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Kundenrezensionen

55
4,6 von 5 Sternen
Immer dieser Michel: Hörspiel
Format: Audio CDÄndern
Preis:9,49 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
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36 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Januar 2006
Ich finde dieses Buch einfach toll. Da mein Sohn zwar ein guter Leser, aber trotzdem sehr lesefaul ist, habe ich, da ich mich an die lustigen Geschichten des kleinen Michel noch erinnern konnte, dieses Buch gekauft.
Ihn dabei zu beobachten, ob alleine leise oder gemeinsam laut gelesen, war einfach toll. Man sah seinen Gesichtsausrücken genau an, was Michel gerade durchlebte.
Beim Alleinelesen war es immer so: Er saß gespannt vor seinem Buch, lachte dann herzhaft auf und kam dann ganz aufgeregt zu mir und las mir das, was ihn so zum Lachen gebracht hatte wieder vor. So hatte das Leiselesen einen ganz tollen Nebeneffekt. Um mich an Michels Streiche teilhaben zu lassen, hat er viele Stücke im Buch 2x gelesen.
Regt auch lesefaule Kinder zum Lesen an!!!!!
Kann ich nur empfehlen.
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55 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Michel ist ein kleiner Junge aus Loenneberga. Dort oben im hohen Norden, in Schweden, auf dem kleinen Dorf, wohnt er auf einem grossen Hof, zusammen mit seinen Eltern, dem strengen Vater und der Mutter, die den Michel oft vor dem Vater in Schutz nimmt - mit der kleinen Schwester Ida, die den Michel sehr bewundert, mit dem Knecht Alfred, der Michels bester Freund ist, mit der Magd Lina, die den Alfred gerne heiraten wuerde, was der aber nicht im Sinn hat, und mit der alten Groessa-Maja, die so schaurige Geschichten erzaehlen kann.
Michel kann wunderbar schnitzen, Holzmaennchen am allerliebsten. Und das tut er vor allem dann, wenn er wieder einmal etwas angestellt hat und dafuer vom Vater in den Schuppen gesperrt wurde. Dann brummelt Michel vor sich hin und schnitzt, und das kommt so oft vor, dass sich bereits eine ansehliche Sammlung von Holzfiguren im Schuppen befindet.
Dabei ist Michel gar nicht mit Absicht unartig, nein, es passiert einfach so.
Da schuettet man doch bloss Wasser in die Stiefel des Vaters, um herauszufinden, ob die Stiefel auch wirklich wasserdicht sind,... oder man will mit der Mausefalle doch in Wirklichkeit die Maus fangen, und nicht den Zeh des Vaters,... auch beim Ausschlecken der Suppenschuessel war es doch nicht geplant, dass die Schuessel danach vom Kopf nicht mehr herunterkommen wuerde... und so passiert es eben, Michel meint es eigentlich immer gut, ist ein froehlicher, experimentierfreudiger Junge, und schon hat er wieder etwas angestellt.
Zum Glueck beruhigt sich der Vater aber rasch wieder und Michel darf hinaus aus dem Schuppen - bis zum naechsten Streich.
Abends sitzt dann die Mutter noch lange wach, und notiert die vielen Streiche ihres kleinen Jungen.
Diese Gesamtausgabe beinhaltet nun all die vielen herrlichen kleinen Geschichten vom Michel, die Geschichte von der Suppenschuessel, die von der Speisung der Armen, die Geschichte von Klein-Ida an der Fahnenstange, und die Geschichte vom grossen Wurstfest. Dieses Buch ist eines der allerliebsten Kinderbuecher ueber Streiche und Versoehnung und Aerger und Gut-Meinen und ueber die Hoefe in Schweden. Zum Vorlesen ab 4 Jahren, wuerde ich sagen, und spannend und lustig bis mindestens 11 Jahre, aber ich finde, dass auch Erwachsene ihre helle Freude an diesem Buch haben koennen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. August 2012
"Immer dieser Michel" enthält die komplette Sammlung der wunderbaren Geschichten von Astrid Lindgrens Lausebengel aus Lönneberga. Der Inhalt ist hinlänglch bekannt und wird in vielen Rezensionen noch einmal zusammengefasst, daher möchte ich darauf verzichten.
Das Schöne an "Michel" - wie an den meisten von Astrid Lindgrens Kinderbüchern - ist, dass die kleinen Leser in eine Welt entführt werden, die sie so (leider?) niemals selbst erleben werden. Geschichten über ein Leben, das ganz ohne Fernsehen, Handy, Internet oder Nintendo auskommt. Eine Holz-Büchse (oh Schreck - Kriegsspielzeug! ;-) ), selbstgeschnitzte Holzmännchen und darüber hinaus ein paar lebende Bauernhoftiere, ein Strohhaufen hier und da, Bäume zum Klettern und eine kleine Schwester - das ist Michels Welt. Der Zauber eines Jahrmarkts, die Freude über eine selbstgekaufte Limonade - all das vermittelt unseren heutigen Kindern ganz ohne erhobenen Zeigefinger ein Gefühl für kleine Freuden, die sie heute so gar nicht mehr erleben können in unserer übersättigten Welt.
Ich habe dieses Buch (neben "Jim Knopf" von Micheal Ende) als Einstieg in die etwas "komplexere" Literatur für unseren Fünfjährigen ausgewählt. Er liebt es, sich abends ein halbes oder ganzes Kapitel vorlesen zu lassen und lacht herzlich über Michels meist unfreiwillige Streiche.
Astrid Lindgrens liebevolle Sprache und ihre unübertroffene Art, die Herzen ihrer kleinen Leser zu erreichen, machen den Michel zu einer echten Lieblingslektüre über viele Altersstufen hinweg.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Februar 2007
In meiner "Lieblingsliste" unter den Astrid-Lindgren-Büchern stehen die Michel-Bände weit oben. Ich mag fast alles von dieser Autorin, auch Pippi Langstrumpf, Märchen usw., aber am besten finde ich die Werke, in die Astrid Lindgrens Lebenserfahrungen einfließen.

