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4.0 von 5 Sternen Kann das Grauen poetisch sein?
Einige Tage sind bereits verstrichen, seit ich den Thriller Wassermanns Zorn von Andreas Winkelmann beendet habe. Bewusst habe ich mich nicht sofort hingesetzt und meine Gedanken dazu zu Papier gebracht. Vielmehr wollte ich warten, bis sich das unmittelbare Geschehen im Denken verflüchtigt und sich der bleibende Leseeindruck festigt. Ist es doch genau dieser...
Veröffentlicht am 11. Oktober 2012 von Irma,[...]

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3.0 von 5 Sternen Der Wassermann will tanzen
Der neue Thriller von Andreas Winkelmann rankt sich um Kriminalhauptkommissar Stifler und seine neue Assistentin, die frisch gebackene Kommissarin Manuela Sperling. In ihrem ersten gemeinsamer Fall heften sie sich an die Fersen eines unheimlichen Frauenmörders, des Wassermanns. Dieser verfolgt Frauen, zieht sie ins Wasser und ertränkt diese. Schnell stellt...
Veröffentlicht am 26. August 2012 von Panua


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kann das Grauen poetisch sein?, 11. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Wassermanns Zorn (Broschiert)
Einige Tage sind bereits verstrichen, seit ich den Thriller Wassermanns Zorn von Andreas Winkelmann beendet habe. Bewusst habe ich mich nicht sofort hingesetzt und meine Gedanken dazu zu Papier gebracht. Vielmehr wollte ich warten, bis sich das unmittelbare Geschehen im Denken verflüchtigt und sich der bleibende Leseeindruck festigt. Ist es doch genau dieser Eindruck, der im Nachklang – auch Wochen und Monate später – bestehen bleibt und die persönliche Lesebeziehung zum jeweiligen Buch bestimmt, stolpert man wieder über dasjenige.

Was ist nun hängen geblieben von Wassermanns Zorn und wie nachhallend erlebe ich das Gelesene?

Kurzum, der Eindruck ist ein ganz anderer, als hätte ich sofort begonnen zu rezensieren: Es ist nämlich keinesfalls die Polizeiarbeit – das jedem Thriller bzw. Krimi innenwohnende Lösen des Rätsels – über das ich nun berichten will; auch ist es weder der geschlechterspezifische und hierarchische Grundkonflikt, der die Beziehung der ermittelnden Kommissare prägt, noch der Eindruck, den die vielen unterschiedlichen Charaktere – angefangen vom Täter über die einzelnen Opfer bis zu den Helden des Romans – hinterlassen.

Vielmehr ist es eine ästhetische Komponente, die Andreas Winkelmanns Thriller bestimmt: Schließe ich die Augen und lasse mich zurückfallen in die Welt des Wassermanns, tun sich immer wieder die gleichen Sinneseindrücke auf:

Es ist düster, ich höre das Schilf rascheln, lausche den Geräuschen des Wassers, spüre das Nass um mich herum – scheinbar harmlos und idyllisch. Doch plötzlich ist sie da, die Panik, ich höre mein Herz schlagen, spüre eine dunkle Gegenwart, möchte mich fortbewegen, möchte fliehen – vor was? Ich weiß es nicht, nur ahne ich, dass ich fliehen muss – sofort! Es scheint zu funktionieren – Hoffnung flackert auf. Doch dann – ohne Vorwarnung – werde ich hinabgezogen in das Reich des Wassermanns, immer tiefer und tiefer. Ich versuche mich zu wehren, halte die Luft an, doch meine Lunge birst. Bald muss ich atmen, spüre Hände um mich – die mir die Luft nehmen, mich wiegen … doch nun ist es zu spät, ich atme … und der Wassermann tanzt mit mir, meine Haare wie ein wunderschöner Schleier im Nass. Die Geräusche verebben, alles ist friedlich, sinnlich, leise, düster …

Aus meiner Sicht ist die große erzählerische Leistung von Andreas Winkelmann, das Grauen nicht in seiner Plumpheit und Brutalität darzustellen, sondern ästhetisch, fast poetisch. Lässt den Leser normalerweise eine blutige Darstellung die Augen schließen und angewidert wegsehen, schaut er bei Winkelmanns Erzählung genau hin – versteinert und gebannt, unfassbar ob der Umstände. Leitmotivisch zieht sich dieses Spiel mit sich scheinbar ausschließenden Sinneseindrücken durch die Mordserie des Buches und verfestigt das Bild des wahrlich tanzenden Wassermanns.

Den Inhalt des Romans will ich nicht nacherzählen, bringt es doch ein Thriller per se mit sich, dass er vom Nicht-Wissen des Lesers und der sich entwickelnden Spannung lebt. Nur so viel: Die Geschichte um die ermittelnde Kommissarin Sperling hat mich nicht in dem Maße bewegt, wie der ästhetische Ansatzpunkt und der kluge und stimmige Aufbau des Romans. Aus meiner Sicht sind einige der Charaktere zu blass und im Nachklang schnell vergessen; eine Ausnahme bildet dabei der Taxi-fahrende Frank, der sich in das Herz des Lesers stiehlt.

Kurzum, Wassermanns Zorn ist ein empfehlenswerter Roman für Leser, die weniger Wert auf blutige Thriller, aber dafür auf eine handwerklich hervorragend erarbeitet Geschichte (gelungene Perspektivwechsel, unvorhersehbarer Aufbau) legen und offen sind für eine unkonventionelle Darstellung des Grauens.

Dank an Lovelybooks und den Rowohlt Verlag für das kostenlose Leseexemplar.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Wassermann will tanzen, 26. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Wassermanns Zorn (Broschiert)
Der neue Thriller von Andreas Winkelmann rankt sich um Kriminalhauptkommissar Stifler und seine neue Assistentin, die frisch gebackene Kommissarin Manuela Sperling. In ihrem ersten gemeinsamer Fall heften sie sich an die Fersen eines unheimlichen Frauenmörders, des Wassermanns. Dieser verfolgt Frauen, zieht sie ins Wasser und ertränkt diese. Schnell stellt sich heraus, dass Stifler persönlich in diesem Fall betroffen zu sein scheint. Gleich die erste Tote ist seine Geliebte Annabell. Aber warum will Stifler nicht, das jemand von dem heimlichen Liebesverhältnis zur Toten erfährt? Nach und nach holt sich der Wassermann weitere Frauen und alle scheinen eine Verbindung mit Kommissar Stifler zu haben. Lange tappt die Polizei im Dunklen.

Vielleicht bin ich mit zu hohen Erwartungen an das neue Buch von Andreas Winkelmann herangegangen. Die vorhergehenden Thriller des Autors mochte ich kaum aus der Hand legen. Für "Wassermanns Zorn" hingegen habe ich fast 2 Wochen gebraucht. Nach einem super Start, wie ich ihn in der Leseprobe verfolgen konnte, ebbte für mich die Spannung erst einmal deutlich ab. Vielleicht lag es auch daran, dass ich mit den Hauptpersonen des Buches nicht warm werden konnte. Kommissar Stifler ist mir einfach nur unsymphatisch und auch mit Manuela Sperling, die für mich ein wenig blaß bleibt, auch wenn sie sich im Laufe der Geschichte weiter entwicklich, konnte ich nur teilweise warm werden. Da fand ich die beiden "Nebendarsteller" Frank und Lavinia deutlich interessanter (u.a. habe ich so gleich mehr über Narkolepsie erfahren). Den Showdown auf den letzten 50- 100 Seiten, wo es noch mal so richtig spannend wurde, habe ich hingegen wieder in einem Rutsch gelesen. Deshalb vergebe ich insgesamt 3 von 5 Sternen. Für die Folgebände ist also noch Luft nach oben:-).
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Muss der Autor schnell "produzieren"?, 12. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wassermanns Zorn (Broschiert)
Eventuell gerät Herr Winkelmann unter Produktionszwang oder es handelt sich hier um ein spät veröffentlichtes frühes Werk, denn: einen solchen Schreibstil, solch platte, unausgearbeitete Figuren und eine solche oberflächlich bleibenede Story kenne ich von diesem Autor bislang nicht. Die Story ist ja von der Idee her ganz nett, die Umsetzung jedoch katastrophal. Alleine der Klischee-Charakter des Ermittlers mit dem nervigen Namen Stiffler (der manchmal auf einer Buchseite 7 mal benannt wird) lässt einem beim Lesen die Haare zu Berge stehen, denn einen solchen Ermittler würde es in der Realität in einer solchen Position niemals geben. Auch kommen einem die Dialoge zwischen ebendiesem Ermittler und der jungen Polizistin Manuela (deren Namen auf der gleichen Seite ebenso oft genannt wird) vor, als habe man sie schonmal irgendwo gelesen...

