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4.0 von 5 Sternen Nur erfrischend, wenn man das Original nicht kennt...
..naemlich Stephanie Plum, die Janet Evanovich erfand. Parallelen sind unuebersehbar: spaeter Einstieg in den Beruf, Beruf ungewoehnlich (Versicherungsdetektiv/Kopfgeldjaeger), interessante Nebenfiguren, chaotische Ereignisse, etwas holprige Handlung, ueberwiegend sympatische Ermittlerin, undundund...

Mir gefaellt Stephanie etwas besser. Esther laesst sich ein...
Veröffentlicht am 4. Dezember 2011 von Thomas

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas enttäuschend...
Ich habe das Buch im Urlaub gelesen. Das Thema fand ich sehr spannend und versprach mir dementsprechend viel davon. Leider störten mich die vielen eher unwichtigen Aus- und Abschweifungen am Anfang. Deshalb waren die ersten Seiten zäh, man musste sich erst einlesen bis das Buch "flüssig" wurde.
Das Ende war schön spannend und ich konnte es kaum...
Veröffentlicht am 12. September 2011 von Michael


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas enttäuschend..., 12. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Teppichporsche (Broschiert)
Ich habe das Buch im Urlaub gelesen. Das Thema fand ich sehr spannend und versprach mir dementsprechend viel davon. Leider störten mich die vielen eher unwichtigen Aus- und Abschweifungen am Anfang. Deshalb waren die ersten Seiten zäh, man musste sich erst einlesen bis das Buch "flüssig" wurde.
Das Ende war schön spannend und ich konnte es kaum erwarten die Lösung zu erfahren. Doch leider wurde ich dann durch zu wenig Hintergründe und Verquickungen in dem Fall im Unklaren gelassen; Etwas zu Oberflächlich.
Am Anfang zu viel und am Ende zu wenig an Information und Ausmahlung über das Wieso und Warum. Ich blieb im Ungewissen. Schade eigentlich! Sonst fand ich es ganz nett...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nur erfrischend, wenn man das Original nicht kennt..., 4. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Teppichporsche (Broschiert)
..naemlich Stephanie Plum, die Janet Evanovich erfand. Parallelen sind unuebersehbar: spaeter Einstieg in den Beruf, Beruf ungewoehnlich (Versicherungsdetektiv/Kopfgeldjaeger), interessante Nebenfiguren, chaotische Ereignisse, etwas holprige Handlung, ueberwiegend sympatische Ermittlerin, undundund...

Mir gefaellt Stephanie etwas besser. Esther laesst sich ein paar mal zu oft verpruegeln und ist nicht ganz so cool und clever wie Stephanie. Die Nebenfiguren Metin und Gregor kommen bei mir nicht so gut an.

Nichtsdestotrotz eine unterhaltsame und witzige Alternative!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungener Erstling, 24. August 2010
Von 
Sarah F. (Norddeutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Teppichporsche (Broschiert)
===Meine Meinung===
Das Cover des Buches fiel mir sofort auf. Schöne Frauenbeine und ein süßer Terrier. Der Hintergrund in meiner Lieblingsfarbe blau gehalten. Schlicht, aber ansprechend. Der Titel klang interessant und auch der Klappentext machten Lust auf mehr.

Der Einstieg in die Geschichte beginnt mit einer kleinen Einführung, wie Esthers Traum entstanden ist. Nach dieser kurzen Einleitung werden die nächsten Jahre im Zeitraffer zusammengefasst, bis zu dem besagten Haftpflichtschaden. Ein Hund mit nur einem Zahn, und die Frau stoppt die Wasserfluten nicht? Schon alles sehr verdächtig. Findet auch Esther, besonders als sie bei der Tatortbesichtigung Blut in den Ritzen findet. Ehe sich der Leser versieht ist er schon in die Mordgeschichte verwickelt und kann fleißig mit raten, wer der Mörder ist und wie das Motiv aussieht.

