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181 von 197 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lassen Sie sich diese besondere Vorstellung nicht entgehen!
Ein ganz besonderes Kunststück ist Sara Gruen mit "Wasser für die Elefanten" gelungen: eine großartige Geschichte, die soviel Spaß macht wie eine Vorstellung in einem Weltklassezirkus. Liebevoll läßt sie Jacob Jankowski auf sein ungewöhnliches Leben zurückblicken und versetzt den Leser damit in Staunen und Schmunzeln...
Veröffentlicht am 7. Oktober 2009 von Regina Berger

versus
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unterhaltsam (und etwas einfach gestrickt, wenn wir ehrlich sind)
USA 1931: Jacob Jankowski ist in Schwierigkeiten: Aufgrund eines familiären Schicksalsschlages kann der junge polnischstämmige Student seine Ausbildung zum Tierarzt an der renommierten Universität Cornell nicht beenden. Stattdessen verschlägt es ihn auf einem nachts vorbeirollenden Zug – der zufällig zu einem Wanderzirkus gehört,...
Vor 12 Monaten von FG veröffentlicht


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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unterhaltsam (und etwas einfach gestrickt, wenn wir ehrlich sind), 19. Oktober 2013
Von 
FG "fg" (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
USA 1931: Jacob Jankowski ist in Schwierigkeiten: Aufgrund eines familiären Schicksalsschlages kann der junge polnischstämmige Student seine Ausbildung zum Tierarzt an der renommierten Universität Cornell nicht beenden. Stattdessen verschlägt es ihn auf einem nachts vorbeirollenden Zug – der zufällig zu einem Wanderzirkus gehört, nämlich zu „Benzinis Spektakulärster Show der Welt“.

Das Zirkusleben ist wahrscheinlich nie was für schwache Gemüter, in den Jahren der Wirtschaftskrise aber sicher noch eine Spur härter. Der junge Jacob erlebt die sozialen Schattenseiten näher als jemals zuvor: eine strenge Hierarchie ordnet das Leben zwischen den Arbeitern, den Artisten und den nahezu allmächtigen Zirkusbossen, die exotischen Tiere sind teurer und wertvoller als die mitreisenden Malocher, denn sie sind eindeutig schwerer zu ersetzen. Zu allem Überfluss ist das wirtschaftliche Überleben mittelfristig immer gefährdet, doch der Boss des Benzini-Zirkus ist ehrgeizig und strebt nach Höherem: zu seinem Glück fehlt ihm noch ein zirkustauglicher Elefant, während Jacob zu seinem Glück noch die Ehefrau des wahnsinnigen Stallmeisters und Dompteurs August fehlt…

Natürlich, das Buch ist diesseits und jenseits des Atlantiks ein Bestseller gewesen und es wurde mittlerweile mit sehr schönen Menschen in den Hauptrollen groß verfilmt. Nichtsdestotrotz gönne ich mir ein persönliches Urteil, das nicht nur positiv ausfallen kann.

„Wasser für die Elefanten“ ist ein guter Schmöker. Die Geschichte ist unterhaltsam und hat kaum Längen, die Zirkuswelt bietet eine tolle, charaktervolle Kulisse. Die Autorin hat offenbar über die vergangene Welt der amerikanischen Wanderzirkusse einiges recherchiert, das mir unbekannt war und sich ferner gut in die Story einfügt. Wer dieses Buch liest, erlebt ein paar entspannte Stunden und macht in dieser Hinsicht nichts falsch. Punkt.

Die große Begeisterung für die Geschichte in allen Ehren, aber es gibt nicht wenige klar zu Tage tretende Schwächen. Zum Beispiel die Protagonisten:

Jacob Jankowski bleibt mir zu blass. Ein junger Kerl mit hoher Moral, allerdings ohne große Ecken und Kanten, der sich nach Brüsten in Zitronengröße sehnt. Irgendwie ein wilder Kerl, irgendwie auch nicht.

Die Dame des Buches, Marlena, die Showreiterin, hat außer einem rosa Kleidchen und unendlicher Liebe zu Pferden auch nicht sonderlich viel Charakter zu bieten. Mir kommt es so vor, als würde sie andauernd bei ihren „Ohs“ und „Ahs“ die Hände vor dem Mund legen vor lauter Wohlanständigkeit. Zugegeben, Mädchen aus gutem Hause waren 1931 vermutlich oft genau so, aber Herrje, abendfüllend ist diese Zweidimensionalität wirklich nicht.