Zwei Sterne gibts dafür, dass die Idee gut war und gegen Mitte des Buches zumindest der Schreibstil annehmbar wird. Mehr hat dieses Buch aber beileibe nicht verdient.

Also bitte Herr Winkelmann, knüpfen Sie an die tollen Geschichten Ihrer vorherigen Werke an, die spannend und nachvollziehbar und sogar stellenweise extrem gruselig geschrieben und super ausgearbeitet waren. Ihre Leser nehmen es auch gerne in Kauf, dafüpr etwas länger auf ein neues Buch zu warten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen dunkle Geheimnisse, 18. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Wassermanns Zorn (Broschiert)
Andreas Winkelmann ist ein Garant für spannenden, atemberaubenden Thrill.

Atmospärischrisch, düster und sehr bildhaft vermag er es, den Leser in seine Bücher eintauchen zu lassen.

Die Charaktere (ob sympathisch wie Manuela Sperling) oder unsympathisch (wie der Täter) sind wunderbar vielschichtig dargestellt und vermochten es wieder einmal, mich mitleiden, mitfiebern und vor allem sofort zu Ende lesen zu lassen. Ich konnte den Wassermann nicht zur Seite legen.

Diese spannende, abwechslungsreiche und düstere Story um Schuld, Hass, Korruption, falsche Verdächtigungen und Zerstörung sorgt für ununterbrochenen Nervenkitzel; der gute Aufbau des Buches mit den gelegentlichen Rückblenden im Leben des Wassermanns tut sein Übriges.

Der Spannungsbogen war von der erste Seite an gespannt und hielt ebendiese Spannung das ganze Buch über, um in einem fulminanten Finale zu enden.

Vielen Dank Herr Winkelmann für einen kurzweiligen und äußerst spannenden Leseabend - jedem Thrillerfan kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen!
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Polizei fischt im Trüben ..., 9. Oktober 2012
Von 
goat (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Wassermanns Zorn (Broschiert)
Obwohl Andreas Winkelmann bereits einige Bücher herausgebracht hat, die allesamt sehr gute Kritiken bekommen haben, ist Wassermanns Zorn" mein erster Roman, den ich von ihm lese. Das Erste, was mir auffiel, war, dass das Cover sehr gut zum Titel des Buches passt. Es zeigt einen Blitz, der sich über einem See entlädt. Bis auf die Buchstaben des Titels, die hervorgehoben sind, fühlt sich das Buch total glatt an, was ich als sehr angenehm empfunden habe.

Andreas Winkelmann ist einer der wenigen Autoren, der es schafft, auch ohne einen Serien-Ermittler auszukommen und trotzdem erfolgreich zu sein. Krimi- oder Thriller-Serien sind ja im Moment der Renner und mir fällt aus dem Stegreif so kein bekannter Autor ein, der keine Serie auf den Markt gebracht hat. Ich selber liebe Serien, weil ich bei jedem neuen Band das Gefühl habe, auf alte Bekannte zu treffen. Aber Einzeltitel haben nun einmal den Vorteil, dass man nicht Gefahr läuft, mitten in eine Serie einzusteigen und das Gefühl zu bekommen, zu viel verpasst zu haben. Aber nun zum neuesten Werk des Autors:

Die junge Kommissarin Manuela Sperling bekommt die Möglichkeit, ihr erstes Praktikum in einem Morddezernat zu absolvieren und wird Kriminalhauptkommissar Eric Stiffler unterstellt. Stiffler hält jedoch nicht viel von Frauen und erst recht nichts von denen, die sich in seine Arbeit einmischen und so behandelt er Manuela gleich vom ersten Tag an sehr schroff und herablassend. Diese lässt sich aber nicht so leicht einschüchtern und assistiert ihrem neuen Chef ganz selbstbewusst bei ihrem ersten gemeinsamen Mordfall. Eine Prostituierte wird tot an einem See aufgefunden. Die Untersuchungen ergeben, dass sie zwar ertränkt wurde, der Fundort aber nicht der Tatort ist, da das Wasser in den Lungen des Opfers nicht aus diesem Gewässer stammt. Aber das ist nicht die einzige Merkwürdigkeit: Der Toten wurde eine Nachricht mit einem Lötkolben in den Bauch gebrannt Geschenk für Stiffler".

Manuela Sperling merkt sehr schnell, dass ihr Chef keine großen Ambitionen hat, den Fall schnell zu klären und stürzt sich übereifrig in die Arbeit. Sie findet heraus, an welchem See die Prostituierte ermordet wurde und macht sich zusammen mit ihrem Vorgesetzten auf den Weg dorthin. Dort angekommen werden sie Zeugen, wie eine Frau von unsichtbarer Hand unter Wasser gezogen wird. Während Manuela sich mutig ins Wasser stürzt, steht ihr Chef wie gelähmt am Ufer, unfähig ihr zur Hilfe zu eilen. Doch Manuela schafft es nicht, die Frau zu retten und entkommt selber nur mit knapper Not dem Tod. Der Wassermann hat ein zweites Mal zugeschlagen ...

Die junge Kommissarin ist entsetzt darüber, wie feige sich ihr Vorgesetzter verhalten hat. Was sie nicht weiß: Stiffler wurde über beide Morde durch den Täter darüber in Kenntnis gesetzt, was geschieht. Aber wieso verschweigt der Hauptkommissar, dass er mit beiden Toten bekannt war und wie ist sein merkwürdiges Verhalten zu erklären?

Selten habe ich einen Thriller gelesen, der es schafft, mich auch ohne viel Blutvergießen in den Bann zu ziehen. Andreas Winkelmann versteht sein Handwerk ganz eindeutig. In anderen Thrillern sind es oft die blutigen Taten, die mir eine Gänsehaut bescheren. Anders ist es in Wassermanns Zorn". Der Leser weiß im Grunde genommen, was jeden Moment passieren wird und dass es eigentlich ein relativ lautlos eintretender aber nicht kampfloser Tod ist. Aber es sind gerade diese Minuten vor der Tat - sich in die Situation der Opfer zu versetzen, die um ihr Leben schwimmen und im Grunde genommen gar keine Chance haben, weil sie ihren Mörder nicht sehen können. Die Angst ist greifbar und die Vorstellung, jeden Moment damit rechnen zu müssen von unten unter Wasser gezogen zu werden, sorgt bei mir für mehr Gänsehaut, als jedes Gemetzel es je schaffen könnte. Zu ertrinken, ist für mich die schlimmste vorstellbare Todesart.

Sehr gut gelungen ist dem Autor die Darstellung der schwierigen beruflichen Beziehung zwischen Manuela und Eric. Eric ist ein sehr schwer einzuschätzender Charakter. Im Gegensatz zu Manuela, die sehr direkt ist und auch so tough, dass sie ihre Sache im Alleingang durchzieht. Ein wenig Unterstützung erhält sie vom Kollegen Nielsen, der ihr verrät, dass Stiffler ein absoluter Feigling ist, bei Allen aber ein Stein im Brett hat und es ganz bestimmt nicht förderlich für ihre berufliche Karriere wäre, wenn die Öffentlichkeit davon erfahren würde, dass ihr Chef ihr nicht zur Hilfe geeilt ist. Dass Manuela ganz anders gestrickt ist, wird besonders in der Szene deutlich, in der Stiffler darüber nachdenkt, sich das Leben zu nehmen und nicht weiß, dass er von Manuela dabei beobachtet wird, die zufällig an seiner Tür vorbeikommt (Warum Stiffler in diese Situation gerät, werde ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Es ist für den Fortlauf der Geschichte auch nicht maßgeblich - somit erzähle ich auch nicht zu viel). Auf jeden Fall ist Manuela hin- und hergerissen, ob sie sich bemerkbar machen soll oder einfach so tun, als hätte sie ihn nicht gesehen und weitergehen. Bevor sie sich entscheiden kann, kommt ihr Stiffler jedoch zuvor. Ich konnte ihre innerliche Zerrissenheit richtig fühlen. Wie würde ich selber in dieser Situation reagieren? Bei einem freundlichen Mitmenschen, den man mag, stellt sich die Frage gar nicht erst. Aber wie sieht es mit einem unfreundlichen Arbeitskollegen aus, der vorsätzlich Informationen zurückhält und einem das Leben zur Hölle macht???

Neben den beiden Protagonisten lernt der Leser auch noch die ehemalige Prostituierte Lavinia kennen, die sich seit der Ermordung ihrer Freundin Susan permanent verfolgt führt. Als sie wieder mal vor ihrem vermeintlichen Verfolger flieht, steigt sie zu dem sympathischen Taxifahrer Frank Engler ins Auto. Die beiden fühlen sich sehr schnell zueinander hingezogen, werden aber beide durch ihre Vergangenheit daran gehindert, Nähe zuzulassen, denn beide haben ein Geheimnis, über das sie nicht sprechen möchten ...

Für mich sind die 400 Seiten wie im Flug vergangen. Ein absolut fesselnder Schreibstil und die kurzen Kapitel, die das Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven erzählen, sorgen dafür, dass die Geschichte niemals langweilig wird und die Spannung durchgängig bis zum Schluss erhalten bleibt. Das Ende des Buches wartet übrigens mit einem absoluten Showdown auf, was mich total von den Socken gehauen hat. Aber auch hier wird nichts verraten. Da hilft es nur, selber zu lesen!

Bei dem letzten Thriller, der von mir fünf Sterne bekommen hat, handelte es sich um Die Larve" von Jo Nesbø. Das war 2011. Dieses Jahr ist zwar noch nicht um, aber Wassermanns Zorn" hat die besten Chancen mein Highlight des Jahres 2012 zu werden. Thrillerfreunden kann ich dieses Werk nur ans Herz legen. Andreas Winkelmann hat mich zu hundert Prozent überzeugt - sowohl mit seinem Schreibstil als auch mit seinen Charakteren. Deswegen gibt es von mir die volle Punktzahl. Die anderen Bücher des Autors werde ich mir natürlich auch noch zu Gemüte führen.
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Wassermanns Zorn" ist ein rundum gelungener Thriller, der gelesen werden MUSS, 18. August 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Wassermanns Zorn (Broschiert)
Andreas Winkelmann ist meine literarische Neuentdeckung des letzten Jahres. Innerhalb kürzester Zeit verschlang ich nicht nur "Tief im Wald und unter der Erde", sondern auch "Bleicher Tod" und "Blinder Instinkt".
Winkelmann schreibt rasant, beeindruckend und mit einer beeindruckenden Art Urängste zu wecken.
So widmet er sich in seinem neuesten Buch "Wassermanns Zorn" all denjenigen, die schon immer Angst davor hatten, in tiefe Gewässer abzutauchen.
Kennst du das, wenn du in einem Badesee nicht mehr sehen kannst, was zu deinen Füßen schwimmt und du die ganze Zeit das Gefühl hast, dass dich gleich etwas in die Tiefe zieht?
Genau an diesem Punkt packt Winkelmann zu.

Von Anfang an reißt Winkelmann seine Leser in die Geschichte und lässt sie nicht mehr los. Besser gesagt seine Hauptfigur. Der "Wassermann", wie ihn die Polizei nennt. Und wie der Titel schon äußerst passend verrät, ist dieser zornig. Sehr sogar!
Seine Opfer ertränkt er kaltblütig und gnadenlos, und verziert sie im Nachhinein noch mit Botschaften an Kriminalhauptkommissar Stiffler. Der macht allerdings den Eindruck, dass er völlig überfordert mit der Situation ist. Nicht umsonst trägt er den unsichtbaren Stempel "Feigling" mit sich herum.
Lediglich Manuela Sperling, der Neuling, macht sich mit unerschütterlichem Ehrgeiz an die Ermittlungsarbeit und begibt sich damit selbst in große Gefahr!
Nebenfiguren, wie den an Narkolepsie erkrankten Taxifahrer, lässt der Autor genug Spielraum, um sich facettenreich zu präsentieren.

Winkelmann spinnt um alle Beteiligten herum ein Netz aus Spannung und Verwirrspiel. Dabei wechselt er in hohem Tempo die Schauplätze und schafft somit eine unheimliche Atmosphäre, die schon fast etwas Mystisches hat. Gänsehaut ist somit garantiert!

Die Auflösung folgt später in ebenso hohem Tempo, wenn sich die Ereignisse zum Schluss des Buches nur so überschlagen. Einige Dinge zeigen sich plötzlich in ganz neuem Licht und sorgen für den nötigen Überraschungseffekt.
Das Motiv des Täters ist nachvollziehbar und macht vor allem fassungslos.
Vom Titel über den Inhalt bis hin zur Gestaltung des Covers wirkt das gesamte Buch dadurch noch stimmiger!

"Wassermanns Zorn" ist ein rundum gelungener Thriller, der gelesen werden MUSS. Seine dunkle Atmosphäre, die Figuren und vor allen Dingen die Schauplätze überzeugen als Gesamtpaket mit Sicherheit alle Thrillerfans.
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5.0 von 5 Sternen WASSERDICHT!, 18. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Wassermanns Zorn (Broschiert)
Drei Jahre sind vergangen, seit er Susan getötet hatte. Jetzt ist er zurück, der Wassermann. Er ertränkt Frauen, die Hauptkommissar Eric Stiffler nahestanden. Auf dem Bauch der Toten eingebrannt hinterlässt er jeweils eine grausige Botschaft an Stiffler. Dieser war mal ein erfolgreicher Ermittler, bevor ihn eine kaputte Ehe und berufliche Misserfolge aus der Bahn warfen und ihn zu einem Feigling machten. Die forsche und intelligente Praktikantin Manuela Sperling wird ihm als Partnerin zugeteilt. Doch die Zusammenarbeit mit dem grantigen und frauenfeindlichen Einzelgänger gestaltet sich äusserst schwierig. Ihre Unerschrockenheit und Hartnäckigkeit bringen sie zudem in Gefahr. Als eine junge Frau direkt vor Manuelas Augen ertrinkt, dreht Stiffler durch.

Fazit: Eine tolle Story, der es nie an Authentizität fehlt. Alles andere als ein Standard-Krimi. Dank immer neuer Wendungen und viel Dynamik dreht sich die Spannungsschraube unaufhaltsam. Dazu bietet der Autor lebensnahe, differenzierte und eindringliche Personenbeschreibungen. Der Roman lebt weitgehend vom Zusammenspiel des Hauptkommissars und der Praktikantin, wo archaische Arbeitsmethoden und innovative Ideen aufeinanderprallen. Daneben erhält der Leser guten Einblick in die mannigfaltigen kollegialen Verhaltensmuster des Polizeikorps. Der Autor schreibt eine gewandte Feder über personelle Befindlichkeiten und kommt dabei völlig ohne Klischees, Zufällen und billigen dramaturgischen Tricks aus. Die Handlung basiert auf Ursache und Wirkung.
Die Darstellungskraft dieses Klassekrimis überträgt sich gleich von Beginn weg auf den Leser. Der schnörkellose und zügige, aber nicht billige Schreibstil ohne Detailbesessenheit und überflüssige Wiederholungen sowie eine überschaubare Anzahl an Protagonisten lassen den Blick über die Seiten rennen. Die kurzen Kapitel sind wahre Cliffhanger. Der Autor kennt bestens die Mittel, wie man die Spannung fast unerträglich in die Länge zieht. Auch die feine Erotik wird hier gottlob nicht durch eine ordinäre Wortwahl zerstört.
In Winkelmanns Katz-und-Maus-Krimi rätselt man lange, auf welcher Seite man steht. Geschickt wird das Gut-und-Böse-Bild durcheinander gemischt. Der Autor setzt Denkanstösse frei, vor allem in Bezug auf Vorurteile gegen Prostituierte. Ein anderer interessanter Aspekt ist, welchen Stellenwert die Solidarität innerhalb des Polizeikorps einnimmt.
Der Schluss schleicht sich nervenzerrend heran und wartet mit einer handfesten Wendung auf – und einem Rätsel für den Leser.
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4.0 von 5 Sternen Beklemmend und böse!, 17. August 2012
Von 
Florian Hilleberg (Göttingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wassermanns Zorn (Broschiert)
Manuela Sperling ist nervös als sie ihr Praktikum bei der Mordkommission unter der Führung von Kriminalhauptkommissar Eric Stiffler antritt. Stiffler, ein angesehener Ermittler, der unter der Hand als Feigling verschrien ist, lässt jedoch keine Gelegenheit aus die Neue zu drangsalieren und mit unangenehmen Aufgaben zu betrauen. Doch plötzlich gerät Stiffler selbst ins Visier eines grausamen Mörders, der sich selbst nur der Wassermann nennt. In einem Bach wird die Leiche einer Prostituierten gefunden, in deren Bauch Stifflers Name eingebrannt ist. Wenig später muss Stiffler zugeben, dass er die Tote kannte und auch mit ihr verkehrte. Die Rätsel werden allerdings nicht weniger als die Pathologien herausfindet, dass das Wasser in der Lunge der Toten nicht aus dem Bach stammt, in dem sie gefunden wurde. Währenddessen macht der an Narkolepsie leidende Taxifahrer Frank Engler die Bekanntschaft mit der etwas exzentrischen Lavinia, deren größter Traum es ist auf Sizilien in Taormina zu leben. Auf diesen Traum hatte sie eigentlich gemeinsam mit ihrer besten Freundin Susan Hoffmann hingearbeitet, die jedoch vor drei Jahren einem grausamen Mörder zum Opfer fiel. Jetzt fühlt sich Lavinia immer noch von dem Killer verfolgt. Frank Engler bringt Verständnis für Lavinia auf, die ihn ungemein fasziniert und der er schon bald Vertrauen schenkt. Doch dann verschwindet Lavinia spurlos und plötzlich werden Hauptkommissar Stiffler und Manuela Sperling zu einem See gelockt, wo sie hilflos mitansehen müssen wie eine weitere junge Frau einen schrecklichen Tod erleidet …

