Fashion Sale Hier klicken Kinderfahrzeuge calendarGirl Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More sommer2016 Bauknecht Kühl-Gefrier-Kombination A+++ Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip NYNY

Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen186
4,0 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 19. März 2010
Alpenglimmen - dieses Wort faßt meinen Leseeindruck in aller Kürze zusammen. Denn für ein Alpenglühen fehlt diesem Buch etwas, dafür ist es nicht Krimi genug.
Aber der Reihe nach. Das Cover des knapp 400 Seiten starken Werkes von Jörg Maurer ist ansprechend gestaltet und bereitet den Leser gut auf das vor was ihn erwartet: Dorfidylle, eine Menge Klamauk, ein herausragendes Ereignis - und das ganze gut durchmischt mit einer Krimihandlung.
Die ersten Seiten bereiten Lesevergnügen pur, locker-flockig werden einige skurrile Personen vorgestellt, ein Unfall wird zum Mordanschlag, ein weiterer Mordanschlag ohne Täter findet statt und der sympathische Ermittler Hubertus Jennerwein betritt die Bühne.
Maurers Schreibstil ist flüssig, seine Ironie durchaus witzig - aber manchmal wird es einfach zu viel. Die Bäckerei Krusti mit ihren Obama-Semmeln z.B. ist meiner Meinung nach gnadenlos überzogen dargestellt, bei solchen Textstellen rutscht es ab ins "Flache" - und genau das hat mir das Lesevergnügen etwas verdorben. Für meinen Geschmack wäre der Autor in diesem Punkt mit einem "weniger ist manchmal mehr" gut beraten gewesen, derartige Stellen etwas zu verkürzen würde das Buch um runde 50 Seiten schrumpfen lassen und die Handlung somit dichter gestalten.
Aber ich will nicht nur kritisieren, sooo schlecht ist das Buch nun auch nicht. Jörg Maurer versteht sein Handwerk, die agierenden Personen aus aller Herren Länder sind gut dargestellt, die Dialoge ein wahres Schmunzel-Vergnügen, Kommissar Jennerwein hat die volle Sympathie des Lesers und der bayerische Humor paßt hervorragend in die Handlung. Letztere ist manchmal etwas verwirrend, was meiner Meinung nach auch daran liegt, dass die humorigen Stellen den Leser stark ablenken. Man liest dieses Buch halt doch anders -sprich weniger aufmerksam- als einen Krimi...
Fazit: ein nettes Buch für Freunde von Sprachwitz und skurrilen Persönlichkeiten - für echte Krimileser, die einen dichten Handlungsstrang erwarten, wohl ehr nicht geeignet.
22 Kommentare|36 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 13. März 2010
Nachdem Föhnlage", der Erstling des Musikkabarettisten Jörg Maurer, eines meiner persönlichen Highlights des Jahres 2009 war, habe ich natürlich mit Freude und Spannung das neue Werk des Garmisch-Partenkircheners erwartet und gelesen!

Auch diesmal sind wir wieder zu Gast im namenlosen Kurort", der nichts anderes als die Heimatstadt des Autoren sein kann. Das altbekannte Team um den unauffälligen Kommissar Hubertus Jennerwein hat diesmal einen besonderes kniffligen Fall vor sich, den es zu lösen gilt: Beim Neujahrsspringen wurde der einzige dänische Skispringer im Feld beschossen und stürzte in der Folge und verletzte sich lebensgefährlich. Nachdem man anfangs gar nicht von einem Mordanschlag ausgehen will, wird eine Ermittlung zwingend erforderlich, als sich der als "Marder" titulierte Kopf in einem Gipfelbuch zu Wort meldet und weitere Anschläge ankündigt, die in der Folge auch nicht ausbleiben ...
Doch nicht nur mit dem Marder muss sich das Ermittlungsteam herumschlagen, denn auch ein chinesisches Dreierkommando hat sich im Kurort einquartiert, um dort ein ranghohes Mitglied der Sportfunktionärsriege notfalls mit Gewalt davon zu überzeugen, die olympischen Spiele 2018 doch in China abzuhalten. Während Anschläge auf den Ort die ganze Aufmerksamkeit des Kommissars erfordern, machen die Chinesen derweil Sache mit dem aus dem Vorgängerband bekannten österreichischen Problemlösers Karl Swoboda.

Die Charaktere sind gleich (sympathisch) geblieben, die aus dem Vorgängerband bekannten Rituale (rauchfreie Raucherpause, etc.) wurden wieder übernommen und Maurer zaubert einige Running Gags aus dem Hut, wenn es beispielsweise im lokalen Szenetreff der Bäckerei Krusti" jeden Tag neue Semmelkreationen à la die Barack-Obama-Semmel" oder das Sex and the Village-Laiberl" gibt. Diese nebenbei eingeflochtenen Gags erhöhen den Spaß der Lektüre ungemein und Maurer zeigt sich als wahrer Meister der Sprache, indem er jede Sprachebene ausführlich bedient und er Vergleiche wie folgende findet: Gegen uns ist jedes Grab wie ein Twitterblog!"
Der Plot ist diesmal deutlich komplizierter als in Föhnlage" und somit bringt das Buch auch ein paar mehr Seiten mit. Leider schafft es Jörg Maurer nicht ganz an die Atmosphäre des Vorgängers heran und beschränkt die Handlung nicht auf zwei, sondern drei Stränge, was die Geschichte etwas unübersichtlicher macht eingedenk der vielen Protagonisten. Doch alle Kapitel, die stilecht mit Kuh-Konterfei eingeleitet werden, sind angenehm kurz und machen so aus der Geschichte, die mancher beim Anblick der Front als schlichten Regionalkrimi abtun könnte, einen gut funktionierenden Krimi mit Thrillerelementen, der vorzüglich zu unterhalten weiß!

Fazit: Ein sprachlich ungemein lebendiger, parodierender aber immer noch als spannender Krimi, den man beim Anblick des Covers so nicht unbedingt erwarten dürfte!
0Kommentar|43 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Oktober 2011
Es ist wohl der 2. Band um Kommissar Hubertus Jennerwein, dem Kriminaler, der aussieht wie Hugh Grant, den ersten habe ich noch nicht gelesen, den 2. umso lieber. Es findet gerade das alljährliche Neujahrsspringen statt, der Ort ist voller Menschen und auch voller Promis. Da stürzt ein dänischer Skispringer und schnell kommt der Verdacht auf, dass ein Anschlag stattgefunden hat. Hat man auf ihn geschossen? Der nicht genannte Ort ist Bewerber für die olympischen Winterspiele 2018 und daher im besonderen im Focus des anwesenden IOC Chefs Jaques Rogge, der stark bewacht dem Unglück zusehen muss.
Hubertus Jennerwein und sein Team reisen an, um die Spur aufzunehmen und da passiert auch schon der nächste Anschlag: eine durch Exlosion ausgelöste Lawine verschüttet die Mitarbeiter einer Firma, die ein bißchen Survivaltraining zur Teambildung machen. Dem Leser wird schnell klar, was Jennerwein erst noch herausfinden muss: es handelt sich um 2 verschiedene Täter und Ziele.
Dieser Kriminalroman ist voller schwarzem Humor und toll skurril gezeichneten Personen und trotz mehrerer Ermorderter liest es sich auch wie eine bayrische Komödie. Der Autor schreibt mit einem wunderbaren Wortwitz und so wachsen einem alle Figuren schnell ans Herz - allen voran natürlich Jennerwein, der wie viele seiner Kollegen ein dunkles gesundheitliches Geheinmnis hat, von dem niemand weiß. Ich finde, dass hier mal ein besonderer Krimi mit hervorragendem Lokalkolorit vorliegt und nicht nur durch das Cover unter der großen Krimiflut hervorsticht. Und deswegen werde ich sogleich auch die anderen von Maurer vorliegenden Krimis mit Vergnügen lesen!
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. März 2010
Wer wissen will, warum das Cover genau so lustig ist, wie es ist, muss bis fast zum Ende lesen, um die Erklärung zu finden. Es sei vorausgeschickt, dass das Durchhalten absolut kein Problem ist. Diese überdrehte Parodie kann man gar nicht aus der Hand legen; überdreht ist sie mehr als genug, aber so charmant und witzig, dass alles zusammen passt.

