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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen das Buch müsste zur Pflichtlektüre in Schulen gemacht werden
Ich hatte im Herbst das Vergnügen, Matthias persönlich kennen zu lernen. Wenn man ihm gegenüber steht und nichts von seinem Buch, der Infektion und seinem Umgang damit weiß, denkt man: "ein netter Kerl". Wenn man dann aber sein Buch gelesen hat, denkt man: "Wow, was für ein toller Kerl". Leider gibt es in unserer Gesellschaft immer noch...
Veröffentlicht am 27. November 2009 von girasol

versus
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unerträgliches und unreflektiertes Geplapper in Papierform.
Es gibt viele Bücher von und über Menschen, die von einem unabänderlichen Schicksal heimgesucht wurden und die sich von einem Tag auf den nächsten Tag mit der Endlichkeit des eigenen Lebens konfrontiert sehen. Wenn das ganze Leben auf den Kopf gestellt wird ist es insbesondere in einer solch existenziellen Situation extrem schwierig, weiterhin Sinn im...
Vor 10 Tagen von Happymind veröffentlicht


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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen das Buch müsste zur Pflichtlektüre in Schulen gemacht werden, 27. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Endlich mal was Positives: Offensiv & optimistisch: Mein Umgang mit HIV (Broschiert)
Ich hatte im Herbst das Vergnügen, Matthias persönlich kennen zu lernen. Wenn man ihm gegenüber steht und nichts von seinem Buch, der Infektion und seinem Umgang damit weiß, denkt man: "ein netter Kerl". Wenn man dann aber sein Buch gelesen hat, denkt man: "Wow, was für ein toller Kerl". Leider gibt es in unserer Gesellschaft immer noch Vorurteile, eklatante Fehlinformationen, vorgefasste Meinungen und Voreingenommenheit gegenüber HIV und Aids. Viele wollen sich dem Thema nicht stellen, weil sie meinen, es beträfe sie ja nicht. Ein Irrglaube, der zur tödlichen Falle werden kann. Es trifft eben nicht nur Schwule oder Fixer, es kann jeden treffen, der ungeschützten Geschlechtsverkehr hat. Und selbst die, die ein asketisches Leben führen, kann es treffen. Es gab auch schon verseuchte Blutkonserven.
Dass es dann Leute gibt, die sich bewusst dem Risiko der Ansteckung aussetzen, ist so unfassbar, dass man es fast nicht glauben kann. Aber es gibt diese Leute. Matthias rüttelt mit seinem Buch auf, will den Leuten klar machen, dass jeder sich schützen kann und muss. Das Buch müsste zur Pflichtlektüre im Ethikunterricht der Schulen gemacht werden, nochzumal
der Autor durch seine unkomplizierte Art und Weise mit dem Thema umzugehen, den Ton der Jugendlichen trifft. Ich wünsche diesem Buch den Erfolg, den es verdient und dem Autor natürlich weiterhin ein so positives Leben.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Think positiv, 4. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Endlich mal was Positives: Offensiv & optimistisch: Mein Umgang mit HIV (Broschiert)
Think positiv steht in meinem Exemplar des Buches: "Endlich mal was Positives" von Matthias Gerschwitz. Und das ist es! Ein absolut positiv gechriebenes Buch zu einem nicht immer spassigen Thema. Humorvoll, selbstkritisch, manchmal ernst, ein typischer Gerschwitz eben. Der Autor hat ein Thema aufgegriffen, über das "man" immer noch lieber schweigt als redet, über welches immer noch viele falsche Informationen im Umlauf sind. Und er macht auf eine, seine wunderbare Weise deutlich, dass "positiv" sein immer noch Leben heißt, Spaß haben, Dasein bedeutet. Danke an den Autor für seine offenen, humorvollen, klaren Worte. Absolut empfehlenswert!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie erwartet und doch gänzlich anders!, 26. August 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Endlich mal was Positives: Offensiv & optimistisch: Mein Umgang mit HIV (Broschiert)
Da ich in einem Internetforum bereits mit großem Interesse Beiträge des Autors verfolgt hatte, war meine Erwartungshaltung an das Buch sehr hoch.
Aus diesem Grund habe ich es auch erworben, obwohl sich in meinem näheren Umfeld keine Betroffenen befinden oder sich diese noch nicht geoutet haben.
In Anbetracht der Seitenzahl hatte ich geplant es in einem Sitz zu lesen, aufgrund der Fülle mir unbekannter Tatsachen und Hintergrundinformationen, musste ich die Lektüre jedoch immer wieder unterbrechen, um einzelne Punkte zu verinnerlichen und neu zu überdenken.
Alleine schon die umfassende Recherche zum Beginn des Auftauchens von HIV in den Medien, den ersten zum Teil schändlichen Reaktionen vonseiten der Politik sowie den sehr langsam anlaufenden Programmen zur Aufklärung bezüglich der HIV Infektion und der schließlich unausweichlich folgenden Erkrankung Aids.
Dieses gekonnt formulierte und trotz vieler medizinischer Informationen kurzweilig zu lesende Buch hat bei mir viele Fragen aufgeworfen, welche ich mir leider vorher nie gestellt habe.
Auch war mir nicht bewusst, dass ein HIV positiver Mensch bereits vor Ausbruch der Erkrankung eine derart aufwändige und belastende medikamentöse Therapie über sich ergehen lassen muss.
Traurig finde ich, die Unfähigkeit vieler Menschen im Umgang mit Betroffenen, hier hat der
Autor für nachfolgende Generationen einen Meilenstein gesetzt.
Dass sogar im homosexuellen Milieu mitunter wenig Verständnis und Toleranz besteht und es selbst dort zum Teil an einer verantwortungsbewussten Handlungsweise mangelt, hätte ich nicht erwartet.
Die persönliche Einstellung des Autors Matthias Gerschwitz bewundere ich zutiefst, er ist mit seiner offenen und optimistischen Art ein guter Botschafter für andere Betroffene und deren Angehörige.
Dieses Buch erscheint mir in seiner unkonventionellen Art verbunden mit unzähligen wertvollen Informationen einfach ideal, um es vor allem 'nicht Betroffenen' zu schenken.
Wer weiß, das könnte sich schon morgen ändern und Mitleid allein ist nicht wirklich hilfreich, wenn es gilt sich einer derartigen Diagnose stellen zu müssen.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Lebensbericht, der aufklärt und Mut macht, 14. November 2009
Von 
Heinz W. Pahlke (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Endlich mal was Positives: Offensiv & optimistisch: Mein Umgang mit HIV (Broschiert)
Positiv denken - für Matthias Gerschwitz ist das eine oder sogar die zentrale Prämisse seines Lebens. Gegen das Schicksal, auch höhere Gewalt genannt, seien wir Menschen zwar machtlos, aber was wir aus unserem Schicksal machten, das liege in der Hand eines jeden einzelnen.

