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74 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwere aber beeindruckende Kost!
Im letzten Jahr hat mich die britische Autorin Rachel Joyce mit ihrem emotionalen Debüt "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" zu Tränen gerührt. Also war für mich sofort klar, dass ich auch ihren zweiten Roman lesen werde.

Erzählt wird die ungewöhnlich betitelte Geschichte in zwei Zeitebenen und beginnt im Sommer 1972...
Vor 5 Monaten von Lena G. veröffentlicht

versus
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lange Sekunden
1972 wurden der Zeit zwei Sekunden hinzugefügt. Diese zwei Sekunden werden Byron zum Verhängnis. In diesem schicksalhaften Augenblick entscheidet sich sein ganzes Leben, als seine Mutter ein kleines Mädchen überfährt, was aber nur Byron bemerkt.

Die Geschichte ist in zwei Erzählstränge unterteilt. Auf der einen Seite...
Vor 2 Monaten von NiWa veröffentlicht


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Leben kann in zwei Sekunden scheitern, 3. März 2014
Von 
SA.M.T - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Byron Hemmings hat ein Problem: Seit ihm sein Freund James erzählt hat, dass dem Jahr zwei Sekunden hinzugefügt werden sollen, beobachtet er ohne Unterbrechung die Zeit. Just in dem Moment, als er im mit seiner Mutter und seiner Schwester im Jaguar unterwegs ist, passiert es. Der Sekundenzeiger springt nach vorne. In Panik hält er seiner Mutter die Uhr unter die Nase und exakt in diesem Moment, als die beiden Sekunden der Zeit hinzugefügt wurden, passiert der schreckliche Unfall. Von dem Moment an, ist in Byrons Leben nichts mehr wie es war. Zunächst ist da die Schuld, die seine Mutter aufgeladen hat, ohne wirklich etwas vom Unfall mitbekommen zu haben. Dann ist da noch sein Freund, der ihn dazu drängt, tätig zu werden. Und als die Dinge schließlich ins Rollen geraten, verlaufen sie gänzlich anders als Byron sich das gewünscht hätte. Was am Ende bleibt, ist ein tragischer Todesfall und der Verdacht, dass er - Byron - solche Situationen magisch anzieht.
Rachel Joyce zweites Buch ist meiner Meinung nach sehr viel spannender als die Geschichte von Harold Frys Wanderung. Es bleibt permanent das mulmige Gefühl aufrecht, dass da noch sehr viel Schlimmeres folgt und bis zuletzt ist auch nicht klar, was genau das sein könnte.
Die Geschichte ist sehr malerisch und lebendig geschrieben, sie geht spürbar unter die Haut. Für mich das bessere Buch von Rachel Joyce.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen anders als der vorgänger----aber trotzdem sehr intensiv und schön, 3. Februar 2014
Dieses Buch ist anders als der Vorgänger. Und doch unverkennbar die Handschrift der Autorin, die es wirklich versteht, mit Worten nicht nur umzugehen, sondern auch Bilder und Stimmungen hervorzurufen. Sie erschafft nicht nur Welten, sie zeigt sie ihrem Leser auch. Und das gekonnt virtuos.
Unterteilt ist dieser Roman in drei große Kapitel und erzählt wird in zwei Erzählsträngen. Aber immer so, dass der Leser mitkommt und nicht auf der Strecke bleibt. Ein Erzählstrang spielt im Jahr 1972 und der zweite in der Jetztzeit.
Ein zutiefst anrührendes und nachdenklich stimmendes Buch über einen elfjährigen Jungen, dessen Leben innerhalb eines Sommers vollständig umgekrempelt wird. Byron und sein Freund James stammen beide aus sogenannten besseren Familien, gehen auf eine private Schule und wachsen wohlbehütet auf. Der Autorin gelingt es, ein sehr subtiles und eindrucksvolles Bild zu zeichnen, nicht nur von der Zeit und dem England um diese Zeit. Nein, sie geht viel tiefer beim Vorstellen ihrer Figuren. Byron und Luci, seine Schwester, sowie Diana, ihre Mutter und Seymour, der Vater, der kaum auftaucht, aber dennoch eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt. Manches wirkt bisweilen sehr klischeehaft, doch es ist Realität. Und so kann es auch heute noch sein.