Doch von Anfang an: Kommissar Jennerwein wird zur Olympiaschanze gerufen. Während des Neujahrsspringens stürzt ein dänischer Springer mitten im Sprung regelrecht ab und kurz nach der Tat behauptet ein passionierter Jäger, dass er nach Zeitlupenanalyse des Sprungs sicher sei: Der Däne ist beschossen worden. Die Polizei geht dem Hinweis leider ergebnislos nach; statt einer Lösung bekommen sie es zunächst mit einem ominösen Bekennerschreiben zu tun, der dann von einem Anschlag auf eine Gruppe von Adventure-wütigen Managern getoppt wird. Jennerwein, die örtliche Polizei und eine handverlesene Truppe von Profilern und Spurenspezialisten jagen einen Täter, der sich ausgiebig über sie lustig zu machen scheint.

Was zu Beginn ganz harmlos anfängt, entpuppt sich schnell als ausgelassene Krimiparodie, die -ganz authentischer Alpenkrimi- in jedem Kapitel von der Coverkuh geziert wird. Nichts, was Jörg Maurer am Genre heilig ist und nichts, was nicht im Kakao landet. Da zeitgenössische Ermittler von ihrern Schöpfern stets mit einem Defekt irgendeiner Art versehen werden (ob nun leerer Kühlschrank oder zerrüttete Familie etc), bekommt Jennerwein freilich auch was ab, damit er nicht so alleine dasteht. Maurer greift in die Vollen und es scheint ein Wunder, dass Jennerwein noch ermitteln kann. Spurenspezialist Becker fährt ein Equipment auf, das selbst die Kollegen vom Fernsehen, namentlich die ganzen CSI-Teams, vor Neid erblassen lassen würde. Becker verfügt über einen Dummy, der sogar Skispringen kann. Wie außerordentlich nützlich!
Die regionalen Adventure-Touren protzen mit ungeheuer aufregenden Events: Winterbesteigungen in historischen Gewändern, Canyoning mit Steinzeitausrüstung - und je sinnfreier, desto bedeutender fallen sie natürlich für die Beurteilung von Teamfähigkeit, Kreativität, Durchsetzungskraft etc pp usw für die teilnehmenden Manger und angehenden Führungskräfte aus. Als Sahnehäubchen gibt Pierre Brice den Kini. Wenn das kein wahres Incentive ist!

Diese sprudelnde Phantasie zieht sich durch das gesamte Buch. Vom Motiv für die Untaten bis zur Besetzung der "Neben"rollen in Form von Promis und Superpromis, die die Events bevölkern. Selbst die Bayern müssen sich ein bisschen ärgern lassen, aber nicht zu sehr und auch mit liebevollem Augenzwinkern, damit Maurer seine Wohnung in Bayern behalten darf.
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. März 2010
Das kommt also dabei heraus, wenn ein Kabarettist einen Krimi schreibt: Ein kurzweiliger, intelligemter, keinen Gag scheuender, dabei aber die Spannung nie aus den Augen verlierender Alpenkrimi.