Die Story in ihrer Gesamtheit [Spoiler!]:

In aller Kürze ein romantisches Abenteuer mit Tiere quälenden Bösewichtern und anständigen jungen Helden vor exotischer Kulisse, folgend dem Motto „verliebt – verlobt – verheiratet“. Denn das klassische Happy End bleibt uns natürlich nicht erspart. Die Bösen bekommen ihr Fett weg, die Guten ein schönes Leben – und der Zirkus ist um einen Mythos reicher.
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181 von 197 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lassen Sie sich diese besondere Vorstellung nicht entgehen!, 7. Oktober 2009
Von 
Regina Berger "Gina" (Rottach-Egern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein ganz besonderes Kunststück ist Sara Gruen mit "Wasser für die Elefanten" gelungen: eine großartige Geschichte, die soviel Spaß macht wie eine Vorstellung in einem Weltklassezirkus. Liebevoll läßt sie Jacob Jankowski auf sein ungewöhnliches Leben zurückblicken und versetzt den Leser damit in Staunen und Schmunzeln gleichermaßen.

Jacob Jankowski ist 90 oder 93; so genau weiß er das nicht mehr, und lebt in einem Pflegeheim. Als ein Wanderzirkus in die Nähe kommt, blickt er rückwirkend auf seine bewegte Vergangenheit: einem Zirkusleben im Amerika der Depressionszeit in den 30er Jahren.

Sara Gruen läßt es in ihrem bildgewaltigen Buch an nichts mangeln, sodaß sich Freundschaft, Leidenschaft und Schicksal gepaart mit Humor zu einer stimmigen Geschichte verbinden. Das Buch fesselt von Anfang an, ist unterhaltsam, spritzig geschrieben und steckt voller Gefühle.

Dabei wird das vordergründig bunte Zirkusleben hinter den Kulissen der doch recht armseligen Show lebendig. Beim Lesen riecht man das Stroh der Tiere und fühlt sich wie mitten unter den Schaustellern und Akrobaten. Und obwohl ich kein großer Zirkusfreund bin, hat mich dieser Roman völlig in seinen Bann gezogen, sicherlich nicht zuletzt wegen den außergewöhnlichen Figuren und der intensiv fühlbaren Atmosphäre.

Unwillkürlich liest man schneller, um bei "Benzini`s Spektakulärster Show der Welt" auf den vorderen Rängen die Vorführung mitzuerleben und ist traurig, wenn man mit dem Buch durch ist. Schließlich klappt man voller Erfüllung die Buchdeckel zu und freut sich daran, einmal wieder ein Buch mit Seele gelesen zu haben.

Glamour titelt auf dem Cover: "Eines der schönsten Bücher des Jahres. Versprochen." Und das sehe ich genauso. Lesen! Es lohnt sich! Versprochen!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verzaubernd wie eine Zirkusvorführung, 9. Oktober 2011
Von 
Sarah Pritzel (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Inhalt
Es sind manchmal die kleinen Momente, die den Rest unseres Lebens bestimmen. So auch bei Jacob Jankowski, der 1931 kurz vor seinem Abschluss in Tiermedizin an der Eliteuniversität Cornell steht. Nach einem tragischen Unfall bleibt ihm nichts mehr: kein Geld, kein Haus, kein Abschluss. Durch Zufall springt er auf einen Zug auf, der zum Gespann des Benzini Zirkus gehört und bekommt dort tatsächlich einen Job als Tierarzt. Als er seine erste Vorführung dort sieht, verliebt er sich sofort in die hübsche Artistin Marlena, die so liebevoll mit ihren Pferden umgeht. Doch seine Traumfrau ist bereits verheiratet - mit dem unberechenbaren Dompteur August. Erst, als die störrische Elefantendame Rosie n den Zirkus kommt, kann der junge Mann Hoffnung schöpfen. Denn nicht nur ist er der einzige, der mit dem Elefanten umzugehen weiß, auch beginnt eine zaghafte Annäherung zwischen ihm und Marlena. Wäre da nicht August, der mit seinen Gewaltausbrüchen eine Gefahr für jeden im Zirkus darstellt...

Bewertung
Eine Liebesgeschichte? Eine Lebensgeschichte! "Wasser für die Elefanten" erzählt eindrucksvoll vom Leben im Zirkus und einem Schicksal, das aufregender als jede Zirkusvorführung ist.

Jakob ist mittlerweile 90 (oder 94) Jahre alt und lebt in einem Altersheim. Dort ist er als granteliger, alter Mann bekannt. Kein Wunder, wo doch keines seiner fünf Kinder ihn bei sich aufnehmen wollte und nun sogar niemand am Besuchertag erscheint um ihn zu einer Zirkusaufführung zu begleiten. Immer, wenn er kurz wegdämmert, erinnert er sich aber an eine Zeit vor vielen Jahren, als er selber noch in einem Zirkus gearbeitet hat. Und an all die großen und kleinen Wunder wie Schrecken, die er dort gleichermaßen erlebt hat.