Michel heißt im Original übrigens "Emil". Der Name wurde geändert, weil der Oetinger-Verlag schon einen Emil hatte - nämlich den von Erich Kästner, und einen "Emil den Zweiten" sollte es lieber nicht geben, um Verwechslungen zu vermeiden. Verständlich, aber auch schade.

In den Bullerbü- und Michel-Geschichten schildert die Autorin ihre eigene Kindheit auf einem Bauernhof in Smaland, in den Bänden über "Madita", das kleine Mädchen aus einer angesehenen Familie in Vimmerby, das ihrer besten Freundin Anne-Marie. Auch die Michel-Geschichten sind Klassiker, und es existieren bereits pädagogische Fachbücher mit Titeln wie "Hatte Michel aus Lönneberga ADHS?" usw.

Michel ist also ein kleiner Junge, der auf einem Bauernhof im schwedischen Småland aufwächst. Die Handlung spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts; die Zeit ist erkennbar an den Schilderungen der Verhältnisse (z. B. die Aktivitäten der Nüchternheitsbewegung) und an zwei historischen Ereignissen: Einmal wird ein Erdbeben in Amerika erwähnt (höchstwahrscheinlich das verheerende Erdbeben in San Francisco 1906) und der Halleysche Komet, der die Menschen 1910 in Angst und Schrecken versetzte.

Auch Michels Heimatort Lönneberga gibt es wirklich, ebenso die nahegelegenen Städtchen Hultsfred und Vimmerby.
Die Familie Svensson besteht aus Vater Anton, Mutter Alma, den Kindern Michel und Ida, dem gutmütigen Knecht Alfred und der etwas dümmlichen Magd Lina. Wie immer bei Astrid Lindgren hängen die Kinder sehr am Hauspersonal, das sich mindestens ebensoviel um den Nachwuchs kümmert wie die Eltern, und Michel und Alfred sind dicke Freunde. Nicht zu vergessen die Tiere - Michel hat ein Pferd (Lukas), ein Schwein (Knirpsschweinchen) und eine Henne (Hinke-Lotta).

Michels Mutter ist nachsichtig und wird nicht müde, zu beteuern: "Michel ist ein netter kleiner Junge, und wir lieben ihn so, wie er ist." Alma Svensson ist eine eher blasse Figur, ebenso wie Lina und die kleine Ida; die Autorin hat sich hier mit den Herren der Schöpfung deutlich mehr Mühe gegeben!