„Wassermanns Zorn“, der neue Roman von Andreas Winkelmann, ist zugleich sein erstes Buch, das im Verlag Wunderlich/Rowohlt erscheint. Zugleich ist es aber auch die Bewältigung einer Nahtoderfahrung des Autors, wie er im Schlusswort schreibt. Diese intensive Verbindung zum Wasser als todbringendes Element merkt man dem Buch deutlich an. Was als herkömmlicher Polizeikrimi mit den entsprechenden Klischees beginnt wird bald zu einem beispiellosen Alptaumszenario, obwohl die Geschichte alles andere als blutig ist. Aber der Gedanke in einem Badesee, wo man den Grund nicht erkennen kann, plötzlich von etwas Unbekanntem unter die Oberfläche gezogen zu werden, ist mindestens ebenso erschreckend und beklemmend wie die Splatterorgien in den zur Zeit so populären Serienkiller-Romanen. Zumal die Angst vor dem Ertrinken einen Urinstinkt des Menschen anspricht, der im Wasser seiner eigenen Hilflosigkeit bewusst wird. Die Charakterisierung der Figuren ist dem Autor gut gelungen und vor allem zu Manuela Sperling findet man als Leser schnell einen Zugang, während Eric Stiffler gleich von Anfang an als typischer Macho und Tyrann den Part des unsympathischen Kotzbrockens einnimmt, an dem die Heldin jedoch von Zeile zu Zeile wächst. Natürlich bekommt es Manuela Sperling nicht nur mit einem grausamen Mörder und einem herablassenden Chef zu tun, sondern vor allen Dingen auch mit den festgefahrenen, engen Strukturen innerhalb der Polizei, die jeglichen Emanzipationsversuchen zum Trotz immer noch eine Männerdomäne ist, zumindest im Roman von Andreas Winkelmann. Der Autor bedient sich eines minimalistischen und unterhaltsamen Schreibstils. Er vermeidet lange Beschreibungen von Schauplätzen und legt Wert auf das Gefühlsleben der Figuren und ihre Charaktere. Als zweiten Protagonisten neben Manuela Sperling hat Winkelmann den Taxifahrer Frank Engler erfunden, der an der Schlafkrankheit Narkolepsie leidet. Eindringlich und sehr fundiert beschreibt er die Symptome des Mannes, der sich auf eigene Faust auf die Suche nach Lavinia macht und damit dem Wassermann in die Quere kommt. Gekonnt legt Winkelmann falsche Spuren und führt den Leser in die Irre, vielmehr wiegt ihn und die Protagonisten Sicherheit bis zum überraschenden Finale. Mit „Wassermanns Zorn“ schuf der Autor zwar keinen überragenden, aber einen spannenden und sehr kurzweiligen Thriller, der als Urlaubslektüre ideal geeignet ist.
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2.0 von 5 Sternen ...mit Abstand das schlechteste Buch von Andreas Winkelmann, 6. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Wassermanns Zorn (Broschiert)
Ich bin nachdem ich das Buch verteilt über eine Woche gelesen habe, enttäuscht, da ich alle anderen Bücher von Herrn Winkelmann gelesen habe. Da gab es Bücher die haben mich gefesselt, schon auf der Arbeit konnte ich den Feierabend nicht ersehnen oder hab in den Pausen gelesen, so sehr haben mich andere Bücher von Herrn Winkelmann gefesselt! Wie z.B. tief im Wald und unter der Erde, der Gesang des Scherenschleifers oder Blinder Instinkt, Hänschen klein....Wassermanns Zorn fesselte mich nicht, hab es zu Ende gelesen weil ich es halt angefangen hatte! Zu dem Inhalt möchte ich nicht viel schreiben da haben andere schon genug zu geschrieben.
Ich würde mir wünschen es käme nur alle 2 Jahre ein Buch von dem Autor heraus aber dafür spannend wie seine ersten Werke und nicht mit Zeitdruck jedes Jahr ein neues! Werde die Erscheinung im Feb 2013 noch lesen und dann mal schauen ob ich dem Autor treu bleibe....
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4.0 von 5 Sternen Der zornige Wassermann, 15. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Wassermanns Zorn (Broschiert)
Melanie Sperling ist neu bei der Mordkommission. Und wie ein Spatz ist sie wendig, aufmerksam, frech und neigt zum Plappern. Schnell muss sie erkennen, dass ihr neuer Chef, Hauptkommissar Stiffler, nicht nur körperlich keinen Arsch in der Hose hat. Dem Alkohol durchaus zugetan ist er zu allem Übel auch noch einer dieser Typen von der alten Schule, die glauben, Frauen hätten nichts bei den Mordermittlungen verloren. Und nicht nur deshalb will er Melanie aufs Abstellgleis schieben. Er hat auch Sorge, dass sie herausfindet, wie sehr die neue Mordserie mit ihm persönlich zusammenhängt, wieviel er wirklich vor den Kollegen zu verbergen sucht und dass er eigentlich befangen ist für diese Ermittlungsarbeit.
Der "Wassermann" indess mordet um eben diesen Kommissar Stiffler zu treffen. Deshalb ertränkt er Frauen, die dem Kommissar nahe standen oder stehen und meldet ihm telefonisch den Vollzug der Tat und den Ort, an dem die Leichen zu finden sind. Aber der Wassermann ist eindeutig ein Psychopath, der sich zwar rächen will, dem aber das Töten und speziell das Ertränken jede Menge Lust bereitet und der schon in seiner Kindheit ein Rädchen locker hatte.
Während Melanie also mit Spürsinn und Hartnäckigkeit dem Wassermann immer näher kommt, und während ihr Chef in Alkohol und Selbstmitleid versinkt, und der Mörder bereits um sein nächstes Opfer kreist, lernen wir zwei weitere Personen kennen. Lavinia, ein ehemaliges Callgirl, die sich nichts sehnlicher wünscht, als nach Spanien auszuwandern und Traumatisches in der Vergangenheit zurückzulassen und Frank, der an der Schlafkrankheit leidet und immer mehr zum heilichen Star des Krimis wird.
Die Geschichte wird zügig mit häufigem Wechsel zwischen den Akteuren erzählt. Der Schreibstil ist durchaus angenehm und mit einer kleinen Dosis Tiefgang, die jeden Krimi gut zu Gesicht steht. Der Plot hat bis zum Schluss noch einige überraschende Wendungen parat und der Autor scheut auch nicht davor zurück 2 Hauptpersonen ins Grab zu schreiben.
Mir hat der Krimi gut gefallen und werde mir jetzt mal die Vorgänger besorgen müssen.
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Wassermanns Zorn
Wassermanns Zorn von Andreas Winkelmann (Audio CD - 17. August 2012)
EUR 19,95
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