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am 7. Januar 2010
Gerne hätte ich diesem Buch 5 Sterne gegeben, da Herr Schmoeckel ein bisher relativ unbeachtetes Gebiet aus dem Bereich der Germanen-Forschung herausgepickt hat!
1. Stern für: Thema-Wahl - ausgezeichnet und spannend!
2. Stern für: Das spürbare Herzblut, dass man den Zeilen des Autors immer aufs Neue entnehmen kann. Es wurde recherchiert, belegt, erklärt - neue historische Ideen wurden gut umgesetzt.
3. Stern für: Mut - es ist immer sehr schwierig, ein solches Thema aus einer geschichtlichen Grauzone herauszuholen und es einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ohne gleich einen besseren Herrn v. Däniken darzustellen und sich gleich zu Beginn dem Gespött der "echten" Wissenschaftler, Archäologen und Historiker auszussetzen!

Da dieses Buch hier auf dieser Seite zum "Reinlesen" zur Verfügung steht, erspare ich mir Kommentare bzw. eine Kurzfassung zum Inhalt; das vorhandene Material reicht völlig aus, um zu verstehen, worum es dem Autor geht.

Warum 2 Sterne fehlen? In meinen Augen hat Herr Schmoeckel was den Aufbau des Buches angeht und auch die inhaltliche Darstellung betrifft, leider eine recht mäßige Arbeit abgegeben - was ich nach der Lektüre seiner anderen historischen Bücher nicht vermutet hätte. Der inhaltlich Aufbau läßt eine Steigerung vermissen, die schließlich in einem entsprechend Schluß den geneigten Leser zu einem Ergebnis führen würde. Herr Schmoeckel springt zwischen den Kapiteln durch ständige Vermerke hin und her, erklärt, was er nicht erklären möchte und kommt dann leider doch nicht zum eigentlichen Punkt. Dadurch wird dieses Buch zu einer recht schwierigen und auch schwerverdaulichen Kost, die man wesentlich leichter und besser verständlich hätte aufbereiten können. Manche Schlußfolgerungen sind ebenfalls leider nicht komplett nachvollziehbar, auch wenn man selbst vielleicht historisch nicht ganz so versiert und gebildet ist; da wäre desöfteren eine kritische Selbstbetrachtung des Autors vonnöten gewesen.
Fazit: Würde man das Buch um gut 1/3 des Textes kürzen, d.h. unnötige Schlüsse und Querverweise weglassen und ein wenig selbstkritischer an die Sache herangehen, gäbe ich dem Buch 5 Sterne.
Trotzdem bin ich der Meinung, dass es sich um ein sehr wichtiges Werk zur Geschichte handelt, dass man auf jeden Fall einmal gelesen haben sollte!
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am 19. Juni 2013
Es hat eine Weile gedauert, bis bei mir "der Groschen gefallen" ist, aber was Reinhard Schmoeckel hier beschreibt ist so etwas wie eine grobe Darstellung der Entstehungsgeschichte des deutschen und französischen Uradels. Viele Familien aus diesen Kreisen, prosperierende wie auch erloschene, gehen zurück auf sarmatische Fürsten, welche in mehreren Wellen aus dem Donauraum nach Westen gezogen waren. Schmoeckel hinterlegt das sehr plausibel mit alten Königslisten, nimmt die Fränkische Wandersage beim Wort und gibt auch sonst vielen zeitgenössischen Berichten einen Sinn, welche von der Geschichtswissenschaft gern als unklar oder sagenhaft abgetan werden.
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