Michels Vater ist der typische Småländer - fleißig, gottesfürchtig und geizig. Die Autorin hat mit erkennbarem Vergnügen eine Figur geschaffen, die alle Klischees erfüllt. Ein lustiger Zufall, daß auch Michels Vater einen Namen hat, den Erich Kästner verwendet hat - nämlich Anton. Der Vater ist nicht immer sympathisch
mit seiner Bigotterie und seiner Pfennigfuchserei, aber ein schlechter Vater ist er trotzdem nicht. Es fällt z. B. auf, daß die Kinder - die Geschichte spielt immerhin vor ca. 100 Jahren - kein einziges Mal Prügel bekommen, in einer Zeit, in der diese Form der Bestrafung noch gang und gäbe war. Michel muß nach seinen Schandtaten im
Tischlerschuppen sitzen, und auch das nie allzulange. Die Zeit vertreibt er sich mit dem Schnitzen von Holzfiguren.

Wer meine Rezensionen kennt, weiß, daß ich ungezogene Kinder eigentlich nicht mag. Daß ich Michel trotzdem liebe, liegt daran, daß er gar nicht ungezogen ist. Im Gegenteil, er ist außerordentlich kreativ und intelligent. Daß er immer wieder Chaos und Katastrophen verursacht, kommt daher, daß er manchmal nicht genug nachdenkt oder daß die Dinge ab und zu anders laufen als geplant.

Z. B. die Geschichte mit der Rattenfalle... Michel stellt die Falle auf, aber sein Vater bleibt mit dem Zeh drin stecken. Das Gebrüll am nächsten Morgen hält Michel für Freudenschreie, weil er glaubt, die Ratte sei gefangen - doch seine Mutter schafft ihn in den Schuppen, bevor sein Vater ihn zu Gesicht bekommt. Der Schuppen ist also nicht nur Gefängnis, sondern auch ein versteck für Michel.

Einmal ist Michel betrunken - weil er vergorene Kirschen gegessen hat, aus denen Wein gemacht wurde. Das konnte er wirklich nicht wissen, aber trotzdem stehen die Guttempler (Vertreter der Nüchternheitsbewegung) bei der Familie auf der Matte - eine der Stellen, an denen man einen Einblick in die Sitten der Zeit bekommt, ebenso
wie bei den unvermeidlichen "Glaubensbefragungen", bei denen der Pfarrer seine Schäfchen abhört, um ihre Bibelkenntnisse zu prüfen.

Michel ist nicht nur nicht gemein, er ist sogar sehr gutmütig und gerecht. Einmal beendet er z. B. eine Prügelei unter Knechten - eine Schlägerei, die auf einem Jahrmarkt aus purer Rauflust geführt wird - , indem er die Kampfhähne mit Wasser bespritzt. Die Knechte sind hinterher nicht einmal böse auf ihn, sie haben sich ja ausgetobt.

Besonders gelungen ist die Geschichte über das Festessen für die Bewohner des Armenhauses. Im Armenhaus sind alle untergebracht, die nicht mehr auf eigenen Füßen stehen können - alte, kranke und wunderliche Menschen, auch der Großvater von Knecht Alfred. Die Zustände sind katastrophal: "Wenn du dir eine häßliche alte Hütte (...) vorstellen kannst und die ganze Hütte voll mit armen, verbrauchten alten Menschen (...) in einem einzigen Durcheinander von Dreck und Schmutz und Läusen und Hunger und Elend, dann weißt du, wie damals diese Armen in einem Armenhaus lebten." Aber am schlimmsten ist die Herrschaft der Vorsteherin, der "Maduskan" - auch sie ist nur eine arme alte Frau, aber noch die fitteste unter den Bewohnern, und sie schwingt das Zepter. Das Armenhaus ist ein rechtsfreier Raum, und wenn man ab und zu mal Berichte über die Zustände in heutigen Pflegeheimen hört, dann bekommt die Schilderung etwas schaurig Aktuelles.

Aber am besten gefallen mir der Schreibstil und der trockene Humor der Erzählerin - als Michel versehentlich ein Feuerwerk in Gang setzt, gerät die ganze Stadt in Panik, nur die vornehme Frau Petrell nicht. "An Kometen glaube ich nicht länger", sagte sie zu ihrer Katze. "Ich wette, das ist dieser Michel, der wieder in Fahrt ist." Der
Lesespaß ist einmalig!

Vielleicht wäre Michel heute wirklich wegen ADHS in Behandlung... aber vielleicht auch nicht, denn er wird ja ein guter Schüler - und später ein angesehener Bürger. Einigen Kritikern ist Michel sogar zu brav! Jedenfalls erinnere ich mich, irgendwo gelesen zu haben, Michel sei schon als Kind "das Ebenbild seines frömmelnden Vaters"! Diese Meinung teile ich zwar nicht, aber es ist eine interessante Sicht. Auf jeden Fall lohnt es sich, die Michel-Geschichten selber zu lesen!
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29 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Juni 2000
Michel hatte eine überaus verständnisvolle und intelligente Mutter und als Gegenstück einen in Konventionen gefangenen Vater. Klein-Ida war ein liebes Mädchen, das der Mutter und Lina im Haushalt half, an Lina hing und Michel vergötterte.
Lina konnte an Michel keinen Narren fressen. Dafür hatte es sich die etwas einfältige Magd in den Kopf gesetzt, den Knecht Alfred zu heiraten. Alfred war von der Idee Linas nicht so sehr begeistert, wußte aber nicht wie er ihr seine Meinung beibringen sollte. Der Knecht war ein sehr gutmütiger Kerl und außerdem der beste Freund Michels.
Wenn Michel Unfug anstellte, mußte er zur Strafe in den Tischlerschuppen. Jedesmal wenn er dann dort saß, schnitzte er ein Holzmännchen - und Michel saß oft dort! "So wurden es schließlich 369 Männchen, die es alle heute noch gibt - bis auf eins, das seine Mama hinter den Johannisbeerbüschen vergrub, weil es dem Pastor so ähnlich war."
"Ja, ja, Michel wußte selbst was für ein Früchtchen er war, und wenn er das einmal vergessen sollte, dann gab es immer noch Lina,(...),die konnte ihn daran erinnern.
'Es lohnt sich nicht, dich zur Sonntagsschule zu schicken', sagte sie, 'bei dir ist sowieso Hopfen und Malz verloren, und du kommst ja doch nie in den Himmel...außer - es könnte ja sein - die da oben brauchen Hilfe fürs Gewitter!' " (Auszug aus meiner Facharbeit über Astrid Lindgren vom März 1993)

Kinder können bei diesem Buch von Herzen über die Streiche Michels lachen und wünschen sich dabei nichts sehnlicher als selbst die solchen auszuhecken.
An die Erwachsenen geht dabei die augenzwinkernde Botschaft, die Kinder zu lassen und ihre Phantasie zu förernd und sich auch gleichzeitig selbst wieder and die eigenen Kindheitsträume zu erinnern.
Liest man dieses Buch als Erwachsener einem Kind vor findet man mindestens genauso viele Stellen an denen man richtig von Herzen lachen kann - meist sind es jedoch andere bei denen das Kind lacht.
Auf jeden Fall macht dieses Buch fröhlich und verbreitet gute Laune - schon deshalb gehört es zu den "Pflichtbüchern" in denen man immer wieder mal Blättern und Lesen muss.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Erster Eindruck: Abenteuer eines Lausebengels

Michel ist ein wahrer Lausebengel und hat mehr Streiche gespielt als irgendein anderer Junge. Trotzdem lebt er glücklich und von seiner Familie geliebt auf einem schwedischen Hof in Lönneberga, nur sein Vater sperrt ihn manchmal voller Wut in den Schuppen. Doch die lustige Zeit auf dem Volksfest oder Michels eigenes Pferd lassen diese Bestrafung schnell vergessen...

Astrid Lindgrens Geschichten verzaubern nach wie vor die Generationen von Kindern, besonders die Figur des kleinen frechen Michel hat es vielen angetan. Und auch als Hörspiel können seine Streiche immer noch überzeugen, selbst wenn die Umsetzung schon Jahrzehnte zurückliegt. Bei Oetinger Audio sind sie zudem sehr gut aufgehoben, besteht das Programm doch vorrangig aus hochwertig produzierten Kinderhörspielen. Die episodenhaften Geschichten aus Südschweden können mit Witz und ein wenig Biss überzeugen, es ist immer wieder eine Freude zu hören, was sich Michel so alles einfallen lässt und wie er seine Taten oft als gut und hilfreich ansieht ' jedenfalls bis er merkt, was für ein Chaos er da so anrichtet. Es ist diese Mischung aus Freude am Chaos und kindlicher Naivität, die Michel aus- und die Geschichte zu etwas Besonderem macht. In dieser Umsetzung des Stoffes, die vier kleinere Geschichten enthält, sind neben zahlreichen heiteren Episoden auch ernsthaftere Klänge zu hören, als Knecht Alfred eine Blutvergiftung erleidet und draußen ein Schneesturm tobt. Eine gelungene Mischung, die mit wenigen stilistischen Mitteln den ganzen Charme der Geschichten herüber bringen kann ' für Kinder egal welchen Alters.

