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TOP 500 REZENSENTam 14. März 2011
Ich bin keine Physikerin und kann deshalb speziell zur mathematisch-physikalischen Herleitung ab S. 36 wenig sagen. Bei dem Teil davor handelt es sich jedoch um erläuternden Text. Und von einem solchen Text erwarte ich, dass wenigstens ansatzweise der Versuch unternommen wird, dem Leser die eigenen Gedanken plausibel zu machen. Das ist hier nicht der Fall. Selten habe ich einen Text gelesen, der aus einer solchen Aneinanderreihung von gedanklichen Sprüngen und Schnellschüssen besteht, wie dieser.

Beispiel: Im Abschnitt 1.4 "Entropie und Information" erfolgt ein Ausflug in die Thermodynamik. Unvermittelt heißt es da (17): "Die Boltzmann-Beziehung macht Information zu einer Eigenschaft der physikalischen Realität und setzt fehlende Information gleich mit Entropie. Im praktischen Leben kann man beispielsweise sofort die Entropie einer leeren DVD angeben. Wenn die DVD 4,7 GB Speicherplatz besitzt, dann beträgt die Entropie der DVD in GB-Einheiten, genau 4,7."

Wir merken uns also: Je leerer eine DVD ist, desto mehr Information fehlt auf ihr, desto größer ist ihre Entropie.

Im Rahmen einer Analyse von Maxwells Dämon heißt es dann aber (30): "Wenn man Bennetts Deutung von Szilards Maschine folgt, muss man von der Äquivalenz von Information und Energie ausgehen. Denn das eine lässt sich in das andere umwandeln. Information lässt sich in Energie umwandeln, umgekehrt wird Energie benötigt, den Speicher zu leeren, um ihn für die Gewinnung von Information vorzubereiten. Das bedeutet im Ergebnis, dass Energie in Information umgewandelt wird. Dadurch, dass laut Bennet die aus der Information gewonnene Energie in gleichem Umfang wieder verwendet wird, um den Speicher zu leeren, ist Information äquivalent zu Energie."

Dies hätte zur Konsequenz, dass ich eine beschreibbare leere DVD (von hoher Entropie) im Grunde problemlos (ohne Energie aufbringen zu müssen) mit dem Film Pretty Woman bespielen könnte (wodurch sich die Entropie der DVD verringerte!), während ich bei ihrem späteren Löschen aber Energie benötigte, wonach die DVD nun wieder ihr Entropiemaximum von 4,7 GB (wegen fehlender Information - wenngleich es im Text heißt, dass dabei Energie in Information umgewandelt wird!) erreichte. Man müsste also Energie aufwenden, um Entropie vergrößern zu können. Immerhin wäre die entropiereiche DVD - gemäß Klaus Dieter Sedlacek - nun für die "Gewinnung von Information" vorbereitet. Wie all das mit den einschlägigen Sätzen der Thermodynamik in Einklang gebracht werden kann, erschloss sich mir leider nicht.

Es kann ja sein, dass irgendetwas ganz anderes gemeint ist, was ich nur nicht verstehe. Allerdings ist es nicht meine Aufgabe als Leserin, dies zu erraten. Unabhängig davon bin ich aber skeptisch. Denn die Ausführungen zur Bedeutung von Information (die für Sedlacek gleichfalls physikalisch ist) ließen meine Stirn noch viel häufiger und energischer runzeln als bei dem zitierten Beispiel.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Dezember 2013
Der Autor unternimmt den Versuch, eine Beziehung zwischen Energie und Information herzustellen und scheitert dabei kläglich. Obwohl einige der angeführten Formeln durchaus richtig sein mögen, sind die Schlussfolgerungen und Einschätzungen des Autors völlig daneben. Das merkt man unter anderem auch daran, das teilweise völlig falsche Werte als "erwartungsgemäß" bezeichnet werden. Das Gefährliche daran: wer sich noch nie etwas näher mit der komplizierten Materie physikalischer Erkenntnisse der Neuzeit beschäftigt hat, läuft Gefahr, durch dieses Buch auf eine völlig falsche Spur zu geraten und somit einen unglücklichen Einstieg in eine viel versprechende und interessante Thematik zu erleiden. Sehr empfehlenswert und genauso preiswert dagegen die Werke von Anton Zeilinger: Einsteins Schleier oder Einsteins Spuk, wissenschaftlich fundiert, präzise und trotzdem unterhaltsam.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Juni 2011
Das Buch enthält drei wesentliche Teile. Der erste beschäftigt sich mit den verschiedenen Informationsarten: Entropie und statistische Information, Strukturinformation, Quanteninformation, Substanzinformation. Soweit es im Internetlexikon Wikipedia noch keine Definition gibt, werden diese Informationsarten vom Autor definiert. Weil die Strukturinformation und die Substanzinformation mit 'Bedeutung' zusammenhängen, wird in zwei Kapitel auf diese Bedeutung eingegangen. Der Autor differenziert dabei zwischen der physikalischen Ebene und der geistigen Ebene. Beispielsweise kann TAU auf der physikalischen Ebene etwas anderes sein (Niederschlag auf einer Wiese), als auf der geistigen Ebene (Buchstabe des griechischen Alphabets). Oder 'Feuer und Flamme' kann das auf der physikalischen Ebene etwas anderes sein, als auf der geistigen Ebene (restlos begeistert). Auf physikalischer Ebene hängt Bedeutung immer mit dem zusammen, was Mathematiker als Relation und Physiker als Wechselwirkung bezeichnen.
Nur die Strukturinformation, die mit physikalischen Wechselwirkungen zusammenhängt und die Substanzinformation (die Information, die den unteilbaren Elementarteilchen drinsteckt), ist laut Aussage des Autors äquivalent zu Energie.
Darauf aufbauend werden im zweiten Teil des Buchs einfache Formeln entwickelt, mit deren Hilfe Energie in Strukturinformation bzw. Substanzinformation umgerechnet werden kann und umgekehrt. Der dritte Teil des Buchs benutzt die vorstehenden Erkenntnisse und beschreibt einige Folgerungen. In meinen Worten würde ich das so formulieren: Aufgrund von Einsteins Relativitätstheorie wird die Geometrie von Raum und Zeit durch Materie und Energie erzeugt. Da sowohl Materie, wie auch Energie äquivalent zu Information ist, müssen Raum und Zeit aus Information entstehen. Der Autor zieht noch eine weitere Schlussfolgerung. Er meint, dass die Energie des Universums, die erst ab dem Urknall in dem sich neu bildenden Raum vorhanden ist, irgendwo gewesen sein muss. Ich selbst denke dabei an so eine Art von Energieerhaltungssatz. Nach Meinung des Autors muss sich diese Energie in Form von Information in einem Hintergrundfeld, dem metrikfreien Vakuum befunden haben.
Man kann es nicht verleugnen, dass dieses Buch aufgrund des Themas, anspruchsvoll ist. Es steht bei Amazon in der Kategorie 'Theoretische Physik' und nicht in der Kategorie 'leichte Bettlektüre für Leseratten'. Andererseits ist es nicht so anspruchsvoll, das man Physik studiert haben muss, um es zu verstehen. Selbst für das Verständnis der Formeln reicht wohl die Schulalgebra aus. Insgesamt denke ich, rüttelt es jene auf, die eine dogmatische Weltsicht haben, und zeigt den Weg in physikalisches Neuland. Es ist sehr empfehlenswert.
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6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Januar 2010
Gedanken sind so real wie Atome. So hatte es der Frankfurt Physiker Prof. Peter Görnitz einmal formuliert. Ebenso überraschend wie überzeugend macht der Autor klar, dass Information nicht eine Angelegenheit der geistigen Ebene ist. Er kommt zu dem revolutionären Schluß, dass selbst Raum und Zeit aus Information entstanden sind. Ein absolutes Muß für jeden, der sich über das Schulwissen hinaus informieren möchte. Fünf Sterne für eine absolut solide Leistung!
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