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54 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der allerliebenswerteste Lausbub aller Zeiten
Michel ist ein kleiner Junge aus Loenneberga. Dort oben im hohen Norden, in Schweden, auf dem kleinen Dorf, wohnt er auf einem grossen Hof, zusammen mit seinen Eltern, dem strengen Vater und der Mutter, die den Michel oft vor dem Vater in Schutz nimmt - mit der kleinen Schwester Ida, die den Michel sehr bewundert, mit dem Knecht Alfred, der Michels bester Freund ist, mit...
Veröffentlicht am 19. Mai 2005 von Dichtung&Kritik

versus
2.0 von 5 Sternen wie neu?!
Naja, also wie neu ist die CD nicht gerade.... auf der innsenseite sind Rippen der CD-befestigung abgebrtochen, auf der Außenseite Kratzer....

Der Inhalt ist natürlich trotzdem *****; aber die Beschreibung "wie neu" trifft nun mal überhaupt nicht zu.
Vor 19 Tagen von juli veröffentlicht


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54 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der allerliebenswerteste Lausbub aller Zeiten, 19. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Immer dieser Michel (Gebundene Ausgabe)
Michel ist ein kleiner Junge aus Loenneberga. Dort oben im hohen Norden, in Schweden, auf dem kleinen Dorf, wohnt er auf einem grossen Hof, zusammen mit seinen Eltern, dem strengen Vater und der Mutter, die den Michel oft vor dem Vater in Schutz nimmt - mit der kleinen Schwester Ida, die den Michel sehr bewundert, mit dem Knecht Alfred, der Michels bester Freund ist, mit der Magd Lina, die den Alfred gerne heiraten wuerde, was der aber nicht im Sinn hat, und mit der alten Groessa-Maja, die so schaurige Geschichten erzaehlen kann.
Michel kann wunderbar schnitzen, Holzmaennchen am allerliebsten. Und das tut er vor allem dann, wenn er wieder einmal etwas angestellt hat und dafuer vom Vater in den Schuppen gesperrt wurde. Dann brummelt Michel vor sich hin und schnitzt, und das kommt so oft vor, dass sich bereits eine ansehliche Sammlung von Holzfiguren im Schuppen befindet.
Dabei ist Michel gar nicht mit Absicht unartig, nein, es passiert einfach so.
Da schuettet man doch bloss Wasser in die Stiefel des Vaters, um herauszufinden, ob die Stiefel auch wirklich wasserdicht sind,... oder man will mit der Mausefalle doch in Wirklichkeit die Maus fangen, und nicht den Zeh des Vaters,... auch beim Ausschlecken der Suppenschuessel war es doch nicht geplant, dass die Schuessel danach vom Kopf nicht mehr herunterkommen wuerde... und so passiert es eben, Michel meint es eigentlich immer gut, ist ein froehlicher, experimentierfreudiger Junge, und schon hat er wieder etwas angestellt.
Zum Glueck beruhigt sich der Vater aber rasch wieder und Michel darf hinaus aus dem Schuppen - bis zum naechsten Streich.
Abends sitzt dann die Mutter noch lange wach, und notiert die vielen Streiche ihres kleinen Jungen.
Diese Gesamtausgabe beinhaltet nun all die vielen herrlichen kleinen Geschichten vom Michel, die Geschichte von der Suppenschuessel, die von der Speisung der Armen, die Geschichte von Klein-Ida an der Fahnenstange, und die Geschichte vom grossen Wurstfest. Dieses Buch ist eines der allerliebsten Kinderbuecher ueber Streiche und Versoehnung und Aerger und Gut-Meinen und ueber die Hoefe in Schweden. Zum Vorlesen ab 4 Jahren, wuerde ich sagen, und spannend und lustig bis mindestens 11 Jahre, aber ich finde, dass auch Erwachsene ihre helle Freude an diesem Buch haben koennen.
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34 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein 8jähriger Sohn hatte viel Spaß beim Lesen, 31. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Immer dieser Michel (Gebundene Ausgabe)
Ich finde dieses Buch einfach toll. Da mein Sohn zwar ein guter Leser, aber trotzdem sehr lesefaul ist, habe ich, da ich mich an die lustigen Geschichten des kleinen Michel noch erinnern konnte, dieses Buch gekauft.
Ihn dabei zu beobachten, ob alleine leise oder gemeinsam laut gelesen, war einfach toll. Man sah seinen Gesichtsausrücken genau an, was Michel gerade durchlebte.
Beim Alleinelesen war es immer so: Er saß gespannt vor seinem Buch, lachte dann herzhaft auf und kam dann ganz aufgeregt zu mir und las mir das, was ihn so zum Lachen gebracht hatte wieder vor. So hatte das Leiselesen einen ganz tollen Nebeneffekt. Um mich an Michels Streiche teilhaben zu lassen, hat er viele Stücke im Buch 2x gelesen.
Regt auch lesefaule Kinder zum Lesen an!!!!!
Kann ich nur empfehlen.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Emil der Zweite, 12. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Immer dieser Michel (Gebundene Ausgabe)
In meiner "Lieblingsliste" unter den Astrid-Lindgren-Büchern stehen die Michel-Bände weit oben. Ich mag fast alles von dieser Autorin, auch Pippi Langstrumpf, Märchen usw., aber am besten finde ich die Werke, in die Astrid Lindgrens Lebenserfahrungen einfließen.