Der Verlauf der Geschichte ist schlüssig konstruiert, sodass ich beim Lesen nicht das Gefühl entwickeln konnte, dass alles ausgedacht ist. Im Gegenteil, die Charaktere sind so farbenfroh und lebhaft. Ich hatte das Gefühl sie vor Augen zu sehen, als wären es Nachbarn oder gute Freunde. Jede Figur ist auf seine Art und Weise ein Meisterwerk. Esther, die ständig Pech hat und am Ende aussieht, als wäre sie unter eine Dampfwalze gekommen. Metin, der schwitzende und meckernde Türke. Gregor, der einen Reichsadler und Hakenkreuze als Tattoo hat, sich regelmäßig betrinkt, krumme Geschäfte macht, aber bei der Polizei freie Hand hat. Dadurch wirkt der Krimi modern und ist auch sehr witzig. Es gab oft Passagen, wo ich einfach nur lachen konnte. Gerade wenn Esther mit ihrem Gips auf den Baum klettert oder damit Baden geht. Es sind Kleinigkeiten, welche diese Lektüre aber aufpeppen und von anderen Krimis unterscheiden. Trotz des eingebauten Humors kommt der Spannungsfaktor nicht zu kurz. Die Spannungskurve wird kontinuierlich gesteigert, bis sie am Ende ihren Höhepunkt erlebt. Unterwegs gibt es ebenfalls kleine Höhepunkte, wie das Finden der Leiche, ihre unfreiwillige Kollision mit Herrn Sachs Auto oder die Brandstiftung in einer anderen Kanzlei. Wie man merkt, alles andere als langweilig.

Der Stil gefällt mir sehr gut. Er ist illustrativ, erfrischend und packend. Emotionen und Situationen lassen sich hervorragend nachvollziehen. Trotz bildhaften Stil, ist der Satzbau nicht durch Unmengen von Adjektiven in die Länge gezogen worden.

Der Schluss kündigt sich an, ist aber überraschend und spannungsgeladen. Er schließt mit diesem Buch bzw. Fall ab, lässt in meinen Augen aber Spielraum für einen weiteren Fall. Ich persönlich würde gerne wissen wie es mit Gregor weitergeht und was sich hinter Metins Detektei nun wirklich verbirgt.

Die Thematik fand ich ebenfalls interessant. Gerade in der heutigen Zeit kommt es häufig zu Versicherungsbetrug. Man zahlt die ganze Zeit und möchte schließlich auch davon etwas haben. Genauso ist es mit Arbeitnehmern, die keine Lust haben zur Arbeit zu gehen. Solche Überprüfungen können jeden treffen. Egal ob Betrüger oder ehrliche Menschen. Daher fand ich den Blick hinter die Kulissen spannend. Sonst liest man ja schließlich eher über andere Betrügereien, wie Ehebruch, Diebstahl oder privaten Betrug, wenn es um Detekteien geht.

Gelesen habe ich das Buch an zwei Abenden. Sobald ich angefangen hatte zu lesen, konnte ich es nur schwer aus der Hand legen. Da es nur sehr wenige Kapitel hat, musste ich immer warten, bis ein neues angefangen hat, um mich zu einer Pause durchzuringen.

Empfehlen kann ich das Buch jedem, der gerne Kriminalromane liest und einfach mal eine spannende und witzige Lektüre lesen möchte, die keiner vollen Konzentration bedarf.

