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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie angekettet durch die Seiten gezerrt......
Nunja, wer actiongeladenes Spannungsallerlei sucht, der wird sicherlich nur auf den letzten Seiten von "Die Rache" seine Befriedigung finden.
Wer jedoch einen Psychothriller mit Qualität sucht, der wird mit und in diesem Buch fündig werden!

Katzenbach schaffte es, mich als Leser von der ersten Seite an in die Story zu zerren. Die dargebotene...
Veröffentlicht am 23. Juni 2009 von o_ton

versus
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen sehr enttäuschend
ich habe von john katzenbach schon "das opfer" gelesen und hatte daher bestimmte ansprüche an dieses buch.
"das opfer" ist spannend , einfallsreich und interessant. all diese wichtgen punkte fehlen in "die rache": es ist einseitig, langweilig und an manchen stellen hat man das gefühl, dass garnichts mehr passiert. das buch bleibt einfach in seinem verlauf...
Veröffentlicht am 26. Juli 2010 von Diana


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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie angekettet durch die Seiten gezerrt......, 23. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Rache: Psychothriller (Taschenbuch)
Nunja, wer actiongeladenes Spannungsallerlei sucht, der wird sicherlich nur auf den letzten Seiten von "Die Rache" seine Befriedigung finden.
Wer jedoch einen Psychothriller mit Qualität sucht, der wird mit und in diesem Buch fündig werden!

Katzenbach schaffte es, mich als Leser von der ersten Seite an in die Story zu zerren. Die dargebotene Atmosphäre, die dunkle, bedrückende Hoffnungslosigkeit, die Ängste der Familie Richards.......alles wirkt stimmig und gekonnt.
Katzenbachs Schreibstil ist einfach aber ebenfalls gekonnt. Und so kommt es, dass die detaillierte Gefühlswelt der Protagonisten, so eindringlich und hautnah beschrieben, nicht mehr, wie bei so vielen Möchtegern-Thrillern, überladen und überflüssig wirkt, sondern geradezu wie ein fester Bestandteil dieses Buch einfach nur grandios "herüberkommt".
Der Autor hat sich sehr viel Zeit dafür genommen, die Dämonen (der Vergangenheit), mit denen alle Protagonisten kämpfen, genau zu beschreiben und damit das "Psycho" vor dem Thriller gerechtfertigt erscheinen zu lassen.
Die Charaktere wirken dadurch scharf gezeichnet.

Fazit: Ich habe das Buch in kürzester Zeit durchgelesen und war begeistert. "Die Rache" ist fesselnd, düster und kompromisslos. Die Charaktere kommen realistisch, einfach grandios an den Leser.
Das Buch ist ein Muss, wenn man einen guten und spannenden Psychothriller sucht und sich nicht daran stört, dass viele Passagen sich eben nicht mit wilden Schießereien und Verfolgungsjagden, sondern mit atmosphärisch dichten Charakterdarstellungen beschäftigen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen sehr enttäuschend, 26. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Rache: Psychothriller (Taschenbuch)
ich habe von john katzenbach schon "das opfer" gelesen und hatte daher bestimmte ansprüche an dieses buch.
"das opfer" ist spannend , einfallsreich und interessant. all diese wichtgen punkte fehlen in "die rache": es ist einseitig, langweilig und an manchen stellen hat man das gefühl, dass garnichts mehr passiert. das buch bleibt einfach in seinem verlauf hängen und "plätschert" vor sich hin. unwichtige, uninteresante dinge werden erzählt und man will eigendlich garnicht mehr weiterlesen, weil man keine lust auf diese langweilige geschichte hat.
ich bin selbst ein mensch, der immer den willen besitzt ein buch fertig zu lesen, weil ich unbedingt wissen möchte, wie es ausgeht, doch das kann ich bei diesem exemplar nicht behaupten. es reizt kein bisschen zu erfahren, wie die geschichte weiterverläuft und das fand ich sehr enttäuschend!
fazit: langweilig, nervig, enttäuschend -> nicht zu empfehlen !!!
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Taugt nicht viel!, 18. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Rache: Psychothriller (Taschenbuch)
Katzenbach war hier wohl am Anfang seiner Karriere und als Jahrgang 50 vielleicht motiviert, etwas aus der eigenen Jugend im Amerika von 1968 aufzuarbeiten. Leider kommt da aber nicht viel dabei heraus.
Der Beginn der Story scheint noch einigermaßen viel versprechend: frühere "Möchtegern-Revolutionäre" sind im Bürgertum gelandet und haben sich darin häuslich eingerichtet, - bis ihre Vergangenheit sie einholt. Bei Katzenbach spielen immer ganz schlimme Bösewichte mit armen unschuldigen Menschen ihr böses Spiel: hier ist es eine grausame, kaltherzige, rachsüchtige Hexe aus alten Revoluzzertagen, die Großvater und Enkel aus der Mitte der Familie reißt, entführt und damit ihre Mitstreiter von einst erpresst und piesackt.
Nachdem der Leser kämpferischen Reminiszenzen aus dem US-Soldatenleben des Großvaters ausgesetzt wurde und auch der kleine Junge, der mal so etwas wie ein Autist war, sich hin zu einem kleinen Krieger mit soldatischen Ehrbegriffen entwickelt hat, ahnt man für den Schluss nicht mehr viel Gutes. Natürlich wünscht man sich, dass die Familie sich wehrt und zurück schlägt, aber doch nicht im wahrsten und plumpsten Sinne des Wortes, sondern mit Klugheit und Raffinesse. Aber nichts da: Muttern geht Waffen im Sportladen kaufen und der Schluss geht im Kugelhagel unter. Plötzlich spielt es da keine Rolle mehr, dass man die Polizei, die man ja wegen der eigenen dubiosen Vergangenheit so fürchtete, bei diesem Schlachtfeld gewiss nicht mehr außen vor lassen kann. Aber bevor es dazu kommt, ist die Geschichte zum Glück für alle zu Ende. Diese Unlogik raubt einem dann noch den letzten Nerv, und Katzenbach bleibt für dieses "Werk" auf seinem einen Stern hocken.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bisher mein bester Katzenbach!, 7. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Rache: Psychothriller (Taschenbuch)
Entgegen der zahlreichen Unkenrufe meiner Vorredner kann ich mich den guten Rezensionen zu diesem Buch nur anschließen. Auch ich habe bereits die hier viel gelobte "Anstalt" gelesen, konnte dabei aber den Pageturner nicht so recht ausmachen, obwohl mir das Buch gut gefallen hat. Anders war es mit "Die Rache". Ein Roman bei dem sich rasant Spannung aufbaute (auch wenn mir die Entführung am Anfang ein bisschen schnell ging) und das ich kaum noch aus der Hand legen wollte.

- Jetzt vorsicht! SPOILER! -

Mit Olivia hat Katzenbach eine Gegenspielerin geschaffen, die man vom ersten Moment an zutiefst verabscheut und ihr einen langen qualvollen Tod wünscht - schade, dass es am Schluss dann doch etwas schnell ging. Die Familie befreit sich aus eigener Kraft aus der Opferrolle und schlägt zurück. Gut, so was nennt man Selbstjustiz, ist aber spannender, als die Familie zur Polizei, FBI oder CIA rennen zu lassen und den Handlungsstrang an Inspector Dingsbums oder Special Agent XY abzugeben und das Buch damit wieder dem Mainstream zu überlassen. Gestört hat mich nur, dass der Schluss doch noch recht viele Fragen offen lies, z.B. wie es mit der Familie weitergeht, ob Duncan und Megan ins Gefängnis müssen, was passiert mit den Kindern usw. Dafür zieh ich dem Herrn Katzenbach einen Stern ab.

