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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ist er krank, oder ist er böse?
Zum Inhalt:

Jennifer und Sarah haben schon viel durchgemacht in ihrem jungen Leben. Für alle Unwägbarkeiten haben sie sich einen Plan zurechtgelegt. Alles ist bis ins kleinste Detail ausgearbeitet und schriftlich festgehalten. Ihnen kann nichts passieren, sie sind vorbereitet. Leider ist das ein großer Irrtum, den sie, als sie zu einer Party...
Veröffentlicht am 17. Juni 2013 von ginnykatze

versus
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mein schlimmstes Ferienerlebis
....wer gern auf diesem Niveau und völlig frei von Logik und Konsequenz unterhalten wird, kann zu "Danach" greifen. Ansonsten fängt man schon nach wenigen Seiten an, sich zu fragen, ob man was falsch verstanden oder verschlafen hat. Schließlich wird man zunächst mal bekannt gemacht mit einer jungen, traumatisierten und bis ins Mark neurotischen...
Vor 17 Monaten von Paula Jakob veröffentlicht


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mein schlimmstes Ferienerlebis, 28. Januar 2014
Von 
Paula Jakob (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Danach: Thriller (Broschiert)
....wer gern auf diesem Niveau und völlig frei von Logik und Konsequenz unterhalten wird, kann zu "Danach" greifen. Ansonsten fängt man schon nach wenigen Seiten an, sich zu fragen, ob man was falsch verstanden oder verschlafen hat. Schließlich wird man zunächst mal bekannt gemacht mit einer jungen, traumatisierten und bis ins Mark neurotischen Frau, die als Teenager einen Schicksalsschlag , welcher ihre Freundin Jennifer traf , zum Anlass nahm, sich gemeinsam mit Jennifer in einen Kokon aus "Niemals!" und "Vorsicht!" zu verbarrikadiern. Dennoch-und schon da, kratzt man sich am Kopf,denn der Ablauf ist unlogischst!- - werden die beiden übervorsichtigen Collgemädchen entführt und von einem Irren in einem Keller eingesperrt. Wie sie da rausgekomen sind, erfährt man erst mal nicht, nur, dass der Täter jetzt auf Bewährung frei kommen soll. Daher sucht ein ermittelnder Agent eine der völlig von der Menschheit und dem Leben isolierten und traumatisierten Überlebenden in ihrer Festung auf und prompt bricht diese völlig entfesselt aus ihrer Psychose aus, ermittelt auf eigene Faust, besucht BDSM-Clubs und schnüffelt hinter Wildfremden her, nachdem sie jahrelang freiwillig mit keinem geredet hat. Ja, wenns der Dramaturgie dient......leider fühlt man sich als Leser von dieser sehr wenig nachvollziehbaren Wandlung und dem plötzlich grenzenlosen Mumm der zu Beginn ja völlig hilflosen und weltfremden Hauptperson schon sehr genervt und veralbert. Wer soll denn so einen Unfug glauben? Dazu all die Klischees und der Schulaufsatz-Schreibstil... nein, das war nun wirklich ganz schlecht. Aber nach wie vor verkaufen sich Thriller mit von hochintelligenten Psychopathen in Kellern gefesselten und gefolterten Mädels wie geschnitten Brot......jedenfalls solange am Ende der hochintelligente Psychopath am besten von Omma mit einem Nudelholz niedergeschlagen wird und alles wieder gut ist.....
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hält leider nicht, was es verspricht, 19. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Danach: Thriller (Broschiert)
Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen und mich zunächst sehr darauf gefreut, da der Klappentext einen spannenden Thriller versprach. Als ich dann aber mitbekam, wie himmelhoch "Danach" gelobt wird, ahnte ich schon, dass diese Versprechungen womöglich nicht gehalten würden - so wie es mir in den letzten Monaten mit jedem gehypten Buch ging. Und auch hier erfüllte sich meine Befürchtung wieder.

Die Story erinnert ein wenig an die Fälle Natascha Kampusch oder Amanda Berry bzw. aus literarischer Sicht an "Still missing" von Chevy Stevens - Mädchen werden jahrelang in einem Keller gefangen gehalten und teilweise gefoltert - und man fragt sich, wie viel sich die Autorin an der Wirklichkeit abgeschaut hat. Nun soll der Entführer von Sarah, Tracy, Christine und Jennifer aus dem Gefängnis entlassen werden, was durch Aussagen der Opfer vor dem Berufungsgericht verhindert werden könnte. Doch dazu will und muss sich Sarah der Wahrheit stellen und begibt sich - zunächst alleine, später in Begleitung ihrer Mitgefangenen Tracy und Christine - auf eine Reise zu den dunkelsten Stellen ihrer Vergangenheit. Dabei erfahren sie mehr über ihren Peiniger als ihnen vielleicht lieb ist und geraten erneut in lebensbedrohlich scheinende Situationen. Der Leser erfährt dabei in Rückblenden, wie es zur Entführung kam und was die Mädchen in diesen Jahren erleiden mussten.
Das Buch fängt relativ spannend an, doch mit der Zeit habe ich nur noch weitergelesen um zu erfahren, wie sich Sarah denn nun aus ihrer Gefangenschaft befreien konnte. Gegen Ende wird die ganze Story immer unglaubwürdiger und wirkt ein wenig konstruiert. Ich hätte mir einen realistischeren Ausgang gewünscht, so aber bleibt nur ein Stirnrunzeln zurück.

"Danach" ist ein gutes Buch und ein solider Thriller, keine Frage. Dem Hype, der darum gemacht wurde und der teilweise immernoch herrscht, kann es dabei aber leider nicht gerecht werden. Schade, denn vielleicht hätte ich es ohne ihn mit anderen Augen lesen können und mehr Gefallen daran gefunden.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Absolut an den Haaren herbeigezogen, 4. August 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Danach: Thriller (Kindle Edition)
Das Buch war leider ein Fehlgriff. Die Story ist absolut unglaubwürdig. Kein Mensch, der ein solches Trauma hinter sich hat, geht freiwillig noch mal an den Ort des Schreckens zurück, um Ermittlungen anzustellen, die wohl eindeutig in den Aufgabenbereich der Polizei fallen. Dabei bleibt die Protagonistin natürlich cool, obwohl sie bis vor kurzem ihre Panikatacken nicht unter Kontrolle hatte und ihre Wohnung nicht verlassen hat. Der dämliche Schluss setzt dann dem Ganzen noch die Krone auf. Fazit: unglaubwürdig, vorhersehbar, langweilig, nicht zu empfehlen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ist er krank, oder ist er böse?, 17. Juni 2013
Von 
ginnykatze - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Danach: Thriller (Broschiert)
Zum Inhalt:

Jennifer und Sarah haben schon viel durchgemacht in ihrem jungen Leben. Für alle Unwägbarkeiten haben sie sich einen Plan zurechtgelegt. Alles ist bis ins kleinste Detail ausgearbeitet und schriftlich festgehalten. Ihnen kann nichts passieren, sie sind vorbereitet. Leider ist das ein großer Irrtum, den sie, als sie zu einer Party unterwegs sind, dann in grausamer Weise erfahren müssen. Im Taxi werden sie betäubt und erwachen in einem dunklen Kellerverlies. Sie sind aber nicht allein; denn dort unten sind schon zwei anderen Mädchen angekettet. Die Qualen, die sie erleiden müssen, kann man sich gar nicht vorstellen, aber Sarah ist stark und auch Tracy und Christine halten durch. Einzig Jennifer, die von Anfang an in eine Kiste gesperrt wird, rührt sich kaum und redet nicht mit den Anderen. Irgendwann hören die Gefangenen auf, die Tage zu zählen.

Dann gelingt Sarah nach über drei Jahren Gefangenschaft die Flucht und der Psychopath, der sie gefangen gehalten hat, kommt hinter Schloss und Riegel.