Michel heißt im Original übrigens "Emil". Der Name wurde geändert, weil der Oetinger-Verlag schon einen Emil hatte - nämlich den von Erich Kästner, und einen "Emil den Zweiten" sollte es lieber nicht geben, um Verwechslungen zu vermeiden. Verständlich, aber auch schade.

In den Bullerbü- und Michel-Geschichten schildert die Autorin ihre eigene Kindheit auf einem Bauernhof in Smaland, in den Bänden über "Madita", das kleine Mädchen aus einer angesehenen Familie in Vimmerby, das ihrer besten Freundin Anne-Marie. Auch die Michel-Geschichten sind Klassiker, und es existieren bereits pädagogische Fachbücher mit Titeln wie "Hatte Michel aus Lönneberga ADHS?" usw.

Michel ist also ein kleiner Junge, der auf einem Bauernhof im schwedischen Småland aufwächst. Die Handlung spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts; die Zeit ist erkennbar an den Schilderungen der Verhältnisse (z. B. die Aktivitäten der Nüchternheitsbewegung) und an zwei historischen Ereignissen: Einmal wird ein Erdbeben in Amerika erwähnt (höchstwahrscheinlich das verheerende Erdbeben in San Francisco 1906) und der Halleysche Komet, der die Menschen 1910 in Angst und Schrecken versetzte.

Auch Michels Heimatort Lönneberga gibt es wirklich, ebenso die nahegelegenen Städtchen Hultsfred und Vimmerby.
Die Familie Svensson besteht aus Vater Anton, Mutter Alma, den Kindern Michel und Ida, dem gutmütigen Knecht Alfred und der etwas dümmlichen Magd Lina. Wie immer bei Astrid Lindgren hängen die Kinder sehr am Hauspersonal, das sich mindestens ebensoviel um den Nachwuchs kümmert wie die Eltern, und Michel und Alfred sind dicke Freunde. Nicht zu vergessen die Tiere - Michel hat ein Pferd (Lukas), ein Schwein (Knirpsschweinchen) und eine Henne (Hinke-Lotta).

Michels Mutter ist nachsichtig und wird nicht müde, zu beteuern: "Michel ist ein netter kleiner Junge, und wir lieben ihn so, wie er ist." Alma Svensson ist eine eher blasse Figur, ebenso wie Lina und die kleine Ida; die Autorin hat sich hier mit den Herren der Schöpfung deutlich mehr Mühe gegeben!