Niemand anderes als Hörspiellegende Oliver Rohrbeck spricht hier den Michel, seine Stimme hatte auch in jungen Jahren schon einen unverwechselbaren Klang. Wieder kann er hier sehr lebhaft agieren und Michel mit viel Elan darstellen. Heinz Rabe ist hier als sein Vater zu hören, seine tiefe und markante Stimme passt gut zu dem Mann, besonders seine Wutausbrüche gelingen wunderbar. Sehr gut gefällt mir Gerda Meissner als Krösa-Maja, die mit ihrer rauen Stimme die unheilvollen Prophezeiungen der alten Frau stimmungsvoll in Szene setzt. Weitere Sprecher sind Sybille Gilles, Regine Mahler und Rolf Marnitz.

Anfangs ertönt das bekannte Michel-Titellied, das beispielsweise auch vor der TV-Serie zu hören ist, und leitet damit nicht nur gekonnt die Handlung ein, sondern weckt auch wohlige Kindheitserinnerungen bei den älteren Zuhörern. Ansonsten sind Musik und Geräusche eher etwas spärlich eingesetzt, die Geschichte kommt dabei auch so gut zur Geltung.

Eine einfache Zeichnung des jungen Michel inmitten seiner Sammlung aus selbst geschnitzten Figuren, der Hintergrund ist rein gelb ' das Titelbild zu dieser Produktion ist recht spärlich und erweckt einen etwas nostalgischen Charme. Auch die restliche Aufmachung ist eher sparsam, aber übersichtlich gestaltet und mit einer ausführlichen Auflistung der Sprecher.

Fazit: Egal ob jung oder alt, die Geschichten um Michel überzeugen auch heute noch, besonders wenn sie so beherzt inszeniert werden wie hier.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Januar 2015
... eines der feinsten Kinderbücher aller Zeiten.
Warum?
Weil sowohl die Kleinen als auch die Großen über und mit Michel und seiner Mutter lachen können.
Freilich, der Papa hat nicht so viel zu lachen.
"Blubb"....
Immer und immer wieder kann man vorlesen, wie Michel die kleine Ida am Fahnenmast hochzieht, Alfred beim Exerzieren hilft oder sein Glück in Backhorva macht um schließlich im Tischlerschuppen zu landen.
Das geht viele Kindheiten lang. Jahre und Jahrzehnte. Michel ist immer dabei.
Schließlich wird er sogar Gemeinderatspräsident.
Wer Pippilotta und Carlson überzogen findet und Madita banal, der sollte sich Immer diesen Michel zu Gemüte führen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 19. Juni 2014
Mit 4,5 Jahren ist mein Sohn alt genug, sich auch Geschichten ohne viele Bilder vorlesen zu lassen. Wir haben Ottfried Preussler gelesen (Kleiner Wassermann, Kleine Hexe und Kleines Gespenst), Bullerbuü und auch Michel. Die Michelgeschichten haben ihm am besten gefallen. Zu erst war er etwas erschrocken, weil Michel so viel Unfug gemacht hat, aber als ich ihn am Ende gefragt habe, welches der Bücher er am besten fand, kam ohne lange zu überlegen "Michel!".

Es ist eine andere Familie, eine andere Zeit und es sind andere Verhaltensweisen, als bei uns. Mein Sohn kann das gut differenzieren und ich kann allen die Astrid Lindgren Bücher nur empfehlen! Sie sind wunderbar! :-)
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am 30. August 2015
"*Immer dieser Michel*" ist die Gesamtausgabe der Geschichten um die Romanfigur Michel aus Lönneberga, die "*Astrid Lindgren*" ab 1963 veröffentlichte und Anfang der 1970er Jahre verfilmt wurde.

Michel ist gerade mal fünf Jahre alt, aber stark wie ein kleiner Ochse, lebt auf dem Hof Katthult in Lönneberga, einem Dorf in Småland in Südschweden. Er ist ein niedlicher Junge mit großen blauen Augen und hellblonden Haaren, doch so engelhaft wie er aussieht ist er nicht. Denn er hat mehr Unsinn im Kopf als alle anderen Jungen. Dabei meint er es nicht böse, er meint es nur gut und ist stets neugierig und will den Dingen auf den Grund gehen.
Die Gesamtausgabe enthält die Einzelbände "Michel in der Suppenschüssel", "Michel muss mehr Männchen machen" und "Michel bringt die Welt in Ordnung".

