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5.0 von 5 Sternen Psychotherapie gegen die Sexsucht
Da hat mal ein Psychotherapeut hinter die Kulissen geschaut und zeigt uns mit Witz und amüsant geschrieben, wie es zu solchen Perversitäten kommt! Du spürst das Anliegen des Autors, das über das Aufzeigen der Persönlichkeitsstörungen von Helen Memel hinausgehen. Bruno Barrett vermittelt wertvolle Denkanstöße bezüglich Frauen-...
Am 5. Juni 2010 veröffentlicht

versus
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1.0 von 5 Sternen Überheblich
Jahrelang habe ich mich überzeugt dagegen gesträubt, "Feuchtgebiete" zu lesen - und hab es letztendlich doch getan. Im Gegensatz zur überwältigenden Mehrheit frage ich mich jetzt nicht mehr, woher die Verkaufszahlen kommen, sondern umso mehr, was diese unreflektierte, vernichtende Kritik soll.

Bruno Barrett versucht darauf Antwort zu geben,...
Veröffentlicht am 27. Juni 2011 von Susanna


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1.0 von 5 Sternen Überheblich, 27. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Replik auf Feuchtgebiete: Helen Memel in der Psychoanalyse (Taschenbuch)
Jahrelang habe ich mich überzeugt dagegen gesträubt, "Feuchtgebiete" zu lesen - und hab es letztendlich doch getan. Im Gegensatz zur überwältigenden Mehrheit frage ich mich jetzt nicht mehr, woher die Verkaufszahlen kommen, sondern umso mehr, was diese unreflektierte, vernichtende Kritik soll.

Bruno Barrett versucht darauf Antwort zu geben, indem er seine Fachkenntnisse mit Romanelementen verknüpft. Seine Fachkenntnisse beruhen auf einem abgeschlossenen Psychologie-Grund(!)studium, außerdem "bildete [er] sich in Psychoanalyse aus" (sich selbst?) und "beschäftigte sich auch mit anderen Therapieformen". Zumindest die letzten beiden Punkten könnte auch ich von mir behaupten.

Einige Rezensenten von "Feuchtgebiete", die vermutlich wissenschaftlich nie mit Psychologie in Kontakt kamen, haben schon unlängst vor der Veröffentlichung dieser Replik in Helen eine psychisch völlig instabile Person gesehen, die mit der Scheidung ihrer Eltern nicht klarkommt und ihren Schmerz nach außen trägt, indem sie ihrem eigenen Körper grausame Dinge antut. Um das nicht falsch zu verstehen: Ich akzeptiere diese Interpretation absolut. Was ich allerdings nicht akzeptiere, ist die Überheblichkeit des Autors dieser Replik. Dieses Buch hätte jeder schreiben können, der sich ein bisschen mit Psychologie auseinandersetzt und sich seinem eigenen Sachverstand bedient. Viele Stellen sind auch einfach an den Haaren herbeigezogen und basieren ausschließlich auf der persönlichen Meinung des Autors.

Das ist aber nicht das Einzige, was ich unglaublich respektlos und überheblich finde: Barrett wendet sich ganz offensichtlich an Roche persönlich, indem er zunächst sich selbst ein Ebenbild schafft ("Marc Mann") und dann bei der vorgetäuschten Anrede an die Romanfigur Helen voraussetzt, sie habe ein Buch geschrieben (und zwar wirklich dieses Buch, inkl. Erfolg usw.). So weit ich beim Lesen von "Feuchtgebiete" nicht völlig weggepennt bin, ist aber nie die Rede davon, dass Helen jemals ein Buch geschrieben hat. Durch die Gleichsetzung von fiktiver (!) Romanfigur und Roches tatsächlichem Erfolg denunziert er in aller Öffentlichkeit die Autorin und unterstellt ihr zudem, hier handele es sich um ihr persönliches Schicksal - in meinen Augen ist das nichts anderes als Rufschädigung. Selbst, wenn Roche tatsächlich ihre Geschichte erzählt, geht es niemanden etwas an, was sie wie auch immer erlebt hat und schon gar niemanden, der aus dem Nichts meint, pseudowissenschaftlich und öffentlich darin rumzuwühlen. Wäre ich Patientin, ich würde mich von diesem Mann nicht behandeln lassen - und ich mutmaße, dass viele Kollegen im Bereich Psychologie/Psychotherapie meine Ansicht verstehen.