Kommissar Jennerwein und sein Team werden diesmal direkt herausgefordert: Attentate im alpenländischen Kurort (unschwer als Garmisch-Partenkirchen zu identifizieren) und dazu geradezu unverschämte Bekennerschreiben. Da scheint sich einer ganz sicher zu sein. Der erste Anschlag auf einen dänischen Skispringer ging beinahe noch als Unfall durch, aber dann wurde eine Weißwurst, eines der bayrischen Nationalsymbole, vergiftet. Nicht nur der Ruf des Kurortes steht auf dem Spiel, sondern auch seine Bewerbung als Austragungsort für die olympischen Winterspiele. Der Attentäter scheint mit der Polizei zu spielen. Aber welche Rolle spielen die beiden Chinesen oder der arabische Milliardär, der seinerseits die Winterspiele nach Dubai (!) holen möchte. Es geht drunter und drüber, vielfältige Handlungsstränge werden entwickelt, einige Running gags ausgearbeitet (z.B. die Trivialromane der Pensionswirtin, der unglaubliche Einfallsreichtum der Bäckerei Krusti oder der Polizei-Dummy Gisela). Obwohl ziemlich bald klar ist, wer hinter den Attentaten steckt, bleibt bewundernswerter Weise die Spannung bestehen, der liebevolle, spöttische Witz verleitet immer wieder zum Kichern. Sicher kein Krimi für ausgesprochene Hardboiled-Thriller Fans, die das Genre ganz ernst nehmen, aber ein großes Vergnügen für alle anderen!
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 22. Januar 2011
Der zweite Krimi von Jörg Maurer "Hochsaison" hat mit kleinen Schwächen zu kämpfen, jedoch ist das Buch unterhaltsam. Sein Schreibstil ist leicht und einfach zu lesen. Man kann schnell in die Geschichte eintauchen und mit auf Spurensuche gehen. Maurer läßt mehrere Handlungen parallel laufen, die dann aber zu einem Strang werden. Man sollte den ersten Krimi gelesen haben, um die Querverweise besser verstehen zu können. (Es geht aber auch ohne ersten Teil.) Die Charaktere werden wieder ein bißchen mehr ausgebaut und bekommen langsam ein besseres Profil. Maurer verteilt großzügig seinen spitzen Humor an die Charaktere und gibt so dem Buch eine besondere Humornote. Am Ende bleiben ein paar kleine Fragen offen, die wahrscheinlich im dritten Buch beantwortet oder weitergestrickt werden.
Worum geht es im Buch? Beim Neujahrsspringen verunglückt der dänische Skispringer und sorgt damit für Hektik. Denn der alpenländische Kurort will bald die Olympischen Spiele ausrichten und da ist so ein Unfall für das Image ganz schlecht. Wie konnte der Unfall passieren? Unglück oder Mord? Jennerwein, der Kommissar und seine Truppe können keinen Anhaltspunkt für einen Anschlag finden. Doch dann bekommt Jennerwein einen Bekennerbrief, der im Gipfelbuch eingetragen wurde. Weitere Anschläge sind geplant. Was will der Marder (von der SoKo benannt) erreichen? Warum ist er immer einen Schritt voraus? Die Unruhe im Kurort wird größer und Jennerwein muss die Anschläge verhindern. Große Portion Humor, Ironie und eine eigenwillige Krimigeschichte...gut zu lesen und somit eine gute Unterhaltung.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. April 2010
Kurzbeschreibung:
Beim Neujahrsspringen in einem alpenländischen Kurort stürzt ein Skispringer schwer - und das, wo Olympia-Funktionäre zur Vergabe zukünftiger Winterspiele zuschauen. Wurde der Springer etwa beschossen? Jennerwein ermittelt bei Schützenvereinen und Olympia-Konkurrenten. Als ausgerechnet in einem Gipfelbuch per Bekennerbrief weitere Anschläge angedroht werden, kocht die Empörung im Ort hoch: Jennerwein muss den Täter fassen, sonst ist die Hochsaison in Gefahr...

Witzig-spritzig ist Jörg Maurers zweiter Alpenkrimi. Und er ist genauso, wie man sich einen Krimi NICHT vorstellt!

Kommissar Jennerwein ist unauffällig wie Hugh Grant und hat seine Macken und auch einige Probleme.
Als in der Hochsaison ein Skispringer schwer stürzt, denkt auch er eher an einen Unfall. Erst durch einen verrückten Einwohner des Dorfes, wird er auf die Fährte geschickt.

