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am 10. Juni 2014
Auch der zweite Fall für das sympathische Ermittlerduo Karl Maria Katz und Daniela Mayer besticht nicht durch actionreiche Szenen und atemberaubender Spannung, sondern durch seine detaillierten Beschreibungen der Charaktere, ihre Stärken und Schwächen sowie der stückweisen Aufdeckung von spannenden Details, die zur Aufklärung des Falles führen – oder auch nicht.

Es macht sehr viel Spaß, zusammen mit dem Ermittlern zu rätseln, wer hinter den Taten stecken könnte und obwohl kurz vor dem Ende klar ist, um wen es sich handelt, schaffte es die Autorin nochmal, mich mit unerwarteten Wendungen zu überraschen.

Die Beschreibungen der Protagonisten sind für mich mit ein Höhepunkt der Katz-und-Mayer-Reihe: sie werden so liebevoll und detailliert beschrieben mit ihren Stärken und Schrullen, daß ich mich bei jeder neuen Figur darauf freue, sie näher kennenzulernen. Beinahe alle haben ihr Päckchen zu tragen und der erste Eindruck ist nicht unbedingt der Richtige. Ganz stark finde ich die Beschreibung der Mimiken und Gesten, durch die ich mir die Figuren besonders gut vorstellen kann. Und dann natürlich der Wiener Dialekt, den ich besonders gerne höre und lese, kommt auch hier wieder zum Zuge und macht den Krimi sehr authentisch.

Daniela Mayer und Karl Katz sind inzwischen ein richtig gutes Team geworden, und nicht nur das: man merkt, daß zwischen den Beiden auch Freundschaft besteht. Die Intuitionen der Beiden gehen meist in dieselbe Richtung, wodurch sich die Zusammenarbeit sehr harmonisch gestaltet. Was mir an Katz gut gefällt, daß er, obwohl er ein genialer Ermittler ist, der schon einige Berufsjahre auf dem Buckel hat, Daniela nicht bevormundet, sondern sie selbständig arbeiten läßt. Außerdem ist er sehr sensibel, wenn es darum geht, Daniela auf ihre Schwächen aufmerksam zu machen, ohne sie zu verletzen.

Daniela fühlt sich trotz ihrer Vorbehalte im ersten Band relativ wohl mit ihrer neuen Stelle im LKA und ihrem Kollegen Katz. Sie steht zwar auch weiterhin nicht gerne im Mittelpunkt, aber wenn es sich wie bei dem aktuellen Fall nicht vermeiden läßt, dann steht sie ihre Frau. Außerdem weiß sie, daß sie sich auf ihre Kollegen verlassen kann.

Besonders habe ich mich darüber gefreut, daß meine beiden Lieblings-Nebenfiguren aus dem ersten Buch hier auch wieder zum Einsatz kommen: Danielas ehemaliger Kollege Oppitz und Karls bester Freund Alexander.

Raffiniert ist der Aufbau des Buches, der komplett dem Golfsport entspricht: die gesamte Handlung spielt auf dem Golfplatz „Three Oaks“, einer 18-Loch-Anlage, auf der 2 Runden, sprich 36 Kapitel, gespielt werden. Zwei Runden deshalb, weil es zwei Flights gibt, also zwei Gruppen, die miteinander eine Runde absolvieren.

Der Leser muß übrigens keine Angst haben, die vielen Golfausdrücke nicht zu verstehen. Anfangs versteht man, wie Mayer und Katz, nur Bahnhof, wenn einem die ganzen Begriffe um die Ohren geschlagen werden, aber zusammen mit den Ermittlern wird auch dem Leser allmählich die Welt des Golfsports näher gebracht. Zudem gibt es im Anhang ein Golfglossar sowie ein Glossar der Wiener und Spezialausdrücke und ein Personenverzeichnis.

Ich freue mich nun sehr auf den dritten Band der Wiener Krimireihe, der Anfang nächstes Jahr erscheinen soll.
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am 15. Dezember 2014
Zwischen Golfern und normalen Menschen liegt immer ein kleiner Ball, der gespielt werden kann.
(Manfred Barthel (*1924), dt. Schriftsteller )

Sabina Naber ist in der Krimiszene seit Jahren wohlbekannt und hat bereits einen großen Fankreis.
›Caddielove‹ ist der zweite Fall für Mayer und Katz, einer neuen Krimireihe der Autorin, die im Gmeiner Verlag erscheint. Der Vorgänger „Marathonduell“ wurde für den Leo Perutz Preis 2013 nominiert. Auch die Fortsetzung ist sicher ein heißer Anwärter auf den begehrten Krimipreis.

Gruppeninspektorin Daniela Mayer und Chefinspektor Karl Maria Katz müssen in „Caddielove“ wieder gemeinsam einen verzwickten Fall lösen. Denn nach der erfolgreichen Festnahme im Fall „Marathonduell“ wechselte Daniela zum LKA.

In einem Golfclub kommt es zur großen Katastrophe. Mitten auf dem Platz explodiert ein Golfball, der augenscheinlich mit einer Bombe samt Fernzünder präpariert war. Der Mann, dem der Anschlag galt, ist sofort tot.
Der Sponsor des internationalen Damen-PGA, der auf diesem Golfplatz ausgetragen werden soll, will daraufhin abspringen. Das könnte den Club in den Ruin treiben. Auch die junge und aufstrebende Profispielerin Stella Dielenhoff wäre davon betroffen.

Kurzerhand wird das ganze Clubareal abgesperrt, denn Mayer und Katz bleibt nichts anderes übrig als den Fall so schnell wie möglich aufzuklären, bevor noch ein weiteres Unglück geschieht.

Dabei gehen sie perfide vor: Katz, der eigentlich im Krankenstand ist, weil er angeblich an einem „Magen-Darm-Virus“ laboriert, fungiert als Undercoverpolizist und mischt sich unter die Clubgäste, während Daniela Mayer einen nach dem anderen in einem extra Raum, direkt in der Clubanlage vernimmt. Dabei wühlen beide tief in der Vergangenheit der Clubmitglieder und kommen dabei dem Täter immer näher. Doch dann geschieht ein zweiter Mord ...

›Caddielove‹ ist ein spannender Krimi nach guter alter Agatha Christie Manier. Von Anfang an ist klar, dass der Täter ein Clubmitglied sein muss, das ergibt einen überschaubaren Kreis von Verdächtigen. Was die Ermittlungen nicht unbedingt leichter macht, da die Mitglieder einander entweder schützen oder anschwärzen. Es wird gelogen und betrogen. Jeder hat Geheimnisse, die nach und nach aufgedeckt werden. Zusätzlich erfährt der Leser Wissenswertes über den Golfsport.

Diese Informationen wurden von der Autorin sehr geschickt und auch für Laien verständlich eingebaut. Nach der Danksagung findet sich zusätzlich ein Golf-Glossar, in dem einige Begriffe näher erklärt werden.

Die Hauptfiguren bekommen im zweiten Buch noch mehr Tiefe. Auch merkt man, dass sich die beiden mttlerweile recht gut verstehen, auch wenn sie das nicht immer zeigen. Man lernt zudem ganz neue Facetten der Figuren kennen und lieben.

Auch Nebenfiguren, wie Alex und Staatsanwalt Rössler bekommen hier wieder ihren Auftritt.

Das Buch ist in vier Haupterzählstränge (Perspektiven) gegliedert: Stella (in Tagebuchform), Mayer (Vernehmungen) , Katz (im Gruppenraum bei den Mitgliedern) und der Mörder.

Die Kapitel sind angenehm kurz. Da die Perspektiven nur kapitelweise wechseln, liest sich das Buch angenehm und zügig.

Sabina Naber versteht es meisterhaft einen schönen Spannungsbogen zu bauen, setzt geschickt überraschende Wendungen ein, würzt das Ganze mit interessanten Infos und schmeckt es mit Humor ab.

Eben ein perfekt erdachter Krimi, mit einem stringenten Plot und authentischen Figuren in einem interessanten Umfeld.

Fazit: Der zweite Fall von Mayer & Katz ist ein spannender, geheimnisvoller, sehr empfehlenswerter Cosy-Wohlfühl-Krimi, den man abends vor dem Kamin mit einem Glas Wein genießen sollte. Zusätzlich bringt der Roman unkundigen Lesern die Welt des Golfsports näher, und passionierte Golfer werden wohl manchmal schmunzeln müssen, oder sich vielleicht auch wiedererkennen.

Sabina Naber hat sich wieder einmal selbst übertroffen. Dieser Krimi schreit geradezu nach einer Verfilmung oder Bühnenadaption. Man darf gespannt sein, wohin der dritte Fall von Mayer und Katz führen wird.
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am 27. Dezember 2014
Bei einer Explosion auf einem Wiener Golfplatz wird ein Golfspieler tödlich verletzt. Umgehend nehmen die Inspektoren Mayer und Katz die Ermittlungen auf. Kurze Zeit später wird eine andere Sportlerin in nächster Nähe tot aufgefunden. Für Mayer und Katz eine schwierige Situation, beide tappen im Dunkeln und verschiedene Mitglieder des Clubs haben einige Geheimnisse. Für die beiden beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.

Als ich den Klappentext gelesen habe, sah ich, dass sich diese Geschichte in Wien abspielt. Da ich ein grosser Wien Fan bin, war ich sofort Feuer und Flamme. Doch wurden meine Erwartungen enttäuscht. Denn der Leser wird in eine Welt des Golfsports entführt, was für mich in der Regel kein Problem wäre, doch die ganzen Golfbegriffe waren für mich zu viel des Guten. Hinten in einem Glossar waren die Fachausdrücke beschrieben, doch war es sehr mühsam, immer wieder nach hinten zu blättern, um die Erklärungen zu lesen. Mit diesem Buch war ich schlicht und einfach überfordert. Dadurch konnte ich mich nicht richtig auf die Handlung konzentrieren und der Krimi verlor für mich an Spannung, was ich sehr bedauerlich fand. Leider konnte mich dieses Werk nicht überzeugen.
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TOP 1000 REZENSENTam 25. Februar 2014
Sabina Naber präsentiert hier ihren zweiten Fall für das Ermittlerteam Mayer und Katz. Ein Regionalkrimi, der eigendlich keiner ist. Krimi schon, regional nur im übertragenden Sinne...Der Leser darf sich auf turbulente Ermittlungen, im vorurteilsbehafteten Golfermillieu freuen. Ein Katz und Maus-Spiel.

Zum Inhalt:
"Explosion auf einem Wiener Golfplatz, Leichen im Keller des Clubmanagers und eine junge Profigolferin, deren selbst ernannter Beschützer seine Aufgabe etwas zu ernst nimmt - Chefinspektor Katz und Gruppeninspektorin Mayer tappen verwirrt durch die ihnen unbekannte Welt des Golfs und die dunkle Vergangenheit einiger Clubmitglieder, können aber einen weiteren Mord nicht verhindern. Erst als sie die ihnen zunehmend klarer werdenden Regeln des Spiels verinnerlichen, nehmen sie die Spur des Täters auf."

Schreibstil:
Der klassische Krimi ist es nicht, denn die Autorin begibt sich in die mit Vorurteilen gepflasterte Welt der spießigen und versnobten Golfer. Sie bedient sich einer ganz anderen Art des Krimis, denn der Leser wird willenlos in ein mit Klischees behaftetes Millieu entführt und zunächst gekonnt an der Nase herum geführt. Irrungen, Wirrungen und Überraschungen. Sabina Naber lässt den Leser zuschauen und platziert den Leser mitten in die Golgergesellschaft und setzt ihn dem Golfleben hilflos aus. Autorin Naber bringt dem Leser den Schauplatz Wien nahe, denn sie schreibt teils in einer passenden Mundart und Ausdrucksweise. Als BonBon für Nicht-Wiener hat sie ein Glossar erschaffen, wo man fix alles wichtige nachlesen kann, hier gibt es auch die Fachausdrücke des Golfens erläutert. Sie spart auch nicht mit Tradition und Anekdoten der Geflogenheiten. Wir erfreuen uns an Insidern und bestimmten Sitten. Autorin Naber wartet mit einem Krimi auf, der auch ohne übertriebene Morderei und Blut gut unterhält und für Lesevergnügen und Spannung sorgt. Das Buch liest sich flüssig und unterhält. Sie schreibt flott, modern und trifft den Nerv der Zeit.

Charaktere:
Die Auswahl der Charaktere ist das Herzstück des Romans, denn hier treffen wir viele Persönlichkeiten und gerade das Team rund um die Ermittlungen wartet mit kuriosen Eigenschaften auf. Besonders angetan hat es mir Kommissar Katz, der eine unliebsame Undercovertätigkeit ausüben muss. Auch die Gedankenwelt um Daniela Mayer lässt den Leser unerwartetes erkennen. Schon bekannt aus einem weiteren Band, den ersten Fall, jedoch vermisst der Neuleser hier keine einzige Macke oder Eigenschaft der Charaktere. Gekonnt fügt die Autorin Informationen aus dem ersten Band in den zweiten ein, ohne dass man Lücken erkennen kann. Aber auch die Golfergemeinschaft bietet dem Leser viele unterhaltsame Momente und allem voran natürlich die bestätigten Klischees. Hier treffen wir auf sympathische und unsympathische Figuren und dürfen so manchen Überraschungsmoment erleben. Sabina Naber beweist großes Geschick, denn sie bringt die vielen Rollen und Nebenrollen in Einklang und lässt den Leser somit mitfühlen und ganz wichtig: Sie lässt den Leser an den Ermittlungen teil haben!

Meinung:
Das Treiben um den Golfclub fand ich sehr interessant und war absolut neu für mich. Auch dieses besondere Millieu mit allen Klischees und Vorurteilen zu nutzen hat mir gut gefallen. Schließlich bringt es viel Potential für eine Kriminalhandlung! Auch die regionalen Schauplätze sind gekonnt gewählt und machen das Geschehen lebendig und real. Die Kapiteleinteilung gefällt mir sehr gut und lässt das Buch sehr locker wirken. Leider hat das Buch für mich jedoch eine Schwäche im Spannungsbogen, dieser beginnt recht spät zu steigen, ist er jedoch ganz oben, gibt es kein Halten mehr und die Ereignisse überschlagen sich fast. Aber dennoch bezaubert mich der Spannungswert des Buches. Gerade die Charaktere und die Schauplätze trumpfen hier enorm auf. Das Ende ist an sich abgeschlossen, lässt aber noch genügend Potential für einen weiteren Fall im Team Mayer und Katz. Man darf sich freuen, vielleicht Frau Haas und Katz nochmal gemeinsam zu erleben. Ein tolles Buch mit viel Persönlichkeit , Herzblut der Autorin und vielen Entdeckungen in einem neuen Millieu.

Die Autorin:
"Sabina Naber studierte Theaterwissenschaften mit einer Fächerkombination aus Germanistik, Geschichte und Philosophie in Wien. Sie arbeitete als Regisseurin, Journalistin und Drehbuchautorin.
Ihr erster Kriminalroman mit der Wiener Kommissarin Maria Kouba erschien 2002 bei Rotbuch, im März 2011 der sechste Band "Die Spielmacher".
2013 startete sie eine zweite Serie rund um das Team Mayer & Katz mit dem Roman "Marathonduell" (Gmeiner, nominiert für den Leo-Perutz-Preis 2013). 2014 folgte "Caddielove".
Sie schreibt auch Kurzgeschichten und ist Herausgeberin von Anthologien.
Für ihre Story "Peter in St. Paul" wurde Sabina Naber 2007 mit dem Friedrich Glauser-Preis ausgezeichnet.
Sie ist Mitbegründerin und Leiterin (2005 bis 2008) der österreichischen Plattform [...]; von 2010 bis 2013 eine von drei Sprechern des Syndikats [...].
Sabina Naber ist auch Trainerin in den Bereichen Sprechen und Schreiben [...].
Details zu Sabina Nabers Biografie finden sich auf ihrer Homepage [...]

Fazit:
Dieser Krimi ist nicht vollkommen, hat mich aber vollkommen Unterhalten und mir viele spannende Lesestunden bereitet. Es gibt von mir eine klare Leseempfehlung!
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am 5. Dezember 2014
war sehr spannend und interessant und vor allem auf "österreichisch" und nicht auf "deutsch" geschrieben, was den Genuss beim Lesen zusätzlich erhöhte. Das Ende des Bösewichtes hätte ich mir späktakulärer gewünscht, weil die Story so ausführlich war. Dass kein deutscher Ermittler dabei sein musste, hat mir besonders gefallen.
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am 14. Juni 2014
Inhaltsangabe:

Der zweite Fall von Mayer & Katz

Auf dem Wiener Golfplatz „Three Oaks“ explodiert eine Bombe. Markus Hohenfellner, das Opfer, war allseits unbeliebt, aber ist das ein ausreichendes Motiv für so einen Anschlag? Zumal ein wichtiges Profispiel veranstaltet werden soll, das nun in Frage gestellt ist. Gruppeninspektorin Daniela Mayer wird an den Ort des Geschehens gerufen und muss sich im Rahmen ihrer Ermittlungen mit Golfspielern, Golfregeln, Clubtratsch, und alles obendrein gewürzt mit unverständlichem Golfjargon, herumschlagen. Natürlich ist auch bald Chefinspektor Katz zur Stelle – aber diesmal in einer anderen Rolle als sonst. Und bald gibt es eine weitere Leiche; das heißt, die Ermittler müssen sich beeilen und in die merkwürdige Welt des Golfs eintauchen, um dem Mörder auf die Spur zu kommen ...

Der erste Satz:

„Ich muss meine Emotionen in den Griff bekommen.“

Meine Meinung zum Buch:

Ich habe den zweiten Teil der Krimireihe um „Mayer & Katz“ wieder sehr gerne gelesen.

Besonders spannend fand ich den Aufbau der Geschichte, die sich im Laufe eines einzigen Tages ereignet. Sie ist aufgebaut wie ein Golfspiel, statt 36 Abschlägen gibt es 36 Kapitel, die immer aus wechselnden Perspektiven erzählt werden. Das macht das Lesen abwechslungsreich, außerdem erfährt man als Leser viel über die Gedanken und Gefühlswelten der Spieler und auch der Polizei. Den Hauptanteil (ohne exakt nachgezählt zu haben) trägt Daniela Mayer und ihre Ermittlungsarbeit, aber ich fand es spannend, auch mal Daniela aus der Sicht einer von ihr Vernommenen zu erleben. Chefinspektor Katz kommt natürlich auch zu Wort und sorgt diesmal auch für Szenen, die mich zum Lachen gebracht haben.

Besonders gefreut habe ich mich, dass auch einige Figuren aus dem ersten Band wieder auftauchen. Allen voran natürlich der kapriziöse Alex, der immer für einen großen Auftritt gut ist. Aber auch Danielas Kollegen Oppitz und Kevin ermitteln wieder kräftig mit. Ich mag es, wenn ich Personen wiedererkennen kann, das ist ein Band, das die verschiedenen Teile einer Krimireihe sehr schön zusammenhält.

Nicht nur die Spleens der einzelnen Spieler und der für mich ebenso wie für Daniela Mayer unverständliche Golfjargon sorgen für eine eigene Atmosphäre, mit der man sich wie ein mit der Zeit wie ein Clubmitglied fühlen kann. Auch die immer wieder eingestreuten Wiener Ausdrücke lassen mich nicht vergessen, wo ich mich in der Geschichte aufhalte. Sowohl für den Golfjargon als auch für die Wiener Sprache findet man am Ende des Buches ein kleines Glossar, das mir besonders am Anfang sehr geholfen hat.

Die Geschichte wird chronologisch erzählt. Manche Gedanken schweifen zwar zurück zu Ereignissen in der Vergangenheit, die man dann aus der Sicht der jeweils erzählenden Person miterlebt. Aber die Geschichte selbst bleibt von der Zeit her auf einer Spur.

Das Ende fand ich sehr spannend aufgebaut und die Auflösung hat mich überrascht – was will ich mehr?

