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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Leichensäger
Ein schrecklicher Leichenfund ängstigt die Besitzerin eines Teesalons, denn eine ihr bekannte Tanzlehrerin und Frauenhausmitarbeiterin wird im Schaufenster eines Friseursalons in zwei Teile gesägt aufgefunden. Die klassische Frage stellt sich, wer begeht so eine irre Tat und vor allem warum? Die brav-neugierige Tee-Dame Berenike beginnt nach dem ersten Schock...
Veröffentlicht am 31. Mai 2011 von Berthold Braams

versus
16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schade, hatte mehr erwartet.
Eigentlich habe ich mich ja sehr auf die Veröffentlichung dieses Buches gefreut, fand ich doch den ersten Band Schwarztee durchaus unterhaltsam und ' wohl unfreiwillig ' komisch. Ausgetanzt brachte mich aber an meine Belastungsgrenze. An vielen Stellen war ich am Überlegen ob ich das Buch nicht doch ungelesen auf die Seite legen sollte, was ich dann doch nicht...
Veröffentlicht am 18. Juli 2010 von mm


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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schade, hatte mehr erwartet., 18. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Ausgetanzt: Kriminalroman (Broschiert)
Eigentlich habe ich mich ja sehr auf die Veröffentlichung dieses Buches gefreut, fand ich doch den ersten Band Schwarztee durchaus unterhaltsam und ' wohl unfreiwillig ' komisch. Ausgetanzt brachte mich aber an meine Belastungsgrenze. An vielen Stellen war ich am Überlegen ob ich das Buch nicht doch ungelesen auf die Seite legen sollte, was ich dann doch nicht getan habe, mir nun aber die Frage stelle ob ich es nicht besser hätte tun sollen.

Die Geschichte an sich finde ich durchwegs interessant, doch die Umsetzung ist stellenweise einfach schlecht. So geht etwa die Protagonistin an einer Stelle zum Frisör und lässt sich die 'schwarzen Borsten' schneiden, um sich durch diese zu fahren, vier Seiten später allerdings fährt sie sich durch 'die wilden Strähnen'. Nun ja, vielleicht nahm sich die Autorin Anleihen bei Harry Potter. Meiner Meinung nach sollte der Lektorin so etwas sofort in's Auge springen. Gleichermaßen fand ich die Bei,Strich,Setz, ung durchwegs zumindest fragwürdig (was mich per se nicht stören würde, wenn sie nicht stellenweise den Lesefluss unterbrechen würde).

Mein größter Kritikpunkt allerdings betrifft die schlechte Umsetzung der Themen. Man muss Frau Bürkel zu Gute halten, dass sie versucht hat ernste und wichtige Themen einzubinden (Gewalt gegen Frauen, Minderheitenrechte etc.) doch tut sie dies auf eine so brachiale Weise (Einsatz von Stereotypen wie der männerhassenden Lesbierin, ausländischen Mitbürgern die österreichische Frauen prinzipielle als Hexen bezeichnen und dergleichen mehr') sodass es stellenweise einfach nur nervt. Ebenso finde ich es völlig unglaubwürdig wenn man eine friedliebende Protagonistin wie Berenike den Wunsch durchleben lässt nach einem (bösen) Charakter treten zu wollen 'bis er sich nicht mehr rührte'. Ich weiß, ich weiß es ist nur ein Buch, aber wenn es denn ein Plädoyer gegen Gewalt an Frauen sein soll, dann soll Gewalt nun halt auch nicht in die andere Richtung gehen.