Michel lebt gemeinsam mit Mutter Alma und Vater Anton Svensson, seiner kleinen Schwester Ida, dem Knecht Alfred und der Magd Lina auf dem Katthulthof in Lönneberga. Seine Streiche sind weithin bekannt und berüchtigt, auch die Nachbarn fühlen mit Mutter Alma und sammeln sogar Geld, um den missratenen Sohn nach Amerika zu schicken. Aber Alma liebt ihren Michel und verteidigt ihn immer wieder, schliesslich hat er ein großes Herz und meint es immer gut.

Wie gern habe ich doch die Geschichten von Michel gelesen. Ich habe gelacht und mich schadenfroh über seine Streiche amüsiert. Aber er tat mir auch immer leid, wenn er sich nach seinen Missetaten vor Vater Anton im Tischlerschuppen in Sicherheit bringen musste. Dort schnitzte er dann seine Holzmännchen und dachte sich neue Streiche aus.

Mal verschluckt er ein Geldstück und muss zum Arzt, nicht ohne ein gutes Geschäft gemacht zu haben oder er steckt den Kopf zu tief in eine Suppenschüssel.
Als er die Rattenfalle aufstellt, erwischt er leider nur seinen Vater. Doch auch seine gut gemeinten Taten sind erwähnenswert. Er verhilft den Menschen aus dem Armenhaus zu einem wunderbaren Weihnachtessen oder fährt mit seinem eigenen Pferd den kranken Knecht Alfred im Schlitten zum Arzt.

Diesen fröhlichen unbekümmerten Jungen muss man einfach gern haben, egal was er alles so anstellt. Da kann man Mutter Alma auch gut verstehen, auch wenn sie es ehrlich gesagt nicht leicht hat mit ihrem Michel.
Doch auch aus diesem Schlingel wurde als Erwachsener ein anständiger Kerl und so wollen wir hoffen, dass auch heute noch Streiche verübt werden!

Ein lustiges Buch über Kinderstreiche mit einem tollen Hauptdarsteller, dem man nichts übel nehmen kann.
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am 24. Februar 2011
Die Michel-Geschichten sollten von jedem Kind gelesen werden. Ich glaube, dass es wenige Bücher gibt, die den Spaß an der Lektüre bzw. die Freude am Lesen mehr fördern können, als die Geschichten von Astrid Lindgren.

Michels Streiche sind nicht nur sehr unterhaltend (auch für Erwachsene!) und schön zu lesen, sie beschreiben eine Kinderwelt, die man in unserer hektischen und urbanen Gesellschaft kaum mehr findet. Sie bieten Gelegenheit in eine romantisch-idealisierte heile Welt einzutauchen.

Michel wächst im schwedischen Småland zwischen Wald, Wiesen und Tieren auf. Die Geschichte spielt wahrscheinlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Einige am Rande erwähnten historischen Ereignisse und die Tatsache, dass sämtliche Fortbewegungsmittel nicht-mechanisch ablaufen, geben Rückschlüsse auf diesen Zeitraum.

Obwohl Vater Svenson Michels Streiche mißbilligt und Michel zur Strafe desöfteren in den Tischlerschuppen sperrt, wächst Michel wohlbehütet in einer liebevollen Familie auf und kann seine Kindheit voll und ganz genießen. Er erfreut sich an der Natur und am Leben. Alfred, der Knecht, ist sein bester Freund und engster Vertrauter und auch wenn sein Vater manchmal Zweifel an seinem Sohn hegt, ob aus so einem Lausjungen wirklich jemals etwas werden würde, liebt er seinen Michel (und natürlich auch seine Schwester Ida). Seine Mutter jedoch steht immer uneingeschränkt hinter ihm und schreibt abends seine Streiche auf.

Aber Michel hat nicht nur Streiche im Kopf: der äußerst gutmütige Junge hilft den Armen, indem er beispielsweise auf Katthult ein Festessen veranstaltet und nur durch seine Hilfe wird eine schlimme Katastrophe verhindert...

Die Schilderung der vielen Streiche von Michel und des Lebens, wie man es damals in Lönneberga führte, ist Astrid Lindgren ausgezeichnet gelungen. Ein wunderbares (Kinder-)Buch, das sich mich keinem anderen vergleichen lässt!
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