Mein Fazit: Buchtipp!
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Im Golfclub stirbt ein Mitglied, durch eine Explosion eines präparierten Golfballes. Ein Mitglied, welches nicht sonderlich beliebt war, sondern eher als cholerisch galt. Also gilt es für das Ermittlerduo Karl Katz und Daniela Mayer tätig zu werden!

Wir lernen in diesem Krimi nicht nur das Ermittlerduo kennen (schließlich ist das ja auch ein Mayer & Katz-Fall), sondern auch nunmal alle fiesen Einzelheiten über die grausam Explosion am Bunker, die Fleischstücke und -massen, sowie Gliedmaßenstummel beinhalten, welche den Golfplatz in ein Schlachtfeld verwandelt. Fand ich schon ziemlich grausam beschrieben, mutet fast schon an wie ein Thriller, weniger wie ein Krimi. Zuerst weiß man natürlich nicht, wer hinter diesem grausamen Anschlag steckt, ein weiteres Todesopfer wird gefordert! Als Leser bietet sich der ein oder andere als Verdächtiger an, eine heiße Spur da, ein stark Verdächtiger dort, aber natürlich tappt man im Dunkeln! Anfangs war ich wirklich sehr irritiert über die mir befremdlichen Ausdrücke, aber nach und nach kam ich gut in die Welt des Golfsportes hinein und war gefesselt bis zum Ende hin!

Das hinten angekündigte Personenregister finde ich sehr hilfreich, kenne es aber normalerweise nur vorne im Buch. Das Golfglossar eh und je, ohne das ich völlig aufgeschmissen gewesen wäre und das Wörterbuch österreichisch - deutsch natürlich auch, obwohl einige Begriffe auch mir als Deutsche gängig waren wie Abwasch, brodeln, schludern, putzig usw.

Ich vergeben wir 5 von 5 Sternen!
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am 10. März 2014
Auf einem Wiener Golfplatz explodiert ein präparierter Golfball und lässt von dem recht unbeliebten Vereinsmitglied Markus Hohenfellner wenig übrig. Für den Sponsor des in Kürze geplanten internationalen Turniers ist dieser Mordfall ein Grund, dem Club den Rücken zu kehren. Eine Katastrophe, nicht nur für die junge Profispielerin Stella, sondern auch für den Clubmanager Ronald Teutschnigg. Während Chefinspektor Karl Maria Katz noch mit einem Kater zu kämpfen hat, nimmt Gruppeninspektorin Daniela Mayer die Ermittlungen auf…

„Caddielove“ ist der erste Krimi, den ich aus der Feder von Sabina Naber gelesen habe und ich bin begeistert. Nicht nur, dass ich einen interessanten Einblick in die mir vorher völlig unbekannte Welt des Golfsports bekommen habe, auch eine gute Portion Wiener Charme, sowie viel Wortwitz, Situationskomik und die Eigenarten der Figuren haben mich bestens unterhalten. Natürlich kommt auch die Spannung nicht zu kurz, gilt es doch, zwei unabhängig voneinander agierende Mörder zu finden.

Als Schauplatz dient der fiktive Golfclub „Three Oaks“ in Wien, die Handlung wird kapitelweise wechselnd aus Sicht von unterschiedlichen Figuren erzählt:

Da ist zunächst einmal Gruppeninspektorin Daniela Mayer – sie ist intelligent, denkt gradlinig und analytisch und verfügt über eine große Portion Bauchgefühl. Nur auffallen mag sie nicht, sie bleibt am liebsten im Hintergrund. Mayer kämpft sich durch langwierige Befragungen und muss sich mit der dunklen Vergangenheit einiger Clubmitglieder auseinandersetzten. Außerdem hat sie keine Ahnung vom Golfsport – gut für den Leser, denn so lernt man gemeinsam mit der Gruppeninspektorin Schritt für Schritt die Grundlagen dieses Sports kennen. Ein Glossar mit dem wichtigsten Golf-Vokabular am Ende des Buches bietet hier eine zusätzliche Hilfe.
Besonders begeistert haben mich die Gedanken Mayers über die Befragten und zu dem ganzen Drumherum – die Autorin gibt Mayers geistige Arbeit sehr intensiv und humorvoll wieder und sorgt damit für beste Unterhaltung.

Katz mischt sich undercover als Sportinteressierter unter die Golfergemeinde. Es ist witzig zu beobachten, wie er sich abmüht, ein gelehriger Golfschüler zu sein. Während seines „Unterrichts“ versucht Katz die Vereinsmitglieder auszuhorchen und verguckt sich ganz nebenbei in Spielerin und Modell Regina Haas.

Stella Dielenhoff, ein 17-jähriges Talent auf dem Sprung zur Profigolferin gibt das für sie beängstigende und verwirrende Geschehen in Tagebuchform an den Leser weiter. Man kann ihre Emotionen dabei sehr gut nachempfinden. Stella wurde von der Autorin mit einer sehr passenden frech-jugendlichen Sprache ausgestattet.

Und der Clou in diesem Krimi: Es kommt ein Mörder (dessen Identität auch erst am Ende des Buches verraten wird) zu Wort, der nicht der von Mayer und Katz vorrangig gesuchte Bombenleger-Mörder ist. Ganz im Gegenteil, dieser Mörder ärgert sich sehr, dass ihm jemand ins Handwerk pfuscht. Er macht sich seine ganz eigenen Gedanken zu dem Kontrahenten und geht selbst auf Mörderjagd.

Jede Perspektive liefert Informationen zu den Personen und Vorkommnissen, so dass man alle Mitwirkenden gut kennenlernt und den Mördern nach und nach auf die Spur kommt – nachdem die Täter am Ende gefunden sind, wird es nochmals überraschend und dramatisch.

Ein toller Krimi, der mich gut unterhalten und mir spannende Lesestunden beschert hat.
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am 6. März 2014
Der Autorin Sabina Naber gelingt mit ihrem Kriminalroman Caddielove - Ein Fall für Mayer und Katz ein weiterer spannender und unterhaltsamer Wien-Krimi, der einem in die Welt des Golfs entführt.

Auf einem Golfplatz „Three Oaks“ am nordöstlichen Stadtrand Wiens ereignet sich eine Explosion. Gruppeninspektorin Daniela Mayer mit dem Auszubildenden Kevin wird zum Tatort gerufen, da Chefinspektor Carl Maria Katz unter einem ziemlichen Kater leidet. Das Opfer wurde durch einen mit Sprengsatz präparierten Golfball zerfetzt, dessen Überreste im Standbunker liegen. Schnell erfahren wir durch Mayers Ermittlungen, dass der Tote ein Choleriker war. Mayer hat alle Hände voll zu tun, um die Anwesenden zu vernehmen. Da Katz aber ein Kontrollfreak ist, taucht er mit seinem schwulen Freund Alex „Sascha“ in Golfclub auf und beginnt Undercover zu ermitteln, dabei versucht er sich als Neuling mit einigen Damen im Golf. Doch während der Ermittlungsarbeit passiert ein weiterer Mord an einem unbeliebten Mitglied im Golfclub. Die 17jährige Stella, die gerade vor ihrem Durchbruch als internationaler Golfprofi steht, bemerkt, dass die Toten unbeliebt waren und sie nicht mochte. Gelingt es Mayer und Katz den Mörder zu überführen, Verdächte gibt es ja zu Hauf?

Sofort ist der Leser mitten im Geschehen und begleitet das Ermittlerduo bei der Tätersuche im Golfclub und auf dem Golfplatz. Mayer und Katz begeben sich auf ein neues Terrain, dabei erfährt der Leser Wichtiges zum Thema Golf und vor allem über die Eigenheiten der Golfspieler oder die Regeln im Golf. Die beiden Ermittler sind wunderbar detailliert und authentisch beschrieben, sodass auch Leser mit dem 2. Teil beginnen können und dennoch die Eigenheiten und Kanten aber auch den Humor der beiden Ermittler erkennen können. Mir gefiel auch gut, dass Oppitz, der ehemalige Kollege von Mayer, auftaucht und ihr wieder Tipps aus seinem Spezialarchiv gibt.
Durch den Perspektivwechsel bekommt der Leser immer wieder neue Eindrücke aus der Gedankenwelt der Protagonisten und ermöglicht dem Leser immer wieder erneut auf Tätersuche zu gehen. So erfährt der Leser, dass jemand dem genervten Mörder in sein Handwerk gepfuscht hat. Bis ans Ende tappt der Leser im Unklaren, wer Stella beschützen will und zum wem diese Gedanken gehören. Stellas wirre Gedanken, die sie in ihrem Tagebuch festhält, gibt dem Leser einen wunderbaren Einblick in ihr Leben, ihre Sorgen, da in der Schule im Frühjahr ihre Matura ansteht und im Golf ihr Durchbruch zum Profi viel abverlangt.
Die Überführung der Täter sorgt für eine Menge an Überraschungen, die einem in die Vergangenheit einiger Clubmitglieder führen, aber auch genügend Verwirrungen, denn die Regeln im Golfsport müssen bedacht werden.
Im Anhang des Buches sind wichtige Begriffe für Golfneulinge erklärt, aber auch die verwendeten Wiener Ausdrücke und Spezialbegriffe werden wunderbar erläutert. Als sehr praktisch erweist sich die Personenliste, die dem Leser einen Überblick der Clubmitglieder und Mitarbeiter verschafft, da vor allem am Beginn viele Personen eingeführt werden.
Besonders gut gefällt mir das Cover, durch das saftige grüne Gras und dem weißen Golfball, der mittels einer Glanzschicht hervorgehoben wurde, erkennt der Leser sofort, dass Golf im Mittelpunkt des Kriminalromans steht.

Dieser Krimi bereitet dem Leser ein richtiges Lesevergnügen, bei dem die Ermittler als auch die Leser einige Vorurteile über Golf überdenken und vielleicht sogar den perfekten Abschlag probieren.
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am 5. März 2014
Der Klappentext:

Explosion auf einem Wiener Golfplatz, Leichen im Keller des Clubmanagers und eine junge Profigolferin, deren selbst ernannter Beschützer seine Aufgabe etwas zu ernst nimmt – Chefinspektor Katz und Gruppeninspektorin Mayer tappen verwirrt durch die ihnen unbekannte Welt des Golfs und die dunkle Vergangenheit einiger Clubmitglieder, können einen weiteren Mord nicht verhindern. Erst als sie die ihnen zunehmend klarer werdende Regeln des Spiels verinnerlichen, nehmen sie die Spur des Täters auf.
Quelle: [...]

Die Autorin:

Sabina Naber absolvierte ihr Studium in Wien und blieb seitdem der Donaumetropole treu. Nach Stationen als Regisseurin, Journalistin und Drehbuchautorin veröffentlichte sie 2002 ihren ersten Roman. Eine ihrer zahlreichen Kurzgeschichten, „Peter in St. Paul“ (Milena-Verlag), wurde 2007 mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet. Ihr Krimi „Marathonduell“ war für den Leo-Perutz-Preis 2013 nominiert. Sie fungiert auch als Herausgeberin von Anthologien und arbeitet seit Kurzem als Trainerin [...] ; Details siehe [...] .
Quelle: [...]
Die Rezension:

Caddielove besticht durch seine schöne Schreibweise. Die Spannung baut sich, nach einem eher langsamen Beginn stetig auf und gipfelt in einem tollen Finale.

Sabina Naber ist es gelungen ihre Protagonisten und Schauplätze so lebendig zu beschreiben, dass man meinen könnte man sei selbst vor Ort. Die Protagonisten sind gut entwickelt und durch die Bank interessante Zeitgenossen. Selten nahm mich ein Buch schon so früh gefangen, so dass ich ab Mitte der Story das Buch nicht mehr aus den Händen legen konnte.
Das Buch hielt eine gewisse Spannung von Beginn an und es kamen für meinen Geschmack keine längen auf, die einen hätten langweilen können.
Der Golfclub erschien einem so als würde es den wirklich geben, so lebendig kamen mir das Vereinsleben und die Vereinsmitglieder vor.
Nach Caddielove ist es für mich jetzt ein muss, auch Sabina Nabers erstes Buch der Reihe zu lesen.
In der Bewertung komme ich auf gute 4 von 5 Sternen.
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