Die Handlung ist skurril und voller Sprachwitz, mit Ironie und Sarkasmus bis oben hin gefüllt. Die Figuren sind total schräg aber trotzdem liebenswürdig. Und trotz Allem ist es ein ernstzunehmendes Buch. Originell konstruiert und in mehreren Handlungssträngen erzählt, wird die Handlung komplex und tiefgründig. Spannend und flüssig, lässt sich die Geschichte schnell lesen und die mit viel Raffinesse gelegten falschen Spuren verfolgen.

Und auch das Cover passt wie die Faust aufs Auge zu Jörg Maurer, der Erzählweise und auch der Geschichte. Die freundliche Kuh eröffnet die knackig kurzen Kapitel, sodass man kaum aufhören kann.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. März 2010
Meine Eindrücke vom Hören von Jörg Maurer "Hochsaison":

Kommissar Jennerwein ermittelt in einem alpenländischen Kurort (Garmisch-Partenkirchen wird nicht direkt erwähnt, ist aber zu erkennen) im Fall des beim Neujahrsspringen schwer gestürzten dänischen Skispringers. Wurde auf den Skispringer geschossen? Die Funktionäre, allen voran der IOC-Präsident, sind vor Ort, es geht um die Vergabe der Olympischen Winter Spiele 2018. Es gibt Gegner, die die Spiele nicht im Kurort haben wollen und welche, die sie lieber in China oder in der saudi-arabischen Wüste hätten. Als der Fall schon zu den Akten gelegt wird, es ist mittlerweile Frühling, gehen Bekennerschreiben ein und es geschieht einiges, was die Leute im Ort in Aufruhr versetzt, es geht drunter und drüber, schließlich gerät die Hochsaison in Gefahr. Es beginnt eine spannende Jagd nach mehreren Verdächtigen. Internationale Verwicklungen, bei denen italienische und chinesische Mafia, sowie Araber eine Rolle spielen, machen die Suche nicht einfacher.
Ein Hörerlebnis für Freunde schwarzen Humors! Da werden die innergemeindlichen Probleme auf die Schippe genommen, genauso wie Stümperhaftigkeit von manchem Möchtegernkriminellen. Und am Ende gibt es auch noch eine "dicke" Überraschung!
Jörg Maurer liest nicht nur, er trägt vor, schlüpft mit Ausdrucksweise und Ton in die einzelnen Charaktere, gibt ihnen so eine hörbare Form. Man kann sich in die Personen versetzen, ihre Stimmungen mitfühlen. Der ironische Unterton, der den Kabarettisten in ihm ausmacht, begleitet den Text ständig.

Gerne hätte ich "Highway to hell" in der Zitherversion gehört!;-)

Hat Spaß gemacht Zuzuhören, es war ein Erlebnis!
0Kommentar|16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. März 2010
"Hochsaison" war das erste Buch, das ich von Jörg Maurer gelesen habe, den Vorgänger kannte ich nicht. Um es kurz zu machen: Ich bin überrascht und ziemlich beigeistert!

Meine Erwartungen wurden weit übertroffen, da ich eigentlich nur mit einem weiteren von Lokalkolorit überzogenen Regional-Krimi gerechnet hatte. Aber: Kein Vergleich mit den sonst üblichen, mitunter ausufernden Beschreibungen von Örtlichkeiten, die man soweiso nur nachvollziehen kann, wenn man schon mal da war oder zufällig am Ort des Geschehens wohnt. Statt dessen liebenswerte Charaktere, skurille Gangster und eine abstruse Geschichte - ich habe in letzter Zeit keinen so guten, weil auch lustigen Krimi mehr gelesen.

Da kann man nur hoffen, dass Jörg Maurer schnell den nächsten Krimi folgen lässt!
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Nach und nach habe ich nun alle bis dato (2014) erschienenen sechs Hörbücher von Jörg Maurers skurriler Alpenkrimi-Reihe um Kommissar Hubertus Jennerwein gehört und mein Fazit fällt - verhalten - positiv aus.

