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am 13. März 2009
Inhalt:

Alles beginnt damit, dass im schottischen Edinburgh eine junge Frau ihren Vater als vermisst meldet. Merkwürdigerweise verschwand der Bergmann Mick Prentice aber bereits vor zweiundzwanzig Jahren während des Bergarbeiterstreiks von 1984. Wegen eines familiären Notfalls forscht seine Familie erst jetzt nach seinem Verbleib. Daraufhin nehmen Detective Inspector Pirie und ihr Kollege Phil Parhatka, die für die Aufklärung ungelöster Fälle zuständig sind, die Ermittlungen auf. Ungefähr zeitgleich findet eine ambitionierte Journalistin während eines Italien-Urlaubs zufällig ein Beweisstück, dass in Verbindung mit einem ebenfalls zweiundzwanzig Jahre zurückliegenden Verbrechen in Großbritannien steht. Damals wurden die Tochter und der Enkel von Sir Brodie Maclennan Grant, dem drittreichsten Mann Schottlands, entführt und das Ganze endete mit einem Todesfall. Sowohl vom Enkelsohn, als auch den Entführern fehlte bislang jede Spur. Sir Brodie wendet sich nun aufgrund der neuen Sachlage an die Polizei und es dauert nicht lange, bis Karen Pirie herausfindet, dass beide Fälle unübersehbare Gemeinsamkeiten aufweisen...

Meine Meinung:

Die gebürtige Schottin Val McDermid hat mit "Nacht unter Tag" erneut einen Thriller außerhalb ihrer drei Erfolgsserien (u.a. mit dem Profiler Tony Hill) geschrieben. Das ermittelnde Duo Pirie und Parhatka hatte schnell meine Sympathien, da die Autorin gerade so viele Informationen aus dem Privat- und Berufsleben der beiden liefert, dass ich eine gute Vorstellung ihres Charakters und ihrer Lebensweise erhielt, ohne mich durch zu ausführliche Beschreibungen gelangweilt zu fühlen. Vor allem Karen Pirie ist mir mit ihrer direkten, sehr eigenwilligen und leicht spöttischen Art ans Herz gewachsen.

Die Geschichte behandelt abwechselnd den Entführungsfall und die Vermisstensache und springt in sehr kurzen Abständen zwischen Vergangenheit und Gegenwart und zudem noch zwischen Schottland und Italien hin und her. Was sich im ersten Moment verwirrend anhört, erweist sich schnell als kluger Schachzug von Val McDermid. Jede Vernehmung und Spurensicherung in der heutigen Zeit wird durch Erinnerungen und Rückblenden ergänzt und erläutert. Genau zum richtigen Zeitpunkt wird die jeweilige Szene abgebrochen, um den nächsten losen Faden weiterzuspinnen. McDermid ist es gelungen, den Plot dadurch noch interessanter und spannender zu gestalten. Gleichzeitig machen die schnellen Wechsel von einem Ermittlungsort zum anderen die große Diskrepanz zwischen den verschiedenen Lebensumständen der Protagonisten umso deutlicher und lassen die ehemalige Bergarbeitersiedlung im Gegensatz zum sonnigen, südlichen Flair der Toskana und dem scharf bewachten, luxuriösen Anwesen von Sir Brodie überaus ärmlich und düster wirken.

Schon nach einiger Zeit hatte ich zwei bestimmte Personen als Hauptdrahtzieher der Entführung im Verdacht, war mir aber bezüglich der Komplizen, der Umstände und des Motivs nicht ganz im Klaren. Meine Vermutung zum ersten Punkt hat sich am Schluss zwar bestätigt, mit dem Rest lag ich jedoch ziemlich daneben, da die Autorin viele falsche Fährten legt und die Auflösung wirklich nur schrittweise vorankommt, mit etlichen Überraschungen und weiteren Morden bis zum Ende hin. Alle wichtigen Figuren werden bis in die Tiefen ihrer Psyche ausgelotet, so dass sich ihre Beweggründe von selbst erklären.

Das Besondere an dem neuen Thriller ist jedoch der persönliche Bezug von Val McDermid zu dem hier verwendeten Stoff. Ihre beiden Großväter waren Bergarbeiter in East Wemyss und sie verbrachte in ihrer Kindheit viel Zeit dort, weshalb ihr wohl auch der verlorene Streik von 1984 noch sehr gegenwärtig ist. Wahrscheinlich ist es ihr aufgrund ihrer eigenen Herkunft so gut gelungen, die Nöte und Bedürfnisse der Bergarbeiterfamilien sehr plastisch und nachvollziehbar darzustellen. Die Autorin nimmt hierbei kein Blatt vor den Mund und auch die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher wird heftig kritisiert.

Fazit:

Insgesamt gesehen handelt es sich bei "Nacht unter Tag" um einen Thriller, der spannende Unterhaltung, psychologisch ausgefeilte Figuren und viele interessante Informationen rund um das Bergarbeitermilieu zu bieten hat. Schön, dass im Spannungsgenre noch Bücher erscheinen, die auch ohne viel Blutvergießen und reißerische Schockelemente so fesselnd und wendungsreich sind! Absolut empfehlenswert!!
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am 16. August 2011
"Nacht unter Tag" spielt auf zwei Zeitebenen, die im steten Wechsel erzählt werden. Während die Ereignisse, auf denen der Kriminalroman basiert, in den Jahren 1984 und 1985 stattfinden, erfolgt eine Neuaufnahme der Ermittlungen zu den damaligen Fällen im Sommer 2007. Um dem Hörer die Einordnung der Geschehnisse zu erleichtern, werden die genauen Orts- und Zeitangaben von einem männlichen Sprecher vorgetragen. Die restliche Handlung wird von Andrea Sawatzki gelesen, die es wunderbar versteht, den zahlreich auftretenden Personen eine passende Stimme zu verleihen. Eine wirklich gute Wahl! Denn gerade in dem hier vorliegenden Hörbuch ist eine klare Abgrenzung unbedingt vonnöten, da Val McDermid bei der Auswahl der Figuren nicht gerade kleinlich war. Und so sollte der Hörer besonders aufmerksam lauschen, um die Beweggründe der agierenden Personen und die um sie rankenden Ereignisse vollständig durchblicken zu können.

Neben dem geschickt konstruierten und mit vielen Handlungen angereicherten Plot überzeugt die schottische Schriftstellerin Val McDermid mit gut platzierten Wendungen und einer Menge an falschen Spuren, die eine durchgängige Spannung gewährleisten. Lediglich einige der Figuren sind etwas platt und klischeehaft geraten, was allerdings bei der Vielzahl der beteiligten Personen kein Wunder ist. Und so erlebt der Hörer mit "Nacht unter Tag" einen atmosphärisch dichten Krimi, der neben gesellschaftskritischen Aspekten auch auf historische Schauplätze zurückgreift und kurzweilig zu unterhalten weiß.

Fazit:
Ein wirklich hörenswerter Krimi, der vor allem für aufmerksame Krimiliebhaber bestens geeignet ist.
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am 8. Juni 2009
Ich habe mir den Thriller auf Empfehlung gekauft und war auch von Anfang an sehr angetan. Aufbau und Erzählfluss haben mir zugesagt, dies blieb so bis ca. 3/4 des Buches. Zum Schluss hin fand ich die Handlung jedoch arg konstruiert und absolut unnötig überfrachtet. Insbesondere die Person des Adam bwz. Gabriel erschien mir sehr unglaubwürdig. Weniger Theatralik zum Ende hin hätte mir besser zugesagt, so jedoch war ich am Schluss ziemlich enttäuscht, dass der insgesmt gute Roman so geendet hat.
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am 30. März 2009
Der Schottin Val McDermid gelingt mit "Nacht unter Tag" ein ganz besonderer Thriller. Sie baut ihre Geschichte fast wie eine Biografie auf und springt nicht nur gewand zwischen den beiden Parallelhandlungen hin und her, sondern nutzt auch jede Menge Rückblenden, um den Fall noch packender zu gestalten. Ihre Technik erinnert damit an die erfolgreiche TV-Serie "Cold Case", die filmisch ganz ähnliche Mittel einsetzt. Besonders gut stellt McDermid den verzweifelten Kampf der schottischen Bergarbeiterfamilien gegen die damaligen Zechenschließungen dar - vielleicht auch, weil sie durch ihre eigene Familie einen ganz persönlichen Bezug zu diesem Thema hat. Dabei kritisiert sie noch heute den harten Umgang der Polizei und der "Iron Lady" Margret Thatcher mit den Streikenden.

Eingebettet in wunderschöne Landschaftsbeschreibungen, wie wir sie schon aus ihrem Roman "Das Moor des Vergessens" kennen, wird "Nacht unter Tag" durch die spannende und ungewöhnliche Inszenierung der Story, durch viele Informationen über die größte Streikbewegung der englischen Nachkriegsgeschichte, durch starke Frauenfiguren und sympathische Ermittler zu einem echten Pageturner.
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am 24. Oktober 2010
Ich habe den Bücherschrank daheim voll von McDermids Toni Hill Romanen. McDermid schreibt in der Regel extrem fesselnd. Auch erinnert mich Nacht unter Tag ein wenig an McDermids "Ein Ort für die Ewigkeit", den ich allerdings in sehr guter Erinnerung habe. Dieser vorliegende Roman allerdings kann mich nicht wirklich überzeugen. Zu unglaubwürdig die stereotypen Charaktere, zu wenig nachvollziehbar die Handlungen dieser Geschichte, die nichtsdestotrotz geschickt zwischen den Zeiten springt und ihren Ursprung in den 80er Jahren hat. Immer wieder wird der Leser in diese Zeit zurückkatapultiert, um die Hintergründe zu verstehen oder der spannenden Handlung der damaligen Zeit zu folgen. Dabei erfährt man viel über den Bergarbeiterstreik der damaligen Zeit und die Zerissenheit der Kumpel zwischen den Zielen und der Loyalität zur Gewerkschaft und der schlichten Tatsache, ihre Familien nicht mehr ernähren zu können.

Damals verschwand Mick Prentice, ein eigentlich treuer Gewerkschafter über Nacht mit einer Gruppe Streikbrecher zur Zeit der Minenstreiks in den 80ern. Damals Grund genug, ihn und seine Familie zu verdammen und aus der Dorfgemeinschaft auszuschließen. Zeitgleich verschwand auch sein damaliger bester Freund, ebenfalls ein Gewerkschafter. Nun sucht seien Tochter Klarheit und meldet ihn nach 25 Jahren als vermisst. Ein Fall für Detective Inspector Karen Pirie vom Dezernat für alte Fälle.

Parallel bekommt sie einen anderen neuen Fall. Sir Brodie, der reichste Mann Schottlands hat vor etwa 25 Jahren seine Tochter bei einer Entführung verloren, jetzt sind neue Indizien aufgetaucht...

Der geneigte Leser braucht hier nicht lange zu grübeln...sollten die Fälle tatsächlich zusammenhängen?

Was zwar vorhersehbar, aber gut geschrieben beginnt, nimmt im Laufe der Geschichte durch haarsträubende Wendungen und unglaubwürdige Charaktere an Dynamik ab um dann in einem spannungsreien Ende die paralellen Handlungstränge in einem Abschiedsbrief aufzulösen.

Wenn Toni Hill mit an Bord ist, darf es auch gerne wieder ein McDermid sein. Bis dahin glaube ich, für sein Geld woanders unterhaltsamere und spannendere Lektüre zu bekommen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 22. Februar 2010
Val McDermid ist mit diesem Titel wieder zu ihren alten Tugenden zurückgekehrt, dies ist ein Roman, mit dem sie ihre Leserschaft wieder überzeugt! Einige Personen kennt man aus früheren Romanen (Detective Karen Pirie von der Polizei, auch Ex-Inspektor Lawson - jetzt im Knast), und natürlich sind wir auch diesmal wieder in Schottland unterwegs. McDermid führt uns in die frühen 80er Jahre zurück, die Thatcher-Zeit, in der England von wilden Bergarbeiterstreiks erschüttert wurde und der Kampf zwischen Thatcher (Downing Street) und Arthur Scargill (Gewerkschaft) bis aufs BLut geführt wurde. Auf dem Rücken der Bergleute, versteht sich.

Wer jetzt fürchtet, daß es sich hier um ein langweiliges, mit Politik verseuchtes Buch handelt, sei beruhigt - der Streik der Bergleute bildet den faszinierenden Hintergrund für die Geschichte. Besser, für die zwei Geschichten, um die es in diesem Roman geht: Der vor 20 Jahren verschwundener Bergmann Mick Prentice, von dem seine Frau und seine Kumpels annehmen, er habe sich den Streikbrechern angeschlossen. Und die vor 20 Jahren entführte Baulöwentochter Catriona samt Baby. Beide Fälle wurden nie gelöst. Karen Pirie soll v. a. Brodie Grant unterstützen, der sich in den Kopf gesetzt hat, jetzt endlich herausfinden zu können, was damals wirklich passiert ist, denn eine sog. "investigative Journalistin" hat in Italien neue Beweise gefunden. Dabei spielen eine verfallene Villa, ein Plakat, eine Gruppe herumreisender Hippies und ein ziemlich talentierter Maler eine Rolle. Karens Herz aber hängt an dem Fall des verschwundenen Bergmanns Mick Prentice - sehr zum Mißfallen ihres Chefs...

Der Roman springt zwischen den Zeitebenen (80er Jahre und Jetztzeit), zwischen den Ländern (Schottland und Italien), zwischen den Klassen (einfache Bergleute und Baulöwe Brody Grant). Packend, fesselnd und kaum aus der Hand zu legen. Leider, leider ist der Schluß (mal wieder!) ziemlich öde, irgendwie kriegt McDermid da nur selten den rechten Dreh hin. Auch hier überzeugen die Auflösung und das etwas abrupte Ende überhaupt nicht. Bis dahin aber fühlt man sich blendend unterhalten.
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am 3. Dezember 2014
Der Anfang liefert eine weitgehend gelungene Studie der Protagonisten, die Zeitsprünge liefern Spannung und Aufklärung; schließlich plätschert die Geschichte über 400 Seiten dahin. Wer allerdings meint, er solle verwirrt werden liegt richtig, nach knapp 100 Seiten hat man das Hauptproblem gelöst; die Inspektorin braucht dazu 300 Seiten mehr.
Wirklich ärgerlich ist das Ende. Anscheinend war es McDermid anfangs zu zahm, jetzt legt sie los. Sex and crime, und schnell noch zwei weitere Leichen. Der dramaturgische Bruch könnte nicht größer sein, insbesondere, da die Geschichte das überhaupt nicht verlangt, ihr sogar schadet.
Fazit: schwach gestartet und danach stark nachgelassen.
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am 19. Dezember 2015
„Nacht unter Tag“ ist ein Kriminalroman von Val McDermid.
Mick Prentice ist weg. Der Bergarbeiter verschwand während des großen Streiks in den 1980er Jahren, doch erst mehr als 20 Jahre später wird er von seiner Tochter als vermisst gemeldet. Der Grund: Misha Prentices kleiner Junge ist schwer krank. Nur die Knochenmarkspende eines nahen Verwandten könnte sein Leben retten.
Karen Pirie und Phil Parhatka von der Abteilung für Altverbrechen ermitteln in dem eigenartigen Vermisstenfall und kümmern sich parallel dazu um eine Entführung, die ebenfalls zig Jahre zurückliegt. Damals wurde die Tochter und der Enkel eines steinreichen Industriellen gekidnappt, und bei der Geldübergabe verlor die Frau ihr Leben. Seitdem fehlt vom Lösegeld und dem Enkel, der damals noch ein Baby war, jede Spur.
„Nacht unter Tag“ ist ein Krimi, wie ihn die Fans von Val McDermid lieben. Vielschichtig, geistreich, spannend und immer mit einem Schuss schottischen Lokalpatriotismus. Die beiden Handlungsstränge laufen zunächst nebeneinander und sind klar voneinander abgegrenzt. So fällt es nicht schwer, allem zu folgen und den Überblick über die Personen zu behalten. Die Autorin arbeitet zudem die Charaktere ihrer beiden Hauptermittler deutlich heraus. Karen Pirie ist eine sympathische Frau mit kleinen Schönheitsfehlern, die sich nicht scheut, ihrem unfähigen Chef die Meinung zu geigen. Phil Parhatka ist fleißig, intelligent und humorvoll und hat kein Problem, mit einer Frau als Chefin zu arbeiten. Gegen Ende des Buches zeigt sich, dass sie auch privat ein gutes Paar abgeben.
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am 16. März 2010
Die zweite Chance, die ich persönlich einem McDermid-Roman (nach Tödliche Worte") gegeben habe, nachdem ich durch eine WDR5-Rezension darauf aufmerksam gemacht worden war.
Das Buch zeigt auch einen vielversprechenden Plot, anfangs spannende Verschachtelungen von Zeit- und Ortsebenen mit der Möglichkeit interessanter Einsichten in die Vorgänge um die Bergarbeiter-Streiks in Nordengland Anfang der 1980er Jahre. All die guten Möglichkeiten verschenkt McDermid, indem sie ihre Protagonisten seltsam farblos und stereotyp darstellt und agieren lässt. Sie verleiht ihnen kaum Entwicklung. Dick aufgetragene Indizien, eigentlich ein Zeichen für falsche Spuren, entpuppen sich als echt (mit dem entsprechenden Gähn-Effekt). Ein einziger Protagonist, der erwartungsgemäß "überraschend" auftaucht, agiert unvorhergesehen, aber absolut nicht nachvollziehbar, psychologisch völlig stümperhaft beschrieben. Die Schilderung der Vorgänge um den Arbeitskampf bleiben in Klischees stecken (besonders schade, denn die müsste McDermid doch unmittelbar miterlebt haben).
Der Gipfel der niveaulosen Zumutung: die zum Teil chaotisch auseinander driftenden Erzählstränge werden nicht meisterlich zusammengeführt, sondern ihre Zusammenhänge vor dem letzten Fünftel des Romans in einem Abschiedsbrief eines Protagonisten erklärt. Da hat die Autorin wohl selbst keine Lust mehr gehabt, die Teile elegant und spannend zu verbinden. Für mich als Fan guter Krimis, der ich für dieses Buch knapp 20 Euro gezahlt habe (aber auch die Hälfte wäre zu viel für eine Story, die bestenfalls vom ersten Drittel lebt), äußerst ärgerlich.
Ich werde zukünftig einen Bogen um Bücher dieser Autorin machen.
Und ich frage mich, ob die WDR5-Rezensentin den Roman bis zum Schluss gelesen hat.
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am 29. Mai 2012
Bei diesem "Krimi" - besser gesagt - "Familienzusammenführung"gg, bin ich einige Male eingeschlafen - gut dass ich nicht im Auto zugehört habe!gg
Die Geschichte ist so vielschichtig, daß man sich wundert, dass man in einem Buch so viel unterbringen kann. Ohne eine gewisse Konzentration verliert man den Faden, denn: todkrankes Kind, verschwundener Vater, einige Leichen, böser,böser Daddy, exzentrische Tochter, fragwürdiger Schwiegersohn, verschwundenes Enkelkind, einige Künstler - Puppenspieler, Maler usw. Spielend in der Toskana und verschiedenen Orten in Schottland. Man ist immer auf der "Achse". Und die schottischen Namen der Protagonisten machen das Zuhören auch nicht leichter.
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