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Blutiger Klee
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. August 2012
Inhalt:
Als Kathi Luggauer vor der Arbeit noch einen Spaziergang macht, findet sie auf der Bank vor der Kapelle oben am Berg einen toten Mann. Baron von Gleinegg, eine stadtbekannte, aber nicht sehr beliebte Persönlichkeit, wurde erstochen. Auch wenn die Adelstitel längst abgeschafft sind, war er reich und hatte Einfluss auf die Gemeinde. Die Ermittler, Artur Pestalozzi sowie Leo Attwenger, und die Gerichtsmediziner Lisa Kleinschmidt treffen bald darauf ein. Bald stellt sich nicht nur heraus, dass der Baron mit einem normalen Küchenmesser erstochen wurde, sondern dass er Linsen in seinen Schuhen hatte und dadurch die Füße ganz blutig waren. Die Ermittlungen gestalten sich als schwierig: der Großtel der Familie Gleinegg ist eher schweigsam und begibt sich nur kurz herab, um mit den Ermittlern zu reden. Einzig die Tochter, welche sich von der Familie abgewandt hat, ist redseliger. Auch die Dorfbewohner bemühen sich, den Toten entweder kaum oder doch nur wenig gekannt zu haben - und schon gar nicht genug, um ihn zu ermorden. Doch dann taucht ein früherer Todesfall in der Familie auf, der Artur Pestalozzi eine neue Richtung in der Ermittlung eröffnet....

Rezension:
Das Cover und der Titel sind sehr gut abgestimmt und harmonieren wunderbar. Die Umschlaggestaltung der Gmeiner-Bücher gefällt mir meist sehr gut und deshalb möchte ich dies hier kurz erwähnen.
Der Stil der Autorin ist flüssig und ausgeglichen. Aufgrund schlechter Erfahrung kann ich bei 'Blutiger Klee' positiv hervorheben, dass nicht zu viel österreichischer Dialekt vorhanden ist. Dies ist m. E. nicht nur von Vorteil, um Leser anderer Regionen anzusprechen, sondern es verleiht dem ganzen Buch einen ausgeglicheneren Stil. Dies ist wohl dem Umstand zu verdanken, dass die Autorin nicht im Salzkammergut geboren und aufgewachsen, sondern erst später hinzugezogen ist. Vom Stil an sich ist das Buch eher ruhig geschrieben. Zwar schon interessant, aber es ist jetzt definitiv kein Pageturner. Nichtsdestotrotz möchte man gerne wissen, wer denn nun den Baron getötet hat und vor allem natürlich warum. Die Orte sind ausreichend beschrieben und ich konnte mich gut zurecht finden. Ein bißchen oft, wurde die Autofahrt vom Präsidium zum Ort des Geschehens beschrieben und über welche Orte man da fahren muss - dass muss man m. E. nicht jedes Mal hinschreiben.

Doch bevor ich auf die Handlung eingehe, möchte ich mich kurz den Charakteren widmen. Chefinspektor Artur Pestalozzi hat genau die richtige Mischung aus Wissen, Kombinationsgabe, Melancholie und Witz, den man bei einem Ermittler gerne sehen möchte. Schön finde ich, dass dies zwar ein geschiedener Ermittler ist, aber er sonst keine Schicksalsschläge ertragen muss, wie viele andere Komissare. Mitunter tut es gut, mal einen Ermittler zu erleben, der seinen Job erledigt, ohne persönlich motiviert zu sein und seine Motivation einfach daraus zieht, Fälle zu lösen und Mörder zu fangen. Etwas schade finde ich, dass Leo Attwenger im Text auf der Rückseite gar nicht erwähnt wird und das Ermittlerduo anscheinend aus Pestalozzi und Kleinschmidt bestehen soll. Das finde ich sehr schade, denn Leo Attwenger bringt Charme, Witz und Umperfektion in den Krimi. Er sorgt für einige Schmunzler und es ist doch auch immer mal wieder schön zu sehen, dass man den Beruf des Ermittlers erlernen muss und auch mal Fehler macht oder in Fettnäpfchen tritt. Lisa Kleinschmidt, die Gerichtsmedizinerin und anscheinden Part 2 des Ermittlerduos, erscheint zwar sympathisch, aber ihr haftet der übliche Makel an: geschieden und alleinerziehend. Aber natürlich ist es in dem Sinne vorteilhaft, dass man eine zukünftige Verbindung der beiden, Pestalozzi und Kleinschmidt, angedeutet sehen kann. Nebenbei kann man noch sagen, dass sie sehr sympathisch erscheint, allerdings taucht sie nicht sehr oft im Buch auf. Die Nebencharaktere - Familienmitglieder, Dorfbewohner, etc. - sind eher flach und nebenbei beschrieben. Einzig Kathi Luggauer und ihre Enkelin Anna sind näher beschrieben und auch durchwegs sympathische Charaktere: Kathi eher nachdenklich und weise, Anna quirrlig und aufgeweckt. Allerdings verlaufen die hier entstehenden Handlungsstränge ins Leere und haben mit der Handlung des Krimis nur entfernt zu tun - eben dadurch, dass Kathi die Leiche entdeckt hat. Das finde ich recht schade, denn beide waren mir sehr sympathisch. Auch die Erinnerungen von Kathi an die NS-Zeit in Österreich finde ich sehr interessant und ich finde hier hätte man deutlich mehr herausholen können, wenn nicht gar eine Verbindung zur Ermordung des Barons.

Damit kommen wir abschließend noch kurz zur Handlung. Natürlich lässt sich der übliche Ablauf finden: Leiche wird gefunden, Ermittlungen werden aufgenommen, Fall wird gelöst. Doch unschlüssig bin ich mir über die Ermittlung selbst. Pestalozzi übernimmt den Hauptpart, Attwenger sitzt oft nur da - auch wenn seine Gedanken ausgedrückt werden und diese oft zur Auflockerung dienen. Auch ist Pestalozzi oft alleine unterwegs und man weiß gar nicht so recht, wozu er Attwenger eigentlich braucht. Die Gerichtsmedizinerin taucht, wie gesagt, nur selten auf und ermittelt eigentlich gar nicht - deswegen bin ich mir unklar, warum auf sie in der Beschreibung so viel Wert gelegt wird. Mitunter werden Spannungsmomente verschenkt und manche Sachen sind eher so nebenher reingelaufen. Das ist etwas schade. Allerdings will ich hier mal nicht so hart sein, es ist ja der erste Krimi von Frau Faro.

Damit zum Fazit: Der Stil, die Charakterschreibung und auch die Hintergründe finde ich gut gelungen. Schwächen zeigt das Buch in der Handlung, die m. E. noch ausgefeilter und tiefgehender sein könnte. Auch mehr Spannung könnte das Buch vertragen. Sehr schade finde ich, dass Leo Attwenger eher wie eine Nebenfigur behandelt wird, da er als Figur viel Potenzial zeigt. Auch den Strang der Nebenhandlung um Kathi Luggauer hätte ich mir ausführlicher und vor allem, verbunden mit der Haupthandlung gewünscht.
Eine Krimi, der recht gut gefällt, aber noch einige Schwächen beinhaltet. Von mir gibt es deshalb gute 3 1/2 Sterne und da dies nicht möglich ist, erhöhe ich mal auf 4 Sterne, mit der Erwartung, dass der vielleicht folgende nächste Band die Schwächen ausbügelt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Eine alte Frau findet einen alten Mann auf einer Bank bestialisch ermordet vor. Der Tote ist niemand Geringerer als Baron Gleinegg, in seinem Ort eine überaus bedeutende Persönlichkeit.
Im besagten Ort hält sich die Trauer in Grenzen, ja es scheint überhaupt kein besonderes Interesse an der Aufklärung des Falles zu bestehen.
Ganz anders verhält es sich bei Chefinspektor Artur Pestallozzi, der mit der Klärung des Falles betraut ist. Was er bei seinen Recherchen herausfindet, lässt die ländliche Idylle in einem anderen Licht erscheinen...
Man merkt dem Roman an, dass die Autorin keine "Frischg'fangte" ist. Sie beherrscht ihr Metier (auch wenn es ihr erster Krimi ist); sie kann gut Spannung aufbauen (und halten) und bezieht auch die lokale (tragische) Geschichte mit in das Geschehen ein - mit einem Wort: Ein sehr spannender Roman, der sich auch sprachlich vom übrigen Genre abhebt.
Zuruf an die Autorin: Nur weiter so!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. August 2012
Kathi Luggauer, bereits 84 Jahre alt, hilft in der Saison im Hotel im Salzkammergut aus. Nach einem anstrengenden Tag sucht sie ein wenig Ruhe und macht sich auf den Weg zur nahegelegenen Wallfahrtskapelle. Dort angekommen sieht sie, daß die Ruhebank vor der Kapelle bereits besetzt ist. Dort sitzt der alte Baron Gleinegg und als sie näher kommt, macht sie die grausige Entdeckung, daß dieser tot ist.Alles sieht danach aus, daß er nicht eines natürlichen Todes gestorben ist und sie rennt zum nächsten Hof, um die Polizei zu benachrichtigen.
Das Salzburger Team, Chefinspektor Pestallozzi, Leo Altmeyer und die Gerichtsmedizinerin Lisa Kleinschmidt nehmen die Ermittlungen auf. Diese gestalten sich als äusserst shwierig, da der Baron ein verbissener alter Mann war, der viele Feinde in dem kleinen Dorf hatte. War unter ihnen der Mörder, oder war es eines seiner Kinder, die es vielleicht auf das nicht unerhebliche Erbe abgesehen hatten?
Marlene Faro hat hier ihren ersten Kriminalroman geschrieben, die Landschaft und die Charaktere der Dorfbewohner und der Kinder des verstorbenen Barons gut beschrieben. Sie hat sich sehr auf das Ermittlerteam konzentriert.
Der Sprachstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Wer allerdings einen blutrünstigen Kriminalroman sucht, ist hier fehl am Platz.
Spannung war da, hätte aber etws mehr sein können. Der Schluss war für mich nicht vorhersehbar und überraschend.
Ich kann durchaus eine Leseempfehlung geben.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Juli 2012
Mit Blutigem Klee hat die Autorin ihren ersten Kriminalroman abgeliefert und ich kann nur hoffen, es werden mehr. Von Anfang an folgt man gebannt dem ausgeklügelten Plot der Geschichte. Folgt den ausgelegten Fäden, überlegt und rätselt mit, wer es denn nun gewesen sein könnte und vergisst darüber hinaus Zeit und Raum. Ein Mord in höchsten Kreisen, ein Baron, der nicht mehr so genannt werden darf, weil der Adel in Österreich abgeschafft wurde, den alle aber entsprechend gebührend behandeln, ein dunkles Familiengeheimnis, eine seltsame Krankheit, die sich durch Generationen zieht, Verstrickungen weit zurück in die Nazizeit, jüdische Besucher aus den Staaten, die eine Rolle spielen, einen findigen Kommissar und einen zu Unrecht belächelten Adjutanten, sind nur einige Zutaten, die es spannend machen. Super ist das überraschende Ende! Diese/n MörderIn hatte ich gar nicht auf meiner Liste.
Einen Stern Abzug gibt es für die mich langweilenden, immer wieder kehrenden Polizeichefs und Politiker, die Ergebnisse haben wollen und Druck machen. Anscheinend kann kaum ein deutschsprachiger Krimi ohne diese auskommen und für das Happyendgedusel am Ende. Das hätte der Krimi nicht unbedingt gebraucht.
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am 1. Juli 2014
Spannender Krimi, welche im Raum Bad Ischl, Wolfgangsee und in Salzburg spielt.
Die Handlung geht weit zurück in die Familiengeschichten des noblen Opfers und der vermeintlich verdächtigen Personen.
Doch eins sei gewiss: das Ende und die Aufklärung des Mordfalles wartet mit einer Überraschung auf.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Juli 2012
die freude ist riesengroß, wieder einmal ein buch von marlene faro in händen zu halten.
die autorin, die sich ja bereits in den verschiedensten genres bewegt hat, hat sich diesmal über ihren ersten krimi gewagt, den ich gar nicht mehr weglegen konnte. er sprüht an wortwitz und ist mit genau der richtigen portion österreichischem charm unterlegt...
man taucht mit dem mord an einem alten "baron" ein in eine welt aus ländlicher abgeschotenheit und zugleich offener, jedoch verschwiegener geheimnisse der vergangenheit, in, in österreich offiziell nicht mehr existierende adelskreise, folglich in klassenunterschiede, ebenso in die beschreibung dieses herrlichen landstrichs des salzkammerguts.
ich hoffe und freue mich schon darauf, dass chefinsprektor pestallozzi noch viele weitere fälle mittels der schriftstellerischen qualitäten der autorin aufklären wird und wünsche ihr viel erfolg damit...
lisbeth hahn
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am 1. Juli 2013
..... wenn dem honorigen Herrn Baron auf der Parkbank die Eingeweide raushängen. Alte, gut vergrabene Geheimnisse kommen zutage, ein bißchen Vergangenheitsbewältigung, viel Schuld und Haß. Eingebettet in eine schöne Umgebung.
Die Charaktere und deren Befindlichkeiten werden gut beschrieben, manchmal wird fast zuviel auf die Nebendarsteller eingegangen, doch langsam baut sich Spannung auf. Vielleicht einen Hauch zu langsam. Überraschender Schluß.
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am 25. Februar 2014
Das Buch muss man lesen. Schöner Stil . Konsequent in der Beschreibung der Personen.
Auch interessant wie in Österreich mit der Vergangenheit umgegangen wird. Absolut glaubwürdig.
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am 9. Juni 2014
wie alle Bücher aus dieser krimireihe, hat mir auch dieser fall sehr gut gefallen. tolle ambiance und dazu ein interessanter spannender fall ... hoffe auf noch viele weitere fälle.
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am 2. Februar 2014
Diese Marlene Faro ist für mich eine neue Entdeckung und ich würde sehr gern mehr von ihr lesen.Das Buch will man nicht mehr weglegen bis zum Ende
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