- Spoilergefahr vorrüber -

Ich kann mich dem Vorwurf, das Buch sei zu langsam, zu langweilig nicht anschließen. In einem Psychothriller geht es nun mal nicht nur um Gehetze wie in Illiminati und um viel "Bumbum", es geht um Manipulation der Opfer und um den Kampf mit den - oft widersprüchlichen - Gefühlen der Protagonisten. Darin liegt die Spannung! Dass dazu auch ruhige Passagen gehören ist ja wohl klar. Wer 500 Seiten lang nur damit beschäftigt ist, wie in "Transporter" von einem Ziel zum anderen zu hetzen, der hat keine Gelegenheit sich über Psyche und Manipulation gedanken zu machen. Das nennt man dann einen Action-Thriller!
Zudem ist manchen wohl entgangen, dass "Die Rache" 1989 und "Die Anstalt" 2004 geschrieben wurden. Dass sich der Schreibstil von Katzenbach in 15 Jahren verändert ist ja wohl klar. Stephen King hat 1977 auch anders geschrieben als 2008!

Ich für meinen Teil kann das Buch nur empfehlen, weil es den Leser durchgehend fesselt und gut unterhält, das hat der Katzenbach einfach drauf!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Maßlos enttäuscht, 22. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Rache: Psychothriller (Taschenbuch)
Mein erstes Katzenbach Buch war wirklich eine maßlose Enttäuschung. Viel habe ich schon von ihm gehört und dachte mir jetzt wird es ja mal Zeit. Vielleicht war es einfach auch nur ein schlechter Zeitpunkt für ihn: Habe ich doch gerade alle Fitzek Bücher und davor die Stig Larsson Bücher gelesen. Zwischendurch auch noch David Ellis, der mir auch sehr gut gefällt. Katzenbach kommt mit diesem Buch an keines heran.
Ich habe mich wirklich zwischendurch durch die Zeilen kämpfen müssen. Das Ende war besonders angstrengend. Bei manchen Szenen habe ich mich gefragt, ob Katzenbach das alles Ernst meint. Oder ob es eine versteckte Anklage der Gewaltbereitschaft der Amerikaner sein soll. Andererseits wäre es ja dann wieder zu offensichtlich.
Der Roman ist sehr unglaubwürdig. Am meisten hat mich das Ende gestört. Das Ausbleiben der Konsequenzen bzw. das Beschreiben derer. Beim dem Gewaltakt zum Schluss konnte man ganze Zeilen überspringen weil man eh schon wusste wie es weitergeht.

