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am 1. November 2011
Hallo liebe Lesefreunde,

auf die Biographie von Steve Jobs hatte ich mich bereits viele Wochen gefreut. Der tragische und frühe Tod von Steve Jobs hat natürlich diesem Buch zu einer makaberen Publicity verholfen, welche zwei Folgen hatte. Das Buch verkauft sich im englischen Original wie warme Semmeln und man entschied sich die Veröffentlichung vorzuziehen als bewusst eben jene Publicity zu nutzen. Da die englische Originalfassung bereits fertig gewesen ist, kann ich das nachvollziehen, im Falle der deutschen Übersetzung nicht. Das vorziehen der Veröffentlichung hat deutlichen Einfluss auf die Qualität des Buches, bzw. der Übersetzung. An vielen Stellen wirkt diese Übersetzung nicht stimmig, sowohl was Grammatik als auch den Sinn der Worte betrifft. Das markanteste Beispiel, ist die bereits erwähnte falsche Übersetzung des Wortes Silicon, welches dauernd mit Silikon übersetzt wurde. Richtig ist natürlich Silizium. Für jemanden wie mich, der in der Branche arbeitet, sind solche Fehler grauenhaft und stören beim Lesen. Dem Buch hätte es nicht geschadet, hätte man bei der Auswahl der Übersetzer auf Leute zurückgegriffen, die auch die Sprache der Branche sprechen. Ähnliche Fehler gibt es noch mehr, was dazu führt, dass ich einige Sätze mehrmals lesen musste, weil sich mir der Sinn nicht erschlossen hat. Schade.

Zum Inhalt muss ich sagen, Respekt! Man bekommt das sehr ambivalente Leben von Jobs gut geschildert. Bekommt einen Einblick in bisher unbekannte Details und lernt den Charakter von Jobs gut kennen. Ich hatte bereits einige unauthorisierte Jobsbiographien gelesen, welche man in zwei Klassen einteilen konnte: Verriss und Lobpreisung. Beides halte ich für schlecht, da eine Biographie ein objektives Bild vermitteln sollte. Allerdings ist Isaacson dafür ja bekannt, sich ausführlich mit der Person zu beschäftigen. Die Jobs Biographie ist auch aus dem Betrachtungswinkel interessant, dass er selbst, also Jobs, während der Arbeit an dem Buch wusste, dass er wohl nicht mehr viel Zeit auf Erden hat. In wenigen Biographien hat man die Gelegenheit in die Gedankenwelt eines sterbenskranken Menschen einzutauchen, der die Industrie und die Informationswelt so geprägt hat wie Steve Jobs.

Fazit: Die Biographie ist sehr zu empfehlen. Man lernt nicht nur Steve Jobs besser kennen, sondern auch viele interessante Hintergrundgeschichten rundum die Branche und das Silicon Vally. Man entdeckt, dass Jobs ein Mensch gewesen ist mit Ecken und Kanten, die seinem Falle Genie und Wahnsinn, sehr nahe aneinander führten. Einen Stern Abzug gibt es für die hudelige Übersetzung. Da ich auch die Gelegenheit hatte das englische Original zu lesen, sei gesagt, dass diese von Menschen mit guten Englischkentnissen durchaus gelesen werden kann. Vieles liest sich im englischen Original schlüssiger. Zudem werden in der deutschen Übersetzung einige Sätze sehr kompliziert aufgebaut, welche im englischen Original wesentlich simpler und kürzer sind.
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Gibt es noch etwas, was über Steve Jobs nicht gesagt wurde? Ein paar Kleinigkeiten schon, und vor allem: So packend wie Walter Isaacson hat sie noch keiner vermittelt. In seiner autorisierten Biografie gelingt es dem Journalisten, ein sehr privates Bild von Jobs zu zeichnen. Zitate von Wegbegleitern, Kritikern, der Familie und vor allem von Jobs selbst enthüllen eine facettenreiche Persönlichkeit: genial und störrisch, verletzlich und verletzend, immer mit dem Anspruch, eine Delle ins Universum zu schlagen". Isaacson gelingt der Spagat zwischen sachlicher Reportage und feuilletonistischer Unterhaltung. Man mag das Buch kaum aus der Hand legen, selbst wenn man nicht zu den Apple-Jüngern gehört. Denen braucht getAbstract die Biografie ohnehin nicht zu empfehlen, dafür aber allen Marketingleuten und Jungunternehmern.
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am 27. Februar 2012
Über Steve Jobs als Mensch und Unternehmer möchte ich in dieser Rezension nicht urteilen. Man kann sich mit dieser Biographie selbst ein umfassendes Bild von ihm machen. Denn obwohl es sich hierbei um die von Jobs persönlich autorisierte und mit Fakten und Fotos belieferte und somit um die "offizielle" Biographie handelt (deren Fertigstellung er nicht mehr erlebte), ist das hier alles andere als eine schöngefärbte Lobhudelei auf die Firma Apple und auf das Leben und Wirken ihres Gründers. Ich war hiervon positiv überrascht. Steve Jobs mit all seinen Fähigkeiten und Leistungen, aber auch Schwächen und persönlichen Widersprüchen, wird respektvoll, aber auch schonungslos charakterisiert. Mehr noch: Glaubt man den Gesprächnotizen des Autors Walter Isaacson, war es Jobs' ausdrücklicher Wunsch, dass hier keine Schönfärberei getrieben wird. Zu erwarten war natürlich, dass dieses Buch über weite Strecken die Geschichte des Unternehmens Apple wiedergibt, während private Episoden nur als vergleichsweise kurze Einschübe vorkommen. Gerade deshalb ist dies ein spannendes Buch. Besonders gut ist diese Biographie in den Abschnitten, in denen Bill Gates und andere alte Weggefährten und Kontrahenten zu Wort kommen. So mancher vermeintliche Erzfeind (Gates) scheint privat auch ein guter Freund gewesen sein. Lobenswert ist die sauber gegliederten Quellensammlung im Anhang. Der Autor hat insgesamt gute Arbeit geleistet. Negativ aufgefallen ist auch mir die in anderen Rezensionen angesprochene schlampige Übersetzung, die sich in oftmals seltsam verschachtelten Sätzen und häufig falschen Begriffen niederschlägt (es ist z. B. inakzeptabel, dass "encoding" und "encryption" verwechselt werden).
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am 19. März 2012
Auch wenn ich persönlich ein absoluter Windows-Fan bin, kann ich mir kein anderes Handy als das Iphone vorstellen. Grund genug, die Biografie des Schöpfers zu lesen. Mit 666 Seiten auf den ersten Blick ganz überschaubar, aber die haben es in sich. Selten hab ich ein Buch erlebt, welches so viel Information vermittelt. Üblicherweise lese ich den Ferien locker 200 Seiten pro Tag. Hier war ich froh, wenn ich mal über 50 schaffte. Bitte nicht falsch verstehen, aber um die gebündelten Infos aufzunehmen, muss man im Kopf topfit sein. Das Werk vermittelt einen sehr detaillierten Einblick in Jobs' Schaffen, sein Wesen, seinen Charakter, seine Familie usw. Sehr oft kommt er dabei nicht gut weg, ich dachte öfters 'Bist Du ein ekelhaftes A.....'. Und trotzdem, er ist ein Genie.

Fazit: Wer regelmässig liest, kommt an diesem Buch wohl nicht vorbei. Sehr interessant, ich kanns wirklich empfehlen. Aber nix für die abendliche Lektüre kurz vor dem Schlafengehen.
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am 17. Juli 2012
ISAACSON, Walter: 'Steve Jobs. Die autorisierte Biografie des Apple Gründers', München 2011
Mehrmals hatte es der Autor abgelehnt, eine Biografie über Steve Jobs, den Apple Gründer zu schreiben. Jobs ist tot und die Biografie liegt vor. Sie zeichnet den zu Beschreibenden nicht von seiner besten Seite. Sie zeigt auch seine negativen Eigenschaften: wie er Menschen beleidigt, wie er jähzornig und spontan aufbrausend sein kann. Sie zeigt aber auch, dass Apple ohne ihn nicht Apple wäre. In der Computerindustrie werden die Prozess von den Entwicklern bestimmt. Die Designer packen das fertig Entwickelte in einen mehr oder weniger schönen Kasten. Nicht so bei Jobs. Bei ihm redete das Design von Anfang an mit. Er war ein Perfektionist, bei dem auch die Innenseiten der Geräte hohe Qualität haben mussten.
'Er lügt nicht, weil es in seinem Interesse liegt, er lügt, weil es seine Natur ist. In Job's Natur lag es zu täuschen oder gelegentlich geheimniskrämerisch zu handeln, wenn er es für gerechtfertigt hielt. Andererseits war manchmal auch brutal ehrlich und äußerte Wahrheiten, die die meisten von uns entweder beschönigen oder verschweigen würden. Lügen erzählen und die Wahrheit sagen waren einfach nur verschiedene Aspekte seiner Einstellung im Sinne Nietzsches, dass die üblichen Regeln für ihn nicht zuträfen.' (Seite 369)
Steve sagt in diesem Buch im O-Ton über seine Konkurrenten: 'IBM war im Grunde wie Microsoft, nur schlimmer. Sie waren keine innovative Kraft, sondern eine Kraft des Bösen. Sie waren wie AT&T oder Microsoft oder Google heute.' (Seite 166)
Es ist eine amerikanische, von einem Amerikaner geschriebene Biografie. Sie hat über 700 Seiten und ist bis ins kleinste Detail recherchiert. Ein detailgenauer Lebenslauf, wie ihn kein europäischer Autor schreiben würde. Im Anhang dokumentiert der Autor sogar, welche Interviews und Besprechungen er in welchem Kapitel mit wem gemacht hatte. Eine Leistungsbeschreibung. Zusammenfassend muss man aber sagen: nach diesem Buch versteht man, warum es iPOD, iPhone und iPAD gibt, so wie sie sind. Steve Jobs hat Dinge in die Welt gesetzt, die nachhaltig sind. 'Er hat eine verblüffende Art, technische Spielereien auszutüfteln, von denen wir nicht wussten, dass wir sie brauchen, ohne die wir aber plötzlich nicht mehr leben können.' (Seite 581) Er hatte aber auch hohe ethische Werte: er verhinderte Raubkopien von Musikstücken, weil die Musiker fair behandelt werden sollten und die kritisierte 'App-Zensur' erlaubt keine Pornografie und Diffamierungen im System.
(Hinterbrühl-Buraimi-Hinterbrühl, 23.12.2011)
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am 23. April 2012
Nachdem hier so viele Rezensionen geschrieben worden sind, ist es schwierig, noch etwas Neues zu schreiben. Allerdings steht hier auch nicht der Mensch "Steve Jobs" auf dem Prüfstand - der Leser dieser Biografie sollte sich sein eigenes Urteil darüber bilden. Allerdings, und diese Wertung möchte ich nehmen, hatte dieser Mensch den Mut, ein Urteil über sein Leben zuzulassen und zu fördern.

Fünf Sterne gibt es aus meiner Sicht für die Arbeit von Walter Isaacson. Für micht ist es eine herausragende Arbeit, aus dieser Fülle von unterschiedlichem und wahrscheinlich auch widerprüchlichem Material eine Biographie zu formen. Aus meiner Sicht ist dies eine meisterhafte Arbeit von Isaacson. Die Art und Weise, wie Ergebnisse von Recherchen und auch persönliche Gespräche miteinander verknüpft werden ist große Kunst. Leider, und das wurde hier schon oft erwähnt, enttäuscht mich die Übersetzung sehr. Solche Fehler sind für mich nicht nachvollziehbar. Deswegen ein kleiner Abzug.