Inhaltlich gibt die Replik, wie oben kurz angerissen, nicht viel mehr her als die existierenden Rezensionen. Ach, doch: Hier wird auch mal auf Männerprobleme eingegangen. Jaja, die armen Männer, die haben's echt schwer, beim Sex durchzusetzen, was sie wollen. Ich hab nix gegen Männer, aber ich hab etwas gegen Leute, die nicht einsehen, dass sich die meisten Frauen im Bett größtenteils unterlegen fühlen, womit ich die Schuld ausdrücklich beiden Geschlechtern zuweisen möchte.

Und genau das durchbricht Feuchtgebiete: Es existieren de facto Ideale junger Frauen in unserer Gesellschaft (z.B. Rasurzwang, kein Sex während der Periode und so weiter), die insbesondere in den Medien schön weiter transportiert werden, und Roches Roman macht klipp und klar, dass man diese Zwänge vielleicht auch mal hinterfragen könnte. Ich zumindest habe keine Lust mehr, mich vor einem Date nur deswegen glatt zu rasieren, weil der Typ das eventuell nicht akzeptieren oder ich von meinen Freundinnen doof angeguckt werden könnte. Dass Barrett nicht einmal diese kleinen Aspekte respektiert und dem Roman eine fürchterliche Sexualisierung unterstellt, schockiert mich mehr als der zugrunde liegende Roman.
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5.0 von 5 Sternen Psychotherapie gegen die Sexsucht, 5. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Replik auf Feuchtgebiete: Helen Memel in der Psychoanalyse (Taschenbuch)
Da hat mal ein Psychotherapeut hinter die Kulissen geschaut und zeigt uns mit Witz und amüsant geschrieben, wie es zu solchen Perversitäten kommt! Du spürst das Anliegen des Autors, das über das Aufzeigen der Persönlichkeitsstörungen von Helen Memel hinausgehen. Bruno Barrett vermittelt wertvolle Denkanstöße bezüglich Frauen- und Männeremanzipation und führt uns die Perspektivenlosigkeit heutiger Jugendlicher vor. Ich wünsche ihm, dass er mindestens so viel Erfolg hat wie die Roche, denn im Gegensatz zu ihr hätte er ihn verdient. Sein Buch ist ein echter Diskussionsbeitrag in unserer sexsüchtiger Zeit!
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5.0 von 5 Sternen Gescheite Replik, die Wunden heilt!, 10. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Replik auf Feuchtgebiete: Helen Memel in der Psychoanalyse (Taschenbuch)
Das ist ein intelligentes, scharfsinniges Buch, und ich denke, dass Bruno Barrett mit seiner Analyse von Roche's Werk und ihrer Protagonistin ins Schwarze trifft. Hat mir echt den Horizont erweitert und habe nun eine schöne Ahnung, wie es zu solcher Abartigkeit und Schamlosigkeit kommt, wie sie die Roche betreibt. Allen, denen «Feuchtgebiete» sauer aufgestossen ist und denen es noch heute über so viel Verqueres den Kopf schüttelt, kann ich Bruno Barrett's gescheite Replik nur empfehlen, die in unterhaltsamer und witziger Weise in die Abgründe von Charlotte Roche's Seele leuchtet.
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Replik auf Feuchtgebiete: Helen Memel in der Psychoanalyse
Replik auf Feuchtgebiete: Helen Memel in der Psychoanalyse von Bruno Barrett (Taschenbuch - 18. Mai 2010)
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