Man schließt sowohl den störrischen alten Jakob, als auch den jungen Mann Anfang zwanzig direkt in sein Herz. Sara Gruen beschreibt eindrucksvoll seine Gedankengänge und Gefühle, sodass man seiner Erzählung gespannt lauscht. Es ist ein bisschen so, als würde man seinem eigenen Großvater bei der Geschichte seines Lebens zuhören und ohne es zu merken, befindet man sich plötzlich selber in der Zirkusmanege.

Die Lebendigkeit aller Charaktere und die Beschreibungen des Zirkus wecken wohl in jedem Erinnerungen an die Kindheit, in der man selber mit großen Augen auf den Zuschauerplätzen saß und sich dem Zauber der Show ganz ergeben hat. Ähnliches geschieht auch wieder hier beim Lesen. Der unterschwellige Geruch von Popcorn, Sägemehl und den Tieren ersteht beim Lesen genauso wieder auf, wie das Gefühl der angespannten Vorfreude und Aufregung, die man kurz vor einer Vorführung empfunden hat. Allerdings bleibt der Roman nicht nur bei den oberflächlichen und schönen Beschreibungen des Zirkuslebens. Er entführt uns Leser auch hinter die Kulissen und zeigt, mit welchen Problemen Zirkusbesitzer und Angestellte zu kämpfen hatten. Und obwohl die Erkenntnis all dessen, was hinter der Bühne passiert, mitunter grausam und erschreckend ist, geht der Glanz und Zauber nie ganz verloren. Denn die Liebesgeschichte zwischen Jakob und Marlena hat ihren ganz eigenen Glanz. Sie ist nicht kitschig und überstürzt, viel mehr müssen beide Charaktere sehr für ihre Liebe kämpfen und werden nicht selten vor Gewalt, Trauer und andere Probleme gestellt.

Glatt verläuft Jakobs Leben also wirklich nicht. Der Roman schockiert bisweilen, treibt einem auch schon mal Tränen in die Augen. Aber immer möchte man wissen wie es weiter geht und fiebert mit dem 90 (oder 94)-jährigen Mr. Jankowski mit.

Für mich war das Buch eine große Überraschung im positiven Sinne. Ich hatte eine recht einfache und rosige Liebesgeschichte erwartet und wurde ganz und gar verzaubert von der einmaligen Atmosphäre, die es versprüht. Wer sich auf die Erzählung einlässt, wird ganz und gar von ihr begeistert sein. Man lacht, weint, bangt, streitet und liebt mit jedem einzelnen der Charaktere und hat am Ende das Gefühl, auch ein halbes Leben im Zirkus hinter sich zu haben.

Einfach großartig!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zirkusflair, 2. August 2014
Von 
Felix-ine (ca. 2 km von der schönen und grünen Uni-Stadt Oldenburg (Germany) entfernt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der über neunzigjährige Jacob Jankowski aus dem Altenheim fühlt sich jetzt so alt. Wenn er im Spiegel in seine blassblauen Augen sieht, kann er sich selbst nicht mehr finden. Wann hatte er aufgehört, er zu sein?

Der Aufbau und die Geschäftigkeit eines Zirkus in unmittelbarer Nähe des Heimes reißt ihn aus seinen Träumen, lässt das eintönige Leben im Heim vergessen und führt ihn gedanklich in die Vergangenheit, die genau mit diesem Metier zu tun hatte und Inhalt seines Lebens war.

Jacob befand sich als dreiundzwanzigjähriger Student in Ithaca vor seinem Abschlußexamen zum Veterinär, als ein Autounfalltod seiner Eltern ihn als mittellosen Waisen zurücklässt und seine gesamten Zukunftspläne, einmal gemeinsam mit seinem Vater in dessen Veterinärpraxis praktizieren zu können, für immer beendet.

Jacob landet während der Wirtschaftskrise der dreißiger Jahre zufällig in einem heruntergekommenen Eisenbahnzirkus, der mit seiner Darbietung "Benzinis spektakulärste Show der Welt" versucht die Zuschauer zu begeistern und die Kasse zu füllen. Zirkusdirektor Alan Bunkel, genannt Onkel Al, übernimmt von seinem Konkurrenten Fox Brothers einen Teil der dort vorhandenen Tiere und Personal. Sein lang gehegter Wunsch einen Elefanten zu besitzen geht mit der Übernahme der Elefantendame Rosie endlich in Erfüllung.

Dem jungen Tierarzt wird vom harten Zirkusleben alles abverlangt. Er verliebt sich in die schöne Kunstreiterin Marlena und legt sich mit dem exzentrischen Stallmeister August an.

Ein spannend geschriebenes Buch, das dem Film in keinster Weise nachsteht. Die Handlung des Buches basiert auf erlebte Geschehnisse von Artisten, Gauklern und Dompteuren, untermalt von hervorragend beschriebenem Zirkusflair und passenden Kulissen.

Das Buch lieferte die Vorlage zu der Verfilmung, in der Christoph Waltz und Robert Pattinson mit gekonnten schauspielerischen Leistungen brillieren.