Ich werde Katzenbach noch eine Chance geben. Ich hoffe mal, dass ich diesmal mehr Glück habe. Dieser Roman war sein Geld nicht wert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ärgerlich!, 13. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Rache: Psychothriller (Taschenbuch)
Nachdem ich das Buch "Der Patient" gar nicht mehr aus der Hand legen konnte, wollte ich unbedingt weitere Bücher von John Katzenbach lesen. Das könnte sich direkt mit dem zweiten Buch aber auch schon wieder erledigt haben.
'Die Rache' ist zwar wieder streckenweise sehr spannend geschrieben, aber leider vollkommen unlogisch und an den Haaren herbeigezogen und z.T. auch immens kitschig. Viele Seiten habe ich einfach nur überflogen.
Vor allem der Schluss mit der Schießerei ist unerträglich!! Das Buch hört ohne Auflösung abrupt auf. Eine Auflösung wäre nach diesem absurden 'Ende' aber auch gar nicht möglich.
Ach, ich ärgere mich, dass ich dieses Buch gekauft habe!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schwach, schwach, schwach..., 27. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Rache: Psychothriller (Taschenbuch)
Die Rache - das ich nicht lache. Von wirklicher Spannung finde ich nichts, noch von raffinierten Wendungen des Handlungsverlaufes. Der totale Blödsinn, aber mal wieder typisch amerikanisch, finde ich den Griff zur Waffe und die wilde Schiesserei am Ende. Ein Ehepaar, dass nach 18 Jahren Waffen kauft und ohne sich mit den Waffen überhaupt vertraut zu machen, sofort im Morgengrauen einen Angriff auf ein mit Profi-Gangstern besetztes Haus wagt, die Gangster killt und die Teenage -Töchter verpassen der Obergangsterbraut den finalen Schuss, das ist einfach lächerlich, aber zeigt wieder mal, daß der Author noch nie richtigen Umgang mit Handfeuerwaffen hatte. Nee, das lese ich lieber Vince Flynn, da weiß man, was man hat...
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Katzenbach raubt uns den Atem!, 27. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Rache: Psychothriller (Taschenbuch)
"Die Rache" - ein Buch über Familie Richards, welche sich in ihrer Vorstadt-Idylle wohl fühlt und ein ganz normales Leben führt. Doch plötzlich wird diese Idylle gestört, der Junge der Richards, Tommy, wird zusammen mit seinem Großvater entführt. Die Kidnapperin ist Olivia Barrow, eine ehemalige Bekannte der Richards. Wegen eines Vorfalls, welcher sich 1968 ereignete, will sie an Duncan und Megan Rache nehmen und hat den Jungen so wie dessen Großvater als Druckmittel.
Das Buch ist übersichtlich gestaltet. Von Anfang an lernen wir alle Hauptpersonen kennen und bekommen einen Einblick in ihr Leben. Auch wird der Grund der Entführung uns schon zu Anfang des Buches erklärt. So mit wissen wir von Afangd an die Gründe dessen und müssen nur noch lesen, lesen, lesen. Und das geht gut, Katzenbach schreibt flüssig und ohne Punkt und Komma. Er lässt uns nicht zur Ruhe kommen, es geht Schlag auf Schlag. Wir stehen sofort mitten drinne im Geschehen und können gar nicht anders, als mit den Protagonisten mitzufühlen.
Für mich ist an keinem einzigen Punkt Langeweile aufgekommen. Es war alles gut zu verstehen und es wurde immer wieder Spannung aufgebaut. Das Ende kam sehr schnell, aber das passte ja zum Rest des Buches. Alles lief wie ein Film ab und man traute sich nicht, es wegzulegen.
Warum aber nur 4 Sterne? Weil ich finde, dass Katzenbach zu aprubt die Geschichte beendet hat. Die "Erlösung" kam genauso schnell wie das Unheil gekommen ist, dennnoch lässt uns Katzenbach mit zu vielen Fragen zurück, zu viele Dinge bleiben offen und im Raum stehen, die aber für die Geschichte von Bedeutung sind.
Das hat mich, im Gegensatz zum Rest des Buches, leider enttäuscht. Man wollte einfach weiterlesen, aber plötzlich war Schluss und man steht da, ohne eine Auflösung oder Ähnliches.