Es handelt sich eigentlich nicht um Krimis im klassischen Sinn, eher ist es eine Art oberbayerisches Krimi-Kabarett mit viel Sprachgewandtheit und Wortwitz. Vieles wird überzeichnet und wirkt manchmal etwas angestrengt komisch (die Namen der handelnden Personen, die dargestellten Charaktere, ihre Motive, die Örtlichkeiten usw.). Bekannte Klischees werden genüsslich und mit Augenzwinkern bedient. Die Handlung bewegt sich oft fernab jeder Realität, alles ist möglich. Getreu dem Motto „Die Welt ist nicht genug“ geben sich in dem kleinen oberbayerischen Kurort Mafiavertreter aus Russland, Asien und Südeuropa die Klinke in die Hand, haben auch mal Geheimdienste und das BKA ihre Finger im Spiel.

In den Hörbüchern, die allesamt vom Autor selbst gelesen werden, merkt man deutlich, wie viel Vergnügen es Jörg Maurer offensichtlich bereitet, solche aberwitzigen Kriminalfälle vor alpenländischer Kulisse zu inszenieren. Sie sind eigentlich mehr Hörspiel als Hörbuch, jedem Charakter verleiht Jörg Maurer seine eigene Stimmlage, Klangfarbe und Dialekt. Dennoch bleiben alle beteiligten Ermittler – und daran ändert sich leider auch im Laufe der Reihe nichts – genauso blass und unauffällig, wie die Figur des Kommissars Jennerwein vom Autor beschrieben wird. Man erfährt so gut wie nichts über deren Vergangenheit, ihr Privatleben, ihre Beziehungen und ihre Gefühle. Alles konzentriert sich auf die Schilderung der Ermittlungsarbeit, die Beschreibung der Fakten und den Fortgang des Falls. In diesem Punkt unterscheiden sich die Maurer-Krimis von anderen Alpenkrimis, beispielsweise denen eines Andreas Föhr oder der Kluftinger-Reihe von Klüpfel/Kobr, in denen es erheblich mehr „menschelt“.

„Hochsaison“, Jennerweins zweiter Fall, kommt zwar nicht ganz an den Vorgänger „Föhnlage“ heran, bietet aber dennoch bewährte Krimi-Unterhaltung. Der Autor möchte hier für meinen Geschmack einfach zu viel in eine Episode hineinpacken. Die Vergabe olympischer Winterspiele, ein Attentat auf einen Skispringer sowie in der Folge eine Serie weiterer angekündigter Anschläge, die von den Lokalpolitikern verständlicherweise als Bedrohung für den örtlichen Tourismus angesehen werden. Kommissar Jennerwein muss schnell Ergebnisse liefern. Ab und zu verliert man sich beim Hören etwas in den parallel verlaufenden Handlungssträngen, eine stärkere Konzentration auf das Wesentliche wäre wünschenswert gewesen.

Was beim ARD-Tatort die Münsteraner Fälle mit Thiel und Börne, das sind bei den bayerischen Regionalkrimis die Episoden mit Jennerwein, Schmalfuß, Ostler, Hölleisen und wie sie noch alle heißen. Humor vor Logik, Sprachwitz vor Spannung. Darüber sollte man sich im Klaren sein. Konservative Krimi-Freunde mögen daher durchaus ihre Schwierigkeiten haben, mit Kommissar Jennerwein und seinem Team warm zu werden. Wer bei einem Krimi aber zuallererst gut unterhalten werden möchte, ist hier goldrichtig.

Man sollte zwar, muss die Titel aber nicht unbedingt in der Reihenfolge ihres Erscheinens lesen bzw. hören, da nur gelegentlich auf Geschehnisse in vorherigen Episoden Bezug genommen wird. Es sind weniger die Ermittler, sondern vielmehr die Nebenfiguren wie der österreichische Problemlöser Swoboda oder das Bestatterehepaar Grasegger, die im Laufe der Serie weiterentwickelt werden.

-> Insgesamt gute 4 Sterne.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen