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5.0 von 5 Sternen Südtirolkrimi mit viel Lokalkolorit
Ein ermordeter Heimatmaler und eine bei einem Wolkenstein-Symposium verschwundene Vielle (mittelalterliche) Geige, das sind die Ingredienzien, aus der die Autorin ein spannendes Krimidinner bereitet.
Während Die PR-Managerin Jenny Sommer das Symposium mitorgansiert und für die ukrainische Hauptsponsorin die PR erledigt, verschwindet nicht nur das...
Vor 16 Monaten von Christian Klinger veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Gibt Besseres
Wie Ihr anderes Buch kann mich die Autorin mit diesem Buch leider nicht begeistern.
Kein Stoff der mich fesselt.
Hab auch diese Buch sofort wieder verkauft
Vor 10 Monaten von gerhard veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Südtirolkrimi mit viel Lokalkolorit, 24. Februar 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Kurschattenerbe. Ein Krimi aus Südtirol (Broschiert)
Ein ermordeter Heimatmaler und eine bei einem Wolkenstein-Symposium verschwundene Vielle (mittelalterliche) Geige, das sind die Ingredienzien, aus der die Autorin ein spannendes Krimidinner bereitet.
Während Die PR-Managerin Jenny Sommer das Symposium mitorgansiert und für die ukrainische Hauptsponsorin die PR erledigt, verschwindet nicht nur das Streichinstrument, sondern auch der Organisator, Prof. Kammelbach.
Die Polizei liefert zunächst wenig brauchbare Hinweise und Erhebungsergebnisse, also muss Jenny auf eigene Faust recherchieren und stößt bald auf ein Geheimnis hinter den Kulissen, das eine Verbindung zwischen einigen Protagonisten herstellt.
Wie in der Art eines guten Agatha Christie Romans gibt es viele verdächtige Akteure und es sind zunächst nicht alle Positionen klar.
Mir hat auch der gut eingebaute Dialekt gefallen und die Zeichnung der Personen, allen voran, der im Dauerkonflikt mit seiner italienischen Vorgesetzten liegende Kommissar Aldo Klotz.
Ein Krimi, der Lust auf Südtirol macht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein schiffbrüchiger Minnesänger, ein ermordeter Maler und ein geheimnisvolles Bild, 9. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Kurschattenerbe. Ein Krimi aus Südtirol (Broschiert)
Nach ihrem Debüt-Krimi BURGFRIEDEN, den die Autorin Sigrid Neureiter im letzten Jahr veröffentlichte, erschien nun ein, von mir sehnlichst erwarteter neuer Krimi, der den Titel KURSCHATTENERBE trägt. Der Handlungsort befindet sich auch diesmal wieder in Südtirol, genauer gesagt ist Meran und seine Umgebung diesmal der Schauplatz des Geschehens.

Das Cover / Ausstattung:

Auch diesmal wurde das Titelbild wieder sehr gut ausgewählt – passend zum Handelsort. So ist im Vordergrund die Passer zu sehen, der Fluss, der durch Meran fließt und eine wichtige Rolle im Buch spielt. Das Gebäude, das im Vordergrund zu sehen ist, ist die Wandelhalle, dahinter ist eine Villa zu sehen, hinter der der Meraner Doms hervorlugt. Im Hintergrund ist ein Gebirge zu sehen, darüber ein blauer Himmel mit vielen Wolken. Sehr schön finde ich, dass diese Szenerie von einem Baum und einigen Sträuchern und Blüten im Vordergrund eingerahmt wird. Den Blickwinkel finde ich sehr gut gewählt. Das Cover wurde matt gestaltet, wodurch es sehr edel wirkt. Lediglich einige Akzente wurden glänzend gestaltet, so der Buchtitel und der Fluss.

Typisch für den Verlag sind hier wieder die kleinen Eyecatcher, die Details, welche mir immer positiv auffallen. So sind die Innenseiten der Buchdeckel hier mit dem Titelbild versehen – zwar in Schwarz-Weiß, dafür aber ohne den Buchtitel und dem Autorennamen, so dass man nun das Bild komplett vor Augen hat.

Ich hatte in meiner Rezension zu BURGFRIEDEN angeregt, eine Karte ins Buch einzufügen, da ich mir oft nicht so recht ein Bild von der Lage der einzelnen Schauplätze machen konnte. Anhand einer Karte kann man sich auch als Ortsunkundiger bei den örtlichen Begebenheiten, z.B. Lage und Entfernungen der Handlungsorte, zurechtfinden. Zu meiner Freude befindet sich nun, auf meine Anregung hin, eine Karte im aktuellen Krimi, in der die Handlungsorte, bzw. Schauplätze markiert sind. Schön, dass der Gmeiner Verlag so positiv auf die Wünsche der Leser eingeht.

Die Handlung:

Ein bekanntet Südtiroler Heimatmaler wird von seiner Haushälterin tot aufgefunden. Die hinzugerufene Polizei geht von einem Verbrechen aus. Jenny Sommer, eine Hobbydetektivin, organisiert derweilen ein Symposium über den Minnesänger Oswald von Wolkenstein, dessen Leiter der Wissenschaftler und Mittelalter-Experte Arthur Kammelbach ist.

Erst verschwindet das Instrument einer Musikerin, die mit ihrem Musikensemble dem Symposium einen würdigen Rahmen verleihen soll, und dann ist plötzlich auch noch Professor Kammelbach spurlos verschwunden. Jenny versucht, das Verschwinden des Professors aufzuklären und begibt sich dabei in große Gefahr. Die Spur führt Jenny zum Schloss Tirol und weit in die Vergangenheit. Stets an ihrer Seite ist hierbei Lenz Hofer, der Assistent von Professor Kammelbach. Steht etwa das Verschwinden des Wissenschaftlers mit dem Mord am Heimatmaler in einem Zusammenhang?

Meine Meinung:

Über das Wiedersehen, bzw. Wiederlesen, mit „meinen alten Bekannten“, als da wären Jenny Sommer, Lenz Hofer und Professor Kammelbach, habe ich mich sehr gefreut. Der Einstieg ins Buch gelang sehr gut, denn der Zeitungsbericht, in dem über den Mord am Heimatmaler berichtet wurde, hat sofort meine Neugier geweckt.

Jenny Sommer, ist eine PR- Beraterin und diesmal ist sie mit der Organisation des Symposiums betraut. Ob Jenny und Lenz diesmal endlich zusammenfinden werden? Diese Frage stellte ich mir, da ich es gerne sähe, dass aus den beiden ein Paar wird – da liegt regelrecht ein Knistern in der Luft. Doch Jenny findet Lenz als Partner einfach zu jung – sie Anfang vierzig, er ein gutes Jahrzehnt jünger. Im Gegensatz zu Jenny stellt der Altersunterschied für Lenz offensichtlich keinerlei Problem dar.

Lenz Hofer, Assistent von Arthur Kammelbach, fällt schon durch seine ungewöhnliche Sprechweise auf – er ist ein Fan von Poetry Slam und hat dieses Hobby so verinnerlicht, dass er die einzelnen Worte innerhalb eines Satzes vertauscht. Das mag zwar für den Leser etwas gewöhnungsbedürftig sein, macht den jungen Mann dadurch jedoch zu einem unverwechselbaren Individuum – diese ungewöhnliche Art zu sprechen ist (fast schon) sein Markenzeichen.

Arthur Kammelbach kannte ich ebenfalls schon aus BURGFRIEDEN. Diesmal verschwindet der Professor spurlos. Da es so gar nicht seine Art ist, unangemeldet zu Touren,... aufzubrechen, wird schnell klar, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Lediglich eine sonderbare SMS hatte Jenny erhalten, und fortan war der Professor nicht mehr zu erreichen.

Kateryna Maximowa, 46, ist eine Millionärin aus der Ukraine, die die Veranstaltung sponsert. Die ehemalige Deutschprofessorin wirkte auf mich etwas kühl und nicht besonders gefühlvoll, sondern schien eher ein „Kopf“- als ein „Bauch“mensch zu sein. Leider scheint es, als fände Tochter Sascha zu wenig Anerkennung, denn diese rebelliert, indem sie sich sehr jungenhaft kleidet – mit Basecap und ausgewaschenen Jeans.

Sascha, Katerynas 13jährige Tochter und wirkt sehr selbstbewusst. Sie liebt das Radfahren, begibt sich dadurch aber in Gefahr, da die beiden Bodyguards sie hier nicht so gut beschützen können. Juri und Victor sind Zwillinge und statt auf die Tochter ihrer Chefin zu achten, trainieren sie lieber das Kanufahren. Da hatte ich gleich ein ungutes Gefühl – wie groß ist da die Gefahr, dass das Mädchen Opfer einer Entführung wird.

Tony Perathoner, 38, ist der Manager und zugleich auch der Freund der Millionärin. Doch Sascha ist alles andere als begeistert und möchte keinesfalls, dass ihre Mutter diesen Mann heiratet, der es in ihren Augen nur auf das Vermögen der Mutter abgesehen hat. Mir war der Mann recht suspekt und es gelang mir nicht, ihn einzuschätzen – wollte er nur an Katerynas Vermögen gelangen, oder liebt er die Millionärin von ganzem Herzen. Allerdings hat Tony auch bei Sascha keinen leichten Stand, ist die doch mitten in der Pubertät und sähe gerne ihren Vater an der Seite ihrer Mutter.

Beppo Pircher ist der Lokalreporter der ansässigen Zeitung „Meraner“. Auf mich wirkte er sympathisch. Ist es nur die berufliche Neugier, die Beppo verdächtig macht, oder hat er etwas zu verbergen?

Peter Mitterer, der ermordete Maler, lebte eher zurückgezogen. Doch weshalb musste der Heimatmaler nun eigentlich sterben und wer brachte ihn um? Und welche Rolle spielte seine Haushälterin in dieser Sache?

Viola Vielle ist eine Musikerin des Ensembles „Freudenklänge“. Zwar ist die junge Frau sehr ehrgeizig und eine Begabung kann man ihr nicht absprechen, doch leider beherrscht sie ihr Instrument nicht perfekt und hat Probleme, beim Tempo der Musikstücke mitzuhalten und versucht dies zu vertuschen. Klar, dass das nicht sehr gut bei den anderen Musikern ankommt, zumal die Gruppe den stattfindenden Wettbewerb gewinnen möchte. Die junge Frau konnte ich jedenfalls nicht so recht einschätzen – wie weit würde sie gehen, um ihre Defizite auszugleichen?

Martha Trappeiner, die verwitwte Buschenwirtin (bei uns in Deutschland ist eine Buschenwirtschaft als Besenwirtschaft, Straußenwirtschaft,... bekannt), war die Haushälterin des Malers. Kristl, ihre 12jährige Tochter, begleitete die Mutter öfters mit zum Maler. Kristl und Sascha – zwei sehr unterschiedliche Mädchen – oder verbindet die beiden doch etwas?

Oswald von Wolkenstein – Sänger, Dichter, Komponist, weitgereister Ritter aus Südtirol – und politisch nicht unbedeutend. Er wurde in Gemälden verewigt und eines der Gemälde spielt in diesem Krimi eine wichtige Rolle.

Die Ermittler hinterließen bei mir keinen sonderlich guten Eindruck, fand ich deren Arbeit doch recht schlampig. So manch ein Polizist ruht sich hier wohl auf den verdienten Lorbeeren der Vergangenheit aus und lässt bei den neuesten Ermittlungen nicht die nötige Sorgfalt walten. Kein Wunder, dass da Jenny die Ermittlungen in die Hand nimmt.

Eine meiner absoluten Lieblingsstellen im Buch war die, in der Sascha und die Tochter der Wirtin sich künstlerisch betätigen. Vor allem haben es mir hier die Dialoge der beiden Mädchen angetan – Südtiroler Dialekt trifft auf die russische Sprache. Hier habe ich mich einfach köstlich amüsiert.

Sehr gut gefällt mir, das sich in diesem Buch eine Karte mit den Schauplätzen befindet, nachdem ich im ersten Band die Karte vermisst hatte. Und während des Lesens habe ich diese Karte auch immer wieder mal benutzt, um mir selbst ein Bild von der Lage und den Entfernungen der einzelnen Handlungsorte zu machen.

Apropos Handlungsorte: Nachdem ich in BURGFRIEDEN Bozen in Südtirol kennenlernen durfte, ist in diesem Krimi Meran Ort der Handlung. Lokalkolorit ist in diesem kurzweiligen Krimi reichlich vorhanden, samt Hintergrundinformationen zur Geschichte von Gebäuden, wie dem Kurhaus,... . Dennoch ufern diese Beschreibungen nie aus, sondern haben genau den richtigen Umfang. Zur Region Südtirol gehört natürlich auch ein entsprechender Dialekt, den die Einheimischen verwenden. Ich persönlich hatte mit der Sprache keinerlei Schwierigkeiten, da einzelne Begriffe erklärt wurden. Schön, dass Dialekt verwendet wurde – in der richtigen „Dosierung“, denn dadurch wirkt der Krimi richtig schön authentisch.

Die Fußnoten / „Sternchenverweise“ befinden sich direkt auf der jeweiligen Buchseite, so dass man nicht erst umständlich blättern muss, um die Bedeutung der einzelnen Begriffe zu erfahren, was ich sehr praktisch fand. Die 21 Kapitel (+ Kapitel null – der Prolog) wurden einfach durchnummeriert, wobei die Zahlen als Wort geschrieben wurden.

Das Buch wurde zudem in unterschiedliche Wochentage (Montag bis Freitag) unterteilt, wie ich es bereits aus anderen Krimis kenne. So wird dem Leser bewusst, dass sich die Handlung der 276 Seite über lediglich fünf Tage erstreckt. Es wurde also auf Hochdruck ermittelt. Die Schriftgröße ist sehr angenehm, was ein flüssiges Lesen sehr fördert, ebenso wie die relativ kurzen Kapitel – so liest man in kurzer Zeit so einige Seiten weg.

Passend zu Oswald von Wolkenstein hat die Autorin immer wieder zu Beginn der einzelnen Kapitel die Verse des Dichters aus dem Mittelalter eingearbeitet, was sehr stimmig wirkt. Schöner Nebeneffekt: Man lernt nie aus – Oswald von Wolkenstein war mir bislang unbekannt, im Gegensatz zu Walther von der Vogelweide, der übrigens im Vorgängerband eine Rolle spielte. Und dass eine Vielle eine Art mittelalterliche Geige ist, weiß ich nun ebenfalls. Ein Krimi, der mich wieder einmal komplett überzeugen konnte – ich wüsste nichts, das mir negativ aufgefallen wäre. Und so hoffe ich natürlich auf ein baldiges Wiederlesen mit Jenny Sommer & Co.

Fazit:

Ein unterhaltsamer Krimi, der sich flüssig lesen lässt und der spannend geschrieben wurde - ein würdiger Nachfolger von Sigrid Neureiters Krimidebüt BURGFRIEDEN. Auch ohne die Kenntnisse des ersten Bandes lässt sich das Buch problemlos lesen. Das Buch brachte letztendlich noch einige Überraschungen und unvorhersehbare Wendungen ans Tageslicht – mir selbst gelang es übrigens nicht, den Täter zu überführen und so war ich überrascht über die Präsentation desselben. Auf jeden Fall kann ich das Buch, das übrigens ohne blutige Details auskommt, weiterempfehlen. Von mir erhält der Krimi 5 Sterne.
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5.0 von 5 Sternen Von lebenden Toten und toten Mördern, 12. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Kurschattenerbe. Ein Krimi aus Südtirol (Broschiert)
Inhalt:
Meran, ein schöner Kurort in Südtirol ist Schauplatz für Sigrid Neureiters zweiten Roman “Kurschattenerbe”. Die PR Beraterin Jenny Sommer nimmt an einem Symposium über den Minnesänger Oswald von Wolkenstein teil. Was friedlich beginnt, endet bald im Desaster. Ein ortsansässiger Maler wird tot aufgefunden, eine mittelalterliche Geige (Vielle) verschwindet auf seltsame Weise und Arthur Kammelbach taucht nicht mehr auf dem Symposium auf. Was ist passiert? Dies ergibt für den schon aus “Burgfrieden” bekannten Inspektor Lenz Hofer wieder einen interessanten und kniffligen Fall.

Meine Meinung:
Schon das wunderschöne Cover weckt Leselust und Urlaubsstimmung. Die malerischen Beschreibungen von Land und Leute lassen die Gegend plastisch vor dem Auge des Lesers erscheinen. Doch schnell ist dieser mittendrin im Geschehen und merkt, dass der Titel “Kurschattenerbe” kein Sommerspaziergang auf einer Kurpromenade ist. Ohne Tote kein Erbe. Sigrid Neureiter versteht es, ihre Charaktere gekonnt in Szene zu setzen und führt den Leser dennoch durch kleine Tricks hinters Licht. Ich wusste bis zum Schluss nicht, wer der Mörder sein könnte und wurde überrascht. So müssen Krimis geschrieben sein - bis zur letzten Seite spannend. Auch Jenny Sommer kann es kaum erwarten den Täter zu stellen. Sie ermittelt auf eigene Faust und kommt dabei dem Mörder gefährlich nahe. Dadurch entsteht am Ende des Buches nochmal mörderische Spannung.

Meine Lieblingstextstelle:
“Gehen wir weiter, zeig’ ich dir den zweitschönsten Ort von Meran.” ... “Zeigst du mir auch den schönsten Ort?” , fragte sie ihren Begleiter, während sie neben ihm unter dem kunstvoll geschmiedeten Torbogen hindurchtrat, der den Eingang zur Gilfpromenade markierte. (S. 129)

Fazit:
Kurschattenerbe lädt zu einem imaginären Kurzurlaub mit kriminalistischer Abenteuerstimmung ein.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurschattenerbe, 31. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Kurschattenerbe. Ein Krimi aus Südtirol (Broschiert)
Ich möchte euch gerne den Krimi „Kurschattenerbe“ von Sigrid Neureiter vorstellen. Jenny Sommer nimmt an einem Symposium in Meran teil, das sich um Minnesänger Oswald von Wolkenstein dreht. Als Arthur Kammelbach plötzlich verschwindet und ein ortsansässiger Maler getötet wird, fängt Jenny an auf eigene Faust zu ermitteln. Haben die Vorfälle miteinander zu tun?

Meine Meinung:

Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen. Frau Neureiter hat einen flüssigen und spannenden Schreibstil. Ihr Krimi, der im wunderschönen Südtirol spielt ist sehr kurzweilig zu lesen. Es wird gleich am Beginn des Buches spannend, da man bereits über den Mord und das Verschwinden des Professors lesen kann. Natürlich fängt man gleich selber an zu grübeln um herauszufinden warum der Mord passiert ist, ob auch Professor Kammelbachs Verschwinden damit zusammenhängt. Es gibt ziemlich viele Protagonisten, die im Buch eine Rolle spielen und die auch durchaus zu meinen Tatverdächtigen gehört haben. Mir ist beim Lesen vorgekommen, dass irgendwie jeder ein Geheimnis zu haben scheint bzw. etwas zu verheimlichen hat. So bin ich auch bei meinen Ermittlungen bis zum Schluss im Dunklen getappt und trotzdem hat es riesen Spaß gemacht den Täter zu finden. Frau Neureiter hat beim Schreiben die Gabe einem immer wieder an der Nase herumzuführen, was das Buch gleich viel spannender macht. Ich finde, dass Frau Neureiter nicht nur die Protagonisten sehr interessant beschrieben hat, sonder sie hat einem auch die wunderschöne Landschaft Südtirols näher gebracht. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und habe richtig Lust bekommen dorthin auf Urlaub zu fahren.
Da in dem Buch, wie bereits erwähnt, sehr viele Protagonisten vorkommen, möchte ich nur kurz auf Jenny Sommer eingehen.
Sie war für mich die Hauptprotagonistin, die am meisten zur Aufklärung des Kriminalfalls beigetragen hat. Sie hängt sich da richtig rein und mit Hilfe von Lenz schafft sie es auch. Ich find sie richtig sympathisch und mochte ihre nette, Lockere Art sehr gerne.
Auch die anderen Protagonisten waren interessante Charaktere, die ihr aber im Buch näher kennen lernen könnt. Ich hoffe, ihr habt jetzt auch Lust auf den Krimi bekommen. Ich kann ihn nur weiter empfehlen.
Von mir gibt es heute 5 Sterne für eine spannende und abwechslungsreiche Lektüre, die besonders auf den letzten Seiten nochmals richtig spannend geworden ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein spannender Krimi, 13. Oktober 2013
Mit ihrem Krimi "Kurschattenerbe" entführt uns Sigrid Neureiter wieder in das wunderschöne Südtirol. Wir befinden uns in Meran.
Die PR-Beraterin Jenny Sommer hat ein Symposium , das sich mit dem Minnesänger Oswald von Wolkenstein beschäftigt, organisiert.
Als scheint bestens zu laufen, da verschwindet plötzlich einer der Professoren spurlos. Jenny kann es nicht lassen und beginnt auf eingene Faust zu ermitteln. Gleichzeitig ist in der Nähe eine Mord passiert, und zwar an dem Heimatmaler Mitterer. Haben die beiden Vorfälle etwas miteinander zu tun. Die Suche führt Jenny zum Schloss Tirol. Doch eine Spur führt auch weit in die Vergangenheit. Jenny ermutet einen Zusammenhang zwischen dem Verschwinden von Professor Kammelbach und dem Tod des Heimatmalers. Kann Jenny das Geheimnis lösen und den Mörder überführen.

Leider kenne ich den 1.Teil nicht, es waren jedoch keine Vorkenntnisse erforderlich. Jeder Band kann unbehänig gelesen werden.
Der Krimi hat mich von Anfang an gefesselt und nicht mehr losgelassen. Er war spannend von Anfang bis zum Ende. Besonders herrlich fand ich die Landschaftsbeschreibungen von Meran und der Umgebung. Ich fühlte mich direkt am Ort des Geschehen. Ich habe das Tosen der Passer gehört und auch das Konzert auf Schloss Tirol. Die Protagonisten konnte man sich bildlich vorstellen.
Ich habe mit Jenny mitgefiebert und gezittert. Ein tolles Buch, bei dem es an nichts fehlt.

Erwähnenswert ist auch die Aufmachung. Das wunderschöne Cover mit den Bergen im Hintergrund und der Passer im Vordergrund.
Man befindet sich gleich mitten in Südtirol. Die Aufteilung der Kapitel in einzelne Wochentage und die gefühlvollen Verse
von Oswald von Wolkenstein fand ich sehr ansprechend.

Ich werde das Buch bestens weiterempfehlen, freue mich schon auf den nächsten Fall mit Jenny und werde bis dahin den 1.Band lesen.
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5.0 von 5 Sternen Spannende Kombination von historischen Fakten und Krimi, 12. Oktober 2013
Von 
matheelfe - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Kurschattenerbe. Ein Krimi aus Südtirol (Broschiert)
Zu Beginn des Buches steht ein Zeitungsartikel der Meraner Zeitung. Der Heimatmaler Peter Mitterer wurde ermordet.
In Meran findet ein Symposium über den Minnesänger Oswald von Wolkenstein statt. Jenny ist als PR-Beraterin dafür eingesetzt wurden. Auch Lenz ist mit Professor Arthur Kammelbach erschienen.
Finanziert wird die Veranstaltung von Kateryna Maximowa. Sie ist Ukrainerin, lebt in Sotschi und ist mit ihrer 13jährigen Tochter Sascha und ihrem Manager Tony angereist. Das Symposium ist mit einem Musikwettbewerb gekoppelt. Am Dienstag sind nicht nur eine Geige, sondern auch Professor Kammelbach verschwunden.
Die Autorin hat erneut einen spannenden Krimi geschrieben. Das Besondere an dem Buch ist die Bezugnahme auf historische Ereignisse. So ist die Lebensgeschichte von Oswald von Wolkenstein passend in die Handlung integriert.
Land und Leute werden exakt beschrieben. Die beigefügte Karte hilft mir, mich in Meran zurecht zu finden. Die Sehenswürdigkeiten, die im Buch eine Rolle spielen, würde ich mir gern aus der Nähe ansehen. Mit den Bildern, die die Autorin mit ihren Worten davon gemalt hat, hat sie mein Interesse geweckt.
Gut charakterisiert wurden die Protagonisten. Jenny, Lenz und den Professor kenne ich schon aus dem ersten Krimi der Autorin. Besonders gefallen hat mir von den neuen Personen Sascha. Die 13jährige weiß, was sie will. Als ausgezeichnete Fahrradfahrerin hat sie ihre Leibwächter mehr als einmal hinter sich gelassen.
Weniger zugesagt hat mir Viola. Frauen auf Männerfang sind nicht mein Fall. Außerdem zerstört ihr Verhalten die Harmonie im Musikensemble.
Geschickt hat die Autorin den Spannungsbogen aufgebaut und bis zum Schluss gehalten. Eigentlich hatte ich andere Personen als Täter im Fokus. Mitdenken und mit Knobeln hat Spaß gemacht.
Das Buch hat mich schnell gefesselt und ließ sich zügig lesen. Dazu trugen auch die kurzen Kapitel bei. Die Einwohner haben im Tiroler Dialekt gesprochen. Das hat mir gefallen, denn das gibt dem Regionalkrimi seine Authentizität. Schön fand ich, dass etliche Kapitel mit Versen aus den Werken von Oswald von Wolkenstein begannen.
Insgesamt hat mir der Krimi sehr gut gefallen. Er hat mich nicht nur prima unterhalten, ich konnte auch einiges dazulernen.
Das Cover passt sehr gut. Der Blick auf Schloss, Berge und See entspricht dem Handlungsort.
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5.0 von 5 Sternen Mörderische Seiten von Meran, 12. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Kurschattenerbe. Ein Krimi aus Südtirol (Broschiert)
Nach "Burgfrieden" ist "Kurschattenerbe" der zweite Roman von Sigrid Neureiter, der im schönen Südtirol spielt. Bei einem Symposium über den Minnesänger Oswald von Wolkenstein verschwindet zum einen die Vielle einer jungen Geigenspielerin, der Wissenschaftler Arthur Kammelbach verschwindet und der Maler Peter Mitterer wird erschlagen in seinem Haus aufgefunden. Wie schon im ersten Roman nimmt die PR-Beraterin Jennifer "Jenny" Sommer die Fährte auf und beginnt mit ihrer Suche. Hier erfährt sie nicht nur Neues, sondern begibt sich auch selbst in allerhöchste Gefahr...

Schon das Cover mit einem Wahrzeichen Merans und der Passer mit den Bäumen am Flussrand im Vorder- und den südtiroler Bergen im Hintergrund macht Lust, sich näher mit diesem Buch zu beschäftigen. Liebevoll und mit ihren Stärken und Schwächen detailliert beschriebene Protagonisten, die ich zum Teil bereits aus dem ersten Roman kenne, fügen sich nachvollziehbar in die Geschichte ein und machen sie sehr farbenfroh. Interessant ist die Verbindung einer russischen Familie mit dem Maler Peter Mitterer, die schon sehr lange Zeit zurück liegt.

Leicht und flüssig liest sich die in 21 Kapitel bzw. 5 Tage (Montag bis Freitag) unterteilte Geschichte, die immer wieder neue Wendungen nimmt. Sehr gut gefallen mir die Beschreibungen der Landschaft, vor allem der Garten mit den Pflanzenfiguren und der Wanderungen, bei denen Jenny unterwegs ist. Aber auch die Geschichte von Alexej Ruschko passt gut in das Gesamtkonzept. Die am Anfang eines neuen Tages eingeschobenen Verse von Oswald von Wolkenstein lassen mich ein wenig in seine Kunst eintauchen. Immer wieder eingeflochtene Erinnerungen an den ersten Roman machen Lust, auch diesen noch zu lesen, wenn man ihn nicht schon kennt.

Ich habe eine spannende Geschichte mit facettenreichen Protagonisten gelesen, viel über Meran und seine Umgebung erfahren und mich sehr gut unterhalten gefühlt. Ein tolles Buch nicht nur für Südtirolliebhaber.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurschattenerbe - spannend, informativ und äußerst interessant......., 5. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kurschattenerbe. Ein Krimi aus Südtirol (Broschiert)
Mord in Meran

>Südtiroler Heimatmaler tot aufgefunden< Mit dieser Schlagzeile beginnt Sigrid Neureiters Kriminalroman Kurschattenerbe", der ebenso wie ihr erster Krimi >Burgfrieden< in Südtriol spielt. Nach Bozen hat die Autorin diesmal Meran zum Schauplatz gewählt. Dort versammeln sich Wissenschaftler zu einem Symposium über Oswald von Wolkenstein, den Tiroler Minnesänger aus dem 15. Jahrhundert. Noch ahnen sie nicht, dass in unmittelbarer Nähe ein Mord geschehen ist.

Als einer der Professoren verschwindet, beginnt Jenny Sommer zu ermitteln. Sie ist PR-Beraterin aus Wien und soll sich um die Öffentlichkeitsarbeit für das Symposium kümmern. Doch daraus wird nichts, denn schon bald wird ihr klar, dass es zwischen dem Mord an dem Maler und dem Verschwinden des Professors einen Zusammenhang gibt. Die Spur führt zunächst zum Schloss Tirol und dann in die Vergangenheit - die nicht nur mit Oswald von Wolkenstein, sondern auch viel mit der Kurstadt zu tun hat, die die österreichische Kaiserin Sissi so berühmt gemacht hat.

Wie in Neureiters erstem Krimi steht Jenny wieder der Universitätsassist Lenz Hofer zur Seite. Doch bald wird er von einer exaltierten Geigerin abgelenkt, die ihm schöne Augen macht - während Jenny in höchste Gefahr gerät...

Auch in ihrem neuem Krimi gelingt es Sigrid Neureiter, einen spannenden Plot rund um eine berühmte historische Figur zu entwickeln. Geschickt verwebt sie Vergangenheit und Gegenwart und entwickelt daraus eine fesselnde Story. Man fiebert mit den Protagonisten mit und kann es kaum erwarten, bis der Fall gelöst ist. Zudem erfährt man Interessantes über Meran und Umgebung. So ganz nebenbei lässt die Autorin den Glanz und das Flair der Kurstadt wieder auferstehen.

Besonders gut gefallen haben mir die Verszeilen von Oswald von Wolkenstein, die Neureiter an den Beginn einiger Kapitel stellt. Dass es dabei ganz schön schaurig werden kann, zeigen die folgenden Zeilen:

>Ich sehŽ ein Tier/Mit riesigen Hufen und scharfen Hörnern./Es will mich in den Boden stampfen/und durchbohren./Den Schlund hat es weit aufgerissen,/als sei ich ihm zum Fraß bestimmt.<

Wer Krimispannung mit literarischen Kostproben und historischen Bezügen verknüpfen will, der wird mit Kurschattenerbe" große Freude haben. Ich habe mich bestens unterhalten, dabei zudem mein Wissen erweitert und bin schon gespannt auf den nächsten Jenny Sommer-Krimi!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einen Kurschatten habe ich nicht - aber ein spannendes Buch, 5. September 2013
Von 
HEIDIZ "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Kurschattenerbe. Ein Krimi aus Südtirol (Broschiert)
Ich war noch nie zur Kur – dementsprechend kann ich noch keine Erfahrungen zu Kurschatten beisteuern, aber ich habe das Buch Kurschattenerbe gelesen. *g* Ich saß dabei in der Sonne – nicht im Schatten.

Inhalt:
=====

Jenny Sommer hält sich in Meran auf. Sie ist PR-Beraterin und nimmt an einem dort stattfindenden Symposium teil. Thema ist Oswald Wolkenstein. Es geht also inhaltlich um den Minnegesang. Während des Symposiums verschwindet ein Wissenschaftler, der der Leiter der Veranstaltung sein sollte (Prof. Arthur Kammelbach) und Jenny beginnt zu ermitteln, sie möchte herausfinden, was dort passiert ist. Kammelbach teilte Jenny per sms mit, dass er nicht erscheinen wird, aber sie kann ihn seitdem nicht erreichen. Sie weiß zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ein Mord geschehen ist. Ob der Mord und das Verschwinden miteinander in Zusammenhang stehen ??? Ich möchte es euch nicht verraten, um die Spannung nicht vorweg zu nehmen. Jenny Sommer jagt einer Spur hinterher und kommt zum Schloss Tirol – dem Wahrzeichen Südtirols – wo sie beginnt, in der Vergangenheit zur forschen ….

Burgfrieden hatte mir mit der Thematik Minnegesang und Walther von der Vogelweide von der Autorin schon sehr gut gefallen, daher überlegte ich auch nicht lange und kaufte mir den neuen Krimi der Autorin, der auch wieder eine ähnliche Thematik als Aufhänger nutzt, wieder ist es der Ort Südtirol, wieder ist es der Minnegesang und wieder ist es ein Minnesänger, der den Leser tief in die Vergangenheit und in die kriminalistische Handlung hinein zieht…
Ich sage: „Wieder ist es …“ – aber trotz der wiederkehrenden inhaltlichen Details ist es dennoch ein gänzlich anderer Krimi, der mich aber ebenso in Beschlag genommen und bestens unterhalten hat.

Das Szenario ist ebenso mysteriös wie spannend. Jenny geht auf der Hotelzimmer des Verschwundenen, findet dort eine Zeitung (einen Ausschnitt) – dort steht geschrieben, dass der Maler ermordet wurde ….

Leseprobe:
========

Während Maurice auf die Rechnung wartete, vernahm er ein glockenhelles Lachen. Vorsichtig äugte er durch die Sträucher, die die Tische voneinander separierten. Er erkannte die Frau, die so gurrend gelacht hatte: Kateryna Maximowa. Da saß die Sponsorin in voller Pracht. Die blonden Haare waren kunstvoll hochgesteckt. Das eng anliegende, cremefarbene Cocktailkleid schimmerte an ihrem Körper und verhüllte nur knapp ihren Busen.
„Eine schöne Frau“, schoss es Maurice durch den Kopf. Kateryna war eine Augenweide, daran bestand kein Zweifel. Auch der Herr in ihrer Begleitung sah blendend aus. Zur weißen Fliege trug er ein elegantes Dinnerjacket in derselben Farbe, das die Sonnenbräune seines Gesichts betonte.
Das war Tony Perathoner, Katerynas Manager. Maurice meinte sich zu erinnern, dass der Mann früher Filmproduzent gewesen war.


21 Kapitel umfasst das Buch. Fast jedes Kapitel steht für einen Tag in der Handlung, der dann im Vorfeld immer benannt ist. Die Handlung beginnt bei NULL – also vor dem eigentlichen Geschehen – Prolog.

Bei Kapitel 1 – MONTAG – steigen wir in die eigentliche Handlung und erleben den Kriminalfall und Kapitel 21 ist ein Freitag.

Die gesamte Handlung ist durchdacht und wird schrittweise vor dem Leser aufgerollt. Spannung wird von Beginn an aufgebaut und bis zum Schluss gehalten. Die Autorin verwendet die wörtliche Rede und schafft es mit ihren authentischen Dialogen, den Leser in die Handlung zu involvieren.

Insgesamt ist die Handlung komplett fiktiv, die historischen Hintergründe rund um den Minnegesang finde ich hervorragend in diese eingebunden. Es passt alles perfekt zusammen und man fühlt sich als Leser in der Handlung wohl. Mir hat die Lektüre sehr gut gefallen, ich bin spannend unterhalten worden und habe das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen, weil ich es nicht zur Seite legen konnte. Der Spannungsbogen ist gespannt von Beginn bis Ende der Handlung – man bekommt immer wieder ein Puzzleteilchen dazu – glaubt, zu wissen, wie alles zusammenhängt, dann aber wieder ist alles anders und man muss weiter lesen, weil man wissen möchte, wie alles wirklich zusammenhängt.