Michels Vater ist der typische Småländer - fleißig, gottesfürchtig und geizig. Die Autorin hat mit erkennbarem Vergnügen eine Figur geschaffen, die alle Klischees erfüllt. Ein lustiger Zufall, daß auch Michels Vater einen Namen hat, den Erich Kästner verwendet hat - nämlich Anton. Der Vater ist nicht immer sympathisch
mit seiner Bigotterie und seiner Pfennigfuchserei, aber ein schlechter Vater ist er trotzdem nicht. Es fällt z. B. auf, daß die Kinder - die Geschichte spielt immerhin vor ca. 100 Jahren - kein einziges Mal Prügel bekommen, in einer Zeit, in der diese Form der Bestrafung noch gang und gäbe war. Michel muß nach seinen Schandtaten im
Tischlerschuppen sitzen, und auch das nie allzulange. Die Zeit vertreibt er sich mit dem Schnitzen von Holzfiguren.

Wer meine Rezensionen kennt, weiß, daß ich ungezogene Kinder eigentlich nicht mag. Daß ich Michel trotzdem liebe, liegt daran, daß er gar nicht ungezogen ist. Im Gegenteil, er ist außerordentlich kreativ und intelligent. Daß er immer wieder Chaos und Katastrophen verursacht, kommt daher, daß er manchmal nicht genug nachdenkt oder daß die Dinge ab und zu anders laufen als geplant.

Z. B. die Geschichte mit der Rattenfalle... Michel stellt die Falle auf, aber sein Vater bleibt mit dem Zeh drin stecken. Das Gebrüll am nächsten Morgen hält Michel für Freudenschreie, weil er glaubt, die Ratte sei gefangen - doch seine Mutter schafft ihn in den Schuppen, bevor sein Vater ihn zu Gesicht bekommt. Der Schuppen ist also nicht nur Gefängnis, sondern auch ein versteck für Michel.

Einmal ist Michel betrunken - weil er vergorene Kirschen gegessen hat, aus denen Wein gemacht wurde. Das konnte er wirklich nicht wissen, aber trotzdem stehen die Guttempler (Vertreter der Nüchternheitsbewegung) bei der Familie auf der Matte - eine der Stellen, an denen man einen Einblick in die Sitten der Zeit bekommt, ebenso
wie bei den unvermeidlichen "Glaubensbefragungen", bei denen der Pfarrer seine Schäfchen abhört, um ihre Bibelkenntnisse zu prüfen.

Michel ist nicht nur nicht gemein, er ist sogar sehr gutmütig und gerecht. Einmal beendet er z. B. eine Prügelei unter Knechten - eine Schlägerei, die auf einem Jahrmarkt aus purer Rauflust geführt wird - , indem er die Kampfhähne mit Wasser bespritzt. Die Knechte sind hinterher nicht einmal böse auf ihn, sie haben sich ja ausgetobt.

Besonders gelungen ist die Geschichte über das Festessen für die Bewohner des Armenhauses. Im Armenhaus sind alle untergebracht, die nicht mehr auf eigenen Füßen stehen können - alte, kranke und wunderliche Menschen, auch der Großvater von Knecht Alfred. Die Zustände sind katastrophal: "Wenn du dir eine häßliche alte Hütte (...) vorstellen kannst und die ganze Hütte voll mit armen, verbrauchten alten Menschen (...) in einem einzigen Durcheinander von Dreck und Schmutz und Läusen und Hunger und Elend, dann weißt du, wie damals diese Armen in einem Armenhaus lebten." Aber am schlimmsten ist die Herrschaft der Vorsteherin, der "Maduskan" - auch sie ist nur eine arme alte Frau, aber noch die fitteste unter den Bewohnern, und sie schwingt das Zepter. Das Armenhaus ist ein rechtsfreier Raum, und wenn man ab und zu mal Berichte über die Zustände in heutigen Pflegeheimen hört, dann bekommt die Schilderung etwas schaurig Aktuelles.

Aber am besten gefallen mir der Schreibstil und der trockene Humor der Erzählerin - als Michel versehentlich ein Feuerwerk in Gang setzt, gerät die ganze Stadt in Panik, nur die vornehme Frau Petrell nicht. "An Kometen glaube ich nicht länger", sagte sie zu ihrer Katze. "Ich wette, das ist dieser Michel, der wieder in Fahrt ist." Der
Lesespaß ist einmalig!