Inspiriert wurde die Schriftstellerin Sara Gruen zu diesem Buch durch einen Artikel in der "Chicago Tribune" des Fotografen Edward J. Kelty, der in den 1920ern und 1930ern Wanderzirkusse durch die USA begleitete. Die Schriftstellerin war von seinen Fotos dermaßen angetan, dass sie sich in die Arbeit über Eisenbahnzirkusse stürzte und sich eine Lektüreliste vom Archivar des Cirkus World Museum in Baraboo, Wisconsin, dem früheren Winterquartier von Ringling Brothers besorgte.

Sara Gruen erfuhr, dass der amerikanische Cirkus über eine reiche Geschichte verfügte. Etliche der ungeheuerlichen Details des Buches stammen aus Tatsachenberichten. Die Autorin hängte ihr Herz besonders an zwei alte Zirkuselefantenkühe, die letztendlich die Handlung mit Rosie ergaben.

1903 tötete eine Elefantenkuh namens Topsy ihren Dompteur, nachdem er sie mit einer brennenden Zigarette fütterte. Topsy wurde von ihrem Besitzer vom Luna Park auf Coney Island zur Hinrichtung freigegeben. Die übliche Methode durch Erhängen stieß bei Tierliebhabern auf Proteste. Somit wurde Tobsy dem Glühbirnenerfinder Thomas Edison vorgestellt, der auf die Gefahren von Wechselstrom hinwies, das an zig Experimenten mit lebenden Tieren bewies und sie auf Kupferplatten festketten ließ und ihr vor fünfzehnhundert Zuschauern sechstausendsechshundert Volt durch den Körper jagte. Etwa zehn Sekunden später war sie tot.

Die nächste Elefantendame wurde 1903 in Dallas von einer Truppe der Zirkuslegende Carl Hagenbeck abgekauft. "Old Mom" wurde von Hagenbeck als ein überaus intelligentes Tier beschrieben, das die Erwartungen der neuen Domteure jedoch nicht erfüllte. Hagenbeck besuchte seine Elefantendame wenig später und war entgeistert, dass sie als dumm und unbrauchbar bezeichnet wurde. Er sagte das - auf Deutsch - und plötzlich war allen klar, dass Old Mom die Befehle nur auf Deutsch befolgte. Sie wurde auf die englische Sprache dressiert und machte eine glänzende Karriere. Sie starb 1933 im Alter von achtzig Jahren inmitten ihrer Freunde und Weggefährten.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ....hab ich schon mal SO ein schönes Buch gelesen?!?!?!, 31. März 2011
Von 
Ich muß zugeben, ich bin auf das Buch gekommen, weil ich u.a. ein (etwas älterer) Robert Pattinson-Fan bin und immer nachsehe, in was für Filmen er so mitspielen wird. Dann hab ich mir das Buch bestellt und wollte es auch vor dem Kino-Start durch gelesen haben. Sara Gruen war mit bis dahin kein Begriff.

Der Zirkus kampierte auf der Festwiese hinter unserem Haus, als das Buch von Amazon kam (wie passend). Heute ist eine Woche später und ich muß sagen: DAS BUCH IST ECHT DER HAMMER! Es ist leicht zu lesen, ohne daß es oberflächlich ist und es fesselt von den ersten Seiten an. Die Geschichte ist SUPER TOLL! Ich konnte es gar nicht mehr weg legen und habe immer sehnsüchtig darauf gewartet. Über den Inhalt ist ja schon "oben" einiges erwähnt insofern möchte ich nichts weiter vorweg nehmen. Ich konnte mir die ganze Geschichte mit den Schauspielern vorstellen (nur der Jakob-Senior, den bekomme ich nicht in Einklang mit dem "Bild" im Buch). Aber ich habe mit Jakob mitgelebt, mitgelitten und mich mit ihm gefreut. Wenn der Film nur halb so gut ist, wie in meiner Vorstellung, dann hat's sichs gelohnt. Das Buch jedenfalls ist das SCHÖNSTE Buch, an das ich mich erinnern kann. Vielleicht sollte ich es gleich nochmal lesen......?!?!?!
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52 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Zirkusgeschichte, die betroffen macht, 7. Mai 2011
Dieses Buch hat unbedingt 5 Sterne verdient! Trotzdem wirkt es auf jeden von uns anders. Auch auf die Gefahr, daß ich hier "ausgebuht" werde, möchte ich hier ganz offen meine persönlichen Empfindungen darlegen, die mich beim Lesen bewegten.