Eine Schwäche hat das Buch - und deswegen dann doch ein Stern Abzug. Das Erzähltempo schwankt sehr. Die Jugendjahre und die Zeit an der Uni werden sehr schön beschrieben - dann folgt eine sehr ausführliche Schilderung der ersten Erfolge und gegen Ende erscheint alles nur noch im Zeitraffer, als wären dem Autor die Seiten aber nicht die Ideen ausgegangen. Vielleicht wäre es mutiger gewesen, 2 Bände daraus zu machen ? Oder wäre es mutiger gewesen, manches nicht zu erwähnen ? Schade - dies trübt das Bild etwas.

Um auf die Frage der Überschrift zurückzukommen: Ich glaube die Leistung von Steve Jobs liegt darin, seine Biografie nicht selber geschrieben, sondern sich dem Urteil der Geschichte unterworfen zu haben. Die Leistung des Autors liegt darin, dieses Buch zu schrieben, ohne das Urteil der Geschichte zu fällen.
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TOP 500 REZENSENTam 27. Oktober 2011
Eine insgesamt sehr lesenswerte Biografie, die alles andere als eine bloße Beweihräucherung einer Ausnahmeerscheinung ist. Manche seiner Verhaltensweisen und Äußerungen kann man auch bei sehr wohlwollender Einstellung nur als starke Konkurrenzorientierung und Egozentrik werten. Aber vielleicht muss man zum Teil so sein, um solches auf die Beine zu stellen.

Sehr interessant sind die zahlreichen, fast schon philosophischen Ansichten und Äußerungen. Man muss sie nicht unbedingt teilen, sie regen aber zum Denken an. Für mich hat sich das Buch allein schon deshalb gelohnt.

Die Steve-Jobs-Geschichte (von den ersten Anfängen bis zum heutigen Stand des Unternehmens) demonstriert, welche ungeheure Gestaltungskraft Visionen besitzen können. Da ich nur ein normaler PC-User bin (Internet, Winword usw.), und weder einen Medien- noch Design-Job habe, sah ich nie eine wirkliche Veranlassung, die Microsoft-Welt zu verlassen. Hinzu kam, dass ich stets annahm, sie besäße das bessere Geschäftsmodell, da man seinen PC nicht bei einem bestimmten Hersteller kaufen muss. Ich glaubte, dass es hierdurch zu einer schnelleren Innovation käme. Allerdings wünschte ich mir stets einen transportablen, leichten (maximal 1 kg) und leistungsfähigen PC, mit dem ich auch unterwegs ganz normal arbeiten kann. Seit fast einem Jahr besitze ich nun endlich ein transportables und leichtes Netbook, allerdings "leistungsfähig" ist es wirklich nicht. Es genügt selbst meinen minimalen Anforderungen nicht.

Apple hat aber all das (und noch viel mehr) geliefert, und das trotz und wegen eines Steve Jobs, der alles unter seiner Kontrolle behalten wollte. Das kostete dann zwar immer ein ganzes Stück mehr, war aber eine insgesamt runde Sache. Möglicherweise hat die Microsoft-Welt (es gibt nicht eine Grafikkarte, sondern Tausende) sehr stark preisdrückend gewirkt, sie hat aber kaum echte Innovationen hervorgebracht. Dafür scheint es wohl Leute wie Steve Jobs geben zu müssen, die Visionen besitzen und sie gegen alle Widerstände realisieren. Dass dies letztlich kraftraubend ist, kann man sich vorstellen. Erstaunlich, wie lange er mit seiner schweren Erkrankung dennoch sein Unternehmen leiten konnte.

Sehr interessant fand ich die zahlreichen Zitate und Äußerungen von anderen Personen, wodurch sich ein recht umfassendes Gesamtbild der Persönlichkeit ergibt. Auch hat mich seine Kindheitsgeschichte sehr bewegt, die sehr viel Raum für psychologische Interpretationen eröffnet, eventuell auch in Hinblick auf seine häufigen Stimmungsschwankungen. Allerdings könnten die zum Teil auch auf seine spezielle Ernährungsweise zurückgehen. Packend fand ich gleichfalls die Geschichten aus der Gründungszeit seiner Firma.

Enttäuscht war ich hingegen von der Qualität der deutschen Ausgabe. Da ist einerseits die immer wieder schwächelnde Übersetzung zu nennen, andererseits der gestauchte Steve Jobs auf dem Cover, bei dem es sich eigentlich um eine Frechheit handelt. Schöner hergestellte Bücher habe ich auch schon in der Hand gehabt. Deshalb einen Stern Abzug.
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am 16. August 2012
Walter Isaacson hat mit dieser Bibliographie wirklich gute Arbeit geleistet.
Von der Kindheit über die Gründung von Apple, Jobs Rauswurf aus seiner eigenen Firma, die schwierige Zeit mit NEXT, bis hin zu Job's triumphaler Rückkehr zu Apple, zeichnet die Bibliographie ein detailliertes Bild des Menschen Steve Jobs.
Isaacson bleibt dabei fast immer objektiv und zeichnet kein Heldenepos. Er zeigt Steve Jobs mit all seinen Ecken und Kanten, seiner Obsession für Kontrolle und Details, die letztendlich aber auch die Produkte von Apple ausmachen.
Er zeigt Steve Jobs nicht nur als Business Mann sondern auch privat. Auch intimere Details, insbesondere über die Jahre in denen Jobs mit der Diagnose Krebs lebte, vervollständigen das Bild.

Allen, die des Englischen so mächtig sind, dass sie sich zutrauen die englische Ausgabe zu lesen, würde ich diese empfehlen, da es bei einer Übersetzung immer Interpretationen gibt. (Ich habe beide Varianten als E-Book gelesen, da nach der Lektüre der englischen Variante noch ein paar Übersetzungsfragen offen geblieben waren). Die Englische Ausgabe hat mir besser gefallen und einige Passagen würde ich persönlich etwas anders übersetzen. Daher für die deutsche Übersetzung 4 Sterne.
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TOP 500 REZENSENTam 23. November 2011
Vorneweg möchte ich anmerken, dass ich kein "Apple-Jünger" bin, ich habe in meinem ganzen Leben nur ein Apple-Produkt kurzzeitig besessen, ein iPad der 1. Generation, dieses jedoch wieder verkauft, da ich mit geschlossenen Systemen und Restriktionen wenig anfangen kann.

Dennoch habe ich mir die Biographie des Apple-Gründers gekauft und mit Genuss gelesen. Der Werdegang des Steve Jobs wird von Kindheit bis kurz vor seinem Tod geschildert. Steve Jobs wird nicht nur als Geschäftsmann, sondern auch als Privatperson mit all seinen Stärken und seinen Schwächen unverblümt dargestellt. Der Autor schweift dabei nie ins Verherrlichende ab, glorifiziert Steve Jobs nicht, geht detailliert auf die Persönlichkeit Jobs' ein. Nach und nach kann man nachvollziehen, wie Steve Jobs zu dem geworden ist, der er nunmal ist (bzw. war). So gelingt es dem Leser leicht Rückschlüsse zu ziehen, warum die Apple-Produkte genauso konzipiert sind und genauso aussehen, wie sie sind.

Zusammenfassend möchte ich resümieren, dass die Biographie uneingeschränkt zu empfehlen ist. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich nur irgendwie für Apple, Pixar oder Steve Jobs interessiert - es dürfte für Apple-Fans und Apple-Gegner gleichermaßen interessant sein.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig, lebendig, dennoch kurz und bündig. Die Übersetzung ist - wie die vielen Vorredner bereits bescheinigten - teilweise grauenhaft, über die Grammatik- und Interpunktionsfehler liest man aber nach wenigen Seiten hinweg. Das Design des Buchumschlages wirkt wertig, minimalistisch, schlicht edel - wie aus Steve Jobs Feder sozusagen. Die Papierqualität ist für diesen Preis nahezu eine Unverschämtheit, das Papier ist sehr dünn, die Schrift (und erst recht Fotos und Bilder) scheinen auf die Rückseite durch.
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am 31. Januar 2016
Steve Jobs! Ein Mann, der mit seinen Produkten, aber auch mit seiner Person und seinem Wesen
polarisierte. Dennoch zählt er durch sein Schaffen womöglich zu den einflussreichsten
Persönlichkeiten der letzten 100 Jahre und hat unser aller Leben maßgeblich geprägt.
Für die Biografie wurde Walter Isaacson von Steve Jobs persönlich beauftragt. Dabei schafft
Isaacson einen sehr intimen Einblick in das Leben, die Karriere und die Person Jobs'. Im Vorfeld
führte er dafür etliche Interviews mit Freunden, Verwandten und Jobs selbst.
Besonders die Kindheit und die Jugend werden in dieser Biografie sehr stark behandelt.
Aufgewachsen im damalig aufstrebenden Silicon Valley bekam er früh von seinem Adoptivvater ein
Gespür für technisches Handwerk und dessen Perfektion vermittelt. Diese verschmolzen im Laufe
seiner Jugend mit der spirituellen Reinheit und Schlichtheit, die er im Buddhismus für sich
entdeckte.
Ein immer wiederkehrendes Merkmal in Steve Jobs' Leben ist das sogenannte 'Reality Distortion
Field', welches er zur Perfektion beherrschte und auch anwenden konnte. Dabei nutzt er seine
verzerrte Sichtweise der Realität, um in Augen anderer nicht nachvollziehbare Entscheidungen zu
treffen, zu begründen und auch andere Menschen nachhaltig zu prägen wie auch zu manipulieren.
Aus dieser Eigenschaft mögen zwar zum einen herausragende Produkte hervorgegangen sein, zum
anderen nutze Jobs diese Technik aber auch immer wieder, um vor unangenehmen Entscheidungen
und Themen zu flüchten. Beispiele hierfür sind der Streit um seine Tochter Lisa oder sein
jahrelanger Kampf mit seiner Krebserkrankung.
Letztendlich zeigt die Biografie ein Genie, welches stets nach völliger Perfektion gestrebt hat. Alles
musste perfekt sein. Die Produkte, die Verpackung, ja sogar die jetzt weltweit verbreiteten Apple-
Stores wurden in der frühen Entstehung von Steve Jobs selbst bis ins kleinste Detail geplant und
detailliert umgesetzt. Nichts durfte das Auge des Käufers stören.
Für Apple-Fans ist dieses Buch sicherlich seit Tag eins ein Muss und besonders sie werden es
begrüßen, dass Isaacson den einen oder anderen negativen Moment in Jobs' Karriere nicht näher
erläutert hat. So wird zum Beispiel die von Steve durchgesetzte Inkompatibilität vom Apple III und
Apple Lisa zwar erwähnt, dennoch wird diese Fehlentscheidung und die daraus resultierenden,
katastrophalen Verkaufszahlen nur wenig behandelt.
Insgesamt zeigt uns Isaacson ein Bild von Jobs, dass viele Käufer in Teilausschnitten schon kennen
dürften. Dieses wird aber durch viele neue Details und Privateinblicke zusätzlich erweitert. Leider
überwiegen die positiven Geschichten und Eigenschaften von Jobs zu deutlich, sodass der Leser
teilweise das Gefühl vermittelt bekommt, dass Steve Jobs selber an der Biografie mitgeschrieben
hat. Ein Indiz dafür, dass selbst der Biograf zum Opfer von Jobs' Reality Distortion Field geworden
ist.
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