Vielleicht wäre Michel heute wirklich wegen ADHS in Behandlung... aber vielleicht auch nicht, denn er wird ja ein guter Schüler - und später ein angesehener Bürger. Einigen Kritikern ist Michel sogar zu brav! Jedenfalls erinnere ich mich, irgendwo gelesen zu haben, Michel sei schon als Kind "das Ebenbild seines frömmelnden Vaters"! Diese Meinung teile ich zwar nicht, aber es ist eine interessante Sicht. Auf jeden Fall lohnt es sich, die Michel-Geschichten selber zu lesen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbarer Einstieg in die Literatur, 9. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Immer dieser Michel (Gebundene Ausgabe)
"Immer dieser Michel" enthält die komplette Sammlung der wunderbaren Geschichten von Astrid Lindgrens Lausebengel aus Lönneberga. Der Inhalt ist hinlänglch bekannt und wird in vielen Rezensionen noch einmal zusammengefasst, daher möchte ich darauf verzichten.
Das Schöne an "Michel" - wie an den meisten von Astrid Lindgrens Kinderbüchern - ist, dass die kleinen Leser in eine Welt entführt werden, die sie so (leider?) niemals selbst erleben werden. Geschichten über ein Leben, das ganz ohne Fernsehen, Handy, Internet oder Nintendo auskommt. Eine Holz-Büchse (oh Schreck - Kriegsspielzeug! ;-) ), selbstgeschnitzte Holzmännchen und darüber hinaus ein paar lebende Bauernhoftiere, ein Strohhaufen hier und da, Bäume zum Klettern und eine kleine Schwester - das ist Michels Welt. Der Zauber eines Jahrmarkts, die Freude über eine selbstgekaufte Limonade - all das vermittelt unseren heutigen Kindern ganz ohne erhobenen Zeigefinger ein Gefühl für kleine Freuden, die sie heute so gar nicht mehr erleben können in unserer übersättigten Welt.
Ich habe dieses Buch (neben "Jim Knopf" von Micheal Ende) als Einstieg in die etwas "komplexere" Literatur für unseren Fünfjährigen ausgewählt. Er liebt es, sich abends ein halbes oder ganzes Kapitel vorlesen zu lassen und lacht herzlich über Michels meist unfreiwillige Streiche.
Astrid Lindgrens liebevolle Sprache und ihre unübertroffene Art, die Herzen ihrer kleinen Leser zu erreichen, machen den Michel zu einer echten Lieblingslektüre über viele Altersstufen hinweg.
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29 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Zwischen den Zeilen" Lachen für Erwachsene, 20. Juni 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Immer dieser Michel (Gebundene Ausgabe)
Michel hatte eine überaus verständnisvolle und intelligente Mutter und als Gegenstück einen in Konventionen gefangenen Vater. Klein-Ida war ein liebes Mädchen, das der Mutter und Lina im Haushalt half, an Lina hing und Michel vergötterte.
Lina konnte an Michel keinen Narren fressen. Dafür hatte es sich die etwas einfältige Magd in den Kopf gesetzt, den Knecht Alfred zu heiraten. Alfred war von der Idee Linas nicht so sehr begeistert, wußte aber nicht wie er ihr seine Meinung beibringen sollte. Der Knecht war ein sehr gutmütiger Kerl und außerdem der beste Freund Michels.
Wenn Michel Unfug anstellte, mußte er zur Strafe in den Tischlerschuppen. Jedesmal wenn er dann dort saß, schnitzte er ein Holzmännchen - und Michel saß oft dort! "So wurden es schließlich 369 Männchen, die es alle heute noch gibt - bis auf eins, das seine Mama hinter den Johannisbeerbüschen vergrub, weil es dem Pastor so ähnlich war."
"Ja, ja, Michel wußte selbst was für ein Früchtchen er war, und wenn er das einmal vergessen sollte, dann gab es immer noch Lina,(...),die konnte ihn daran erinnern.
'Es lohnt sich nicht, dich zur Sonntagsschule zu schicken', sagte sie, 'bei dir ist sowieso Hopfen und Malz verloren, und du kommst ja doch nie in den Himmel...außer - es könnte ja sein - die da oben brauchen Hilfe fürs Gewitter!' " (Auszug aus meiner Facharbeit über Astrid Lindgren vom März 1993)

Kinder können bei diesem Buch von Herzen über die Streiche Michels lachen und wünschen sich dabei nichts sehnlicher als selbst die solchen auszuhecken.
An die Erwachsenen geht dabei die augenzwinkernde Botschaft, die Kinder zu lassen und ihre Phantasie zu förernd und sich auch gleichzeitig selbst wieder and die eigenen Kindheitsträume zu erinnern.
Liest man dieses Buch als Erwachsener einem Kind vor findet man mindestens genauso viele Stellen an denen man richtig von Herzen lachen kann - meist sind es jedoch andere bei denen das Kind lacht.
Auf jeden Fall macht dieses Buch fröhlich und verbreitet gute Laune - schon deshalb gehört es zu den "Pflichtbüchern" in denen man immer wieder mal Blättern und Lesen muss.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Immer dieser Michel (Hörspiel), 17. August 2011
Von 
Poldis Hörspielseite - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Immer dieser Michel: Hörspiel (Audio CD)
Erster Eindruck: Abenteuer eines Lausebengels

Michel ist ein wahrer Lausebengel und hat mehr Streiche gespielt als irgendein anderer Junge. Trotzdem lebt er glücklich und von seiner Familie geliebt auf einem schwedischen Hof in Lönneberga, nur sein Vater sperrt ihn manchmal voller Wut in den Schuppen. Doch die lustige Zeit auf dem Volksfest oder Michels eigenes Pferd lassen diese Bestrafung schnell vergessen...

Astrid Lindgrens Geschichten verzaubern nach wie vor die Generationen von Kindern, besonders die Figur des kleinen frechen Michel hat es vielen angetan. Und auch als Hörspiel können seine Streiche immer noch überzeugen, selbst wenn die Umsetzung schon Jahrzehnte zurückliegt. Bei Oetinger Audio sind sie zudem sehr gut aufgehoben, besteht das Programm doch vorrangig aus hochwertig produzierten Kinderhörspielen. Die episodenhaften Geschichten aus Südschweden können mit Witz und ein wenig Biss überzeugen, es ist immer wieder eine Freude zu hören, was sich Michel so alles einfallen lässt und wie er seine Taten oft als gut und hilfreich ansieht ' jedenfalls bis er merkt, was für ein Chaos er da so anrichtet. Es ist diese Mischung aus Freude am Chaos und kindlicher Naivität, die Michel aus- und die Geschichte zu etwas Besonderem macht. In dieser Umsetzung des Stoffes, die vier kleinere Geschichten enthält, sind neben zahlreichen heiteren Episoden auch ernsthaftere Klänge zu hören, als Knecht Alfred eine Blutvergiftung erleidet und draußen ein Schneesturm tobt. Eine gelungene Mischung, die mit wenigen stilistischen Mitteln den ganzen Charme der Geschichten herüber bringen kann ' für Kinder egal welchen Alters.

Niemand anderes als Hörspiellegende Oliver Rohrbeck spricht hier den Michel, seine Stimme hatte auch in jungen Jahren schon einen unverwechselbaren Klang. Wieder kann er hier sehr lebhaft agieren und Michel mit viel Elan darstellen. Heinz Rabe ist hier als sein Vater zu hören, seine tiefe und markante Stimme passt gut zu dem Mann, besonders seine Wutausbrüche gelingen wunderbar. Sehr gut gefällt mir Gerda Meissner als Krösa-Maja, die mit ihrer rauen Stimme die unheilvollen Prophezeiungen der alten Frau stimmungsvoll in Szene setzt. Weitere Sprecher sind Sybille Gilles, Regine Mahler und Rolf Marnitz.

Anfangs ertönt das bekannte Michel-Titellied, das beispielsweise auch vor der TV-Serie zu hören ist, und leitet damit nicht nur gekonnt die Handlung ein, sondern weckt auch wohlige Kindheitserinnerungen bei den älteren Zuhörern. Ansonsten sind Musik und Geräusche eher etwas spärlich eingesetzt, die Geschichte kommt dabei auch so gut zur Geltung.