Also ein Buch über das Leben mit Tieren, mit Elefanten, im Zirkus, und eine Liebesgeschichte. Dachte ich und freute mich auf genüßlich unterhaltsames lesevergnügen.
Es kam aber ganz anders.
Die ergreifend geschilderten, schlimmen Zustände im Umgang mit den Tieren in diesem Zirkus, und z.T. auch gegenüber den hier arbeitenden Menschen, waren für mich sehr schmerzhaft und überlagerten die eigentliche Beziehungsgeschichte, die sich vor allem in der zweiten Hälfte des Buches auf eine wunderschön feinfühlige Art entfaltet.
Die Autorin räumt dem weigehend gefühllosen und grausamen Umgang mit den Tieren emotional und inhaltlich einen solchen Stellenwert ein, daß man zu recht vermuten darf, daß sie dies beabsichtigt und daß es dafür einen authentischen Grund gibt.

Dies riß mich schmerzhaft aus meiner romantisch naiven Illusion vom Zirkusleben, die wohl jeder Leser meiner Altersgruppe noch aus der Kindheit tief in sich trägt, wenn wir herzhaft und glücklich über die Lustigen Vorführungen und Dressurleistungen der Zirkustiere lachten und uns (wie ich )sogar heimlich wünschten, daß Papa Zirkusdirektor wäre und man selbst mit den lustigen Äffchen in der Manege stünde.
Irgenwie hatte ich mir diese Illusion bewahrt, die nun durch dieses Buch ein jähes Ende fand, denn es macht auch die ökonomischen und technischen Zwänge sichtbar, denen die Tierhaltung in jedem Zirkus naturgemäß unterworfen ist.

Die exzellent aufgebaute Story,wie der heute über 90-jährige Romanheld sich erinnert, wie er das Zikusleben erlebte und wie er mit diesen Bedingungen umging, seine eigene tiefe Beziehung zu den Tieren und "seinem" Elefanten, schließlich die sich zunächst sehr zaghaft anbahnende und scließlich das letzte Drittel des Buches dominierende wunderbar geschilderte Liebesbeziehung,ist wirklich eine schriftstellerisch großartige Leistung und viel mehr, als nur ein Liebesroman. ein Liebesroman.

Für mich auch ein Buch, das aufrüttelt und getragen ist vom Mitgefühl und der Liebe der Autorin zu allen Geschöpfen, sowohl hinsichtlich der oft schlimmen Behandlung und des Mobbings von Menschen, die zu anderen in irgend einer, meist wirtschaftlichen Abhängigkeit stehen, der menschlichen Gefühle füreinander, der gegenseitigen Zuneigung, Achtung und Wertschätzung, als auch des respektvollen und achtsamen Umgangs mit allen anderen Geschöpfen, wie den Tieren, für die wir besonders dann Verantwortung tragen, wenn wir sie uns "dienstbar" machen oder uns aus anderen Motiven für ein Zusammenleben mit ihnen entscheiden. Somit ist dieser großartige Roman für mich auch weit mehr,als der Titel vermuten läßt.

Beim Lesen der Autorenvorstellung von Sara Gruen, "die zusammen mit ihrem Mann, 3 Kindern, 2 Pferden, 2 Hunden, 4 Katzen und einer Ziege" auf dem Lande bei Chicago lebt, mußte ich unwillkürlich an die bezaubernden Bücher der schwedischen Autorin denken, die mit ihren Tieren in der beeindruckenden Naturwelt des hohen Nordens in einem Holzhaus lebt und deren kleiner Buchreihe für mich die gleiche Magie entströmt, wenn auch die Art ihrer Bücher ganz anders ausgerichtet ist...Im Land der Sonne und des Windes 2: Die Heilung der Seele - Der Weg der Mitte. Für alle, die auf der Suche sindoder Hörst du das Flüstern der Lena?: Samara, die Heilerin am Fluss.
Trotz der Unterschiede spürte ich auch bei diesem Spitzenroman von Sara Gruen die gleiche Faszination, die mich beim Lesen solch außergewöhlicher Bücher stets erfaßt, sodaß ich nicht loslassen kann, bis ich durch bin und sie dann meist später nochmal aus neuem Blickwinkel lese.
Deshalb habe ich nun auch zu diesem Roman von Sara Gruen hier "mein Herz ausgeschüttet" und wünsche mir, daß möglichst viele Menschen Bücher wie diese mit offenem Herzen lesen, weil sie uns besonders in der heutigen Zeit viel mehr zu sagen haben, als manch andere Bestseller.