Dann sind da noch James und seine Familie, die immer wieder einmal auftauchen. Und dann sind da noch die kleine Jeanie und ihre Mutter. Die beiden kommen aus den sogenannten ärmeren Kreisen und können auch nicht in einem großen Haus wohnen wie Diana. Beide werden durch ungewöhnliche Umstände so etwas wie Freundinnen. Und doch wird dem Leser klar, dass alles nicht wirklich ist, denn Diana ist nicht diejenige, die sie auf den ersten Blick zu sein scheint. Möglicherweise sind aber auch die Unterschiede zu groß. Es gibt viele Fragen und Probleme, die dieses Buch aufwirft und die Autorin beantwortet diese auf ihre Art und Weise und überlässt es dem Leser, sich sein eigenes Bild zu machen.
Schuld ist ein zentrales Thema dieses Buches. Hut ab vor der Leistung der Autorin, wie sie es geschafft hat, sich in die Rollen ihrer Protagonisten hineinzudenken und sie auszugestalten. Überhaupt Byrons Weg und seine Gedanken sind sehr beeindruckend dargestellt. Wo beginnt die Schuld? Kann man seinem Schicksal entkommen oder hat man doch vieles in der eigenen Hand? War der Unfall nur ein Unfall oder musste er passieren? So könnte man getrost weitermachen, dieser Roman ist mehr als ein Roman. Er ist schon fast eine philosophische Abhandlung.
Der zweite Erzählstrang dreht sich um Jim, über 50 Jahre alt und ein Mensch, der in seiner eigenen Welt lebt, mit seinen eigenen Ticks und seiner Art, das Leben zu bewältigen. Seine Welt ist sein Wohnwagen und seine Arbeitsstelle, einem kleinem Café. Der Autorin ist es gelungen, Jim darzustellen, so wie er ist. So wie sie sich in die Psyche eines elfjährigen Jungen denken konnte, kann sie es ebenso in die eines über 50 Jahre alten, sagen wir mal, etwas seltsamen Mannes. Ohne auf die Tränendrüse zu drücken, aber gleichzeitig auch nie zu nüchtern. Es ist ein Blick in das Innere ohne Schnörkel und allem Drum und Dran. Das dieser Jim etwas mit Byron zu tun hat, wird einem schnell klar. Ebenso, dass beide Geschichten miteinander verbunden sind und sie aufeinander treffen müssen. Und ich muss sagen, ich war am Ende doch ein wenig überrascht. Nicht nur wer Jim ist, sondern wie sie beide Stränge zusammenführt.
Es ist schwierig, über dieses Buch zu schreiben, ohne zu viel zu verraten. Und gleichzeitig nicht in die totale Euphorie zu verfallen. Im Grunde genommen kann man einfach nur sagen, dass dieses Buch wirklich toll ist. Das man es einfach Lesen muss. Doch damit ist diesem Buch bei weitem nicht Genüge getan. Es ist mehr als ein Buch, das man liest, beiseite legt, weiterliest bis zum Ende und dann in das Bücherregal stellt. Es ist ein intensives Buch, das seine Leser fordert. Aber das ihm auch vieles gibt. Unbedingt Lesen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Jahr, das 2 Sekunden brauchte, liesst sich genauso ...., 26. Dezember 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Ein einfühlsames Buch, für alle, die gestresst der Zeit hinterherlaufen. Mich hat es tief in die Erzählperson gezogen und entschleunigt. Sehr stark und eindringlich bis zum Ende.
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungen, 21. November 2013
Von 
Andreas Schröter "Andreas Schröter" (Dortmund) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rachel Joyce ist 2012 mit ihrem ersten Roman „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ ein Weltbestseller gelungen. Nur ein Jahr später legt die 1962 geborene britische Autorin den nächsten Schmöker vor: „Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte“. Und auch dieses Buch hat das Zeug dazu, wieder mächtig für Furore zu sorgen.

Es geht um einen kleineren Verkehrsunfall im Nebel – jene titelgebenden zwei Sekunden Unaufmerksamkeit –, der das Leben einer ganzen Familie zerstört oder komplett verändert, obwohl gar nicht viel passiert. Diana, die selbst aus zweifelhaften Familienverhältnissen stammt, ist mit ihrer Rolle als Oberschichtenmutter – mit Luxushaus und Luxuswagen – komplett überfordert. Sie muss Antidepressiva nehmen, um den Anforderungen ihres Mannes und der anderen Mütter, mit denen sie zu tun hat, gerecht zu werden. Als sie in einer Unterschichten-Straße ein Mädchen anfährt, bricht ihre mühsam aufrechterhaltene Contenance wie ein Kartenhaus zusammen.

Rachel Joyce verwebt diese Ereignisse, die im Sommer 1972 spielen, geschickt mit dem Leben eines psychisch kranken Mannes in der Gegenwart. Früh ahnt man, dass es sich bei diesem Mann entweder um Dianas Sohn Byron oder dessen Schulfreund James handeln muss, die beide 40 Jahre zuvor nicht ganz unschuldig an dem Unfall waren. Einer von beiden ist mit dieser Schuld offenbar nicht fertig geworden – und erst gegen Ende des Romans wird aufgeklärt, wer von beiden das ist.

„Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte“ hat vieles, was einen richtig guten Roman ausmacht und deswegen ohne Einschränkung empfehlenswert ist: Es ist vielschichtig, spannend, emotional berührend, geschickt aufgebaut und überrascht mit unerwarteten Wendungen.
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiegespaltene Lektüre / 8.12.2013, 21. November 2013
Von 
A. Zanker (CH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Während der Erstling von Rachel Joyce ein Roman war, der Mut machte, Lesefreude erzeugte, ja einen regelrechten Sog auf den Leser zu übertragen vermochte, kommt dieses Buch ein einem völlig anderen Gewand daher, auch mit weniger Esprit und weniger begeisternder Lesewirkung. Wir erinnern uns: Jener 65-jährige Harold Fry, pensioniert, macht sich zu Fuss zu seiner an Krebs erkrankten Freundin auf, seine Hymne: Ich werde laufen und sie muss weiterleben. Ein Roman über Vergangenheitsbewältigung, über Beziehungsaufarbeitung und Selbstfindung. Eine Geschichte, die darüber erzählte, wie Glauben Berge versetzen konnte, ich war damals begeistert (2012). Fry war ein Romanheld, der gestärkt aus einer Krisenverarbeitung hervorging.

Ganz anders im neuen Buch von Rachel Joyce: Erzählt wird die Geschichte einer Kindheit und Jugend. Byron steht im Mittelpunkt dieses Romans, der in England spielt, Anfang der siebziger Jahre, er lebt dort mit seiner Mutter Diana und seiner Schwester Lucy. Joyce entfächert hier einen Roman der zwischen einer Kind- und Jugendbiographie wandert, mit vielen poetischen Textstellen versehen ist, und gleichzeitig von einer anhaltenden Schwere und Melancholie durchzogen ist, die immer stärker den ganzen Roman durchzieht. Eine Schwere die nicht zu greifen ist, nicht wirklich zu erklären ist, und doch: Nimmt sie immer mehr Raum ein. Aus meinem Empfinden hätte die Autorin gut daran getan, die Schwere etwas zu reduzieren und der Poesie mehr Raum zu geben. Denn aus meiner Sicht wird dieser Roman von einem melancholischen Gewicht dominiert, sodass die schöne poetische Seite bei Rachel Joyce, zumindest nach meinem Empfinden das Nachsehen hat, was ich persönlich bei dieser jungen talentierten Autorin aus England sehr schade finde. Im Verhältnis zum Erstling konnte ich nicht annähernd eine ähnliche Begeisterung entwickeln, auch wenn dieser Roman gut geschrieben ist. Nachdem man das Buch schliesst, bleibt leider eine gewisse Schwere vorhanden...

Joyce entwickelt einen Plot, der auf zwei Zeitebenen spielt. Das ist zum Einen ist da jene Familie, in der Byron aufwächst, wir sind in den siebziger Jahren. (1. Erzählebene) Gleichzeit beschreibt die Autorin das Leben eines Jim (2.Erzählebene), der etwas sonderbar daher kommt, er redet mit Gegenständen in seinem Wohnmobil: Er sagt: "Hallo Seife, hallo Steckdose. Hallo Teebeutel." Er ist davon überzeugt, nur mit Ritualen durchs Leben zu kommen. Wir sind in einem Ort namens Cranham Village, er macht einen zerbrechlichen und auch irgendwie komischen Eindruck auf einen, denn Joyce deutet hier in Bezug auf einen Charakter nur an, ohne den Leser dabei eine Sicherheit in die Hand zu geben. Jim einzuordnen wird zum Eierlauf, doch deutet alles irgendwie darauf hin, dass er psychische Probleme hat und einem Ort namens Besley Hill lebte, wo Menschen psychiatrisch versorgt werden. Als er eines Tages von Eileen angefahren wird, wird sein Leben ganz schön durcheinander geschüttelt. Doch diese Plotebene scheint vierzig Jahre versetzt, zu der Familie von Byron, und über eine weite Strecke weiss man einfach nicht, was denn nun beide Erzählebenen miteinander zu tun haben sollen.

Als Byron mit seiner Mutter im Auto unterwegs ist, sieht er, wie seine Mutter ein kleines Mädchen auf einem Fahrrad anfährt, ohne dass Diana, seine Mutter davon Kenntnis nimmt. Zudem kommt noch eine mysteriöse Zeitverschiebung ins Spiel, die genau zu diesem Zeitpunkt, als der Unfall passiert, geschieht. Es geht um zwei Sekunden, die die Uhr zurück machte, als der Unfall geschah. Über gut zwei drittel des Buches kreist der Plot nur um diese ominöse Unfallsituation, die z.T. über weite Strecken wie ein fader Familienroman daherkommt, ohne dass wirklich etwas passieren würde. Man weiss nicht um es geht und auch nicht, auf was Joyce hinaus will. Byron ist immer ganz nah an seiner Mutter dran, erlebt und bespricht vieles mit ihr. Der Unfall lässt ihn nicht mehr los, er drängt seiner Mutter dazu, den Unfallort noch mal zu besuchen, und ausfindig zu machen, welches Mädchen verletzt wurde. Letztendlich sind es seine Schuldgefühle, die ihn verfolgen und ein Recherchieren ermöglichen. Er hat einen richtig guten Freund an seiner Seite, James. Gemeinsam erleben und reflektieren sie viel. Eine befruchtende Jungenfreundschaft. Diana lebt jedoch mit ihrer Tochter Lucy und Byron alleine. Ihr Mann lebt und arbeitet in London, und kommt nur am Wochenende zu Besuch. Als er Diana einen Jaguar schenkt, wird schnell deutlich, dass es zwar nicht an Geld mangelt, jedoch an emotionaler Liebe und Geborgenheit. Und obwohl Diana ihre Freundinnen zum Kaffee einlädt, macht sie einen sehr einsamen, fragilen Eindruck. Ähnlich wie Jim, scheint sie psychisch nicht wirklich glücklich zu sein, wenn auch hier vieles viel subtiler als bei Jim geschildert wird. Beide Persönlichkeiten, wenn auch 40 Jahre versetzt, haben irgendwie einen psychischen Mangel, einen Verlust, oder vielleicht Schaden zu verkraften. Und das ist auch das, was dem Buch die erwähnte Schwere verleiht. Denn im Grunde lüftet Joyce erst gegen Ende, die näheren Gründe, führt beide Erzählebenen durch einen kleinen Trick zusammen, den man natürlich hier nicht erzählen sollte. Nur gilt es das auch bei diesem Roman auszuhalten, der bei weitem nicht an die Klasse seines Erstlings heranreicht.

Eine Geschichte, über die Zerbrechlichkeit des Lebens, über Einsamkeit, über die Freundschaft in der Kindheit, über Schuld, über Einbildung, über psychische Einbussen, über das Auseinanderleben und dem Suchen nach Freundschaft, über Verlust, wie Verlust Menschen vielleicht schädigen kann, ein Roman der mit leidenschaftlicher Poesie geschrieben wurde, darüber wie Menschen durch die Tragik im Leben selbst zerbrechlich werden und auch die Fragilität eines Umfeldes wie eine Familie vielleicht weiter gereicht werden kann. Joyce beschreibt ein Leben, bei dem sich trotz aller eingerichteter Perfektion menschliche Abgründe auftun, denen nicht zu entrinnen ist. Ein Roman der mit einer grossen Naturverbundenheit geschrieben wurde, mit wunderbar poetischen Formulierungen, der über lange Strecken nichts verrät und bei dem man eine gewisse Schwere zu ertragen hat, die sicher Geschmacksache ist, für meinen Begriff zu dick aufgetragen wurde. Mit Harold Fry lässt sich dieses Buch nun wirklich nicht vergleichen. Das hier beschriebene Schwere muss auch noch ausgehalten und verdaut werden.

Zitat:
"Hinter der Siedlung liegt die Heide, dunkel und massiv, uralte Schichten aus Erde und Gras, zu Stein gepresst. Ein alter Mond scheint über das Land, und Milliarden Sterne schicken Lichtpunkte durch die Jahre. Wenn das Land sich jetzt zu dehnen begänne, wenn es aufreissen würde und die Häuser, die Strassen, die Strommasten, die Lampen verschlänge, bliebe nichts mehr übrig, was an die Menschen erinnerte. Es gäbe nur die dunklen, schlafenden Hügel und den uralten Himmel." 125

Diese Rezension wurde am 8.12.2013 erstellt und nicht am 21.11.13 wie es hier missverständlich unter amazon gelistet ist.
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4.0 von 5 Sternen Etwas langatmig, aber wiedereinmal kann die Liebe und der Wille Berge versetzen., 16. April 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Lesenswert. Ich hab es sehr schnell durchgelesen. Hat mich sehr angerührt. Wunderbar erzählt. Vielleicht ein wenig lang...aber das brauchte die Geschichte wohl.
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5.0 von 5 Sternen Zwei Sekunden, die alles verändern! 430 Seiten, die verzaubern...., 11. April 2014
Irgendwie war ich mir schon nach der Leseprobe der Besonderheit und schlichten Magie dieses Buches bewusst!

Inhalt:
Byron ist 11 Jahre alt, als zwei Sekunden zur Zeit hinzugefügt werden sollen; eine Vorstellung, die ihm Angst macht! Denn wie kann etwas existieren, das eigentlich gar nicht da sein sollte?
Und während Byron die Zeiger seiner Uhr rückwärts laufen sieht, passiert der Unfall, der alles verändern wird.
Auf dem Weg zur Schule, Byron sitzt mit seiner Mutter und seiner Schwester im Auto, sieht dieser plötzlich das kleine Mädchen mit dem roten Fahrrad, das seine Mutter anfährt.
Ein Ereignis, das weite Kreise zieht und die Leben aller Beteiligten grundlegend verändert...

Cover:
"Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte" Ein Titel, der Eindruck macht, aus der Masse hervor sticht und es gar unmöglich macht, das Buch nicht zu lesen.
Im Einklang mit dem Titel steht das Cover, das zwar schlicht ist, aber dennoch meine Aufmerksamkeit erregte. Auch hier zeigt sich wieder, dass ein einfaches, passendes Cover viel schöner ist, als ein sehr buntes, das überladen ist.
Insgesamt ein sehr berührendes Cover!

Meine Meinung:
Der Anfang ist anders, herausstechend und hat mich sofort dazu veranlasst, weiterzulesen, in freudiger Erwartung, was aus daraus gemacht wird und voller Neugier!
Es ist nicht leicht, Worte für das zu finden, was das Buch transportiert, was es ausmacht.
Es erzählt so viel mehr, als auf den 430 Seiten steht, es ist ein Buch zum zwischen den Zeilen lesen...
Und ich sitze hier, überlege, wie ich deutlich machen soll, dass man das Buch eigentlich nicht zuschlagen konnte, weil man den Figuren nicht ihr Leben nehmen wollte, dass das Buch ehrlich und echt mit verschiedensten Themen umgeht, dass es mich beschäftigt hat, in meinem gesamten Körper schien alles darauf zu reagieren.
Ich gebe mein bestes und doch kann ich den gesamten Umfang nicht deutlich machen; ich versuche es in einzelnen Schritten.
Die Idee: Super! Zeit scheint für uns so selbstverständlich, aber woher wollen wir wissen, ob sie das ist? Dieser Gedanke ist philosophisch und in gewisser Weise auch wichtig für das Leben des Einzelnen.
Die Umsetzung: Einfühlsam und bezaubernd auf seine eigene Art und Weise, auf die Frage wird eine Antwort gefunden, die sich jeder individuell zurechtlegen kann. Der Schreibstil war passend und auffällig, ohne sich in den Vordergrund zu spielen.
Die Charaktere: Sie konnten einfach nicht einer Feder entsprungen sein, sie waren echt, und damit meine ich nicht perfekt und logisch strukturiert aufgebaut, damit meine ich: Ich musste mich zusammenreisen, um nicht nachzuschauen, ob sie meine Nachbarn sind, ob sie hier irgendwo wohnen...
Die verschiedenen Charaktere, die aus verschiedenen Lebensphasen und in verschiedener Weise erzählen, geben allem eine gewisse Spannung, auf eine andere Art als in einem Krimi allerdings. Es war eher eine Erwartung darauf, wie die Charaktere zusammengehören, keine unerträglich stille Spannung.
Das Ende hat die gesamte Geschichte zusammengeführt und bei mir ein unbeschreibliches Gefühl ausgelöst, unbeschreiblich und so echt. Es war fast unheimlich.

Fazit:
Was machen wir, wenn grundlegende Dinge auf einmal durcheinander geworfen werden? Wie stabil sind die Pfeiler unseres Lebens und was sind die Auswirkungen einer Veränderung?
Das Buch stellt auf seine eigene Art Dinge infrage, die wir für selbstverständlich erachten und berührt uns mit seinem einzigartigen Beispiel.
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4.0 von 5 Sternen Zwei Sekunden für ein anderes Leben, 11. April 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte (Audio CD)
Zwei Sekunden können das ganze Leben verändern. Schwer vorstellbar, aber genau das wird in dieser Geschichte auf beeindruckende Art und Weise dargestellt.

Es gibt zwei Erzählstränge. Der eine handelt vom zehnjährigen Byron. Im Jahr 1972 sollen der Zeit zwei Sekunden zufügt werden. Bryon ist schon sehr gespannt darauf, wann und wie das passieren soll. Genau in dem Moment, in dem er meint, dass sein Sekundenzeiger zurück springt, beobachtet er einen Unfall, den außer ihm im Nebel scheinbar niemand mitbekommt. Seine Mutter Diana hat ein Mädchen von einem roten Fahrrad gefahren, das genau in diesen Sekunden aufgetaucht ist. Er ringt lange mit sich, ob er seiner Mutter davon erzählen kann. Aber sein schlechtes Gewissen lässt ihn nicht los, und damit beginnt eine schwere Zeit für Bryon und seine Mutter. Das Mädchen gibt es wirklich und dessen Mutter nimmt Diana immer mehr für sich ein.
Der andere Erzählstrang handelt im Jetzt. Er erzählt von Jill, der unter Zwangshandlungen leidet und sein Leben mehr schlecht wie recht meistern kann. Er wohnt sehr zurückgezogen alleine in einem Wohnmobil. Erst langsam muss er lernen, dass es Menschen gibt, die sich um ihn sorgen.

Mir hat das Hörbuch gut gefallen, auch wenn ich anfangs nicht so genau verstand wohin die Geschichte mit mir will und wie alles zusammenhängt. Sehr gut werden die Gedanken und Gefühle von Beyron dargestellt, wie sehr er leidet, welche Fragen er sich stellt oder wie er bei Freund James nach Hilfe sucht. Man konnte sich als Hörer sehr gut in den Jungen hineinversetzen. Umso mehr hat mich getroffen, dass man mit verfolgen muss, wie sich seine Mutter, die so gern perfekt wäre, immer mehr einnehmen lässt und dabei eigentlich verkümmert. Auch die Geschichte um Jill, die viel von dessen Psyche darstellt, packt den Hörer und man muss einfach Mitleid mit ihm haben um sich dann über minimale Fortschritte freuen zu können.

Wanja Mues trägt die Geschichte mit einer angenehme Stimme gekonnt vor.
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5.0 von 5 Sternen andere welt, 9. April 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
wieder ein sehr schönes buch, man gleitet unmerklich hinein und dahin und ist traurig wenn es zu ende ist. empfehlenswert
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1.0 von 5 Sternen einfach schade um die Zeit!, 3. April 2014
wie kann man nach einem so unglaublich guten Buch wie der Pilgerreise des Harold Fry, so ein nerviges und langweiliges Buch herausbringen. Ich war mehrmals kurz davor es abzubrechen und wäre im nachhinein auch froh darüber gewesen! Schade um die vertane Zeit, die man mit besserer Literatur hätte verbringen können! (0 Sterne kann man glaub ich hier nicht vergeben, oder?)
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Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte
Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte von Rachel Joyce (Audio CD - 14. November 2013)
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