In diesem Sinne, empfehle ich das Buch wegen der Spannung, wegen der unterhaltsamen und bildhaften Schreibweise und einfach wegen des Inhalts, der mich überzeugt hat genau wie auch die Darstellung der Charaktere innerhalb der Handlung und in ihrer Entwicklung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kann ein Minnesänger ein Motiv für Mord sein?, 11. August 2013
„Ein leicht gewonnen Gut
Schafft Hoffahrt, Stolz und Übermut
Und oft ein sündig Blut!“

(Oswald von Wolkenstein 1377-1445; spätmittelhochdeutscher Lyriker und Liederkomponist, entstammte einem tirolischen Adelsgeschlecht, führte ein abenteuerliches Wanderleben, hatte maßgeblichen Anteil am Kampf des Tiroler Adels gegen Herzog Friedrich II. von Österreich »mit der leeren Tasche«)

»Kurschattenerbe« ist nach »Burgfrieden« der zweite Kriminalroman von Sigrid Neureiter, der im Gmeiner Verlag erschienen ist. Was im ersten Band schon erfolgsversprechend war, ist auch im zweiten Band Konzept: Der Roman spielt wieder in Südtirol. (Diesmal führt uns die Autorin nach Meran) Wie im ersten Roman dient ein Minnesänger als thematischer Schwerpunkt und die Pr-Beraterin Jenny Sommer wird wieder in ein Verbrechen verstrickt.

In »Kurschattenerbe« nimmt die Protagonistin an einem Symposium in Meran teil, das sich mit dem Minnesänger Oswald von Wolkenstein beschäftigt. Als der hochangesehene Professor Arthur Kammelbach verschwindet, begibt sich Jenny Sommer auf die Suche. Zur selben Zeit wird auch die Vielle (eine mittelalterliche Form der Geige) einer Musikerin gestohlen. Dann wird der Maler Peter Mitterer ermordet aufgefunden und bald stellt sich heraus, dass die Fälle zusammmen hängen und ihre Ursprung in der Vergangenheit haben. Dabei spielt ein altes Bild, das Oswald von Wolkenstein auf einem Weinfass im Meer treibend zeigt, eine tragende Rolle...

Sigrid Neureiter ist mit »Kurschattenerbe« erneut ein spannender Lokalkrimi geglückt. Die Protagonistin ist sympathisch gezeichnet und profitiert von der Erfahrung der Autorin, die selbst eine PR- Agentur in Wien betreibt. Sämtliche andere Figuren werden stark und bildhaft dargestellt und agieren stets glaubhaft und ihrem Charakter entsprechend. Viele interessante, charmante, geheimnisvolle und liebenswerte Personen mischen sich unter die Verdächtigen und Zeugen. Identifikationsfiguren findet man als Leser/in genug.
Hinzu kommt, dass Sigrid Neureiter abermals einen spannenden Plot erdacht hat, der uns ein Stück Geschichte näher bringt. Kunstvoll verwebt sie zwei Familiengeschichten miteinander, zwei Schicksale, die viele Jahrhunderte zuvor besiegelt wurden und sich an einem Punkt überschneiden.
Der Roman liest sich schnell und flüssig, enthält viel Lokalkolorit. Teilweise sprechen die Figuren in starkem südtiroler Dialekt. Sigrid Neureiter setzt diesen allerdings sparsam ein, sodass man nicht völlig aus dem Lesefluss gerät. Ein Glossar gibt es nicht, jedoch werden fremdsprachige Begriffe und Dialektausdrücke mittels Fußnoten, direkt auf der betreffenden Seite erklärt, was sehr praktisch ist, da man nicht ständig gezwungen ist zum Glossar zu blättern, wie es sonst bei vielen Lokalkrimis üblich ist.
Einigen Kapiteln sind Auszüge aus Liedtexten/Gedichten von Oswald von Wolkenstein vorangestellt. Die Kapitel selbst sind mittellang, die verschiedenen Erzählperspektiven und Szenenwechsel sichtbar durch Sternchen getrennt. Zusätzlich wurde der Roman in fünf Teile gegliedert (Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag), was die Übersichtlichkeit fördert.
Das Coverbild ist gut gewählt, wirkt beschaulich und sehr ansprechend. Das Wasser wurde in Hochglanzdruck geprägt, was dem Bild Tiefe gibt. Die Schrift ist Gmeiner typisch in angenehmer Größe, die Buchstaben dick und schwarz gedruckt, also sehr lesefreundlich.

Alles in allem ist »Kurschattenerbe« ein fesselnder Lokalkrimi mit faszinierenden Figuren, einem spannenden Thema und perfekt kontruiertem Plot! Am Ende freut man sich schon auf den nächsten Roman der Autorin, vor allem weil man wissen will, wie es bei Jenny privat weiter geht. Mehr verrate ich hierzu nicht.

Fazit: Von mir gibt es deshalb eine ganz klare Kauf- und Leseempfehlung, nicht nur für Kurgäste!!
Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für diese kurzweilige und unterhaltsame Lektüre!
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Kurschattenerbe. Ein Krimi aus Südtirol
Kurschattenerbe. Ein Krimi aus Südtirol von Sigrid Neureiter (Broschiert - 1. Juli 2013)
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