Ansonsten - typisch Katzenbach!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen solider Thriller, der aber nicht 100% überzeugt, 7. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Rache: Psychothriller (Taschenbuch)
Rasanter Einstieg ins Buch, welchen jeden Leser in den Bann zieht. Es geht sehr spannend und unverblümt, ohne jeden unnötigen Schnörkel zur Sache. Das hat mich sehr angesprochen. Die Protagonisten sind gut gelungen.
Der Ablauf der Handlung ist sehr stimmig und überraschend. Allerdings überzeugt mich die Vorgehensweise und auch die Denkweisen mancher Protagonisten zeitweise nicht. Sie scheinen mir zu unlogisch, welchen dem Buch, einen faden Beigeschmack mitgeben.
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3.0 von 5 Sternen Sehr emotionaler Thriller mit problematischer Message, 17. September 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Rache: Psychothriller (Taschenbuch)
Beschaulich und idyllisch beginnt "Die Rache" (1989), einer der früheren Katzenbach-Romane - doch die Fassade der gut bürgerlichen, typisch mittelständischen Familie Richards beginnt schon bald zu bröckeln...
Nach der Entführung von Sohn Tommy und dessen Großvater brodeln die verschiedensten Emotionen vor sich hin: Unruhe und Sorge um die beiden. Verzweiflung. Schuldgefühle bei den Eltern Duncan und Megan über ihr Fehlverhalten beim Banküberfall vor 18 Jahren, bei dem sie die jetzigen Entführer, allen voran Olivia, im Stich ließen. Hoffnungslosigkeit und Resignation, da alle Forderungen, die sie Olivia erfüllen, nicht das Geringste bewirken. Angst, Wut, Hass. Jede dieser Gefühlslagen versteht Katzenbach sehr gut und realistisch zu beschreiben und in Szene zu setzen. Ein Emotionsgemisch, dass sich schließlich zu einer gewaltigen Explosion entlädt: Als Megan den Unterschlupf der Entführer ausmacht, entscheidet sich die Familie ihrerseits zu einer Befreiungsaktion, zu einem Racheakt.
Und genau hier kommt der Punkt, an dem der Thriller problematisch wird. Mag die Familie auch noch so verzweifelt gewesen sein, sich schwere Waffen besorgt und die Entführer unter Beschuss genommen haben, so hätte diese Selbstjustiz zumindest vom Autor problematisiert werden müssen. Sonst meist ein Fan von einem offenen Ende, hätte ich mir hier dann doch noch gewünscht, dass die Folgen dieser Tat und auch des erneuten Banküberfalls von Duncan noch näher beleuchtet werden. So wirkt das Happy End sehr plump (auch das etwas übertriebene Glück - in den entscheidenden Situationen ist natürlich immer Olivias Magazin leer... - trägt dazu bei) und man wird in dem Glauben zurückgelassen, "Auge um Auge, Zahn um Zahn" sei die Lösung aller Probleme. An ein Einschalten der Polizei, vor allem nach dem Auffinden des Unterschlupfs wird nicht im leisesten Sinne gedacht. Die Zwillinge, beide noch Teenager und fast ihr ganzes Leben noch vor sich, werden mal mir nichts dir nichts miteinbezogen und mit Pumpguns ausgerüstet, die diese gezwungenermaßen zuletzt benutzen müssen, um die heranstürmende Olivia unter Beschuss zu nehmen und zu töten. Absolut verantwortungslos von den Eltern. Hier im Übrigen seitens des Autors die einzige Andeutung möglicher Konsequenzen sowohl strafrechtlicher als auch psychischer Art:

"Es war auf einmal vollkommen windstill über dem frostigen Feld, als zwei gewaltige Explosionen über den Acker hallten und die Tür zur kindlichen Vergangenheit der Mädchen, zu den unschuldigen Träumen der Jugend für immer verschlossen." (S.502/503)

Ansonsten hat mir "Die Rache" sehr gut gefallen. Flüssig geschrieben, sprachlich einfach und doch ansprechend. Ein Thriller, der ohne viel Action (bis auf den Schluss) und ohne eine vielschichtige Handlung auskommt, sondern sich durch Emotionen, eine bedrohliche, verzweifelte Stimmung sowie psychologisch fein gezeichnete und meist sehr authentisch wirkende Charaktere (lediglich die Zwillinge und Tommy verhalten sich nicht immer ihrem Alter gemäß) auszeichnet. Im Übrigen ist auch die Sicht der sehr gut charakterisierten Entführer, v.a. Olivia, recht interessant und nachvollziehbar.
Nachdem das "Warum?" schon zu Beginn des Romans mit Hilfe eines Rückblicks in die Vergangenheit 1968 geklärt wird, steht der Leser aus Sicht der Familie immer wieder vor der Frage: Wie hätte ich in dieser enormen Stresssituation gehandelt? Hätte ich der psychischen Belastung standgehalten? Hätte es denn nicht eine bessere Alternative gegeben? Außerdem mahnt Katzenbach mit erhobenem Zeigefinger, dass man begangenen (schweren) Fehlern in der Vergangenheit nicht einfach aus dem Weg gehen kann, sich nicht vor ihnen in die Normalität flüchten kann.

Fazit: Ein nachdenklich stimmender, im Großen und Ganzen guter Thriller mit einigen Schwächen und teils verschenktem Potenzial. Schade!
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Die Rache (Hörbestseller)
Die Rache (Hörbestseller) von John Katzenbach (Audio CD - 4. August 2010)
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