Als Matthias Gerschwitz 1994 erfährt, dass er HIV-positiv ist, bildet er keine Ausnahme: Eine Welt bricht zusammen. "Hemmungslos heulte ich in meine vor dem Kopf verschränkten Arme", bekennt er ganz offen. Ein Jahr brauchte er, bis er seine Erkrankung als unveränderliche Tatsache akzeptiert hatte. Seine positive Einstellung zum Leben half ihm, sich sein Leben nicht von der Krankheit diktieren zu lassen. Er nimmt sie ausreichend wichtig, um regelmäßig seine Medikamente zu nehmen und seinen Lebenswandel - wenn auch manchmal erst nach einigen Irrungen und Wirrungen - den veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. Aber er nimmt sie nicht so wichtig, dass ihm keine Zeit mehr zum Leben bleibt.

Seine Erkrankung, sagt er selber, habe dazu geführt, dass sich besonders seine Einstellung zur Sexualität grundlegend verändert hat. So locker und humorvoll er über sein Leben mit HIV erzählt, wenn er über Homosexuelle schreibt, die noch immer auf Safer Sex verzichten und manchmal sogar stolz auf diesen Verzicht sind, oder über Heterosexuelle, die HIV und AIDS zu einem Problem alleine von Schwulen erklären, verliert er jeden Humor. Sicher vor einer Ansteckung sei kein Mensch, der nicht in dauerhafter Askese lebe. Jeder fünfte HIV-positive oder AIDS-kranke Mensch, so die Statistik, sei ein Heterosexueller.

Dass Matthias Gerschwitz einen leicht flapsigen Schreibstil pflegt, erleichtert den Zugang zum Buch. Nicht jeden seiner Gedanken mag ich teilen, aber kommt es darauf an? Was ich bewundere, sind seine Lebenseinstellung und sein Mut, sich zu bekennen. Und sein Engagement gegen einen unverantwortlichen Leichtsinn, der in Deutschland nicht nur jedes Jahr 3000 HIV-Neuinfektionen zur Folge hat, sondern ebenso verantwortlich ist für das Wiederzunehmen einst gefürchteter Geschlechtskrankheiten wie Syphilis und Gonorrhoe.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr wichtiges Buch, 12. März 2013
Wie schon in den anderen Kundenmeinungen erwähnt, ist dies ein sehr wichtiges Buch. Neben den üblichen Standardweisheiten, die jeder zum Thema HIV runterbeten kann, gibt es Informationen und Hintergrundwissen, das den meisten Lesern unbekannt sein dürfte.
Am meisten erschüttert hat mich die Aufzählung von Zitaten aus Foren, durch die man das Ausmaß der Unbesorgnis erahnen konnte. Da wird in jugendlich-ignoranter Manier eine Einstellung gepredigt, die bei dem ein oder anderen User eines solchen Forums leichtsinniges Verhalten nahezu herausfordert. Ich hätte das wirklich nicht gedacht und ich finde, diesen Teil des Buches hätte man ruhig zehnmal so lang machen können. Man kann es nicht oft und deutlich genug aufzeigen.

Das Buch liest sich locker, leicht verständlich, flüssig. Als Schullektüre in der Tat geeignet und unvergesslich (hoffentlich) für die jungen Leute. Obwohl es ein Leichtes wäre, sich selbst über das Thema zu informieren, ist der Aufklärungsbedarf extrem hoch. Zu viele Halbwahrheiten sind im Umlauf und ich kann mir vorstellen, dass die bequemen Gerüchte (heutzutage kein Problem, wenn du dich ansteckst, es gibt ja Pillen ...) schnell geneigte Abnehmer finden.

Der Optimismus des Autors ist bemerkenswert. Ich weiß nicht, ob ich das könnte. Aber besser kann man so ein Schicksal wirklich nicht angehen und wenn man wieder einmal über den eigenen ach so harten Alltag jammert, kann man sich von dieser Haltung eine fette Scheibe abschneiden.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre, 20. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Endlich mal was Positives: Offensiv & optimistisch: Mein Umgang mit HIV (Broschiert)
Das Buch ist ein absolutes Muss für jeden sexuell aktiven Menschen. Es sollte meiner Meinung nach sogar als Schulbuch ab spätestens der 9. Klasse in jedem Bildungsplan geführt werden. Es informiert aus der Sicht eines Insiders, was dem Buch einen Wert verleiht, der den Kaufpreis geradezu lächerlich erscheinen lässt. Nicht nur beschreibt Matthias seine Situation und die damit verbundenen Lebensetappen mit gnadenloser Ehrlichkeit, sondern oft mit einer gehörigen Portion Humor. Viel wichtiger noch, als die neuen Erkenntnisse, die ich gewonnen habe, finde ich das Wachrütteln. Es ist geradezu erschreckend, wie weit dieses wichtige Thema, speziell der Selbstschutz, innerhalb der Bevölkerung in den Hintergrund getreten ist. Plötzlich wird man sich bewusst, dass man selber dieser Lethargie verfallen ist, die einen dazu verleitet zu denken: Das kann mir ja nicht passieren. Ein gefährlicher Irrglaube! Ich bin froh, dass ich auf dieses Buch gestossen bin und bedanke mich beim Autor, dass er den Mut hat, so offen einen Einblick in sein Leben zu gewähren. Wie gesagt, und ich wiederhole mich gerne, weil es wichtig ist: EIN ABSOLUTES MUSS FÜR JEDEN SEXUELL AKTIVEN MENSCHEN!
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessant und lesenswert nicht nur für Betroffene, 9. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Endlich mal was Positives: Offensiv & optimistisch: Mein Umgang mit HIV (Broschiert)
Ich bin durch einen Zufall zum Lesen von 'Endlich mal was Positives' gekommen. Denn eigentlich hätte es keinen Anlass für mich gegeben, dieses Buch zu lesen. Und es wäre schade und eine Fehleinschätzung gewesen. Eigentlich sollte es jeder lesen. Gerade diejenigen, die weit weg sind von der Thematik. Es klärt eben nicht nur über die Krankheit auf, sondern es gibt einen interessanten Einblick in die Gedankenwelt eines Betroffenen. Ist es nicht so, dass die meisten Menschen unsicher sind, wie sie mit ihren Mitmenschen umgehen sollen, wenn diesen ein Schicksalschlag widerfahren ist oder sie von einer schweren Krankheit betroffen sind? Viele Menschen reagieren hilflos, oftmals aus Unsicherheit flüchtend. Und das ist genau das Falsche.

Das Buch gibt auch darauf Antworten. Verständnis statt Mitleid. Offene Kommunikation. Man erhält die Antwort von einem, der betroffen ist von einer Diagnose. Aber der sich Normalität wünscht und die Einstellung hat: Ich bin wichtiger als das Virus. Normalität leben und normal behandelt werden. Das muss bei den Leuten im Kopf ankommen und das Buch macht das deutlich.

Der Umfang ist nicht überdimensioniert. Und das ist gut so, denn jemand, für den keine gefühlte Notwendigkeit zum Lesen eines Buches dieses Themas besteht, wird sich nicht mit einem dicken Wälzer anfreunden können. Dieses Buch ist schnell gelesen, aber es bleibt einem lange im Gedächtnis. Denn man kann es auf so viele andere Lebenssituationen übertragen. Und auch gerade in Bezug auf die Vorurteile, die noch immer in den Köpfen mancher Menschen vorhanden sind in Bezug zu HIV, Homosexualität etc., ist das Buch eine sehr gelungene Form der Aufklärung. Ich kann nur die Daumen drücken, dass das Buch eine möglichst große Verbreitung findet. Dann ist es ein ganz wichtiger Baustein der Lebenshilfe.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre, 16. Juli 2010
Von 
Sarah F. (Norddeutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Endlich mal was Positives: Offensiv & optimistisch: Mein Umgang mit HIV (Broschiert)
===Meine Meinung===
Das Thema HIV und Aids ist durch Plakate stets präsent, wird aber doch gerne in den Hintergrund gedrängt. Das Randgruppen- und 'Mich-kann-es-nicht-treffen'-Denken dominiert nach wie vor. Da will ich mich gar nicht ausschließen. Auch wenn ich grob wusste, worum es sich bei dieser Virusinfektion handelt, war ich doch nicht ausreichend informiert, wie ich beim Lesen feststellen durfte.

Der Einstieg in Matthias Leben beginnt mit einem Vorwort von Andreas Schultz, einem Schulfreund des Autors, in dem erklärt wird, wie dieses Werk entstanden ist. Im Anschluss erfährt der Leser wie der Autor von seiner Erkrankung erfahren hat. Klar wird im ersten Moment das Klischee-Denken: 'Schwul und HIV' bestätigt, aber dieses Buch geht wesentlich tiefer. Matthias Gerschwitz schreibt auf humorvolle, anschauliche Art und mit verständlicher Ausdrucksweise über die Krankheit und die Jahre, die er damit schon lebt. Dabei verfällt er nicht ins Jammern, sondern zeigt auf, wie positiv man auch mit einem positiven Ergebnis umgehen kann. Für Laien wie mich bindet er Fachwissen, Fakten und Zahlen plausibel in seine Erzählung ein. Wobei er darauf achtet, nicht einschläfernd zu schreiben. Gerade Sachbücher können den Leser mit einem Überfluss an Fachbegriffen und Informationen ermüden und erdrücken. Das ist hier nicht der Fall. Mir hat das Lesen sehr viel Spaß gemacht, wenn ich das bei diesem wichtigen Thema überhaupt sagen darf. Ich finde es bewundernswert, wie Matthias solche Lebensfreude an den Tag legen kann. Viele Leser werden jetzt sicher denken, dass er damit seine Angst überspielt, doch durch den Foren-Kontakt, weiß ich, dass dies echt ist.
Er zeigt nicht nur die Krankheit selbst auf, sondern verweist auch auf die Vorurteile, erläutert Außenstehenden die Schwulenszene und spricht die Fortschritte in der Forschung an. Ich empfand es als sehr erschreckend, wie in der heutigen Zeit mit diesem Thema umgegangen wird. Manche, wenn auch nur sehr wenige Menschen wollen sogar diese Krankheit ihrem Partner zu liebe bekommen, anderen hingegen ist es völlig egal ob sie sich infizieren. Wieder andere verlassen sich auf die »Mittel danach« und nehmen lieber schwere Nebenwirkungen in Kauf, als auf die sexuelle Lust zu verzichten. In den USA kursieren sogar schon »Mittel davor«, um »Unfälle« zu vermeiden, obwohl die Wirksamkeit noch gar nicht bewiesen ist. Meist kommt das Erwachen erst, wenn man selbst betroffen ist oder den Verdacht hegt. Da genügt schon der fremdgehende Partner, der sich nicht schützt - und schon ist es passiert. Einmal, das kann 'das' Mal sein.
Die Lektüre ist nicht lang, aber beinhaltet alles, was man als Laie wissen sollte. Beim Lesen sollte aber nie vergessen werden, dass HIV immer noch unheilbar ist ' aber dank der modernen Medizin inzwischen behandelbar. Der hohen Lebenserwartung HIV-Infizierter (Matthias lebt mittlerweile seit 18 Jahren mit der Infektion und ist immer noch topfit) stehen allerdings viele Tabletten mit nicht so schönen Nebenwirkungen gegenüber. Bei Matthias Stil kann man dies stellenweise vergessen, bekommt es aber immer wieder ins Gedächtnis gerufen.
Gelesen habe ich dieses biographische Sachbuch in einem Zug, da es einfach leicht verständliche Kost ist.
Am Ende des Buches waren alle relevanten Fragen zumindest theoretisch geklärt. Zum Beispiel die Ansteckungsgefahr, Verlauf der Krankheit, die Forschung, das Outing, das Leben mit der Krankheit und ähnliche Fragen, die einem Laien vor dem Lesen einfallen. Trotzdem gibt es zwei Aspekte, die offen bleiben. Zum Einen, wenn man sich doch ansteckt, wie die Gesellschaft es in diesem Fall auffasst und ob man selbst die Kraft findet, so positiv zu leben. Es ist zwar auch ein Leitfaden, diese Krankheit nicht in den Vordergrund zu stellen, aber das ist charakterabhängig. Zum Zweiten konnte er mir nie komplett die Frage, wie ich mit einem Erkrankten umgehen soll, enträtseln. Trotz seines Werkes hätte ich stets Angst, etwas Falsches zu sagen oder überflüssiges Mitleid auszudrücken.