Sollte es einen dritten Band geben, dann hoffe ich dass sich die Autorin viel Zeit dafür nimmt und er an die gelungen Mischung des ersten Bandes (Esoterik, Teerezepte, regionale Geschichte) anknüpfen kann.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schlecht umgesetzte Geschichte mit zuviel Esoterik, 27. Dezember 2010
Von 
goat (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ausgetanzt: Kriminalroman (Broschiert)
Als Berenikes Tanzlehrerin tot aufgefunden wird, in der Mitte entzwei gesägt und in der Auslage des Friseursalons zur Schau gestellt, ist die Besitzerin des neuen Teesalons wieder mitten in den Ermittlungen. Sehr schnell muss sie feststellen, dass die ermordete Tanzlehrerin nicht sonderlich beliebt war und eine ganze Reihe von Verdächtigen ein Motiv gehabt hätte ...

Ertappt! Als leidenschaftliche Teetrinkerin hat mich die Tasse Tee auf dem Cover von Anni Bürkls Roman "Ausgetanzt" magisch angezogen. Da konnte auch die kitschig aussehende rosa Spieluhr mich nicht davon abhalten, das Buch zu lesen.

Leider hat die Autorin so gar nicht meinen Geschmack getroffen. Dadurch, dass ich den ersten Band der Reihe nicht gelesen habe, ist mir völlig entgangen, dass das Thema Esoterik einen hohen Stellenwert in den Büchern einnimmt und das allein findet schon keinen Anklang bei mir.

Abgesehen davon, dass sich mir nicht erschlossen hat, warum die Betreiberin eines Teesalons einfach ungestört die Arbeit der Polizei übernehmen kann und diesen auch noch ganz dreist mitteilt, dass sie unfähig sind, den Fall zu lösen, war mir die Protagonistin schon gleich von Beginn an unsympathisch. Der Funke wollte einfach nicht überspringen und so manches Mal habe ich beim Lesen gedacht: Berenike, das mit uns läuft genauso wenig rund wie deine Beziehung zu Herrn Bezirksinspektor Jonas Lichtenegger.

Der Plot der Geschichte liefert eine nette Grundlage - eine ermordete Frauenhausmitarbeiterin in der Auslage eines Friseursalons - daraus hätte man was machen können. Hier ist die Umsetzung leider nicht gut gelungen. Es mangelte an Spannung und die Ermittlungen von Berenike wirkten konstruiert und waren teilweise nicht nachvollziehbar. Mitfiebern und Miträtseln blieben auf der Strecke und auch die Auflösung des Falls hat mich nicht vom Hocker gerissen.

Ich für mich habe leider feststellen müssen, dass dies für mich der "erste" und zugleich auch letzte Band aus der Reihe sein wird. Zwei Sterne vergebe ich aufgrund der Informationen zum Thema Tee. Eine nette Idee ist das kleine Teebrevier in Anhang des Romans.

Reihenfolge der Berenike Roithers Bände:

1. Schwarztee
2. Ausgetanzt
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Leichensäger, 31. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Ausgetanzt: Kriminalroman (Broschiert)
Ein schrecklicher Leichenfund ängstigt die Besitzerin eines Teesalons, denn eine ihr bekannte Tanzlehrerin und Frauenhausmitarbeiterin wird im Schaufenster eines Friseursalons in zwei Teile gesägt aufgefunden. Die klassische Frage stellt sich, wer begeht so eine irre Tat und vor allem warum? Die brav-neugierige Tee-Dame Berenike beginnt nach dem ersten Schock ihre unvermeidlichen Ermittlungen und landet schnell bei aktuellen Themen wie der Gewalt gegen Frauen. "Ausgetanzt" ist ein durchaus gelungener Krimi, den man flott lesen kann. Kein Meisterwerk, aber sehr gute Krimi-Unterhaltung, und die findet man ja nun auch nicht tagtäglich.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gottseidank: Ausgetanzt!, 27. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Ausgetanzt: Kriminalroman (Broschiert)
Ich lese alles, was in irgendeiner Weise mit dem Salzkammergut zu tun hat.
Aber hier mußte ich zum ersten Mal die Erfahrung machen, dass nur Salzkammergut als Qualitätskriterium zu wenig ist.
Diese Geschichte ist nicht konsistent, es passieren Fehler (Haarlänge, Fahrt nach Hallstatt), durch sonderbare Zeichensetzung muß man manche Sätze mehrmals lesen. Sobald in einer Szene mehr als 2 Personen vorkommen, ist nicht mehr verständlich dargestellt, wer wann spricht. Das Esoterische soll sein, ich bin da offen, aber Berenike möchte man ständig zurufen, selber schuld du dumme Kuh! So eine Frau ist keine starke freie Frau, sondern lediglich eine dumme Frau!
Ich bin nach wie vor begeistert vom Szenario Teesalon - Altaussee, aber das ist das einzige, und dieses Szenario kommt hier kaum vor, da das meiste in Hallstatt spielt.
Die Teeliste am Ende ist sehr nett, aber besser in jedem Teebuch zu finden!
Schade um die Zeit!
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2.0 von 5 Sternen Schwächstes Buch, 15. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ausgetanzt: Kriminalroman (Broschiert)
Ganz nett zu lesen - aber zu "esoterisch" angehaucht und auch nicht immer sehr schlüssig - für mich das schwächste Buch der Reihe.
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3.0 von 5 Sternen Unentschlossen und stellenweise konzeptlos, 12. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Ausgetanzt: Kriminalroman (Broschiert)
"Schwarztee" hat mir noch einigermaßen gut gefallen, und ich dachte, die Autorin hat sich gewiss gesteigert. Leider finde ich "Ausgetanzt" sehr schwach. Das liegt an mehreren Gründen: Die Handlung zieht sich zäh, es will nicht wirklich etwas Bewegendes passieren, Berenike (die Heldin) ist mir zu flach, zu unentschlossen, zu wenig rafiniert. Stellenweise musste ich mich über ihre Dummheit ärgern. Noch dazu schlägt die Handlung Haken, die ich nicht nachvollziehen konnte. Irgendwie wirkt der ganze Roman konzeptlos und unstimmig.
Vor allem nervte mich aber die Esoterik, die ziemlich überzogen dargestellt wird.
Wer etwas von Anni Bürkl lesen möchte, sollte zu "Schwarztee" greifen. Dieses Buch kann ich nicht empfehlen, und das obwohl ich Krimis, die in Österreich spielen, liebe.
Vielleicht wird der nächste Roman wieder besser.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Österreichische Feministin auf Mörderjagd, 23. Mai 2011
Von 
T. Jannusch "rumble-bee" (Velbert) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ausgetanzt: Kriminalroman (Broschiert)
Auch ich mache eine Vorbemerkung - wie meine Vor-Rezensentin. Die Bücher aus dem Gmeiner -Verlag sind in der Tat sehr (!) stramm gebunden bzw. geleimt. Man muss wirklich Kraft aufwenden, um die Seiten in lesbarem Abstand auseinander zu halten. Ob das nun gut oder schlecht ist...? Jedenfalls wird dieses Taschenbuch länger halten, da bin ich sicher.

Doch nun zum Buch.
Ich kann noch nicht einmal genau sagen, ob es gut oder schlecht war. Denn vieles ist mir einfach fremd geblieben - was ich erst einmal nicht als negative Wertung verstanden wissen möchte. Es ist zum einen sehr, sehr österreichisch. Das fängt an bei vielen Begriffen, die ich nicht kannte, und die bei mir nur lauter Fragezeichen hervorriefen. Was, bitte, ist z. B. ein Kieberer, ein Trafikant, oder eine Greißlerin?? Und auch, wie die Menschen sich unterhalten - immer diese Sätze mit "Geh, weißt schon" und so weiter, das wirkte auf mich in einem Krimi einfach befremdlich. Der ganze Umgangston in diesem Buch ist sehr "regional"