===Bewertung===
Von mir bekommt das Buch fünf Sterne. Der Stil, die Thematik und die Charaktere haben mich komplett von diesem Buch überzeugt. Ein Erstling der auf mehr hoffen lässt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bitte mehr davon!, 21. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Teppichporsche (Broschiert)
Ich habe mich beim Lesen schon lange nicht mehr so gut unterhalten wie mit diesem witzig geschriebenen Ruhrpott-Krimi, bei dem ich mir an manchen Stellen vor Lachen die Tränen aus den Augen wischen musste. Den bildhaften und schnoddrigen Schreibstil der Autorin finde ich einfach nur genial, und die teilweise herrlich überdrehte Story ließ bei mir auch keine Sekunde Langeweile aufkommen. Die Geschichte fesselt einen bis zum Schluss und man will unbedingt wissen, wie es weitergeht. Vor allem die schrulligen Charaktere haben es mir angetan, und ich hoffe inständig, dass es von Esther, Gregor, Tozduman, dem "korrupten Drecksack" und all den anderen schrägen Vögeln im Pott bald noch mehr zu lesen gibt. Ich werde jedenfalls auf Nachschub aus der Feder der Autorin lauern. Super, Frau Ullrich, weiter so!!
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4.0 von 5 Sternen Lokalkolorit mit Geist und Groteske, 13. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Teppichporsche (Broschiert)
Zum Teil ist es schon ganz schön grotesk, was Sonja Ullrich da fabriziert hat. Es fließt recht viel Blut, man prügelt sich des öfteren unnötig. Kein Wunder, das die Protagonistin allmählich ihre Knochen numerieren muss...
Der Krimi besticht durch seine präzisen Ortsbeschreibungen, die originale Atmosphäre aufkommen lassen, gerade wenn man die Schauplätze kennt, auch wenn die Örtlichkeiten die Handlung manchmal nur begleiten. Die Personen sich auch typische Bewohner einer Gegend, wo manches unter der Hand läuft, aber die sicher nicht überall so gesetzlos wie in Metin Tozdumans Detektei ist. Sonja Ullrich fängt damit die Mentalität des Ruhrpottlers auf, der sich oft auch ohne Hilfe von Behörden und Ordnungen zu helfen weiß, wo vieles auf dem kleinen Dienstweg Deal gegen Deal läuft und es tatsächlich sowohl grenzwertig im Untergrund arbeitende Detektivbüros gibt als auch verdeckte Connections zu dubiosen Typen, die die Dinge auf ihre Weise zu regeln wissen. Vielleicht passt auch ins Bild, dass toughe Frauen so hart im Nehmen sind, dass sie über 2/3 vom Buch mit Gipsfuß nicht nur durch die halbe Stadt stiefeln und auf Bäume klettern, sondern ihn auch erfolgreich als Prügelwaffe einsetzen. Esther Roloff, die Heldin, hat durchaus viele regionaltypische Züge an sich und besticht durch Sympathie. Die alkoholabhängige Bergarbeiterfamilie als Hintergrund ist sicher genausowenig ein Einzelfall wie andere sehr sorgfältigen Milieustudien entwachsene Schilderungen.
Ullrichs Roman ist zwar nicht gerade blut- und gewaltfrei, hält sich aber im Blick auf sexuelle Themen im Gegensatz zu manchen anderen Lokalkrimis erfreulich bedeckt, lebt also angenehmerweise nicht von "Sauereien" und Zotigkeiten, sondern von einer echten Handlung, und das, obwohl die Sprache wenig zimperlich ist -- wieder typisch Ruhrgebiet.
Im Gegenteil kommt eine gewisse Pfiffigkeit und eine Portion Humor durch. Die Handlung ist gekonnt, abwechslungsreich und anschaulich erzählt. Man wird zum Mitdenken angeregt, wenngleich auch wiederholte Male verwirrt, indem alles doch nicht so ist, wie es scheint. Darunter leidet im letzten Drittel etwas der Rote Faden, trotzdem ist die Story weder platt noch konstruiert oder realitätsfern. Der Fall an sich bietet manchmal erschreckend viele Anspielungen auf denkbare Realitäten hinter weißen Westen mehr oder weniger gut bürgerlichen Lebens. Gut nur, dass auch der Ruhrpott noch lange nicht so korrupt ist wie dargestellt.
Auch wenn ich mir manchmal seriöserer Ermittlungsmethoden und weniger Gewalt wünschen würde: Der Krimi war vergnüglich zu lesen, und ich möchte das Buch gern als erfrischend und gelungen bezeichnen. Hierfür vier Sterne, der fünfte, den das Buch durchaus mit seinem Schreibstil und seinen Charakteren verdient hätte, weicht dem vielen Blut auf dem Weg zur Lösung und doch so manchem Überzogenen in der Handlung.
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5.0 von 5 Sternen Boah ey, klasse!, 3. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Teppichporsche (Broschiert)
Ein rundum gelungener Krimi: ungewöhnliche Geschichte, sprachlich mitreißend, überraschende Charaktere - schräg, liebenswert und alles andere als alltäglich. Und doch eine Geschichte mitten aus dem Ruhrpott-Leben. Krimi-Herz, was willst du mehr?!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erfrischend anders..., 30. Oktober 2010
Von 
S. Kapper (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Teppichporsche (Broschiert)
Der Einstieg ins Buch war wirklich leicht. Sonja Ullrichs erfrischender Schreibstil bringt einen sofort zum Grinsen, die Erlebnisse ihrer Protagonistin und Ich-Erzählerin Esther Roloff sind aber teilweise auch echt zum Brüllen. Fast durchweg macht sie seltsame Sachen, ist unvernünftig, hysterisch oder lässt sich rumkommandieren. Sie wirkt nicht wie 34 sondern eher wie 20. Das Leben, das sie führt, wäre absolut nix für mich, verwirrt und absolut planlos irrt sie durch die Welt, aber sympathisch ist diese Chaosbraut schon irgendwie. Da sieht man dann auch mal über diverse Ungereimtheiten hinweg und weiß gar nicht, wen man schräger finden soll: Esther oder ihre Weggefährten.
Da wäre zunächst ihr Chef Metin, der gerne mal zuschlägt, immer am Motzen ist und selbst bei 10 Grad in der Butze noch schwitzt, die Praktikantin Corinna, die fast nie etwas tut, geschweige denn spricht und Esthers Familie, die an Skurrilität nichts zu wünschen übrig lässt. Lauter Bekloppte auf einem Haufen...

