Kundenrezensionen


20 Rezensionen
5 Sterne:
 (3)
4 Sterne:
 (9)
3 Sterne:
 (7)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöner Krimi aus Österreich
In Österreich aus dem schönen Wolfgangsee wird eine Leiche geborgen. Die Tote ist Monika, die zuvor noch auf dem Schützenfest gefeiert hatte. Ein Unfall oder ein Mord? Nach der Obduktion ist klar, dass Monika getötet wurde, doch von wem? Berenike, die die Tote gefunden hat, hört sich ein bisschen um, und dann gibt es schon bald eine zweite...
Vor 14 Monaten von Sternenstaubfee veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Tote im Dirndl
~Inhalt~

Frühling im Ausseerland: In Berenikes Teesalon herrscht Hochbetrieb. Bei einem Spaziergang mit ihrer Freundin Ellen am Wolfgangsee findet sie eine Leiche im Wasser. Eine Dirndlschürze hat sich verdächtig um ihren Hals geschlungen. Die Tote ist ausgerechnet eine junge Frau, deren Ansichten denen Berenikes diametral entgegenstehen...
Vor 13 Monaten von AusZeit-Magazin veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Tote im Dirndl, 27. Juli 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Göttinnensturz (Broschiert)
~Inhalt~

Frühling im Ausseerland: In Berenikes Teesalon herrscht Hochbetrieb. Bei einem Spaziergang mit ihrer Freundin Ellen am Wolfgangsee findet sie eine Leiche im Wasser. Eine Dirndlschürze hat sich verdächtig um ihren Hals geschlungen. Die Tote ist ausgerechnet eine junge Frau, deren Ansichten denen Berenikes diametral entgegenstehen. Dorfpolizist Kain will die Sache als Unfall nach einer Zeltfest-Dummheit abtun, doch der Teelady kommt das verdächtig vor. Sie informiert aus ihrem Gerechtigkeitssinn heraus ihren Liebsten, den Kriminalpolizisten Jonas Lichtenegger, auch wenn sie sich selbst damit in Schwierigkeiten bringt. Gemeinsam mit dem Gerichtsmediziner stellt Jonas fest, dass die Frau keines natürlichen Todes gestorben ist – und die Ermittlungen nehmen ihren Lauf. Kurz darauf wird ein Trachtenschneider aus St. Wolfgang, der Ausstatter der Narzissenhoheiten, tot aufgefunden: an ein Mühlrad geflochten. Und dann wird auch noch ein Schuster ermordet … Ausgerechnet jetzt entfremdet sich Jonas von ihr. Kann Berenike die Mordserie auf eigene Faust stoppen?

~Einschätzung~

Tarotkarten, mörderische Logbücher und ein Erzählstil, der sich durch kurze Sätze und sprunghafte Gedanken auszeichnet – ich war sofort von der Geschichte gefangen. Auch die Morde sind äußerst phantasievoll in Szene gesetzt, indem die traditionellen Trachten als Mordwerkzeug fungieren. Mit der Dirndlschürze erwürgt, mit dem Trachtenhemd ans Mühlrad geflochten, mit dem Schuh erschlagen – welch ein Tod! Leider offenbarte sich mir viel zu früh, wer für die Morde verantwortlich ist. Auch konnte ich – zumindest teilweise – weder Motiv noch Tathergang nachvollziehen, wodurch sich mir einige Fragen eröffneten, die leider bis zum Schluss unbeantwortet blieben. Auch fand ich es etwas befremdlich, die Liebe zur Tracht mit dem Nationalsozialismus in Verbindung zu bringen. Das eine hat sicher nicht zwangsläufig das andere zur Folge. Amüsiert haben mich einmal mehr die typisch österreichischen Ausdrücke, die jedoch so gewählt sind, dass auch jene, die der steirischen Sprache nicht mächtig sind, keine Probleme damit haben dürften ;-)

Berenike, genannt Nike, ist eine sympathische junge Frau, die in ihrer Vergangenheit wohl schon öfter mit diversen Mordfällen zu tun hatte. Und da es sie erst vor einigen Jahren von Wien ins Salzkammergut verschlagen hat, haftet ihr nach wie vor der Status der „Zuagroasten“ an. Nichts desto trotz gelingt es ihr im Zuge ihrer Ermittlungen, die sie auf eigene Faust anstellt, in den erlauchten Kreis derer aufgenommen zu werden, die sich für das Narzissenfest verantwortlich zeigen. Die Beziehung zu ihrem Freund, dem Kriminalpolizisten Jonas Lichtenegger, gestaltet sich schwierig und obwohl man merkt, wie sehr sich Nike nach ihm verzehrt und dass Jonas mit einem drohenden Burnout zu kämpfen hat, konnte ich ihre Geschichte nicht so richtig „spüren“.

Das Cover von Gmeiner gewährt uns einen reizvollen Ausblick auf ein schönes Dekolletee, welches nur ein Dirndl zum Vorschein bringen kann. Besonders auffällig: Eine rote Halskette mit einem goldenen Anhänger in Form einer mit roten Steinen verzierten Brezel. Besonders ungewöhnlich: Ein Tattoo, das einen Hirschkopf zeigt!

Anni Bürkl, Jahrgang 1970, lebt und arbeitet als freie Journalistin, Autorin und Ghostwriter in Wien. Im Ausseerland, wo sie sich im Sommer gerne aufhält, schreibt sie am liebsten. 2003 wurde sie mit dem Theodor-Körner-Förderungspreis ausgezeichnet. 2010 erhielt sie das Krimi-Stipendium “Trio Mortale” der Stadt Wiesbaden.

~Fazit~

Insgesamt ist „Göttinnensturz“ ein kurzweiliger Salzkammergut-Krimi mit diversen Highlights, der mich jedoch nicht vollends überzeugen konnte. Dafür gibt es von mir 3 von 5 Punkten! (LK)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöner Krimi aus Österreich, 11. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Göttinnensturz (Broschiert)
In Österreich aus dem schönen Wolfgangsee wird eine Leiche geborgen. Die Tote ist Monika, die zuvor noch auf dem Schützenfest gefeiert hatte. Ein Unfall oder ein Mord? Nach der Obduktion ist klar, dass Monika getötet wurde, doch von wem? Berenike, die die Tote gefunden hat, hört sich ein bisschen um, und dann gibt es schon bald eine zweite Leiche....

Mein Leseeindruck:

Dieses Buch ist bereits der vierte Teil einer Reihe, in der die Hauptprotagonistin Berenike Mordfälle aufklärt. Ich habe die drei ersten Bände noch nicht gelesen, trotzdem hatte ich keine Schwierigkeiten, mich in die Geschichte einzufinden. Es gibt im gesamten Buch immer wieder kurze Andeutungen auf alte Fälle, die mich persönlich jetzt sehr neugierig gemacht haben, so dass ich die Bücher sicher noch lesen werde.

Berenike ist eine sympathische Figur, und ihren Tee- und Literatursalon würde ich gerne mal besuchen.

"Göttinnensturz" gehört für mich zu den eher ruhigen Krimis. Spannung ist zwar da, aber nicht in zu großem Ausmaß. Mir fiel es nicht schwer, das Buch mal für eine kurze Pause aus der Hand zu legen.

Die Handlung ist dennoch fesselnd, und als Leser kann man auch gut miträtseln, wer der Mörder sein mag. Das gefällt mir an Krimis immer besonders gut.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, auch wenn für mich ein paar Fragen am Ende noch offen blieben. Aber vielleicht werden diese im nächsten Band beantwortet!? Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Göttinnensturz, 19. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Göttinnensturz (Broschiert)
Nachdem mir „Narrentanz“, der dritte Teil der Berenike-Roither-Reihe, richtig gut gefallen hatte, war ich auf „Göttinnensturz“ gespannt.
Das Cover, welches ein Dekolleté in einem Dirndl zeigt, und der Klappentext haben mich neugierig gemacht und mich nicht enttäuscht.

Nach einem Schützenfest taucht die Leiche einer Dirndl-Schönheit im Wolfgangsee auf. Während Jonas, ein Polizist und Berenikes Freund, ermittelt, passieren weitere Morde. Berenike versucht Jonas zu unterstützen, sie entfremden sich jedoch immer mehr voneinander. Kann der Fall gelöst werden?

Von der ersten bis zur letzten Seite war ich von diesem Buch gefesselt. Der Schreibstil war flüssig und spannend. Lesepausen einzulegen fiel mir dabei schwer. Mein Kopfkino war eingeschaltet.

Mit Liebe zum Detail beschreibt die Autorin Landschaft und Charaktere, so dass ich mich als Teil der Handlung fühlte. Auch von den Traditionen der Gegend schreibt Anni Bürkl, was mir persönlich gefallen hat.

Ebenfalls positiv empfand ich es, nicht gleich am Anfang herausfinden zu können, wer diese Morde begangen hatte. Ich wurde bis zum Ende auf die Folter gespannt.

Fazit:

Ein toller und fesselnder Krimi. Ich empfehle ihn gerne weiter.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Von Trachten, Traditionen und Außenseitern..., 4. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Göttinnensturz (Broschiert)
Der Gmeiner Verlag zählt zweifellos zu meinen Lieblingsverlagen, nicht zuletzt wegen der Buchgestaltung. Zudem habe ich bei Krimis noch nie einen richtigen Flop erlebt und ich fand hier auch so manche Buchserie, die ich nie mehr missen möchte. Und so habe ich auch das Buch GÖTTINNENSTURZ, den bereits vierten Fall für Berenike Roither, mit Spannung erwartet und voll Neugier gelesen, wenn auch ohne Vorkenntnis aus den vorherigen Bänden.

Das Cover:

Trachten spielen in diesem Krimi eine ausschlaggebende Rolle. Insofern passt das Coverbild hervorragend zu diesem Salzkammergut-Krimi. Beim Betrachten des Buches blickt man geradewegs auf ein makelloses Dekolleté, umrahmt von einer Bluse und einem Oberteil eines Dirndls. Sehr gut gefällt mir hier der moderne Touch, der dem Bild durch eine Hirsch-Tätowierung und einer modischen Kette verliehen wird. Der Kettenanhänger besteht aus einer silbernen Brezel, die mit rosafarbenen Strass-Steinen besetzt ist. Statt an einer Kette befindet sich der Anhänger an einigen rosafarbenen Bändern. Wie bei den Büchern des Verlags üblich, ist das Cover sehr schön gestaltet in einem Mix aus verschiedenen gestalterischen Elementen – das Titelmotiv ist matt gestaltet, lediglich die Kette mit dem Anhänger und das Tatoo, sowie der Buchtitel wurden glänzend hervorgehoben.

Die Innenseiten der beiden Buchdeckel wurden auch bei diesem Buch bedruckt, so wie es beim Gmeiner Verlag üblich ist. Das Titelfoto in der Schwarz-Weiß-Variante blickt dem Leser so beim Aufschlagen des Buches entgegen. Ein kleines Detail, das sofort ins Auge fällt.

Die Handlung:

Berenike Roither ist gerade mit ihrer Freundin Ellen am Wolfgangsee unterwegs, als sie dort eine im Wasser treibende Leiche entdeckt. Monika, die tote Frau, hat die Schürze ihres Dirndls verdächtig um den Hals geschlungen. Und unglücklicherweise hatte Berenike auch noch kurz zuvor eine Auseinandersetzung mit der jungen Frau, wegen deren politischer Einstellung.

Während Dorfpolizist Kain an einen Unglücksfall glaubt, steht für Berenike und ihren Freund Jonas, einen Kripobeamten, fest, dass Monika ermordet wurde. Doch Moni bleibt nicht das einzige Opfer. Schon bald taucht die nächste Leiche auf – ein Trachtenschneider, der die Narzissenhoheiten ausstattete, wird auf ein Mühlrad geflochten aufgefunden, dann wird ein Schuster ermordet aufgefunden. Stets wurden die Opfer mit einer außergewöhnlichen Mordwaffe ins Jenseits befördert – ihrer eigenen Kleidung. Und dann sind da noch die Tarotkarten, die bei den Leichen aufgefunden werden. Doch gerade zu diesem Zeitpunkt entfremdet sich Jonas seiner Freundin Berenike zusehens. Wird es Berenike gelingen, die Mordserie zu stoppen oder wird der Täter erneut zuschlagen?

Meine Meinung:

Wie schon erwähnt, war GÖTTINNENSTURZ der erste Krimi aus der Serie rund um die Hobby-Ermittlerin Berenike, den ich las. Nach SCHWARZTEE (erschienen 2009), AUSGETANZT (2010) und NARRENTANZ (2011) erschien nun 2013 der vierte Krimi dieser Buchserie. Dennoch hatte ich keine Probleme, dem Geschehen zu folgen, wurde man als Neuling doch stückchenweise mit den Fakten der vorherigen Bänden, in die Welt von Berenike Roither eingeführt.

Glücklicherweise wurden bei den Rückblicken auf die Vergangenheit aber nicht zuviele Details verraten, so dass auch noch im Nachhinein die vorherigen Bände gelesen werden können, ohne dass die Spannung genommen wurde. Mir persönlich gefallen solche knappen Rückblenden, da man so die Bücher auch unabhängig voneinander lesen kann. Durch die knappe Ausführung werden wiederum diejenigen unter den Lesern nicht gelangweilt, die die Bücher bereits kennen. Hier wurden die Informationen genau richtig dosiert verabreicht.

Berenike Roither fand ich als Hauptperson sehr interessant, sowohl von ihrer etwas eigenwilligen und authentischen Lebensweise her, als auch ihr Vorleben betreffend. Vor fünf Jahren verließ sie die österreichische Hauptstadt Wien, ließ ihr geregeltes Leben hinter sich und zog aufs Land, um dort ein vollkommen neues Leben zu beginnen. Und so eröffnete Aussteigerin Berenike ihren gemütlichen Teesalon.

Berenike hat nicht nur einen außergewöhnlichen Vornamen, nein, auch ihre Geschäftsidee finde ich sehr interessant und außergewöhnlich, denn ihr Teesalon ist eine Lokalität, das viel Charme ausstrahlt und seinesgleichen sucht. Überhaupt der Name! Es mag eine Bildungslücke sein, aber in der Tat ist mir dieser makedonische Name Berenike („Siegbringerin“) bislang nie zuvor begegnet.

Erstaunt hat mich Berenikes Verhalten, sobald eine Leiche vor ihr auftauchte. Wo unsereins schockiert zusammenbricht, wird bei Berenike erst einmal die Neugier geweckt und ihr Ermittlerblut gerät in Wallung. An Kleinigkeiten bemerkt man, dass Berenike sich wohl keinen Zwängen unterwerfen möchte, sondern gerne ein halbwegs freies Leben führen möchte, soweit ihr dies als Inhaberin ihres Teesalons möglich ist. So entscheidet sie sich eben erst kurz vor der Essenszeit, welche Gerichte für diesen Tag auf der Speisekarte stehen sollen.

Kriminalpolizist Jonas Lichtenegger, der Liebhaber Berenikes, ist von daher ein interessanter Protagonist, da er jüdische Wurzeln hat. Und das im eher konservativen Österreich, wo man in diesem Krimi auch (bedauerlicherweise) auf Personen mit einer nationalsozialistischen Gesinnung trifft. Da fragte ich mich mitunter, ob gar Jonas selbst seine Finger im Spiel hatte, zumal er sich zeitweise etwas seltsam verhielt. Und Berenike befürchtet, dass ihr Freund Jonas ihr langsam aber sicher entgleitet.

Reinhard, der Gerichtsmediziner, macht auf mich einen sympathischen Eindruck, wirkt zugleich aber auch etwas geheimnisvoll. Zudem scheint er ein gewisses Interesse an Berenike zu haben. Dorfpolizist Kain hingegen vermittelte keinen besonders positiven Eindruck, bei der Aufklärung der Fälle fiel er vor allem durch seinen fehlenden Ehrgeiz auf – nur zu gerne vermittelt er seine Ansicht, dass Monika durch einen Unglücksfall oder einen Selbstmord zu Tode kam.

Monika, das erste Opfer, war eine attraktive und lebenslustige Frau. Die Dorfschönheit verdrehte so manchem Mann den Kopf. Doch leider hatte Monika auch eine dunkle Seite: Die traditionsbewusste junge Frau gehörte ganz offensichtlich der rechten Szene an und machte auch keinen Hehl daraus. Kein Wunder, dass die weltoffene Berenike und Moni Welten trennten, und es sogar zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden ungleichen Frauen kam.

Franziska „Franzi“, eine junge Einheimische, konnte ich nicht so recht einordnen. Sie vermittelte einen etwas düsteren Eindruck, sei es durch ihre meist schwarze Kleidung (anfangs vermutete ich gar, sie würde vielleicht der Gothic-Szene angehören), aber auch durch ihre ganze Art. Franzi wirkt recht ernst, versucht als Modeschöpferin einen Durchbruch zu erlangen. Doch die extravagante Franzi ist noch immer, wie schon seit eh und je, eine Außenseiterin und leidet auch darunter. Zudem hat die ansonsten recht ansehnliche Franzi einen Buckel, wodurch sie noch mehr ins Abseits gerät. Dennoch scheint Franzi immer wieder Berenikes Nähe zu suchen.

Während mir das Salzkammergut natürlich namentlich bereits bekannt war, sagte mir Ausseerland (eine Kleinregion im Steirischen Salzkammergut) gar nichts, den Wolfgangsee hingegen wird wohl jeder kennen, sei es als Tourist, oder auch aus Verfilmungen. Aber Lesen bildet ja bekanntlich und nicht nur bei Sachbüchern kann man etwas dazulernen. Dass sich die österreichische Autorin Anni Bürkl gerne im Ausseerland aufhält, bemerkt man schon daran, dass sie diesem Landstrich durch ihre Kenntnisse Leben einhaucht und ein Buch mit Lokalkolorit geschaffen hat.

So ist das Narzissenfest, das der Leser im Buch kennenlernt auch tatsächlich existent. Das Verwenden des ortsüblichen Dialekts finde ich in einem sogenannten Regionalkrimi immer wichtig, selbst wenn dieser nur sparsam eingesetzt wird, aber nur dann wirkt die Handlung so richtig schön authentisch. Gut auch, dass die österreichischen Begriffe wie Eiskasten (Kühlschrank) nicht eingedeutscht wurden – der Krimi spielt nun mal in Österreich und das soll der Leser auch durch solche Kleinigkeiten bemerken.

Interessant finde ich den Aufbau des Buches. Immer wieder tauchen kurze Zwischenkapitel in Tagebuchform auf, die stets unter der Bezeichnung „Mörderisches Logbuch“ zu finden sind. Sieben Einträge liefern Hinweise zum Mörder und bieten Einblick in die Abgründe seiner Seele. Wer letztendlich der Mörder war, hat mich (leider) nicht sonderlich überrascht. Allerdings vermutete ich, dass die Autorin ausreichend falsche Spuren gelegt hätte und es einige unerwartete Wendungen im Buch geben würde. Spannend war das Buch dennoch, interessierte mich doch auch das Mordmotiv, sowie die näheren Todesumstände. Der Schluss jedoch ließ leider einige Fragen offen – schade. Aber vielleicht war dies ja die Absicht der Autorin, um die Spannung für den nächsten Band zu erhalten!? Vielleicht erfolgt dort dann noch im Nachhinein die lückenlose Aufklärung – allerdings wäre dann dieser Band nicht in sich abgeschlossen, wie es eigentlich in Krimiserien der Fall sein sollte und eigentlich von mir erwartet wird.

Sehr schade fand ich, dass sich im Buch kein Lageplan der einzelnen Schauplätze befand, denn das hätte ich als ortsunkundige Leserin doch sehr willkommen geheißen und auch als notwendig betrachtet. Trotz der Bemühungen der Autorin, die Lage der Handlungsorte zu beschreiben, hatte ich etwas Schwierigkeiten mit den örtlichen Gegebenheiten – hier hätte ich doch sehr gerne hin und wieder die Karte zu Rate gezogen. Dennoch gelang es der Autorin sehr gut, die Handlungsorte selbst sehr anschaulich zu beschreiben, so dass man beim Lesen ein Bild vor Augen hatte.

Gewünscht hätte ich mir im Anhang des Buches die Vorstellung eines oder mehrerer Vorgängerbücher der Serie, denn das Interesse an den anderen Berenike-Roither-Krimis wurde bei mir auf jeden Fall geweckt.

Trotz einiger Kritikpunkte freue ich mich darauf, weitere Krimis mit Berenike zu lesen, denn der Schreibstil und die Protagonisten selbst gefielen mir sehr gut – allen voran natürlich charismatische „Teelady“ Berenike mit ihrem bezaubernden und charmanten Teesalon.

Fazit:

Ein unterhaltsamer, origineller und kurzweiliger Regionalkrimi, der leider jedoch etwas überstürzt endete und, zumindest für mich, einige wichtige Fragen offen ließ, die ich noch gerne geklärt gesehen hätte. Dennoch möchte ich diesem Krimi eine Leseempfehlung aussprechen und 4 Sterne geben.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Tee und Mord im Salzkammergut, 28. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Göttinnensturz (Broschiert)
Anni Bürkls Heldin Berenike Roither hat einen Teesalon in einem kleinen Ort im österreichischen Salzkammergut. Sie, ursprünglich erfolgreicher Wiener Yuppie, hat praktisch den Voralplern das Teetrinken beigebracht.
Leider wird in Berenikes idyllischer Umgebung viel zu oft gemordet, so dass sie immer mehr Ängste entwickelt hat, zusätzlich zu den unangenehmen Erinnerungen an ihre Vergangenheit.

"Göttinnensturz" ist Anni Bürkls viertes Buch um Berenike Roither.
Auf die Erscheinung dieses Buches habe ich gespannt gewartet, denn, nachdem ich die drei Vorgänger gelesen hatte, war natürlich mein Interesse daran, wie es mit Berenikes Leben weitergeht, sehr groß.

Wie schon erwähnt, betreibt Berenike einen Teesalon, und Anni Bürkl spart nicht an Details über diesen Aspekt in ihren Geschichten, auch wenn diese Bücher in erster Linie Kriminalromane sind.
Berenikes sechster Sinn macht sie zur "Ermittlerin wider Willen". Sie kann einfach nicht anders... und sogar die zuständige Polizei weiß ihre Fähigkeiten zu schätzen.

Berenike mag ich, weil sie keine typische "Hobby-Detektivin" ist, sondern eine sehr nachdenkliche, tiefgründige Figur, vielleicht etwas zu grüblerisch und konfliktscheu. Diese Tendenz von ihr, alles in Frage zu stellen, macht sie zu einer guten Polizei-Helferin. Andererseits ist das Bestreben nach Harmonie in ihrem Fall nicht gerade fördernd in ihrer Beziehung zu Jonas (ausgerechnet Polizist), und so leidet sie für sich allein...

"Göttinnensturz" ist ein Buch, das sehr überzeugend die Atmosphäre und Eigenarten des Salzkammerguts wiedergibt. Anni Bürkls Charaktere benutzen viele für die Region typische Redewendungen, was die Authentizität der Geschichte unterstreicht.

Die Österreicherin Anni Bürkl ist selber passionierte Teetrinkerin und liebt das Salzkammergut. Und sie weiß, dem Leser diese ihre Leidenschaften zu vermitteln.

Und ich bin auf das nächste Abenteuer um Berenike sehr gespannt!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3.0 von 5 Sternen Tee trinken, ihn verkaufen und Morde aufklären, 16. November 2013
Von 
Kalamaria - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Göttinnensturz (Broschiert)
das tut die charismatische, übersinnlichen Themen nicht abgeneigte Exjournalistin Berenike Roither im schönen Salzkammergut. Diesmal stößt die auf die erdrosselte Monika - Zufall oder Mord, das Band der Dirndlschürze hat sich um den Hals gewunden. Die Gute war zu Lebzeiten einerseits überaus lebenslustig, andererseits nationalsozialistischem Gedankengut nicht abgeneigt. Und es folgen weitere Leichen, die gewisse Rückschlüsse zulassen....

Auch Berenikes Liebster, der hübsche Kommissar Jonas Lichtenegger, taucht auf - und mit ihm Wolken am Horizont. Wird die bucklige, aber attraktive Franziska ihn ihr ausspannen? Lebenslust und heitere Liebesreigen durchzogen von dunkleren Wolken - wenn mal ein/e Dritte/r btrogen wird - das scheint das Markenzeichen des Salzkammerguts zu sein.

Nun ja, wir alle wissen, dass man am Wolfgangsee gut lustig sein kann, dass sich dort aber auch jede Menge Leichen rumtreiben, das ist neu! Anni Bürkl schreibt durchaus atmosphärisch, lässt Lokalkolorit aufblitzen - manchmal wird es jedoch ein wenig fahrig oder gar wirr. Und der Schluss hinterlässt leider alles andere als Befriedigung. Schade - gerade bei einer so besonderen Protagonistin wie Berenike, die jede Menge Alleinstellungsmerkmale aufweist und somit eigentlich flink zu Österreichs Ermittlerin Nr. 1 aufsteigen könnte, hätte ich ein bisschen mehr erwartet. Nun, vielleicht dann in Berenikes fünftem Fall!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Göttinnensturz, 15. November 2013
Heute stelle ich euch den Salzkammergut-Krimi „Göttinnensturz“ von Anni Bürkl vor. Es wird Frühling im Ausseerland und Berenike hat viel zu tun in ihrem Teesalon. Bei einem Spaziergang am Wolfgangsee stößt sie auf eine Frauenleiche im Dirndlkleid. Die Schürze des Dirndls wurde als Tatwaffe genutzt. Berenikes Freund Jonas soll den Mordfall aufklären. Da er aber mit den Ermittlungen nicht weiterkommt und weitere Leichen auftauchen fängt Berenike selbst zu ermitteln an.

Meine Meinung:

Frau Bürkl ist eine österreichische Autorin, die den Krimi mit Spannung und Lokalchlorit geschrieben hat. Die Geschichte spielt im Salzkammergut in einer der schönsten Gegenden Österreichs. Die Landschaft und Umgebung wird wirklich schön beschrieben, dass man sich die Gegend sehr gut vorstellen konnte. Auch die Protagonisten wurden gut beschrieben und man hatte Einblick in ihr Leben. Am Anfang hatte ich leichte Schwierigkeiten alle Personen auseinander zu halten. Es hat aber nicht lange gedauert und die Protagonisten wurden mir vertraut. Klasse fand ich, dass einiges im Dialekt geschrieben wurde. Da habe ich mich als Oberösterreicherin gleich noch heimischer im Buch gefühlt. Den Krimi fand ich sehr spannend, da es nicht bei einer Leiche blieb, die Ermittler der Polizei lange im Dunklen tappten und ein Wettlauf mit der Zeit begann. Wäre da nicht Berenike mit ihrem Gespür gewesen, hätte die Polizei sicher noch länger nach dem Täter gesucht. Berenike, die Hauptprotagonistin ist eine nette Frau, die des Öfteren über Leichen stolpert, einen schönen Teesalon betreibt und viel Intuition beweist, wenn es darum geht einen Mörder ausfindig zu machen. Ich mochte sie von Anfang an sehr gerne und konnte mich beim Lesen sehr gut in sie hineinversetzen.
Schön fand ich, dass der Krimi eine Nebengeschichte hatte. Die Beziehung zwischen Berenike und Jonas ist ein Thema das sich durch das ganze Buch zieht. So wurde es beim Lesen nie langweilig und ich hatte spannende Lesestunden. Danke an Frau Bürkl, dass sie diesen tollen Krimi geschrieben hat. Ich hoffe, dass dieser vierte Teil der Berenike Serie nicht der letzte sein wird.

Von mir gibt es 4 Sterne für den Krimi!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Göttinnensturz, 14. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Göttinnensturz (Broschiert)
Göttinnensturz ist der vierte Roman in der Reihe um Berenike Roither und ihren Teesalon im Salzkammergut.

Vorweg muss ich sagen, dass ich absolut keine Probleme hatte, mich in das Buch und schon vorhandene Personen hineinzufinden, auch ohne dass ich die Vorgängerbücher gelesen habe.

Nach dem Besuch eines Schützenfestes wird Monika tot in einem Fluss aufgefunden. Der Dorfpolizist ist der Meinung, dass es sich um einen Unfall oder Selbstmord handelt, Berenikes Freund Jonas - der Kriminalinspektor - ist da ganz anderer Meinung. Im Zuge der Ermittlungen entfernen sich Berenike und ihr Jonas immer weiter voneinander.
Als dann eine zweite Leiche gefunden wird, beginnt Berenike auf eigene Faust zu ermitteln. Da es sich bei dem zweiten Toten um den Freund von Monika handelt, bei beiden Leichen Tarotkarten gefunden wurden und auch beide Toten mit dem Narzissenfest in leitender Position zu tun haben, kann von nun an auch nicht mehr von Unfällen oder Selbstmord die Rede sein.
Berenike ist hin und her gerissen, da sie kurz vor Monikas Tod mit ihr noch eine Auseinandersetzung hatte, die sie aber der Polizei nicht mitgeteilt hat. Jetzt hat sie angst vor der Reaktion von Jonas, sollte er es herausfinden. Ausserdem könnte sie dann als Verdächtige gelten, was sie nicht ist...

Anni Bürkl schafft es, in einen Kriminalroman eine gewisse Leichtigkeit hineinzubringen durch nicht zu lange Sätze, die es ermöglichen, diesen Roman in einem weg zu lesen, ohne gleich von den Ereignissen erschlagen zu werden. Sie integriert auf gekonnte Art und Weise den Dialekt des Salzkammerguts sowie die Geschehnisse und Gepflogenheiten der Region, sodass man ein tolles Gefühl für die Umgebung bekommt. Was ich als außergewöhnlich bemerken möchte, ist die Tatsache, dass Anni Bürkl nicht nur die "typischen" Sinne anspricht, sondern auch den Geruchssinn mit in ihre Beschreibungen einbezieht.
Dennoch wirkte der Schluss etwas unfertig, es blieben noch viele Fragen offen. Ich hätte mir auch eine Vertiefung der Nazivergangenheit von Berenikes Familie gewünscht.

Alles in allem ist Göttinensturz ein gelungenes Buch, welches ich definitiv als angenehmen Krimi für zwischendurch weiterempfehlen werde.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3.0 von 5 Sternen 4. Fall für Berenike Roithers, 13. November 2013
Zum Inhalt:

Die lebenslustige Monika wird tot im Wolfgangsee gefunden. Sofort ist auch die Todesursache klar: die Dirndelschürze hat sich um den Hals geschlungen. Unfall oder Mord? Dieses versucht die charismatisch Teetrinkerin und mittlerweile auch in ihren 4. Fall geradene Ermittlerin Berenike zu ergründen. Hilfe erhält sie von ihrem Freund Jonas, der bei der Kriminalpolizei arbeitet.

Meine Meinung:

Da es sich um den mittlerweile 4. Band der Emittlerin handelt, tauchen in der Geschichte immer wieder Hinweise auf die vergangenen Fälle auf. Als Nichtkenner der Vorgeschichte, ist dieses manchmal etwas nichtssagend. Leider fand ich das ständige Auf und Ab der Spannung etwas anstrengend. Positiiv fand ich die dialektischen Einlagen, die das Ganze etwas aufgepeppt haben. Trotz allem kann ich dem Buch nur 3 Sterne vergeben, da es mich nur mittelmäßig begeistert hat.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Österreichischer Krimi..., 12. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Göttinnensturz (Broschiert)
"Göttinnensturz" von Anni Bürkl ist bereits der vierte Fall für die Tee- und Literatursalon Besitzerin Berenike. Doch dieser kann problemlos ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen und verstanden werden.

Worum es eigentlich geht, verrät der Klappentext des Buches schon ganz gut: "Frühling im Ausseerland: In Berenikes Teesalon herrscht Hochbetrieb. Dann gibt es eine ermordete Dirndl-Schönheit im Wolfgangsee. Was geht im idyllischen Ausseerland vor, dass ausgerechnet die traditionellen Trachten als Mordwerkzeuge gebraucht werden? Mittendrin Berenikes Liebhaber, der Kriminalpolizist Jonas Lichtenegger, als weitere Todesopfer auftauchen und Jonas sich immer mehr von Berenike entfremdet, ermittelt sie auf eigene Faust …

Was diesen Roman in meinen Augen auszeichnet, ist zum einen, dass sämtliche Sinne beim Lesen angesprochen werden. Die Autorin beschreibt erstaunlicherweise nicht nur die herkömmlichen Wahrnehmungen, sondern legt beispielsweise ebenso Wert auf die Darstellung unterschiedlichster Gerüche, dies lässt die Geschichte noch lebendiger werden.
Hinzukommend die Schilderung der Umgebung, des Salzkammerguts, ermöglicht interessante Eindrücke, da hier zudem in Maßen der Dialekt der Gegend verwendet wird und vorherrschende Schwierigkeiten, wie die Engstirnigkeit der Einheimischen, die Abhängigkeit vom Tourismus, angesprochen werden, entsteht ein sehr anschauliches Bild.

Kritisch bewerte ich das Ende des Romans...so ganz erschließen sich mir die Tatmotive nicht. Ja, ich hatte das Gefühl, dass hier einiges Potential verschenkt worden ist...ein paar mehr Seiten, hätten an dieser Stelle nicht geschadet.
Letztlich ein Roman der sehr gut unterhält und unheimlich viel Lust auf eine Tasse Tee macht, in diesem Sinne, genau das Richtige für eisige Temperaturen und Lesestunden auf dem Sofa.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Göttinnensturz
Göttinnensturz von Anni Bürkl (Broschiert - 1. Juli 2013)
EUR 9,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen