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Kundenrezensionen

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am 17. September 2008
Der erste Satz in Helmut Schmidts persönlicher Bilanz ist Programm: "Gegen Ende des Lebens wollte ich einmal aufschreiben, was ich glaube, im Laufe der Jahrzehnte politisch gelernt zu haben". Dieses Werk ist folgerichtig Lagebericht und scharfsinnige Analyse zugleich, aber auch ein Appell an den gesunden Menschenverstand und den Einsatz der Vernunft.

Was das Buch wohltuend unterscheidet von vergleichbaren Lektüren wie beispielsweise Helmut Kohls oder Gerhard Schröders Memoiren ist das Fehlen von persönlicher Abrechnung oder kleinkritteliger Rechtfertigung. Hier teilt ein Elder Statesman seine Erfahrungen, seinen Sachverstand und auch sein Weltbild mit dem Leser mit dem Ziel, diesen zu sensibilisieren für eine Auseinandersetzung mit den gegebenen Zusammenhängen, seien sie ökonomischer oder kultureller Natur, und ihn zu wappnen gegen den um sich greifenden Opportunismus: "Ein Politiker muß nicht alles sagen was er weiß, aber was er sagt muß seine Wahrheit sein" - und nicht das was den Massen oder dem Zeitgeist gefällt.

Sollte dieses Buch sein letztes sein (was eigentlich undenkbar wäre), so liegt hier das Vermächtnis eines großen Mannes auf dem Büchertisch - in exakt dem Stil in dem er sich uns in der Erinnerung präsentiert: Pragmatisch, hanseatisch-nüchtern, ungebrochen klar. Und höchst erkenntnisreich.

Unbedingte Leseempfehlung!
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am 16. September 2008
Sicherlich gibt es viele und auch wirklich sehr gute Memoiren von politischen Persönlichkeiten (auch wenn es sich hierbei nicht um eine Autobiografie im eigentlichen Sinn handelt, sondern vielmehr um eine persönliche Bilanz respektive ein Fazit über ein langes Leben) die es wert sind gelesen zu werden wie Brandts "Erinnerungen" oder Weizsäckers "Vier Zeiten". Gleichwohl handelt es sich bei Helmut Schmidts "Außer Dienst" um ein besonderes Buch, das in seiner Wirkung nachhaltig ist.
Schmidt überzeugt durch klare präzise und scharfsichtige Aussagen über die historische Bedeutsamkeit des 20. Jahrhunderts (europäische Geschichte, EU etc.), dem Zustand und dem Fortwirken des 21. Jahrhunderts und stellt immer dabei den in der Verantwortung stehenden Menschen in den Mittelpunkt seines Handelns und Wissens. In seinen Vorschlägen und Äußerungen wird stets der Vernunft und der Verantwortung im Bezug auf die zu erfordernde Moralität im gemeinschaftlichen Zusammenleben der Vorrang eingeräumt, was ihn zu einer gewissen Vorbildfunktion charakterisiert - gerade im gegenwärtigen Zustand mangelnder Vorbilder.

Zu Recht lässt sich nach dieser Lektüre konstatieren, dass man um aufrecht zu handeln, weder ein "Held noch ein Heiliger" (U. Wickert) zu sein braucht, um der "goldenen Regel" in jeglichen Absichten des Lebens Einhalt zu gebieten.

Ich habe diese Lektüre - so wie seine anderen Bücher ebenfalls - mit großer Begeisterung und viel Zugewinn gelesen und kann sie jedem nur sehr empfehlen. Vielen Dank, Helmut Schmidt.
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am 17. Oktober 2008
Faszinierend, phantastisch. Wer das Leben und die Arbeit von Helmut Schmidt verfolgen konnte und nun eine, ja beinahe schonungslose Zusammenfassung, liest, muss begeistert sein. Helmut Schmidt hat das Glück, die Wirkung seines eigenen Tuns aus der Entfernung und innerhalb der jüngeren Geschichte betrachten zu können.

Jetzt bedauere ich, dass ich dieses, sein Wirken nicht intensiver verfolgt habe.

Ein Buch, welches Pflichtlektüre für jeden jungen Menschen werden sollte.

Danke Helmut Schmidt.
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am 28. September 2008
Es ist seit knapp 15 Jahren und Handeln für Deutschland. Wege aus der Krise. das erste Buch von Helmut Schmidt, dass wir erworben haben. Präzise und sprachlich genau seziert der Altkanzler in einer durchweg lesenswerten Art und Weise alle gesellschaftlich relevanten Themen auf seine berühmte hanseatische Korrektheit. Ob Schule, Einkommenshöchstgrenzen, die Parteien im Bundestag oder aktuell sehr relevant die Berufsgruppe der Investmentbanker, Schmidt hat zu allem etwas Spannendes zu sagen. Investmentbanker bezeichnet Helmut Schmidt übrigens sehr treffend als "ein dem Raubrittertum vergleichbarer Pseudo-Adel". Empfehlung: Lesen!
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Bin mit dem Buch noch nicht ganz durch, doch mir ist klar: Hier schreibt ein weiser Mann, einer der wenigen, die angesichts des zunehmenden globalen Chaos noch den Überblick haben. Als Schmidt Kanzler wurde, war ich zwanzig Jahre alt und erinnere mich noch gut an das Gefühl der Erleichterung und Sicherheit, das ich dabei empfand. Es war, als hätte Deutschland mit ihm eine Art Kapitän bekommen, einen erfahrenen, umsichtigen Schiffsführer, von dem man wusste - er wird uns durch alle Stürme bringen. Und das hat er getan. Schmidt war für Deutschland wie ein Vater, der seine Liebe zwar nicht überdeutlich zeigte, sie aber bewies, indem er die Geschicke dieses Landes, das Wohl und die Sicherheit seiner Bürger über alles stellte. Im Gegensatz zu vielen Politikern von heute konnte man ihm vertrauen - und das war wunderbar.
Wer des Lesens mächtig ist sollte jeden Satz, den Helmut Schmidt zu Papier bringt, begierig in sich aufsaugen. Man kann ungeheuer viel lernen, einiges an Halbwissen abbauen und wird manchen vorschnell eingenommenen Standpunkt revidieren. Ich wüsste keinen anderen Menschen, weder Mann noch Frau, der über einen derartigen Kenntnisreichtum verfügt und in der Lage wäre, die vielschichtigen Phänomene von Geschichte und Politik so einleuchtend miteinander zu verknüpfen und zu erklären. Wohltuend Schmidts grundsätzliche Haltung: die Dinge mit Vernunft betrachten, mit klarem, kühlem Geist, aber mit einem warmen Herz. Besser geht's nicht. Im Dezember wird Helmut Schmidt neunzig - ich wünschte, er würde ewig leben, und seine wunderbare Loki auch.
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am 28. Januar 2009
Eins vorweg: Wer schon in der Schule seine Probleme mit Oberlehrern hatte sollte sich den Kauf dieses hervoragenden Hörbuchs überlegen ...

Helmut Schmidt hat (s)eine Meinung und die gilt. (Punkt !)

Dieses (Hör-)buch ist eine beindruckende Bilanz eines grossen Lebens eines herausragenden Politikers unseres Landes. Besonders diejenigen welche die aktive Zeit Schmidts miterlebt haben werden sich an viele Personen des öffentlichen Lebens wieder erinnern, die uns heute nicht mehr so im Gedächtnis sind.
Der deutsche Herbst, RAF, Nato-Doppelbeschluß, Mogadischu um nur einige prägende Ereignisse in der deutschen Gerschichte zu nennen fallen in die aktive Zeit Helmut Schmidts als Minister und Kanzler.
Einige der Hintergründe, der politischen Situationen welche Helmut Schmidt schildert waren mir neu, andere hatte ich in einer anderen Lesart in Erinnerung.
Manchmal ist die Bewertung des Autors zu schwarz/weiß und stößt an die eigenen Grenzen. Vieles ist von einer sehr tiefen Einsicht in die (Welt-)Politik, die historischen Hintergründe und die Menschen geprägt und fördert so manches "Aha!" zu Tage.

Alles in allem eine gelungene Zusammenfassung der deutschen Geschichte ab 45, oft sehr subjektiv aber immer intensiv.

Einzig der Sprecher in der Hörbuch-Version ist unglücklich gewählt. Die immer gleiche Stimmlage ohne hörbare Empathie ist über längere Zeit ermüdent. Hier hätte ich mir einen Sprecher gewünscht der in der Lage ist auch mit politischen Texten Spannung zu erzeugen.
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Helmut Schmidt ist ein umstrittener, diskussionsfreudiger und -anregender Mensch, wie man ihn sich insbesondere als Politiker heutzutage öfter wünscht. Wer bis ins hohe Alter hinein derartig interessiert am öffentlichen Leben bleibt, sich einmischt und immer wieder Brücken zwischen Vergangenheit und Zukunft zu schlagen vermag: dem gebührt an sich schon Respekt. Sein neues Buch unterstreicht seine Leistung und Haltung für den deutschen Staat wiedermal in besonderer Weise. Ihm gelingt es, in ausgesprochen deutlicher und verständlicher Sprache, Einschätzungen zu den großen und kleinen Themen in Deutshcland und der Welt abzugeben. Seine von Respekt gepräge Sprache erhält hier einen passenden Rahmen. Man hat als Leser das Gefühl, als unterhalte man sich mit dem Altbundeskanzler. "Außer Dienst" ist für dieses Werk auch der passende Titel; denn Helmut Schmidt hat in seinem Leben gezeigt, dass man auch außerhalb des Dienstes dem Wohle des Volkes verpflichtet ist und ihm dienen kann. Ob nun in seinen politischen Ämtern oder als Herausgeber der Wochenzeitung "Die Zeit": Helmut Schmidt war eigentlich nie "außer Dienst". Sicher kann man ihm einzelne politische Entscheidungen vorwerfen und auch sein Zigarettenkonsum mag nicht immer auf Anerkennung stoßen; dennoch gebührt seinem übergreifenden Fach- und Allgemeinwissen und seine Einschätzung moralischer Fragestellungen hoher Respekt. Für dieses Werk fehlt es stellenweise an tiefergehenderen Erläuterungen; doch schafft er es Weitblick in die politische Landschaft zu geben, die allzu oft von Schnellschüssen und demoskopischen Aspekten geprägt ist.
Die Kapiteleinteilung selber (Erfahrungen verändern Massstäbe, aus der Geschichte bzw. aus persönlichen Erfahrungen lernen,die Welt vor neuen Herausforderungen, Deuschland muss sich ändern sowie Religion, Vernunft und Gewissen) lässt gut erkennen, welchen Gebieten Helmut Schmidt besonderes Augenmerk schenkt und welche er dem Politikernachwuchs und allen der Demokratie verpflichteten Menschen besonders ans Herz legt.
Die parteiübergreifenden, langfristig orientierten, von enormen Wissen gespeisten Denkansätze und -anstösse von Helmut Schmidt - gepaart mit besonderer Charakterstärke und Menschenfreundlichkeit - machen das Buch "Außer Dienst" zu einem Vermächtnis, zu einem Appell, im Wirken, Streben und besonderem Einsatz für die Demokratie und die Menschenrechte nicht nachzulassen; man hat Helmut Schmidt zu danken, dass er sich unermüdlich für ein soziales und demokratisches Deutschland, das eingebettet ist in einem europäischen und globalen Netzwerk, eingesetzt hat. So heißt es für die Zukunft, die Bilanz "Außer Dienst" genau zu studieren und Rückschlüsse für das private und öffentliche Leben zu ziehen: denn Demokratie kennt kein "Außer Dienst"!
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am 11. November 2015
Habe das Buch vor Jahren gelesen und bin mit einer Sichtweise eines Politikers und Menschen konfrontiert worden, die ich bisher nicht kannte.Helmut Schmidt stellt Situationen in seiner politischen Tätigkeit dar und nennt alles beim Namen.

"Außer Dienst" ist keine leichte Lektüre. Es erfordert schon ein politisches Hintergrundwissen. Nach dem Lesen eröffnen sich einem neue Denkansätze und ein neues Verständnis für politisches Handeln. Helmut Schmidt, ein Mensch, den ich als Mensch verehre.
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am 25. September 2009
Das Buch stellt ein interessantes Konglomerat an politischen Ansichten und neueren geschichtlichen Ereignissen dar. In sich logisch aufgebaut und rhetorisch schlüssig formuliert.
Auch wenn man vielen der dargelegten Gedankengänge ohne weiteres folgen kann, ob man derselben Meinung ist, sollte bei objektiver Betrachtung nebensächlich bleiben, so sollte man doch die Kritikfähigkeit an dem Geschriebenen nicht verlieren. Manche Ansichten und auch manche Darstellung entsprechen nach meiner Auffassung nicht einmal den Tatsachen, mancher Personenkult ist für mich gänzlich unverständlich.
Beispiel Deng: Deng Xiaoping ist verantwortlich für das Tian`anmen Massaker von 1989. Damit rangiert er für mich in einer Riege mit Hitler, Stalin und Mladic und ist keinerlei Hochachtung würdig, sondern er ist ein Verbrecher, auch an Menschlichkeit und Menschenwürde - und gerade diese Würde des Menschen streicht Helmut Schmidt als eine der größten Errungenschaften des Grundgesetzes heraus; das passt für mich nicht wirklich zusammen.
Auch der Protektionismus gegenüber den russischen Machthabern der letzten Jahre scheint mir einer objektiven Betrachtung nicht stand zu halten. So stellt Schmidt die Behauptung auf, die USA sei in den letzten Jahren die einzige Großmacht mit expansionistischen und insbesondere von der UNO nicht ratifizierten Angriffskriegen gewesen. Offensichtlich hat er hier den Tschetschenien-Konflikt und andere militärische Auseinandersetzungen mit "abtrünnigen" Republiken verdrängt. Sinn und Rechtmäßigkeit des Irakkrieges ungeachtet, haben sich die politischen und geographischen Grenzen der USA auch durch diesen Krieg nicht verändert.
Dass man auf politischer Ebene auch und gerade mit unliebsamen Machthabern verhandeln muss - aus einer politischen und wirtschaftlichen Kooperation kann man meiner Meinung nach eher einen nach unserem Verständnis positiven Einfluss ausüben als mit Konfrontation und Sanktion - so sollten diese Kontakte doch auch rein politisch bleiben.

Trotz allem handelt es sich um ein lesenswertes Buch, auch wenn Schmidt in diesem Werk nichts wahrhaft Neues veröffentlicht, vielmehr ist es die Quintessenz eines langen privaten und politischen Lebens. Nicht mehr und nicht weniger kündigt er an. Helmut Schmidt ist eine faszinierende und in höchstem Maße glaubwürdige Persönlichkeit und man neigt dazu, seine Meinung und seine Aussagen etwas unreflektiert als "Wahrheit" zu akzeptieren. Wenn es einem gelingt, sich dieser Elder-Statesman-Doktrin zu widersetzten, kann man aus diesem Buch zahlreiche eigene neue Erkenntnisse gewinnen und/oder bestehende festigen.
33 Kommentare|50 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Mai 2016
Hochinteressantes Buch, aus dem jeder, der in Verantwortung steht, einiges mitnehmen kann, auch wenn es keine politischen Lehren sind, sondern einfach nur allgemein gültige Dinge, die heute allzuoft in Frage gestellt werden. Daneben,toller Mann insgesamt, sehr schade, dass er jetzt nur noch den lieben Gott beraten kann. Ich hoffe, der hört auf ihn!
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