Heidemarie und Familie
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine unentdeckte Perle, 15. Juli 2008
Von 
Matthias Richter (Lüneburger Heide) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Im Amerika um 1930, einer Zeit die von Armut und Arbeitslosigkeit breiter Bevölkerungsschichten geprägt ist, entspinnt sich diese wunderbare Geschichte von Jakob und Marlena. Jakob, Student einer Elite-Uni, sieht sich nach furchtbaren Schicksalsschlägen genötigt auszubrechen, er will nur noch weg - ein neues Leben beginnen. So reißt er aus, springt auf einen Zug und landet bei Benzinis spektakulärster Show der Welt - einem Wanderzirkus und einer doch recht armseligen Show, die mehr als einmal von den enttäuschten Bewohnern der Städte, in denen sie gastiert, fortgejagt wird. Dort lernt er Marlena kennen. Die junge Artistin und ihre Pferdenummer sind die Attraktion der Manege. Marlena ist jedoch verheiratet mit Jakobs neuem Chef, einem jähzornigen Mann.
Erzählt wird die Geschichte vom 90 jährigen Jakob, der im Altersheim lebt und sich zurückerinnert. Ein Zirkus kommt in die Stadt und gastiert am anderen Ende der Straße. Der alte Jakob freut sich auf den Besuch, der ihm für ein paar Stunden die Möglichkeit eröffnet, aus seinem tristen Heimleben auszubrechen, und der ihn an so vieles aus seiner Jugend erinnert. Was sich im ersten Augenblick wie ein recht normaler Romanplot anhört, ist dies ganz und gar nicht. Sarah Gruen erzählt nicht nur mit außerordentlicher Intensität, es gelingt ihr, eine Geschichte zu entwickeln, die voller Überraschungen steckt, und auf eine Weise endet, die so schön und unvorhergesehen - aber keineswegs kitschig - ist, dass man das Buch vollkommen befriedigt zur Seite legt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Manege frei..., 23. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wie alt bin ich und wie heißt noch mal diese Schwester? Warum um alles in der Welt bekomme ich nur so ekelhaften Pudding und nicht etwas vernünftiges zu essen? Nur weil ich nicht weiß, ob ich nun 90 oder 93 Jahre alt bin?
Jacob hat vergessen wie alt er ist, weiß nicht welcher Tag gerade ist oder welches Jahr. Was er aber genau weiß ist, dass dieser neue Mitbewohner niemals den Elefanten Wasser geholt haben kann. Wieso er das weiß? Weil er selbst jahrelang bei einem Zirkus war.

Jacob lebt im Altenheim und die Episoden werden mit Selbstironie in Szene gesetzt, ohne dabei die tatsächlichen Zustände in Altenheimen außen vor zu lassen. Immer wieder schafft es die Autorin, dass man auf der einen Seite schmunzeln muss, auf der anderen jedoch auch Mitgefühl für den alten Mann entwickelt.

Ein neuer Mitbewohner, der behauptet Elefanten Wasser geholt zu haben und ein Zirkus der gegenüber vom Altenheim kampiert, veranlassen Jacob dazu seine eigene Lebensgeschichte neu zu erleben.

Nach einer Tragödie lässt Jacob mit 23 Jahren sein Leben komplett hinter sich und springt auf einen Zug, direkt in das Zirkusleben der 20er Jahren. Eindrucksvoll wird seine Geschichte beschrieben. Liebe, Drama, Verrat, Freundschaft und Vertrauen, all das begleitet Jacob während seiner Zeit bei der "spektakulärsten Show der Welt". Auch die Zustände der Wirtschaftskriese, Arbeitslosigkeit, Hunger und Obdachlosigkeit werden dabei thematisiert ohne aufdringlich in den Vordergrund zu geraten.

Eine bunte, wunderschöne und mitreißende Geschichte in der Zirkuswelt.
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30 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich liebe es!, 3. September 2009
Jacob ist 90 Jahre alt. Oder 93. So genau weiß er das nicht mehr. Es ist auch nicht wichtig. Er lebt in einem Altersheim und ist nicht wirklich glücklich. Als gegenüber des Hauses ein Zirkus seine Zelte aufschlägt, erinnert Jacob sich an seine eigene Geschichte. Auch er ist mitgereist beim Zirkus. Damals. Im Jahr 1931. Nach der persönlichen Tragödie wartete dort die Liebe auf ihn. Sogar im Doppelpack. Der Sommer ist lang und am Ende stehen Katastrophe und Happy End ganz dicht beieinander.

Es gibt gute Bücher, es gibt richtig gute Bücher und es gibt großartige Bücher. Und im Moment gibt es für mich kein Besseres Buch als dieses. 'Wasser für die Elefanten' ist in meiner persönlichen Bestsellerliste direkt auf Platz 1 marschiert.
Der Roman ist ein Kaleidoskop an Gefühlen, es findet sich einfach alles: Liebe, Drama, Tragik, Komik, Spannung. Die Geschichte des alten Jacob ist bewegend und rührend. Die des jungen Jacob ist mitreissend und unterhaltsam. Ein perfektes Paket sozusagen.
'Wasser für die Elefanten' begeistert von Anfang bis Ende und lässt einen auch darüber hinaus nicht los.
Ganz klar: ich liebe es. Dieses Buch muss man einfach lesen.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Hol schonmal Wasser für die Elefanten …" (4,5), 6. September 2012
Inhalt:
Jacob Jankowski ist ein vielversprechender Veterinärstudent, der kurz vor seinem Abschluss steht. Doch als bei einem Automobilunfall seine Eltern sterben, bricht Jacobs Leben auseinander. Die Tierarztpraxis wird Opfer der Wirtschaftskrise, ebenso wie das Haus seiner Eltern und so verlässt er vorzeitig das College und strebt ein neues Leben an, bloß weg aus der Kleinstadt, die sein geplantes Leben raubte. So landet Jacob im Jahre 1931 bei dem Zirkus Benzinis spektakulärste Show der Welt, ein Zirkus, der mit dem Zug durch Amerika reist. Schnell wird klar, dass Jacob Veterinärmedizin studiert hat und fortan im Zirkus als Tierarzt arbeiten soll. Doch der Schein trügt, denn auch wenn der Zirkus himmlisch erscheint, sieht es hinter den Kulissen anders aus. Jacob schlägt sich durch, lernt Artisten und Arbeiter kennen, bis er auf August und Marlena stößt. Wo Marlena bezaubernd und unheimlich schön ist, ist August die Gefahr in Person. Als der Zirkuschef Onkel Al schließlich die Elefantendame Rosie ergattert, nimmt die Tragödie ihren Lauf, denn Rosie scheint ein dummer Elefant zu sein, an dem August sich wutentbrannt vergreift. Schließlich ist es Jacob, der Rosies Geheimnis lüftet …

Story 5/5
Spannung 4.5/5
Romantik 3/5
Charaktere 5/5
Das Ende 4.5/5
Tiefgang 4/5

Meinung:
“Wasser für die Elefanten” ist ein sehr ergreifender Roman von Sara Gruen, die schon für ihre anderen Romane mit tierischem Inhalt bekannt ist. Der Roman war sogar so erfolgreich, dass er verfilmt wurde, s.h. Ende der Rezension.

Die Geschichte wird aus Jacob Jankowskis Perspektive erzählt. Er sitz schon längere Zeit im Altenheim und erinnert sich bzw. erzählt Teile seines bewegten Lebens. Es geht dabei überwiegend um seine Geschichte beim Zirkus Benzinis spektakulärste Show der Welt, wo er 1931 als Tierarzt anheuerte, denn Jacob hatte zuvor alles verloren. Er kämpft sich durch das harte Leben im Zirkus und behält dennoch immer seine Liebe zu den Tieren bei. Letztendlich versucht er die Elefantendame Rosie vor dem gewaltbereiten und verrückten Dompteuer August zu beschützen, der sich regelmäßig an ihr vergeht, wenn sie ihm nicht gehorcht. Jacob ist ein sehr freundlicher Mensch, der anderen hilft. Ich fand ihn als Protagonisten, der die Geschichte erzählt, durchweg sehr authentisch und vor allem menschlich.

Als ich beim Pferdewagen ankomme, steht Silver Star vor der hinteren Wand in knietiefem Stroh. Seine Augen sind glasig, sein Pus rast.
(Seite 108)

Zu ihm gesellen sich viele weitere Charaktere. Die Hauptrolle nehmen ansonsten Marlena, August und natürlich die Elefantendame Rosie ein. Marlena ist die Kunstreiterin des Zirkus, mit ihrer atemberaubenden Freiheitsdressur. August ist dagegen Dompteuer, er kümmert sich um die vielen Raubkatzen. Beide sind verheiratet und das Paar im Zirkus. Doch auch hier ist die Ehe nur eine Illusion. August ist launisch, verrückt und krank. Er ist gewaltbereit und es ist immer nur eine Frage der Zeit, wenn er wieder ausflippt. Dies merkt auch Jacob, dem es geradezu das Herz zerreißt, wenn August auf Rosie einprügelt. Natürlich entwickeln Jacob im Laufe der Geschichte Gefühle für Marlena und begibt sich damit in eine gefährliche Lage. Marlena und August sind sehr verschiedene Charaktere. Beide sind authentisch, wie auch der Rest der Charaktere, die alle ihren Kanten und Ecken haben.

Die Handlung baut vor allem auf eine Tragödie auf. Man spürt schnell, dass Jacobs Höhenflug beim Zirkus nicht von Dauer ist, denn der Zirkus ist bloßer Schein, ein Uhrwerk das Geld einbringen muss, koste was es wolle. Als Leser habe ich mit gezittert und nur auf das große Chaos gewartet, denn die Handlung spitz sich von Kapitel zu Kapitel zu. Spätestens als Rosie, die Elefantendame, kommt, wird deutlich, dass der Zirkus funktionieren muss. Rosie funktioniert lange Zeit jedoch nicht und muss darunter leiden. Sie wird von August geprügelt. Jacob dagegen beobachtet Rosie intensiv und merkt eines Tages, dass die hübsche Elefantendame ein Geheimnis verbirgt …

Marlena taucht aus dem Nichts auf und schnappt sich meine Hand. Unter Sirenengeheul und Pfeifentrillern flüchten wir. Als dröhnend Schüsse fallen, packe ich Marlena und gehe mit ihr in einer schmalen Gasse in Deckung.
(Seite 198)

Die ganze Geschichte wirkt sehr authentisch. Der Zirkus wird nicht beschönigt, sondern von seiner knallharten und brutalen Art gezeigt. Im Jahre 1931 gab es zudem Zirkussterben in Amerika, wodurch “Wasser für die Elefanten” einfach noch realistischer wirkt. Die Autorin hat recherchiert, denn viele Details wirken echt und zugleich erschreckend. Doch gerade diese bildvolle Wahrheit verdeutlicht, wie schlimm frühere Zirkusse wirklich waren. In den 30er Jahren hatten weder die Arbeiter beim Zirkus Rechte, noch die Tiere und gerade dies verarbeitet die Autorin sehr intensiv in ihrem Roman.

Insgesamt vergebe ich 4,5 Sterne. “Wasser für die Elefanten” artet in einer wahren Tragödie aus, die allerdings eine Art Happy End für gewisse Protagonisten mit sich bringt, wenn auch eines der etwas anderen Art. Der Roman ist erschreckend realistisch und verdeutlich die allseits bekannte Illusion die sich hinter solch einem Zirkus aus den 30er Jahren verbirgt. Hoffentlich öffnet diese Geschichte vielen Lesern die Augen, denn Tiere in Zirkussen führen bis heute kein artgerechtes Leben …

Etwas ein Viertel der Vorstellung ist vorbei, als sie die Menagerie betritt. Ich spüre ihre Gegenwart, noch bevor ich das erstaunte Gemurmel um mich herum höre.
(Seite 251)

Der Schreibstil ist flüssig und authentisch. Die Autorin verbirgt nichts. Es gibt erschütternde, brutale und sexuelle Szenen, die die wahre Natur von Benzinis spektakulärste Show der Welt verdeutlichen. Zudem fand ich die Erzählform gut gewählt. Jacob erinnert sich, er ist um die 90 Jahre alt und erzählt bzw. erinnert sich an sein atemberaubendes Leben beim Zirkus. Durch diese Erzählform ahnt man schon, dass etwas im Zirkus schief gehen muss, was die Spannung schürt. Zudem ist es immer wieder sehr ergreifend, wie schlecht es Jacob ins einem Pflegeheim geht. Wieder eine Problematik, worauf die Autorin eingeht. Alles in allem also ein sehr gelungener Schreibstil, der von Anfang an eine mulmige und traurige Stimmung beim Leser weckt.

Zum Cover kann ich nicht viel sagen, da ich das Taschenbuch zum Film gekauft habe. Wirklich schön finde ich solche Filmcover eigentlich nicht. Die Bilder in der Mitte waren recht nett, um sich auch von der Elefantendame Rosie ein besseres Bild machen zu können. Der Titel wird übrigens von der Autorin innerhalb der Geschichte geschickt mit aufgenommen ;-)

In der gleichen Nacht schleichen Marlena und ich uns in die Menagerie und holen Bobo zu uns ins Abteil Wenn schon, denn schon.
(Seite 394)

Fazit:
“Wasser für die Elefanten” erhält von meiner Seite 4,5 Sterne. Die Geschichte ist sehr rührend und fesselt den Leser bis zum chaotischen Ende. Jacob als Protagonist ist sehr authentisch, egal ob als junger Tierarzt oder alter Mann. Er hat durchgehend mein Mitgefühl geweckt. Für mich ist der Roman in jedem Fall ein absoluter Lesetip, denn die Geschichte ist nicht nur melancholisch, traurig, sondern auch spannend und birgt ein sehr ergreifendes Ende.

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Kann der Film mit dem Roman mithalten?

Nein, ganz und gar nicht. Der Film ist nett, hat eine gute Besetzung und die Bilder sind gelungen. Aber trotzdem kann der Film nicht mit dem Roman mithalten, denn dafür wurde einfach zu viel verändert und gekürzt in der Filmversion. Onkel Al gibt es nicht, im Film ist August der Zirkuschef, wodurch die Charaktere in ein ganz anderes Licht gerückt werden. Zudem fehlen wichtige Details, kleine Textpassagen, die im Film einfach ignoriert wurden, aber die den kleinen und feinen Unterschied zwischen Buch- und Filmversion machen. Außerdem bin ich mir wirklich nicht sicher, ob die Elefantendame im Film die Kunststücke wirklich freiwillig gemacht hat oder ob hier auch Quälerei im Spiel war … :-(
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Wasser für die Elefanten
Wasser für die Elefanten von Sara Gruen (Audio CD - 16. Juni 2011)
EUR 19,95
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