10 Jahre sind seitdem vergangen und Sarah ist immer noch in ihrer Welt eingeschlossen, wenn auch nicht mehr im Kellerverlies, so doch in ihrer Wohnung. Nichts und Niemanden traut sie und so lässt sie auch die Anrufe des Agenten Jim McCordy, der nach ihrer Flucht die anderen Mädchen befreite, unbeantwortet. Aber Jim gibt nicht auf und fährt zu Sarah's Wohnung, um ihr mitzuteilen, dass ihr Peiniger Jack Derber in vier Monaten entlassen wird, wenn sie nicht bei der Anhörung zugegen sein wird.

Sarah überwindet ihre vielen Ängste und ruft Tracy an, um mit ihr zusammen herauszufinden, was mit Jennifer passiert ist. Sie möchte ihre Leiche finden und versucht alles, um mit Tracy und Christine in Kontakt zu treten.

Kann das klappen und was genau wollen sie eigentlich tun, um herauszufinden, was die Polizei nicht aufdecken konnte? Jim ist immer nett und freundlich und auch behilflich, aber hat er wirklich alles getan, um den Fall endgültig zu lösen?

Taucht selbst ab in das dunkle Kellerverlies; denn mehr werde ich jetzt nicht verraten.

Fazit:

Die Autorin Koethi Zan hat hier einen Thriller geschrieben, der seinesgleichen sucht. Ich war von Anfang an gefesselt und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Sehr genau beschreibt sie, wie die Gefangenen im Keller angekettet waren, auch von ihrem Martyrium erzählt sie uns, man sich kaum vorstellen, was diese Mädchen durchgemacht haben. Ich war sofort mit im Keller und alle Folterungen spürte ich am eigenen Körper. Die Autorin weiß ganz genau, wie sie den Leser mitreißen muss und ich kann nur sagen, wow, mich hat sie gepackt.

Der Schreibstil ist gut und lässt sich absolut flüssig lesen. Der Spannungsbogen, der schon am Anfang hoch ist, hält auch das ganze Buch über. Ich war völlig erschlagen, als die letzte Seite gelesen war. Nein, so hätte ich das nicht erwartet. Immer wieder erfahren wir vom Täter und von den Opfern. Jedes Detail fügt sich zu einem großen Ganzen zusammen und doch ist das Ende so nicht vorhersehbar.

Die Protagonisten beschreibt Koethi Zan mit ganz viel Gefühl, so dass man sofort eine gemeinsame Bindung mit ihnen eingehen kann. Ich leide körperlich mit ihnen. Jede einzelne Hauptfigur habe ich vor Augen und es läuft permanent das Kopfkino mit. Auch die Bösen bekommen hier ein eindeutiges Gesicht und ich hasse sie aus vollstem Herzen. Ich empfinde genau so wie die armen Mädchen, und möchte nur eins, dass der Täter im Gefängnis verrottet.

Hier kommen von mir fünf extrem verdiente Sterne und eine absolute Leseempfehlung. Aber eins sei noch erwähnt, für Zartbesaitete ist dieser Thriller nicht geeignet; denn hier wird schon sehr tief in die Seele des Bösen geschaut.
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38 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ambitionierte Idee, schlechte Umsetzung., 16. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Danach: Thriller (Broschiert)
Kein Zweifel: der Grundgedanke des Buches ist spannend und bietet viele Möglichkeiten, deswegen war ich sehr gespannt auf dieses Erstlingswerk. Leider hat die Autorin es meines Erachtens versäumt diese Möglichkeiten auch auszuschöpfen...

Ist der Anfang noch spannend und fesselnd, wird die Story gegen Ende hin immer verworrener und vor allem unrealistischer. Ganze Handlungsstränge sind weder nachvollziehbar noch besonders schlüssig. Und auch die so genannte "Auflösung" lässt den Leser eher ratlos und verwirrt zurück.

Besonders gestört hat mich, dass wichtige Stationen der Geschichte schlicht nicht erzählt werden. Sicher ist es manchmal besser einiges der Phantasie des Lesers zu überlassen, aber hier fehlen einem besonders am Schluss des Buches Informationen, die zum besseren Verständnis und vor allem zur Erklärung dringend notwendig gewesen wären.

Alles in allem hat man nach der Lektüre das Gefühl etwas "Unfertiges" und "Unausgegorenes" gelesen zu haben. So als sei es eine Rohfassung, die noch Ausbesserungen bedarf.
Schade, es hätte so spannend sein können...
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen spannend, zum Teil unrealistisch, 14. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Danach: Thriller (Broschiert)
Das Buch liest sich flüssig uns ist durchweg spannend geschrieben. Das Handeln der Hauptprotagonistin finde ich, ohne vorab zu viele Informationen zu verraten, unrealistisch. Jemand der solch ein Martyrium überlebt hat und nach 10 Jahren, trotz Therapie, enorme Zwangsstörungen hat (die Störungen traten bereits in ihrer Kindheit auf) plötzlich so handelt und sich mehrfach Gefahren aussetzt, kann ich nicht nach vollziehen (arbeite selbst in solch einem Bereich). Das Buch endet für meinen Geschmack zu abrupt. Einige Fragen bleiben offen, vor allem was nun mit den Personen passiert. Die fehlenden Informationen sind für meinen Geschmack zu gering um ein Folgebuch schreiben zu können. Daher nur 3 Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht der Knaller, 25. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Danach: Thriller (Broschiert)
Ich habe mir das Buch bestellt weil es so viele positive Feedbacks bekommen hat und das Buch als MUSS bezeichnet wurde für die, die gerne Thriller lesen, sowie ich.
Also voller Vorfreude begann ich zu lesen, aber wurde nach den ersten 100 Seiten schon enttäuscht, nun bin ich bei 300 und es wird leider nicht besser. Die Idee ist gut aber schlecht umgesetzt, es entsteht null Spannung, die Geschichte dreht sich im Kreis und ist unrealistisch. Vor allem wird kaum etwas über die Zeit im Verlies erzählt und viel über Psychologie erfährt man meiner Meinung nach auch nicht. Ich werde mich nun durch die letzten Seiten quälen und dieses Buch auf keine Fall weiter empfehlen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zusammenhangloser Unsinn..., 5. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Danach: Thriller (Broschiert)
Ich hatte mir von diesem Buch viel versprochen... was ich bekam, war Langeweile.

Spannung kommt nur selten auf und wird dann auch direkt wieder abgewürgt. Die Figuren bleiben platt, zu viele unausgegorene Handlungsstränge dümpeln sinnlos nebeneinander her. Zudem wird so ziemlich jedes Thema bedient, welches als bestseller-tauglich erachtet wird... Menschenhandel, Entführung, Serienkiller, Sekten, Snuff, Sado-Maso-Szene. Es ist zu viel des Guten; die Autorin hätte sich besser auf einen oder zwei Handlungsstränge konzentrieren und diese - samt den Protagonisten - besser ausarbeiten sollen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gottseidank ist es jetzt "danach", 25. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Danach: Thriller (Broschiert)
Ich hätte auch am liebsten null Sterne vergeben, hab mich selten so gelangweilt. Hab die zweite Buchhälfte der Vollständigkeit halber quergelesen, bzw. vor mich hin gedöst. Die Protagonisten verhalten sich äußerst unrealistisch und fast schon grotesk, man lernt die Charaktere kaum kennen, man erfährt nie wirklich, wie sie ticken und was für eine Entwicklung sie im Lauf des Buchs mitmachen (wahrscheinlich keine). Die Leidensgeschichten der Mädchen werden von ihnen selbst recht nüchtern thematisiert, man fühlt aber nie mit ihnen. Am Ende gibt es eine nur unbefriedigende Auflösung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschreckend - und erschreckend aktuell, 21. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Danach: Thriller (Broschiert)
“In den ersten zweiunddreißig Monaten und elf Tagen unserer Gefangenschaft waren wir dort unten zu viert. Und dann, ganz plötzlich und ohne Vorwarnung, waren wir nur noch drei. Obwohl Jennifer seit Monaten keinen Laut mehr von sich gegeben hatte, wurde es sehr still im Raum, als sie fort war. Noch lange saßen wir schweigend im Dunkeln und grübelten, wer von uns wohl als Nächstes in die Kiste musste.” (Seite 9)

Sarah und Jennifer sind befreundet und studieren zusammen. Sie sind geradezu panisch davon besessen, möglichst alles “Böse” aus ihrem Leben auszuschließen. So gibt es beispielsweise auch “Niemals-Listen”: niemals alleine auf eine Party mit fremden Menschen gehen, niemals die Zimmertüren im Wohnheim ohne zusätzliche Schlösser lassen, niemals ohne Mundschutz, antibakterielles Handgel, Pfefferspray und Taschenlampe vor die Tür gehen, niemals irgendwo festsitzen. Außerdem kennen sie sämtliche Unfallstatistiken auswendig.

Trotz aller Vorsicht passiert es: beide werden verschleppt und in einem Keller eingeschlossen. Hier befinden sich schon zwei andere Frauen: Tracy und Christine. Die jungen Frauen werden gequält und gefoltert. Eine der vier überlebt das Martyrium nicht.

Schließlich kommen sie frei. Und jetzt, 10 Jahre später, beginnt diese Geschichte – ihr Leben danach…

“In unserer Selbstüberschätzung hatten wir geglaubt, dass wir diese Regel aufgrund unserer Logik, unserer Recherchen und unserer Vorsichtsmaßnahmen außer Kraft setzen konnten. Aber nichts konnte darüber hinwegtäuschen, dass wir Opfer unseres eigenen Regelbruchs geworden waren.” (Seite 17)

Dieser Thriller ist anders als das, was ich bisher aus diesem Genre gelesen habe. Hier geht es nicht hauptsächlich um das grausame Verbrechen an sich – auch wenn wir als Leser viel darüber erfahren – sondern es geht um das Leben der Frauen 10 Jahre später.
Sarah hat sich eine neue Identität zugelegt. Doch natürlich haben die Erlebnisse ihre Spuren hinterlassen. So ganz kann sie damit auch nicht abschließen: von Zeit zu Zeit erhält sie immer noch Briefe ihres Peinigers Jack aus dem Gefängnis.
Es geschehen einige Dinge, die sie wieder tiefer in den Strudel aus dem alten Grauen hinein ziehen. Und so entschließt sie sich dazu, Kontakt zu Christine und Tracy aufzunehmen.

Spannend und gut beschrieben schildert die Autorin, was die Frauen nun alles wieder durchmachen müssen. Immer wieder gibt es “Flashback” Kapitel. Hier wird sehr grausam und detailliert erzählt, was sie während ihrer Gefangenschaft alles erleben und ertragen mussten.
Ich habe mich bei diesen Szenen wirklich gegruselt. Immer wieder bin ich erstaunt, dass Autorinnen, die so zart und unschuldig aussehen (wie auch Mo Hayder beispielsweise), solche Grausamkeiten zu Papier bringen. Und das so gut geschrieben, dass man als Leser das Gefühl hat, neben der Folterbank zu stehen und zuzuschauen.
Am Schluss wird es nochmal überaus spannend und turbulent. Hier nimmt die Geschichte eine Wendung, die ich so nicht erwartet hätte.

“An guten Tagen machte er einfach mit unseren Körpern, was er wollte. Dann konnten wir uns wenigstens auf die Lippen beißen oder schreien oder sonst etwas tun, was uns half, den Schmerz und die Demütigung zu ertragen.
An schlechten Tagen redete er auch mit uns.” (Seite 127)

Ganz besonders schlimm wird die Story im Hinblick auf die aktuellen Geschehnisse in Cleveland: hier wurden kürzlich drei Frauen aus über 10jähriger Gefangenschaft in einem Keller befreit.

Ein grausamer, sehr guter und mal etwas anderer Thriller. Die Sprache, die die Autorin benutzt, lässt die Personen und Taten äußerst lebendig wirken. Ein Buch, dass man nur schwer aus der Hand legen kann; auch wenn man die Geschichte wirklich erschreckend findet. Von mir eine absolute Leseempfehlung!

“Wer von uns beiden hatte mehr Glück? Jennifer musste nie wieder allein sein, während ich hier saß, gefangen in meinen Ängsten, eine isolierte, einsame Gestalt, die niemanden an sich heranließ. Nach außen hin abgeschottet, geleitet allein von ihren Phobien und ihrer Paranoia. Kaputt. Nicht reparierbar.” (Seite 215)
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