Empfehlen kann ich das Werk JEDEM. Egal ob Lehrern, die es im Schulunterricht einbinden, Laien, Personen im Umfeld eines Betroffenen oder sogar einem Betroffenen, um ihn Mut zu machen.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel Sprachwitz für eine erstes Sache, 28. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Endlich mal was Positives: Offensiv & optimistisch: Mein Umgang mit HIV (Broschiert)
Anlässlich des bevorstehenden Welt AIDS-Tages war diese Woche zu lesen, dass die Zahl der HIV-Neuinfektionen zurück geht. Dieser Umstand ist sicher kein Zufall, sondern vorrangig einer systematischen und jahrelangen Aufklärungsarbeit zu verdanken. Einen ganz besonderen Beitrag dazu hat nun der selbst von HIV betroffene Matthias Gerschwitz geleistet. In seinem sehr persönlichen und erfrischend natürlich geschriebenen Lebensbericht bringt er (erschreckend) Unwissenden wie mir das Thema sehr plastisch näher.
Bei mir hinterlassen derartige Informationen viel mehr Spuren, als all die vielen Marketingmaßnahmen, die irgendwie doch nicht den Nachhall erzeugen, den man sich wünschen würde. Dem Autor ist es perfekt gelungen, viele interessante Daten und Fakten zu HIV und AIDS geschickt in seine eigene Lebensgeschichte einzubinden, ohne, dass es dem Leser dabei langweilig oder gar unangenehm wird. Mehr noch, an vielen Stellen habe ich mich dabei "erwischt", mich richtig zu amüsieren. Durch seinen Sprachwitz nimmt man es Matthias Gerschwitz ab, dass er voll hinter dem Buchtitel steht: "Endlich mal was Positives" scheint tatsächlich das Motto zu sein, mit dem er seiner Infektion frech entgegen tritt und das macht das Buch für mich besonders wertvoll.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein HIV-Positiver erzählt !, 20. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Endlich mal was Positives: Offensiv & optimistisch: Mein Umgang mit HIV (Broschiert)
Wir hatten 2010 im Herbst das Vergnügen, Matthias persönlich kennen zu lernen. Wenn man ihm gegenüber steht und nichts von seinem Buch, der Infektion und seinem Umgang damit weiß, denkt man: "ein netter Kerl". Wenn man dann aber sein Buch gelesen hat, denkt man: "Wow, was für ein toller Kerl" !!!
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Endlich mal was Positives: Offensiv & optimistisch: Mein Umgang mit HIV
Endlich mal was Positives: Offensiv & optimistisch: Mein Umgang mit HIV von Matthias Gerschwitz (Broschiert - 13. November 2009)
EUR 9,95
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