Fremd blieb mir auch die ganze Grundeinstellung, auf der die Handlung beruht. Es geht im Wesentlichen um "Gewalt gegen Frauen", um Frauen, die sich gegen ihre gesellschaftlich oder familiär bedingten Rollen auflehnen. Doch das ist teilweise einfach sehr überzeichnet. Eines der Todesopfer in diesem Buch ist z.B. eine frei liebende Emanze, ein anderes wiederum ist lesbisch und leitet ein Frauenhaus. Berenike wiederum, die Protagonistin, mag sich so gar nicht entscheiden - eigentlich hat sie was mit dem ermittelnden Polizisten, wehrt sich aber das ganze Buch über gegen seine erotische Anziehungskraft. Gleichzeitig ist sie offen für die teils heftigen erotischen Reize, die von allen möglichen Menschen ausgehen - auch von Selma, der Frauenhausleiterin, oder von Horst, ihrem Bekannten in Wien. Sehr merkwürdig, das Ganze.

Prinzipiell finde ich es gut, mal eine ganz andere Art von Heldin zu erfinden. Berenike (was für ein Name!) besitzt einen kleinen Tee-Salon im Ausseer Land, also im Salzkammergut, und zwar einen recht esoterisch geprägten Salon, mit angeschlossener Literatur-Ecke. Ich glaube, ich würde sie als "Hexe" im weitesten Sinne bezeichnen, zumindest aber als kräuterkundige und weise Frau, die sehr für Umwelteinflüsse und "Zeichen" und Stimmungen offen ist. Das zieht sich so durch das ganze Buch, und hat dem Ganzen einen nicht unerheblichen Reiz verliehen.

Toll fand ich auch die "Tee-Bezogenheit" dieses Buches. Fast alle Kapitel werden einer bestimmten Tee-Sorte zugeordnet, die dann auch noch in der Handlung vorkommt! Das war schon ein kleines Kunststück. Ich selber bin absoluter Tee-Fanatiker, und dies war auch der entscheidende Faktor, der mich zu diesem Buch hat greifen lassen. Toll beschrieben, mit sehr viel Lust an Genuss, Duft und Sinnlichkeit. Am Ende des Buches befindet sich außerdem ein kleines Verzeichnis aller hier behandelten Tee-Sorten - köstlich, und sehr ansprechend gemacht.

Ich merke, dass ich mich vor der Beschreibung der Handlung ein wenig drücke - und in der Tat ist das recht durchschnittliche Krimi-Kost. Vom Spannungsbogen her okay, aber auch nicht überragend. Berenike wird nämlich unfreiwillig in die Ermittlungen gezogen, weil sie es ist, die das erste Opfer findet - es ist ihre Tanzlehrerin. Und genau ab hier beginnt ihre völlig überspannte Reaktion auf die angebliche Unfähigkeit der Polizei. Überall sieht sie nur noch Gewalt gegen Frauen, und greift daher selbst in die Ermittlungen ein. Frauen sind gut, Männer sind böse. Ich gebe zu, ab und an hatte ich gehässige Gedanken. "Die braucht nicht nur einen Stecher, sondern auch einen Therapeuten". Nun ja. Letztlich ist es nicht einmal Berenike, sondern "Kommissar Zufall", der den Täter überführt. Eine große Überraschung ist das nicht - eher ein überzeichnet-stereotyper Täter. Nämlich....? Richtig, ein Frauenhasser! Ein wenig geärgert habe ich mich schon. Das Buch steuerte so verkrampft auf diese These zu, da hätte ein "etwas anderer Schluss" gut getan.

Ein wenig entsetzt war ich, dass das Buch auch noch mit der Ausländer-Problematik überladen wird. Berenike macht einen mehrtägigen Ausflug nach Wien, um den (türkischen) Ehemann einer Freundin zu finden. Und was sie dort beobachtet und erzählt, die Gepflogenheiten von türkischen Mitbürgern betreffend... das grenzte für mich an Rassismus. Oder zumindest an heftige kulturelle ignoranz, bzw. Intoleranz. Wie kommt sie überhaupt dazu, sich darüber zu äußern, wie es in einem türkischen Teehaus zuzugehen hat?? Das käme mir nie in den Sinn! Hier hätte ich Berenike gerne geschüttelt.

Ja, was bleibt von diesem Buch... es ist so ganz anders, als das, was ich erwartet hätte. Ungewöhnliche Heldin, auch sehr ungewöhnliche Sprache, mit vielen neuartigen Sprachbildern. Durchschnittliche Handlung, basierend auf teilweise sehr heftigen Stereotypen. Ein sperriger Regional-Krimi, gewürzt mit etlichen Elementen aus Esoterik und weiblicher Erotik. Ein gutes Rezept? Zumindest eines, das auffällt.
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9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Jenseits von Spannung, 30. Juli 2010
Kinder-Rezension
Rezension bezieht sich auf: Ausgetanzt: Kriminalroman (Broschiert)
Die Autorin hat mit diesem Buch und auch dem Vorgänger "Schwarztee" eine Serie geschaffen, in der die ehemalige Karrierefrau Berenike Roithers als Detektivin tätig wird. Seit die Protagonistin sich in Altaussee mit ihrem literarischen Teesalon niedergelassen hat, gerät sie - wie aus der Tasche gezaubert - in Kriminalfälle hinein und spielt die Ermittlerin. Dabei stolpert sie natürlich auch über gesellschaftskritische Themen - in diesem Fall geht es um Gewalt an Frauen - und macht sich auf konstruierte Weise unentbehrlich.
Die eigene Vergangenheit, eine Persönlichkeitsänderung und eine Pseudo-Detektivarbeit sind hier Handlungsverläufe, insgesamt keine schlechten Zutaten, aber unglaubhaft und bemüht konstruiert.

Die Protagonistin konnte bei mir auch im zweiten Teil nicht den Hauch von Sympathie wecken. War der Vorgänger noch stark esoterisch angehaucht, so ist Ausgetanzt davon zwar etwas weniger betroffen, doch schon ihre zerstreut-verwirrte Art, die Auschließlichkeit ihrer Perspektive und die unsäglichen Anglizismen haben mich nach dem zweiten Buch nun endgültig abgeschreckt. Zudem habe ich nicht verstanden, was Berenike in diesem Fall überhaupt zu suchen hat, denn plausibel sind ihre Ermittlungen nicht, eher an den Haaren herbeigezogen.
Abgesehen von einer mir persönlich unsympathischen Hauptfigur habe ich Spannung vermisst, die unabdinglich ist für einen Krimi. Dieses Buch mag viel sein, aber es kein Pageturner, um mit Berenikes Worten zu sprechen.

Für mich ist dieses Buch, wie auch schon der Vorgänger, nicht mehr als ein Baukastensystem, in dem - nach trockener Anleitung - eines dem anderen folgt, um es halbwegs passend zu machen.
Störend empfand ich auch den abgehackten Schreibstil, der jegliche literarische Feinheit vermissen lässt. Meine Hoffnungen auf diesbezügliche Weiterentwicklung wurden auch nicht erfüllt.
Das schon in "Schwarztee" auftretende unbehofene Aneinanderreihen der notwendigsten Satzelemente findet hier eine Fortsetzung, die auf der Stelle tritt und sich nicht verfeinert hat. Im Gegenteil stehen sich an vielen Stellen die uncharmanten Satzgerüste im Weg und verursachten bei mir ein permantes Innehalten, womit es zunehmend schwerer wurde, der eigenentlichen Geschichte zu folgen, da ein flüssiges und ungestörtes Lesen nicht möglich war.

Charme, Spannung auch nur eine Prise Humor konnte ich nicht entdecken, mit viel gutem Willen ein wenig aufgesetze Ironie der Protagonistin, die nicht authentisch wirkt. Viel mehr hat man das Gefühl, ihr sei diese Art "aufgeklebt" worden, um sie nicht völlig "dämlich" darstehen zu lassen.
Über alle dem möchte man gerne sagen: Show, don't tell, denn auch Lebendigkeit und Bildhaftigkeit konnte ich leider nicht für mich entdecken.

Zugute halten kann ich die Verbindung von Tee und Krimi, die ganz nett ist, jedoch auch nicht mehr. Immerhin gibt es jetzt nun ein Sub-Genre names Tee-Krimi. Dafür einen Stern.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Weiter so, 12. Dezember 2010
Von 
Claudia Mummert (Karlsruhe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ausgetanzt: Kriminalroman (Broschiert)
Im Vergleich zum ersten Berenike-Krimi, kann ich nur sagen, dass Frau Bürkl nicht nur ihre Berenike Roither weiter entwickelt hat. Berenike Roither, Besitzerin eines Teesalons in Altaussee wird durch einen grausigen Leichenfund jäh aus ihrer Beschaulichkeit gerissen. Die ihr bekannte Tanzlehrerin und Frauenhausmitarbeiterin Caro wird tod aufgefunden. Nicht einfach ermordet, nein, in zwei Teile gesägt und im Schaufenster eines Friseursalons allen Blicken preisgegeben. Die Frage stellt sich, wer solch eine Tat vollbringt, und vor allem warum? Berenikes Ermittlungen führen den Leser an verschiedene Themen heran, wie z. B. Gewalt gegen Frauen. Heikles Thema. Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Ein paar Seiten mehr und es wäre für meinen Geschmack runder geworden.
Doch alles in allem kann ich sagen, dass Ausgetanzt ein gelungener Krimi ist, den man schnell und flüssig lesen kann. Unterhaltung ist in jedem Fall garantiert.
Ich kann nur sagen: weiter so Frau Bürkl!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gewalt gegen Frauen, 19. August 2010
Von 
Mag Wolfgang Neubacher "wolfgang_neubacher" (A - 5203 Köstendorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ausgetanzt: Kriminalroman (Broschiert)
Berenike Roither, Besitzerin eines Teesalons im österreichischen Salzkammergut, hat dieses Mal wenig Zeit für ihre Teekultur und ihre "esoterischen Anwandlungen": Ihre Tanzlehrerin Caro wird bestialischst ermordet. Da Caro daneben in einem Frauenhaus arbeitete, ist für Berenike schnell klar, dass hinter dem Mord (männliche) Gewalt gegen Frauen stehen muss (das beweisen für sie auch diverse frauenfeindliche Schmieraktionen).
Aber Berenike "dilettiert" als Ermittlerin nicht nur bei diesem einen Mord; es geschehen 2 weitere, davon einer in Wien. Und da gibt es noch das jadegrüne Geländeauto, das Berenike immer wieder - vor allem an Tatorten - zu sehen glaubt...
"Ausgetanzt" ist der 2. Krimi der Autorin. Mit Berenike Roither hat sie eine interessante Hauptfigur voller Selbstzweifel geschaffen, die dieses Mal wenig Zeit für ihre Liebe Jonas hat. Ihre Haupttätigkeit ist in diesem Roman jedenfalls das Ermitteln!
Hauptthema des Romans ist allerdings die Gewalt gegen Frauen; dies wird von der Autorin ziemlich gut und spannend rübergebracht!
Summa summarum: Ein ziemlich spannender "Zweitling"; dieses Mal für mein Gefühl etwas weniger esoterisch und "teelastig" als "Schwarztee". Jedenfalls eine ganz vergnügliche Lektüre, dem trotzdem eine Straffung um zB 50 Seiten nicht geschadet hätte!
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Ausgetanzt: Kriminalroman
Ausgetanzt: Kriminalroman von Anni Bürkl (Broschiert - 12. Juli 2010)
EUR 11,90
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