerät in einen Strudel, der sie nicht nur ihre Identität, sondern ihr ganzes Leben zu kosten droht.

Resümee:
Dieses Buch ist ein wahrer Psychothriller – beides: sowohl ziemlich Psycho- als auch ein handfester Thriller.
Er weist von der ersten bis zu letzten Seite eine permanente Spannung ohne jegliche Längen oder Füllsel auf.

Ähnlich wie Sibylle weiß der Leser nie, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Wem kann sie trauen, wer tarnt sich mit dem Deckmäntelchen der Hilfsbereitschaft?
Vor allem: Ist sie wirklich Sabine Aurich?
Wenn ja: Warum erkennt sie niemand, obwohl sie sich ganz genau an Einzelheiten aus ihrem Leben vor dem Koma erinnert?
Wenn nein: Wer ist sie dann? Woher kommen ihre Erinnerungen?
Die Handlung lässt viel Raum für Spekulationen. Dabei kommt einem alles absolut real vor und erhält gerade dadurch einen furchteinflößenden Thrill: Man kann sich nämlich sehr gut vorstellen, dass das Geschilderte erschreckende Wirklichkeit werden könnte.

Ich habe mir immer vorgestellt, dass ich eines Tages irgendwo aufwache, genau weiß, wer ich bin, wie meine privaten und beruflichen Lebensumstände sind – nur jeder behauptet, dass er eine Frau meines Namens zwar kennt, ich es aber ganz bestimmt nicht sei. Ein Albtraum!

Dabei kommt die Handlung bis auf den Showdown am Schluss ganz ohne Blutvergießen aus.

Fazit: Dies wird nicht mein letztes Buch von Arno Strobel gewesen sein!
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am 22. Juli 2011
Als Sibylle Aurich in einem Krankenhausbett zu sich kommt, weiß sie nicht mehr, was ihr zugestoßen ist, sie glaubt sich lediglich daran zu erinnern, dass sie gesehen hatte, wie ihr siebenjähriger Sohn Lukas von einem bulligen, tätowierten Mann in ein Auto gezerrt und entführt wurde. Ihre Besorgnis weicht einem Schock, als ihr behandelnder Arzt Dr.Muhlhaus behauptet, sie habe gar keinen Sohn, sondern bilde sich das nur ein, da sie aufgrund eines harten Schlages auf den Kopf bei einem Überfall und durch ein anschließendes zwei Monate währendes Koma geistig verwirrt sei.

Sibylle gelingt es, aus der Klinik zu fliehen, wobei ihr eine ältere Frau namens Rosie Wengler hilft. Rosie fährt Sibylle nach Hause zu ihrem Mann, doch ihr Mann erkennt sie nicht. Auf den Hochzeits- und Urlaubsbildern im Haus ist eine andere Frau abgebildet. Auch Sibylles beste Freundin Elke behauptet, sie nicht zu kennen, dasselbe erlebt sie mit ihrer Schwiegermutter und ihrem Chef.

Haben sich diese Personen alle gegen sie verschworen, oder ist sie etwa gar nicht Sibylle Aurich? Wie kommt es dann, dass sie sich im Leben der Sibylle Aurich bestens auskennt? Auf der folgenden Odyssee findet Sibylle nur Rückhalt bei drei Personen: Rosie, Christian Rössler, dessen Schwester sich in einer ähnlichen Lage befinden soll und Kommissar Wittschorek, dem einzigen Polizisten, der sie nicht für geistesgestört hält. Allerdings erweckt jeder dieser Helfer Misstrauen gegen die anderen, sodass Sibylle nie sicher sein kann, wem sie vertrauen kann und wer mit ihren unsichtbaren "Gegnern" unter einer Decke steckt.

Sibylles Lage wird äußerst eindringlich und anschaulich dargestellt, der Leser erlebt die schreckliche Beklemmung mit, die einen Menschen bei der Vorstellung befällt, seine Identität zu verlieren und niemandem mehr - nicht einmal sich selbst! - vertrauen zu können. Der Spannungsbogen ist durchgängig straff gehalten, man kann den Roman nicht zur Seite legen, bevor das Rätsel um Sibylle gelöst ist. Die "medizinwissenschaftliche" Thematik dieses Thrillers ist sehr faszinierend und gleichzeitig beängstigend, da man die Möglichkeit, dass solche Machenschaften in näherer Zukunft Realität werden, nicht ausschließen kann.

Mich hat es lediglich verwundert, dass Sibylle sich so lange mit der Frage, ob sie ein Kind hat oder nicht, herumgequält hat: ein Besuch beim Gynäkologen (Inspektion des Muttermundes) hätte diesbezüglich schnell Klarheit geschaffen. Aber dann wäre das Buch vielleicht kürzer ausgefallen.

Für Freunde intelligenter und rasanter Thriller ist "der Trakt" unbedingt empfehlenswert.
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