Eine einfache Zeichnung des jungen Michel inmitten seiner Sammlung aus selbst geschnitzten Figuren, der Hintergrund ist rein gelb ' das Titelbild zu dieser Produktion ist recht spärlich und erweckt einen etwas nostalgischen Charme. Auch die restliche Aufmachung ist eher sparsam, aber übersichtlich gestaltet und mit einer ausführlichen Auflistung der Sprecher.

Fazit: Egal ob jung oder alt, die Geschichten um Michel überzeugen auch heute noch, besonders wenn sie so beherzt inszeniert werden wie hier.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer meiner Kinderbuch-Klassiker, 10. Dezember 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Immer dieser Michel (Gebundene Ausgabe)
Als Astrid Lindgren - Fan habe ich als Kind besonders den Michel in mein Herz geschlossen. Er gilt zwar als Lausejunge und ist sicherlich mit unerschöpflicher Kreativität gesegnet, im Grunde seines Herzens versucht er aber doch meistens Gutes zu tun, was manchmal im Fiasko endet. Berührt hat mich damals z.B. die Szene, in der er das Weihnachtsbüffet statt den satten, gutsituierten Gästen den Armen zukommen lässt. Während die Mutter erkennt, was sie für einen "guten" Jungen hat und ihn auch gegen die "Klatschmäuler" verteidigt, geht der Vater meist ziemlich hart mit ihm um. Dass ihm der Tischlerschuppen als zweites Zuhause dient, habe ich manchmal als ungerecht empfunden. Aber schließlich ist aus unserem Michel später einer der angesehensten Bürger geworden, wie es so schön heißt am Ende.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bauernleben - für Kinder, 7. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Immer dieser Michel (Gebundene Ausgabe)
Man muss wohl gegenüber Erwachsenen immer wieder betonen, dass es sich um ein Kinderbuch handelt. Bei Kinderbüchern geht es eben darum, die Welt so zu beschreiben, dass es der Wahrnehmung und Vorstellungskraft der Kinder gerecht wird. Kurz - ein Kinderbuchautor muss sich in ein Kind einfühlen können, und gerade dafür wurde Astrid Lindgren zu recht weltberühmt. Wenn dem Kind (welches sich in Michel einfühlt) die Gemeinderatspräsidentschaft in Aussicht gestellt wird, so denkt es dabei wohl nicht mit Vorfreude an eine etwaige politsche Macht, sondern bemerkt die Gerechtigkeit, dass es über den Vater hinauswachsen wird, obwohl dieser stets immer nur das Schlechte in einem gesehen hat. Davon, das Michel wie sein Vater werden wird, kann keine Rede sein. Sein Vater ist eben nicht geschäftstüchtig sondern einfach nur geizig - ein Charakterzug der bei Michel nicht vorhanden ist.

Die zukünftige Berufsaussicht Bildhauer oder Kunstschnitzer als Anlehung an seine vielen Männchen wäre wirklich zu platt gewesen! ;-)

Im Übrigen gibt es für Kinder, die sich nicht nur noch mit TV und PC beschäftigen, nichts Schöneres, als die Vorstellung auf einem Bauernhof spielen (oder vielleicht sogar aufwachsen) zu können.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer wieder lustig, der Michel ..., 2. März 2004
Von Ein Kunde
... selbst als Erwachsene auf der Autofahrt ist es immmer wieder erstaunlich, wie einen die Geschichten von Michel aus Lönneberga in seinen Bann ziehen!
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5.0 von 5 Sternen Klassiker, 20. Juni 2014
Von 
M. Staa "mikaah" (Duisburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Immer dieser Michel (Gebundene Ausgabe)
Astrid Lindgren ist ein Klassiker und sollte in keinem Kinderzimmer fehlen!
Unser Sohn hat das Buch mit 4 Jahren bekommen, vielleicht etwas früh, da wenig Bilder, aber ich bin sicher, dass das Buch noch mal gelesen wird. Wenn nicht vorgelesen, dann liest er es in den nächsten Jahren selbst. Kein unnötiger Schnickschnack, ein tolles Buch.
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Immer dieser Michel: Hörspiel
Immer dieser Michel: Hörspiel von Astrid Lindgren (Audio CD - 1. Februar 2006)
EUR 9,95
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