Im Mittelteil lässt die Story leider merklich nach. Von Anfang an schon etwas unglaubwürdig, fehlt hier nun größtenteils der Humor und der Kriminalfall wird anstatt spannender immer verwirrender. Irgendwann habe ich einfach nicht mehr durchgeblickt. Doch mit dem Auftauchen Gregors, einem sehr undurchsichtigen Typen, wird das Interesse des Lesers wieder geweckt. Er ist die interessanteste Figur der Geschichte und auch wenn er ziemlich viele unangenehme Eigenarten hat, ist er nicht unsympathisch. Statt weiter nach dem Mörder zu suchen, verlegt man sich automatisch darauf, sein Geheimnis zu ergründen. Und auch Esther kann sich seiner Anziehungskraft nicht entziehen...

Dieses Krimidebüt ist erfrischend anders, auch wenn die Handlung stellenweise ziemlich unglaubwürdig ist. Es geht immer hoch her und wenn man nicht alles bierernst nimmt, kann man viel Spaß haben mit dieser Geschichte.
Insgesamt hat mir "Teppichporsche" gut gefallen, auch wenn es absolut nicht meinen Erwartungen entsprach. Aber es ist ja immer wieder schön, sich mal auf etwas Neues einzulassen. Schade nur, dass der titelgebende Teppichporsche lediglich kurz auftaucht...
Den zweiten Band möchte ich schon deshalb lesen, um zu erfahren, was aus den ganzen Leuten geworden ist, ob sie sich weiter entwickeln (vor allem Esther) und einfach, weil es lustig ist, von ihren Erlebnissen zu lesen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Pott wie er leibt und lebt, 15. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Teppichporsche (Broschiert)
Schon der Titel "Teppichporsche" und das originelle Cover, das einen Yorkshireterrier mit rotem Schleifchen und Hundemantel zeigt, der zwischen zwei Damenfüßen in roten Sandaletten hockt, versprachen mir eine amüsante und kurzweilige Lektüre. Der Umstand, dass dieser Krimi im Ruhrgebiet spielt, war ein weiterer Anreiz für mich, das Buch zu lesen. Meine Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern sogar noch übertroffen.

Die Icherzählerin Esther Roloff ist Mitte Dreißig und verdient ihr Geld als Versicherungsdetektivin. Eigentlich wollte sie Polizistin werden, ist aber wegen ihrer Unsportlichkeit durch die Eignungsprüfung gefallen. Ihr Arbeitgeber ist ein etwas seltsamer Türke namens Metin. Als der sie in einen Haushalt schickt, der der Versicherung einen Wasserschaden gemeldet hat, merkt Esther bald, dass dort etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Der "Täter" soll ein kleiner Hund, eben ein "Teppichporsche", sein, der ein Wasserbett zerbissen hat. Komisch ist nur, dass das Tier nur einen Zahn im Maul hat. Seltsam sind auch die Blutspuren auf dem Parkett und der Umstand, dass der Herr des Hauses gerade aus Familien- und Arbeitsleben ausgestiegen ist, um den Rest seines Lebens Urlaub zu machen. Esther macht sich gegen den Willen ihres Chefs und sehr zum Leidwesen der Polizei an die Ermittlungen.

Ich würde diesen Krimi als Kriminalkomödie bezeichnen: Sämtliche Figuren sind total überzeichnet, alle haben eine Macke und niemand ist auch nur annähernd normal - außer vielleicht der Hund, der allerdings nur in einer sehr kurzen Szene einen Auftritt hat. Esther wird von ihrem Chef ein Begleiter zur Seite gestellt, der auf sie aufpassen soll: Gregor. Diese Figur bedient so ziemlich jedes Klischee eines heruntergekommen Typen. Er ist ungepflegt, raucht, trinkt und ein Hakenkreuz-Tattoo ziert seinen Hals. Esther und er können sich vom ersten Moment an nicht ausstehen. Aus dieser Konstellation entstehen zahlreiche witzige Situationen, die Sonja Ullrich sprachlich gekonnt in Szene setzte. Die Menschen im Ruhrgebiet werden hier schon fast persifliert, weder die ausländischen Mitbürger noch die neugierigen Nachbarn, die den ganzen Tag im Fenster liegen, fehlen. Die Krönung aber waren für mich Esthers Eltern. Der Vater ist ein ehemaliger Bergarbeiter, die Mutter trinkt und verletzt sich ständig selbst.

Das klingt total schräg und abgefahren? Das ist es auch, jedoch ohne ins Alberne oder in dumme Blödeleien abzudriften. Neben diesen Milieustudien habe ich auch den Fall des verschwunden Ehemannes mit Spannung verfolgt, auch wenn der für mich etwas in den Hintergrund rückte. Die Auflösung war aber logisch und für mich, zumindest zum Teil, überraschend.

Einen Stern muss ich leider abziehen, weil es im Text manchmal zu Namensverwechslungen kam. So wurden an einer Stelle die Namen des mutmaßlichen Täters und des Opfers verwechselt. Außerdem lassen sowohl Titel als auch Cover auf eine größere Präsenz eines Hundes schließen. Das ist ein wenig irreführend.

Leider kann ich weder auf der Seite des Verlages noch im Buch einen Hinweis darauf finden, dass "Teppichporsche" der Auftakt einer Reihe ist. Ich würde mich aber sehr freuen, wenn ich noch mehr über die chaotische Esther lesen dürfte.

Fazit:

Sonja Ullrich ist mit dieser Kriminalkomödie ein amüsantes und unterhaltsames Debüt gelungen. Ich hoffe sehr, dass ich bald wieder ein Buch von ihr in Händen halten und mich von ihrem witzigen Schreibstil erheitern lassen kann.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wirklich gut..., 9. August 2010
Von 
CupCake - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Teppichporsche (Broschiert)
Der "Pott" lässt grüßen... Esther Rudloff wäre zu gerne Polizistin geworden, besonders nachdem ihr Onkel seine vielleicht nicht ganz legale Pistole gezeigt hat. Doch Esther war einfach nicht fit genug, um ihren Traumjob zu erreichen. Also tröstet sie sich mit Folgen von CSI und kümmert sich als Versicherungsangestellte um ihr täglich Brot - bis sie ihre Chance wittert! Esther wird spontan eine Privatermittlerin mit dem Schwerpunkt "Versicherungsbetrug". Und so kommt sie zu einem sehr speziellen Fall mit einer Wasserbettmatratze, die ein Zahnloser Hund zerstört haben soll. Doch wie kann die Dame die versteckten Blutflecken erklären? Esther wittert ihre große Chance...

Sonja Ullrich hat mit diesem wirklich witzigen Krimi eine neue sympathische Ermittlerin geschaffen. Ihre Familie, der Bruder Reporter und gerne bereit, seine Schwester in Artikeln peinlich vorzuführen, ihre Mutter Alkoholkrank und ihr Vater resigniert. Familie Rudloff hat bestimmt noch einiges zu erzählen und so kann man sich hoffentlich auf eine Fortsetzung zu dieser kernigen Blondine freuen.

Das Buch ist wirklich frisch und pfiffig geschrieben, die Stadt Essen wirkt einfach perfekt als Kulisse und besonders die Charaktere sind klasse. Anfangs kann man Esther nur schwer abnehmen, dass hinter dem Unfall tatsächlich mehr steckt, aber man muss mit der Zeit einsehen, sie hat Recht.

Gregor, der ehemalige Skinhead ist mir aber noch ein Rätsel geblieben und spätestens mit der letzten Seite habe ich eine Gänsehaut bekommen! Auch hier ist in einem nächsten Fall mit Sicherheit wieder viel Potential vorhanden. Der Konflikt zwischen Nationen ist aber nicht nur bei Gregor zu finden, sondern auch bei Esthers türkischem Chef, oder den indischen Betreibern eines italienischen Restaurants. Mit Vorurteilen oder ähnlichem kommt man hier mit Sicherheit nicht vorran.

Es ist ein witziges Buch, das einen packt und gleichzeitig aber auch ernst ist. Ein sehr besonderer Krimi!
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4.0 von 5 Sternen kurzweilig, 31. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Teppichporsche (Broschiert)
Einfach mal ein kurzweiliger Krimi. Humorvoll und spannend. Es muss ja nicht immer Goethe sein. Nicht nur etwas für Ruhrgebietsfans.
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Teppichporsche
Teppichporsche von Sonja Ullrich (Broschiert - 12. Juli 2010)
EUR 9,90
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